(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Opuscula Ichneumonologica : Fascicule 1-45"

765— 5m— 10-19) 

ILLINOIS STATE 

NATURAL HISTORY SURVEY 

LIBRARY 



5H9.Z 
I 
II 

V./3-/8 




)puseula lehneumonologiea 



Herausgegeben 

mit Beihilfe des Königl. Preuss. Ministeriums 
für Landwirtschaft und Forsten 
d der Königl. Preuss. Akademie der Wissenschaften 



von 



Professor Dr. Otto Sehmiedekneeht. 



Fase. XIII 




Rlankenlnirg i. Tliiir. 
1906. 



Ickneumonidae. 963 



198. P. SCCrctUS Forst. 1851 P. s. Förster, 1. c. p. 233 cf. 

cf Schwarz, die Basis der Fühler, der Mittelleib zum Teil, 
das 1. Segment ganz und das 2. in den Seiten nebst den 
Beinen rotgelb ; der Mittelleib mit 'einem deutlich abge- 
setzten Schildchen, die abschüssige Stelle mit sehr scharfer 
Querleiste ; der Hinterleib etwas zerstreut punktiert und 
behaart, das 1. Segment ohne vorragende Knötchen. — 
L. 3 mm. Q unbekannt. 

1 cf von Aachen. 

199. P. ViolentUS Forst. 1851 P. v. Förster 1. c. p. 233 cf. 

cf Schwarz, die Basis der Fühler, der Mesothorax zum Teil, 
das 1. Segment des Hinterleibs ganz, das 2. vorherrschend 
und die Beine rot ; der Mittelleib mit einem deutlich 
abgesetzten Schildchen, die abschüssige Stelle des Meta- 
thorax niedrig, mit scharfer Querleiste ; der Hinterleib 
ziemlich dicht punktiert und behaart, das 1. Segment ohne 
vorspringende Knötchen. — L. 4 mm. Q unbekannt. 

1 cf von Aachen. 

200. P. teiltatOr Forst. 1851 P. t. Förster, 1. c. p. 234 cf. 

cf Rotgelb, der Kopf und der Hinterleib vom 4. Segment 
ab schwarz, das 3. au der Basis braun ; der Mittelleib 
mit einem deutlich abgesetzten Schildchen, der Metathorax 
an der abschüssigen Stelle mit scharfer Querleiste ; der 
Hinterleib auf den 3 ersten Segmenten massig dicht, auf 
deu folgenden zerstreuter punktiert und behaart, das 1. 
Segment ohne vorspringende Knötchen. — L. 3,5 mm, 
Q unbekannt. 

Von Förster aus dem Gespinnst von Hyponomeuta 
padella gezogen. 

201. P. dySalotUS Forst. 1851 P. d. Förster, 1. c. p. 235 cf. 

cf Rotgelb, der Kopf, die Brustseiteu und der Hinterleib 
vom 4. Segment ab schwarz, der Mittel leib mit einem 
deutlich abgesetzten Schildchen, die abschüssige Stelle mit 
scharfer Querleiste ; der Hinterleib auf den 3 ersten 
Segmenten massig dicht, auf den folgenden etwas zer- 
streuter punktiert und behaart, das 1. Segment ohne 
vorspringende Knötchen. — L. 3,5 mm. Q unbekannt. 

1 cf von Aachen. 



Natural History Äurvey 
Library 



964 Dr. 0. Schmiedeknecht. 

Ton neueren Autoren beschriebene Arten. 

202. P. myrmecillUS C G. Thoms. 1884 P. m. C. G. Thomson, 1. c. 

p. iooi 9cf. 
Q Rot, Kopf und Hinterleib schwarz oder braun, Leiste 
am Munde lamellenartig vorstehend, Bohrer versteckt. — 
Dem P. sylvicola in der Skulptur des Hiuterleibs ähnlich, 
aber Fühler tiefer eingefügt, Postannellus nicht kürzer 
als der Schaft, das 2. Segment an den Seiten zerstreuter 
punktiert, das 6. sehr dicht und fein punktiert. 

cf Dem P. sylvicola sehr ähnlich, aber Fühler länger, an 
der Basis gelblich. — L. 3 — 5 mm. 
Schweden ; die Q nicht selten. 

203. P. SpillUla C G. Thoms. 1884 P.s. C.Q.Thomson, I.e. p. 1006 9cT- 
Q Schwarz, die Beine in geringer Ausdehnung hell gezeichnet ; 

Bohrer etwas kürzer als das 1. Segment. — Dem P, 
nigritus sehr ähnlich, aber Mesonotum hinten abgestutzt, 
Schildchen nicht angedeutet, der abschüssige Raum des 
Metathorax nur durch kleine Seitenzähnchen angedeutet, 
das 1. Segment weniger breit. 
J 1 ungeflügelt, sonst dem P. nigritus ebenfalls ähnlich, aber 
Beine kräftiger und dunkler gefärbt. — L. 3 mm. 
Schweden, England. 

204. P. graüdicepS C. G. Thoms. 1884 P. g. C. Q. Thomson, 1. c. 

P . 1007 9cT- 

Tiefschwarz, glänzend, Bohrer etwas kürzer als das breite 
und flache 1. Segment. — Dem P. pumilus ähnlich und 
verwandt, aber das 1. Segment breiter, die Tuberkeln 
nicht zahn artig vortretend, Postpetiolus des S <l uer ' — 
L. 2,5—3 mm. 
Schweden. 

205. P. gOnatopiMlS C G. Thoms. 1884 P. g. C. Q. Thomson, 1. c. 
p. 1008 9c?. 

Q Tiefschwarz, Metathorax buckelig, Kopf fast kubisch, das 
1. Segment schmal. Thorax lang und in der Mitte wie 
zusammengeschnürt. Fühler schlank, Postannellus wenig- 
stens doppelt so lang als der Schaft. Schildchen ange- 
deutet. Querleiste des Metathorax fehlend. Bohrer kürzer 
als das 1. Segment. 

J 1 ungeflügelt, im Uebrigen mit dem Q übereinstimmend. 
— L. 1,5 — 3 mm. 
Schweden. 
Schliesst sich an P. exareolatus und anthracinus an. 



Iclineumonidae. . 9(35 



206. P. mandibulariS C. G. Thoms. 1884 P. m. C. Q. Thomson, 1. c. 
p. 1009 9d*- 

9 Rotgelb, Kopf schwarz, Mandibeln gelb, Postpetiolus quer, 
Scheitel breit, hinter den Augen verschmälert, tief und 
fast winkelig ausgeschnitten. Dein P. rufulus sehr ähnlich, 
aber Mesonotum länger, Fühler und Schenkel weniger 
kräftig, Postpetiolus kürzer, Kopf schwarz, Hinterleib 
rotgelb oder mit dunkler Querbinde oder hinten gebräunt. 

J 1 geflügelt. Nerv, parallel, deutlich über der Mitte der 
Brachialzelle entspringend. Pronotum rötlichgelb. Seg- 
ment 1—3 gelblich, das 1. zuweilen in der Mitte verdunkelt. 
— L. 2,5 — 3,5 mm. 
Schweden. 

207. P. keVicepS 0. G. Thoms. 1884 P. b. c. Q. Thomson, l c. p. 
1017 Qcf. 

Schwarz, Fühlerbasis und Beine rötlich, Bohrer so lang 
wie das 1. Segment; Scheitel sehr schmal. — Dem P. 
instabilis sehr ähnlich, aber Kopf viel kürzer, Scheitel 
hinten verengt, das cT ungeflügelt mit dickeren Fühleru ; 
auch die Fühler des Q dick und ziemlich kurz. — L. 
3 mm, 
Schweden. 

208. P. keviS Bridgm. 1883 P. b. Bridgman, Further add. to Marsh. 
Cat. of Brit. lehn. (Trans. Ent. Soc. Lond. p. 162) 9. 

Q Am nächsten dem P. pumilus, aber viel grösser und das 
7. Fühlerglied nur etwas länger als breit. — Meso- und 
Metathorax von gleicher Länge und sehr kurz. Kopf 
quer, viel breiter als der Thorax, Metathorax ohne Spur 
einer Querleiste ; der ganze Thorax deutlich höher als 
lang. Hinterleib oval ; Spirakeln des 1, Segmentes kaum 
vorstehend; Postpetiolus breit. Bohrer nicht ganz so 
lang als das 1. Segment. — Schwarz, Schaft und das 1. 
Geisselglied braunrot. Beine ebenfalls bräunlich rot, V.- 
Schenkel gegen die Basis etwas dunkler, ebenso die ganzen 
H.-Schenkel. Die vorderen Segmente mit helleren Ein- 
schnitten; das 6. Segment ganz hell. — L. 4 mm. J 1 unbek. 
England. 

209. P. hieraCÜ Bridgm. 1883 P. h. Bridgman, 1. c. p. 162 9. 

Q Schliesst sich am nächsten P. tener an. Kopf quer, hinter 
den Augen verengt. Das 1. und 2. Geisselglied von gleicher 
Länge, ungefähr 3 Mal so lang als breit. Mesothorax 
kurz, mit dem Mesothorax von gleicher Länge, letzterer 
ohne Querleiste. Spirakeln des 1. Segments nicht vor- 



Q(3(3 Dr. 0. Sclimiedeknecht. 

ragend, die übrigen Segmente quer, das 2. und 3. Segment 
dicht behaart. Bohrer etwas länger als das 1. Segment. 

— Schwarz, Basis des 1. Geisseigliedes hell ; Spitze des 
1. Segmentes bräunlich. Beine pechfarben, Trochanteren 
blass, auch Schenkelspitzen und Schienen teilweis rötlich. 

— L. 2,75—3,5 mm, cT unbekannt. 

England. — Wurde aus Gallen von Aulax hieracii 
gezogen. 

210. P. COStatUS Bridgm. 1886 P. c. Bridgman, 1. c. p. 341 Q. 

9 Verwandt mit P. lucidulus und fallax. — Kopf breit; 
Fühler von 3 A Körperlänge, das 2. Geisselglied etwas 
länger als das 1., dieses ungefähr 2 Mal so lang als breit. 
Metathorax und Mesothorax ungefähr von gleicher Länge; 
die Querleiste des Metathorax deutlich, von Gestalt eines 
W. Das 1. Segment ohne vorspringende Knötchen. Hinter- 
leib dicht und fein behaart. Bohrer fast etwas länger 
als das 1. Segment. — Schwarz, Basalhälfte der Fühler, 
Thorax, die 3 ersten Segmente und Beine rot. 

Var. Die inneren Augenränder breit dunkel rot. ■ — 
L. 5 mm. c? unbekannt. 
England. 

211. P. YagantiformiS Bridgm, 1886 P. v. Bridgman, 1. c. p. 342 Q. 
9 Sehr ähnlich dem P. vulneraus, aber Thorax 2farbig. — 
Das 1. Geisseiglied kaum länger als das 2., ungefähr 4 
Mal so lang als breit, das 5. ungefähr 1V 2 Mal so lang 
als breit. Thorax gestreckt, ungefähr 2 Mal so lang als 
hoch; Querleiste des Metathorax deutlich. Hinterleib 
schmal, dicht behaart, das 1. Segment mit schwachen 
Knötchen ; Bohrer deutlich länger als das 1. Segment. — 
Kopf schwarz, Fühler braun, am Ende dunkler, das 2. 
und die Basis des 3. Fühlergliedes rötlich. Pro- und Meso- 
thorax braunrot, Metathorax rotbraun. Hinterleib braun- 
schwarz, das 1. Segment und die Ränder des 2., sowie 
die Beine rot, Spitze der hintersten Schenkel und Schienen 
braun. — L. 3 mm. cT unbekannt. 
England. 

212. P. FÖrSteri Bridgm. 1886 P. F. Bridgman, 1. c. p. 343 Q. 
9 Am nächsten mit P. spurius verwandt. Kopf hinter den 
Augen ziemlich schmal. Das 1. Geisselglied wenig länger 
als das 2„ ungefähr 27 2 Mal so lang als breit, das 5. 
deutlich läuger als breit. Thorax gedrungen, kaum länger 
als hoch, Meso- und Metathorax von gleicher Länge; 



Eohneumonidae. 967 



Querleiste des Metathorax beiderseits spitz zahnartig 
vortretend. Das 1. Segment ohne deutliche Knötchen. 
Gestalt und Skulptur des Hinterleibs wie bei P. instabilis. 
Bohrer fast länger als das 1. Segment. — Schwarz, das 
2., Basis des 3. Fühlergliedes und Beine rot, Spitze der 
Hiuterscheukel und Spitze und Makel hiuter der Basis 
der Mittel- und Hinterschienen bräuulich. — L. 2 ; 75 
mm. cT unbekannt. 
England. 

213. P. CanaliClllatllS Kriechb. 1896 P. c. Kriechbaumer, Term. Füz. 
p. 129 Q. 

9 In Grösse und Färbung P. pulicarius ziemlich ähnlich, 
aber gedrungener, Hinterleib stärker gewölbt, das Rot 
viel dunkler. Metathorax in der Mitte mit Längsriune, 
die sich am Ende in ein birnförmiges Grübchen erweitert. 
Die hintersten Tarsen sehr dünn. Hinterleib sehr convex. 
— Schwarz, Fühlerbasis, Thorax, das 1. Segment und die 
Beine dunkelrot. — L. 4 mm, Bohrer V 2 mm. J 1 unbek. 
Ungarn. 

214. P. DOriCUS Strobl. i 9 00 P. n. Strobl, Mitt. Naturw. Ver. Steierm. 
p. 249 Q. 

9 Metathorax mit Querleiste, der abschüssige Raum so laug 
wie der horizontale. Hiuterleib fein querrissig, nicht 
punktiert. Bohrer von Länge des 1. Segmentes. Das 7. 
Fühlerglied deutlich länger als breit. — Fühler ziemlich 
schlank, rot, vom 4. Glied an fein schwarz geringelt, 
das Enddrittel schwarzbraun. Kopf schwarz, viel breiter 
als der Thorax, fast glatt. Thorax rot mit schwarzer 
Unterseite. Segment 1 und 2, sowie Hinterrand von 3 
rot, das 2. Segment mit 2 schwarzen Querflecken. Beine 
rot, der 1. Trochanter schwärzlich. — L. 5 mm. tf unbek. 
Alpen Steiermarks. 



215. P. claviventris Strobl. 1900 p. c. strobi, 1. c. P . 250 tf. 

C? Kopf und Thorax matt, schwarz, Kiefer, Taster und Fühler 
braunrot. Felderung des Metathorax schwach aber deutlich. 
Hinterleib braun, gegen das Ende gelblich, Endrand des 
1. Segmentes rotgelb, das 2. und 3. reingelb. Das 1. 
Segment ziemlich kurz und breit, 1 — 3 lederartig, die 
folgenden mehr glatt und glänzend. Vom Postpetiolus 
an verbreitert und wölbt sich der Hinterleib bis zum Ende 
des 4. Segmentes ziemlich stark, sodass er fast keulen- 
förmig erscheint. Flügel mit grossem Stigma, regel- 
mässiger, aussen offener Areola und senkrechtem, weit 



968 D r « 0- Schmiedeknecht. 



unter der Mitte gebrochenem Nervellus. Beine braun, 
Spitze der Vorderschenkel und fast die ganzen Schienen 
rotgelb. — L. 4 nun. Q unbek. 

Steiermark. 



216. P. Rigg'lOl Dest. 1884 P. Riggii (sie!) De Stefani-Perez, Nat. 
Sic. III p. 154 Q. 

9 Aehnlich P. bicolor, aber Thorax schlanker und ohne 
Schildchen. Fühler braunrot ; Kopf schwarz. Thorax 
und 1. Segment rot. Beine schwarzbraun, Hüften, Tro- 
chanteren, Kniee und Tarsen rot, Vorderschienen gelblich. 
Bohrer von Vs Hinterleibsläuge. — L, 8— 9 mm. J 1 unbek. 
Sicilien. 



217. P. RagUSai Dest. 1884 P. Ragusae (sie!) De Stefani-Perez, Nat. 
Sic. III p. 155 Q. 

9 Glänzend schwarz, Fühler rot, gegen das Ende dunkel. 
Thorax buckelig, rot. Beine rot, Vorder- und Mittel- 
schenkel vorn schwarz gefleckt. Das 1. Segment rot. 
Bohrer so lang wie der halbe Hinterleib. — L. 10 mm. 
C? unbekannt. 
Sicilien. 



218. P. SemimfUS Dest. 1884 P. s. De Stefani-Perez, 1. c. p. 156 Q. 
9 Kopf, Fühler und Thorax rot; Fühlerglied 3—5 schwarz 

geringelt, die 4 Endglieder schwarz. Thorax kurz, Meta- 
thorax ausserordentlich stark buckelig, viel höher als der 
vordere Teil des Thorax. Beine rot, schwarz gefleckt, 
die Hinterschienen fast ganz schwarz. Hinterleib schwarz, 
das 1. Segment rot, an den Seiten und auf der Scheibe 
schwarz gefleckt. (Bohrerlänge nicht angegeben.) — 
L. 12 mm (?). cf unbek. 
Sicilien. 

219. P. CarbonarillS Dest. 1884 P. c. De Stefani-Perez, 1. c. p. 157 9- 
9 Glänzend schwarz, nur die Trochauteren, Kniee und der 

grösste Teil der Schienen und Tarsen gelbrot. Thorax 
mit deutlichem Schildchen, Metathorax ziemlich buckelig. 
Bohrer von *A Hinterleibslänge. 

Steht am nächsten dem P. agilis. — L. 7-9 mm. 
(J 1 unbekannt. 

Sicilien. 



[uhnoumonidiio. 969 



220. P. separates n. sp. 

Q Glänzend schwarz, Kopf, Thorax und Hinterleibsbasis mit 
Ranz feiner Skulptur. Fühler laug und dünn, braunrot, 
Basalglieder der Geissei sebr gestreckt, an der Spitze 
gelblich. Kopf fast doppelt so breit als der Thorax, nach 
hinten stark verschmälert. Thorax zweiknotig, indem 
zwischen Mesouotum und Metauotum ein tiefer Einschnitt 
ist. Metauotum halbkugelig, glänzender und grösser als 
das Mesouotum. Beiue schwarz, Kniee, Vorderschieneu 
und Tarsen zum Teil rötlich. Hinterleib hinten fast 
poliert. Bohrer IV2 Mal so laug wie der Hiuterleib. Die 
Art steht namentlich durch den laugen Bohrer einzig da. 
— L. 4 mm. cf uubekanut. 

Ich fand mehrere 9 au ^ der Stätte des alten Carthago. 



2. Gen. PezolochllS Forst. 

1850 Pezolochus Förster, Arch. f. Naturg. XVI p. 103. 

Die Gattung weicht nur durch die Kopfbilduug von 
Pezomachus ab. Thomson stellt die beiden Arten mit zu 
dieser Gattung. 

1. P. rufipeS Forst. 1850 P. r. Förster, Arch. f. Naturg. p. 104 Q \ 
1851 idem, Mon. d. Qatt. Pezom. p. 56 9 | 1884 Pezom. r. C. Q. 
Thomson, Opusc. Eni X. p. 1002 Qcf. 

9 Basalglieder der Fühlergeissel fast quer. Kopf matt. 
Meso- und Metathorax gleich laug, keine Querleiste vor- 
handen. Hinterleib fein lederartig, zerstreut punktiert 
und kurz behaart. Bohrer nach Förster etwas länger 
als das 1. Segment, nach Thomson dagegen etwas 
kürzer. Das 1. Segment nach hinten stark verbreitert. — 
Schwarz, Prothorax, das 1. Segment an der Spitze und 
Beine rot. 

$ Geflügelt. Beine schwarz, Yorderkniee und Schienen röt- 
lich, die hintersten an Basis und Spitze schwarz. Flügel 
graulich, Stigma nicht breit, Nervellus antefurcal. Meta- 
thorax fein gerunzelt, area superom. schwach angedeutet. 
Fühler ziemlich dick. Postpetiolus breit. Segment 2 und 
3 fein runzlig-punktiert. — L. 3 — 4 mm. 

Deutschland, Schweden. 

Nach Thomson gehören vielleicht Pezomachus aries 
und ecarinatus mit zu dieser Art. 



970 D r - 0. Schmiedeknecht 

2. P. pilOSülllS C. G. Thoms. 1884 Pezom. p. C. Q. Thomson, Opusc. 
Ent X p. 1003 9cT- 

Rot, Kopf und Binde vor dem Hinterleibsende schwarz. 
Bohrer fast länger als das 1. Segment; das cT mit roten 
Hüften. — Dem P. rufipes ähnlich, aber Kopf grösser, 
fast kubisch, der Scheitel tiefer ausgerandet. Beim cf 
Unterseite des Schaftes und Hüften rot; das 2. Segment 
ganz und eine Makel an der Basis des 3. Segmentes rötlich. 
— L. 4 — 5 mm. 

Südliches Schweden. 



3. Gen. Thaiimato ty pUS Forst. 

1868 Thaumatotypus Förster, Farn. u. Gatt. d. lehn. p. 172. 

Zwischen dem 2. und 3. Segment keine Sutur, deshalb 
das 2. Segment so gross, dass es fast den ganzen Hinter- 
leib bildet. Bohrer kaum vorragend. 

1. Th. BUlupsi Bridgm. 1882 Th. Billupsi Bridgman, Trans. Ent. Soc. 
Lond. p. 145 9 | 1884 Pezom. Billupsi C. Q. Thomson, Opusc. Ent. X 
p. 1018. (Als Autor daselbst fälschlich Fitch angegeben.) 

9 Kopf fast kubisch, glatt, Wangen lang; Fühler 17-gliedrig 
mit dicker, fadenförmiger Geissei, Glieder 2 — 12 unter 
sich fast gleich. Hinterleib glatt und glänzend, das 1. 
Segment lang und dick, runzelig-punktiert. Beine dick 
und lang, Schiensporen kurz. Bohrer versteckt. — Braun- 
gelb, Fühler und Beine heller. — L. 3—4 mm. cT unbek. 

England, Schweden. 

2. Th. femOraÜS Brischke. 1882 Th. f. Brischke, lehn. d. Prov. West- 
u. Ostpr. p. 349 Q. 

Q Kopf kubisch, fein punktiert, ohne Glanz. Fühler so 
lang wie Kopf uud Thorax, letzterer glänzend. Metathorax 
gerundet, ohne jede Leiste. Schenkel verdickt. Hinterleib 
sehr gläuzend ; das 1. Segment ohne Knötchen, punktiert ; 
das 2. fast den ganzen übrigen Hinterleib bildend. Bohrer 
sehr kurz. — Schwarz, Palpen, Mandibeln, Gesichtsbeule, 
Glied 1 — 5 — 6 der Fühler, Thorax, das 1. Segment und 
Beine dunkelrot, Schenkel mehr oder weniger und Spitze 
der Hinterschienen braun. Zuweilen auch das 2. Segment 
vorn rot. — L. 5 mm. <$ unbekannt. 

Ost- und Westpreussen. 



lohneumonidae. <>7I 

Aufzählung 
der von Ratzeburg und Jhidgman beschriebenen 
H e in i m a c h u s - Männchen, deren Zusammengehörig- 
keit mit anderen Arten noch nicht nachgewiesen ist. 

1. H. peZOttiacllOrUni Rtzb. 1852 H. p. Ratzeburg, lehn. Forstinsekt. 
III. B. p. 157 ö\ 

J 1 Aehnlich dem Hemiteles palpator und Pezom. fasciatus, 
verschieden besonders durch die dunklen Hinterbeine, an 
welchen nur die Gelenke und ein Teil der Schienen röt- 
lich sind. Hüften und ein Streif der Vorder- und Mittel- 
schenkel schwarz. Felderuug des Metathorax ganz 
undeutlich. Die 3—4 ersten Fühlerglieder rotbraun. — 
L. 5 mm. 

Aus Psyche-Säcken gezogen. 
Deutschland. 

2. H. COelebS Rtzb. 1852 H. c. Ratzeburg, 1. c. p. 158 tf. 

C? Schwarz. Thorax rotbraun, Schildchen, Metathorax, 
Mittel- und Hiuterbrust schwarz. Fühler und fast die 
ganzen Beine rotbrauu. Seiten des 2. Segmentes rötlich. 
Flügel hyalin, Stigma an der Basis weisslich. Flügel- 
wurzel und Tegulä weiss. Felderung des Metathorax 
augedeutet. — L. 4 — 5 mm. 

Norddeutschland. — Ebenfalls aus Psyche-Säcken ge- 
zogen. 

Schon Ratzeburg ist der Ansicht, dass ein Pezomachus 
das 9 dieser Art ist. 

3. H. VariabiÜS Rtzb. 1852 H. v. Ratzeburg, lehn. Forstins. III. B. 
p. 158 cf. 

C? Sehr auffallend der grosse weisse Fleck an der Basis des 
schwarzen Stigma. Am Innenwinkel und dem inneren 
obereu Winkel der Discoidalzelle wolkige Trübungen. 
Leisten der Metathoraxfelder undeutlich. Die 2—3 ersten 
Fühlerglieder rotbraun, ebenso Beine grösstenteils. Pro- 
uud Mesothorax mit rotbraunen Streifen, Schildchen 
braun. Das 1. Segment au den Seiten teilweise braun. 

Var. Thorax ganz schwarz, die beiden ersten Hinterleibs- 
segmente rotbraun. Die hintersten Hüften, Schenkel 
und Schienenspitzen schwarz. 
L. 5 mm. 

Aus Psyche-Säcken gezogen. 
Deutschland. 



C)72 Dr. 0. Schmiedeknecht. 



4. H. albipCnniS Rtzb. 1S52 H. a. Ratzeburg, 1. c. p. 159 cT- 
<$ Ausgezeichnet durch die hjaliuen, fast weisslicheu Flügel 
und das Vorherrschen der rotbraunen Farbe. Schwarz 
sind nur: Kopf, grössere Fühlerhälfte, Brustfleck, 3 Flecken 
des Mesonotums, Hinterleibsende und Spitzen der hintersten 
Schenkel uud Schienen. Metathorax nur hinten mit 
Querleiste. Stigma schwarzbraun, au der Basis weiss 
gefleckt. Fühler 24— 25-gl. 
Var. Thorax ganz, Hinterbeine grösstenteils schwarz. 

L. 5 mm. 

Aus Psyche-Säcken, die duukle Varietät aus Ps. betulina. 
Deutschland. 

5. H. pieeüS Bridgm. 1883 H. p. Bridgman, Fürth, add. to Marsh. Cat. 
of Brit. lehn, in Trans. Ent. Soc. Lond. p. 153 cT- 

J 1 Kopf, Thorax und 1. Segment lein gerunzelt, matt, der 
übrige Hinterleib glatt aber dicht und fein behaart. 
Fühler fast von Körperlänge, die 3—4 ersten Geisselglieder 
von gleicher Lauge, ungefähr 3 Mal so lang als breit. 
Metathorax gestreckt, die Felder durch feine Linien 
angedeutet, area superom. länger als breit, vorn nicht 
geschlossen. Hinterleib fast cylindrisch, das 1. Segment 
in der Mitte mit vorragenden Knötchen, oben mit schwacher 
Grube und Kielen ; das 2. Segment länger als breit, das 
3. fast quadratisch. Beine schlank. Flügel mit regel- 
mässiger Areola, nervell. fast gerade. — Schwarz, Beine 
rot V.-Hüfteu zuweilen an der Basis schwarz, M.-Hüften 
rot bis schwarz, H.-Hüften schwarz; alle Trochanteren 
mehr oder weniger braun gefleckt. H.-Schenkel oben 
mit dunkler Linie, Endhälfte der H.-Schienen dunkel- 
braun. Stigma braun. Flügelbasis und Tegulä hell. — 
L. 4—5 mm. Das Q nach Bridgman sicherlich einer der 
schwarzen Pezomachus. 
England. 

6. H. liypOnOmeiltae Bridgm. 1883 H. h. Bridgman, 1. c. p. 155 cT- 
tf Fein gerunzelt, matt. Kopf quer, hinter den Augen ver- 
schmälert ; Fühler von Körperläuge, das 1. Geisselglied 
mehr als 4 Mal so lang als breit. Metathorax nicht 
gefeldert, die Querleiste vollständig, seitlich stark vor- 
springend. Spirakeln des 1. Segments stark vortretend, 
Postpetiolus um die Hälfte länger als breit, das 2. Segm. 
länger als breit. Beine schlank. Flügel mit peutagonaler 
Areola, der Aussennerv fehlend. — Schaft und das 1. 



Iulinouinonidae. 973 



Geisselgliod rot. Eude des 1. Segmeutes, Basis und Spitze 
des 2. rot. Beine rot, Eudhälfte der H. -Schenkel leicht 
gebräunt, ebenso die Spitze der H.-Schienen. Stigma 
brauu mit weisser Basis. 

Aus Hyponomeuta evonymella. Aehuelt sehr Pez. zouatus, 
aber Kopf stärker verschmälert, die Spirakeln des 1. 
Segments stark vorragend, Metathorax nicht gefeldert 
und Hüften rot. — L. 5 mm. 

England. 

7. H. mfotinctOS Bridgm. 1883 H.r.Bridgman, I.e. p. 155 cT- 

<$ Runzelig, matt. Kopf breiter als der Thorax, aufgetrieben. 
Fühler nicht ganz von Körperlänge, das 1. Geisselglied 
4 Mal so lang als breit. Metathorax mit Spur einer 
gestreckten area superom. ; die hintere Querleiste nur an 
den Seiten angedeutet. Hinterleib oval, etwas breiter als 
der Thorax ; Spirakeln des 1. Segmentes stark vorragend, 
das 2. Segment so laug wie an der Spitze breit. Beine 
schlank. Areola mit fehlendem Aussenner v ; Nervell. 
opposit., einen deutlichen Nerv ausschickend. — Schaft 
und Basis des 1. Geisselgliedes zum Teil rötlich ; Hals- 
kragen und Schildchenspitze trüb rot. Ende des 1. Seg- 
mentes, das 2. und 3. hell bräunlich rot, in der Mitte 
mit grosser brauner Makel ; die Makel des 3. fast das 
ganze Segment einnehmend. Beine rötlich, V.-Schenkel mit 
dunklen Streifen, die hintersten Schenkel fast ganz und 
die Spitzen der H.-Schienen gebräunt. Flügel ziemlich 
getrübt, die Trübung biudeuartig auftretend ; Stigma 
braun, an der Basis weisslich. 

Aehnelt dem ungenügend beschriebeneu Hemim. varia- 
bilis Rtzb. — L. 4,5 mm. 
England. 

8. H. mfipeS Bridgm. 1883 H. r. Bridgman, 1. c. p. 157 tf. 

<$ Dicht und fein gerunzelt, fast matt. Kopf quer, hinter 
den Augen verengt. Fühler von Körperlänge, das 1. und 
2. Geisseiglied von gleicher Länge, 4 Mal so lang als 
breit. Metathorax mit 2 Quer- aber keinen Läugsleisten, 
die eine area superom. andeuten. Spirakeln des 1. Seg- 
mentes ziemlich vorspringend; das 2. Segment länger als 
breit. Areola nicht geschlossen. — Fühlerbasis und Beine 
rot. Segment 1 — 3 rot, das 1. an den Seiten zum Teil 
verdunkelt, das 3. meist mit brauuer Querbinde auf der 
Mitte. Stigma braun. — L. 4 mm. 
England. 



974 Dr. 0. Schmiedeknecht. 



9. H. ÖVatllS Bridgm. 1883 H. o. Bridgman, 1. c. p. 158 cf- 

tf Dicht und fein geruuzelt, matt. Kopf hinter den Augen 
verschmälert; Fühler von Körperlänge, das 1. uud 2. 
Geisselglied gleich lang, ungefähr 4 Mal so lang als breit. 
Metathorax kurz, nicht gefeldert, die Querleiste schwach. 
Das 1. Segment kurz, Postpetiolus quadratisch, die Spi- 
rakeln stark vortretend. Hinterleib breiter als der Thorax, 
das 2. Segment quer. Beine schlank. Flügel hyalin, 
Stigma braun; Areola aussen offen, sehr klein; nerveil. 
antefurc. — Fühlerbasis und Beine rot. Das 1. Segment 
rot, braun gefleckt, das 2. und 3. rot, jedes mit brauner 
Quermakel, die fast das ganze Segment einnimmt. — L. 
4,5 mm. 
England. 

10. H. COnfÜSUS Bridgm. 1883 H. c. Bridgman, 1. c. p. 159 cT- 

C? Fein gerunzelt, matt. Fühler von< 3 /4 Körperläuge, das 1. 
Geisselglied 3 Mal so lang als breit. Metathorax sehr 
kurz, schon von der Basis au abschüssig, keine Spur einer 
area superom. ; die hintere Querleiste nur an den Seiten 
angedeutet. Spirakeln des 1. Segments schwach vor- 
tretend, Postpetiolus etwa um die Hälfte länger als breit; 
Das 2. Segment fast so lang als an der Spitze breit. 
Areola aussen offen. Der ganze Hinterleib dicht und fein 
behaart. — Schwarz, Ende des 1. Segments, Basis und 
Ende des 2. und Basi3 des 3. rötlich. Vorderbeine 
grösstenteils und alle Schienen und Tarsen rötlich. 
Stigma braun. — L. 3,5 — 4 mm. 
England. 

11. H. annuliCOriliS Bridgm. 1883 H. a. Bridgman, 1. c. p. 160 cT- 

tf Fühler schlank, fast länger als der Körper, das 1. Geissel- 
glied ungefähr 5 Mal so lang als breit. Kopf viel breiter 
als der Thorax. Metathorax nicht gefeldert, nur die 
Querleiste deutlich. Postpetiolus länger als breit, mit 
parallelen Seiten. Hinterleib so breit wie der Thorax. 
Das 2 Segment deutlich länger als breit. Flügel sowohl 
von normaler Entwicklung als auch verkürzt vorkommend, 
das Geäder gegen die Spitze unvollkommen. — Kopf 
schwarz. Basis der Fühler rot oder bräunlich. Thorax 
hell pechfarben. Das 1., 2. und der grösste Teil des 3. 
Segmentes ockerfarben oder hell bräunlich rot; Beine, 
Stigma und Flügelgeader von derselben Färbung. — 
L. 2 — 2,5 mm. 
England. 



Ichneurnonidae. 975 



6. Tribus. Stilpnilli. 

1873 Stilpnina, Tribus, C.Q.Thomson, Op. Ent. V p. 468. 

1894 Stilpnini, Tribe IV, Ashmead, Proc. Ent. Soc. Wash. III p. 278. 

Mit den Stilpniueu kommen wir zu einer Gruppe, die nicht 
allein dem Ungeübten, sondern auch dem Fachmann grosse 
Schwierigkeiten bereitet. Es hälfe nicht allein schwer, die 
einzelnen Gattungen herauszuerkennen, sondern wir haben 
wieder denselben Uebelstaud, der bereits bei den Pezomachiuen 
so auffallend zu Tage trat, nämlich Grenzen zwischen den 
einzelnen Arten zu ziehen. Bereits Gravenhorst wusste 
nicht recht, was er mit den hierher gehörigen Tieren anfangen 
sollte. So stellt er Stilpnus, den Typus der ganzen Gruppe, 
zu Ichneumon, Exolytus zu Mesoleptus, einer Untergattung 
von Tryphon, Atractodes zu den Ophiouen und Polyrhembia 
zu den Oryptiden. Als charakteristisches Merkmal der ganzen 
Tribus haben wir in erster Linie die Bildung des Metanotums 
anzusehen. Letzteres ist mehr oder weniger gleich von der 
Basis an abschüssig, area superomedia und petiolaris sind 
verschmolzen und bilden in der Regel eine breite, meist quer- 
runzlige Längsvertiefung. Der Körper ist fast durchweg 
poliert, der Bohrer sehr kurz und meist versteckt. 

Förster hat im Jahre 1876 die Gruppe der Stilpniueu 
monographisch bearbeitet. Natürlich zersplittert er dieselben, 
namentlich die beiden Hauptgattuugen Atractodes und Exolytus, 
in eine Menge Arten, die letzterwähnte Gattung z.B. in 188; 
dazu kommt wie bei Pezomachus der grosse Uebelstand, dass 
die Zusammengehörigkeit der Geschlechter dem Autor nicht 
bekannt ist, sodass Q und cT unter verschiedeneu Namen 
angeführt werdeu. Immerhin sind die in tabellarischer Form 
beschriebenen Arteu viel ausführlicher behaudelt als die einige 
Jahre vorher erschienenen Plectiscoideu. Ich verzichte darauf, 
einen Abdruck dieser 180 Seiten umfassenden Abhandlung zu 
geben, meiue Fachgeuossen würdeu mir dafür wenig Dank 
wissen, einesteils glaube ich nicht, dass sich allzuviele für diese 
ziemlich monotone Gruppe interessieren werden, anderenteils 
können sich die wenigen für ein Spezialstudium Geneigten leicht 
die erwähnte Schrift verschaffen. Ich beschränke mich des- 
halb darauf, die ausführlichen Gattuugsdiagnosen zu geben 
und dann näher auf die Thomsou'sche Bearbeitung der Tribus 
einzugehen. 

Uebersicht der Gattungen. 

1. Das 4. und die folgenden Segmente sehr stark zusammen- 
gedrückt, die Einschnitte kaum sichtbar. Fühlergeissel 
des Q 26gliedrig. — Kopf aufgetrieben, Clypeus unvoll- 
kommen abgegrenzt, am Ende gerundet, Zähne der 
Mandibelu gleichlang, Augen ziemlich klein, der Abstand 



976 Dr - 0- Schmiedeknecht. 



zwischen Augen und Mandibelbasis kurz, Gesicht unter- 
halb der Fühler gewölbt, Stirn mit Mittel kiel. Mesonotum 
an der Basis mit undeutlichen Furchen, Schildcheu gewölbt, 
area superomedia au der Spitze offen, Seiten felder durch 
eine Querleiste getrennt. Flügel mit einer vollkommenen 
Areola, Stigma gross, der 2. Abschnitt des Radius ziemlich 
gerade, Nervellus unter der Mitte gebrochen, kaum einen 
Nerv aussendend. Beine schlank, behaart, die hintersten 
Schienen uud Tarsen fast gleichlang. Hinterleib keil- 
förmig, Hinterleibsstiel linear, Postpetiolus länger als 
breit, das 2. Segment fast doppelt so laug als breit, das 
3. gegen das Ende allmählich zusammengedrückt, die fol- 
genden lang und sehr stark zusammengedrückt, mit kaum 
sichtbaren Einschnitten ; Bohrer kurz und ziemlich dick. 

Seleucus. 

Das 4. und die folgenden Segmente nicht oder wenig, 
nur bei Asyucrita stark zusammengedrückt, die Ein- 
schnitte immer deutlich sichtbar. 2. 

Fühler 20 gliedrig, das 1. Geisseiglied deutlich länger 
als das 2., das 3. sehr stark ausgebuchtet, das letzte 
ungefähr doppelt so lang wie das vorletzte. — Kopf quer, 
hinter den Augen kaum verengt, Clypeus sehr schwach 
abgesetzt, vorne zugerundet, Mandibeln mit kurzen, 
stumpfen, gleichlangen Zähnen, Abstand der Augen von 
der Basis der Mandibelu deutlich, Gesicht doppelt so 
breit wie lang. Mesonotum an der Basis mit tiefen 
Parapsidenfurchen uud 2 sehr breiten Längseindrückeu, 
Schildchen gewölbt, an der Basis mit Seitenleisten, Meta- 
notum von der Basis an abschüssig, area superomedia 
und petiolaris miteinander verschmolzen, Luftlöcher klein 
und rund. Stigma im Flügel breit, der 2. Abschnitt des 
Radius nur am äussersten Ende etwas gebogen, Areola 
vorhanden, nach aussen geschlossen, der rücklaufeude Nerv 
in der Mitte, Nervellus unter der Mitte gebrochen. ^ Die 
hintersten Schiensporen kurz, das letzte Glied der Hiuter- 
tarsen fast doppelt so lang wie das vorletzte, Fussklauen 
ziemlich lang, dünn und gebogen. Hinterleib so lang als 
Kopf und Thorax, Hinterleibsstiel flach und fast gleich 
breit, Postpetiolus hinter den etwas vorspringenden 
Knötchen etwas verschmälert, das 2. uud die folgenden 
Segmente etwas zusammengedrückt, das 2. und 3. von 
oben gesehen länger als breit, das 2. au der Basis mit 
kleineu uud tiefen Gastrocölen. Bohrer kaum vorragend. 

Zetesima. 

Das 3. Geisseiglied nicht ausgebuchtet. 3. 



Ichneumonidae. 977 



3. Areola nach aussen offen. Hinterleib rundlich. Fühler 
17— 18gliedrig, das 1. Geisseiglied deutlich länger als 
das 2. — Kopf quer, hinter den Augen etwas verengt, 
Clypeus schwach abgesetzt, am Ende leicht gerundet, der 
obere Zahn der Maudibeln etwas länger, Abstand zwischen 
Augen und Maudibeln deutlich. Mesonotum au der Basis 
mit tiefen Parapsidenfurchen. Metanotum mit verschmol- 
zener area superomedia und petiolaris, auch die Seiten- 
felder nicht durch eine Querleiste getrennt, Luftlöcher 
klein uud rund. Stigma im Flügel breit, Nervellus nicht 
oder ganz undeutlich gebrochen. Hiuterschienen verdickt, 
der längere Sporn nicht die Mitte des Metatarsus er- 
reichend. Hinterleib kurz und rundlich, von der Seite 
nicht zusammengedrückt, das 1. Segment kürzer als die 
Hiuterhüften samt ihren Trochanteren, Postpetiolus wenig 
breiter als der Petiolus, das 2, Segment nach der Spitze 
hin sehr stark verbreitert, das 3. mehr als doppelt so 
breit wie laug; Bohrer sehr kurz, Bauchfalte deutlich. 

Xestophya. 

Areola nach aussen geschlossen oder wenn offen, daun 
der Hinterleib gestreckt. 4. 

4. Das 2. Segment von der Basis au und alle folgenden von 
der Seite stark zusammengedrückt. 5. 

Hinterleib beim Q nicht von der Seite zusammengedrückt. 6. 

5. Radius deutlich hinter der Mitte des Stigma entspringend. 
Areola aussen meist offeu. Augen oft behaart. Hinter- 
leib nicht auffallend seitlich zusammengedrückt. — Kopf 
quer, uicht kubisch, hinter den Augen wenig verengt, 
Clypeus au der Basis deutlich abgesetzt, voru zugerundet, 
der obere Mandibelzahn meist etwas länger als der untere, 
Fühler beim Q 19—27, beim tf* 21gliedrig, bei letzterem 
mehrere Geisseiglieder mit Längskiel. Mesonotum vorn 
mit deutlichen Parapsidenfurchen, Schildchen gewölbt, an 
der Basis mit Seiteuleisten. Flügel mit breitem Stigma, 
der Radius deutlich hinter der Mitte entspringend, Areola 
aussen meist offen, die mittlere Längsader (Medianader) 
im Hinterflügel an der Basis nicht erloscheu. Fussklauen 
entweder normal d. h. kurz und kräftig, oder sehr laug 
uud sehr dünn. Hinterleib nur beim Q von der Seite 
zusammengedrückt und zwar vom 3. Segment au sehr 
deutlich, das 2. Segment nur bis zu den Luftlöchern mit 
einem deutlich abgesetzten Seitenrand, an der Basis mit 
deutlichen Gastrocöleu, das 1. Segment nicht länger als 
die Hiuterhüften mit ihren Trochantern, gewöhnlich leder- 



g78 Dr. 0. Sohmiedeknecht. 



artig oder fein runzlig, matt, mit deutlichen Rückenkielen ; 
Bohrer kaum vorragend. 

Ätractodes. 

Radius aus der Mitte des breiten Stigma entspringend. 
Areola aussen geschlossen. Augen nackt. Hinterleib fast 
messerförmig zusammengedrückt, das 1. Segment länger 
als die Hiuterhüften mit ihren Trochantern. — Kopf 
ziemlich klein, quer, hinter den Augen kaum verschmälert, 
Clypeus abgesetzt, vorn flach zugerundet, Gesicht in der 
Mitte gewölbt und fast mehr als doppelt so breit wie 
laug; Fühler beim 9 19-23, beim tf 22— 24 gliedng, 
bei letzterem mehrere Geisselglieder mit Läugskiel. Meso- 
notum vorn mit deutlichen Parapsideufurcheu, Schildchen 
wie bei Ätractodes. Hinterleib deutlich länger als Kopf 
und Thorax, beim 9 ohne abgesetzten Seitenraud, beim <ß 
das 2.-4. Segment seitlich fein gerandet und die Bauchseite 
fast bis zur Spitze tief ausgehöhlt; Bohrer nicht vorragend. 

Asyncrita, 

6. Hinterleib gestreckt, der Petiolus lang und gerade, läuger 
als die hintersten Hüften und Trochantern. Metathorax 
über den Ursprung der Hiuterhüften hinaus vorgezogen. 
Areola aussen offen. Hiuterleibsmitte stets rot. Durchweg 
grössere Arten. — Kopf schwach kubisch, hinter den 
Augen nicht verengt, Clypeus deutlich abgesetzt, vorn 
breit zugerundet, der obere Zahn der Mandibeln länger 
als der untere, Gesicht schwach gewölbt, deutlich breiter 
als hoch. Fühler beim 9 22 --27, beim tf 19—32- 
gliedrig, beim letzteren mehrere Geisselglieder scharf 
gekielt? Mesonotum vorn mit deutlichen Parapsideu- 
furcheu, Schildchen gewölbt, an der Basis mit Seiten- 
kieleu, Metathorax wie bei den vorhergehenden Gattungen. 
Radius hinter der Mitte des breiten Stigma entspringend, 
Nervellus unter der Mitte gebrochen, die Mediauader im 
Hiuterflügel an der Basis mehr oder weniger, oft sehr weit 
erloschen. Hinterleib bei Q und $ nicht von der Seite 
zusammengedrückt, das 2. und 3. Segment seitlich scharf 
gerandet; Bohrer kaum vorragend, Bauchfalte sehr scharf. 

Exolytus. 

Hinterleib kurz und mehr oder weniger breit, schwarz, 
höchst selten in der Mitte mehr oder weniger rot. Areola 
geschlossen. Kleinere Arteu. 7. 

7. Fühler beim 9 18—22, beim $ '20— 26 gliedrig, beim 
letzteren das 9.— 11. Glied, selten mehrere mit Kiel ver- 
sehen. Beim cf das Pronotum vorn mit einer ziemlich 
grossen, durch helle Färbung ausgezeichneten Blosse. — 



Iclmeumonidae. 979 



Kopf quer, hinter deu Augen kaum verengt, Clypeus 
deutlich abgesetzt, flach, am Ende leicht zugerundet. 
Mesonotum vorn mit ziemlich tiefen Parapsiden furchen, 
Metauotum mit deutlicher area basalis, area superomedia 
und petiolaris verschmolzen, Luftlöcher rund. Stigma 
breit, Radius aus der Mitte desselben, Areola geschlossen, 
Nervulus meist interstitial, Nervellus unter der Mitte 
gebrochen. Hinterleibsspitze beim Q etwas zusammen- 
gedrückt, das 1. Segment nicht länger als die Hinter- 
hüften mit den Trochanteren, beim Q die Segmente vom 
2. an ohne, beim c? das 2.-4. mit Seitenrand, das 2. 
Segment an der Basis mit sehr schwachen Gastrocölen, 
bei Q und cT gegen das Ende sehr stark verbreitert, 
das 3. überall gleich breit ; Bohrer nicht vorragend. — 
Schwarze Arten von 4 — 6 mm Länge. 

Polyrheinbia. 

Fühler beim Q 16— 17gliedrig, beim cT 19— 22gliedrig. 
Das Pronotum vorn ohne Blosse. Kopf quer, hinter deu 
Augen nicht vereugt, Clypeus wie bei voriger Art, der 
obere Zahn der Mandibeln etwas länger als der untere. 
Mesouotum vorn mit tiefen Parapsidenfurcheu, Metanotum 
deutlich gefeldert, uur die area superomedia mit der a. 
petiolaris verschmolzen, Luftlöcher sehr klein und rund. 
Stigma breit, Radius kaum etwas hiuter der Mitte des- 
selben, areola regelmässig 5seitig, Nervulus meist inter- 
stitial, Nervellus uuter der Mitte gebrochen. Hiuterschienen 
ziemlich dick, mit deutlich abgesetzter verdü nuter Basis. 
Hinterleib nicht zusammengedrückt, die mittleren Seg- 
mente namentlich beim Q verbreitert, daher die Hinter- 
leibsform breit oval, das 1. Segment ziemlich kurz, das 
2. Segment besonders beim Q nach hinten stark ver- 
breitert, das 3. Segment beim cT doppelt, beim Q mehr 
als doppelt so breit wie lang ; Bohrer nicht vorragend. — 
Kleiue, glänzend schwarze Arten, selten Hiuterleibsmitte 
verschwommen rot. 

Stilpnns. 



Weit gedrängter bearbeitet Thomson 1884 im X. Heft 
der Opusc. Ent. die Gruppe der Stilpnini. Er nimmt nur die 
beiden Gravenhorst'schen Gattungen Atractodes und Stilpnus 
an, worin ich ihm nicht folge, da wiederum Polyrhembia und 
Stilpnns zu eng mit einander verwandt sind. 

Atractodes. Areola oft mit fehlendem Aussennerv. Metathorax 
nicht quer, an der Spitze mehr oder weniger vorgezogen. 
Hinterleib laug, meist comprimiert. 



980 Dr. 0. Schmiedeknecht. 

Stilpnus. Fühler 9 16— 17 gl. Areola geschlossen, Stigma 
breit. Metathorax kurz, nicht vorgezogen, mit deutlichen 
Leisten. Hinterleib beim Q breit oval, beim cT mehr 
gestreckt, das 1. Segment flach, das 2. beim 9 stark 
quer, beim tf weniger stark. 



Gen. Atractodes (Grav.) C. G. Thoms. 

Von Thomson in 5 Gruppen zerlegt, die in der Haupt- 
sache den Förster'schen Gattungen entsprechen. 

A. Metathorax hinter den Hinterhüften laug vorgezogen. 
Areola aussen offen, uervell. meist antefurc. Hinterleibs- 
stiel lang und gerade, über die Trochanteren hinaus- 
reichend. Segment 2 und 3 nicht comprimiert. (Exolytus 
Holmgr.) Sp. 1—8. 

B. Kopf nicht kubisch, Augen zuweilen behaart. Metathorax 
weniger vorgezogen. Hinterleib comprimiert, das 1. Seg- 
ment nicht über die Trochanteren hinausreichend, in der 
Mitte fast höher als breit, das 2. meist mit schwacher 
Seitenlinie, das letzte Bauchsegment Q den Bohrer fast 
einschliessend. Areola aussen meist offen ; Radius hinter 
der Mitte des Stigma entspringend. (Atractodes 
s. str.) Sp. 9—21. 

C. Areola geschlossen ; Radius aus der Mitte des ziemlich 
breiten Stigma. Metathorax am Ende lang vorgezogen. 
Augen glatt. Das 1. Segment schmal, beim 9 m ^ un - 
gerandeten Seiten. (Asyncrita Forst.) Sp. 22 und 23. 

D. Hinterleib oval, kaum comprimiert, nicht gerandet. Areola 
geschlossen, der untere Aussenwinkel der Discoidalzelle 
spitz. Notauli tief. Klauen sehr lang und zart. Schien- 
sporen dünn, stark gekrümmt. Das 1. Segment breit. 
Geissei schwarz. (Polyrhembia Forst.) Sp. 24. 

E. Hinterleib oval, wenig comprimiert, das 2. Segment ohne 
eingedrückte Seitenlinie. Areola klein, offen oder ge- 
schlossen, der untere Ausseuwinkel der Discoidalzelle 
spitz. Hinterleibsstiel flach. Metathorax oben undeutlich 
gefeldert, die area petiol. breit. Der ganze Körper fein 
und dicht runzelig gestreift. Hierher nur A. alutaceus 
Forst. Man vergleiche unter der Gattung Xestophya. 



Ichneumonidae. 981 



Bestimimingstabelle der Untergattungen und Arten 

(nach Thomson): 

1. Das 1. Segment lang und gerade, nur am Ende meist 
etwas abwärts gebogen, über die Trochanteren hinaus- 
reichend. Metathorax über die Basis der Hinterhüfteu 
verlängert. Segment 2 und 3 nicht comprimiert. Areola 
offen. Nervellus meist antefurcal. Hinterleibsmitte rot. 
(Exolytus). 2. 

Hinterleib kürzer gestielt, das 1. Segment nicht über die 
Trochanteren hinausreichend. 9. 

2. Cubitalnerv im Unterflügel gegen die Basis nicht erloschen. 
Fühlerbasis schwarz. 3. 

Cubitalnerv im Unterflügel an der Basis fast ganz er- 
loschen. Fühlerbasis meist gelb. Fühler Q gegen das 
Ende nicht verdünnt. 7. 

3. Bauchsegmente nicht grob punktiert. Beine schlank, mit 
den Hüften rotgelb. Nervulus postfarcal. 

5. E. r i p i c o 1 a CG. Thoms. 

Die 3 letzten Bauchsegmente mit einzelnen groben Punkten. 
Beine mehr rot. 4. 

4. Stirn fast glatt. Fühler dünn fadenförmig, 3. Segment 
mit rotem Endsaum. Kleine Art. 

4. E. filicornis C. G. Thoms. 
Stirn deutlich punktiert, fast matt. 5. 

5. Fühlergeissel Q dick, gegen das Ende verdüuut. Meta- 
thorax glänzend. 

1. E. laevigatus Grav, 

Fühlergeissel Q fadenförmig, gegen das Ende nicht ver- 
dünnt. 6. 

6. Kopf fast kubisch. Das 3. Segment an den Seiten bis 
zum Ende geraudet. Grösste Art, bis zu 10 mm. 

2. E. m a r g i n a t u s C. G. Thoms. 

Kopf hinten abgerundet, Scheitel schmäler als bei voriger 
Art. Das 1. Segment fast gerade. Weit kleiner als 
marginatus. 

3. E. p e t i o 1 a r i s C. G. Thoms. 

7. Hüften und Trochanteren schwarz. Kleine Art von nur 
4 mm. 8. E. s p 1 e n d e n s Grav. 

Die ganzen Beine rotgelb. 8. 



982 Dr - 0- Schmiedeknecht. 



8. Leisten des Metathorax an der Basis erloschen. 6 mm. 

6. E. i n c e r t u s Forst. 

Felder des Metathorax deutlich. Etwas kleiner als 
vorige Art. 

7. E. flavipes C. G. Thoms. 

Mit einer dieser beiden Arten ist jedenfalls der Exolytus 
productus Brischke identisch. 

9. Hinterleib gestreckt, deutlich von der Seite zusammen- 
gedrückt. 10. 

Hinterleib oval, kaum comprimiert ; das 1. Segment breit 
oder dick. Der untere Aussenwinkel der üiscoidalzelle 
spitz. 24. 

10. Radius hinter der Mitte des Stigma entspringend. Areola 
aussen meist offen. Augen oft behaart. Hinterleib nicht 
auffallend comprimiert. (Atractodes) 11. 

Radius aus der Mitte des breiten Stigma entspringend. 
Areola geschlossen. Augen nackt. Hinterleib fast messer- 
förmig zusammengedrückt. (Asyucrita) 23. 

11. Klauen lang und dünn, den Pulvillus weit überragend. 
Sporen kurz. Fühler meist schwarz, beim Q am Ende 
perlschuurförmig. 1 2. 

Klauen dick. Sporen lang. Fühler Q mit gelber Basis, 
gegen die Spitze leicht verdickt, das letzte Glied doppelt 
so lang als das vorhergehende. Areola aussen offen. 
Hinterleibsmitte meist rot. 17. 

12. Hinterleibsmitte rot. 13. 
Hinterleib ganz schwarz. 14. 

13. Areola geschlossen. Augen behaart. Die hinters teu Beine 
braun gefleckt. 4 — 5 mm. 

1. A. bicolor Grav. 

Areola aussen offen. Augen nackt. Schenkel und 
Schienen rot. 3—4 mm. 

5. A. gravidus Grav. 

14. Schenkel und Schienen rot. Areola klein, geschlossen. 
3—4 mm. 

4. A. liogaster C. G. Thoms. 

Wenigstens die hintersten Schenkel und Schienen zum 
Teil dunkel gezeichnet. 15. 



Ichnouinonidae. 983 



15. Areola geschlossen. Beiue gelb, nur die hintersten braun 
gefleckt. 5 mm. 

2. A. gilvipes Holmgr. 

Areola offen. Beiue ausgedehnter dunkel gezeichnet. 16. 

16. Hinterbeine schwarz, die vorderen gelb, oben mit schwarzen 
Streifen. Augen behaart. Klauen sehr laug. 4 mm. 

3. A. tenuipes CG. Thoms. 

Beine schwarz, Schienen brauu. Flügel etwas getrübt. 
Klauen kürzer. 2 — 3 mm. 

6. A. breviscapus CG. Thoms. 

17. Schwarz, nur die Schienen braun. Augen behaart. 5 mm. 

13. A. p i c i p e s Holmgr. 
Hinterleibsmitte rot. 18. 

18. Fühler Q mit weissem Ring. Beine rot, die hintersten 
Hüften dunkel gezeichnet. Metathorax Q mit Seiten- 
zähnchen. Beim cf das 2. und 3. Segment deutlich 
langer als breit. 6 mm. 

11. A. alboviuctus Curt. 

Fühler 9 ohne weissen Riug. 19. 

19. Fühler gegen das Eude deutlich verdickt, schwarz. Beine 
rötlich. Das 2. Segment wenig comprimiert, fast kürzer 
als am Ende breit. 4 mm. 

12. A. c r a s s i c o r n i s CG. Thoms. 

Fühler gegen das Eude nicht oder unmerklich verdickt. 
Färbung der Beine mehr gelb. 20. 

20. Körper schlank. Pronotum und Mesopleureu glatt, nicht 
punktiert. 3 — 4 mm. 

8. A. e x i iis Curt. 

Pronotum uud Mesopleureu punktiert. 21. 

21. Area petiolaris in der Mitte verbreitert. Kopf hinter 
den Augen verschmälert. Beine dick, einfarbig gelb. 
3—4 mm. 

9. A. f 1 a v i c o x a CG. Thoms. 

Area petiolaris parallel. Kopf hinten nicht verschmälert. 
Die hintersten Beine braun gefleckt. 22. 



984 ^ r - 0- Schmiedelmecht. 



22. Zu den grösseren Arten gehörig, 5 — 6 nun. Flügel von 
normaler Länge nud Breite. Beim c? das 2. Segment 
grösstenteils schwarz. 

7. A. compressusC. G. Thoms. 
Kleinere Art von nur 4 mm. Flügel kürzer und schmäler. 
Scheitel weniger breit. 

10. A. parallel us C. G. Thoms. 

23. Schwarz, Hinterleib brauu. Sporen kurz und gekrümmt. 
Beine grösstenteils rot. 3 — 4- mm. 

A. foveolata Grav. 

Schwarz, Beine ganz rotgelb. Sporen nicht gekrümmt. 
3 — 3,5 mm. 

A. rufipes C. G. Thoms. 

24. Schwarz mit Erzglanz. Sporen dünn, stark gekrümmt. 
Fühlergeissel schwarz. (Polyrhembia.) 

P. tenebricosa Grav. 

Schwarz, Beiue rötlichgelb, Hüften und Schenkel zum 
grossen Teil schwarz. Basis der Fühlergeissel gelblich.! 
Hiuterleibsstiel flach. Die hintersten Schienen dick. (Zu 
vergleichen uuter Xestophya.) j 

Atractodes alutaceus C. G. Thoms. 



1. Gen. ExolytllS Forst. 

1858 Exolytus (Förster in litt.) Holmgren, Ophion. p. 115. 
1868 Exolytus Förster, Fam. u. Gatt. d. lehn. p. 189. 

B. laevijJjatUS Grav. 1820 lehn, laevigatus Gravenhorst, lehn. Ped. 
n. 121 Qö* I 1829 Mesoleptus laevigatus Gravenhorst, II p. III Qcf j 
1858 Exolytus laevigatus Holmgren, Mon. Ophion. Suec. p. 115 QcT 
1884 Atractodes laevigatus C. G. Thomson, Opusc.Ent. XII p. 1019 Vc5 I 
-> 1823 Atractodes dionaeus Curtis, Brit. Ent. 538 | ? 1839 Atractodes 
dionaeus Haliday, Annais of Nat. Hist. II p. 118 | ? 1839 Atractodes 
incessor Haliday, ibid. p. 118. 

Kopf aufgetrieben, Gesicht deutlich behaart. Cubitalnerv 
der Unterflügel gegen die Basis nicht erloschen. Die 
hintersten Schienen an der Spitze unten mit üörncheu, 
beim c$ undeutlich. Nervellus antefurc. Nerv, parall. 
aus der Mitte der Brachialzelle. Die 3 letzten Bauch- 
segmente mit zerstreuten grossen Punkteu. Fühlergeissel 
Q dick, gegen die Spitze etwas verdünnt. Das 3. Rücken- 
segmeut an den Seiten hinten nicht gerandet. Metathoras 



Ichnewnonidae. 985 



ziemlich glänzend, die Felder ziemlich deutlich. — Schwarz, 
Segment 2 und 3, Schenkel und Schienen ganz oder zum 
Teil rot. Fühlerbasis schwarz. Beim J 1 oft das 2. Seg- 
ment schwarz mit rotem Endraud. — L. 5 — 7 mm. 

Ganz Europa und Nordafrika. Ueberall nicht selten. 

Von Brischke aus Lophyrus und Tenthredo-Larven 
gezogen. 

2. E. marginatUS C G. Thoms. 1 884 Atract. marginatusC.Q. Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1020 9. 

Q Schwarz, glänzend, Hinterleibsmitte, Schenkel und Schienen 
rot ; Fühler lang, fast fadenförmig. — Dem E. laevigatus 
in Sculptur und Färbung ähnlich, aber das 3. Segment 
bis zum Ende gerandet, die Hinterleibssegmeute länger 
und die Fühler an der Spitze kaum verdünnt. — L. 9 — 10 
mm. cT unbekannt. 

Schweden. 

3. E. petiöIariS C. G. Thoms. 1884 Atract. petiolaris CG. Thomson, 

Opusc. Ent. X p. 1020 Qcf- 

Schwarz, Hiuterleibsmitte, Schenkel und Schienen rot, das 
1. Segment vollständig gerade. — Den vorhergehenden 
Arten sehr ähnlich, aber Kopf hinter den Augen geruudet, 
Scheitel schmäler, Fühlergeissel fadenförmig, das 1. Seg- 
ment vollständig gerade, Stirn und Wangen weniger stark 
punktiert und deshalb weniger matt. — L. 5 —7 mm. 

Schweden. 

4. E. ÜliCOrniS C. G. Thoms. 1884 Atract. filicornis C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1020 QcT- 

Schwarz, Hinterleibsmitte, Schenkel uud Schienen rot ; 
Fühler dünn, fadenförmig. — Mit den vorhergehenden 
Arten übereinstimmend aber kleiner, Scheitel weniger 
breit, Stirn und Wangen ziemlich glatt, Fühler dünner, 
das 3. Segment nur mit rotem Endsaum. — L. 5 mm, 
Schweden. 

5. E. ripkola C. G. Thoms. 1884 Atract. ripicola C. O. Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1021 Qtf. 

Die hintersten Schienen am Ende unten ohne Dorn. 
Bauchsegmente nicht grob punktiert. Das 1. Segment 
wenigstens bis zu den Spirakeln seitlich gerandet. Meta- 
thorax runzlig-punktiert, fast matt, Felderung deutlich, 



ggß Dr. 0. Scluniedeknecht. 

Beine schlank. Nervulus hinter der Gabel. — Schwarz, 
Hinterleibsmitte und Beine mit den Hüften rotgelb. Die 
dünnen Fühler ganz schwarz. — L. 5—6 mm. 
Schweden. 

6. E. illCertUS Forst. 1876 E. incertus Förster, Stilpnoiden p. 50 u.jj 
73 9cf | 1884 Atract. incertus C. Q.Thomson, Opusc. Ent. p. 1021.; 

Cubitalnerv der Unterflügel gegen die Basis fast ganz 
erloscheu. Das 1. Segment an deu Seiten gerandet. 
Fühler 9 gegen das Ende nicht verdünnt. Metathorax- 
leisten an der Basis verwischt. — Schwarz, Fühlerbasis, 
Hinterleibsmitte und Beine rotgelb. — L. 6 mm. 

Von Thomson aus Syrphiden-Puppeu gezogen. 

(Beschreibung nach Thomson ; mau vergleiche weiter 
bei Förster.) 

7. E. flavipeS 0. G. Thoms. 1884 Atract. flavipes C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1021. 

Schwarz, Fühlerbasis, Hiuterleibsmitte und Beine rotgelb,: 
beim cT die Spitzen der hintersten Schienen mit den 
Tarsen schwärzlich. Fühlergeissel gegen die Basis ver-i 
dünnt. Metathorax deutlich gefeldert. Cubitalnerv der 
Hiuterflügel an der Basis erloschen. — L. 4—5 mm. 
Schweden. 

8. E. SpldldeUS Grav. 1829 Mesoleptus splendens Gravenhorst II 
p. 115Q | 1 876 Exolytus splendens Förster, Stilpnoiden p. 56 u. 104 QJ 1 V 
1884 Atract. splendens C. Q. Thomson, Opusc. Ent. X p. 1021 Qo| 
Schwarz, Hiuterleibsmitte, Schenkel und Schienen rot 
die hintersten Schenkel grösstenteils schwarz. Cubitalnerv 
der Hiuterflügel gegen die Basis erloschen. — - Den beiden; 
vorhergehenden Arten eng verwandt, aber kleiner, Fühler- 
geissel °dünu er, Hüften und Trochautereu schwarz (nach! 
Gravenhorst und Förster auch die hintersten Schenkel 
zum grössten Teil), das 2. Segment Q wenig läuger als 
am Ende breit, der schmale Scheitel und die Wangen 
poliert. — Kaum 4 mm. 

Deutschland, Schweden. 

Nicht sicher zu deutende oder einzureihende Arten. 

9. E. prodüCttlS Brischke. 1882 E. productus Brischke, lehn. v. West- 
u. Ostpr. p. 179 9cT- 

Glänzend. Kopf kubisch, Clypeus nicht abgesetzt, Gliec 
3 der Fühler etwas länger als 4. Metathorax allmählich; 
abschüssig, etwas über die Hinterhüften verlängert, mit 



Ichneumonidae. 987 



undeutlich getrennten Seitenfeldern und etwas vertiefter, 
querrunzliger Mittelrinne (area petiolaris). Segment 1 
länger als Hüften und Trochanteren, gerade, dünn, mit 
wenig breiterem Postpetiolus, die Stigmen bei dem cf 
etwas vortretend. Segment 2 doppelt so lang als breit, 
3 fast ebenso lang, die folgenden bei dem Q seitlich zu- 
sammengedrückt. Bohrer vorstehend, Areola offen. Ra- 
dialzelle kurz, Radius am Ende gerade, Nervei Ins tief 
unter der Mitte gebrochen. — Schwarz, Palpen gelb ; 
Maudibelu, Fühlerbasis (beim Q bis zum 5. Glied) und 
Tegulä rot. Stigma hellbraun. Beine rot, bei einem cf 
Basis der Hinterschienen und die Hintertarsen schwarz- 
braun. Beim Q Segment 2 — 4, beim c? 2 und 3 rot, 
das 3. Segment beim <$ am Ende schwarz. 

Var. Q Fühler gelbrot, Vorderbeine, Hinterhüften und Tro- 
chanteren gelb, Hintertarsen braun. — L. 6 mm. 

West- und Ostpreussen. (Nach Brischke.) 

Die Art ist wahrscheinlich mit E. incertus oder flavipes 
identisch. 



2. Gen. Atractodes Grav. 

1829 Atractodes Qravenhorst, III p. 789. 

A, Klauen lang und dünn, den Pulvillus weit 
überragend. Sporen kurz. Fühler meist 
schwarz, bei dem Q au der Spitze perl- 
schnurförmig. 

1. A. bkolor Grav. 1829 A. bicolor Qravenhorst, III p. 791 9 | 
1858 A. bicolor Holmgren, Ophion. p. 113 Q | 1884 A. bicolor C. G. 
Thomson, Opusc. Ent. X p. 1022 Qcf. 

Areola nach Förster und Thomson geschlossen. Nach 
Gravenhorst ist der Aussennerv sehr selten undeutlich, 
ebenso sagt Brischke: Areola oft unvollständig, die 
beiden letzteren Autoren scheinen also verschiedene Arten 
unter A. bicolor zu vereinigen. — Augen behaart. Der 
ganze Körper glatt und glänzend, kaum punktiert. — 
Schwarz, Fühlerbasis unten gelblich, Hiuterleibsmitte mehr 
oder weniger rot oder braunrot. Flügel hyalin, Stigma 
braun ; Beine rötlichgell), die hintersten Hüften au der 
Basis und die Tarsen am Ende gebräunt, auch die hinter- 
sten Schenkel oft dunkel. — L. 4 — 5 mm. 

Nicht selten im nördlichen und mittleren Europa. 



988 Dr. 0- Schmiedeknecht. 



2. A. gÜYipeS Holmgr. 1858 A. gilvipes Holmgren, Ophion. p. 112 Q \ 
1884 A. gilvipes C. Q. Thomson, Opusc. Ent. X p. 1022 Q. 

Glänzend, fein punktiert. Das 1. Segment fast gerade. 
Areola geschlossen ; Schiensporen stark gekrümmt. — 
Schwarz, Mandibeln rötlich, am Ende dunkel. Palpen 
schwärzlich. Flügel deutlich getrübt, Stigma schwarz- 
braun ; Tegulä bräunlich. Beine rötlich - gelb, Vorder- 
schenkel selten mit dunkler Linie, die hintersten Hüften 
und Basis der Trochanteren, Schienen und Tarsen ver- 
dunkelt; auch die hintersten Schenkel oben oft gebräunt. — 
L. 4—5 mm. tf unbekannt. 

Nördliches Europa. 

3. A. tCOUipCS C G. Thoms. 1884 A.tenuipes C. Q. Thomson, Opusc. 
Ent. X p. 1022 9ö". 

Schwarz, Beine schlank, die vorderen gelblich, oben 
schwarz gestreift. Areola aussen offen. — Von den ver- 
wandten Arten ausgezeichnet durch die schlanken, grössten- 
teils dunkelgefärbten Beine, die sehr langen Klauen, 
behaarten Augen, offene Areola, nicht gekieltes 1. Seg- 
ment, schwarzen Muud und Tegulä. — L. 4 mm. 

Schweden. 



4. A. ÜOgaster C. G. Thoms. 1884 A. liogaster C. Q. Thomson,; 
Opusc. Ent. X p. 1023 Q. 

Schwarz, Schenkel und Schienen rot ; Areola klein! 
geschlossen. — Dem A. bicolor verwandt aber Hiuterleib, 
ganz schwarz, die letzten Bauchsegmente glatt, Callus und,; 
Tegulä schwarz, der untere Aussen winkel der DiscoidaW 
zelle spitzer, Klauen weniger lang. — L. 3—4 mmj 
C? unbekannt. 
Schweden. 

5. A. gra\iÜUS Grav. 1829 A. gravidus Qravenhorst, III 793 9 | 
1858 A. gravidus Holmgren, Ophion. p. 112 9 I 1884 A. gravidus 
C. Q. Thomson, Opusc. Ent. X p. 1023 9^. 

Q Kopf aufgetrieben, hinter den Augen nicht verschmälert, 
letztere nicht behaart. Thoraxseiten sehr glatt; Meta- 
thorax kurz. Das 1. Segment deutlich gekrümmt, so laug 
wie die hintersten Hüften und Trochanteren. Areola 
gross, aussen offen. Nervellus antefurc. Klauen laug und 
sehr zart. — Schwarz, Segment 2 und 3 uud Beine rot, 
Hüften, Trochanteren uud Basis der hintersten Schienen 
schwarz. Flügel leicht getrübt, Stigma bräunlich. 



Iclmeumonidae. 989 



cf Die mittleren Geisselglieder mit nur schwach erhöhten 
Linien. — L. 3 — 4 mm. 

Nicht selten im nördlichen und mittleren Europa. 

6. A. brCViSOapUS CG. Thoms. 1884 A. breviscapus C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1023 9cf. 

Schwarz, Schienen bräunlich, Areola aussen offen. — Dem 
A. gravidus durch die au der Spitze perlschnurförmigen 
Fühler und die schwarzen Tegnlä ähnlich, aber Hinter- 
leib ganz schwarz, Wangen kürzer, Klauen weniger lang, 
das 1. Segment kürzer und nicht gekielt. — L. 3 mm. 
Schweden. 

3. Klauen dick, nicht auffallend lang. 
Sporen lang. Fühler der 9 an d erBasis 
gelblich, gegen das Ende schwach ver- 
dickt, das letzte Glied gestreckt, auch 
das vorletzte um die Hälfte länger als 
breit. Areola offen. Die eingedrückte 
Seitenlinie des 2. Segments bis zu den 
Luftlöchern. 

7. A. COmprCSSUS C. G. Thoms. 1884 A. compressus C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent X p. 1023 Qtf. 

9 Schwarz, Hinterleibsmitte und Beine rötlichgelb, die 
hintersten braun gefleckt ; area petiol. in der Mitte nicht 
verbreitert. — Zu den grösseren Arten gehörig; Kopf 
hinter den Augen nicht verschmälert; Prouotum und 
Mesopleuren punktiert. 

C? Das 2. Segment meist schwarz, an den Seiten und hinten 
und das 3. Segment rot. — L. 5—6 mm. 

Schweden bis Lapplaud. 

8. A. exiÜS Curt. 1840 A. exilis Curtis, Brit. Ent. p. 538 | 1858 A. 
exilis Holmgren, Ophion. p. 113 Qtf | 1884 A. exilis C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 113 Qtf. 

Körper schlank, glänzend, fein punktiert. Kopf aufge- 
trieben. Metathorax fein gerunzelt, der mittlere Raum 
wenig eingedruckt, ziemlich glänzend, die oberen Felder 
beiderseits sehr unvollständig. Das 1. Segment schwach 
gekrümmt, etwas kürzer als die hintersten Hüften und 
Schenkelringe, Areola aussen meist offen. Prouotum und 
Mesopleuren gatt und glänzend. — Schwarz, Mund und 
Fühlerbasis gelblich. Segment 2 und 3 des ziemlich 
stark compriinierten Hinterleibes zum Teil, seltener ganz 



990 Dr. 0. Schmiedeknecht. 



rotgelb. Beim cT das 2. Segment gewöhnlich schwarz mit 
rotem Endrand. Flügel schwach getrübt, Stigma braun, 
Tegulä gelblich bis braun. Vorderbeine rötlichgelb, Hüften 
vmd Trochanterten oft schwärzlich; Mittelschenkel zuweilen 
an der Basis schwarz; die hintersten Beine selten ganz hell, 
Thomson nennt die Beine rötlichgelb ohne dunkle 
Zeichnung, die letztere Färbung beschreibt er jedenfall 
unter A. compressns und parallelus. — L. 4—5 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. 

9. A. ila\iC0Xa C G. Thoms. 1884 A. flavicoxa C. Q. Thomson, 
Opusc. Eni X p. 1024. 

Schwarz, Hinterleibsmitte breit und die dicken Beine 
rötlichgelb ; Kopf hinter den Augen verschmälert. — 
Von den vorhergehenden Arten ausgezeichnet durch den 
nach hinten verschmälerten Kopf, die dünn behaarten 
Augen und besonders durch die glänzende, in der Mitte 
verbreiterte area petiolaris. — L. 4 — 5 mm. 

Südliches Schweden. 

10. A. pai'allelUS C. G. Thoms. 1884 A. parallelus C. G. Thomson; 
Opusc. Erit. X. p. 1024. 

Schwarz, Hinterleibsmitte und Beine gelblich, die hinterster] 
schwärzlich gefleckt, area petiolaris mit parallelen Seiten, 
— Dem A. compressns ähnlich, aber kleiner, Scheite! 
weuiger breit, Flügel kürzer und schmäler, Radialzelk 
weniger gestreckt. — L. 4 mm. 
Schweden. 



11. A. albOYillCtUS Curt. 1840 A. albovinctus Curtis, Brit. Ent. 538 | 
1884 A. albovinctus C. Q. Thomson, Opusc. Ent X p. 1024. 

Q Glänzend, Kopf und Thorax mit feinen und zerstreutet 
Punkten. Kopf nach hinten kaum verschmälert, Scheite: 
breit. Fühler 25gliedrig, die Basalglieder deutlich abge- 
setzt. Parapsiden nur vorn augedeutet. Mesopleurer 
glatt und glänzend. Metathorax glänzend mit einzelner 
Punkten und Runzeln ; Feklernug deutlich, die area 
superom. hinten meist durch eine Querleiste geschlossen 
halbkreisförmig, Seiteudörnchen deutlich. Das 1. Segmeul 
nach hinten allmählich erweitert und schwach gebogen 
Postpetiolus mit eingedruckter Längslinie, der übrige 
Hinterleib poliert, die Eudhälfte deutlich comprimiert: 
Segment 2 und 3 von gleicher Länge, beide weit längei 
als breit. Bohrer deutlich vorragend. Beiue kräftig 
Areola regelmässig öseitig, aussen geschlossen. Nervellui 
deutlich postfurcal. — Schwarz, Unterseite des Schafte; 



Ichneumoüidae. 991 



und Basis der Geissei trüb rötlich, Mitte der Geissei mit 
breitem, weissen Ring. Segment 2 — 4 und Beine rot; 
das 2. Segment an der Basis meist schwarz. Hüften 
schwarz, die vorderen an der Spitze mehr oder weniger 
ausgedehnt rötlich, die hintersten an der Spitze weisslich ; 
die hintersteu Tarsen bräunlich. Flügel deutlich getrübt, 
Stigma braun, an der Spitze weisslich. 

C? Kopf und Thorax wie beim Q; auch die Felderung des 
Metathorax, aber die Seitendörnchen des letzteren fast ganz 
fehlend. Das 1. Segment fast linear, die Tuberkeln deut- 
lich vortretend, zwischen denselben mit Längskielen und 
Furchen ; der übrige Hinterleib flach, das 2. Segment fast 
doppelt so lang als breit, das 3. nur wenig länger als breit, 
letzteres an der Basis mit Spuren von feiner Ruuzelung; 
die übrigen Segmente quer. — Taster lang, weisslich; 
die ersten Geisselglieder an der Basis gelblich. Segment 
2 und 3 rot, das 1. an der Basis mehr oder weniger 
ausgedehnt schwärzlich; die Endsegmente auf der Scheibe 
und dem Endrand zum Teil rötlich. Beine rofc, Hüften 
mehr weisslich, M.-Hüfteu an der Basis, die hintersten 
bis über die Hälfte schwärzlich ; die hintersten Tarsen 
braun. — L. G — 7 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

An merk. Diese auffallende Art hat grosse Aehnlichkeit mit dem 
Callidiotes coxator Qrav. und dem verwandten Oxytorus armatus 
C. Q. Thoms. Mit dem ersteren ist identisch der A. variecornis 
Holmgren. Beide Arten werden allgemein jetzt zu den Tryphoniden 
gestellt; sie könnten aber auch hier ihren Platz finden. Ich habe, um 
Verwechselungen mit diesen beiden Arten zu vermeiden, die Beschreibung 
des A. albovinctus nach hier gefangenen Exemplaren so ausführlich als 
möglich gegeben. Derselbe unterscheidet sich sofort durch das lange 
2. und 3. Segment, durch die schwarzen It-Hüften, die deutlich abge- 
setzten Basalglieder der Qeissel, die nicht weisslich, sondern trüb 
rötlichgelb gefärbt sind, und durch die vollständig geschlossene Areola. 



12. A. CraSSiCOmiS C G. Thoms. 1 884 A. crassicornis C. Q.Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1025. 

Schwarz, Hinterleibsmitte und Beine rötlich, Fühler fast 
schwarz, gegen die Spitze ziemlich verdickt. — Von den 
vorhergehenden Arten verschieden durch Gestalt der 
Fühler und des 2. Segmentes ; letzteres ist wenig zu- 
sammengedrückt und fast kürzer als am Ende breit. — 
L. 4 mm. 

Südliches Schweden. 



992 Dr. 0. Schmiedeknecht. 

13. A. picipCS Holmgr. 1858 A. picipes Holmgren, Ophion. p. 113 9cT 1 
1884 A. picipes C. G. Thomson, Opusc. Ent. X p. 1025. 

Ziemlich glänzend, zerstreut punktiert; Pronotum und 
•Mesopleuren ziemlich stark punktiert. Augen behaart. 
Das 1. Segment kräftig, fast gerade, den hintersten Hüften 
uud Trochanteren an Länge gleich, das 2. Segment etwa 
Vs länger als breit. — Schwarz, Schienen und Tarsen 
zum Teil pechfarben. Flügel etwas getrübt, Stigma 
bräunlich. Areola geschlossen. — L. 5 mm. 
Nord- und Mitteleuropa. 



Nicht mit Sicherheit einzureihende Art. 

14. A. nifiCOrniS Brischke. 1882 A. ruficornis Brischke, lehn. d. Prov. 
West- u. Ostpr. p. 178 9. 

9 Glänzend. Kopf hinter den Augen nicht verschmälert. 
Metathorax mit 5 Feldern, Mittelfeld nicht vertieft; 
Segment 1 dünn, gerade, nur Postpetiolus gebogen, 
Segment 2 länger als breit. Flügel schmal, wenig 
getrübt, mit hellem Stigma und hellen Adern ; Areola 
offen, Radius am Ende gekrümmt. — Schwarz, Palpen, 
Mandibelu, Fühler, Tegulä und Beine scherbengelb; 
Fühler nach der Spitze dunkler. H.-Schenkel gebräunt, 
Segment 2 und 3 grösstenteils gelbrot. — L. 4 mm. 
Ö* unbekannt. 

West- und Ostpreussen. 



3. Gen. Asyncrita Forst. 

1876 Asyncrita Förster, Stilpn. p. 2g. 

A. foveolata Grav. 1829 Atractod. foveolatus Qravenhorst, III p. 
794 Ql 1840 Atract. cultellator Curtis, Brit. Ent. 538 Q | 1858 Atract. 
cultellator Holmgren, Ophion. p. 114 Qc? | 1876 Asyncr. foveolata 
Förster, Stilpn. p. 30 Q | 1884 Atractod. foveolator C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1025. 

Glänzend, zerstreut und fein punktiert. Metathorax der 
Lauge nach deutlich ausgehöhlt und daselbst glänzend, 
die oberen Felder sehr undeutlich. Hinterleib Q sehr 
lang, messerartig zusammengedrückt. Das cT dem Atractod. 
picipes ähnlich, aber die oberen Felder des Metathorax 
undeutlich, das 1. Hinterleibssegment vollständig gerade 
und flach, nicht am Ende gekrümmt und in der Mitte 
erhöht. Schiensporen nach Thomson gekrümmt, bei 



Ichneumonidae. 993 



der folgenden Art gerade. (Mau vergleiche die ausführ- 
liche vou Förster gegebene Gattungsdiagnose.) — Schwarz, 
Segment 2 und 3 meist braun. Flügel schwach getrübt, 
Stigma bräunlich, Schenkel uud Schienen rot, Hinter- 
schenkel und Tarsen grösstenteils schwarzbraun. — L. 
5—7 mm. 

Scheint nur im Norden vorzukommen. 

An merk. Thomson beschreibt noch eine zweite Art als A. 
rufipes m. mit folgenden kurzen Worten: Schwarz, Beine ganz rötlich- 
gelb. Der vorhergehenden Art durch den messerförmig zusammen- 
gedrückten Hinterleib verwandt, aber Hinterleib ganz schwarz und die 
Schiensporen nicht gekrümmt. 

Nun beschreibt aber bereits Förster eine Asyncrita rufipes, die 
mit der Thomson'schen Art übereinstimmt, nur dass eine Notiz über die 
Schiensporen fehlt. Hat also Thomson den Autornamen falsch ange- 
geben, oder hat er Förster's Arbeit überhaupt nicht gekannt? 



4. Gen. Polyrhembia Forst. 

1868 Polyrhembia Förster, Farn. u. Qatt. d. Ichneum. p. 189 
und 1876 idem, Stilpn. p. 42. 

P. tenebriCOSa Grav. 1829 Hemiteles tenebricosus Qravenhorst, II 
p. 785 | 1840 Atractodes vestalis Curtis, Brit. Eni. 538 | 1858 Atract. 
vestalis Holmgren, Ophion. p. 112 QcT I 1876 Polyrh. tenebricosa 
Förster, Stilpn. p. 47 Qtf | 1884 Atractod. tenebricosus C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent. p. 1026. 

9 cf Kopf aufgetrieben, hinter den Augen nicht verschmälert, 
ziemlich glatt, Zwischenraum zwischen den Augen und 
der Basis der Mandibeln breit. Fühler beim Q 19, beim 
cf 21-gliedrig, bei letzterem etwas länger als Kopf und 
Thorax. Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen, Brust- 
seiten in der Mitte ganz glatt, Metathorax fein gerunzelt, 
mit fast glattem, schwach eingedrücktem Läugsraum. 
Areola im Flügel fast dreiseitig, Nervellus gebrochen. 
Schenkel ziemlich dick, Klauen lang und dünn. Hinterleib 
beim 9 am Eude etwas zusammengedrückt, das 1. Seg- 
ment etwas kürzer als die hintersten Hüften und Trochan- 
teren zusammen, Spirakeln desselben schwach vorspringend, 
das 2. Segment so lang als breit, das 3. kürzer als das 2.; 
Bohrer sehr kurz. — Schwarz, fast mit Erzglauz, Kniee 
und Schienen rötlich. Flügel etwas getrübt, Stigma braun. 
— L. 3 — 5 mm. 

Zerstreut, mehr in Gebirgsgegenden. 



994 Dr. 0. Schmiedeknecht. 

5. Gen. StilpilUS Grav. 

1829 Stilpnus Gravenhorst, I p. 664. 
1876 Stilpnus Förster, Stilpnoiden p. 31. 

Bestinimungstabelle der von Thomson angeführten Arten. 

1. Der untere Ausseuwinkel der Discoidalzelle nicht oder 
nur wenig spitz. 2. 

Der untere Ausseuwinkel der Discoidalzelle spitz, weit 
über die kleine Areola hinausgezogen. Segment 2 oder 2 
und 3 ganz oder zum Teil rot. 5. 

2. Kopf hinter den Augen nicht verschmälert. Hinterleib 
schwarz. 3. 

Kopf hinter den Augen verschmälert. Das 1. Segment 
schlank. 4. 

3. Clypeus in der Mitte vorgezogen. Fühler gegen die 
Basis rötlichgelb. Beine rot, die hintersten Hüften an 
der Basis schwarz, 

1. gagates Grav. 

Clypeus am Ende abgerundet, Fühler dick, an der Basis; 
rötlich. Beine wie bei gagates. Nervellus stark autefurcal. 

2. crassicornis CG. Thoms. 

| 

4. Fühler schwarz, nur der Postannellus rötlich. Schenkel | 
und Schienen rot. Fühler lang, gegen das Eude schwach 
verdünnt. Hinterleib schwarz, nicht poliert. 

3. angustatus CG. Thoms. 

Fühlerbasis und die schlanken Beine lebhaft rötlich gelb. 
Hinterleibsmitte meist rötlich. Metathorax mit schwachen; 
Seitenzähnchen. Nervellus schwach anteturcal. 

4. pavoniae Grav. 

| 

5. Kopf hinter den Augen nicht verschmälert. Basis der 
dicken Fühler und die Beine rostrot, die hintersten Hüften 
an der Basis schwarz. Hinterleib ziemlich gestreckt. 
Nervellus antefurc. 

5. b 1 a n d u s Grav. 

Kopf hinter den Augen verschmälert. Fühler länger als 
bei der vorhergehenden Art, ihre Basis und die schlanken 
Beine mehr gelb. Nervellus fast postfurc. 

6. t e n u i p e s CG. Thoms. 



Iclmounionidae. 995 



| Der untere Aussenwinkel der Discoidal- 
zelle nicht oder nur wenig spitz. 

1. S. gagateS Grav. 1829 S. gagates Qravenhorst, I p. 667 9c? I 
1884 S. gagates C. G. Thomson, Opusc. Ent. X p. 1027 9cf. 

Kopf hinter den Augen nicht verschmälert ; Clypeus an 
der Spitze beiderseits leicht eingedruckt, in der Mitte 
etwas vorgezogen. — Schwarz, Fühlerbasis gelblich, Beine 
rot, die hintersten Hüften an der Basis schwarz. — 
L. 3 — 4 mm. 

Durch gauz Europa, meist nicht selten. 

Von Brise hke aus Anthomyia radicum gezogen. 

2. S. CraSSieomiS C G. Thoms. 1884 S. crassicornis C. Q.Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1027 Qtf. 

Schwarz, Beine rot, die hintersten Hüften an der Basis 
schwarzbraun, Clypeus am Eude abgerundet, Fühler dick. 
— Dem S. gagates verwandt durch Färbung, deutlich 
autefurcalen Nervellus, nach hinten nicht verschmälerten 
Kopf und gekieltes 1. Segment, aber Clypeus an den 
Seiten nicht eingedrückt, Geissei dick, an der Basis rötlich, 
das 2. Glied nicht länger als breit. — L. 4 mm. 
Schweden. 

3. S. angUStatUS C G. Thoms. 1884 S. angustatus C. Q.Thomson, 
Opusc. Ent. X p. 1027 Q. 

9 Kopf hinten verschmälert, Clvpeus abgerundet. Das 1. 
Segment schlau k. Schwarz, Schenkel und Schienen rot. — 
Fühler länger als bei den vorhergehenden Arten, an der 
Spitze fast verdünnt, schwarz, Postannellus rostrot, fast 
3 Mal so lang als der Schaft; Hinterleib gestreckter, nicht 
poliert. — L. 3 — 4 mm. 

Schweden. 

4. S. paVOIliaC Scop. 1763 lehn, pavoniae Scopoli, Ent. Carn. n. 762 | 

1829 S. pavoniae Qravenhorst, I p. 671 Qcf I 1884 S. pavoniae C. Q. 
Thomson, Opusc. Ent. X p. 1029. 

Kopf, Clypeus und das 1. Segment wie bei S. angustatus. 
Metathorax au den Seiten mit stumpfen Zähnchen. Ner- 
vellus wenig autefurcal. — Schwarz, Fühlerbasis und die 
schlanken Beine lebhaft gelb, selten die hintersten Hüften 
an der Basis dunkel. Das 2. Segment nicht selten rötlich, 
selten auch das 3. — L. 3 — 4 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; eine der häufigeren Arten. 



996 Dr. 0. Sclimiedeknecht. 



B. Der untere Ausseuwinkel der Discoidal 
zelle spitz, weit über dieklei.ue Areola 
hinaus vorgezogen; Spitze des Radiuij 
lang. Segment 2 oder 2 und 3ganz ode 
zum Teil rot. 

5. S. blandllS Grav. 1829 S. blandus Qravenhorst, I p. 672 Q | 
1884 S. blandus C. Q. Thomson, Opusc. Eni X p. 1028 Qtf. 

Schwarz, Fühler ziemlieh dick, ihre Basis und die Beimj 
rot, die hintersten Hüften au der Basis schwarz. Kopi 
hinter den Augen nicht verschmälert. Nervellus antefurc 
Metathorax ziemlich glatt und glänzend. Das 1. Segmeui 
ohne Kiele, die Spitze desselbeu, sowie Segment 2 und j 
rot. — L. 3—4 mm. 
Nord- und Mitteleuropa. 

6. S. tenuipeS C. G. Thoms. 1884 S.tenuipes C. Q. Thomson, Opusc! 
Eni X p. 1028 9cf. 

Schwarz, Fühlerbasis und die schlanken Beine gelb; Kopi 
hinter den Augen verschmälert. Hinterleibsmitte rötlich, 
— Der vorigen Art ähnlich, aber Kopf hinter den Augen 
verengt, Fühler länger, ihre Basis und die Beine mehi 
gelb, nervellus fast postfnrcal, nicht gebrochen. — L; 
3—4 mm. 

Schweden. 



Nicht mit Sicherheit einzureihende Art. 

1. S. deplanatUS Grav. 1829 S. deplanatus Qravenhorst, I p. 667 Q! 
Q Flügel fast hyalin, Stigma brauu, Tegulä schwarz. Beine 

rot, Hüften und Trochanteren schwarz. Hinterleib so lang 

und breit wie Kopf und Thorax, randlich-oval, das 1! 

Segment gegen das Ende allmählich schwach erweiterte 

Bohrer etwas vorstehend. — L. 4 mm. 

Bei Warmbrunn in Schlesien gefangen. 

A n m e r k. Die Art wäre also besonders dadurch ausgezeichnet; 
dass ausser den Hüften auch die Trochanteren schwarz sind. Förster 
giebt noch die Fühler als 17gliedrig an. 

6. Gen. SeleuCUS Holmgr. 

1858 Seleucus Holmgren, Ophionider p. 111. 
1876 Seleucus Förster, Stilpnoiden p. 24. 

'S. CUneiformiS Holmgr. 1858 S. c. Holmgren, 1. c. p. 111 91 
1876 S. c. Förster, Stilpnoiden p. 25 Q. 

9 Kopf punktiert, kurz behaart, Scheitel aufgetrieben, Stirn 
mit erhabener Linie, Gesicht unterhalb der Fühler auf- 



Iclmeumonidae. 997 



getrieben, Fühler fein behaart, Schaft am Ende nicht 
ausgeschnitten, Geissei 26-gliedrig. Thorax punktiert, 
Mesouotum convex, Schildchen gewölbt, Metathorax mit 
5 Feldern, area superomedia hinten offen, also mit der 
dahinter liegenden Zelle verschmolzen. — Schwarz, Hinter- 
leib mehr braunschwarz. Fühler schwarzbraun, gegen die 
Basis heller, Schaft meistens ganz gelblich. Suturen der 
Brustseiteu rötlich. Flügel schwach getrübt, Stigma braut», 
Tegulä gelblich. Beine rötlichgelb. — L. 6 mm. <$ unbek. 

Schweden. 

Anraerk. Vorstehende Gattung scheint mit Asyncrita Forst, viele 
Aehnlichkeit zu haben, aber die Zahl der Fühlerglieder stimmt nicht und 
ausserdem ist bei Asyncrita schon das 2. Segment stark zusammengedrückt. 



7. Gen. Zetesima Forst. 

1876 Zetesima Förster, Stilpnoiden p. 25.. 

Z. mfipeS Forst. 1876 Z. r. Förster, Stilpnoiden p. 27 Q. 

Q Schwarz, Taster, Maudibeln, Vorderrand des Clypeus und 
Beine rotgelb, Basis der Hinterhüften und des 1. Troch.au ters 
schwarz. Flügel hyaliu, Stigma und Subcosta braun, 
Flügelwurzel gelb, Tegulä uud die äusserste Hinterecke 
der Vorderbrustseiteu rotgelb. — L. 5,5 mm. <$ unbekannt. 

Pontresina im Engadin. 



8. Gen. Xestophya Forst. 

1868 Xestophyes Förster, Farn. u. Qatt. Ichneum. p. 189. 
1876 Xestophya Förster, Stilpnoiden p. 27. 

1. X. fallaX Forst. 1876 X. f. Förster, Stilpnoiden p. 28 Q. 

9 Schwarz, Palpen, Maudibeln, Fühlerbasis, Beine und das 
2. Hiuterleibssegment gelb oder rötlichgelb, das 3. Segment 
rotbraun, an den Seiten hinten schwärzlich, Hinterhüften 
au der Basis rotbraun. Fühler 17gliedrig. Flügel hyalin, 
Stigma, Subcosta, Flügelwurzel und Tegulä gelb. Der 
1. Abschnitt des Radius nicht ganz Va so laug wie der 2., 
etwas hinter der Mitte des Stigmas entspringend ; Ner- 
vulus interstitial, nervellus kaum gebrochen. — L. 3 mm. 
<$ unbekannt. 

Aachen. 



998 Dr. 0. Schmiedeknecht. 

2. X. montana Forst. 1876 X. m. Förster, 1. c. p. 28 Q. 

Q Schwarz, Vorder- und Mittelhüften auf der Unterseite 
Schenkel au der Spitze, Schienen und Tarsen rötlichgelb 
Hinterschieueu an der Spitze und alle Tarsen nach de 
Spitze hin mehr oder weniger bräunlich. Fühler 18 
gliedrig. Flügel hyalin mit gelbem Stigma, Subcosts 
bräunlich, Flügelwurzel hellgelb, Tegulä schwarz, Radiu 
aus der Mitte des Stigma, der 1. Abschnitt desselben 
kaum 7ö der Lauge des 2., Nervulus deutlich hinter de 
Gabel, Nervellus nicht gebrochen. Bohrer deutlich, abe 
nicht über die Spitze des Hinterleibs vorragend. 
L. 2 mm. $ unbekannt. 

Von Förster am Fusse des Splügen in der Schwei: 
entdeckt. 

Anmerk. Thomson beschreibt als besondere Abteilung (E 
der Gattung Atractodes einen A. alutaceus C. G. Thoms., Op. Eni 
X p. 1026. Ich würde dieser Art einen besonderen Gattungsname 
gegeben haben, aber ich glaube bestimmt, dass sie zur Gattun 
Xestophya Forst, gehört und vielleicht identisch mit X. montana Försl 
ist. Thomson gibt die folgende Beschreibung : Schwarz, Geissei gege, 
die Basis gelblich. Beine rötlich, Basis und Schenkel zum grossen Te 
schwarz. — Körper mit feiner runzeliger Skulptur, die hintersten Schiene 
dick, Parapsidenfurchen kaum angedeutet, das 1. Segment stark abge 
flacht und ohne Kiele. — L. 3 mm. 

Im südlichen Schweden gefunden. 



Opuseula Iehneumonologiea. 



Herausgegeben 

mit Beihilfe des Königl. Preuss. Ministeriums 

für Landwirtschaft und Forsten 

und der Königl. Preuss. Akademie der Wissenschaften 

von 

Professor Dr. Otto Sehmiedeknecht. 



II. Band. 

(Fase. VI— XIII.) 

Cryptinae 




Blank enburg i. Thfir 

1904—1906. 



IOOJ 



III. Unterfamilie. 

Pimplinae. 

1859 Pimplariae Holmgren, Oefvers. Vet.-Akad. etc. XVI 
d. 121 ff. 

1887 Pimplinae Subfam., Cresson, Syn. Hym. North America 
x 49. 

1888 Pimplariae Thomson, Opusc. Ent. XII p. 1247. 
1895 Pimplinae Subfam. VI Ashmead, Proc. Ent. Soc. 

Wash. III p. 278. 

Kopf in der Regel quer, selten annähernd kubisch, Fühler 
adenförmig, meist lang und dünn. Thorax mit mehr oder 
weniger tiefen Parapsidenfurchen, Metanotum selten gefeldert, 
n vielen Fällen nur die hintere Querleiste vorhanden, was für 
lie cf ein gutes Erkennungszeichen abgibt. Flügel meist mit 
\reola, dieselbe gewöhnlich klein und dreieckig, selten penta- 
jonal. Beine verschieden, meist lang und dünn, seltener 
Schenkel und Schienen der Hinterbeine stark verdickt. Hinter- 
eib mehr oder weniger gestreckt, in der Regel sitzend und das 
r. Segment gerade, seltener mehr oder weniger deutlich gestielt 
md das 1. Segment wie bei den Ichneumoninen und Cryptinen 
gebogen, die Spirakeln des 1. Segmentes mit ganz wenigen 
\usnahmen in oder vor der Mitte. In den meisten Fällen ist 
ler Hinterleib flach, entweder grob punktiert und mit Ein- 
Irücken und Höckern, oder er besitzt, wie bei der Tribus der 
Lissonotinen, eine feine Skulptur. Das letzte Bauchsegment ist 
mtweder klein, zuweilen mit Einschnitt für den Bohrer, oder 
is ist gross und dann meist pflugscharförmig, wie bei den 
\coenitinen, bei denen auch das Hinterleibsende stets mehr 
>der weniger zusammengedrückt ist. Der Bohrer ragt stets 
lervor, in den meisten Fällen ist er von Hinterleibslänge und 
larüber und bildet so ein charakteristisches Merkmal der ganzen 
Gruppe, sodass nur Verwechslungen mit Cryptinen möglich 
;ind und in der Tat sind diese beiden Unterfamilien durch 
5wischenformen mit einander verbunden. 

Die Arten schmarotzen meist bei Coleopteren und Lepidop- 
:eren, selten bei Dipteren und Hymenopteren. 



1002 Pimplinae. 



Die Pimplinen zerfallen in folgende 5 Tribus, von denen 
die der Labeninen auf Amerika beschränkt ist : 

1. Kopf mehr oder weniger kubisch, seltener kugelig. Man- 
dibeln vorgestreckt und mit dem an der Spitze nieder- 
gedrückten Clypeus in der Regel eine Art Mundöffnung 
bildend. Fühler und Beine meist lang und dünn. 

3. Xoridini. 

Kopf quer, selten etwas aufgetrieben, die Mandibeln mit 
dem Clypeus keine scheinbare Mundöffnung bildend. 2. 

2. Hinterleib deprimiert, selten an der Spitze schwach seitlich 
zusammengedrückt ; das letzte Bauchsegment nicht gross. 
Hinterbeine, auch nicht die Hinterhüften, weder auffallend 
verlängert noch verdickt. Fühler fast durchweg lang und 

. schlank. 3. 

Hinterleib mehr oder weniger nach hinten seitlich zusammen- 
gedrückt; das letzte Bauchsegment meist pflugscharförmig 
und abstehend, zuweilen sehr gross, lanzettförmig, sehr 
selten klein und mehr quer. Hinterbeine oder wenigstens 
die Hinterhüften stark verlängert und meist stark verdickt. 
Fühler mehr oder weniger kurz und dick. 4. 

3. Hinterleib mit mehr oder weniger deutlichen Eindrücken 

oder Höckern, meist auch stark punktiert, wenn mehr glatt 

und ohne Höcker, dann Segment 2 — 5 mit tief eingedrückten 

schrägen Linien beiderseits. 

1. Pimplini. 

Hinterleib ohne oder mit ganz undeutlichen Eindrücken 
und ohne grobe Skulptur, mehr oder weniger glatt oder 
fein punktiert oder lederartig. 

2. Lissonotini. 

4. Das letzte Bauchsegment vorstehend, pflugschar- oder 
lanzettförmig. Hinterhüften nicht auffallend verlängert, 
sehr selten 3 Mal so lang als dick. 

2. Acoenitini. 

Das letzte Bauchsegment klein und wenig deutlich. Hinter- 
hüften übermässig lang, mindestens 4 Mal so lang als dick. 

(Auf Amerika beschränkt.) 

5. Labenini. 



Gattungen der Pimplini. 1003 



1. Tribus. Pimplini. 

1868 Pimploidae, Farn. 15 Förster, Farn. u. Gatt. lehn. pp. 
142 und 162. 

1894 Pimplini, Tribe III Ashmead, Proc. Ent. Soc. Wash. 
III p. 278. 



Uebersicht der Gattungen. 

(Die paläarktischen Gattungen sind mit fortlaufenden 
Nummern versehen.) 

1. Das 2. Segment, namentlich beim Q, quer oder quadratisch. 
Körper in der Regel gedrungen, Bohrer kurz ; nur bei den 
Glyptinen, ausgezeichnet durch die Schrägeindrücke auf 
den mittleren Segmenten, Körper schlank und Bohrer 
lang. 2. 

Das 2. Segment deutlich länger als breit. Fast durchweg 
grosse und schlanke Arten mit langem Bohrer. 43. 

2. Hinterleib deutlich punktiert oder gerunzelt, wenigstens 
niemals vollständig glatt. 3. 

Hinterleib glatt und glänzend, höchstens ganz fein ge- 
runzelt. 32. 

3. Das letzte Fühlerglied nicht länger als die beiden vorher- 
gehenden zusammen. Das letzte Glied der hintersten Tarsen 
mindestens 2 Mal so lang als das vorhergehende. 4. 

Das letzte Fühlerglied gross, länger als die beiden vorher- 
gehenden zusammen. Das letzte Glied der hintersten Tarsen, 
wenigstens bei Stilbops, nicht 2 Mal so lang wie das 
vorhergehende. 31. 

4. Clypeus deutlich vom Gesicht getrennt. Augen innen meist 
ausgerandet, selten behaart. 5. 

Clypeus nicht vom Gesicht getrennt. Augen innen nicht 
oder nur ganz wenig ausgerandet. 27. 

5. Flügel mit Areola. 6. 
Flügel ohne Areola. 16. 

6. Klauen dicht und stark gekämmt. Areola gross, rhombisch 
(wie bei Exetastes), kurz gestielt. Körper gedrungen, grob 
punktiert. Clypeus gewölbt, vorgestreckt. Das 1. Segment 
mit 2 deutlichen Kielen, an der Basis beiderseits zahnartig 
vorspringend, die folgenden Segmente viel breiter als lang, 



ioo4 Pimplinae. 



mit deutlichen Eindrücken. Bohrer von Hinterleibslänge. 
Körper grösstenteils gelbrot. 

i2. Odinophora Forst. 
Klauen nicht oder nur ganz schwach und undeutlich ge- 
kämmt. 7. 

7. Hinterleib mit Quereindrücken, nicht mit eingedrückten 
schrägen Linien, mehr oder weniger robust. 8. 
Hinterleib schlank, mit fast parallelen Seiten, die mittleren 
Segmente mit eingedrückten, schrägen Linien, welche nach 
der Mitte des Vorderrandes zu convergieren. 15. 

8. Metathorax nicht gefeldert, gewöhnlich nur mit 2 erhabenen 
Längsleisten. 9. 

Metathorax wenigstens mit einer area superomedia und 
area petiolaris. 13. 

9. Clypeus vorn halbkreisförmig ausgerandet. Segment 2—5 
mit tiefen Quereindrücken an Basis und Ende, welche 
durch einen Seiteneindruck mit einander verbunden sind. 
Metathorax glatt, ohne Spur von Leiste. Klauen stark, 
mit Zahn an der Basis. Nervellus weit unter der Mitte 
gebrochen. Areola im Vorderflügel schräg rhombisch. Siam. 

Erythropimpla Ashm. 
(Type : E. Abbottii Ashm. in litt.) 

Clypeus vorn nicht halbkreisförmig ausgerandet. 10. 

10. Das 1. Hinterleibssegment gegen das Ende mit sehr starkem? 
Höcker. Segment 2—4 am Ende beiderseits mit Querein- 
druck, an der Basis beiderseits mit einem schrägen Ein- 
druck. Disco-Cubitalader nicht gebrochen. Areola ziemlich, 
gross, vsitzend. Luftlöcher des Metathorax oval. Hawai. 

Glyptogastra Ashm. 
(Type : G. hawaiiensis Ashm. in litt.) 

Das 1. Hinterleibssegment am Ende ohne auffallenden' 
Höcker, n. 

11. Kopf nach unten weit vorgezogen, der Raum zwischen 
Augen und Mandibeln (Wangen) lang. Nervulus weit 
hinter der Gabel, Nervellus nicht gebrochen, Areola gestielt. 
Metathorax ohne oder mit undeutlichen Leisten. Luftlöcher 
des 1. Segments in der Mitte liegend. Beim tf die Geissei - 
glieder, Basalglieder ausgenommen, knotenförmig vor- 
tretend. Afrika und Australien, nach Cameron auch eine 
Art von den Sandwichinseln und eine von Singapur. 

Echthromorpha Holmgr. 

(Stagmopimpla Sauss. Rhynchopimpla Kriechb. 

Polyamma Kriechb. Chrysopimpla Cameron.) 



Gattungen der Pimplini. 1005 



Kopf nicht vorgestreckt, mit kurzen Wangen. Metathorax 
gewöhnlich mit 2 Längsleisten oder hinten mit Querleiste. 
Nervellus fast stets gebrochen. Fühler in beiden Geschlech- 
tern einfach. 12. 

12. Metathorax am Ende ohne Querleiste, die Luftlöcher ge- 
streckt oder klein und rund. Nervellus über, in oder unter 
der Mitte gebrochen. Fussklauen an der Basis mit oder 
ohne Zahn. 

1. Pimpla F. 

Metathorax hinten mit vollständiger Querleiste, die Luft- 
löcher gross, linear. Nervellus postfurcal, weit über der 
Mitte gebrochen. Kopf hinter den Augen stark verschmälert, 
Fühler ziemlich dick, fast von Körperlänge. Mesonotum 
dreilappig. Schildchen flach und ungerandet. Beine kräftig, 
Klauen gross, ohne Zahn. Die einzige bekannte Art ist 
gelb, Thorax schwarzgefleckt, Flügel gelblich, in der Spitze 
dunkel gefleckt. Heimat Neu-Süd-Wales. 

Notopimpla Krieger. 

13. Schildchen stark convex oder konisch, bis an das Ende 
scharf gerandet. Nervellus weit über der Mitte gebrochen. 
Kopf hinter den Augen stark verschmälert, Fühler kräftig, 
fast von Körperlänge. Mesonotum mehr oder weniger drei- 
lappig, Metathorax mit mehreren Querleisten, in der Regel 
vollständig gefeldert. Spitze des Radius stark gebogen, 
Beine kräftig, Schenkel verdickt, Klauen gross, an der 
Basis ohne zahnartige Erweiterung. Das 1. Segment mit 
2 Kielen. Bohrer kräftig, stets kürzer als der Körper. Zahl- 
reiche gelbe, schwarzgefleckte Arten in Mittel- und Südasien, 
Australien und Afrika. 

Xanthopimpla Sauss. 

Schildchen flach oder nicht auffallend gewölbt, an den 
Seiten nicht gerandet. Nervellus unter der Mitte gebrochen. 
Körper nicht gelb gefärbt. 14. 

14. Hinterleib gestreckt, mit feiner Skulptur, bei den bekannten 
Arten schwarz gefärbt. Clypeus flach. Areola im Flügel 
nicht vollkommen pentagonal. 

cf. Pimpla subgen. Delomerista Forst. 

Hinterleib kurz, etwa 2 Mal so lang als breit, gewölbt, fast 
ohne Eindrücke, dicht und grob punktiert. Clypeus gewölbt. 
Areola regelmässig pentagonal. Schwarz, Hinterleib rot, 
am Ende schwarz. 

3. Brachypimpla Strobl. 



iooö Pimplinae. 



15. Stirn ohne Hörn oder Zapfen. Schildchen bei der bekannten 
paläarktischen Art gelb, ebenso der Hinterrand der Segmente. 

20. Teleutaea Forst. 

Stirn mit 2 Hörnern oder Zapfen. Bei der paläarktischen 
Art Schildchen schwarz, Segmentränder weiss. 

2i. Hoplitophrys Forst. 

16. Schildchen erhaben, hinten abgestutzt und dadurch vier- 
seitig. Hinterleibssegmente 2 — 4 mit Schräglinien und vor 
dem Ende mit eingedrückter Querlinie, wodurch ein erha- 
benes Dreieck abgegrenzt wird. Cubitalquerader viel länger 
als der Abschnitt der Cubitalader, welcher zwischen der 
Cubital- und Discoidalquerader liegt. Körper gedrungen, 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

16. Lycorina Holrngr. 

Schildchen hinten abgerundet. Cubitalquerader viel kleiner 
als der Abschnitt der Cubitalader, welcher zwischen der 
Cubital- und Discoidalquerader liegt. 17. 

17. Vorderschenkel verdickt, von der Mitte bis zur Spitze all- 
mählich sehr verschmälert und wie ausgerandet. Vorder- 
schienen an der Basis gekrümmt. Das letzte Tarsen gliedj 
ziemlich verdickt mit starken Klauen. Hinterleib schmal, 
ziemlich glatt, mit zerstreuten Runzeln, das 1. Segment* 
länger als breit, mit 2 Kielen. Bohrer kaum so lang als" 
das 1. Segment. Körper klein, bis 6 mm. 

17. Colpomeria Holmgr. 

Vorderschenkel nicht besonders verdickt und auch nicht: 
ausgerandet. Hinterleib mit deutlicher Punktierung. 18. 

18. Fussklauen stark und dicht gekämmt. 

13. Ctenochira Forst. 

Fussklauen nicht oder nur ganz schwach und entfernt 
gekämmt. 19. 

19. Die mittleren Segmente ohne schiefliegende, nach der 
Basismitte convergierende Eindrücke. 20. 

Die mittleren Segmente mit schiefliegenden Eindrücken, 
welche aus den Hinterwinkeln nach der Basismitte conver- 
gieren. Hinterleib lang und schmal, Bohrer lang. (Glypta.) 25. 

20. Metathorax vollständig gefeldert. 21. 
Metathorax nicht vollständig gefeldert. 22. 



Gattungen der Pimplini. 1007 



Clypeus ganz flach, Scheitel sehr schmal, Augen vorn stark 
convergierend. Nur die 4 ersten Segmente mit einem Quer- 
eindruck vor der Spitze. Das letzte Bauchsegment etwas 
vorstehend, aber noch weit von der Hinterleibsspitze ent- 
fernt. 

18. Panteles. 

Clypeus deutlich gewölbt, Scheitel breit, Augen vorn nicht 
convergierend. Nervulus hinter der Gabel, Nervellus tief 
unter der Mitte gebrochen. Hinterleib ohne Quereindrücke, 
dicht punktiert, matt. 

Polysphinctomorpha Ashm. 
(Type: P. Luggeri Ashm. in litt.) 

Das letzte Bauchsegment bildet eine lange, fast bis zur 
Spitze reichende Afterdecke, von welcher die Basis des 
Bohrers verdeckt ist. Gesicht nach unten nicht verschmälert. 
Augen nicht oder nur schwach ausgerandet. Beine mittel- 
kräftig, die Fussklauen gross, gekrümmt. Bohrer nach 
oben gebogen, etwas kürzer als der halbe Hinterleib. Körper 
fast stets mit roter Zeichnung. 

15. Clistopyga Grav. 

Hinterleibsende wie bei Pimpla d. h. die beiden letzten 
Rückensegmente sind auf die Bauchseite umgeschlagen 
und bilden hier, indem sie sich fast berühren, eine Spalte. 23. 

Clypeus und Gesicht normal, nicht vorspringend oder mit 
Höcker. Gesicht in beiden Geschlechtern nach unten ver- 
schmälert. Fussklauen klein. Areola meist auch in der 
Anlage nicht vorhanden, seltener wie bei Hemiteles d. h. 
pentagonal, mit fehlender Aussenseite. Habitus von Pimpla. 

14. Polysphincta Grav. 
Clypeus und Gesicht nicht normal, vorspringend oder mit 
Höcker. 24. 

Clypeus von der Seite gesehen schnauzenartig vorspringend. 
Hinterleib fast gestielt, dicht punktiert, matt, die Segmente 
ohne deutliche Quereindrücke. Nervellus weit unter der 
Mitte gebrochen. Nordamerika. 

Rhynchothyreus Ashm. (Zarhynchus Ashm. nee Oberholzer). 
(Type: Mesoleptus nasutus Cress.) 

Gesicht in der Mitte mit Höcker. Mesonotum dreilappig, 
Metanotum sehr kurz, am Ende mit Querleiste, welche in 
der Mitte unterbrochen ist; der abschüssige Raum fein 
quergestreift. Metanotum und die 4 ersten Segmente mit 
seidenartiger Behaarung. Gabun. 

Sisyrostolus Kriechb, 



iooS Pimplinae. 



25. Stirn ohne Zapfen oder Hörn. Metathorax bei der Mehr- 
zahl der Arten unvollständig gefeldert. Klauen einfach, 
höchstens die hintersten an der Basis undeutlich gekämmt. 

22. Glypta Grav. 

Stirn oberhalb der Fühler mit 1 oder 2 Zapfen oder Hörnern. 26. 

26. Stirn mit 1 Hörn. Metathorax mehr oder weniger gefeldert. 
Klauen an der Basis etwas gekämmt. 

23. Conoblasta Forst. 

Stirn mit 2 Hörnern. Metathorax ohne Felder, nur hinten 
mit Querleiste. Das 1. Geisselglied fast so lang wie die 
beiden folgenden Glieder zusammen. Klauen lang, innen 
gekämmt. 

24. Diblastomorpha Forst. 

2j. Augen deutlich behaart, innen nur schwach ausgerandet. 
Gesicht nach unten wenig verschmälert. Fühler wenig 
länger als der halbe Körper. Mesonotum deutlich drei- 
lappig. Hinterleib schmal, das 1. Segment mit 2 Kielen, 
das letzte Bauchsegment kurz, Bohrer wenig vorragend. 
Flügel ohne Areola. Beine kräftig, Schenkel und das letzte 
Tarsenglied verdickt. Habitus ähnlich wie bei Exochus. 

19. Schizopyga Grav. 

Augen unbehaart. Hinterleib wie bei Pimpla gebildet. 28. 

28. Endrand des Clypeus niedergedrückt und breit ausge- 
buchtet. Augen gross, Fühler von Hinterleibslänge. Meta- 
thorax ohne Leisten. Flügel mit Areola. Metatarsus fast so 
lang wie die übrigen Tarsen zusammen ; Klauen gross, an 
der Basis ohne Zahn. Hinterleib dicht runzlig-punktiert, 
Segment 2 — 5 mit deutlichen Höckern. Bei der einzigen 
bekannten Art (von Borneo) Bohrer fast von Körperlänge, 
Körper schwarz, Kopf und Thorax zum Teil rot, Flügel | 
schwarzviolett. 

Trichiothecus Cam. 
(Type: T. ruficeps Cam.) 

Clypeus am Ende nicht ausgerandet. 29. 

29. Parapsidenfurchen tief und durchgehend. Mandibeln mit 
langem Zahn an der Spitze. Schildchen mit Seitenkielen, 
Metathorax vollständig und deutlich gefeldert. Areola im 
Flügel fehlend. Fussklauen einfach. Segment 2—4 längs- 
gestreift, mit breiten Quereindrücken. Nur eine Art aus 
Südasien bekannt und zwar nur im männlichen Geschlecht; 
sie erinnert im Habitus, namentlich durch die gefleckten 



Gattungen der Pimplini. 1009 



Flügel an Hemiteles ; die ganze Gattung scheint mir über- 
haupt sehr fraglich zu sein. 

Caenopimpla Cani. 
(Type: C. ruficollis Cam.) 

Parapsidenfurchen nur vorn angedeutet. Grössere Arten, 
im Habitus an Pimpla erinnernd. 30. 

30. Metathorax nicht gefeldert, die Luftlöcher gross und lang- 
gestreckt. Bohrer länger als der Hinterleib. Klauen mit 
starkem Zahn an der Basis. 2 Arten aus Transvaal bekannt. 

Hemipimpla Sauss. 

Metathorax gefeldert, die Luftlöcher klein, oval oder ellip- 
tisch. Bohrer kürzer als der Hinterleib. Klauen einfach, 
ohne Zahn. Flügel ohne Areola. Afrika. 

Neopimpla Ashm. 
(Type : N. Abbotti Ashm. in litt.) 

31. Metathorax mehr oder weniger deutlich gefeldert. Das letzte 
Glied der Hintertarsen nicht völlig doppelt so lang wie das 
vorletzte. Gesicht mit dichten, silberglänzenden Haaren be- 
deckt. Bohrer höchstens von */ 4 Hinterleibslänge. Schildchen 
seitlich nur an der Basis gerandet. Kleine und zarte Arten. 

2. Stilbops Forst. 

Metathorax nicht gefeldert, glatt und glänzend. Endglied 
der Hintertarsen doppelt so lang als das vorhergehende 
Glied. Gesicht nicht auffallend behaart. Fühler kräftig, 
gegen das Ende verdickt, Geissei mit dichter, kurzer Be- 
haarung. Flügel mit breiter Areola, Nervellns in der Mitte 
gebrochen. Beine kurz und dick. Hinterleibssegmente breiter 
als lang, die ersten 5 Segmente punktiert und mit deut- 
lichen Quereindrücken. Bohrer fast von Körperlänge. Nur 
1 Art aus den Anden von Südamerika bekannt. Schwarz, 
Vorderbeine grösstenteils rot. Flügel hyalin. 

Cnemopimpla Cam. 
(Type : C. pilosa Cam.) 

32. Flügel ohne Areola. Augen und Nebenaugen gross. 33. 
Flügel mit Areola. 34. 

33. Prothorax vorn in einen Hals ausgezogen. Augen nach 
vorn convergierend. Tropisches Amerika. 

Epimeces Brülle. 

Prothorax vorn nicht halsartig verschmälert. Augen nach 
vorn nicht convergierend. Südasien. 

Eugalta Cam. 



Pimplinae. 



34. Mittelader im Hinterflügel nach der Basis hin erloschen. 
Gesicht kurz, doppelt so breit wie hoch. Augen innen nicht 
ausgerandet. Clypeus scharf getrennt, quer. Parapsiden- 
furchen nur vorn deutlich. Metathorax unvollständig ge- 
feldert, die Leisten schwach, die Luftlöcher punktförmig. 
Areola schief, unregelmässig vierseitig oder pentagonal ; 
der 1. Abschnitt des Radius etwas gebogen. Hinterleib fast 
sitzend, das 1. Segment an der Spitze nicht viel breiter als 
an der Basis, die folgenden an Länge allmählich kürzer. 
Bohrer länger als der Hinterleib. — Förster erwähnt in 
seinen hinterlassenen Schriften als einzige Art : J. euryops 
Forst. Eine Beschreibung derselben ist nicht erfolgt. 

11. Idiogramma Forst. 

Mittelader im Hinterflügel bis zur Basis deutlich. Gesicht 
nicht auffallend breit. 35. 

35. Augen innen ohne Spur von Ausrandung. 36. 
Augen innen mehr oder weniger ausgerandet. 37. 

36. Metathorax unregelmässig quergestreift, vorn mit seichter 
Längsfurche. Ostindien, nur 1 Art bekannt. 

Pseudeugalta Ashm. 
(Type: P. (Eugalta) spinosa Cam.) 

Metathorax glatt und glänzend, ohne Mittelfurche, die Luft- 
löcher klein und rund. Nervellus unter der Mitte gebrochen. ; 
Afrika, nur 1 Art bekannt. 

Zonopimpla Ashm. 
(Type: Z. albicincta Ashm.) 

37. Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen, dreilappig er- 
scheinend. Die hintersten Schenkel unten vor dem Ende; 
mit kleinem Zahn. Metathorax dreihöckerig, vorn quer-' 
gestreift, hinten glatt, die Luftlöcher gross, linear. Kopf; 
nach hinten stark verschmälert, Fühler lang, borstenförmig. 
Areola im Vorderflügel trapezisch, Nervulus antefurcal, 
Nervellus stark postfurcal, nicht gebrochen. Hinterleib 
sehr glatt, die Segmente, mit Ausnahme des ersten, quer, 
beiderseits mit Eindrücken. Bohrer aus einer Bauchspalte, 
kürzer als der Hinterleib. Australien. 

L/issopimpla Kriechb. 

Parapsidenfurchen entweder ganz fehlend oder nur vorn 
angedeutet. Die hintersten Schenkel meist verdickt, aber 
ohne Zahn. Bohrer nie länger als der Hinterleib. 38. 



Gattungen der Pimplini. 



m, Klanen vSehr gross und stark gekämmt. Metathorax oben 
nicht gefeldert, nur hinten mit Querleiste, an den vSeiten 
hinten mit Zähnen oder Höckern. Nur eine Art aus Neu- 
seeland bekannt. 

Allotheronia Ashm. 
(Type: A. duodecimguttata Ashm.) 

Klauen einfach, nicht gekämmt. 39. 

39. Kopf vorgezogen, der Raum zwischen Augen und Man- 
dibelbasis sehr lang. Nervellus stark postfurcal, nicht 
gebrochen. (N. 11.) 

cf. Echthromorpha Holmgr. 

Kopf nicht auffallend vorgezogen, der Raum zwischen Augen 
und Mandibelbasis kurz. Nervellus gebrochen. 40. 

40. Metathorax nur mit Querleiste hinten. 41. 
Metathorax vorn mit Feldern oder wenigstens mit deut- 
lichen Längsleisten. 42. 

41. Beine ziemlich lang, Hinterschenkel kaum verdickt. Das 
1. Segment schlank, fast linear, mehr als doppelt so lang 
wie breit. Körper überhaupt schlanker gebaut als bei der 
verwandten Gattung Theronia. Flügel meist gelblich ge- 
färbt, oft mit Goldglanz. Endabschnitt des Radius und 
Discocubitalader stark geschwungen. Bohrer dünn. Zahl- 
reiche Arten im tropischen Amerika, namentlich in Mittel- 
amerika. 

Neotheronia Krieger. 

Beine kurz und kräftig. Im Uebrigen scheint die Gattung 
nach der kurzen Beschreibung kaum von Neotheronia ver- 
schieden zu sein, kommt aber in Südasien vor. Es ist nur 
eine Art und nur im männlichen Geschlecht bekannt. 

Habropimpla Cani. 
(Type : H. bilineata Cam.) 

42. Das letzte Segment nach hinten mehr oder weniger ver- 
schmälert, wie auch das 2. Segment ohne Längsfurche. 
Schildchen convex, fast bis zur Mitte gerandet. Metathorax 
gefeldert, area superomedia vierseitig, hinten zuweilen offen, 
Luftlöcher gross, linear. Nervellus postfurcal, weit über 
der Mitte gebrochen. Schenkel verdickt. In allen Erdteilen, 
mit Ausnahme von Amerika. 

10. Theronia Holmgr. 

Endsegment breit, gegen das Ende nicht verschmälert, wie 
das 2. Segment mit einer Längsfurche, das 1. Segment breit, 
an der Basis kaum verschmälert. Metathorax vorn mit 3 



IOI2 Pimplinae. 



grossen Feldern. Areola im Flügel klein, schräg 5 seitig, 
Nervellus kurz über der Mitte gebrochen. Fühler dick, 
von Körperlänge. Nur 1 Art aus Borneo bekannt. 

Poecilopimpla Cam. 
(Type: P. lucida Cam.) 

43. Mesonotum regelmässig querrunzlig. Durchweg grosse 
Tiere. 44. 
Mesonotum nicht querrunzlig. 49. 



44. Vorderflügel ohne Areola. Nord- und Südamerika und 
Südasien. Etwa 10 Arten beschrieben. 

Epirhyssa Cress. 
(Rr^ssonota Kriechb.) 
Vorderflügel mit Areola. 45. 



:1 



45. Metathorax gefeldert. Kopf zuweilen mit einem Kiel 
zwischen den Fühlern. 46. 

Metathorax nicht gefeldert. Kopf ohne einen Kiel zwischen 
den Fühlern. 47. 

46. Kopf mit einem starken Kiel zwischen den Fühlern. Ner- 
vellus nicht gebrochen. Südamerika. 

Apechoneura Kriechb. 
(Type: Rhyssa terminalis Brülle.) 
Kopf ohne Kiel zwischen den Fühlern. Nur 1 Art aus ] 
Australien bekannt. 

Certonotus Kriechb. 
(Type: C. varius Kriechb.) 

47. Schläfen schmal, kaum halb so breit wie die Augen. Hinter- 
tarsen normal, kaum länger als die Tibien. Hinterleib 
deprimiert. Ostindien. 

I/ytarmes Cam. 
(Type : L. maculipennis Cam.) 
Schläfen breit, fast so breit wie die Augen. Hintertarsen 
stark verlängert, viel länger als ihre Schienen. Hinter- 
leibsende beim Q comprimiert. 48. 

48. Hinterleibssegmente an der Spitze weder ausgerandet noch 
tief eingeschnitten. Clypeus in der Mitte des Endrandes 
meist vorgezogen, seltener abgestutzt (z. B. bei R. persuasoria). 

6. Rhyssa Grav. 
Hinterleibssegmente 3 — 7 am Ende ausgerandet oder tief ein- 
geschnitten, besonders bei dem <$\ bei letzterem der Hinter- 
leib glatt. Clypeus in der Mitte des Endrandes abgestutzt. 

7. Thalessa Holmgr. 
(Megarhyssa Ashm.) 



Gattungen der Pimplini. IO13 



Fühlerglied 3 — 5 beim ^ aussen aiisgenagt; 9 unbekannt. 
Hinterleibssegmente 1 — 7 länger als breit, mit kaum sicht- 
baren Seiten höckeru. Nervellus unter der Mitte schwach 
gebrochen. Thorax grösstenteils rot. Kleine Art von nur 
6 — 7 mm. 

9. Troctocerus Woldst. 

Fühlerglied 3 — 5 beim <$ an der Aussenseite nicht aus- 
genagt. 50. 

Hinterleib beim 9 mehr oder weniger spindelförmig, beim 
<$ gleichbreit und walzenförmig, das 2. — 3. (9) oder das 2. — 5. 
(cf) Segment mit eingegrabenen schiefen Furchen. Die 
äussere Discoidalquerader winklig nach aussen gebrochen 
und mit kurzem Anhang. Bohrer etwas kürzer als der 
Körper. Augenränder des Gesichtes gelb. Grosse Art von 
16 — 18 mm. 

8. Atractogaster Kriechb. 

Hinterleib in beiden Geschlechtern fast gleich breit, die 
vorderen Segmente nicht in Skulptur von den hinteren 
verschieden. Die äussere Discoidalquerader bogenförmig 
oder fast gerade, nicht winklig gebrochen. 51. 

Klauen beim 9 gespalten oder mit einem starken Zahn an 
der Basis. Beim tf in der Regel die Augen auf der Innen- 
seite nicht ausgerandet. 52. 

Klauen beim O einfach, ohne Zahn an der Basis. Das letzte 
Glied der hintersten Tarsen mindestens 3 Mal so lang als 
das vorhergehende. Beim tf die Augen auf der Innen- 
seite tief ausgerandet. 54. 

Das 1. Segment glatt und glänzend, die übrigen Segmente 
dicht punktiert, matt, gegen das Hinterleibsende schwach 
glänzend. Das 1. Segment schmal, 3 Mal so lang wie hinten 
breit, leicht gebogen, an der Basis oben mit tiefer, von 
scharfen Seitenkielen umgrenzter Längsgrube, hinten mit 
breiten Seiteufurchen und einer Längsfurche in der Mitte. 
Fühler kräftig, fast von Körperlänge, das letzte Geisselglied 
etwas länger als die beiden vorhergehenden Glieder. Kopf 
quer, mit ziemlich breiten Schläfen, Gesicht ziemlich glatt, 
mit schwachem Mittelkiel, Clypeus vorn breit rundlich 
eingedrückt. Mesonotum tief dreilappig, das mittlere Feld 
mit Längsfurche, vorn höckerartig vortretend. Schildchen 
gewölbt, an den Seiten ohne Leisten. Metathorax unge- 
feldert, nur mit 2 nach hinten breit auseinander gehenden, 
flachen Kielen. Thorax fast glatt, Metathorax an den 
Seiten mit flachen grossen Punkten, Brustseiten und der 



IOI4 Pimplinae. 



Raum des Metathorax zwischen den Längskielen poliert 
Luftlöcher des Metathorax oval. Flügel ungefähr wie bei 
Ephialtes, Areola ziemlich gross, dreieckig, rücklaufender 
Nerv ziemlich weit vom Ende; Nervellus postfurcal, etwas 
unter der Mitte gebrochen und einen deutlichen Nerv aus- 
sendend. Beine kräftig, Schenkel ziemlich dick. Hinterleib 
beim 9 gegen das Ende seitlich zusammengedrückt, die 
Segmente mit deutlichen Unebenheiten, das 2. deutlich 
länger als breit, nach hinten breiter werdend, vorn beider- 
seits mit breiten, schrägen Furchen, das 3. und 4. Segment 
quadratisch, die übrigen quer. Bohrer aus einer Längs- 
spalte vortretend. — Die einzige mir vorliegende Art 
stammt aus Peru; ich nenne sie M. coracinus n. sp. 
Schwarz, Kopf, Thorax und das 1. Segment mit ver- 
schwommenen, trüb rostgelben Flecken ; Fühler rostrot, 
Schaft grösstenteils und ein Ring zwischen Basis und Mitte 
gelblich. Flügel namentlich am Vorderrand rostgelb getrübt. 
Vorderseite der Schenkel und Schienen und der grösste 
Teil der Tarsen gelblich. L. 20 mm, Bohrer 2,5 mm. 

Mesoephialtes n. g. 
Das 1. Segment wie die übrigen mehr oder weniger dicht 
punktiert und anders gebildet. 53. 

53. Nervellus über der Mitte gebrochen. Luftlöcher des Meta- 
thorax länglich, wenigstens deutlich oval. 

4. Ephialtes Grav. 
Nervellus in oder unter der Mitte gebrochen. Luftlöcher 
des Metathorax klein und rund. Nur 1 Art aus Nord- 
amerika beschrieben. — Bei der ausserordentlichen Ver- 
schiedenheit der Ephialtes-Arten unter einander sind die 
Unterschiede zu minimal; es Hesse sich dann leicht eine 
ganze Reihe von Gattungen aufstellen. 

Calliephialtes Ashm. 
(Type : C. xanthothorax Ashm.) 

54. Metathorax glatt und glänzend, ohne Punkte. Areola im 
Flügel rhombisch, nicht gestielt. Nervellus über der Mitte 
gebrochen. Thorax meist rot gezeichnet, Hinterleibs- 
segmente hell gerandet. 

5. Perithous Holmgr. 

Metathorax punktiert, in der Mitte querrunzlig, das hintere 
Feld halbkreisförmig. Areola im Flügel klein, gestielt. 
Discocubitalnerv gekrümmt. Nur 1 Art aus Nordamerika 

beschrieben. 

Opisorhyssa Kriechb. 
(Type: O. flavopicta Kriechb.) 



Gattungen der Pimplini. TO15 



Cosmiopimpla Cameron, Transactions of the South African 
Philosophical Society Vol. XV, Part 4 (1905) p. 198 nach 
einem 9 aus dem Capland aufgestellt, ist nicht von Pimpla 
zu trennen. Der Nervellus ist unter der Mitte gebrochen, 
der Discocubitalnerv winklig gebrochen mit Nervenast. 
Nur die 4 Vorderklauen mit Zähnen. 

Spilopimpla Cameron, Zeitschr. f. Hym. u. Dipt. 1904 p. 143 
nach einem 9 aus Südafrika könnte höchstens als eine 
Untergattung von Polysphincta aufgefasst werden. Nach 
dem Autor soll die Gattung in der Nähe von Polysphincta 
und Zaglyptus stehen. 



1. Gen. Pimpla F. 

1804 Pimpla Fabricius, Syst. Piez. p. 112 n. 14. 

Kopf quer, kurz und breit, nach hinten verschmälert ; die 
Stirn meist eingedrückt und glatt ; Kopf deutlich geschieden, 
in der Mitte vorn niedergedrückt und zuweilen hier ausge- 
randet ; Oberlippe oft vorstehend und mit längeren Haaren 
besetzt. Mandibeln gegen das Ende verschmälert, zweizähnig, 
die Zähne unter sich fast gleich. Augen länglich, am Innen- 
rand neben der Fühlerwurzel mehr oder minder deutlich aus- 
gerandet. Fühler fadenförmig, oft gegen das Ende schwach 
verdickt, die einzelnen Glieder cylindrisch, selten die Basal- 
glieder an der Spitze leicht angeschwollen ; Schaft an der Spitze 
ausgeschnitten. Thorax kräftig, bucklig, das Schildchen erhaben, 
durch tiefen Eindruck getrennt, am Ende gerundet; Metathorax 
kurz, meist nur mit Spuren eines oberen Mittelfeldes in Gestalt 
von zwei Längsleisten, sehr selten mit geschlossenen Feldern ; 
seine Luftlöcher meist rund, seltener länglich. Hinterleib breit 
sitzend, bei den 9 in der Mitte mehr oder weniger verbreitert, 
bei den tf mehr parallel ; das erste Segment an der Basis oben 
ausgehöhlt, fast quadratisch, mit 2 Längskielen, die Luftlöcher 
vor der Mitte. Die übrigen Segmente breiter als lang, nur bei 
einigen $ so lang wie breit, auf der Oberfläche mehr oder 
minder stark punktiert und stets uneben durch Quereindrücke 
und durch bucklig oder warzig auftretende meist glänzendere 
Zwischenräume ; die Endränder der Segmente wulstig und 
meist glatter und mehr glänzend. Die beiden letzten Bauch- 
segmente geteilt zum Durchtritt des Bohrers; dieser meist kürzer 
als der Hinterleib, seltener so lang oder ihn noch an Länge 
übertreffend. Beine kurz und kräftig, Schenkel mehr oder 
weniger verdickt, die Vorderschenkel bei einigen tf unten aus- 
gerandet. Krallen ungezahnt, bei den 9 vieler Arten am 



!0i6 Pimplinae. 



Grunde lappig erweitert. Flügel mit vollständiger dreieckige 
Spiegelzelle. 

Die Gattung Pimpla schliesst sich eng an die Gattung 
Ephialtes an, sodass ein scharfer Unterschied zwischen beider 
nicht vorhanden ist, indem verschiedene Arten, wie Ephialte 
extensor Pr. und tuberculatus, Pimpla terebrans u. A. den 
Uebergang ermitteln. Im Allgemeinen jedoch ist die Trennung 
nicht schwer, wenigstens was die Q betrifft, die sich durch ihre 
gedrungene Gestalt, die queren Segmente, den in der Mitte 
mehr oder weniger verbreiteten Hinterleib und den kurzen 
Bohrer leicht von den schlanken, mit langem Bohrer versehenen 
Ephialtes Q unterscheiden. Schwieriger wird schon die Tren- 
nung der tf beider Gattungen. 

Die Gattung Pimpla scheint über die ganze Erde verbreitet 
und auch in den heissen Ländern eine nicht seltene Gattung 
zu sein ; ich wenigstens habe sie häufig in ausländischen Sen- 
dungen mit erhalten. 

Die zahlreichen Arten wurden zuerst von Graven hörst 
in seiner Ichneumonologia europaea, Bd. 3 übersichtlich zu- 
sammengestellt. Eine Reihe neuer Arten beschreibt dann! 
Ratzeburg in seinen „Ichneumonen der Forstinsekten 1844 
—52", viele davon unentzifferbar. Im Jahre 1860 veröffentlichte 
Holm gren seine Bearbeitung der Pimplarier. Wenn auch 
diese Arbeit noch nicht auf der Höhe der späteren Arbeiten des 
grossen nordischen Ichneumonenkenners steht, so sind hier die 
Arten zum ersten Mal scharf umgrenzt, namentlich durch Heran-, 
ziehung plastischer Kennzeichen. Wenige Jahre später erschien 
dann die Arbeit Taschenberg's : ,,Die Schlupfwespenfamilie 
Pimplariae der deutschen Fauna 1863", wo namentlich die Arten; 
Graven horst's kritisch beleuchtet und in einer analytischen! 
Tabelle zusammengestellt werden, wozu dem Autor die Graven- 1 
horst'schen Typen vorgelegen hatten. Diese Arbeit hat noch 
höheren Wert, da auch die Typen der durch Ratzeburg auf- 
gestellten Arten revidiert werden konnten, zumal gerade dieser 
Autor, so hoch seine biologischen Forschungen stehen, durchaus 
nicht als mustergiltig betrachtet werden kann, was strenge Syste- 
matik anbelangt. Rätselhaft sind die meisten der von 
Thomson im Bd. 7 seiner Opuscula Entomologica aufgestellten 
Arten, woran die grosse Kürze der Beschreibungen und die diesem 
scharfsinnigen Forscher eigentümliche Gewandtheit im Auf- 
finden subtiler Unterscheidungsmerkmale, die an Förster 
erinnert, wohl die, Schuld tragen. Ganz das Gegenteil sind die 
ausführlichen Beschreibungen und Notizen, die uns der leider 
zu früh verstorbene Tscheck in seinen „Beiträgen zur 
Kenntnis der österreichischen Pimplarier" (in: Verhandlungen 
der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 1 



Pimpla. 1017 



gibt. Reiche Beiträge lieferte ferner Brischke in seinen: 
„Ichneumonen der Provinzen West- und Ostpreussen, Danzig 
1878 — 82" namentlich über Zuchtresultate. Wenig war erschienen 
über die Arten, welche Südeuropa bewohnen. Nur A. Costa, 
der ausgezeichnete Kenner der italienischen Fauna, besonders 
Hymenopteren, hatte verschiedene neue Arten speziell von der 
Insel Sardinien beschrieben; die Typen haben mir zur Ansicht 
vorgelegen. 

Um die zerstreuten Publikationen zu einem Ganzen zu 
vereinigen, unternahm ich im Jahre 1888 in den zoologischen 
Jahrbüchern eine monographische Bearbeitung der europäischen 
Arten der Gattung Pimpla und nachdem Thomson im 13. und 
19. Hefte der „Opuscula Entomologica" die Gattung wieder 
besprochen hatte und verschiedene neue Arten namentlich 
durch Kriech baumer und B r i d g m a n beschrieben worden 
waren, veröffentlichte ich 1897 in der Illustrierten Wochenschrift 
für Entomologie, eine „Revision der europäischen und benach- 
barten Arten der Ichneumoniden-Gattung Pimpla". Seit dem 
Erscheinen dieser letzten Gesamtarbeit sind wieder neue Arten, 
besonders von Brauns, Habermehl, Strobl u. a. publiziert 
worden. Ich möchte nicht behaupten, dass die Kenntnis dieser 
grossen Gattung, durch Neubeschreibungen gefangener Stücke 
gefördert wird, von weit grösserem Nutzen würden genaue 
Zuchtversuche sein, namentlich könnte nur durch solche mehr 
Licht in die schwierigen Gruppen der P. brevicornis, detrita 
und verwandter Arten gebracht werden. 

Förster hat in seiner „Synopsis der Familien und Gat- 
tungen der Ichneumonen" die Gattung Pimpla in die nach- 
stehenden Untergattungen zerlegt, die aber besonders wegen 
der Uebergänge in der Form der Metathoraxluftlöcher und der 
Bezahnung der Fussklauen nicht als eigentliche Gattungen 
betrachtet werden können. Im 13. Heft der „Opuscula Ento- 
mologica" hat dies Thomson getan, später aber braucht er 
wieder den gemeinsamen Namen Pimpla. 

1. Metathorax an der Basis nicht gefeldert, meist nur mit 
zwei Längskielen als Andeutung der area superomedia. 2. 

Metathorax an der Basis gefeldert, wenigstens eine geschlos- 
sene area superomedia und posteromedia vorhanden. 10. 

2. Luftlöcher des Metathorax gross und deutlich, von ovaler 
Form oder eine Längsspalte bildend. 3. 

Luftlöcher des Metathorax klein und rund. 5. 

3. Fussklauen beim 9 ohne Zahn an der Basis. Wangen lang, 
Clypeus und Augen schwach oder nicht ausgerandet. 
Fühlergeissel dünn, mehr oder minder haarförmig. Notauli 



ioiS Pimplinae. 



(Parapsidenfurchen des Mesonotums) schwach oder fehlend. 
Nervellus stark postfurcal und weit über der Mitte gebrochen. 

Pimpla. 
Wenigstens die vorderen Fussklauen beim Q mit einem 
Zahn an der Basis. 4. 

4. Augen beim 9 un d $ innen tief ausgebuchtet. Bohrer 
an der Spitze abwärts gekrümmt. Wangen sehr kurz. 
Fühler gegen das Ende deutlich verdickt. 

Apechthis. 
Augen bei Q und tf tief ausgebuchtet. Bohrer an der 
Spitze gerade. Fühler gegen die Spitze nicht verdickt. 

Bxeristes. 

5. Clypeus an der Spitze nicht niedergedrückt, konvex. Wangen 
sehr kurz. , Notauli sehr deutlich. Nervellus postfurcal. 
Fussklauen beim O mit Basalzahn. Körper, namentlich 
innere Augenränder und Schildchen, mit gelber oder roter 1 
Zeichnung. 

Tromatobia. 

Clypeus an der Spitze niedergedrückt. 6. 

6. Nervellus nicht gebrochen. Thorax und Hinterleib 

gezeichnet. Zarte Tiere. 

Tromera. 

Nervellus im Hinterflügel gebrochen. 7. 

7. Fussklauen beim 9 m it einem Zahn an der Basis. 8. 
Wenigstens die hintersten Fussklauen beim 9 ohne Zahn 
an der Basis. 9. 

8. Nervellus im Hinterflügel stark postfurcal und weit über] 
der Mitte gebrochen. Wangen sehr kurz. Notauli deutlich, y 
Fühler dünn, fadenförmig. 

Iseropus. 

Nervellus im Hinterflügel senkrecht oder schwach ante- 
furcal, in oder unter der Mitte gebrochen. Sonst wie bei 

Iseropus. 

Bpiurus. 

9. Nervellus im Hinterflügel stark postfurcal und weit über 
der Mitte gebrochen. Wangen sehr kurz ; Augen tief aus< 
gerandet. Fühler gegen das Ende schwach verdickt. 

Notauli fehlend. 

Itoplectis. 

Nervellus im Hinterflügel nicht postfurcal, in oder unter 
der Mitte gebrochen. Sonst wie vorige Gattung. 

Eremochila. 



Pimpla. I019 



10. Das letzte Fühlerglied nicht länger als die zwei vorher- 
gehenden zusammen. Das letzte Glied der Hintertarsen 
doppelt oder mehr als doppelt so lang wie das vorletzte. 
Wangen sehr kurz. Gesicht schwach behaart. Nervellus 
fast antefurcal. Hinterleib dicht punktiert, mit schwachen 
Höckern. 

Delomerista. 

Das letzte Fühlerglied länger als die zwei vorhergehenden 
zusammen. Das letzte Glied der Hintertarsen nicht doppelt 
so lang wie das vorletzte. Clypeus glatt und glänzend, mit 
tiefer Grube. Gesicht dicht silberweiss behaart. Stigma 
sehr gross, Nervellus sehr schräg, weit unter der Mitte 
gebrochen. 

Stilbops. 

Von allen diesen Untergattungen hat nur Stilbops einen 
eigenartigen Habitus und kann mit Recht als eigene Gattung 
aufgefasst werden ; das dicht weiss behaarte Gesicht, die Be- 
schaffenheit des letzten Bauchsegments, das an Lissonota und 
Glypta erinnert, Form und Skulptur des Hinterleibes geben 
ihr einen von Pimpla sehr verschiedenen Habitus. Beide 
bekannten Arten sind mit in die Tabelle aufgenommen. — Da 
es nicht möglich ist, beide Geschlechter in einer Tabelle zu 
vereinigen, besonders wegen der verschiedenen Bezahnung der 
Fussklauen, sind 9 und ^ getrennt behandelt. 



ßestimmungstabelle der Arten. 

9- 

Die vorderen Felder des Metathorax unvollständig, meist 
nur zwei Längsleisten vorhanden. 2. 

Die vorderen Felder des Metathorax mehr oder weniger 
deutlich, wenigstens die area superomedia (das vordere 
Mittelfeld) stets geschlossen. {Delomerista und Stilbops). 8r. 

Luftlöcher des Metathorax gross, deutlich oval oder eine 
Längsspalte bildend. Nervellus nicht unter der Mitte ge- 
brochen, fast stets stark schräg nach oben und aussen 
(stark postfurcal.) Bohrer meist kürzer als der Körper. 3. 
Luftlöcher des Metathorax kreisförmig, meist klein. Nervellus 
gewöhnlich in oder unter der Mitte gebrochen. 29. 

3. Bohrer ungemein kurz, nur 1 mm. Die hintersten Schienen 
und Tarsen schwarz, weiss geringelt. Metathorax mit 
breiter Rinne. cf. 31. curticauda Kriechb. 

Bohrer weit länger. 4. 



1020 Pimplinae. 



4. Klauen am Grunde ohne Zahn, höchst selten die vordersten 
mit Andeutung eines solchen. (Pimpla). 5. 

Klauen am Grunde mit breitem Zahn (bei einer Art ist 
dieser nur an den vier Vorderklauen deutlich). {Apechthis 
und Exeristes) 21. 

5. Fühler kräftig, schwarz. Taster, Schulterbeulen, Tegulä 
und Stigma gelb. Beine rotgelb, Schienenspitzen undi 
Tarsen, mit Ausschluss der bleichen Wurzel der hintersten,! 
schwarz. Länge 11, Hinterleib 6,5, Bohrer 6 mm. 

13. pudibundae Rtzb. 

Fühler schlank, haarförmig. 6. 

6. Hinterhüften ganz oder oben rot, seltener gelb. 7. 
Hinterhüften schwarz. 14. 

7. Innere Augenränder schwarz. 8. 

Innere Augenränder und meist auch die Spitze des Schild- 
chens gelb. 26. 

8. Hinterleib und Beine ganz oder fast ganz rot. 

cf. 26. ephippium und 57. glandaria. 

Hinterleib schwarz oder in geringer Ausdehnung rot. 9. 



9- 



Schildchen und Hinterschildchen rot. Beine rot, die hin-j 
tersten Schienen vor der Basis mit weissem Ring. — Länge 
10, Hinterleib 6, Bohrer 3 mm. tf unbekannt. — Der P 
turionellae sehr ähnlich, bei der das Schildchen auch zu- 
weilen hell gefärbt ist, aber die Luftlöcher des Metathorasj 
gestreckter, Metathorax grob runzelig punktiert, mit deut 
liehen Querrunzeln. 

14. Moraguesi Schmiedekn. 

Schildchen und Hinterschildchen schwarz. Die hintersten 
Schienen selten rot mit weissem Ring. 10. 

Die hintersten Schienen an der Basis mit weissem Rin^ 
meist «schwarz. Segmenträuder zuweilen rötlich. Beim J| 
Mund und meist auch Schaft unten gelb. 11. 
Die hintersten Schienen ohne weissen Ring. Segmenträndeij 
selten hell. 12. 

Beine rot. Fühler schwarz. Schwarz, die Segmenträndeij 
zuweilen rötlich. Beine rot, die hintersten Tarsen und 
Schienen schwarz, die letzteren hinter der Basis mit weissem 
Ring. Flügel schwach getrübt, Stigma braun. Luftloch ei 
des Metathorax gross, kurz oval. Nervellus über der Mitfc 



Pimpla. 1021 



gebrochen. 5 — 12 mm. Bohrer so lang wie der halbe 
Hinterleib. 

8. turionellae L. 

Beine mehr gelb. Fühlergeisse] an der Basis gelb. Die 
hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, erstere an der 
Basis mit weissem Ring. 

9. flavicoxis C. G. Thoms. 

Die hintersten Schienen rot, am Ende mehr oder weniger 
breit schwarz. Luftlöcher des Metathorax deutlich gestreckt. 
Schwarz, Fühler dünn, haarförmig. Kopf hinten stark ver- 
engt. Mesonotum ziemlich glänzend, fein und seicht punk- 
tiert ; Metathorax stark runzelig punktiert ; der abschüssige 
Raum unten glänzend. Flügel deutlich getrübt, Stigma 
schwärzlich, an der Basis gelblich. Nervellus weit über 
der Mitte gebrochen. L. 6 — 10 mm. Bohrer so lang wie 
der halbe Hinterleib. 

10. spuria Grav. 

Die hintersten Schienen schwarz oder schwarz mit rotem 
Ring. 13. 

Die hintersten Schienen und Tarsen schwarzbraun, die 
ersteren an der Basis zuweilen rötlich. Vorderhüften schwarz. 
Der P. instigator ähnlich, aber Thorax mehr glänzend, 
Brustseiten feiner und zerstreuter punktiert, Hinterhüften 
ganz oder teilweise rot. L. 10 — 15 mm, Bohrer von halber 
Hinterleibslänge. 

11. arctica Zett. 

Die hintersten Schienen und Tarsen schwarz, die ersteren 
in der Mitte mit rötlichem Ring. Schwarz, Schenkel und 
die hintersten Hüften und Trochanteren rot, die hintersten 
Tarsen und Schienen schwärzlich, letztere hinter der Basis 
mit rötlichem Ring. 

12. strigipleuris C. G. Thoms. 

Hinterschienen mit weissem Ring an der Basis. Schwarz, 
Endrand der Segmente meist etwas heller. Vor den Flügeln 
fast stets ein gelber Fleck oder eine gelbe Linie. Beine 
rot, Hüften und Trochanteren, die hintersten Kniee, die 
Tarsen und Schienen schwarz, letztere an der Basis mit 
weissem Ring. Metathorax rauh, der abschüssige Teil 
hingegen poliert. Flügel fast wasserhell, Stigma schwärzlich, 
an Basis und Spitze hell. Tegulä Q gelblich. Nervellus 
stark pOvStfurcal, weit über der Mitte gebrochen. 5 — 12 mm. 
Bohrer etwa von halber Hinterleibslänge. 

7. examinator F. 

Hinterschienen ohne weissen Ring. 15. 



Pimplinae. 



15. Hinterschienen rotgelb wie die Schenkel. Beim tf Taster 
meist gelb. 16. 

Hinterschienen wenigstens am Ende schwarz. Beim tf 
Taster schwarz. 18. 

16. Die vordersten Klauen mit starkem Zahn. Luftlöcher des 
Metathorax oval. Fühler rot, an der Basis schwarz. Schwarz, 
Schenkel und Schienen rotgelb. Aehnlich P. maculator 
und alternans, verschieden durch doppelte Grösse, rotgelbe 
Beine, schwarze Hüften und Trochanteren, braune, an der 
Basis helle Hintertarsen, schwarzen Hinterleib und die 
grossen, ovalen Luftlöcher des Metathorax. 

34, ovalis C. G. Thoms. 
Alle Klauen ohne Zahn. Luftlöcher des Metathorax lang 
gestreckt, fast linear, Fühler schwarz. 17. 

17. Beine rot, Hüften, Trochanteren und die hintersten Tarsen 
schwarz. Hinterleib schwarz, Tegulä zuweilen hell gefleckt. 
Flügel wasserhell mit dunklem Stigma. Nervellus stark 
postfurcal und weit über der Mitte gebrochen. Wie alle« 
Pimpla- Arten schwankt besonders diese ausserord entlich 5 
in der Grösse ; man findet Exemplare bis zu 20 mm. Bohrer 
etwa von halber Hinterleibslänge. 

1. instigator F. ] 

Beine rötlich gelb, die Schenkel, namentlich die hintersten,; 
gelb. Der P. instigator sehr ähnlich, aber schmächtiger 
und konstant verschieden durch die mehr gelbe Färbung' 
der Beine, namentlich der Schenkel. 

2. aegyptiaca Schmiedekn. 

18. Die ganzen Hinterbeine schwarz; Vorderbeine dunkelrot, 
auf der Oberseite meist etwas verdunkelt. Flügel leicht; 
getrübt, Stigma und Tegulä braun bis schwarz. Beine 
schwarz, die vordersten Schenkel unten gelblich, die 
Schienen des tf fast ganz gelb ; bei einer Varietät Vorder- 
und Mittelbeine kastanienbraun, Hüften und Trochanteren 
schwarz. Länge 15, Bohrer etwa 4 mm. 

5. aterrima Grav. 

Hinterschienen wenigstens an der Basis rot. 19. 

19. Kopf und Thorax dicht und lang schwarzbraun behaart, 
glänzend. Brustseiten glatt, sehr spärlich punktiert. Bohrer 
etwas kürzer als der Hinterleib. 

3. nigrohirsuta Strobl. 
Kopf und Thorax weniger dicht behaart, deutlich punktiert, 
ebenso die Brustseiten. 20. 



Pimpla. 1023 



20. Grosse Art, zuweilen noch grösser als P. instigator. Bohrer 
länger als der halbe Hinterleib. Schenkel gelbrot, Hinter 
tarsen schwarz ; die hintersten Schienen nur an der Basis 
rot. Die Art gleicht fast ganz der P. instigator, unterscheidet 

Ksich aber auf den ersten Blick durch die schwarzen Hinter- 
schienen, die nur am Grunde, und zwar bei Q und tf, 
rötlich sind. Bis 20 mm ; Bohrer länger als der halbe 

Hinterleib. 

4. illecebrator (Vill.) Grav. 

Kleine Art, bei welcher der Bohrer nicht die Länge des 
halben Hinterleibes erreicht. Kopf verlängert. Die hin- 
tersten Schienen an der ganzen Basalhälfte rot. Der P. 
instigator ähnlich, durch Gestalt des Kopfes, Farbe der 
Schienen und geringere Grösse leicht zu unterscheiden. 
6. Nordenskiöldi Holmgr. 

m. Bohrer höchstens so lang wie der halbe Hinterleib. 22. 

Bohrer so lang wie der Körper oder wenig kürzer. Hinter- 
leib grob punktiert, meist braun schimmernd. Beine gelb- 
lich braun. 47. 

22. Nur die Klauen der vier Vorderbeine am Grunde mit Zahn. 
Die hintersten Schienen mit weissem Ring. Der P. rufata 
sehr ähnlich, aber die hintersten Klauen ohne Zahn, Meso- 
notum ohne gelbe Linien und Schulterfleck, Schildchen 
und Hinterschildchen mit kleinerer Makel an der Spitze, 
beim tf das sechste und siebente Rückensegment fast glatt. 

18. quadridentata C. G. Thorns. 

Alle Klauen am Grunde mit Zahn. 23. 

23. Tarsen rot, das letzte Glied weisslich, alle Glieder an der 
Spitze mehr oder weniger schwarz. Beine rot, Hüften und 
Trochanteren schwarz, die hintersten Schienen hinter der 
Basis mit einem undeutlichen hellen Ring. Stigma braun, 
an der Basis hell ; Nervellus weit über der Mitte 
gebrochen. Fühler gegen das Ende etwas verdickt, unten 
rötlich. Area superomedia und posteromedia glatt und 
sehr glänzend. Schliesst sich an P. rufata und brassicariae 
an, aber Kopf, Thorax, Hüften und Trochanteren schwarz. 
Körperlänge 13, Bohrer 4 mm. 

25. meridionalis Kriechb. 

Tarsen gleichmässig gefärbt, höchstens die Spitze der- 
selben verdunkelt. 24. 



1024 Pimplinae. 



24. Bohrer etwa halb so lang als der Hinterleib. Beine gelbrot, 
Hüften und Trochanteren schwarz ; Hintertarsen rot mit 
braunen Gliederspitzen. Fühler grösstenteils braun. Thorax 
ganz schwarz. 23. viduata Grav. 
Bohrer unter halber Hinterleibslänge. Hüften meist rot 
oder nur schwarz gefleckt, selten ganz schwarz. 25. 

25. Die hintersten Schienen rot, undeutlich weisslich und braun 
gezeichnet. Schildchen teilweise gelb. Hüften meist rot. 
Segment 2 an der Basis mit tiefen Gruben. Innere Augen- 
ränder meist gelb. Bohrerklappen gegen das Ende deut- 
lich verbreitert. 26. 

Die hintersten Schienen deutlich dreifarbig, d. h. schwarz 
mit weissem und rotem Ring. Schildchen und Hinter- 
schildchen schwarz. Fühler unten gelbrot. Farbe der 
Hüften veränderlich, meist rot und schwarz gefleckt. Bohrer 
so lang wie V4 Hinterleib. 40. 

26. Mesonotum und Hinterleib matt. Alle Hüften und ein mehr 
oder weniger grosser Teil der Trochanteren schwarz ; Vor- 
derhüften vorn mit weisslich gelbem Fleck. Augenränder 
nur unter den Fühlern schmal gelb. Schildchen mit einem 
grossen, viereckigen, weisslich gelben Fleck an der Siptze, 
Hinterschildchen mit einem ebenso gefärbten, breiten Streifen. 
Nervellus weit über der Mitte gebrochen. Die hintersten 
Kniee, Schienen und Tarsen schwarz, die Schienen hinter der 
Basis mit weisslich em Ring. Körperlänge 16, Bohrer 3 mm. 

24. capulifera Kriechb. 
Mesonotum und Hinterleib ziemlich glänzend. Hüften und 
Trochanteren rot, höchstens an der Basis etwas schwarz. 27. 

27. Mesonotum und Flecke der Mesopl euren rot, ersteres mit 
schwarzer Mittelstrieme und schwarzem Seitenrande. Hinter- 
schienen schwarz, an der Basis und zwischen Basis und 
Mitte mit weissem Ring. 

16. rufithorax Strobl. 
Mesonotum und Mesopleuren nicht rot gezeichnet. 28. 

28. Das erste Segment hinten nicht ausgehöhlt, mit wenig 
deutlichen Kielen. Mesonotum oft mit zwei gelben Linien. 
Die hintersten Schienen hinter der Basis mit weissem Ring, 
ebenso die Tarsen hell geringelt. Fühler rotgelb, oben etwas 
dunkler, mit schwärzlichen Querlinien. Flügel leicht gelblich 
getrübt, mit braunem Stigma. Beim $ das ganze Gesicht 
gelb, beim Q nur die inneren Augenränder. Bohrer weit 
kürzer als der halbe Hinterleib. Körperlänge 6 — 15 mm. 

15. ruf ata Gm. 



Pimpla. 1025 



Das erste Segment bis zur Spitze muldenartig ausgehöhlt 
und mit starken Kielen. Mesonotum sehr selten mit gelben 
Linien ; Tegulä meist schwarz. Die hintersten Schienen 
höchstens mit der Spur eines hellen Ringes ; Vorderhüften 
an der Basis gewöhnlich schwarz ; Hintertarsen rot, an der 
Spitze etwas verdunkelt. — Am Thorax ist meist nur die 
Schildchenspitze gelb. Beim 9 die inneren Augenränder 
meist schmal gelb, beim tf das Gesicht gelb, mit breiter, 
schwarzer Mittelstrieme. Grössen Verhältnisse wie bei P. 
rufata, ebenso die Verbreitung. 

17. brassicariae Poda. 

29. Bohrer sehr kurz, auch bei grösseren Exemplaren nur 1 mm 
lang. Schwarz, Beine rotgelb, die hintersten Schienen und 
Tarsen schwarz und weiss geringelt. Fühler unten rötlich. 
Metathorax mit breiter, scharf begrenzter Rinne. Hinter- 
leib mit starken Einschnürungen, aber schwachen Höckern. 
— Länge 10 — 12 mm. 

31. curticauda Kriechb. 

Bohrer im Verhältnis zum Hinterleib weit länger. 30. 

30. Körper auffallend glänzend. Kopf und Thorax glatt, fast 
ohne Skulptur. Klauenglied sehr kräftig. Hinterleib braun- 
rot, an Basis und Ende schwarz. Bohrer von halber Hinter- 
leibslänge, cf. Theronia laevigata Tschek. 

Körper viel schwächer glänzend. Kopf und Thorax mit 
mehr oder weniger deutlicher Skulptur. 31. 

31. Das letzte Glied der hintersten Tarsen viermal so lang 
wie das vorletzte. Bohrer höchstens so lang wie der halbe 
Hinterleib. Hinterleib rot oder gelb. 32. 

Das letzte Glied der hintersten Tarsen kaum dreimal so 
lang wie das vorletzte. 34. 

32. Gelblich oder verschwommen rostrot, Kopf und Makeln 
des Thorax schwarz, Bohrer so lang wie der halbe Hinter- 
leib. Stigma gelb. Nervellus etwa in der Mitte gebrochen. 
Thorax meist bräunlich schwarz, Metathorax mit dem 
Schildchen gelbbraun. Beine schmutzig braungelb, die 
hintersten Schienen hell, vor der Basis und an der Spitze 
dunkel. Flügel gelblich getrübt, Stigma und Tegulä hell- 
gelb bis hellbraun. Hinterleib schmal, grob punktiert. 
Bohrer kaum von halber Hinterleibslänge. L. 8—10 mm. 

28. diluta Rtzb. 
Schwarz, Hinterleib und Beine, meist auch der Metathorax 
rot oder rotgelb. Bohrer kürzer als der halbe Hinterleib. 
Fühlergeissel rötlich. Stigma schwärzlich. 33. 



I026 Pimplinae. 



33. Nervellus »stark postfurcal, also sehr schräg 1 und weit über 
der Mitte gebrochen. Fussklauen ohne Zahn. Hinterleib, 
Beine, Metathorax, oft auch die beiden Schildchen brennend 
rot, Spitzen des Endgliedes der hintersten Tarsen schwarz.'; 
Fühler lang, gegen das Ende schwach verdickt, rötlich mit 
braunen Querringen, das Endglied gelblich. Mesonotura 
dicht und fein punktiert, schwach glänzend. Metathorax 
seitlich mit grossen und zerstreuten Punkten, die Längs- 
kiele »stark erhaben. Flügel wasserhell, Stigma schwärzlich, 
an der Basis weiss. Hinterleib auffallend grob runzelig 
punktiert, die Segmente mit starken Eindrücken. Bohrer 
etwas kürzer als der halbe Hinterleib. Länge 10—15 mm. 
Das tf stimmt in Färbung und Skulptur ganz mit dem 9 

überein. 

26. ephippium Brülle. 

Nervellus stark antefurcal und eher unter der Mitte ge- 
brochen. Fussklauen an der Basis deutlich gezahnt. Kopf 
glatt und glänzend, hinter den Augen etwas erweitert. 
Färbung von Hinterleib und Beinen mehr rötlich gelb, 
Gestalt viel schlanker. Fühler länger als der halbe Körper* 
wie bei voriger Art gefärbt. Thorax schwarz, Metathorax 
rotgelb, bei einer Varietät (P. bicolor Boie) schwarz. Hintere 
leib glänzend, stark punktiert, aber nicht grob runzelig 
punktiert wie bei P. ephippium. Bohrer kürzer als der; 

halbe Hinterleib. 

27. melanocephala Grav. 

34. Augen schwach behaart. Gesicht ganz oder teilweise gelbi 
Schildchen und Brust rot gezeichnet. Beine gelb, die hiu-j 
tersten mit dunkler Zeichnung. Hinterleib ohne Punktierung'^ 
Bohrer kurz und dünn. 

29. pictifrons C. G. Thoms. 

Augen nackt. Gesicht Q nicht gelb gezeichnet. 35. 

35. Fühler gegen das Ende fast keulenförmig verdickt, Geissei 
unten gelb. Beine dick, rot, die hintersten Schienen und 
Tarsen und Basis der hintersten Hüften schwarz, die Mitte 
der hintersten Schienen und Basis der hintersten Tarsen- 
glieder breit weiss. Bohrer kaum so lang als der Post- 
petiolus. — Tegulä und Schulterbeulen gelblich. Stigma 
rötlich gelb ; Nervellus stark postfurcal, weit über der 
Mitte gebrochen. Hinterleib schwarz, stark punktiert, ohne 
Höcker. Fussklauen mit Zahn. Länge 6—10 mm. 

30. clavicornis C. G. Thoms. 
Fühler gegen das Ende nicht auffallend verdickt. 36. 



Pimpla. 1027 



36. Klauen der Q am Grunde ohne Zahn. 37. 
Klauen der 9 am Grunde mit Zahn. 41. 

37. Mesonotum, die beiden Schildchen, die Segmentränder oder 
ganze Segmente rot. Bohrer fast länger als der Körper. 
Beine rot, die Tarsen der hinteren gebräunt. Stigma blass- 
gelb. Nervellus genau in der Mitte gebrochen. Segment 
2—7 an den Seiten und eine Binde vor dem Endrande rot 
oder bräunlich, die hintersten Segmente meist fast ganz 
rot. Tegulä weisslich. Länge 8 — 9 mm. 

35. ruficollis Grav. 

Mesonotum schwarz. Bohrer nicht länger als der halbe 
Hinterleib. Nervellus über der Mitte gebrochen. 38. 

38. Die hintersten Schienen und Tarsen schwarz, die ersteren 
an der Basis meist mit weissem oder rötlichem Ring. 6. 

Die hintersten Tarsen weiss geringelt, die hintersten Schienen 
oft dreifarbig. Bohrer kürzer als der halbe Hinterleib. 39. 

39. Die hintersten Schienen schwarz, kurz vor der Mitte mit 
weissem Ring. Fühler schwarz. Die vordersten Hüften 
schwarz, die hinteren rot mit schwarzer Basis. Tegulä 
weisslich, Stigma braun. Luftlöcher des Metathorax klein, 
oval. Hinterleib schwarz, dicht punktiert, die Endränder 
mehr glatt. Länge 15 — 18 mm. Beim tf alle Hüften schwarz, 
die mittleren Schienen und Tarsen leicht gebräunt, weiss 
geringelt. 

36. Kolthoffi Ch. Auriv. 

Die hintersten Schienen dreifarbig. Fühler rötlich, mit 
dunklen Einschnitten. 40. 

40. Mesonotum dicht graugelb behaart. Hinterleib mit roten 
Seiten und Einschnitten. Hüften des tf schwarz. — Schwarz, 
Taster gelb. Fühler rotgelb, mit dunklen Einschnitten. 
Tegulä und Schulterbeulen weisslich gelb. Hinterleib dicht 
und grob punktiert, ziemlich matt, fast ohne Seiteuhöcker; 
das erste Segment an der Basis tief ausgehöhlt. Alle Seg- 
mente an den Seiten- und Endrändern breit rot, die hinteren 
Segmente mehr gelb gerandet ; Bauch rot ; Bohrer kürzer 
als der halbe Hinterleib. Beine rot, Hüften und Basis der 
Trochanteren schwarz, Vorderbeine mehr gelb. Die hintersten 
Schienen dreifarbig, an der Basis breit schwarz, dann weiss, 
dann ein roter und an der Spitze ein schwarzer Ring. 
Flügel gelb getrübt, Stigma dunkel, an beiden Enden 
weisslich ; Nervellus stark postfurcal. 

32. maculator F, 



1028 Pimplinae. 



Mesonotum nur schwach behaart, die Grundfarbe durch die! 
Behaarung nicht verdeckt. Hinterleib ohne rote Seiten- 
ränder. Hüften des cf oft rot, die Vorderhüften gelb. Stigma 
braun, dunkel gesäumt, die hellen Flecke an Basis und 
Ende weit weniger vortretend als bei maculator. Beim Q 
sind die vier vorderen Beine gelb, die Schenkel schwach 
rot angelaufen, Oberseite der Hüften mehr oder weniger 
schwarz. An den Hinterbeinen sind die Hüften stets schwarz, 
die Trochanteren gelb, Schenkel rot, Schienen und Tarsen 
wie beim Weibchen. Stigma gelblich, mit dunklen Rändern. 

33. alternans Grav. 

41. Wenigstens die inneren Augenränder bis zum Scheitel gelb. 
Nervellus etwas über der Mitte gebrochen. Die hintersten 
Schienen und Tarsen hell und dunkel geringelt. 42. 
Alle Augenränder schwarz. 45. 

42. Stigma hell. Körper grösstenteils rot oder gelbrot. Hinter- 
leibssegmente beim 9 quadratisch, beim <$ länger als breit. 
Clypeus gewölbt, an der Spitze nicht niedergedrückt und' 
nicht ausgerandet. Metathorax meist mit zwei gelben' 
Makeln. — Kopf des Q schwarz, mit gelben Augenrändern., 
Prothorax schwarz, hinten breit gelb gerandet. Mesonotum: 
mit Schildchen rot, meist mit zwei gelben Streifen, Schild- ; : 
chen gelb gerandet. Hinterleib rötlich bis schwarz, ander, 
Spitze meist hell. Bohrer 1 / 4 bis 1 / 3 des Hinterleibes. Beine 
schmutzig gelbrot, die vorderen mehr gelblich, Hüften . 
verschwommen schwarz gezeichnet, Schienen bleich, die f 
hintersten hinter der Basis und am Ende verdunkelt. Flügel; 
gelblich getrübt. — Länge 8 — 10 mm. 

39. oculatoria F. 
Stigma dunkelbraun oder schwarz. Hinterleib meist sehwarz.; 
Clypeus am Ende niedergedrückt und schwach ausgerandet 43. 

43. Die hintersten Schienen rot, an der Basis weisslich, gegen 
das Ende braun. Beine sonst rot, Hüften oben an der 
Basis schwarz. Linien vor und unter den Flügeln, sowie 
Spitze von Schildchen und Hinterschildchen gelb. 

38. Concors Kriechb. 

Die hintersten Schienen weisslich, am Ende und oft hinter 
der Basis dunkel. 44. 

44. Metathorax schwach punktiert, mit schwachen Leisten. 
Schwarz, eine Linie vor und unter den Flügeln, Spitze des 
Schildchens und Hinterschildchens, die inneren Augen- 
ränder, beim tf auch das Gesicht gelb. Beine rot, die 
Hüften selten braun ; die hintersten Schienen und Tarsen 



Pimpla. 1029 

abwechselnd dunkel und hell. Flügel leicht getrübt, Stigma 
braun, Tegulä weisslich ; Nervellus in oder etwas über der 
Mitte gebrochen. Bohrer kürzer als der halbe Hinterleib. 
Länge 6 — 10 mm. 

37. angens Grav. 

Metathorax grob punktiert, area superomedia schwach ver- 
tieft, hinten offen, seitlich fast ohne Leisten. Schwarz, 
Mesonotum mit dem Schildchen und ein Fleck an den 
Brustseiten rot, gelbe Linien vor und unter den Flügeln, um 
das Schildchen und hinter demselben, sowie innen an den 
Augen. Beine rot, Schienen und Tarsen der hinteren braun 
und weiss geringelt. — Fühler braun, unten rotgelb, Hinter- 
leib dicht und ziemlich grob punktiert, Bohrer von halber 
Hinterleibslänge. Flügel schwach getrübt, Stigma schwarz, 
Tegulä blassgelb. 

40. ornata Grav. 

45. Nervellus über der Mitte gebrochen. Hüften meist rot. 46. 
Nervellus unter, sehr selten in der Mitte gebrochen. 54. 

46. Bohrer länger als der Hinterleib, oft von Körperlänge. 
Körper stark und dicht punktiert. 47. 
Bohrer deutlich kürzer als der Hinterleib. 50. 

. Segment 2 — 6 rot. Hinterleib nicht besonders breit und 
nicht auffallend grob punktiert. Beine mit Einschluss der 
Hüften einfarbig rot. Bohrer von Körperlänge. Die roten 
Segmente hinten dunkel gerandet. Flügel hyalin, Stigma 
braun, beiderseits hell. Tegulä und Schulterbeulen weiss. 
Nervellus über der Mitte gebrochen. Länge 11 mm. 
20. Schmiedeknechti Kriechb. 

Hinterleib schwarz bis rotbraun, breit, mit grober Punk- 
tierung. 48. 

. Thorax glänzend, ziemlich zerstreut grob punktiert. Bohrer 
ungefähr von Körperlänge. Kopf hinter den Augen wenig 
verschmälert, letztere nur schwach ausgerandet; Fühler 
fadenförmig, nach der Spitze leicht verdünnt. Metathorax 
grob punktiert, die Andeutung des oberen Mittelfeldes 
ziemlich glatt und glänzend, Luftlöcher oval. Hinterleib 
schwarz bis braun, weit länger als Kopf und Thorax zu- 
sammen, mit grober Punktierung, Segmente quer, mit 
deutlichen Höckern und breiten glatten Endrändern. Tegulä 
gelb. Flügel leicht getrübt. Stigma braun, an der Basis 
heller, Nervellus über der Mitte gebrochen. Beine rotgelb 
bis bräunlich, Spitzen der Tarsen, ein Ring hinter der 



TOßO Pimplinae. 



Basis der hintersten Schienen und die Spitze derselben 
dunkel. Länge 12 — 15 mm. 

19. roborator F. 
Körper gedrungener als bei roborator, der ganze Thorax 
mit dichter, grober Punktierung. 49. 

49. Bohrer etwas länger als der Hinterleib. Fühler nicht auf| 
fallend kurz. Der P. roborator ähnlich, aber gedrungener, 
der ganze Thorax stark punktiert, Postpetiolus quer, Beine 
rot, Vorderhüften oft schwarz, Bohrer wenig länger als der 
Hinterleib, Petiolus quer. Variiert mit Segment 2—5 
kastanienbraun . 

21. punctata C. G. Thoms. 

Bohrer fast von Körperlänge. Fühler auffallend kurz. Der 
P. punctata ähnlich durch die starke Punktierung des 
Thorax, aber Fühler kürzer, Bohrer fast von Körperlänge. 
22. brachycera C. G. Thoms. 

50. Beine durchweg gelbrot, höchstens die äusserste Spitze der; 
Hinterschienen dunkel. Hinterleibsmitte fast stets rot oder j 
braun. — Schwarz, Fühler kurz, braunrot, an der Basis am 
dunkelsten, gegen das Ende heller. Segment 2 — 5 braun' 
oder rostrot, mit dunklen Rändern. Bohrer so lang wie : 
der halbe Hinterleib. Flügel schwach getrübt, Stigma 
gelblich bis braun, Tegulä hell; Nervellus schwach post- 
furcal, in der Mitte gebrochen. — Länge 10 — 11 mm. 

42. arundinator F. 

Beine gelbrot, Hinterschienen an der Spitze und meist auch , 
hinter der Basis deutlich dunkel gezeichnet. 51. 

51. Hinterleibsmitte rot. Scheitelrand der Augen mit hell-.-, 
gelbem Fleck. Hüften beim 9 ganz schwarz, beim tf meist | 
schwarz gefleckt, selten ganz rot. Unterseite der Fühler 
rötlich. Flügel leicht getrübt, Tegulä blassgelb, Stigma 
braun, an der Basis hell. — Nervellus etwas über der Mitte 
gebrochen, Fussklauen am Grunde deutlich gezahnt. — 
Länge 6 — 10 mm. 

45. variabilis Holmgr. 

Hinterleib schwarz. Hüften fast stets ganz rot. 52. 

52. Hinterhüften unten körnig rauh. Metathorax glänzend. Cly- 
peus rötlich, am Ende niedergedrückt und deutlich aus- 
gerandet. Gesicht in der Mitte ziemlich dicht punktiert. 
Fühler rostgelb, oben verdunkelt, Basalglieder ganz schwarz. 
Bohrer ungefähr von halber Hinterleibslänge. Beine rot, 
die vordersten Hüften grösstenteils schwärzlich, Unterseite 
der hintersten Hüften mit groben, aber seichten Punkten. 



Pimpla. 103 1 



Die hintersten Schienen und Tarsen schmutzig blassgelb, 
die ersteren hinter der Basis und an der Spitze breit 
schwärzlich, die Tarsenglieder mit dunklen Spitzen. Ner- 
vellus stark postfurcal, weit über der Mitte gebröchen. — 
Beim <$ sind das Gesicht, Clypeus, Palpen und Unterseite 
des Schaftes gelb. Länge 8 — 12 mm. 

46. Holmgreni Schmiedekn. 

Hinterhüften unten glatt. Metathorax rauh, in der Mitte 
schwach vertieft und glatt. 53. 

. Segmente mit deutlichen Quereindrücken in der Mitte, die 
glänzenden Hinterränder mit einer Riefe, die in der Rücken- 
mitte unterbrochen ist. Stigma und Beine gelbrot. Beim tf 
Gesicht, Trochanteren und Unterseite der Fühler gelb. — 
Schwarz, Taster, Fühlerbasis unten, * ein Fleckchen vor den 
Flügeln und die Tegulä blassgelb bis bräunlich. Beine 
gelbrot, Vorderhüften grösstenteils dunkel, Spitzen und ein 
Fleck hinter der Basis der Hinterschienen deutlich gebräunt, 
ebenso die Tarsen, die Basis der Glieder hell. Bohrer von 
halber Hinterleibslänge. Nervellus über der Mitte gebrochen. 
— L. 12 mm. 

47. Mussi Htg. 

Segmente mit schwachen Quereindrücken in der Mitte, die 
glänzenden Hinterränder mit Riefe, die aber in der Mitte 
nicht unterbrochen ist. Beim tf das Gesicht höchstens mit 
einem gelben Fleckchen. Quereindrücke der Hinterleibs- 
segmente viel undeutlicher, Bohrer etwas länger als der 
halbe Hinterleib. Im Uebrigen mit der vorigen Art überein- 
stimmend. L. io — 11 mm. 

48. Bernuthi Htg. 

. Beine durchweg gelbrot, höchstens die vordersten Hüften 
an der Basis und die Spitze des hintersten Tarsenendgliedes 
verdunkelt. Fühlergeissel unten und an der Spitze rötlich. 
Bohrer deutlich kürzer als der Hinterleib. 55. 

Beine, namentlich die hintersten Schienen und Tarsen mit 
dunkler Zeichnung. 57. 

;. Flügel hyalin, Stigma gelblich, dunkel gerandet. Leisten 
des oberen Mittelfeldes deutlich. Nervellus in der Mitte 
gebrochen. 

43. affinis Habermehl. 

Flügel etwas getrübt, Stigma dunkelbraun, beiderseits 
weisslich. 56. 

56. Die vordersten Hüften an der Basis schwarz. Tegulä und 
Flügelwurzel bräunlich. Längsleisten des oberen Mittel- 



1032 Pimplinae. 



feldes undeutlich. Nervellus deutlich unter der Mitte ge-l 
brochen. Grössere Art. 

44. Habermehli Schmiedekn. 

Beine durchaus gelbrot. Tegulä weisslich. Längsleisten 
des oberen Mittelfeldes deutlich. Nervellus in der Mittei 
gebrochen. Hinterleib oft zum Teil rot oder braun.; 
Kleinere Art. 

42. arundinator F. 

57. Hinterleib ganz oder teilweise rot, gelb oder braun. Bohrer 
meist unter Hinterleibslänge. 58. 

Hinterleib oben ganz schwarz. 66. 

58. Auch der Thorax grösstenteils rot. Hinterleib höchstens 
mit dunklen Segmenträndern. 59. 

Grundfarbe des Thorax schwarz. 62. 

59. Bohrer länger als der ganze Körper. Rot, Kopf schwarz, i 
Palpen weiss, Thorax rotgelb, über seine Mitte ein schwärzet 
Längsstreif, Rücken des Metathorax und Vorderbrust eben" 
falls schwarz. Hinterleib fein punktiert, rotgelb, der End^! 
rand der Segmente glatt und glänzend schwarz, Beine 
rotgelb, die vordersten Trochanteren weiss, Hintertarser 

braun. 7 mm. 

51. cercopithecus A. Costa. 

i. 

Bohrer höchstens so lang wie der Hinterleib. 60. 

60. Mesonotum, der grösste Teil des Metathorax und Beine 
rot; Hinterleib kastanienbraun, das erste Segment ganz, 
2—5 am Hinterrand schwarz. Fühler an der Basis unten 
rötlich. Stigma gross, gelb, Tegulä hell ; Nervellus untei! 
der Mitte gebrochen. Länge 7, Bohrer 4 1 / 2 mm. 

52. erythronota Kriechb. 
Körper und Beine anders gezeichnet. 61. 

61. Bohrer so lang wie der halbe Hinterleib. Gelblich rot, 
Kopf und einige Thoraxnähte schwarz. Stigma und Tegulä 
gelb. Nervellus deutlich gebrochen. Hinterleib 7,5, Bohrer 
fast 4 mm. An den hinteren Beinen die Basis der Schenkel, 
Spitzen der Schienen und Tarsenglieder, sowie ein Fleck- 
chen hinter der Basis der Schienen dunkel. Länge 10—12 mm.' 

49. Taschenbergi D. T. 

Bohrer von Hinterleibslänge. Nervellus kaum gebrochen, 
sondern ganz unten einen zarten Längsnerv aussendend. 
Um die Hälfte kleiner als vorige Art. Kopf schwarz, hinten 
verengt, Fühler gelblich, oben dunkel. Thorax rot, Pro- 
thorax, einige Nähte an den Brustseiten und Metathorax, 



Pimpla. 1033 



teilweise schwarz. Hinterleib dicht und grob punktiert, 
Seitenhöcker nur schwach entwickelt, Endwülste glatt. 
Das erste Segment schwarz, die folgenden rötlich mit 
schwarzen Endrändern. Beine schmutzig gelb, Schienen und 
Tarsen der hintersten fast weisslich, Spitzen der Tarsen- 
glieder und das Ende der Schienen, sowie ein Ring hinter 
der Basis verdunkelt. Länge 5 — 6 mm. 

50. pomorum Rtzb. 

62. Hinterleib ganz oder teilweise braun, grob punktiert, Seg- 
mente ohne Beulen. Bohrer von 2/3 Hinterleibslänge. Kopf 
schwarz, Fühler hellbraun, gegen das Ende schwach verdickt. 
Thorax schwarz, bräunlich schimmernd; Metathorax glänzend 
mit zwei feinen Längskielen. Hinterleib mit fast parallelen 
Seiten, das erste Segment etwas länger als breit. Beine 
blass rötlich gelb, die vordersten Hüften zum Teil schwärz- 
lich, die hintersten Schienen und Tarsen weisslich, erstere 
hinter der Basis und am Ende bräunlich, ebenso die Tarsen- 
glieder mit dunklen Spitzen. Länge 8 — 12 mm. 

53. brunnea Brischke. 

Hinterleib grösstenteils rot oder rot schimmernd, in zweifel- 
haften Fällen der Bohrer so lang wie der Hinterleib. 63. 

63. Bohrer so lang oder etwas länger als der Hinterleib. Hinter- 
leib rot schimmernd oder braungelb mit dunklen Rändern, 
selten schwarzbraun. Beine rot, die hintersten Schienen 
und Tarsen weisslich gelb, die letzteren mit dunklen Spitzen 
der Glieder, die ersteren an der Spitze und hinter der 
Basis dunkel. Brustseiten grösstenteils glatt, Kopf hinter 
den Augen kaum verschmälert. Flügel wasserhell, Stigma 
rötlich gelb, Nervellus unter der Mitte gebrochen. — 

Länge 6 — 10 mm. 

56. calobata Grav. 

Bohrer höchstens so lang wie der halbe Hinterleib. 64. 

64. Segment 1—4—5 ur, d Beine rot. Bohrer so lang wie 1 / i oder 
V 3 des Hinterleibes. Fühler gegen das Ende gelblich. 
Tegulä blassgelb, Stigma braun. Beine kurz und dick, 
schmutzig gelbrot, Hüften zum Teil oder ganz dunkel; 
Spitzen der hintersten Schienen gebräunt. Klauen mit 
starkem Zahn an der Basis. Nervellus weit unter der 
Mitte gebrochen. Länge 9 — 11 mm. 

54. melanopyga Grav. 
Segment 2—5 oder der ganze Hinterleib rot. Bohrer unge- 
fähr so lang wie der halbe Hinterleib. Stigma schwarz, 
an der Basis weiss. 65. 



1034 Pimplinae. 



65. Der ganze Hinterleib rot, nur die Basis des ersten Segments < 
schwarz. Beine rot, die hintersten Tarsen und Schienen 
schwarz, letztere mit weissem Ring. Klauen ohne Zahn.] 
Tegulä weiss. — Bohrer von halber Hinterleibslänge. Ner- 
vellus stark postfurcal und weit über der Mitte gebrochen. 
Länge 7 mm. 

55. apricaria A. Costa. 

Segment 2 — 5 rot mit schwarzen Endrändern. Die hintersten 
Schienen und Tarsen rot, letztere mit schwarzen Spitzen 
der Glieder. Tegulä schwarz. Klauen mit Zahn. Fühler! 
wenig kürzer als der Körper, oben schwärzlich, unten rost-i 
rot. Kopf schwarz, Stirn glatt und glänzend. Beine rot, 
Hüften schwarz. Nervellus deutlich postfurcal, etwas über 
der Mitte gebrochen. Länge 7 mm. Bohrer 2 mm. 

57. glandaria A. Costa. 

66. Die hintersten Schienen an der ganzen Aussenseite und 
ihre Tarsen gleichmässig schwarzbraun. Das 1. Segment 
gestreckt. Habitus von Ephialtes, aber die mittleren Seg- 
mente vom zweiten an breiter als lang und Hinterleib in: 
der Mitte erweitert ; die Stellung deshalb besser bei Pimpla, 
— Glänzend schwarz, Tegulä, Stigma, sowie Beine, mit 
Ausnahme der hintersten Schienen und Tarsen, gelblich. 
Bohrer von Körperlänge. Länge 9 — 10 mm. 

58. terebrans Rtzb. 
Die hintersten Schienen und Tarsen abwechselnd hell und! 
dunkel gezeichnet, sehr selten einfarbig rotgelb. 67. 

67. Bohrer höchstens so lang wie 2 / 3 des Hinterleibes. 68. 
Bohrer mindestens so lang wie der Hinterleib. Stigma 
meist hell. 72. 

68. Stigma auffallend schmal. Areola gestielt, den rücklaufenden 
Nerv fast im äussersten Winkel aufnehmend. — Schwarz, 
Beine rot. Der P. inquisitor sehr ähnlich, aber grösser, 
Bohrer deutlich kürzer, Stigma viel schmäler, Areola gestielt 
und der rücklaufende Nerv fast im Endwinkel. 

67. stenostigma C. G. Thoms. 

Stigma nicht auffallend schmal. Rücklaufender Nerv weiter 
vom Endwinkel entfernt. 69. 

69. Schulterbeulen schwarz, Beine rot. 70. 
Schulterbeulen blassgelb. 71. 

70. Stigma blass gelbbraun, von ziemlich dicken, dunkelbraunen 
Adern eingefasst. Mesonotum fein und zerstreut punktiert. 
Hinterleib stark punktiert mit schwachen Höckern ; Bohrer 



Pimpla. 1035 



kaum so lang als der halbe Hinterleib. Hinterschienen 
fast einfarbig rot. Nervellus in der Mitte gebrochen. 
68. cincticarpus Kriechb. 

vStigma braun, an der Basis weisslich. Vorderschenkel unten 
ausgeschnitten. Der P. detrita sehr ähnlich, aber fast grösser, 
das fünfte Tarsenglied nicht länger als das dritte. Beim tf 
Schaft und Hüften schwarz. 

69. nigricans C. G. Thoms. 

Beine rot, die vordersten Hüften ganz oder zum Teil braun. 
Stigma braun, an der Basis weisslich; Nervellus fast in der 
Mitte gebrochen. Hinterleib mit schwachen Höckern. 
Bohrer so lang wie der halbe Hinterleib oder noch etwas 
kürzer. Fühler wenig länger als Kopf und Thorax. Meso- 
notum fein und seicht punktiert, der Metathorax glatt mit 
feinen Längsleisten. Hinterleib grob punktiert, gegen das 
Ende feiner, das erste Segment deutlich länger als hinten 
breit. Die hintersten Schienen gelblich, am Ende und 
hinter der Basis gebräunt, auch die Tarsenglieder an der 
Spitze verdunkelt. Flügel gelblich getrübt. — Länge 7— 9 mm. 

59. detrita Holmgr. 

Die vordersten Schenkel und Hüften gelbrot, die Trochan- 
teren, Schenkelspitzen und Schienen gelblich, die letzteren 
mit einem bräunlichen Punkte oder Halbring aussen hinter 
der helleren Basis, ebenso an der Spitze gebräunt. Stigma 
rötlich. Hinterleib mit starken Höckern; Bohrer von 2 / 3 
Hinterleibslänge. Fühlergeissel unten und an der Spitze 
durchaus rostrot. Thorax ziemlich glatt und glänzend. 
Flügel gross und breit, Areola klein, etwas gestielt; Ner- 
vellus unter der Mitte gebrochen. — Länge 8—10 mm. 

60. pictipes Grav. 

Unter den Fühlern ein gelber Doppelfleck. Schwarz, ausser 
dem Gesichtsfleck ein Punkt vor den Flügeln und die 
Tegulä gelb. Beine gedrungen, rotgelb, die hintersten 
Schienen am Ende schwärzlich, meist auch ein Fleck hinter 
der Basis; die hintersten Tarsen schwärzlich. Flügel deut- 
lich getrübt mit schwärzlichem Stigma, Nervellus etwas 
unter der Mitte gebrochen. Kopf und Thorax ziemlich glatt 
und glänzend. Metathorax mit schwachen Kielen, der 
hintere Raum poliert. Hinterleib grob punktiert, das erste 
Segment ungefähr so lang wie breit, mit deutlichen Kielen, 
Bohrer von Hinterleibslänge. — Länge 10 mm. 

62. didyma Grav. 

Unter den Fühlern kein gelber Doppelfleck. 73. 



Pimplinae. 



73. Stigma schwärzlich mit heller Basis. Beine einfarbig hell- 
rot, Vorderhüften schwarz. Thorax ohne alle Skulptur. 
Bohrer etwa von Hinterleibslänge. 

63. similis Bridgm. 
Stigma hell oder Beine anders gezeichnet. Thorax mehr 
oder weniger punktiert. 74. 

74. Kopf gross und aufgetrieben, breiter als der Thorax, hinter 
den Augen etwas erweitert und gerundet. Die Nebenaugen 
stehen auf einem vom übrigen Scheitel rings durch eine 
tiefe Furche gesonderten Räume. Fühler von halber 
Körperlänge. Der P. brevicornis ähnlich, aber grösser und 
durch die Form des Kopfes leicht zu unterscheiden. Beine 
rot, die hintersten Schienen innen rot, aussen weisslich, 
die Spitze und ein Fleck hinter der Basis braun; die Tarsen 
rötlich braun, die Basis der Glieder hell. Flügel gelblich 
getrübt, Tegulä und Schulterbeulen gelb, Stigma rötlich 
gelb; Nervellus unter der Mitte gebrochen. Hinterleib grob , 
und tief punktiert, die breiten Endränder glatt; Bohrer 
von Hinterleibslänge. Länge 8— 11 mm. 

61. ventricosa Tschek. 
Kopf schmäler oder höchstens so breit wie der Thorax« 
hinter den Augen nicht erweitert. Nebenaugen auf keinem < 
scharf abgegrenzten Räume. 75. 

75. Das erste Segment sehr kurz, beiderseits dicht und grob ; 
punktiert. Beine rot, Hüften und Basis der Trochanteren \ 
schwarz, selten die hintersten Hüften rot. Beim tf Fühler- ; 
schaft und Lippentaster schwarz. Von P. inquisitor ver- 
schieden durch Farbe der Hüften, von P. brevicornis durch j 
die Beschaffenheit des ersten Segments. 

70. nigriscaposa C. G. Thoms. 

Das erste Segment länger. Hüften, besonders die Vorder- j 
hüften, fast stets rot. Beim tf die Unterseite des Schaftes 
und die ganzen Taster gelb. 76. 

76. Das erste Segment fast länger als breit, zu beiden Seiten 
der Mittelkiele fast glatt. Die hinteren Schienen und Tarsen 
gelblich weiss. — Nach Ratzeburg der Bohrer fast von 
Hinterleibslänge, Metathorax ganz glatt; Beine ganz gelb- 
braun und auch an den hintersten Schienen und Tarsen 
wenig dunkler. Tegulä und Schulterbeulen gelb. Beim tf 
die Taster, Unterseite der Fühlerbasis, Hüften und Trochan- 
teren zitronengelb. 

64. vesicaria Rtzb. 

Das erste Segment an den Seiten mehr oder weniger punk- 
tiert. Farbe der Beine dunkler. 77. 



Pimpla. 1037 



7. Fühler länger als der halbe Körper. Hinterleib mit schwachen 
Höckern. Hinterhüften nur rot. 78. 

Fühler kurz, nicht länger als der halbe Körper. Hinter- 
leib mit deutlichen Höckern. Nervellus unter der Mitte 
gebrochen. 79. 

rS. Nervellus fast in der Mitte gebrochen. Stigma hell, Beine 
rot, die hintersten Schienen und Tarsen heller, mit dunkler 
Zeichnung. Das achte Segment ohne schräge Linien. Fühler 
schwärzlich, unten rostgelb, von Hinterleibslänge. Kopf und 
Mesonotum glänzend, Metathorax mit schwachen Kielen. 
Hinterleib nach vorn und hinten stark verschmälert, dicht 
und grob punktiert, mit schwachen Höckern ; das erste 
Segment so lang wie breit, mit scharfen Kielen ; Bohrer 
von Hinterleibslänge. Beine rot, Schienen etwas bleicher, 
die hintersten an der Spitze und ein Ring hinter der Basis 
dunkel ; die hintersten Tarsen braun, die Basis der Glieder 
hell. Flügel gelblich getrübt, Stigma hell. Länge 8 — 12 mm. 

65. inquisitor Scop. 
Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. Stigma 
dunkelbraun, am Grunde hell. Das achte Segment mit 
zwei schrägen Furchen, welche ein dreieckiges Feld ein- 
schliessen. Beine rot, Hinterschienen und Tarsen weiss, 
erstere hinter der Basis und am Ende dunkel, letztere 
dunkel geringelt. Fühler schwarz. Tegulä weiss. Bohrer 
von Hinterleibslänge. Länge 8 mm. 

66. triangularis Verhoeff. 

9. Stigma schwärzlich. Körper kleiner und schmäler als P. 
brevicornis ; Nervellus schief, unter der Mitte gebrochen, 
beim tf in der Mitte. Bohrer etwas länger als der Hinter- 
leib. Beine trüb rot, Hüften und Trochanteren schwarz. Die 
hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, die ersteren 
in der Mitte und an der Basis, die letzteren an der Basis 
hell rötlich. Beim tf die vordersten Schienen gebogen, 
die vordersten Schenkel unten breit ausgerandet. 

72. sagax Hrtg. 
Stigma hell. Die hintersten Schenkel höchstens an der 
Spitze etwas verdunkelt. 80. 

10. Hinterhüften schwarz, selten rot gefleckt. Schwarz, Kopf 
glänzend, hinten schwach verengt; Fühlergegen das Ende 
rostrot. Thorax buckelig, glänzend, das Mesonotum fein 
runzelig punktiert. Schulterbeulen gelb. Hinterleib in der 
Mitte vStark erweitert, grob punktiert, das erste Segment 
so lang wie breit, mit starken Längskielen, die folgenden 
Segmente mit breiten, glatten Endrändern und deutlichen 



1038 Pimplinae. 



Höckern ; Bohrer so lang wie der Hinterleib. Beine schlank, 
rötlich, Schienen lind Tarsen schmutzig gelb, die hintersten 
Schienen hinter der Basis und am Ende dunkel, die Tarsen-1 
glieder am Ende dunkel. Flügel breit, gelblich getrübt und 
irisierend, Stigma und Tegulä gelblich ; Nervellus unter 
der Mitte gebrochen. L. 6 — 10 mm. 

71. brevicornis Grav. 
Hinterhüften rot ; die vordersten Hüften an der Basis und 
die hintersten Schenkel an der Spitze verdunkelt. Schwarz, 
Beine rot, Schienen und Tarsen weiss, die hintersten 
Schienen an der Spitze und hinter der Basis, ebenso die 
Spitzen der Tarsenglieder schwarz. Stigma breit, gelb, 
Nervellus unter der Mitte gebrochen. Bohrer von Hinter-* 
leibslänge. Länge 5 — 6 mm. 

73. balearica Kriechb. 

81. Hinterleib, mit Ausnahme des ersten Segments, sowie ] 
Fühler und Beine rot. Fühlerschaft, Hüften und Basis der " 
Hinterschenkel schwärzlich. Zwischen Metathorax und ; 
Hinterschildchen eine tiefe Furche. Die letzten Bauch*! 
Segmente nicht gespalten, das letzte seitlich zusammen- | 
gedrückt und die Rückensegmente etwas überragend. 

cf. Aphanoroptrum abdominale Grav. 
Hinterleib höchstens an der Spitze und den Segmenträndern 
rot. Zwischen Metathorax und Hinterschildchen keine tiefe 
Furche. Bohrer aus einer Bauchspalte. 82. 

82. Luftlöcher des Metathorax oval. Nervellus über der Mitte 
gebrochen. 83. 

Luftlöcher des Metathorax rund. Nervellus unter der Mitte'! 
gebrochen. 84. 

83. Metathorax mit drei vollständig geschlossenen, polierten \ 
oberen Feldern, deren Leisten scharf hervortreten. Oberes 
Mittelfeld länglich, rinnenartig vertieft; das hintere Mittel- 
feld (area posteromedia, area petiolaris) sechsseitig, poliert. 
Hinterleib glänzend schwarz, die äussersten Segmentränder 
rot. Stigma schwarzbraun ; Nervellus über der Mitte ge- 
brochen. Beine rot, die hintersten Schienen des 9 an der 
Spitze, beim tf fast ganz schwarz. Bohrer von halber 
Hinterleibslänge. Länge 13 mm. 

cf. Theronia laevigata Tschek. 
Metathorax oben nur mit area superomedia, diese fein 
gerunzelt. Die hintersten Schienen und Tarsen schwarz. 
Hinterleib dicht punktiert, nur die Endränder der Segmente 
glatt und glänzend. L. 11 mm. 

74. bilineata Brülle. 



Pimpla. 1039 



Stigma breit dreieckig, gelb. Gesieht anliegend weiss 
behaart. Das letzte Fühlerglied so lang wie die zwei oder 
drei vorhergehenden zusammen. Nervellus schräg, weit 
unter der Mitte gebrochen. Bohrer sehr kurz. 85. 

Stigma schmal, dunkel bis schwarzbraun. Gesicht nicht auf- 
fallend behaart. Das letzte Fühlerglied kürzer. Bohrer länger 
als der halbe Hinterleib. 86. 

Segmentränder und die ganze Hiuterleibsspitze rot. Meta- 
thorax neben dem oberen Mittelfelde beiderseits noch mit 
je zwei deutlich abgegrenzten Seitenfeldern. Hinterleib 
dicht punktiert. Stigma rotgelb, ebenso die Beine ; Hüften 
schwarzbraun ; Spitzen der hintersten Schienen und die 
hintersten Tarsen dunkel. Fühler unten gelblich, die Spitze 
ganz gelb. Länge 6—7 mm. 

cf. Stilbops vetula Grav. 

Hinterleib schwarz. Beine gelb, die hintersten Hüften und 
Schenkel mehr rötlich. Bohrer von etwa 1 fi Hinterleibslänge. 
Körper zart. Kopf glatt, Gesicht schwächer als bei voriger 
Art behaart. Fühler an der Basis braun, die Endhälfte gelb, 
das letzte Glied fast so lang wie die drei vorhergehenden 
zusammen ; Schaft unten weisslich. 5 mm. 

cf. Stilbops limneriaeformis Schmiedekn. 

Seitenfelder des Metathorax nicht durch eine Querleiste in 
zwei Felder geschieden, die vordere Hälfte jedoch poliert, 
die hintere rauh. Das erste Segment gestreckt, hinten 
glatt. Hinterleib glatt, dicht und sehr fein punktiert, wie 
bei der Gattung Lissonota. Das zweite Segment beider- 
seits mit schrägen Eindrücken, Bohrer etwas länger als 
der halbe Hinterleib. Nervellus deutlich unter der Mitte 
gebrochen. Länge 10 mm. 

75. laevis Grav. 
Seitenfelder des Metathorax durch eine deutliche Querleiste 
je in ein vorderes und hinteres Feld getrennt. Hinterleib 
ebenfalls glatt. Bohrer fast so lang wie der Hinterleib. 
Etwas grössere Arten. 87. 

Mandibeln blassgelb. Gesicht punktiert. Bohrerklappen 
dicht und ziemlich lang behaart. Beine rot, die hintersten 
Schienen an der Aussenseite und die Tarsen schwarzbraun, 
die Schienen vor der Basis mit weisslichem Ring ; Fuss- 
klauen ohne Zahn. Flügel wasserhell, Tegulä und Stigma 
schwärzlich; Nervellus etwas unter der Mitte gebrochen. 
Länge 12 mm. 

76. mandibularis Grav. 



1040 Pimplinae. 



Mandibeln und Schulterbeulen schwarz. Gesicht fast glat 
Bohrerklappen weniger dicht und lang behaart. Beine ro 
die hintersten an der Spitze schwarz. 

77. laevifrons C. G. Thoms. 



cf- 

1. Metathorax ohne geschlossene Felder, meist mit zwe 
Längsleisten. 2. 

. Die vorderen Felder des Metathorax deutlich, wenigsten 
die Area superomedia (das vordere Mittelfeld) immer ge 
schlössen. (Delomerista und Stilbops.) 62. 

2. Gesicht, sowie die inneren Augenränder schwarz. 3. 
Gesicht gelb, selten nur die inneren Augenränder oder nü 
eine Makel des Gesichts. 45. 

3. Luftlöcher des Metathorax oval oder linienförmig. Nervei! 1? 
nicht unter der Mitte gebrochen. 4. 

Luftlöcher des Metathorax rund, meist klein. Nervellü 
gewöhnlich in oder unter der Mitte gebrochen. 2.3.* 

4. Hinterleib und Beine ganz oder fast ganz rot. 

cf. 26. ephippium Brülle und 57. glandaria A. Costa 

Hinterleib schwarz oder nur in geringer Ausdehnung rot. 

5. Die hinteren Schienen ein- oder zweifarbig, nicht schal 
abgegrenzt weiss, rot und schwarz gezeichnet. 6. 

Die hinteren Schienen dreifarbig, an der Basis weiss, a. 
der. Endhälfte rot, die rote Färbung beiderseits mit breitet 
schwarzen Ringen. 24. 

6. Körper, namentlich der Hinterleib, auffallend grob punk 
tiert ; auch der Metathorax mit grober Skulptur, nur de 
Raum zwischen den Kielen glatt und glänzend. Hinterlei' 
meist braun. (Die Unterschiede der vier hierher gehörende! 
cf 1 gebe ich nach den 9- da nur von roborator das c 
bekannt ist.) 7. 

Körper mit feinerer Punktierung. Hinterleib schwarz. 

7. Hinterleib mehr rot gefärbt, schlanker und feiner punktier 
als bei den folgenden Arten. Das 9 von Korfu, das tf bi 
jetzt unbekannt. 

cf. 20. Schmiedeknechti Kriechb. 

Hinterleib braun bis schwarz mit grober Punktierung. 



Pimpla. 104 1 



8. Thorax glänzend, ziemlich zerstreut grob punktiert. Beine 
rötlich gelb bis bräunlich, die hintersten Schienen mit 
undeutlicher Zeichnung. Stigriia braun, an der Basis heller. 

19. roborator F. 
Auch der Thorax mit dichter, grober Punktierung. Körper 
gedrungener als bei roborator. 9. 

9. Fühler nicht auffallend kurz. Dem P. roborator ähnlich, 
aber gedrungener. 

21. punctata C. G. Thoms. 
Fühler auffallend kurz, sonst der vorigen Art gleich. 
22. brachycera C. G. Thoms. 

0. Fühler kräftig. Taster und der grösste Teil der Fühler 
unten gelb. Gelb sind ferner die Tegulä und das Stigma. 
Beine rotgelb, Schienenspitzen und Tarsen, mit Ausschluss 
der hellen Basis der hintersten, schwarz. 

13. pudibundae Rtzb. 
Fühler dünn n nur die ersten Glieder am Ende etwas an- 
geschwollen. 11. 

1. Hinterhüften ganz oder grösstenteils rot oder gelb. 12. 
Hinterhüften schwarz. 16. 

2. Die hintersten Schienen schwarz mit weissem Ring an der 
Basis. Segmentränder oft rötlich. Mund und meist auch 
Unterseite des Schaftes gelb. 13. 

Die hintersten Schienen ohne weissen Ring an derjBasis. 14. 

3. Beine rot. Fühler schwarz. Tegulä blassgelb. Luftlöcher 
des Metathorax gross, fast rundlich. 

8. turionellae L. 
Grundfarbe der Beine mehr gelb. Schildchen und Unter- 
seite des Schaftes oft weisslich. Wohl nur als Varietät 
von turionellae aufzufassen. 

9. flavicoxis C. G. Thoms. 

4. Die hintersten Schienen rot, am Ende mehr oder minder 
breit schwarz. Luftlöcher des Metathorax gestreckt. 

10. spuria Grav. 

Die hintersten Schienen schwarz, an der Basis meist rötlich. 15. 

5. Luftlöcher des Metathorax mehr rund. Metapleuren punk- 
tiert gestreift. 

12. strigipleuris C. G. Thoms. 

Luftlöcher des Metathorax gestreckt. Hinterhüften unten 
schwarz. 

11. arctica Zett. 



1042 Pimplinae. 



16. Hinterschienen schwarz mit weissem Ring an der Basis. 
Stigma schwärzlich, an der Basis und Spitze hell. Tegulä 
hell. Gesicht dicht und grob punktiert. 

7. examinator F. 
Hinterschienen ohne weissen Ring. 17. 



17. Hinterschienen nebst den Schenkeln durchaus rotgelb. 
Taster meist gelb. 18. 

Hinterschienen wenigstens am Ende schwarz. Taste 
schwarz. 20. 



F. 



18. Brustseiten, zumal in der hinteren Grube, poliert. Fühler 
braun, unten rostrot, Glied 1 und 2 ganz schwarz. Stigma 
pechbraun. Tegulä schwarz oder rötlich braun. Beine 
gelbrot, Hüften und Trochanteren schwarz, die Tarsen 
braun mit heller Basis. 

23. viduata Grav. 

Brustseiten runzelig punktiert, matt. 19. 

19. Beine rot, nur die Hüften, Trochanteren und die hintersten 
Tarsen schwarz. Taster gelb. Stigma braun bis schwarz. 
Geissei glieder 6 bis 15 an der Aussenseite mit erhabenen 
Linie. Hinterleib einfarbig schwarz. 

1. instigator F. 
Var. intermedia Holmgr. Stigma braungelb. Segment- 
ränder ganz oder zum Teil rostrot. 

Beine, namentlich die Schenkel, gelb. Taster schwärzlich. 
Sonst der vorigen Art sehr ähnlich. 

2. aegyptiaca Schmiedekn. 

20. Die ganzen Hinterschienen und Tarsen schwarz. 21. 
Die Hinterschienen wenigstens an der Basis rot. 22. 

21. Die ganzen Hinterbeine schwarz. Vorderbeine dunkelrot, 
auf der Oberseite meist etwas verdunkelt. Aehnelt sehr 
der P. instigator, aber Hinterhüften viel stärker punktiert. 

5. aterrima Grav. 

Hinterschenkel rot. Schwarz, Beine rot, Hüften, Trochan- 
teren, sowie die hintersten Schienen und Tarsen schwarz. 
Luftlöcher des Metathorax länglich. Stigma schwarz. Ner- 
vellus stark postfurcal und weiter über der Mitte gebrochen. 
4. illecebrator (Vill.) Grav. 

22. Grosse Art, etwa wie P. instigator. Die hintersten 
Schienen nur an der Basis rot. Die mittleren Geisselglieder 
vom sechsten an aussen mit rötlicher, erhabener Linie. 

cf. 4. illecebrator (Vill.) Grav. 



Pimpla. 1043 



Kleine Art. Die hintersten Schienen an der ganzen Basal- 
hälfte rot. Die mittleren Geisseiglieder einfach. 
6. Nordenskiöldi Holmgr. 

23. Die hintersten Schienen dreifarbig, d. h. an der Basis weiss, 
die Endhälfte rot; die rote Farbe beiderseits mit breiten, 
schwarzen Ringen. 24. 

Die hintersten Schienen ein- oder zweifarbig, nicht scharf 
abgegrenzt weiss, rot und schwarz gezeichnet. 25. 

24. Thoraxrücken dicht grangelb behaart. Hinterleib mit roten 
Seiten und Einschnitten. Die vorderen Beine weniger leb- 
haft gelb gefärbt. Hüften meist dunkel. 

32. maculator F. 

Thoraxrücken nur schwach behaart, die Grundfarbe durch 
die Behaarung nicht verdeckt. Hinterleib ohne rote Seiten- 
ränder. Die vier Vorderbeine schön gelb gefärbt. 

33. alternans Grav. 

25. Hinterleib ganz oder teilweise rot. 26. 
Hinterleib schwarz oder bräunlich. 30. 

26. Ausser dem Hinterleib auch der Thorax zum Teil und die 
Beine rot. 27. 

Rote Färbung weniger ausgedehnt. 29. 

. Thorax fast ganz rot. Die beiden ersten Segmente des 
glänzenden Hinterleibs gleich lang und etwa doppelt so 
lang als breit. 

cf. Theronia laevigata Tschek. 
Thorax weniger ausgedehnt rot, meist nur der Metathorax. 
Hinterleib nur schwach glänzend, die beiden ersten Seg- 
mente nicht doppelt so lang als breit. 28. 

. Hinterleib, Metathorax und Beine brennend rot. Hinterleib 
mit grober Skulptur, matt. Kopf hinten stark verschmälert. 
Nervellus sehr schräg, weit über der Mitte gebrochen. 
Hinterleib in der Mitte stark verbreitert. Luftlöcher des 
Metathorax gross, fast oval. 

26. ephippium Brülle. 
Hinterleib, Metathorax und Beine trüb rötlich gelb. Kopf 
glänzend und glatt, hinter den Augen fast erweitert. Ner- 
vellus schwach antefurcal, etwas unter der Mitte gebrochen. 
Hinterleib schlanker, mit fast parallelen Seiten. 

27. melanocephala Grav. 



1044 Pimplinae. 



29. Hinterleib rot, Basis und Spitze, sowie die Endränder der 
mittleren Segmente schwarz. Stigma braun, an Basis und 
Spitze hell. Beine rot, die Spitze der hintersten Schienen 
und Tarsenglieder schwärzlich. 

45. variabilis Holmgr. 
Hinterleib bräunlich rot. Stigma blassgelb. Beine grössten- 
teils weisslich. Der Nervellus sendet ganz unten einen 
zarten Längsnerv aus. 

50. pomorum Rtzb. 

Anmerkung. Hierher gehören eine Anzahl am Hinterleib rot gezeich- 
neter Arten, von denen bis jetzt nur die Q bekannt sind, nämlich: P. Taschen- 
bergi, cercopithecus, apricaria, glandaria und melanopyga. 

30. Vorderschenkel an der Unterseite gebuchtet oder wie aus- 
genagt. Hinterleib meist linear. Die vorderen Segmente 
länger als breit. 31. 

Anmerkung. H artig hat für diese Gruppe in den Jahresberichten 
etc., Heft 2 (1838), p. 2671 die Gattung Scambus aufgestellt. Später hat 1 
er in seiner Sammlung dafür den Namen Liogaster eingeführt mit Rücksicht 
auf den Mangel der Hinterleibshöcker. 

Vorderschenkel einfach, unten nicht gebuchtet. 36. 

31. Vorderschienen gebogen. Stigma schwärzlich. Vorderschenkel ' 
unten breit ausgerandet. 

72. sagax Htg. 

Vorderschienen nicht gebogen. Stigma meist heller. 32. 

32. Schaft, Hüften und Schulterbeulen schwarz. 

69. nigricans C. G. Thoms. 
Unterseite des Schaftes und wenigstens die Vorderhüften j 
fast stets gelblich weiss. 33. 

33. Hinterleib nicht auffallend gestreckt, das erste Segment nur 
wenig länger als breit, hinten .stark buckelig, mit zwei kräf- 
tigen Kielen, das zweite deutlich länger als breit, das dritte 
wenig länger als breit, das sechste fast doppelt so breit wie 
lang. Nervellus tief unter der Mitte gebrochen. Metathorax 
glatt und glänzend, mit schwachen Längskielen. Vorder- 
beine gelblich, die hintersten mehr rot, die hintersten Hüften 
rot oder schwärzlich. Die vordersten Schenkel mit zwei 
tiefen Ausbuchtungen. 

59. detrita Holmgr. 
Hinterleib sehr gestreckt, linear; das erste Segment min- 
destens doppelt so lang wie breit, das dritte weit länger 
als breit, das sechste nur wenig breiter als lang. Nervellus 
in oder nur wenig unter der Mitte gebrochen. 34. 



Pimpla. 1045 



34. Das erste Segment sehr gestreckt, dreimal so lang wie 
hinten breit. Die hintersten Schienen weisslich, an der 
Spitze und hinter der Basis schwärzlich. Hinterleib schwarz 
oder bräunelnd. Hüften meist rot mit dunklen Flecken. 

cf. Ephialtes inanis Schrank. 

Anmerkung. Thomson stellt die Art zu Pimpla, Marshall 
(Catal. of Brit. Hym.) zu Colpomeria. 

Das erste Segment weniger gestreckt, ungefähr zweimal so 
lang wie breit. Die hintersten Schienen mehr schmutzig 
gelb mit verloschener, dunkler Zeichnung. 35. 

35. Vorderschenkel an der Unterseite mit deutlicher, doppelter 
Ausrandung, indem in der Mitte derselben ein deutlicher 
Höcker hervortritt. Hinterleib dicht und ziemlich fein 
punktiert, schwarz bis braun. 

56. calobata Grav. 

Vorderschenkel an der Unterseite nur mit einfacher Aus- 
randung, höchstens gegen das Ende noch mit Andeutung 
einer solchen. Hinterleib hellbraun, dicht und ziemlich 
grob punktiert. 

53. brunnea Brischke. 

36. Nervellns im Unterflügel über der Mitte gebrochen. Hüften 
meist rot. 37. 

Nervellus unter, sehr selten in der Mitte gebrochen. 40. 

37. Körper, besonders der Hinterleib, auffallend grob punktiert; 
auch der Metathorax mit groben Punkten. Hinterleib 
meist braun. 7. 

Körper mit feinerer Punktierung. 38. 

38. Beine durchweg gelbrot oder rötlich braun, höchstens die 
äusserste Spitze der Hinterschienen dunkel. Hinterleibs- 
mitte meist rot oder braun. Metathorax zerstreut punktiert, 
mit zwei langen, feinen Längsleisten. 

42. arundinator F. 
Beine gelbrot, Hinterschienen an der Spitze und meist 
auch an der Basis deutlich dunkel. 39. 

39. Hinterleib ganz schwarz. Unterseite der Fühler grössten- 
teils gelb, ebenso die Tegulä und die Schulterbeulen. 
Stigma schmutzig hellbraun. 

48. Bernuthi Htg. 

Hinterleib in der Mitte mehr oder weniger hell gefärbt. 
Ein Punkt am oberen Augenrand blassgelb. Fühlergeissel 
durchaus rostrot, unten noch heller. 

45. variabilis Holmgr. 



1046 Pimplinae. 



40. Beine einfarbig rot. Thorax ohne alle Skulptur, tf bis| 
jetzt noch nicht bekannt. 

63. similis Bridgm. 

Beine anders gezeichnet. Thorax mehr oder weniger punk- 
tiert. 41. 

41. Fühlerschaft ganz schwarz, meist auch die Hüften und 
Lippentaster. Das erste Segment nicht länger als breit 
beiderseits dicht und grob punktiert. 

70. nigriscaposa C. G. Thoms. 
Fühlerschaft unten gelb gefärbt. 42. 

42. Das erste Segment doppelt so lang wie breit. Beine weiss- 
lich, Hüften fast stets hell (nach Ratzeburg schön zitronen- 
gelb). Auch die Unterseite der beiden ersten Fühlergliedei 
gelb. 64. vesicaria Rtzb. 

Das erste Segment weit kürzer. 43. 

43. Fühler länger als der halbe Körper. Schaft unten, Teguli 
und Vorderbeine hellgelb, die hintersten Schienen und 
Tarsen weiss und schwarz geringelt. Hüften hell, Stigma 
blassgelb. 65. inquisitor Scop. 
Fühler wenig länger als Kopf und Thorax. 44. 

44. Alle Hüften rot, die vorderen mehr gelb, die hintersten oft 
an der Basis mehr oder weniger ausgedehnt schwarz. Die 
hintersten Schenkel meist mit dunkler Spitze. Das zweite 
Segment etwas länger als breit, die folgenden mit deut- 
lichen Seitenhöckern. 

60. pictipes Grav. 

Hüften braun. Die hintersten Schienen und Tarsen meist 
gelbweiss, schwarz geringelt. Schulterbeulen gelb. Flüge 
irisierend, Stigma meist hell. 

71. brevicornis Grav. 

45. Nur ein Makel des Gesichts gelb. 46. 

Das ganze Gesicht oder wenigstens die inneren Augen- 
ränder gelb. 47. 

46. Augen matt, ohne Behaarung. Hinterleib deutlich punk- 
tiert. Unterseite der Fühler grösstenteils gelb, ebenso die 
Tegulä und Schulterbeulen. Stigma hellbraun. 

48. Bernuthi Htg. 

Augen behaart. Hinterleib kaum punktiert. Beine gelb, 

die hintersten mit dunkler Zeichnung. Schildchen und Brust 

meist rot. 

29. pictifrons C. G. Thoms. 



Pimpla. 1047 



47. Nur die inneren Augenränder gelb. 48. 
Das ganze Gesicht gelb. 50. 

48. Thorax teilweise rot, selten mit dem Schildchen ganz 
schwarz. Hinterschienen schwarzbraun, in der Mitte und 
verloschen an der Basis weisslich. 

40. ornata Grav. 

Thorax schwarz, Schildchen fast stets mit hellem Rand. 
Hinterschienen wenigstens in der Mitte rötlich. 49. 

49. Hinterschienen einfarbig rötlich. Das 2. Segment an der 
Basis beiderseits mit tiefen Gruben. Nervellus stark post- 
furcal, weit über der Mitte gebrochen. 

17. brassicariae Poda. 

Hinterschienen rötlich, an der Basis weisslich, unterhalb 

der Basis und am Ende schwärzlich. Nervellus wenig über 

der Mitte gebrochen. 

38. Concors Kriechb. 

50. Thorax teilweise rot. 51. 
Thorax ganz schwarz. 54. 

51. Augen behaart. Hinterleib kaum punktiert. Schildchen 
und Brust rot. pictifrons. C. G. Thoms. 
Augen nackt. Thorax oben mehr oder weniger rot ge- 
zeichnet. 52. 

52. Der ganze Thorax und die Beine rot ; die hintersten Schienen 
und Tarsen schwarz, weiss geringelt. Fühlerbasis unten, 
Clypeus, Gesicht, Augenränder, Linien vor und unter den 
Flügeln, Hinterschildchen, zwei Punkte des Metathorax 
und die vorderen Hüften und Trochanteren gelb. Segment 
2—5 braunrot, am Ende schwarz. Länge 6 mm. Q un- 
bekannt. 41. Kriechbaumeri D. T. 

Nicht der ganze Thorax rot. 53. 

53. Stigma schmutzig gelb. Thorax grösstenteils rot mit gelben 
Linien ; auch der Hinterleib meist rötlich, die Segmente 

fast länger als breit. 

39. oculatoria F. 

Stigma braun bis schwarz. Thorax weniger rot gezeichnet. 
Die Hinterleibssegmente quadratisch. 

40. ornata Grav. 

54. Augen schwach behaart. Hinterleib ohne Punktierung. 
Beine gelb, die hintersten mit dunkler Zeichnung. 

29. pictifrons C. G. Thoms. 
Augen unbehaart. Hinterleib deutlich punktiert. 55. 



1048 Pimplinae. 



1. 



55. Luftlöcher des Metathorax gross und oval. Das zweite 
Segment an der Basis mit tiefen Seitengruben. Schildcher 
und Hinterschildchen fast stets gelb gezeichnet. Fühlei 
gelblich, Beine rot, die hintersten Schienen vor der Basis 
mit weissem Ring. 56. 

Luftlöcher des Metathorax klein und rund. 58. 

56. Mesonotum und Hinterleib ganz matt. Gesicht, innen 
Augenränder und ein grosser Scheitelfleck gelb ; auch di< 
4 Vorderbeine vorherrschend gelb. 

24. capulifera Kriechb. 
Mesonotum und Hinterleib ziemlich glänzend. 57. 

57. Mesonotum mit gelben Linien und Hakenfleck. Das sie- 
bente Rückensegment dicht und tief punktiert, an den 
Seiten deutlich gebuchtet. 

15. rufata Gmel. 

Mesonotum schwarz, selten die Schultern mit gelbem Punkl 

oder Hakenfleck. Segment 6 und 7 fast glatt und glänzend 

das siebente an den Seiten nur schwach gebuchtet. 

18. quadridentata C. G. Thoms. 

58. Ausser dem Gesicht auch die inneren Augenränder gelb. 59t 
Nur das Gesicht gelb. 60. 

59. Metathorax und Hinterleib grob punktiert. Stigma schwärz-jl 
lieh. Mesonotum fast glanzlos und deutlich behaart. 

40. ornata Grav. 
Metathorax nur schwach punktiert. Mesonotum glänzend' 
Stigma heller. 

37. angens Grav. 

60. Nervellus im Hinterflügel, unter der Mitte gebrochen, 
Hinterschienen gelblich weiss, nur am Ende dunkel ge- 
zeichnet. 62. didyma Grav. 

Nervellus deutlich über der Mitte gebrochen. Die hinter- 
sten Schienen am Ende und auch hinter der Basis mit 
dunkler Zeichnung. 61. 

61. Die hintersten Hüften unten durch feine Wärzchen gra- 
nuliert und rauh. Vorderbeine rot mit reicher, gelber Zeich- 
nung; die vordersten Hüften meist ganz gelb. Die hinter- 
sten Schienen und Tarsen weisslich, schwarz geringelt. 

46. Holmgreni Schmiedekn. 

Die hintersten Hüften unten glatt, ohne rauhe Punktierung. 
Sonst der vorigen Art sehr ähnlich. 

47. Mussi Htg. 



Pimpla. 1049 

62. Hinterleib, mit Ausnahme des ersten Segments, rot, ebenso 
Fühler und Beine. Zwischen Metathonfix und Hinter- 
schildchen eine tiefe Furche. 

cf. Aphanoroptrum abdominale Grav. 

Hinterleib höchstens an der Spitze und den Segmenträndern 
rot. 63 . 

63. Gesicht schwarz. 64. 

Gesicht ganz oder teilweise gelb. 67. 

64. Stigma breit, dreieckig, hell. Gesicht anliegend weiss 
behaart. Nervellus stark antefurcal, weit unter der Mitte 
gebrochen. Zarte Tiere. 65. 

Stigma schmal, meist dunkel. Nervellus nicht antefurcal 
und nicht tief unter der Mitte gebrochen. Kräftigere 
Arten. 66. 

65. Segmentränder gelblich. Beine rötlich gelb, Hüften schwarz, 
die vorderen an der Spitze weisslich; die hintersten Schienen 
am Ende schwarzbraun. 

cf. Stilbops vetula Grav. 

Hinterleib schwarz. Hüften jedenfalls gelb. Das tf von 
dieser Art ist bis jetzt nicht bekannt. 

cf. Stilbops limneriaeformis Schmiedekn. 

66. Luftlöcher des Metathorax oval. Nervellus über der Mitte 
gebrochen. Fühler länger als der halbe Körper. Leisten 
des Metathorax scharf vortretend. Die hintersten Schienen 
grösstenteils schwarz. Das erste Segment in der Mitte des 
Endrandes meist mit rötlichem Fleck. 

cf. Theronia laevigata Tschek. 

Luftlöcher des Metathorax rund. Hinterleib schwarz, dicht 
und fein runzlig punktiert, ohne Höcker. 

cf. 75. laevis Grav. 

67. Seitenfelder des Metathorax zu einem einzigen verschmolzen, 
indem die Querleiste (costula) fehlt. Das zweite Segment 
mit deutlichen Schrägeindrücken. — Das tf ist bis jetzt 
nicht bekannt, besitzt aber wahrscheinlich ein gelb gezeich- 
netes Gesicht, da die Art eng verwandt mit P. mandibu- 
laris ist. 

75. laevis Grav. 

Die Seitenfelder des Metathorax durch eine Querleiste in 
je zwei geteilt 68. 



1050 Pimplinae. 



68. Das ganze Gesicht gelb. Die vorderen Hüften und Tro-f 
chanteren blassgelb. Geisselglieder 8 — 14 an der Aussen- 
seite mit erhabener Linie. 

76. mandibularis Grav. 
Gesicht schwarz mit gelben Linien. Hüften und Trochan-j 
teren schwarz. Nur wenige Geisselglieder mit erhabener 
Linie. 

jj. laevifrons C. G. Thoms. 



P. instigator F. 1804 Cryptus instigator Fabricius, Syst.Piez. 85, 61 1 1 
1829 Pimpla instigator Gravenhorst, lehn. Europ. III. 216, 103 QcT 1 1 
1844 Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I, 116, 12 | 1860 Holmgren, Pimp!, 
18, 1 | 1863 Taschenberg, Pimpl. 261, 1 | 1877 Thomson, Op. Eni! 
VIII p. 746, 1 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 470 und 1897 Rev 
p. 510. 

Schwarz, Beine rot, nur die Hüften, Schenkelringe uncl| 
die hintersten Tarsen schwarz. Flügelschuppen zuweilerii 
hell gefleckt. Flügel wasserhell mit dunklem Stigma |j| 
Nervellus stark postfurcal, weit über der Mitte gebrochen! 
Der Bohrer etwa von halber Hinterleibslänge. 

Nach Taschenberg kommen tf mit hellgefleckten Schild: 
chen vor (Pimpla processioneae Ratz.? Man vergleiche über 
diese Art auch bei Pimpla capulifera Kriechb.). Beim ^ 
sind die Geisselglieder 6 — etwa 15 an der Aussenseifcj) 
mit einer erhabenen Linie versehen. Auf dieses Merkmal 
hat zuerst der scharfsinnige Thomson aufmerksam gemacht 
er gibt jedoch nur Geisselglied 6 — 10 an, während ich aucl? 
bei den folgenden Gliedern deutliche Linien sehe. 

Keine Art schwankt so sehr in der Grösse wie diese 
Man findet neben grossen Exemplaren von fast 2 cm Läng« 
solche von nur ein Drittel dieser Länge. Auch die Flug-i 
zeit ist eine ausgedehnte, vom April bis in den Oktober 
hinein ; am zahlreichsten findet sich die Art im Juli und 
August. 

Gehört zu den häufigeren Arten der Gattung, in Thüringen! 
aber durchaus nicht die häufigste. Ueber ganz Europa! 
verbreitet. 

Wurde erzogen aus Puppen von Pieris brassicae, Orgyi 
gonostigma, pudibunda. Liparis dispar, monacha, Salicis, 
chrysorrhoea, auriflua, Gastropacha processionea, neustria 
pini, Harpyia erminea, Panolis piniperda, Scoliopteryxl 
libatrix. Brischke gibt ferner folgende Wirte an: Orgyia 
antiqua, Psyche viciella, Phalera bueephala, Aporia crataegi 
und eine Blattwespe : Nematus perspicillaris. 



Pimpla. 105 1 



Var. intermedia Holmgr. (Pimpla intermedia Holmgren, 
Pimpl. p. 19 Qö*.) 

Segmen trän der ganz oder zum Teil rostrot. Stigma braun - 
gelb. Stirn stärker punktiert. Durchschnittlich etwas 
kleiner als die Stammform. 

2. P. aegyptiaca Sehmiedekn. 1897 P. ae. Schmiedeknecht, Rev. 
P. 510 Qtf. 

Der P. instigator sehr ähnlich, aber schmächtiger und 
konstant verschieden durch die mehr gelbe Färbung der 
Beine, namentlich der Schenkel. Beim tf sind die Taster 
schwärzlich. — Man könnte die Art auch als eine geogra- 
phische Form der P. instigator auffassen. Ich fand sie in 
ziemlicher Anzahl bei Tourrah zwischen Cairo und Heluan 
in Aegypten. 

3. P. nigrohirsuta Strobl. 1901 P. n. Strobl, Mitteil. Naturw. Ver. 
Steierm. p. 7 Qtf. 

„Ausgezeichnet durch die lange schwarze oder dunkel- 
braune Behaarung von Kopf, Thorax, Hüften und Schenkel- 
ringen. In der Färbung ähnlich P. longiceps Thoms. Von 
P. instigator leicht zu unterscheiden durch die Behaarung, 
glatte Brustseiten und die Färbung der Hinterschienen. 
tf Ganz schwarz, nur Schenkel, Schienen und Tarsen rot, 
Endhälfte der hintersten Schienen und die hintersten Tarsen 
schwarzbraun. Hinterkopf verschmälert. Fühler lang, dünn. 
Kopf und Thorax glänzend, Stirn und Brustseiten sehr 
spärlich, Gesicht und Mesonotum dichter punktiert. Clypeus 
eingedrückt, ganz glatt. Metathorax dicht runzlig punk- 
tiert, ziemlich matt, nur mit 2 Längsleisten, Luftlöcher um 
die Hälfte länger als breit. Hinterleib wenig uneben, aber 
überall dicht und grob punktiert, matt, nur die letzten 
Ringe etwas glänzend. Das 1. Segment länger als breit, 
rückwärts nicht oder kaum gefurcht; die übrigen quadra- 
tisch. Tegulä schwarz, Stigma dunkelbraun, Nervellus stark 
postfurcal, weit über der Mitte gebrochen. 

Das 9 unterscheidet sich nur wenig vom tf : Die Be- 
haarung ist etwas kürzer; die ersten Geisselglieder sind an 
der Spitze etwas knotig; das 1. Segment stärker bucklig, 
kaum länger als breit; die übrigen stark quer. Bohrer 
etwas kürzer als der Hinterleib. Endhälfte der Hinter- 
schienen und die Hintertarsen schwarzbraun oder braun. 
Basis der Klauen nicht lappig erweitert. 

L. 7—9 mm, Bohrer 3 mm. 

Auf Alpenwiesen des Kreuzkogel, Kalbling, Hochschwung 
und Bösenstein in Steiermark; auch am Stilfserjoch." 



1052 Pimplinae. 



Die Art dürfte wohl mit P. Nordens kiöldi Holmg 
zusammenfallen, zumal ich letztere neuerdings auch au 
den Hochalpen erhalten habe. 

P. illecebrator (Vill.) Grav. 1789 Ichneumon illecebrator Viller; 
C. Linnaei Entom. p. 194 | 1829 Pimpla illecebrator Qravenhorst, 1. • 
223, 9cT I 1863 Taschenberg, 1. c. 263, 2 | 1888 Schmiedeknech 
Monogr. p. 473 u. 1897 Rev. p. 511 | 1877 P. caligata Vollenhofei 
Pinacogr. Heft V p. 34, tab. 21 fig. 8 cT- 

Schwarz, Beine rotgelb, Hüften und Schenkelringe, sowi 
die hintersten Tarsen und Schienen schwarz, letztere ai 
Grunde in beiden Geschlechtern rötlich. Bohrer länge 
als der halbe Hinterleib. 

Diese Art gleicht fast ganz der Pimpla instigator, untei 
scheidet sich aber auf den ersten Blick durch die schwarze: 
Hinterschienen ; Gravenhorst sagt merkwürdiger Weis; 
vom cf\ dass bei diesem die Hinterschienen rot und nu 
an der Basis schwarz wären. Die Exemplare hingegen, di 
ich habe untersuchen können, stammten in der Färbun 
ganz mit- den 9 überein. 

Die Area superomedia ist bei illecebrator in keiner Weis* 
angedeutet, während sich bei instigator 2 kräftige Läng^; 
leisten finden. Das Q von illecebrator unterscheidet siq 
überdies durch den längeren Bohrer. 

Die erhabenen Linien an der Aussenseite der mittlere 
Geisselglieder finden sich bei den $ dieser Art ebenso wii 
bei instigator; ich fand sie immer von rötlicher Färbung 

L. 16 — 18 mm. 

Die Art scheint mehr eine südliche zu sein, indessen habj 
ich sie auch in Thüringen aufgefunden und zwar in j 
männlichen Exemplaren. In Menge fing ich sie bei Boze^; 

Mocsary erzog sie aus Deilephila elpenor und Maniamaun! 

P. aterrima Grav. 1829 Pimpla aterrima Qravenhorst, I.e., 2 15, 102 
1863 Taschenberg, 1. c, 262, 3 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. 1 
473 und 1897 Rev. p. 511. 

Diese noch ziemlich unklare Art wird von Gravenhors 
in folgender Weise beschrieben: ,, Gestalt und Grössen; 
Verhältnisse wie bei Pimpla examinator. Flügel leicht ge 
trübt, Stigma, Flügelwurzel und Flügelschuppen dunkel 
braun oder schwarz; Spiegelzelle sitzend oder etwas gestielii 
Beine schwarz, die vordersten Schenkel unten hellgelb, di 
Schienen des tf fast ganz, die des Q nur an der Unter 
seite hellgelb. Hinterleib cylindrisch, von Breite des Thora:! 
und doppelt so lang wie dieser. Bohrer fast von halbe 
Hinterleibslänge. 



Pimpla. 1053 



Var. 9. Vorder- und Mittelbeine kastanienbraun, Hüften 
und Schenkelringe schwarz ; Hinterbeine schwarz, Schenkel 
innen braun." 

Dieser Beschreibung fügt Taschenberg hinzu, dass die 
Art in der Sculptur Pimpla instigator gleicht, nur sind die 
Hinterhüften viel dichter punktiert. Grössenverhältnisse 
15,5, Hinterleib fast 10, Bohrer fast 3,5 mm. 

Das Kennzeichen dieser Art wären also die ganz schwarzen 
Hinterbeine. — Vielleicht gehört zu dieser Art die P. 
aethiops Curtis, Brit. Ent. V (1828) p. 214. 

L. 15 mm. — Deutschland. 

P. Nordenskiöldi Holmgr. 1872 Pimpla Nordenskiöldi flolmgren, 
Insekter fran Nordgrönland p. 97 | 1877 P. longiceps Thomson, Opusc. 
Ent. VIII p. 746 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 474 u. 1897 Rev. 
p. 512. 

Schwarz, Schenkel und Schienen rot, die hintersten 
Schienen an der Endhälfte schwarzbraun, Kopf verlängert, 
Fühler des tf einfach. — Von P. instigator durch halbe 
Körpergrösse, die Gestalt des Kopfes und die Farbe der 
Schienen leicht zu unterscheiden. — Diese Art ähnelt auch 
kleinen Exemplaren von illecebrator ; abgesehen von der 
weiteren Ausdehnung der roten Färbung an der Basis der 
Hinterschienen unterscheidet sich das Q durch kürzeren 
Bohrer, das tf besonders durch das Fehlen der erhabenen 
Linien an den mittleren Geisselgliedern. 

Von Nordenskiöld in Grönland, von Thomson in Lapp- 
land gefunden, neuerdings erhielt ich die Art durch Amts- 
gerichtsrat Püngeler aus den Hochalpen von Zermatt und 
vom Simplon und zwar aus den Raupen von Oreospyche 
tabanivicinella und Arctia cervini. Auch Brauns erhielt 
ein Q aus dem Wallis, ein tf von Rostock. 

P. examinator F. 1804 Cryptus examinator Fabricius, Syst. Piez. 
85, 61 | 1829 Pimpla examinator Qravenhorst, 1. c. 111, 207, 99 | 1844 
Ratzeburg, I.e. 1, 116, 13 | 1863 Taschenberg, 1. c. 262, 4 | 1877 
Thomson, 1. c. 746 n. 4 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 474 und 
1897 Rev. p. 510. 

Schwarz, Mund braun, der Endrand der Segmente meist 
etwas heller. Vor den Flügeln- fast stets ein gelber Fleck 
oder eine gelbe Linie. Beine rot, Hüften und Schenkel- 
ringe, die hintersten Kniee, Tarsen und Schienen schwarz, 
letztere an der Basis mit weissem Ring und zuweilen vor 
der Spitze mit rötlichem Fleck. Der Metathorax rauh, der 
abschüssige Teil (Area posteromedia) dagegen glatt und 
glänzend. Flügel fast wasserhell, das Stigma schwärzlich, 
an der Basis und Spitze hell. Flügelwurzel und Schuppen 
bei den 9 gelblich. 



io54 Pimplinae. 



Hinterleib stark punktiert, die Seitenhöcker dagegen 
nur schwach vorhanden ; das i. vSegment mit undeutlicher] 
Kielen. Nervellus weit über der Mitte gebrochen. Bohrei 
etwa von halber Hinterleibslänge. 

Eine der häufigsten Arten. Fliegt wie instigator vom 
ersten Frühjahr bis in den Herbst. In Thüringen die erste 
'■ Art, welche erscheint. Die Weibchen weit seltener als die 
Männchen. 

Varietäten: Var. i Grav. tf: Hüften und Schenkel- 
ringe der Vorderbeine, Spitze der mittleren Schenkelringe 
oft auch Fühlerschaft unten und Strich vor den Flügeln 
gelb. Nach Brischke wurde diese Varietät erzogen aus 
Yponomeuta padella und einer Pyralis. 

Var. 2 Brischke 9. Alle Hüften und Schenkelringe rot 

Var. 3 Brischke 9. Hinterschienen und Hintertarsen braun- 
rot, jene mit gelbem Ringe. Aus Nephopterix vacciniella 

Ausser den bereits angegebenen Wirten schmarotzt die 
Art noch bei : Gnophria quadra, Euprepria fuliginosa, Psyche 
hirsutella, stettinensis, Liparis monacha, Gastr. processionea 
Harpyia vinula, Abraxas grossulariata, Tortrix buoliana, 
Yponomeuta evonymella. Brischke zog die Art ferner aus 
Gastropacha trifolii, Porthesia chrysorrhoea, Cucullia ar 
gentea, Yponomeuta malinella. Interessant ist, dass der- 
selbe Autor sie auch aus einem Käfer, Anthonomus pomorum 
erhielt. 

L. 5—12 mm. — Ueber ganz Europa verbreitet. 

8. P. turionellae L. 1758 Ichneumon turionellae Linne, Syst. natj 
ed. 10 p. 564 O | 1804 Cryptus turionellae Fabricius, Syst. Piez. 87 
72 9 | 1829 Pimpla turionellae Qravenhorst, 1. c. III, 192, 93 | 186(1 
Holmgren, 1. c. 21, 7 | 1863 Taschenberg, 1. c. 262, 5 | 1877 Thomso, 
1. c. 747, 5 j 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 475 u. 1897 Rev. p. 509; 

Schwarz, die äussersten Ränder der Segmente oft rötlich, 
ebenso häufig aber auch ungefärbt. Beine rot, die hintersten 
Tarsen und Schienen schwarz, die letzteren vor der Basis 
mit weissem Ring. Flügel leicht getrübt, Stigma braun, 
Flügelschuppen beim tf. blassgelb, beim 9 mehr dunkel. 
Fühler dünn, schwarz ; (wegen der Exemplare mit heller 
Geisselwurzel vergleiche man bei flavicoxis Thoms.). Derl 
Fühlerschaft bei beiden Geschlechtern meist ganz schwarz,] 
beim $ häufig unten auch hell, ebenso die Taster. 

Metathorax schwach gerunzelt, die Area posteromedia > 
glatt. Die Luftlöcher gross, fast rundlich. Hinterleib zumal 
vorn dicht und grob punktiert mit glatten Rändern, das] 
1. Segment ohne Kiele. Bohrer kaum von halber Hinter- 



Pimpla. 1055 



leibslänge. Nervellus stark postfurcal, weit über der Mitte 
gebrochen. 

Körperlänge (ohne Bohrer) schwankt von 5—12 mm. 

Grössenverhältnisse : 12, Hinterleib 7, Bohrer 3 mm. 

Varietäten: Var. 1 Gr. Die vordersten Hüften ganz 
schwarz, Schenkelringe rot, die vordersten an der Basis 
schwarz. 

Var. 2 9 Gr. Die hintersten Schienen rostrot mit weissem 
Ring oder braun mit rotem Ring. 

Var. 3 Gr. Schildchen weiss oder gelb gezeichnet. Beim 
cf die Beine reich gelb gefärbt. — Diese Varietät würde 
P. flavicoxis Thoms. entsprechen. 

Var. 4 Costa, Notizie ed osservazioni sulla geo-fauna 
Sarda. V. Neapel 1886, p. 22. Hinterleib rotbraun, nur das 
1. Segment schwarz. Der helle Ring vor der Basis der 
vorderen Schienen deutlich. 2 Exemplare von der Insel 
Sardinien. 

Die Art gleicht sehr P. examinator, unterscheidet sich 
aber leicht durch die roten Hinterhüften. Sie erscheint 
hier vom Mai an und findet sich überall ziemlich häufig, 
die 9 durchschnittlich weit zahlreicher als die tf ; also 
umgekehrt wie bei examinator. 

Wurde erzogen aus Gastropacha pini, Aspidia cynobana, 
Coccyx Buoliana, Coleophora lariciella, Rhodophae conso- 
ciella, Xylopoda fabriciana, von Mocsary aus Epichnopteryx 
bombycella. 

L. 5—12 mm. — Sehr häufig in Europa und Nordafrika. 

. P. flavicoxis C. G. Thoms. 1877 Pimpla flavicoxis Thoms., Opusc. 
Ent. VIII, 747, 6 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 476 und 1897 
Rev. p. 509. 

Thomson beschreibt diese Art mit folgenden Worten : 
„Schwarz, Beine gelb, die hintersten Schienen und Tarsen 
schwärzlich, die ersteren an der Basis mit weissem Ring, 
die Fenster durch eine Linie getrennt. — Sehr verwandt 
mit Pimpla examinator, aber durch die hellen Hüften leicht 
zu unterscheiden. Von examinator und turionellae ferner 
durch folgende Merkmale verschieden: Die Fühlergeissel 9 
gegen die Basis unten gelb, die vordersten Schienen an 
der Spitze jäh eingeschnürt, die Farbe der Hüften anders, 
die Geisselglieder 6 und 7 mehr allmählich kürzer, beim tf 
überdies das Schildchen, die Unterseite des Fühlerschaftes, 
die Flügelschuppen und Schulterbeulen oft weisslich." 



1056 Pimplinae. 



Vorliegende Art scheint mir eine sehr gewagte. Ich finde 
nämlich, dass auch bei turionellae die Fühlergeissel oft an| 
der Basis gelblich ist und dass ferner bei derselben Art! 
auch die Fenestra externa meist aus 2 getrennten, durch! 
ein Nervenstück mit einander verbundenen Feldern bestellt 1 
Die helle Färbung der Beine will dann nicht viel bedeuten,! 

Schweden. 



10. P. Spuria Grav. 1829 Pimpla spuria Qravenhorst, lehn. Europ. III, 
179, 88 9 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 477 u. 1897 Rev 
P. 50 Qtf. 

9 Schwarz, Fühler lang und dünn ; Stirn und Gesicht ziemlich 
glänzend, erstere leicht querrunzelig, letzteres seicht punk- 
tiert; Palpen braun. Kopf sehr kurz, hinter den Äuget: 
stark verengt. Mesonotum glänzend, fein und seicht punk- 
tiert; Metathorax stark runzlig punktiert; Area supero- 
media mit deutlichen Längsleisten, hinten oft durch eine; 
den abschüssigen Teil begrenzende Querleiste geschlossen 
Luftlöcher ungefähr wie bei instigator. Der abschüssig«; 
Teil des Metathorax nur an der Basis gerunzelt, nach hinter 
mehr glänzend. Brustseiten fein und zerstreut punktiert 
nach unten mehr runzlig. Die Metapleuren dicht längs f | 
streifig. Hinterleib vorn dicht und grob punktiert, nact 
hinten mit feinerer Punktierung und deshalb mehr gläu 
zend; die Höcker kaum angedeutet; die Endränder ziem, 
lieh breit, glänzend; die hinteren meist hell schimmernd 
Beine rot, die vordersten Hüften an der Basis oft schwarz! 
die hintersten Schienen an der Spitze und die hinterste* 
Tarsen schwärzlich. Flügel ziemlich getrübt, Stigim 
schwärzlich, an der Basis gelblich, darunter ein heller Fleck 
Nervellus weit über der Mitte gebrochen. 

Der Bohrer so lang wie der halbe Hinterleib, die Klappei 
kurz behaart. 

Bei den kleineren 9 finde ich die Hinterschienen schwarz 
braun, vor der Basis mit rötlichem Ring, wie sie Holmgrer 
von aretica angibt. Diese Exemplare stimmen aber aucl 
ganz überein mit strigipleuris Thomson und vergleich* 
man Weiteres bei dieser. 

Das tf stimmt in der Färbung und Skulptur vollkommei 
mit dem 9 überein. 

L. 6— 11 mm. 

Zerstreut im mittleren und südlichen Europa nicht seltei 
traf ich die Art auch in Aegypten. 



Pimpla. 1057 



11. P. arctica Zett. 1838 P. a. Zetterstedt, Ins. Läpp. I p. 375 tf \ 
1860 Holmgren, 1. c. p. 19 QcT | 1889 Thomson, Op. Ent. XIII p. 1408 | 
1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 509 Qtf | 1877 P. lapponica Thomson, 
Op. Ent. VIII p. 746 | 1888 P. spuria Schmiedeknecht, Monogr. p. 477 
(partim). 

Von P. spuria hauptsächlich verschieden durch die Fär- 
bung der hintersten Schienen, indem dieselben schwarz- 
braun und nur zuweilen an der Basis rötlich sind. 

Sehr ähnlich auch der P. instigator, durch die ganz oder 
zum Teil rotgefärbten Hinterschienen leicht zu unter- 
scheiden. Der Thorax glänzender als bei P. instigator, 
Brustseiten feiner und zerstreuter punktiert. — Flügel 
deutlich getrübt, Stigma braun. Beine rot, die vorderen 
Hüften und Trochanteren schwarz, Hinterhüften zuweilen 
an der Unterseite, die Spitze der hintersten Schenkel, und 
die hintersten Schienen und Tarsen schwarzbraun, die 
Schienen an der Basis zuweilen rötlich. Hinterleib schwarz, 
Endränder der Segmente gewöhnlich rötlich. Bohrer von 
halber Hinterleibslänge. 

L. 10—15 mm - 

Nördliches, und zum Teil auch mittleres Europa. 

. P. Strigipleuris C. G. Thoms. 1877 Pimpla strigipleuris Thomson, 
Op. Ent. VIII, 747, 5 ; Op. Ent. XIII p. 1408 u. Op. Ent. IXX p. 2125 | 
1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 478 u. 1897 Rev. p. 509. 

Der Autor gibt von dieser Art die folgende kurze Be- 
schreibung : 

„Schwarz, Schenkel und die hintersten Hüften und 
Schenkelringe rot, die hintersten Tarsen und Schienen 
schwärzlich, letztere vor der Basis mit rötlichem Ring, die 
Metapleuren punktiert-gestreift. Die Luftlöcher des Meta- 
thorax oval oder rundlich. 

Der P. turionellae sehr ähnlich, aber die hintersten 
Schienen ohne weissen Ring, die Metapleuren gestreift, 
Hinterleibsstiel und Bohrer deutlich länger. 

In Schonen nicht selten." 

Der Unterschied von spuria und arctica würde also in 
der Färbung der Hinterschienen beruhen. Ich halte die Art 
nur für kleine Exemplare der spuria, wie ich schon bei 
dieser Art bemerkt habe, zumal die gestreiften Metapleuren 
auch dieser eigentümlich sind und die Luftlöcher des 
Metathorax keinen sicheren Anhalt bieten. 

L. 6 — 8 mm. — Nach Bridgman aus Depressaria hera- 
cleana erzogen. — Nord- und Mitteleuropa. 



1058 Pimplinae. 



[3. P. pudibundae Ratzbg. 1844 P. pudibundae Ratzeburg, lchneum 
d. Forstins. I, 114, 7 | 1863 Taschenberg, 1. c. 263, 6 | 1888 Schmiede 
kriecht, Monogr. p. 479 u. 1897 Rev. 508 Qtf. 

Taschenberg, dem Originalstücke vorgelegen haben, gib 
über diese mir völlig unbekannte und auch von keinen! 
späteren Autor erwähnte Art, folgende Notizen : „Der P 
inquisitor ausserordentlich ähnlich in Sculptur und Färbung! 
jedoch durch die ovalen Luftlöcher, den etwas kürzerei 
Bohrer, nicht unter der Mitte gebrochenen Nervellus um 
etwas deutlicher punktierten, nicht querrissigen Hintei 
rücken und die einfachen Klauen verschieden. Das Mänrij 
chen, welches ich nicht vor mir habe, soll nach Ratzeburii 
ein schwarzes Gesicht, nur die Taster und den grössten Teil 
der Fühler unten gelb haben." 

Aus Ratzeburg trage ich noch Folgendes nach : „De' 
P. Bernuthi sehr ähnlich, sehr verschieden aber durch da 
gelbe Randmal, die sehr wenig bemerkbaren Eindrück; 
der Hinterleibsringe, die meist sehr brillante Farbe de 
gelben Teile der Beine!" Ratzeburg zog die Art aus Orgyi' 
pudibunda, welche er von der Insel Rügen erhalten hatfa 

Nach Taschenberg sind das Hauptkennzeichen dieser Ai; 
die kräftigen Fühler, während sonst die Arten mit ung^ 
läppten Fussklauen fast durchweg haarförmig dünne Fühlt! 
haben. 

L. 11, Hinterleib 6,5, Bohrer 6 mm. — Deutschland. : 

14. P. Moraguesi Schmiedekn. 1888 P. Moraguesi Schmiedekned! 
Monogr. p. 479 und 1897 Rev. p. 508 9- 

Kopf quer, hinter den Augen stark verschmälert, di\ 
Gesicht dicht und ziemlich grob punktiert, ohne Glan^ 
der Kopfschild tief ausgerandet ; die Palpen braun ; B 
Fühler lang und dünn, die Endhälfte rostrot. Thora] 
schwarz, das Meson otum dicht und ziemlich grob punktier! 
schwach glänzend ; Schildchen und Hinterschildchen ro; 
ebenfalls dicht punktiert ; der Metathorax grob runzelig 
punktiert mit deutlichen Querrunzeln, die Luftlöcher g< 
streckt, die Area superomedia kaum durch 2 schwach 
Längsleisten angedeutet; der hintere Teil des abschüssige 
Raumes glänzend und poliert. Die Brustseiten diel 
punktiert. Vor den Flügeln ein weisser Streif. Hinterlei 
dicht und grob punktiert, fast glanzlos, die Endränd* 
glänzend, nach hinten breiter werdend ; die Seitenhöck* 
kaum angedeutet. Bohrer von halber Hinterleibsläng 
gerade, die Klappen kurz und spärlich behaart. Bein 
mit Einschluss der Hüften rot, die hintersten Schienen p 
der Basis mit einem deutlichen weissen Ring, an de 



Pimpla. 1059 



vorderen Beinen ist dieser Ring ebenfalls vorhanden, aber 
schwächer; die Spitzen der hintersten Schienen undTarsen- 
glieder leicht gebräunt. Die Klauen an der Basis ohne 
lappige Erweiterung. Flügelschuppen weisslich, Flügel deut- 
lich getrübt, das Stigma braun, an der Basis weisslich, die 
Spiegelzelle sitzend; Nervellus weit über der Mitte gebrochen. 

Diese Art nenne ich zu Ehren meines Freundes Don 
Fernando Moragues, der sie im Mai 1887 bei seiner Vater- 
stadt Palma de Mallorca auf den Balearen fing. 

Diese Art, die sich durch das rote Schildchen und Hinter- 
schildchen sogleich erkennen lässt, ist eng verwandt mit 
P. turionellae, und ich war anfangs geneigt, sie nur als 
eine südliche Varietät davon aufzufassen, zumal auch bei 
uns die $ von turionellae häufig mit hellem Schildchen 
vorkommen. Ich finde aber, dass die Luftlöcher weit 
gestreckter sind, während sie sich bei turionellae mehr dem 
Rundlichen nähern ; ebenso ist der Metathorax grob runzlig- 
punktiert, oben deutlich querrissig. Auch die Farbe der 
hintersten Schienen ist ganz abweichend. 

L. 10 mm. — Balearen. 

P. ruf ata Gm. 1790 Ichneumon rufatus Qmelin, ed. 13. Linn. 2684, 
240 | 1829 Pimpla rufata Qravenhorst, 1. c. 111, 164, 82 | 1844 Ratze- 
burg, 1. c. I, 118 u. II 95 | 1863 Taschenberg, 1. c. 263, 7 | 1887 
Kriechbaumer, Ent. Nachr. N. 8, p. 117 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. 
p. 480 u. 1897 Rev. p. 526 | 1860 Pimpla flavonotata Holmgren, 1. c. 
19, 5 | 1877 Thomson, 1. c. 749, 11. 

Schwarz, Mund, ein Fleck auf der Schulter, Linien des 
Mesonotums, die Spitze der beiden Schildchen und die 
Flügelschuppen gelb. Fühler rotgelb, oben etwas dunkler, 
mit schwärzlichen Querlinien. Beine rot, die vorderen mehr 
gelblich, die hintersten Schienen und Tarsen mit weissem 
Ring vor der Basis, die Basis und Spitze gebräunt ; die 
Tarsen weisslich, mit schwärzlichen Spitzen der Glieder. 
Flügel leicht gelblich getrübt mit braunem Stigma. Beim 
ö" das ganze Gesicht gelb, beim 9 nur die inneren Augen- 
kreise. 

Der Kopf ist kurz, quer, hinter den Augen deutlich ver- 
schmälert ; das Gesicht schwach punktiert, leicht gekielt; 
die Stirn tief eingedrückt, glänzend. Augen tief ausge- 
randet. Fühler vorgestreckt, kräftig, nach vorn allmählich 
schwach verdickt. Brustseiten glatt, leicht punktiert ; Meta- 
thorax stark punktiert, der abschüssige Raum etwas glatter. 
Hinterleib stark punktiert, das 1. Segment an der Basis 
tief ausgehöhlt, die hintere Hälfte dagegen gleichmässig 
gewölbt, die Kiele nur schwach ausgeprägt, ebenso die 



io6o Pimplinae. 



dazwischen liegende Furche, die also keineswegs bis zt 
Segmentrande verläuft wie bei der folgenden Art. Das 
Segment an der Basis beiderseits mit tiefen Gruben. E 
Bohrer weit unter der halben Hinterleibslänge. Die Bohr« 
klappen bei dieser Art sowie bei brassicariae und capulife 
gegen das Ende allmählich keulen- oder löffelartig v< 
dickt; im Tode meist eingerollt. Beim tf das letzte Rücke 
segment länger als breit, das letzte Bauchsegment vc 
gestreckt und zugespitzt. 

Varietäten: Var. i Gr. Das Mesonotum ohne gel 
Streifen. Die Varietät ist entschieden weit häufiger als d 
Stamm art, wie auch Kriechbaumer bestätigt. 

Var. 2. tfO. Bei den Q sind die Hinterränder der Segmen 
schmal weissgelb, bei einem 9 die Segmente 2—4 ob 
rötelnd. Aus Acidalia triliniaria erzogen. Ein tf hat I 
der Innenseite der Hinterhüften einen grossen schwarz» 
Fleck. 

Var. 3. ^9 (nach Brischke). Metathorax ohne Glanz ui 
ohne gelbe Striche, Hüften und hintere Trochanten 
schwarz, letztere mit roten Spitzen, Vorderhüften I 
gelbem Fleck, Vordertrochanteren, vordere Tibien ui 
Tarsen gelb, Hinterschenkel an der Spitze, Hinterschienl 
(ausser einem weissen Mittelringe) und Hintertarsen schwa; 
die J 1 bis 13 mm lang. Aus Psilura monacha, Spiloson 
menthastri, Rhodocera rhamni, Pieris napi und Tortrii 
Puppen erzogen. — Der glanzlose Mesothorax könnte I 
Pimpla capulifera hindeuten. 

Als sonstige Wirte werden noch angeführt : Gastropacf 
neustria, Drepana falcula, Psyche viciella, Abraxas gross 
lariata, Nephopteryx vacciniella, sowie die Blattwespef: 
gattung Lophyrus. Auch aus einem Fliegentönnchen, d 
in der Puppe von Lasiocampa pini steckte, erhielt 1 
Brischke. 

L. 6—15 mm. — Die Art ist über ganz Europa verbreit 
und eine der häufigsten. Sie erscheint von Mitte Mai a 
und findet sich auch im Spätsommer noch ziemlich zahlreicl 

16. P. rufithorax Strobl. 1901 P. rufithorax Strobl, Mitteil. Natun 
Ver. Steierm. p. 1 1 9- 

„Aeusserst ähnlich der P. rufata, nur folgende Untei 
schiede : Mesonotum und Flecke der Mesopleuren ro 
ersteres mit schwarzer Mittelstrieme und schwarzem Seiten! 
rande. Hinterschienen schwarz, in der Mitte deutlich ode| 
undeutlich weiss oder rot, ganz an der Basis aber mi 
stets deutlichem weissem Ringe, während bei rufata di' 



Pimpla. 1061 



Basis ganz schwarz ist und nur in der Mitte ein weisser 
Ring vorkommt. Hintertarsen schwarz, schmal weiss ge- 
ringelt, bei rufata nur braun mit ziemlich undeutlichen 
weisslichen Gliederungen. In sonstiger Färbung, Grösse, 
Luftlöchern, Bohrerlänge, Klauenbildung, 1. Segment und 
Nervellus stimmen beide Arten fast vollständig überein. 
1 9 von Zara in Dalmatien." 

P. brassicariae Poda. 1761 Ichneumon brassicariae Poda, Ins. 
Mus. Gr. p.105 I 1804 Pimpla varicornis Fabricius, Syst. Piez. 1 19, 31 | 
1829 Gravenhorst, 1. c. III, p. 167, 83 | 1863 Taschenberg, 1. c. 263, 8 | 
1887 Kriechbaumer, Ent. Nachr. N. 8, p. 117 | 1860 Pimpla rufata 
Holmgren, 1. c. 20, 6 | 1877 Thomson, 1. c. 747, 10 | 1888 P. brassi- 
cariae Schmiedeknecht, Monogr. p. 482 ' u. 1897 Rev. p. 526. 

Anmerk. Die Art wurde lange Zeit als Pimpla varicornis F. be- 
eilet. Kriechbaumer schlug jedoch dafür den Namen Pimpla brassicariae 
la vor, da derselbe die Priorität hatte, worauf bereits Rogenhofer und 
la Torre in den Verhandlungen der zool. bot. Gesellschaft 1881 p. 597 
nerksam gemacht hatten. 

Diese Art ist der vorigen zum Verwechseln ähnlich und 
es ist keineswegs leicht, die Q beider zu unterscheiden. 
Der Hauptunterschied liegt in der Beschaffenheit des 1. 
Segmentes. Wie bei rufata ist dieses an der Basis stark 
vertieft, die Vertiefung läuft aber muldenförmig bis zum 
Endrand, während sie bei rufata kaum über die Mitte geht. 
Die Kiele des 1. Segmentes sind ferner abweichend von 
rufata stark ausgeprägt, namentlich in der Mitte sehr 
erhaben. Ein guter Unterschied liegt ferner in der Färbung 
der Hinterschienen. Dieselben haben nämlich bei brassi- 
cariae vor der Basis höchstens eine helle Stelle, während 
| sie bei rufata einen deutlichen weissen Ring besitzen. Auch 
i die Hintertarsen sind bei vorliegender Art rot und nur an 
der Spitze etwas verdunkelt, während sie bei rufata meist 
weisslich mit dunklen Spitzen sind. — Auch mit Pimpla 
j angens hat die Art grosse Aehnlichkeit, unterscheidet sich 
von ihr durch die ovalen Luftlöcher des Metathorax und 
die tiefen Basalgruben des 2. Segmentes. Fühler wie bei 
rufata. Am Thorax ist meist nur die Schildchenspitze gelb. 
Beim Q sind die inneren Augenränder meist schmal gelb; 
beim tf ist das Gesicht gelb mit schwarzer Mittelstrieme. 
Var. 1 tf. Rücken mit zwei verwischten gelben Linien. 
Var. 2 tf. Thorax mit Schildchen ganz schwarz. 
Var. 3 Q. Innere Augenränder schwarz, Schildchen gelb. 
1 9 im Spätsommer bei Blankenburg. 

Var. 4 9. Innere Augenränder und Schildchen schwarz, 
Kopf und Thorax also ohne gelbe Zeichnung. Diese bisher 



io 62 Pimplinae. 



noch von keinem Autor erwähnte Varietät fand ich in z^ 
grossen Q Anfang Juni in Thüringen. 

Die Art schmarotzt bei Vanessa urticae, Pieris brassicae 
Aporia crataegi, Limenitis camilla, Sphinx ligustri, Scoliop- ( 
teryx libatrix. Liparis Salicis, Botys verticalis, Tortrix viri- j 
dana, Gelechia populella, Eurycreon verticalis. Nach : 
Taschenberg auch aus Eiern der Kreuzspinne. 

L. 8 — 15 mm. 

Verbreitet über ganz Europa. 

18. P. quadridentata C. G. Thoms. 1877 Pimpla quadridentata 
Thomson, Op. Ent. VIII p. 749, n. 12 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr.i 
p. 483 u. 1897 Rev. p. 526. 

Die Art stimmt in der Structur ganz mit ruf ata und 
brassicariae überein und unterscheidet sich von beiden da- 
durch, dass nur die Klauen der vier vorderen Beine amj. 
Grunde gelappt sind, während dies bei jenen" beiden Arten j 
an allen Beinen der Fall ist. Mesonotum in der Regel| 
ohne gelbe Linien und Schulterfleck, Schildchen und Hinter-« 
schildchen mit kleinerer gelber Makel an der Spitze, diej 
hintersten Schienen mit weisslichem Ring, die Vorderhüften 
bei den tf gelb. 

P. quadridentata ist durchweg kleiner als P. rufata. Sie: 
lässt sich als eigene Art, besser wohl als kleinere Rasse! 
der P. rufata auffassen, da scharfe Unterschiede nicht ziij 
machen sind. Hier in Thüringen ist sie häufig. 

19. P. roborator F. 1793 Ichneumon roborator Fabricius, Ent. Syst, 
II p. 170 | 1829 Pimpla roborator Gravenhorst, lehn. Eur. III, 173,841;!) 
1852 Ratzeburg, 1. c. III, 103, 45 I 1860 Holmgren, 1. c. 25, Ui 
1863 Taschenberg, 1. c. 263, 9 | 1877 Thomson, 1. c. 753, 21 | 188*' 
P. roborator Schmiedeknecht. Monogr. p. 16 u. 1897 Rev. p. 543 jv 
1848 Pimpla cicatricosa Ratzeburg, 1. c. II, 89 | 1863 Taschenberg 
1. c. 265. 18. 

Schwarz, Taster, Flügelwurzel und Flügelschuppen gelb 
Beine rotgelb bis bräunlich, die Spitzen der Tarsen, eir! 
Ring vor der Basis der hintersten Schienen und das Endfj 
derselben dunkel. Flügel leicht getrübt, das Stigma braun; 
am Innenwinkel etwas heller. Hinterleib meist braunj 
seltener ganz schwarz, bei südlichen Exemplaren oft rotj 

Die Art ist besonders ausgezeichnet durch die grob«: 
Punktierung, namentlich des Hinterleibes. Auch der Meta 
thorax mit grober Sculptur, nur die Andeutung des oberei 
Mittelfeldes ziemlich glatt und glänzend. 

Der Kopf ist hinter den Augen wenig verschmälert 
letztere nur schwach ausgerandet. Fühler fadenförmig 
nach der Basis leicht verdünnt. Thorax glänzend mi 






Pimpla. 1063 



groben Punkten ; die Luftlöcher des Metathorax oval, sodass 
diese Art eine Uebergangsform ist zwischen den Arten mit 
gestreckten und runden Luftlöchern. Hinterleib weit länger 
als Kopf und Thorax zusammen, das 1. Segment kürzer als die 
Hinterhüften, die übrigen Segmente quer mit kräftigen 
Seitenhöckern und breiten glatten Endrändern. Der Bohrer 
fast von Körperlänge. Nervellus über der Mitte gebrochen. 

Man verwechsle die Art nicht mit Ephialtes tuberculatus 
und Ephialtes dux. — Gravenhorst erwähnt eine Varietät 
des cf, wo die Schild chenspitze braun ist. 

Die Pimpla cicatricosa Ratz, gehört entschieden hierher ; 
die Trennung beruht nur auf der verschiedenen Auffassung 
der Luftlöcher und der schwankenden Färbung des Hinter- 
leibs. 

P. blattifera Tosquinet. Mem. Soc. Ent. Belg. V (1896) 
p. 310 9 ist eine Varietät, bei welcher auch der Thorax 
eine dunkelrote Färbung hat; sie wurde von Quedenfeldt 
in Marokko gesammelt. 

Die Art wurde erzogen aus Sesia formicaeformis und 
spheciformis, Cryptorhynchus lapathiund Nematus gallarum. 

L. 12 — 15 mm. 

Ueberall selten ; in Thüringen ist sie mir nur in einigen 
Exemplaren vorgekommen; ein schönes Weibchen fing ich 
Ende Oktober. Häufiger scheint sie im Süden zu sein. 
Ich traf sie bei Bozen und ziemlich häufig in Andalusien 
und Algerien. 

>. P. Schmiedeknechti Kriechb. 1888 P. Seh. Kriechbaumer, Ent. 
Nachr. XIV p. 3399 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 542 9. 

} Gehört zur Gruppe der P. roborator, der Hinterleib ist aber 
schmächtiger und feiner punktiert. Schwarz, Segment 2—6 
rot, mit dunklen Endrändern. Bohrer von Körperlänge. 
Tegulä und Schulterbeulen weiss. Flügel hyalin, Stigma 
braun, beiderseits hell. Nervellus über der Mitte gebrochen. 
Beine mit Einschluss der Hüften einfarbig rot. 

L. 11 mm. 

Das einzige 9. welches der Beschreibung zu Grunde lag 
und das sich jetzt in der Münchener Staatssammlung be- 
findet, fing ich vor Jahren auf Korfu. 

[. P. punctata C. G. Thoms. 1895 P. p. Thomson. Op. Ent. XIX 
p. 2126 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 571. 

Nach der kurzen Diagnose ist die Art kaum von P. 
roborator zu trennen, auch auf den etwas kürzeren Bohrer 
kann man nicht zu viel Gewicht legen. 



1064 Pimplinae. 



Thomson 's Beschreibung lautet wörtlich: Der P 
roborator ähnlich, aber gedrungener, der ganze Thora: 
stark punktiert, Postpetiolus quer. Beine rot, Vorderhüftei 
oft schwarz. Bohrer wenig länger als der Hinterleib 
Petiolus quer. Segment 2 — 5 zuweilen kastanienbraun. 

L. 12 mm. — Steiermark, Istrien. 

22. P. brachycera C. G. Thoms. 1895 P. b. Thomson, Op. Eir 
XIX p. 2126 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 572. 

Auch diese Art ist so kurz wie möglich beschrieben. AI 
Hauptkennzeichen würden die auffallend kurzen Fühle 
und der körperlange Bohrer zu betrachten sein. 
Die ganze Beschreibung lautet : Der P. punctata durch di 
starke Punktierung des Thorax ähnlich, aber Fühler kürzei 
. Bohrer fast von Körperlänge. , ,_ f 

Istrien. 

23. P. viduata Grav. 1829 Pimpla viduata Gravenhorst, lehn. Eur. 
214 cf | 1863 Taschenberg, 1. c. 264, 10 r? | 1880 Brischke, 1. c. 
111 c?Q | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 484 u.^1897 Rev. p. 52Ö 

Vom tf gibt Gravenhorst die folgende Beschreibung : 

,, Fühler kürzer als der Körper, fadenförmig, braun, di< 
Glieder 1 und 2 schwarz, die folgenden unten rostrot, di] 
letzten durchaus rötlich. Thorax bucklig, c Flügel wasser 
hell oder leicht getrübt, Stigma pechbraun, Flügelwurze 
blassgelb, Flügelschuppen schwarz oder rötlich braun, di< 
Spiegelzelle unregelmässig dreieckig, sitzend. Die hinter 
sten Schenkel verdickt. Beinegelbrot, Hüften und Schenkel 
ringe schwarz; die hintersten Schienen zuweilen mit einen 
hellen Ring vor der Basis, die Tarsen braun mit helle 
Basis. Hinterleib so breit als der Thorax und doppelt s<! 
lang als dieser, durch Punktierung matt, die Segmenü 
mit eingedrückter Querlinie." 

Das 9 wird nur von Brischke erwähnt. Nach ihm ist ei 
wie das tf gefärbt, der Bohrer etwa halb so lang wie dei 
Hinterleib, Hintertarsen rot mit braunen Gliederspitzen 
Derselbe Autor zog die Art aus Psyche viciella, Sesis 
spheeiformis und einer Tortrix. — Mocsary nenntals Wirte 
Orgyia ericae und Psyche Ecksteini. 

Diese Art, die mir in Natur nicht bekannt ist, würde siel 
also auszeichnen durch die schwarzen Hüften und Schenkel- 
ringe bei einfarbig schwarzem Thorax. Auch die Bohrer- 
länge unterscheidet sie von den verwandten Arten. Seht 
nahe scheint ihr dagegen die P. meridionalis Kriechb. zu 
stehen. 

Mitteleuropa. 



Pimpla. 1065 



P. capulifera Kriecht». 1887 Pimpla capulifera Kriechbaumer, Eni. 
Nachr. n. 8, p. 119 Q | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 485 | 1895 
Thomson, Opusc. Ent. XIX p. 2125 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 
526 | 1897 Brauns, Archiv Ver. Fr. Naturg. Meckl. p. 68 tf . 

Kriechbaumer schreibt über diese Art: 

„Ich war lange in Zweifel, ob ich vorliegendes Exemplar 
als Var. von rufata Gm., Gr., mit dem es jedenfalls am 
nächsten verwandt ist, oder als besondere Art betrachten 
soll. Folgende Merkmale veranlassen mich jedoch, vor- 
läufig letzteres zu tun: die Grösse übertrifft meine grössten 
Exemplare und auch die von Gravenhorst und Holmgren an- 
gegebene Maximalgrösse dieser Art ; der Brust- und Hinter- 
leibsrücken, namentlich ersterer, sind ganz matt; am Kopf 
sind die Aü§;enränder nur unter den Fühlern schmal gelb 
gefärbt, auf^em Scheitel dagegen keine Spur dieser Farbe 
zu sehen, ebenso ist das ganze Bruststück schwarz, nur das 
Schildchen an der Spitze mit einem grossen, viereckigen, 
in der Mittg.^spitz nach vorn erweiterten weisslich gelben 
Fleck und das Hinterschildchen mit einem ebenso gefärb- 
ten breiten Sjtreifen versehen ; von ersteren zieht sich beider- 
seits eine feine gelbe Linie bis zur Flügel wurzel, an letz- 
terem ist nur. der Anfang solcher Linien zu sehen. Sämt- 
liche Hüfterfu und ein mehr oder minder grosser Teil der 
Schenkelringe sind schwarz, doch haben die Vorderhüften 
vorne einen* weisslich-gelben Fleck. Die Bohrerklappen 
haben durch die nach dem Tode erfolgte Entfernung von 
einander und damit verbundene Drehung ganz die Form 
von Schöpflöffeln mit länglicher Kelle angenommen." 

cf (nach Brauns). Das ganze Gesicht und die inneren 
Augenränder gelb ; letztere reichen fast bis zu einem grossen 
gelben Scheitelfleck, der auch bei den 9 zuweilen, wenn 
auch nicht so ausgedehnt, vorhanden ist; die vorderen 
Beine haben vorherrschend gelbe Färbung. 

Mocsary zog die Art aus Limenitis populi, Brauns 
giebt als Wirte Rhodocera rhamni und Argynnis paphia an. 

L. 16, Bohrer 3 mm. 

Zerstreut in Nord- und Mitteleuropa. 

P. meridionalis Kriechb. 1887 Pimpla meridionalis Kriechbaumer, 
1. c. p. 120 n. 99 I 1888 Schmiedeknecht, Mon. p. 486 u. 1897 Rev. 
p. 526. 

Kriechbaumer gibt von dieser Art die folgende Be- 
schreibung: 

Schwarz, Schenkel, Schienen und Tarsen rot, das End- 
glied der letzteren weisslich, alle an der Spitze schwärzlich ; 
die hintersten Schienen unterhalb der Basis mit hellem 



io66 Pimplinae. 



Ring. Stigma braun, an der Basis hell, Nervellus weit über 
der Mitte gebrochen, Tegulä hell gerandet. Fühler gegen 
die Basis verdünnt, unten rötlich. Metathorax in der Mitte 
der Länge nach glatt und stark glänzend. 

Obgleich in der Färbung der P. instigator täuschend 
ähnlich, gehört die Art doch durch die dickeren, gegen die 
Basis verschmälerten Fühler und die, wenn auch nur 
schwach hervortretenden Höcker der Hinterleibssegmente 
in die nächste Nähe von brassicariae Poda (varicornis F., 
Gr.), von der sie jedoch durch die schwarze Färbung der 
Hüften und Schenkelringe, den gänzlichen Mangel heller 
Zeichnungen an Kopf und Bruststück (die weisslich geran- 
deten Flügelschüppchen ausgenommen) sowie auch durch 
die dunklere Färbung der Fühler, Randaderund des Flügel- 
mals leicht zu unterscheiden ist. 

Das einzige mir vorliegende Exemplar (in Hiendlmayr's, 
Sammlung) wurde von H. Korb aus einer um Chiclana in. 
Spanien gesammelten Raupe von Lasiocampa (Megasoma)! 
repanda Hb. gezogen. (Kriechbaumer.) 

L. 13, Bohrer 4 mm. 

! 

26. P. ephippium Brülle. 1846 P. e. Brülle, Hist. Nat. Ins. Hymen. 
IV p. 99 cf I 1885 Pimpla Ragusae Destefani, Natural. Sicil. IV p. 188 c? I 
1897 Pimpla Cleopatra Schmiedeknecht, Rev. p. 539 u. p. 634 Qtf. 

Durch die brennend rote Färbung des Hinterleibs und 
der Beine eine der schönsten Arten, die sich durch dicj 
ungezahnten Klauen und Stellung des Nervellus an diej 
Gruppe von P. instigator anschliesst, durch Fühlerbildung 
und die mehr runden Luftlöcher des Metathorax aber auch! 
an die Gruppe der P. rufata erinnert. 

Kopf hinter den Augen stark verengt, oben fast glatt, 
Clypeus am Ende breit niedergedrückt und daselbst glatt 
und glänzend, Fühler lang, gegen das Ende schwach ver- 
dickt. Mesonotum dicht und fein punktiert, schwach glän- 
zend; Metathorax an den Seiten mit grossen und zerstreuten 
Punkten, die beiden Längskiele stark erhaben, Luftlöcher 
gross, oval. Nervellus stark postfurcal, weit über der Mitte 
gebrochen. Beine kräftig, das Endglied der Tarsen mehr 
als 4 Mal so lang als das vorletzte Glied ; Fussklauen ohne 
Zahn. Hinterleib auffallend grob runzelig punktiert, matt, 
die Segmente mit starken Quereindrücken, die mittleren 
an der Basis tief eingeschnürt, das 1. Segment mit starken: 
Kielen bis fast zum Hinterrand. Bohrer etwas kürzer als; 
der halbe Hinterleib. 



Pirapla. Io6 7 



Schwarz, Metathorax, Beine und Hinterleib, zuweilen 
auch die beiden Schildchen brennend rot. Fühler rötlich 
mit braunen Querringen, das Endglied gelblich. Flügel 
hyalin, Stigma schwärzlich, an der Basis weiss. Spitzen des 
Endgliedes der hintersten Tarsen schwarz. 

Das tf stimmt in Färbung und Skulptur ganz mit dem 
Q überein. Die Genitalklappen sind schwarz. 

L. 10 — 15 mm. 

Bis jetzt blos von Aegypten und Sicilien bekannt. — 
Ich fand die Art zahlreich im April 1897 auf Kleefeldern 
zwischen Kairo und Heluan. — Von der P. Ragusae haben 
mir typische Stücke vorgelegen. 

P. melanocephala Grav. 1829 Pimpla melanocephala Qraven- 
horst, lehn. Europ. HI, 149, 75 Q \ 1863 Taschenberg, 1. c. 264, II | 
1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 486 u. 1897 Rev. p. 540 | Pimpla 
bicolor Boie, Stett. Ent. Z. 1855 p. 102 | Holmgren, 1. c. 27, 22 9. 

Kopf quer, hinter den Augen wenig verengt, schwarz, 
Palpen hellgelb, Fühler länger als der halbe Körper, faden- 
förmig, die Geissei gegen die Basis rötlich, die beiden 
ersten Fühlerglieder meist ganz schwarz, die übrigen mit 
schwarzen Einschnitten. Augen tief ausgerandet. Thorax 
schwarz, der Metathorax und eine Linie unter den Flügeln 
rotgelb. 

Die Area superomedia vorhanden, am Ende offen ; die 
Brustseiten fein punktiert. Hinterleib rotgelb, sehr uneben 
und sehr grob punktiert; das 1. Segment mit deutlichen 
Kielen ; der Bohrer deutlich kürzer als der halbe Hinter- 
leib. Beine rotgelb, die Tarsen am Ende schwarz. Klauen 
am Grunde nicht lappig erweitert. Flügel kaum getrübt, 
das Stigma schwärzlich, die Flügelwurzel gelblich, die 
Flügelschuppen rot. Nervellus fast antefurcal und in oder 
etwas unter der Mitte gebrochen. 

Variiert mit ganz schwarzem Thorax. Pimpla bi- 
color Boie. 

Beim tf der Kopf glatt und glänzend, hinter den Augen 
fast erweitert. Hinterleib schlank, mit fast parallelen 
Seiten. Schwarz, Hinterleib und Beine, in der Regel auch 
der Metathorax trüb rötlichgelb. 

L. 7 — 9 mm, Bohrer etwa 2 mm. 

Verbreitet in ganz Europa, aber überall sehr selten. 
Wurde aus Leucania obsoleta und impura gezogen, deshalb 
findet man die Art mit Vorliebe auf Schilf an Teichrändern 
u. s. w. So fand ich sie einmal zahlreich bei Torbole am 
Garda-See. 



to68 Pimplinae. 



28. P. diluta Ratzbg. 1852 Pimpla diluta Ratzeburg, lehn. d. Forstins. 
III, 102, 37 Q ] 1860 Holmgren, 1. c. 28, 23 Q | 1888 Schmiedeknecht, 
Monogr. p. 487 u. 1897 Rev. p. 528. 

Der ganze Körper gelblich oder verschwommen rostrot; 
der Kopf und Makeln des Thorax schwärzlich. — Nach 
Ratzeburg nur der Kopf mit Ausnahme der Palpen schwarz. 
Der Thorax bräunlichschwarz, der Metathorax mit dem 
vSchildchen, sowie der grösste Teil des Hinterleibes dunkel 
gelbbraun. Beine schmutzig braungelb, die hintersten 
Schienen hell, vor der Basis und an der Spitze dunkel. 
Flügel gelblich getrübt, Stigma, Flügelwurzel und Flügel- 
schuppen hellgelb. Ratzeburg dagegen nennt die Flügel- 
schuppen, Flügelwurzel und das Randmal hellbraun. Ner- 
vellus ungefähr in der Mitte gebrochen. Metathorax ohne 
Felder, glänzend, schwach punktiert, mit seichter Mittel- 
rinne. Hinterleib schmal, grob punktiert. Bohrer kaum 
von halber Hinterleibslänge. 

Wurde aus Tortrix resinana erzogen. 

Die Art scheint der P. brunnea Brischke sehr nahe zu 
stehen ; vielleicht bilden beide bloss eine. Ich finde aber 
bei brunnea den Bohrer reichlich so lang wie den halben 
Hinterleib ; auch hat diese Art stets einen weisslichen 
Fleck an der Basis des Flügelmales, während von diluta 
ein einfarbiges angegeben wird. 

L. 8—10 mm. — Nord- und Mitteleuropa. 

29. P. pictifrons C. G. Thoms. 1877 Pimpla pictifrons Thomson, 
Opusc. Ent. VIII p. 757 n. 31 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 488 
u. 1897 Rev. p. 540. 

QcT Schwarz, das Schildchen und die Brust unten rot ; Beine 
gelb, die hintersten mit brauner Zeichnung, Hinterleib nur 
mit Höckern, ohne Punktierung, das Gesicht ganz oder 
nur unterhalb der Fühler hell gefärbt. — Kopf mit breitem 
Scheitel, hinter den Augen stark verschmälert; Kopfschild 
ziemlich deutlich abgetrennt, mit einfachem Endrand. 
Hinterleibsstiel lang, gekielt; Bohrer kurz und dünn. Augen 
etwas behaart. 

vSehr ähnlich der Polysphincta tuberosa, aber kleiner, die 
Flügel mit vollkommener Spiegelzelle, die Fühler an der 
Spitze nicht verdünnt. 

Diese Art ist ausgezeichnet durch das auch beim 9 ge- 
färbte Gesicht und besonders durch die behaarten Augen. 

L. 8 mm. 

Schweden ; ich habe hier in Thüringen nur ein Q gefunden, 
das ich auf diese Art beziehe. 



. Pimpla. jo<5 9 

30. P. clavicornis C. G. Thoms. 1889 P. c. Thomson, Op. Ent. XIII 
p. 1409 9 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 540 9. 

Kopf fast breiter als der Thorax, hinten stark verschmä- 
lert, oben glatt, Wangen sehr kurz, Fühler gegen das Ende 
fast keulenförmig verdickt, Geissei unten gelb. Thorax 
glänzend, Metathorax glatt, nur an den Seiten fem punk- 
tiert, Luftlöcher klein, fast rund. Nervellus stark post- 
furcal, weit über der Mitte gebrochen. Hinterleib stark 
punktiert, ohne Höcker, Bohrer kaum so lang als der Post- 
petiolus. Beine kräftig, Fussklauen mit Zahn. — Schwarz, 
Beine rot, die hintersten und Tarsen und Basis der hinter- 
sten Hüften schwärzlich, die Mitte der hintersten Schienen 
und die Basis der hintersten Tarsenglieder breit weiss. 
Tegulä und Schulterbeulen gelblich, Stigma rötlichgelb. 

L. 6—10 mm. — tf unbekannt. 

Schweden. 

Anmerk. Ich glaube, die vorliegende Art ist dieselbe wie P cur- 
ticauda Kriechb. Der auffallend kurze Bohrer, die charakteristische Fär- 
bung der Beine und die Stellung des Nervellus stimmen ganz genau, auch die 
Angabe über die Fühlerbildung lässt sich wohl in Einklang bringen da P 
curticauda ziemlich kräftige Fühler hat. 

§' t\ C ^ rt 1 ica « da Kriechb. 1887 Pimpla curticauda Kriechbaumer, 
Ent Nachr. XIII p. 120, 19 Q \ 1888 Schmiedeknecht Monogr. p. 488 
u. 1897 Rev. p. 527 9 | 1901 Strobl, Mitteil. Naturw. Ver. Steierm 

p. 10 9. 

Durch die ausserordentlich kurze Legeröhre von allen 
bekannten Arten augenblicklich und leicht zu unterscheiden. 
In der Hinterleibsbildung steht die Art sowohl der P. 
brassicariae und rufata als der maculator und alternans 
nahe, durch die weiss geringelten Hinterschienen und Füsse 
schliesst sie sich aber mehr an letztere an und dürfte ihr 
daher die Stellung zwischen diesen und jenen anzuweisen 
sein. 

Kopf hinter den Augen kurz und nach hinten stark ver- 
schmälert. Mittelrücken glänzend, äusserst fein punktiert, 
in der Mitte mit zwei feinen Längskielen versehen ; Hinter- 
rücken seitlich stärker punktiert, in der Mitte mit einer 
ziemlich breiten, scharf begrenzten Rinne versehen, die 
hinter der Mitte spitz auslaufend sich verflacht ; auch der 
Seitenrand ist ziemlich scharfkantig, ein hinteres Mittelfeld 
nicht wahrzunehmen. Der Hinterleib erweitert sich all- 
mählich bis zum Ende des zweiten Ringes, verläuft dann 
parallel bis zum Ende des sechsten und verschmälert sich 
dann rasch bis zur Spitze; die einzelnen Segmente sind 
durch starke Einschnürungen von einander getrennt, ziem- 



io/o 



Pimplinae. 



lieh stark längsgerunzelt, die mittleren (3—6) mit wenig 
erhabenen breiten Höckern versehen. Heller oder dunklei 
rot sind an dem sonst schwarzen Tiere nur die Taster, die 
Unterseite der Fühlergeissel mit Ausnahme eines Teiles 
des ersten Gliedes, ein Punkt vor den Flügeln und die 
Beine mit Ausnahme der Basis der Vorderhüften und kleine 
Flecke an der der Mittel- und Hinterhüften, dann dei 
äussersten Kniespitzen, Schienen und Füsse der Hinter 
beine ; die Schienen dieser letzteren haben unter der Mittt 
einen weissen Ring, die vier ersten Fussglieder derselbe! 
eine weisse Basis. Die Flügel sind glashell, Adern unc 
Mal dunkelbraun, letzteres schmal, längs der Mitte helle 
durchscheinend, mit weisslichem Fleck an der Basis ; di< 
Areola fast wie die eines Ichneumons, also fast sseitig 
Nervellus stark postfurcal, ganz oben den Nerv aussendend 

Ein von mir gefangenes tf, welches ich hierher rechne 
stimmt mit dem Q überein ; das Gesicht ist gelb. — Dagegei 
sagt Brauns: Das rf weicht weder in der Skulptur nocl 
in der Färbung vom 9 ab - 

L. 10—12 mm, Bohrer 1 mm. 

Nord- und Mitteleuropa, überall selten. 

32. P. maculator F. 1775 Ichneumon maculator Fabricius, Syst. Eri 
337, 59 Q | 1804 Cryptus maculator Fabricius, Syst. Piez. 87,71 Q 
1887 Pimpla maculator Kriechbaumer, Ent. Nachr. p. 116 | 18 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 489 und 1897 Rev. p. 541 | 1829 Pimpl 
scanica Gravenhorst, lehn. Europ. III, 204 98 | 1844 Ratzeburg, 1. 
116, 14 | 1860 Holmgren, 1. c. 21, 8 (excl. Variet.) | 1863 Taschenben 
I.e. 264, 12 | 1864 Brischke, 1. c. 111 (excl. Variet.) | 1852 Pimp/ 
tricolor Ratzeburg, 1. c. III, 100, 32 | ? 1783 Ichneumon plaesseus Fou; 
croy, Ent. Par. 417, 69 | ? 1789 Ichneumon scanicus Villers, III 290, 17j 

Diese häufige Art ist ausgezeichnet durch die zierlich! 
Färbung der Hinterbeine und die dichte, anliegende Be 
haarung des Thorax. 

Schwarz, die Taster gelb. Fühler rotgelb, mit dunkle 
Einschnitten, beim tf oben verdunkelt. Thorax schwac 
glänzend, dicht aber seicht punktiert, graugelb behaart, s 
dass die Grundfarbe fast verdeckt wird; der Metathora 
weit glänzender, der Mittelstreif poliert mit deutliche] 
Seitenleisten ; die Seiten des Metathorax mit ziemlich lange 
Behaarung. Flügeldecken und ein Punkt vor den Flügel 
weisslich gelb. Die Brustseiten zerstreut punktiert, ziemlic 
behaart. Hinterleib dicht und grob punktiert, schwac 
glänzend, die Seitenhöcker kaum angedeutet, das 1. » 
ment fast kürzer als die Hinterhüften, an der Basis ti< 
ausgehöhlt mit schwachen Kielen; das 2. Segment a 



Pimpla. 1071 



der Basis mit kleinen aber tiefen Gruben. Alle Segmente 
an den Seiten- und Endrändern breit rot, die hinteren Seg- 
mente mehr gelb gerandet; Bauch rot. Bohrer kürzer als 
der halbe Hinterleib. 

Beine rot, die Hüften und Basis der Schenkelringe schwarz, 
die Vorderbeine mehr gelb. Die hintersten Schienen drei- 
farbig, an der Basis breit schwarz, dann weiss, dann ein 
schwarzer, roter und wieder schwarzer Ring; letzterer nimmt 
die Spitze der Schienen ein. Die Mittelschienen haben die 
gleiche, aber mehr verloschene Zeichnung. Die Hintertarsen 
weiss mit breiten schwarzen Spitzen. Flügel stark gelb 
getrübt, das Stigma schwärzlich, an den beiden Enden 
weisslich ; Nervellus weit über der Mitte gebrochen. 

Das cf stimmt mit dem 9 grösstenteils überein ; die 
Fühler sind oben schwärzlich, namentlich der Schaft ; die 
Mittelschienen weisslich, hinten mit dunklem Längswisch; 
die rote Färbung an den Hinterschienen viel undeutlicher. 

Die Art wurde erzogen aus: Tortrix viridana, chlorana, 
Coleophora tiliella, Hyponomeuta padella, Psyche nitidella, 
Tortrix laevigana, piceana, Nephopteryx vacciniella, Gelechia 
epilobiella, Depressaria intermediella, aus einer Microgaster- 
Art und aus Spinnen-Nestern. 

L. 8 — 10, Bohrer 2—5 mm. 

Ueber ganz Europa und Nordafrika verbreitet und eine 
der häufigsten Arten. 

P. alternans Grav. 1829 Pimpla alternans Gravenhorst, lehn. Eur. 
III, 201, 97 Qc? | 1887 Kriechbaumer, Ent. Nachr. N. 8, p. 116 | 1888 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 491 u. 1897 Rev. p. 541 | 1877 Pimpla 
tricineta Thomson, Op. Ent. VIII, p. 748 n. 8 J Pimpla scanica autorum 
ex parte. 

Schwarz, Kopf kurz, hinter den Augen stark verschmälert, 
Stirn seicht punktiert. Fühler fast von Körperlänge, nach 
vorn schwach verdickt, schmutzig rostgelb mit dunklen Ein- 
schnitten ; die Basalglieder ganz schwarz. Thorax ganz 
schwarz, nur vor den Flügelschuppen ein weisser Fleck. Meso- 
notum glänzend, sehr fein und zerstreut punktiert, mit kaum 
merklicher, mehr aufrechter Behaarung. Brustseiten seicht 
und zerstreut punktiert, die hintere Grube ganz glatt. 
Metathorax mit glattem Mittelfeld und schwachen Längs- 
leisten, beiderseits punktiert und mit längerer, weisslicher 
Behaarung, der abschüssige Raum glatt. Hinterleib dicht 
punktiert, schwach glänzend, schwarz, nur die äussersten 
Segmentränder, besonders die hinteren, gelblich, Bauch 
braunschwarz. Bohrer etwa i/ 8 Hinterleibslänge. Beine rot, 



1072 Pimplinae. 



alle Hüften schwarz (auch Gravenhorst sagt von den Hüfte:! 
coxis anterioribus vel sola basi vel fere totis nigris, postic' 
vel totis nigris vel extrorsum plus minus rufis), die hinterst» 
Schienen mit drei braunen Ringen, dicht an der Bas 
etwas vor der Mitte und am Ende; zwischen den beid- 
ersten Ringen ist die Schiene weiss, zwischen den beidii 
letzten breit rot. Die hintersten Tarsen weiss, mit schwär 
liehen Spitzen der Glieder. An den vorderen Beinen ist d 
Schienen- undTarsenzeichnung ähnlich, aber weit schwäch« 
Flügel fast wasserhell mit schwärzlichen Adern; Flüg< 
schuppen und Wurzel weiss. Das Stigma braun, dunk 
gesäumt, die weissen Flecken an Basis und Ende w< ; 
weniger hervortretend als bei maculator. Nervellus wie t 
maculator weit über der Mitte gebrochen. 

Beim tf sind die Fühler wie bei maculator, d. h. unt| 
gelb, die Basalglieder heller, die Oberseite schwärzlic! 
Palpen weisslich, Thorax und Hinterleib wie beim Wei 
chen, nur die Behaarung etwas dichter. Die vier vorder, 
Beine gelb, die Schenkel nur ganz schwach rot angelaufe 
die Oberseite der Hüften mehr oder weniger schwarz, eb6| 
so die Klauen, bei einigen Exemplaren die vorderen Hüft 
auch ganz gelb, bei einem einzigen ganz schwarz. An d; 
Hinterbeinen sind die Hüften stets schwarz, die Schenk« 
ringe gelb mit rötlichen Einschnitten, die Schenkel r< 
Schienen und Tarsen wie beim Weibchen. Das Flügeini 
ist mehr gelblich mit dunklen Rändern. 

Immerhin glaube ich, dass Exemplare gefunden werde 
welche eine sichere Trennung von maculator und alterna 
sehr erschweren, namentlich dürfte dies bei den Männch 
der Fall sein. 

Schon die Exemplare aus Süd-Europa machen eine Sicj 
tung schwierig. So habe ich z. B. durch Costa Exempla 
aus Neapel, die mehr zu maculator neigen, aber ein hei 
gelbes Stigma besitzen. 

Als Wirte, vielleicht auch von P. maculator, werden a 
gegeben: Hym. : Caliosysphinga pumila, Lophyrus pü 
vSelandria bipunetata, Nematus viminalis, N. Salicis. — Lej 
Abraxas grossulariata, Cidaria juniperata, Gelechia s 
Oenophyra pilleriana, Elachista saportella, Coleopho 
Giraudi. — Col. : Orchestes quercus, Saperda populnea. 
Dipt: Asphondylia genistae. 

GrövSse ganz wie bei P. maculator. 

Verbreitet aber nicht so häufig wie P. maculator. 



Pimpla. 1073 



4. P. ovalis C. G. Thoms. 1877 Pimpla ovalis Thomson, Opusc. Eni 
VIII P. 748 n. 9 9 u. 1889 Op. Ent. XIII p. 1409 | 1888 Schmiede- 
knecht, Monogr. p. 494 u. 1897 Rev. p. 510. 

Thomson beschreibt diese Art mit folgenden kurzen Worten : 
„Schwarz, Schenkel und Schienen hell, Luftlöcher des Meta- 
thorax oval, Fühler rot, an der Basis schwarz. Von den 
vorhergehenden Arten, P. maculator u. alternans, gut zu 
unterscheiden durch doppelte Grösse, rotgelbe Beine, 
schwarze Hüften und Schenkelringe, braune, an der Basis 
helle Hintertarsen, schwarzen Hinterleib und die grossen 
ovalen Luftlöcher des Metathorax." 

Ich besitze ein grosses Weibchen, das vollkommen mit 
der Thomsonschen Beschreibung übereinstimmt, nur sind 
die Hüften mit Ausnahme der vordersten und die Schenkel- 
ringe rot. Das Tier stimmt sonst mit alternans überein, 
wogegen auch die roten Hinterhüften nicht Verstössen 
würden, denn der Thorax ist nur schwach behaart und der 
l Hinterleib hat nur schmale rote Endsäume. Ich komme 
immer wieder auf die Meinung zurück, dass wir es hier 
mit grossen Exemplaren von alternans oder maculator zu 
tun haben, die jedenfalls durch einen grösseren Wirt be- 
dingt werden. Man vergleiche z. B. die riesigen Exemplare, 
wie sie bei instigator vorkommen mit Zwergexemplaren 
derselben Art. Ich werde umsomehr in dieser Meinung 
bestärkt, als ich noch Exemplare besitze, die genau in der 
Mitte zwischen ovalis und alternans stehen. Eins davon 
hat auch schwarze Hüften, nähert sich also mehr der 
Thomson'schen Beschreibung. — Die grossen mehr ovalen 
Luftlöcher können durchaus nicht als Einwand benutzt 
werden, denn auch bei kleinen Exemplaren von maculator 
und alternans sind dieselben nicht rund, sondern nähern 
sich stets dem Ovalen. 

L. 12 mm. 

Schweden, Deutschland. — tf unbekannt. 

>. P. ruficollis Grav. 1829 Pimpla ruficollis Qravenhorst, lehn. Europ. 
III, 153, 78 Q| 1863 Taschenberg, 1. c. 264 9 | 1888 Schmiedeknecht, 

I Monogr. p. 494 u. 1897 Rev. p. 540. 
Schwarz. Palpen schmutzig hellgelb. Prothorax oben, 
das Schildchen, Hinterschildchen, zuweilen auch Seiten- 
flecken des Metathorax rot oder rotbraun. Hinterleib so 
breit wie der Thorax und doppelt so lang wie dieser, dicht 
punktiert, mit glatten Rändern der Segmente; schwarz, 
Segment 2 — 7 an den Seiten und eine Binde vor dem End- 
rand rot oder bräunlich, die hintersten Segmente meist fast 
ganz rot. Bohrer so lang wie der Körper oder wenig länger. 



1074 Pimplinae. 



Beine rot; die vorderen Trochanteren gelblich; die hinten 
Tarsen, zuweilen auch die Aussenseite der hinterste 
Schienen braun. Die Klauen ohne Zahn. Flügel wasse 
hell, das Stigma blassgelb, die Flügelwurzel und die Flüge 
schuppen mehr weiss; Nervellus in der Mitte gebrochel 

Diese Art kennzeichnet sich durch die ungelappten Fusi 
klauen und die runden Luftlöcher des Metathorax. Vcj 
den dieselben Merkmale besitzenden Arten unterscheid) 
sie sich leicht durch die rote Zeichnung des Thorax ui 
den langen Bohrer. Das tf ist bis jetzt nicht bekannt. 

Nach Bignell schmarotzt die Art bei folgenden Lepido 
teren: Tortrix Nördlingeriana und multantiana, Graph 
litha tripunctata, Retinia Buoliana und resinana. 

L. 8 — 9 mm. 

Deutschland, England, Oesterreich; überall selten. Na<! 
Brauns in Norddeutschland (Mecklenburg); ich zog 3 Q ai 
Triestiner Eichengallen. 

36. P. Kolthoffi Ch. Auriv. 1890 P. K. Aurivillius, Bih. Svensk, Ve 
Akad. Handl. XV p. 29 Qc? I 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 540 M 

Schwarz, Mesonotum sehr glänzend, kaum behaart, Paraj 
sidenfurchen fehlend, Luftlöcher des Metathorax klein u| 
oval. Tegulä weisslich, Stigma braun, Nervellus über dJ 
Mitte gebrochen. Klauen am Grunde ohne Zahn. Bein 
rot, die vordersten Hüften schwarz, die hinteren rot ri 
schwarzer Basis, die hintersten Schienen schwarz, kurz 1 
der Mitte mit weissem Ring. Hinterleib dicht punktie' 
Endränder der Segmente fast glatt, Bohrer kürzer als o 
halbe Hinterleib. Beim tf alle Hüften schwarz, die mi| 
leren Schienen und Tarsen leicht gebräunt, weiss geringe; 

L. 15 — 18 mm. 

Gehört zur Untergattung Itoplectis, schliesst sich also i 
P. maculator und alternans an. Heimat ist Grönland; c 
Art könnte sich vielleicht in Lappland finden. 

37. P. angens Grav. 1829 Pimpla angens Gravenhorst, lehn. Euni 
III, 162, 81 (ex parte) | 1860 Holmgren, 1. c. 22, 10 | 1863 Tasch<| 
berg, 1. c. 265, 16 | 1877 Thomson, 1. c. 752 n. 17 | 1888 Schmie« 
knecht, Monogr. p. 497 u. 1897 Rev. p. 542 | 1821 P. ovivora Bol ; 
man, Svensk. Vet. Akad. Handl. XLII p. 335 | 1860 Holmgren, 1. c. p. 26 
1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 495. 

Schwarz, Fühler unten rötlich ; eine Linie vor den Flüge' 
die jedoch zuweilen ziemlich verloschen ist, die inner! 
Augenränder und die Spitze des Schildchens gelb. Bei 
rot, die Hüften oft teilweis verdunkelt, die hinterst 
Schienen und Tarsen schwärzlich, weiss geringelt. Bei 



Pimpla. 1075 



tf die Palpen, die Mitte der Mandibeln, Clypeus und das 
ganze Gesicht nebst den inneren Augenrändern gelb. Ausser 
. der Schildchenspitze auch meist die Spitze des Hinter- 
schildchens gelb. Flügel leicht getrübt, das Stigma braun, 
Flügelwurzel und Flügelschuppen weisslich. An den Beinen 
auch die vorderen Hüften und Schenkelringe weisslich. 

Gesicht fast ganz glatt. Metathorax schwach punktiert 
mit ziemlich deutlichen Längsleisten als Andeutung des 
oberen Mittelfeldes. Hinterleib stark punktiert mit glatten 
Endrändern und deutlichen Seitenhöckern; das 1. Segment 
kaum so lang wie breit, mit schwachen Kielen, das 2. Seg- 
ment an der Basis nur leicht eingedrückt. Nervellus in 
oder etwas über der Mitte gebrochen. Bohrer kürzer als 
der halbe Hinterleib. 

Die A$t wurde nach Taschenberg aus den Eiern einer 
Kreuzspinne und einer andern Spinnenart gezogen. 
L. 6 — 10 mm. 

Zerstreut in Nord- und Mitteleuropa; erscheint im Spät- 
sommer und Herbst; mit Vorliebe an schattigen Orten. 

Anmerk. 1. Von Pimpla angens unterscheidet Thomson eine zweite 
t Pimpla parallela und gibt von ihr die folgende kurze Beschreibung (Opusc. 
t. VIII p. 752 n. 19): 

„Schwarz, Beine rot, die hintersten Schienen und Tarsen mit schwarzer 
!:ichnung, die Schenkelringe weisslich, die hintersten oben schwarz, Stigma 
hwärzlich. Der Pimpla angens sehr ähnlich, aber kleiner, der Hinterleib mit 
iraüelen Seiten, der Bohrer etwas länger, die Radialader am Ende nicht ge- 
gen, und mit anderer Färbung der Beine/ 

Anmerk. 2. Zu P. angens gehört auch zum Teil P. ovivora Boh. 
er letztere Name würde die Priorität haben, allein die Art ist eine Misch- 
t, indem nach Thomson das von Boheman beschriebene tf identisch ist 
ät Clistopyga incitator. 

P. Concors Kriechb. 1890 P. Concors Kriechbaumer, Ann. Natur- 
hist. Hofmus. Wien Vp. 482 9^ | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 557 Qtf. 

9 Schwarz, weisslich behaart, die inneren Augenränder, 
Scheitelflecke, eine lange Linie vor und eine kleinere unter 
den Flügeln, Spitze und zuweilen Seiten des Schildchens 
und des Hinterschildchens gelb. Palpen, Fühlergeissel 
unten und Beine rot, Hüften oben an der Basis schwarz, 
Hinterschienen braun, an der Basis hell, in der Mitte mehr 
oder weniger rot, Hintertarsen braun, die Basis der'Glieder 
hell. Hinterleib fast linear, stark punktiert, die mittleren 
Segmente etwas breiter als lang, die Höcker schwach. 
Stigma braun, Nervellus über der Mitte gebrochen. 

p 1 Hinterleib etwas schmäler, die mittleren Segmente annähernd 
quadratisch. Fühler dicker. Mund, Clypeus und Fühler- 



1076 Pimplinae. 



basis unten oft gelblich. Die hintersten Schienen untei 
halb der Basis und an der Spitze schwärzlich. 

L. 9, Bohrer 4 mm. 

Dalmatien. 

Aehnlich der P. angens, aber bei dem tf nicht das ganz 
Gesicht, sondern wie bei dem 9 nur die inneren Auger| 
ränder gelb. Dazu kommt noch, dass bei beiden Geschled 
tern die Hinterschienen in der Mitte nicht weisslich, sonder; 
rot sind. 

39. P. oculatoria F. 1798 Ichneumon oculatorius Fabricius, Supfi 
entom. System, p. 211 | 1804 Cryptus oculatorius Fabricius, Syst. Pie; 
78, 30 | 1829 Pimpla oculatoria Qravenhorst, 1. c. III, 154, 79 | 18* 
Holmgren, 1. c. 26, 19 | 1863 Taschenberg, 1. c. 264, 14 | 1877Thomso 
1. c. 751, 15 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 498 u. 1897 Rev. 5l 

Kopf des Q schwarz, mit gelben Augenrändern, Fühl« 
länger als der halbe Körper, nach vorn leicht verdici 
gelb, oben verdunkelt, der Schaft oben ganz schwarz. Palp^j 
gelblich. Halskragen gelb, Prothorax schwarz, hinten bre 
gelb gerandet; Mesonotum mit Schildchen rot, ersterer 03 
zwei undeutlichen gelben Längsstreifen auf der Scheibj 
das Schildchen gelb gerandet, Flecken davor, das Hinte* 
schildchen und meist auch die Verbindungsnähte ge^l 
Metathorax schwarz, an den Seiten mit zwei roten Uli 
näher der Mitte mit zwei gelben Flecken. Hinterleib brati 
bis schwarz, im letzteren Falle die Querwülste vor de; 
Endrande meist rötlich, ebenso die Hinterleibsspitze. D* 
Bohrer i/ 3 oder i/ 4 des Hinterleibes. Beine schmutzig gelj 
rot, die vorderen mehr gelblich, Flüften meist verschwomm^j 
schwarz gezeichnet, die Schienen mehr bleich, die hintd 
sten vor der Basis und am Ende verdunkelt, die Tars v 
mit dunklen Spitzen der Glieder. Flügel gelblich getrüt! 
das Stigma,Flügel wurzel und Flügelschuppen schmutzig gel 

Beim tf, das sonst dem 9 gleicht, ist das Gesicht gai 
gelb, die Fühler oben dunkler, namentlich gegen das End: 
die Brust meist mit gelben Flecken, die Beine helle 
namentlich die Vorderbeine ganz blassgelb. 

Die Farbe des Hinterleibs schwankt bei beiden G 
schlechtem. Derselbe findet sich fast ganz rot bis fa 
ganz schwarz. 

Der Kopf hinter den Augen stark verengt. Der Thon 
glänzend, fein und seicht punktiert und schwach behaaij 
der Metathorax ohne Längsleisten, die Luftlöcher sei 
klein und vollkommen rund. Der Hinterleib stark punktiei 
die Seitenhöcker deutlich und mehr glänzend, das 2. Segme: 



Pimpla. 1077 



an der Basis eingedrückt. Fussklanen am Grunde gelappt. 
Nervellus etwas über der Mitte gebrochen. 

Die Art wurde wiederholt aus Spinnennestern gezogen. 

L. 8 — 10 mm. 

Verbreitet in ganz Europa, aber nicht in Menge ; mehr 
im Spätsommer und Herbst. 

P. ornata Grav. 1829 Pimpla ornata Gravenhorst, lehn. Europ. III. 
158. 80 | 1863 Taschenberg, 1. c. 265. 15 Q | 1864 Brischke, 1. c. 
113 Qtf | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 499 u. 1897 Rev. p. 542 | 
1894 P. semivaria Kriechbaumer, Himenopteros nuevos de Mallorca in 
Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. XXIII p. 247 Q. 

Aehnlich der P. oculatoria, aber gedrungener und weniger 
rot, im Habitus der P. rufata nahestehend, der Bohrer 
aber länger. 

Palpen, Clypeus und die inneren, meist auch die äusseren 
Augenränder gelb oder rötlich. Fühler braun, unten rot- 
gelb, die Basalglieder oft ganz dunkel. Mittelrücken mit 
dem Schildchen und ein Fleck an den Brustseiten rot oder 
bräunlich, die Mitte des Rückens zuweilen schwarz. Gelb 
sind Linien vor und unter den Flügeln, um das Schildchen 
und meist der Rand des Hinterschildchens. Das Schildchen 
oft mit dunklem Mittelfleck. Metathorax grob punktiert, 
Area superomedia etwas vertieft, hinten offen, seitlich 
schwach gerandet. Hinterleib dicht und ziemlich grob 
punktiert, Bohrer von halber Hinterleibslänge. 

Beine rot, die Schienen der hintersten schwarzbraun in 
der Mitte und verloschen vor der Basis hell, die Tarsen- 
glieder braun mit schmutzig weisser Basis. An den vorderen 
Beinen die Zeichnung ähnlich, aber weniger ausgeprägt. 
Flügel schwach getrübt, das Stigma schwarz, Flügelwurzel 
und Flügelschuppen blassgelb. 

Brischke erwähnt auch das tf, sagt aber weiter nichts, 
als dass es mit dem Q gleich gefärbt ist. 

Von Varietäten führt Gravenhorst die folgende an : Die 
Augenränder nur schmal gelb. Thorax oben schwarz, nur 
mit den gelben Linien vor und unter den Flügeln und 
zwei roten Flecken auf der Scheibe ; Schildchen schwarz 
mit gelben Rändern, in der Mitte wohl auch mit rotem 
Fleck. Flügelschuppen braun. 

Eine zweite Varietät führt Brischke von beiden Ge- 
1 schlechtem an. Bei dieser ist der Thorax ganz schwarz, 
, bei den tf die Hinterhüften immer mit schwarzer Basal- 
hälfte. 

L. 10 mm. — Von Brischke aus Gastropacha neustria 
gezogen. 

Schweden, Deutschland ; sehr selten. 



1078 Pimplinae. 



41. P. Kriechbaumeri D. T. (non Habermehl) 1891 P. K. Dalla-Torr : 
Cat. Hym. 111 p. 438 cf I 1894 P. tricolor Kriechbaumer, Anal. So 
Espan. Hist. Nat. XXI11 p. 248 tf (nee Spinola, nee Brülle) | 1897 1 
tricolor Schmiedeknecht, Rev. p. 597 cf. 

cf Kopf quer, hinten stark verschmälert, schwarz, Fühlerbas 
unten, Clypeus, Gesicht, Augenränder, Linien vor und unfj 
den Flügeln, Hinterschildchen, 2 Flecken des Metathora! 
und die vorderen Hüften und Trochanteren gelb. Der gam 
Thorax rot. Flügel hyalin, irisierend, Stigma bräunlic; 
Tegulä rötlichgelb, Nervellus über der Mitte gebrochen 
Beine rotgelb, die hintersten Schienen und Tarsen schwär: 
weiss geringelt. 

L. 6 mm. — 9 unbekannt. 

Mallorca. 

Ich finde keinen durchgreifenden Unterschied von 
ornata Grav. 

42. P. arundinator F. 1804 Pimpla arundinator Fabricius, Syst. Pie 
p. 116 n. 15 | 1829 Gravenhorst, lehn. Eur. III, 177 11.86 O | 18^! 
Taschenberg, 1. c. 265, 17 9 | 1864 Brischke, 1. c. 113 9 | i8*| 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 500 u. 1897 Rev. p. 572 | 1901 PimiJ 
interrupte-callosa Strobl, Mitteil. Naturw. Ver. Steierm. p. 14 9- 

9 Ausgezeichnet durch die durchweg gelbroten Beine, bi 
denen höchstens die äusserste Spitze der Hinterschiene 
etwas dunkler ist. Schwarz, Palpen rot, Fühler brauij 
rötlich, an der Basis am dunkelsten, gegen das Ende helle 
Thorax ganz schwarz, Metathorax runzlig, ohne Glanji 
länger als bei anderen Arten, die Area superomedia m| 
zv/ei langen parallelen Leisten. Hinterleib fast doppelt 
lang wie Kopf und Thorax, etwas breiter als der Thoraf; 
das erste Segment mit zwei Kielen, hinten schwach aus 
gehöhlt, schwarz, am Ende oft braun, Segment 2 — 5 braii 
oder rostrot mit schwarzen Rändern, das 5. Segment B 
weilen ganz braun; die folgenden schwarz. Bohrer so .« 
wie der halbe Hinterleib. Beine einfarbig gelbrot. Flüg< 
etwas getrübt, das Stigma braun bis gelb, die Flügelschuppe 
bleichgelb. Nervellus schwach postfurcal, in oder etwa 
unter der Mitte gebrochen. 

Bei Varietäten nur die Spitzenhälfte von Segment 1 un 
Segment 2 rot, dieses mit breitem schwarzen Hinterrand 
zuweilen der Hinterleib ganz schwarz. 

Ein 9 m it ganz schwarzem Hinterleib, das ich in de; 
Sammlung des Strassburger Museums vorfand, war M 
Lipara lucens gezogen worden. 

L. 10 — 11 mm. 

Zerstreut in Nord- und Mitteleuropa ; in den letzte;; 
Jahren habe ich die Art in mehreren 9> a ^ e m & § 
schwarzem Hinterleib, hier in Thüringen gefunden. 



Pimpla. 1079 

P. affinis Habermehl. 1904 P. a. Habermehl, Jahresb. Gymn. u. 
Oberrealsch. Worms p. 22 Q- 

,, Schwarz, Fühlergeissel am Ende und auf der Unterseite 
rostrot, Beine rot. Segment 3 — 5 beiderseits mit Höckern, 
1 — 5 dicht und stark punktiert. Flügel hyalin, Stigma 
rötlichgelb, dunkel gerandet, Tegulä und Flügelwurzel 
gelblich, Nervellus etwa in der Mitte gebrochen. Luftlöcher 
des Metathorax klein und rund. Klauen an der Basis mit 
Zahn. Bohrer kürzer als der Hinterleib. 

Gehört zu den Arten mit ganz roten Beinen und dürfte 
in die Nähe von P. detrita zu stellen sein, mit welcher Art 
sie die meiste Aehnlichkeit zeigt. Von dieser unterscheidet 
sie sich durch die ganz roten vordersten Hüften und durch 
das gelbliche, dunkelbraun umrandete Stigma der Vorder- 
flügel. Die Leisten des Metathorax sind sehr deutlich. 
Das 1. Segment ist etwa so lang wie breit; die 5 ersten 
Segmente sind dicht und stark punktgrubig, 3 — 5 mit deut- 
lichen Seitenhöckern. 

L. 10 4- 3 mm. 

3 9 bei Worms gefangen." 

P. Habermehli nov. nom. 1904 P. Kriechbaumeri Habermehl, 
Jahresber. Gymn. u. Oberrealsch. Worms p. 23 9 (non Dalla-Torre). 

9 Schwarz, Beine rot, das Endglied der hintersten Tarsen an 
der Endhälfte gebräunt, die vordersten Hüften an der Basis 
schwarz, Fühlergeissel unten und an der Spitze rötlich. 
Flügel leicht getrübt, Stigma dunkelbraun, beiderseits hell, 
Tegulä bräunlich, Nervellus deutlich unter der Mitte ge- 
brochen. Fussklauen an der Basis gezähnt. Bohrer kürzer 
als der Hinterleib. 

Gehört in die Nachbarschaft von P. detrita, von welcher 
sie sich aber, abgesehen von der bedeutenderen Grösse, 
durch die ganz roten hintersten Schienen und Tarsen 
unterscheidet. Von P. inquisitor weicht sie besonders durch 
das dunkle Stigma ab. Würde zur Untergattung Epiurus 
gehören. 

Kopf nach hinten verschmälert, Gesicht glatt und fast 
eben, Clypeus stark ausgerandet, Mandibeln schwarz, 
Maxillarpalpen bräunlich, Labialpalpen schwärzlich. Furchen 
auf dem Mesonotum deutlich, bis zur Mitte reichend; 
Metathorax glatt, die Längsleisten undeutlich, die Luft- 
löcher klein und rund. Hinterleib vorn stark und dicht' 
punktgrubig, nach hinten zu feiner punktiert und deshalb 
mehr glänzend; das 1. Segment breiter als lang, mit stark 
entwickelten Rückenkielen. 

L. 12 -\~ 5 mm. 

2 9 von Worms. 



ioSo Pimplinae. 



45. P. variabilis Holmgr. 1854 Pimpla variabilis Holmgren, Actj 
Holm. 88, II, Mon. Pimpl. Suec. 25, 17 Qtf | 1877 Thomson, Opli 
Ent. VIII p. 75 1 n. 16 u. 1895 Op. Ent. XIX p. 2126 | 1888 Schmiede-j; 
knecht, Monogr. p. 501 und 1897 Rev. p. 572. 

9 Schwarz; Punkt auf dem Scheitel neben den Augen, Palpen I 
Rand des Kopfschildes und Flügelschuppen blassgelb!; 
Unterseite der Fühler, Hinterleibsmitte und Beine roH 
Hüften bei den 9 ganz, bei den $ oft zum Teil und did 
Spitzen der hintersten Schienen schwarz; Flügel leicht 
getrübt, das Stigma braun, an der Basis hell. Bohrer un-J 
gefähr 1 / 3 Hinterleibslänge. 

Kopf kurz, quer, fast glatt ; Gesicht etwas schmäler als; 
die Stirn. Kopfschild deutlich abgetrennt, an der Spitze 
nicht eingedrückt (nicht ausgerandet, Thomson). Thoras 
glänzend ; Metathorax stark punktiert, die Area supero- 
media an den Seiten gerandet, hinten offen. Hinterleib 
niedergedrückt, punktiert, das 1. Segment kurz, runzlig, 
mit schwachen Kielen, die folgenden Segmente mit schwachen! 
Höckern und glatten Endrändern. Flügel mit fast sitzen dei 
Spiegelzelle, der Radialnerv am Ende leicht gekrümmt;! 
Nervellus etwas über der Mitte gebrochen. Das letzte Glied! 
der Tarsen fast 3 Mal so lang wie das vorhergehende. Die 
Klauen der 9 am Grunde deutlich gelappt. 

Beim tf der Kopf schwarz, Palpen, Rand des Kopfschildesl 
und Punkt am oberen Augenrand blassgelb. Fühlerschaft' 
schwarz, die Geissei rostrot, unten heller. Thorax schwarz/ 
nur ein Fleck vor den Flügeln hell. Hinterleib rot, Basis,; 
und Spitze, sowie die Endränder der mittleren Segmente! 
schwarz. Flügel leicht getrübt, Stigma und Adern braun j 
ersteres an Basis und Spitze hell ; Flügelwurzel und Flügel- 
schuppen blassgelb. Beine rot, die Hüften bisweilen an! 
der Basis dunkel ; die Spitze der hintersten Schienen und'i 
Tarsenglieder schwärzlich. 

L. 6 — 10 mm. 

Nord- und Mitteleuropa, nicht überall. Ich fand die Art 
Vorjahren ziemlich häufig in der Umgebung von Budapest. | 
Wie mir mein verehrter Freund Brauns mitteilte, fing er sie! 
nicht selten in Mecklenburg bei Warnemünde. 

46. P. Holmgreni Schmiedekn. 1888 P. Holmgreni Schmiedeknecht, 
Monogr. p. 502 u. 1897 Rev. p. 572 9^ | 1860 Pimpla graminellae | 
Holmgren, Mon. Pimpl. ^22 n. 9 9c? I l86 3 Taschenberg, 1. c. 266. 21 | 
1877 Thomson, 1. c. 752 n. 20 | 1804 Pimpla stercorator Fabricius, 
Syst. Piez. p. 117, n. 22 | 1829 Qravenhorst, lehn. Eur. III, 186, 92 tf \ 
Pimpla graminellae Schrank, Qravenhorst und Ratzeburg sind zweifel- 
hafte und Mischarten. 

Diese Art habe ich in P. Holmgreni umgetauft, da die 
Pimpla (Ichneumon) graminellae Schrank eine schwer deut- 






Pimpla. 1081 



bare, sicherlich aber von vorliegender verschiedene Art ist 
und es nicht statthaft ist, dass hinter graminellae der Name 
eines späteren Autors gesetzt wird. Ich habe deshalb der 
Art den Namen des bedeutenden schwedischen Ichneumo- 
nologen gegeben, der die Art erst fest begrenzt hat. — 
Schrank beschreibt mit ganz kurzen Worten (Fauna boica II, 
2, p. 301 n. 2128: Schwarz; die Füsse muschelbraun, die 
Schienbeine der 2 hinteren Paare einmal, die Fussblätter 
mehreremal weissgeringelt 9- Etwas über 4'". Der Bohrer 
i 3 / 4 "' lang. Fühler auf der Unterseite braun ; der Bauch 
am Grunde hohl, mit weisslichen Rändern der dortigen 
Bauchringe) eine Pimpla-Art, die in der Raupe der Wiesen- 
gras-Federmotte (Psyche graminella) lebt. — Ich halte die 
Schranksche Art für die Pimpla examinator, weil diese aus 
Psyche graminella gezogen wurde und ich sie oft in Gesell- 
schaft ihres Wirtes habe fliegen sehen. Die späteren 
Autoren bis auf Holmgren sind in ihren Beschreibungen der 
graminellae ebenso unklar und vermengen verschiedene 
Arten. Gravenhorst beschreibt hauptsächlich darunter die 
Pimpla detrita Holmgren, denn diese ist eine sehr häufige 
Art und hat sicherlich Gravenhorst vorgelegen, und von 
seinen Beschreibungen passt blos die der graminellae auf 
detrita. Unter den Varietäten der graminellae beschreibt 
Gravenhorst verschiedene andere Arten, besonders brunnea 
Brischke, vielleicht auch diluta Ratzebg. — In der P. gra- 
minellae Ratzebg. finde ich nicht wie Kriechbaumer eine 
neue Art (P. Ratzeburgi Kriechb.) sondern die P. pictipes 
Grav. und Tschek. Erst Holmgren stellte die Art fest auf, 
indem er in den körnig-punktierten Hinterhüften das aus- 
zeichnende Merkmal fand. Deshalb habe ich der Art seinen 
Namen beigelegt. Was hätte die Art überhaupt mit der 
Psyche graminella zu tun, da sie doch gar nicht daraus 
erzogen wurde; sichere Zuchtresultate sind überhaupt noch 
nicht bekannt. 

Beim Q ist der Kopfschild rötlich, niedergedrückt und 
am Ende deutlich ausgerandet. Das Gesicht in der Mitte 
ziemlich dicht punktiert. Fühler rostgelb, oben verdunkelt, 
die Basalglieder ganz schwarz. Palpen braungelb. Thorax 
ganz schwarz, nur vor den Flügelschuppen ein kleiner 
brauner Punkt. Metathorax zerstreut runzlig, glänzend ; 
die Seitenleisten der area superomedia stark, auch die 
übrigen Längsleisten deutlich. Der schwarze Hinterleib 
stark nach vorn und hinten verschmälert mit dichter Punk- 
tierung, die Seitenhöcker kräftig, die Endwülste breit und 
ziemlich glatt. Das 1. Segment an der Basis tief ausge- 
höhlt, diese Grube scharf gerandet, das 2. Segment mit 



1082 Pimplinae. 



tiefen schiefen Eindrücken an der Basis ; der Bohrer un- 
gefähr von halber Hinterleibslänge. Beine rot, die vor- 
dersten Hüften grösstenteils schwärzlich, die Unterseite! 
der hintersten Hüften mit groben aber seichten Punkten. 
Die hintersten Schienen und Tarsen schmutzig blassgelb, j 
die ersteren vor der Basis und an der Spitze breit braun- 'i 
schwarz, die Tarsenglieder mit schwarzen Spitzen. Flügel 
gelblich getrübt, das Stigma schwärzlich, an der Basis un- 
deutlich hell; Nervellus weit über der Mitte gebrochen; 
Tegulä bräunlich. 

Beim tf sind das Gesicht, der Kopfschild, die Palpen und \ 
die ganze Unterseite des Schaftes gelb. Die Vorderbeine 
sind rot mit reicher gelber Zeichnung ; die vordersten 
Hüften meist ganz gelb. Nach Holmgren kommen zu- 
weilen auch braune Zeichnungen vor. Die Grundfarbe der 
hintersten Schienen und Tarsen ist reiner weiss als bei 
den §, sodass die schwarze Zeichnung schärf er hervortritt. . 

Die Hauptkennzeichen der P. Holmgreni sind also die; 
rauh punktierte Unterseite der hintersten Hüften und der; 
weit über der Mitte gebrochene Nervellus. Durch letzteres! 
Merkmal unterscheidet sie sich sofort von der sehr ähn- 
lichen P. detrita. 

L. 8 — 12 mm. 

Die Art ist weit verbreitet, aber nirgends häufig. In! 
Thüringen ist sie ziemlich selten. Das tf fand ich beson- 
ders Mitte Mai, und zwar schwärmten sie mit Vorliebe um> 
das Laub junger Buchen. 

47. P. Mussi Htg. 1838 P. Mussii Hartig, Jahresber. Fortschr. Forstw. 
I p. 253 Qcf | 1844 P.M. Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I p. 1 13 Qrj 1 | j 
1863 P. M. Taschenberg, 1. c. p. 265 n. 19 9 | 1888 P. M. Schmiede-! 
kriecht. Monogr. p. 504 u. 1897 Rev. p. 573. 

Die Art ist von Hartig zu Ehren des Oberförsters Muss 
benannt worden, der sich grosse Verdienste erworben hatte 
durch die Beobachtung und namentlich Zucht von Insekten, 
welche Nadelhölzer, besonders Kiefern bewohnen. Sie wird 
als einer der gemeinsten Schmarotzer der Gastropacha 
pini bezeichnet und ist von Ratzeburg in Menge gezogen 
worden. Von späteren Autoren erwähnen sie blos Taschen- 
berg und Brischke. Diese und die folgende Art müssen 
der P. Holmgreni ungemein ähneln und würden sich be- 
sonders durch die glatte Unterseite der Hinterhüften von 
dieser unterscheiden. Wenn nicht Taschenberg, dem doch 
die Typen Ratzeburgs vorgelegen haben, die drei Arten 
aus einander gehalten hätte, so würde ich glauben, dass 
Mussi oder Bernuthi mit Holmgreni identisch seien. Ich 






Pimpla. 1083 



gebe im Folgenden die Beschreibung nach Ratzeburg und 
Taschen berg : 

Schwarz, Taster, Fühlerwurzel unten, ein Fleckchen vor 
den Flügeln, deren Wurzel und Schuppen bleichgelb. Nach 
Ratzeburg beim Q der Kopfschild, die Flügelschuppen und 
der grösste Teil der Fühler bräunlich. Taschenberg nennt 
das Flügelmal gelbrot, dagegen bezeichnet es Ratzeburg 
zu wiederholten Malen als schwärzlich. Beine gelbrot, 
Vorderhüften grösstenteils dunkel, die Spitzen und ein 
Fleckchen vor der Wurzel der Hinterschienen deutlich 
gebräunt, ebenso ihre Tarsen mit Ausschluss der fein 
bleichen Wurzeln der Glieder. Die Hinterleibsringe j in der 
Mitte mit deutlichen Quereindrücken, an der Basis des 
zweiten (selbst undeutlich am dritten) mit einem schiefen 
Eindrucke. Bohrer kaum von halber Hinterleibslänge. Der 
Nervellus nach Taschenberg und Brischke über der Mitte 
gebrochen. 

Beim tf sind die Schenkelringe, der grösste Teil der 
Vorder- und Mittelbeine, das Gesicht, die Taster, die Flügel- 
schuppen und fast die ganze Unterseite der Fühler gelb. 
(Stimmt also ganz mit Holmgreni.) 

Grössenverhältnisse : Länge 12, Hinterleib reichlich 7,5, 
Bohrer 4,5 mm. 

Als nicht unwichtig ist schliesslich zu erwähnen, dass die 
Behaarung des Körpers ungewöhnlich stark ist. — Zur 
Unterscheidung von den sehr ähnlichen P. mquisitor, brevi- 
cornis u. s. w. beachte man besonders auch, dass der Ner- 
vellus bei MuSvSi über der Mitte gebrochen ist. 

L. 12 mm. 

Mitteleuropa 

P. Bernuthi Htg. 1838 P. Bernuthii Hartig, Jahresb. Fortschr. 
Forstw. I p. 253 9cT I x ^44 P. B. Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I p. 
113 Qtf | 1863 P. B. Taschenberg, 1. c. p. 266 | 1888 P. B. Schmiede- 
knecht, Monogr. p. 505 u. 1897 Rev. p. 573. 

Diese Art ist, ähnlich wie P. Mussi, von Hartig zu Ehren 
des Oberförsters Bernuth benannt worden, der sie aus 
Gastropacha pini gezogen hat. Nach Ratzeburg der P. Mussi 
sehr ähnlich, aber die Quereindrücke der Hinterleibsringe 
sind viel undeutlicher, der Bohrer hat etwas mehr als die 
halbe Hinterleibslänge, das Randmal grösstenteils schmutzig 
hellbraun, die Fühler der Q werden gegen das Ende dunkler ; 
beim tf sind am Kopfe nur die Taster und der grösste 
Teil der Unterseite der Fühler gelb, selten auch ein Fleck- 
chen des Gesichts. Die Flügelschuppen bei beiden gelb 
und vor denselben noch ein helles Fleckchen. — Da diese 



1084 Pimplinae. 



Merkmale von nur je einem Exemplare entlehnt sind, so 
setzt Taschenberg einige Zweifel in ihre Beständigkeit. — 
Auch Brischke führt die Art an, erwähnt aber weiter nichts, 
als dass der Nervus transversus analis im Hinterflügel 
über der Mitte gebrochen ist, was aber schon längst 
Taschenberg angegeben hat. 

L. 10 — 11 mm. 

Mitteleuropa. 

49. P. Taschenbergi D. T. 1891 P. Taschenbergi Dalla-Torre, Cat. 
Hym. III p. 451 | 1863 Pimpla nigriceps Taschenberg, 1. c. 266 n. 
24 £ (non Brülle) | 1888 P. nigriceps Schmiedeknecht, Monogr. p. 505 
und 1897 Rev. p. 573. 

Gelblich rot. Kopf, einige Nähte am Leibe und Bohrer 
schwarz. Gesicht breit, weisshaarig, Fühler bräunelnd. 
Eine Linie vor den Flügeln gelb, wie deren Wurzel, Schüpp- 
chen und Mal. An den hinteren Beinen die Wurzeln der 
Schenkel, Spitzen der Schienen und Tarsenglieder, sowie 
ein Fleckchen vor der Basis der Schienen verwischt dunkler.; 

Diese durch die rote Färbung ausgezeichnete Art würde! 
sich von den verwandten P. pomorum und cercopithecus 
sogleich durch den kurzen Bohrer, welcher kaum die halbe; 
Hinterleibslänge erreicht, unterscheiden. 

L. 10 — 12 mm. — cf unbekannt. 

Von Taschenberg bei Halle gefunden. — Mir ist die Art. 
nie vorgekommen. 

50. P. pomorum Rtzbg. 1848 Pimpla pomorum Ratzeburg, lehn. |i 
Forstins. II 96, 32 Q^ 1 | 1863 Taschenberg, 1. c. 267, 25 Q | 188& 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 506 | 1895 Thomson, Op. Ent. XIX' 
p. 3127 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 574. 

9 Kopf schwarz, schmal, hinter den Augen verengt, die Fühler' 
gelblich, oben verdunkelt, Taster bleich. Thorax rot, Pro- 
thorax, einige Nähte an den Brustseiten und der Meta- 
thorax teilweise schwarz. % Letzterer kurz, gewölbt, zerstreut 
und seicht punktiert, die Area superomedia schwach ver- 
tieft, ziemlich glänzend, ohne Seitenleisten. Die Brustseiten 
zerstreut punktiert. Hinterleib mit dichter und grober 
Punktierung, die Seitenhöcker nur schwach entwickelt, die 
Endwülste mehr glatt. Das 1. Segment schwarz, die fol- 
genden rötlich mit schwarzen Endrändern. Bohrer etwa so 
lang wie der Hinterleib. Beine schmutzig strohgelb, die 
vorderen etwas heller, die Schienen und Tarsen der hinter- ! 
sten fast weisslich, die Spitzen der Tarsenglieder und das 
Ende der Schienen sowie ein undeutlicher Ring vor deren 
Basis verdunkelt. 






Pimpla. 1085 



Die Flügel schwach gelblich getrübt, das Stigma, Flügel- 
wvirzel und Flügelschuppen bleichgelb. Der Nervellus 
sendet ganz unten einen zarten Längsnerv aus. 

Ueber das tf gibt Ratzeburg an der erwähnten Stelle 
folgende Notiz : „Ein 2 " ' langes cf, welches Dr. Nörd- 
linger mit dieser P. pomorum zusammen erzog, gehört 
wahrscheinlich dazu. Es stimmt mit demselben hinsichtlich 
der Sculptur, in der hellen Farbe des Randmals ; ferner in 
der weissen Farbe von Schüppchen, Flügelwurzel und 
Halsrand, auch in der hellen Farbe der Beine, die nur, 
wie bei tf meistens, noch mehr Weiss haben, überein ; 
allein es fehlt das Rot am Rumpfe gänzlich, auch sind die 
ganzen Fühler heller, besonders die beiden ersten Glieder 
unten weiss. Die Hinterleibsringe bräunein mehr oder 
weniger/' 

L. 5 — 6 mm. 

Diese Art wurde mehrfach aus dem bekannten Rüssel- 
käfer Anthonomus pomorum gezogen. — Sie scheint bisher 
bloss im mittleren Europa beobachtet worden zu sein und 
zwar sehr selten. In Thüringen habe ich bis jetzt nur 
einige £ erbeutet. 

Die Art bildet die Förstersche Gattung Tromera. 

[. P. cercopithecus Costa. Pimpla cercopithecus Costa, Notizie ed 
Osservazioni sulla üeo-Fauna Sarda Memoria IV. (Napoli 1885) p. 25 | 
1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 506 u. 1897 Rev. p. 573. 

Kopf schwarz. Palpen weiss. Thorax rotgelb, über seine 
Mitte ein schwarzer Längsstreif. Rücken des Metathorax 
und Vorderbrust ebenfalls schwarz. Hinterleib fein punk- 
tiert, rotgelb, der Endrand aller Segmente glatt und glänzend 
schwarz. Beine rotgelb ; die vorderen Schenkelringe weiss, 
die hinteren Tarsen braun. Flügel wasserhell, irisierend ; 
die Adern schwarz, das Stigma, die Flügelwurzel und 
Flügelschuppen weiss. Der Bohrer i l / 2 Mal so lang wie 
der ganze Körper, schlank, nach oben gebogen. 

Nach einem Original-Exemplare kann ich der Beschrei- 
bung noch hinzufügen, dass der Metathorax dicht und 
grob punktiert und ohne Spur von Längsleisten ist, ferner 
dass die Fussklauen auffallend lang sind. 

L. 6,5, Bohrer 8,5 mm. 

Von A. Costa auf der Insel Sardinien entdeckt. 

i. P. erythronota Kriechb. 1894 P. e. Kriechbaumer, Anal. Soc. 
Esp. Hist. Nat. XX111 p. 248 £ | 1897 Schmiedeknecht. Rev. p. 573 £• 

j> Schwarz, Meson otum, der grösste Teil des Metathorax und 
Beine rot. Hinterleib kastanienbraun, das 1. Segment ganz, 
2 — 5 am Hinterrand schwarz. Fühler an der Basis unten 



ioS6 Pimplinae. 



rötlich. Stigma gross, gelb, Tegulä hell ; Nervellus unttj 
der Mitte gebrochen. Luftlöcher des Metathorax klein un| 
rund. Fussklauen an der Basis mit Zahn. 

L. 7, Bohrer 4,5 mm. — tf unbekannt. 

Balearen. 

53. P. brunnea Brischke. Pimpla brunnea Brischke, Ichneumonidt; 
von West- und Ostpreussen III, p. 112 | Pimpla graminellae Qravenhorsj 
Var. 3 und 4 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 507 u. 1897 Re 
P- 574 9cT- 
$ Kopf schwarz, hinter den Augen verschmälert, mit breite 
Wangen, das Gesicht glatt und glänzend, Clypeus am End 
niedergedrückt, Taster und Fühler hellbraun, letztere etw;j 
länger als Kopf und Thorax zusammen, gegen das Encj 
ganz schwach verdickt. Thorax glänzend, nur ganz fei! 
und seicht punktiert, schwarz, bräunlich schimmernd, dt| 
Metathorax meist braun, glänzend, die Area superomedi 
durch zwei feine Längsleisten angedeutet. Auch die BruJ 
meist stark bräun ein d. Hinterleib mit ziemlich parallele 
Seiten, nach hinten nur schwach erweitert, glänzend, I 
groben, aber seichten Punkten, die Seitenhöcker und Enc 
wülste kaum angedeutet ; die vorderen Segmente hellbraujj 
die hinteren mehr dunkel und mit schwächerer PunktierunTj 
Das 1. Segment etwas länger als breit, an der Basis H 
glänzender Aushöhlung und schwachen Kielen. Bohr«' 
etwa 2 / 3 Hinterleibslänge. Beine blass rostgelb, die vo; 
dersten Hüften teilweis schwärzlich, die hintersten Schiene! 
und Tarsen weisslich, erstere vor der Basis und am Entf 
bräunlich, die Tarsenglieder mit dunklen Spitzen. Flügj 1 
wasserhell, das Stigma braungrau mit weisser Basis, H 
Spiegelzelle sitzend. Flügel wurzel, Flügelschuppen und e, 
Fleck davor weisslich. Nervellus in der Mitte oder weni 
darunter gebrochen. 

Bei dunkleren Exemplaren herrscht die schwarze Färbun 
vor, indem nur die vorderen Segmente braune Färbun 
zeigen. Bei diesen haben auch die Beine ein dunklen 
Hell und die Farbe des Flügelmals ist mehr braunschwar 
Die hellen Exemplare machen immer den Eindruck, als wen 
sie unausgefärbt wären. 

Die cf stimmen in der Sculptur mit den Q überein, doc 
sind die Leisten des Metathorax viel kräftiger und reiche 
bis an das Ende. Die Punktierung des Hinterleibs i: 
feiner und dichter als bei den Q. Sie gehören mit zu d< 
kleinen Zahl jener Männchen, bei welchen die Vorde 
Schenkel unten ausgebuchtet und die Hinterleibssegmenl 
deutlich länger als breit sind, wodurch sie einen Uebergan 
zu Ephialtes bilden. Die Fühler etwa von Hinterleibsläng 



Pimpla. 1087 

bräunlich, der Schaft unten gelb. An den Beinen sind die 
Hüften mehr oder minder gebräunt. Hinterleib linear, mit 
parallelen Seiten, hellbraun, das 1. Segment mit deutlichen 
Kielen, die vorderen Segmente V/ 2 Mal so lang wie breit, 
die folgenden mehr und mehr kürzer werdend. Stigma 
einfarbig bräunlich grau, der weisse Fleck an der Basis 
fast verschwunden. Ungemein schwierig ist die Trennung 
von P. calobata <_?. Bei dieser hat der Vorderschenkel 
unten eine doppelte Ausrandung, während bei brunnea nur 
eine vorhanden ist, höchstens noch die Andeutung einer 
zweiten. 

Körperlänge des Q 8—12, des _? 8—10 mm. 

Die Art ist hier in Thüringen nicht allzu selten ; sie 
scheint auch weiter verbreitet zu sein, da ich sie z. B. auch 
bei Bozen fing. 

|. P. melanopyga Grav. 1829 Pimpla melanopyga Qravenhorst, lehn. 
Eur. III, 149, 76 $ | 1863 Taschenberg, 1. c. 266, n. 23 $ | 1888 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 508 u. 1897 Rev. p. 575 <j> . 

Kopf glänzend schwarz, hinter den Augen erweitert, Ge- 
sicht glatt, ohne Punktierung, mit deutlichen Höckern, 
Kopfschild am Ende ausgerandet. Palpen braungelb, Fühler 
fadenförmig, schwarz, die Endhälfte gelb. Thorax glänzend 
schwarz, sehr seicht punktiert, das Mesonotum mit deut- 
: : liehen Längsfurchen, der Metathorax stark gewölbt, oben 
zerstreut grob punktiert, mit zwei vorn eng zusammen- 
laufenden Leisten; die Luftlöcher klein und rund. Brust- 
seiten glatt, nur vorn ganz schwach runzlig-punktiert. 
Hinterleib in der Mitte breiter als der Thorax, dicht und 
grob punktiert, mit starken Seitenhöckern, die hinteren 
Segmente mit feinerer Sculptur und deshalb glänzender. 
Segment 1 so lang wie breit, grob runzlig punktiert, die 
Aushöhlung mit scharfen Leisten. Segment 1—5 bräunlich 
rot, die letzteren von diesen an der Hinterhälfte ver- 
schwommen schwärzlich, die übrigen Segmente schwarz. 
Bohrer etwa i/ 4 des Hinterleibes, mit dicken Klappen. Beine 
kurz und dick, schmutzig gelbrot, die Hüften bei meinen 
Exemplaren ganz schwarz, nach Gravenhorst nur die vor- 
deren Hüften an der Basis braun ; die Spitzen der hinter- 
sten Schienen etwas gebräunt. Klauenglied nebst Pulvillus 
verdickt, die Klauen am Grunde stark lappig erweitert. 
Flügel ziemlich getrübt, das Stigma braun, an beiden Enden 
heller; Nervellus weit unter der Mitte gebrochen. 
L. 9— 11 mm. 
Das ^ bis jetzt unbekannt. 



io8S Pimplinae. 



Die Art scheint mehr eine südliehe zu sein. Gravenho 1 
besass ein Exemplar aus Nürnberg, ein zweites aus Unga . 
In Thüringen ist sie mir noch nicht vorgekommen. Ei» 
Reihe Exemplare fing ich an den Ufern der Etsch 1 
Sigmundskron ohnweit Bozen. 

55.- P. apricaria Costa. 1884 P. apricaria Costa, Rendic. accad.J 
171 $ u. 1885 Notizie ed osservazioni sulla Qeo-Fauna Sarda, Merrua 
IV p. 25 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr.p. 509 u. 1897 Rev. p. 575 I 

„Kopf schwarz. Palpen bräunlich. Fühler schwarz, es 
1. Glied rotbraun. Thorax schwarz, Meson otum ziemlii 
fein punktiert, Metathorax gröber, fast netzartig punktiei; 
der hintere Teil des abschüssigen Raumes ausgehölj:, 
glänzend, mit erhabener Leiste umgeben. Hinterleib stat 
punktiert mit glatten Endwülsten, durchaus rostrot, II 
die Basis des 1. Segmentes schwarz. Bohrer von haUsI 
Hinterleibslänge, die Klappen kurz behaart. Beine, 91 
schliesslich der Hüften, rot, die hinteren Schienen schwi|E 
mit einem weissen Ring vor der Basis, ebenso die hinteili 
Tarsen schwärzlich. Flügel fast wasserhell, Stigma schw< j 
mit heller Basis. Flügelwurzel und Flügelschuppen weis! 

Von der Insel Sardinien. 

Durch die Zuvorkommenheit der Autors war es mir gl 
stattet, ein typisches Stück einzusehen, und so kann 11 
einige wichtige Notizen nachtragen: die Luftlöcher es 
Metathorax sind gestreckt, die Fussklauen am Grunb 
ohne lappige Erweiterung, der Nervellus sehr schräg na;i 
aussen gestellt, weit über der Mitte gebrochen. Die Jl 
schliesst sich eng an P. ephippium an. 

L. 7 mm. — tf unbekannt. 

Von der Insel Sardinien. 

56. P. calobata Grav. 1829 Pimpla calobata Gravenhorst, lehn. E 
III, p. 176 n. 85 £ | 1863 Taschenberg, 1. c. 267 n. 28 $ | I 
Brischke, 1. c. p. 113 £ | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 510' 
1897 Rev. p. 574 %(? I J 844 Pimpla nueum Ratzeburg, lehn. : 
Forstins, I. 115, 9 | 1860 Holmgren, 1. c. 25, 15 £ | 1868 Tschek, 
Schriften der zool. bot. Qesellsch. p. 436 | 1877 ? Pimpla punetivenf 
Thomson, Op. Ent. VIII p. 756 n. 29 $ cT | 1890 P. stramentE 
Kriechbaumer, Ann. Naturh. Hofmus. Wien V p. 483 §. 

$ Die schmutzig braune Farbe des fast cylindrischen Hint< 
leibes mit sehr schmalen, nicht aufgeworfenen, wenig gläi 
zenden Endrändern der Segmente, von denen das zwei; 
fast noch einmal so lang ist als das dritte und breiter u:: 
länger als jedes der übrigen, der dicke, hinter den Aug 
kaum verschmälerte Kopf und ein Bohrer, der so lang i 
wie der Hinterleib mit dem Metathorax, kennzeichnen d 



Pimpla. 1089 



Weibchen dieser Art. Der Metathorax hat eine schwach 
umleistete, unten offene Längsfurche, das 1. Segment des 
Hinterleibes ist wenig erhöht, fast quadratisch, mit einer 
schwachen Andeutung von 2 Längsleisten. Nervellus etwas 
unter der Mitte gebrochen. 

Beim tf sind die vordersten Schenkel unten 2 Mal aus- 
gerandet, die vordersten Schienen gebogen. Kopf, Thorax 
und Flügel sind wie beim Weibchen gebildet; die 22glied- 
rigen Fühler (beim $ 22— 24 gliedrig) sind oben schwarz, 
Schaft und Wendeglied unten weisslich, die Geissei unten 
ganz oder an der Basis bräunlichgelb. Die Vorderbeine 
sind blassgelb, die Hüften an der Spitze und die Trochan- 
teren gelblich weiss ; an den Hinterbeinen sind die Hüften 
schwarz, die Trochanteren weisslich gelb, die Schenkel 
entweder rotgelb, oder bräunlich gelb mit braunen Kanten, 
Tibien und Tarsen sind wie beim Weibchen gefärbt. Der 
Hinterleib ist bräunlich, selten schwärzlich, linienförmig, 
noch einmal so lang als Kopf und Rumpf zusammen, die 
vorderen Segmente länger als breit ; das erste ein wenig 
länger als die Hinterhüften, überall gleich breit, fein gerandet, 
mit einer verschwindenden Furche an der Spitze ; alle Seg- 
mente sind sehr dicht fein punktiert ; die Endränder schmal, 
flach, kaum glänzender als der übrige Hinterleib. 

L. 6—10 mm. 

Verbreitet in ganz Europa. — Wurde namentlich aus 
Eicheln, Buchnüssen und Gallen von Biorrhiza terminalis 
gezogen. Man findet die Art mit Vorliebe im Sommer auf 
Eichengebüsch. 

An merk. 1. Ich kann mich nicht entschliessen P. calobata und 
cum als 2 verschiedene Arten aufzufassen. Nach Thomson soll T. calobata 
Was längeren Bohrer haben, aber gerade die Bohrerlänge differiert bei den 
izelnen Individuen sehr. Aus diesem Qrunde stelle ich auch die P. stra- 
intaria Kriechb. zu P. calobata. 

Anmerk. 2. Zu P. calobata dürfte auch die P. cingulatella 
Costa (Notiz, ed Osserv. sulla Qeo-Fauna Sarda IV p. 25 (1885) und 
^m. V (1886) p. 23) zu ziehen sein. Die Beschreibung lautet: Schlank, 
hwarz, Hinterleib rot, Hinterrand von Segment 1 —6, das 7. ganz schwarz, 
hier unten rötlich. Beine rot, die hintersten Schienen an der Spitze und 
•1 Ring hinter der Basis schwarz ; Tarsen hell, die Spitzen der Glieder 
'nkel. Flügel hyalin, Tegulä weiss, Stigma bräunlich. Bohrer etwa von 
iterleibslänge. — Insel Sardinien. 

I. P. glandaria A. Costa. 1886 Pimpla glandaria A. Costa, Noticie ed 
osservazioni sulla Qeo-Fauna Sarda, Memoria V p. 21 | 1888 Schmiede- 
knecht, Monogr. p. 512 u. 1897 Rev. p. 575 9. 

p Fühler wenig kürzer als der Körper, oben schwärzlich, 
unten rostrot. Kopf schwarz, Gesicht fein punktiert, in der 
Mitte erhaben. Stirn glatt und glänzend. Palpen braun- 



1090 Pimplinae. 



gelb, Thorax schwarz, Rücken des Mesonotums mit feil 
und zerstreuten Punkten, ziemlich glänzend ; Metathoij 
mit feiner fast netzförmiger Runzelung ; Luftlöcher ru| 
Area superomedia mit zwei deutlichen Seitenleisten, hir*J 
offen. Hinterleib ziemlich robust, fein punktiert; dal 
Segment mit 2 Längskielen, Segment 2—5 mit Quenl 
drücken vor dem Endrande, rot, mit schwarzen Endsäumi 
die letzten Segmente schwarz. 

Beine rot, Hüften schwarz. Die Spitzen der hintej 
Tarsenglieder schwärzlich ; Klauen an der Basis mit z\ 
Flügel leicht getrübt, Stigma braun, Flügelwurzel blassgjj 
Flügelschuppen hellbraun. Bohrer von halber Hinterlei 
länge." 

In dem Exemplare, das ich vom Autor erhielt, ist e 
stark schräg nach aussen gestellte Nervellus deutlich et! 
über der Mitte gebrochen. Die Spiegelzelle breit sitze c 
wie bei einem Ichneumon. 

L. 7, Bohrer 2 mm. — tf unbekannt. 

Insel Sardinien. 



58. P. terebrans Rtzbg. 1844 Pimpla terebrans Ratzeburg, Ich! 
Forstins. I, p. 114, 6 u. 1848 11, p. 89, 6 | 1863 Taschenberg,! 
267, 27 Q | Pimpla punctulata Ratzeburg, 1. c. II, 90, 12 (nach Tasc 
berg) | 1888 P. terebrans Schmiedeknecht, Monogr. p. 513 u. 1897 
p. 513 9. 

Diese Pimpla hat die grösste Aehnlichkeit mit eil 
Ephialtes, namentlich durch den langen Bohrer, da i 
die Hinterleibssegmente sämtlich breiter als lang sind 
der Hinterleib in der Mitte erweitert ist, so steht die* 
besser bei Pimpla. : 

Glänzend schwarz, Taster, Tegulä, Flügelwurzel 
Stigma, sowie die Beine mit Ausschluss der Hinterschie 
und Tarsen, welche an der Aussenseite gleichmässig schw 
braun sind, gelbrot. Hinterrücken einzeln grob punkti 
und behaart, mit deutlicher, hochgerandeter Mitteln] < 
Segment 1 gestreckt, mit flacher Mittelrinne, die übri. 1 : 
Segmente dicht und fein punktiert, mit wenig in die AuB 
fallenden Hinterrändern und Quereindrücken, aber A 
liehen Beulen. Bohrer von Körperlänge. 

Abweichend davon steht sie bei Ratzeburg unter j 
Arten mit schwarzem oder dunkelbraunem Stigma. 
Beine werden ebendaselbst ganz rotbraun genannt, nuri 
hintersten Schienen und Tarsen angeräuchert. 

Wurde besonders erzogen aus Kiefernästen, die li 
Larven von Pogonochorus besetzt waren, auch aus Pisse; 



Pimpla. 1091 



hercyniae und abietis. Ratzeburg gibt ferner Retinia resi- 
nana als Wirt an. 

L. 9—10 mm. 

Mitteleuropa, nicht gerade häufig. Ich fing die Art hier 
in Thüringen, voriges Jahr auch bei Wildbad im Schwarz- 
wald. 

An merk. Von Taschenberg wird auch die Pimpla punctulata Ratzbg. 
ierher gezogen, obwohl dieselbe in verschiedenen Punkten abzuweichen scheint: 
»ohrer länger als der Körper (Körper 3, Bohrer 4"' Länge). Beine durch- 
us hell gelbrot, Fühler gelbbraun. Hinterleib mit dichter, feiner Punktierung. 
uf dem Metathorax sind die Punkte sehr sparsam und undeutlich, auf dem 
jbrigen Rumpfe kaum sichtbar. Flügelwurzel, Schüppchen und ein Strich 
avor schmutzig hellbraun. 

Wurde aus Tortrix resinana erzogen. 

P. detrita Holmgr. 1860 Pimpla detrita Holmgren, Mon. Pimpl. 
Suec. 23, 11 Qtf | Thomson, Op. Ent. VIII, p. 753 n. 22 | 1863 Pimpla 
Gravenhorsti Taschenberg, 1. c. p. 266 n. 22. (Enthält jedenfalls auch P. 
pictipes Qr.) | 1829 Pimpla graminellae Qravenhorst (zum grössten Teil) | 
1888 P. detrita Schmiedeknecht, Monogr. p. 514 u. 1897 Rev. p. 590 Qcf. 

Kopf hinter den Augen wenig verschmälert, schwarz, glatt 
und glänzend, das Gesicht nur an den Seiten mit ganz 
feiner Punktierung. Fühler kurz, wenig länger als Kopf 
und Thorax, unten schmutzig rostgelb. Die Augen am 
Innenrande nur schwach ausgerandet. Palpen bräunlich. 
Thorax glänzend schwarz, nur vor den Flügeln ein gelb- 
licher Punkt. Das Mesonotum fein und seicht punktiert ; der 
Metathorax glatt, fast ohne alle Punktierung, die area supero- 
media mit feinen Seitenleisten ; die Brustseiten glatt und 
glänzend. Hinterleib nach vorn und hinten ziemlich stark 
verengt, schwarz, grob punktiert, auf den hinteren Seg- 
menten feiner, die Seitenhöcker schwach ; das r. Segment 
deutlich länger als hinten breit, mit polierter Mittelfurche, 
das 2. Segment sehr grob punktiert, an der Basis beider- 
seits mit deutlichen Eindrücken, der Bohrer von halber 
Hinterleibslänge. Beine rot, die vordersten Hüften fast 
stets gebräunt, die hintersten Tibien mehr gelblich, am 
Ende und vor der Basis gebräunt ; auch die hintersten 
Tarsenglieder an der Spitze verdunkelt, das Klauenglied 
nebst den Klauen und deren Erweiterungen auffallend 
gross. Flügel gelblich getrübt, das Stigma braun, an der 
Basis weisslich. Flügelwurzel und Flügelschuppen weiss- 
gelb, Nervellus in der Mitte gebrochen. 

Grössenverhältnisse : 8,5, Hinterleib 5,5, Bohrer 2,5 mm. 

Das tf wird von den früheren Autoren sehr kurz be- 
schrieben. Holmgren sagt nur, dass die Beine zum Teil 
gelb sind, und dass es sonst mit dem Weibchen überein- 
stimme. Taschenberg gibt an, dass Hüften und Schenkel- 



1092 Pimplinae. 



ringe schwarz sind und dass die übrige Färbung mit de 
Q übereinstimmt. — Mir scheint, als wenn keiner dies< 
Autoren das richtige Männchen vor sich gehabt hätt 
sonst würden sie nicht die eigentümliche Beschaffenhe 
der Vorderschenkel übersehen haben. Erst Thomson e 
wähnt dieselbe, gibt aber dabei wieder andere Merkma 
an, die ich nicht bestätigt finde. Pimpla detrita gehö 
nämlich mit zu den Männchen, bei welchen die üntersei 
des Vorderschenkels deutliche Ausrandungen zeigt. Es g< 
hören hierher noch Pimpla calobata, Pimpla brunne 
Ephialtes inanis und einige schwer deutbare Arten Ratz 
burg's, die aber grösstenteils mit Ephialtes inanis zi 
sammenf allen dürften. Nach Thomson nun soll sich 
detrita tf durch seine geraden Vorderschienen von de 
erwähnten ähnlichen Männchen unterscheiden. Ich besit2 
3 cj*, welche ich mit den Q zusammen Ende Juni und Tu 
gefangen habe und finde die Schienen bei diesen eben 
gekrümmt wie bei den Verwandten. Hat sich also dJ 
sonst so scharfsichtige Thomson hier geirrt, oder hat < 
eine andere mir nicht bekannte Art vor sich gehabt? Ic 
bin ziemlich fest überzeugt, dass meine Exemplare z 
detrita gehören. Die Unterschiede habe ich genau in d< 
analytischen Tabelle angegeben. \ 

Wurde erzogen aus: Sesia formicaeformis, Lipara lucesj 
und Chilo fragmitellus. . 
L. 7 — 9 mm. ; 

Verbreitet über fast ganz Europa und eine der häufigste 
Arten. 



60. P. pictipes Grav. 1829 Pimpla pictipes Qravenhorst, lehn. Ei 
III, 198, 95 cf | 1871 Tschek, Schriften der Wiener Zool. Bot. Qe 
p. 38 Qcf | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 515 u. 1897 Rev. 
590 9cT I 1863 Pimpla Gravenhorsti Taschenberg, 1. c. p. 266 n. 
(ex parte) | 1887 P. Ratzeburgi Kriechbaumer, Ent. Nachr. XIII p. 84. > 

Diese Art ist von Tschek an der angeführten Stelle am, 
führlich behandelt worden und gebe ich seine Beschreibun 
wörtlich : 

„Diese von Gravenhorst III, 198, 95 nur im männliche 
Geschlechte beschriebene Art habe ich auch in Oesterreic 
aufgefunden. Die zwei Männchen, die ich besitze, habe; 
nur eine etwas ansehnlichere Grösse (fast 4 '"), und di 
Fühlergeissel ist unten und an der äussersten Spitze rosi 
rot (bei dem einen Männchen beinahe die ganzen Hinteij 
hüften schwarz); sonst stimmen sie mit Gravenhorst's B< 
Schreibung vollkommen überein. 



Pimpla. 1093 



Der Kopf ist fast so breit als der Thorax, hinter den Augen 
kaum verschmälert; der Kopfschild vorn seicht gebuchtet; 
das Gesicht mitten erhöht, fein und nicht dicht punktiert; 
(die Wangenspitzen ganz schwarz); die Stirn fast glatt, 
glänzend, zwischen den Fühlergruben gekielt; auf dem 
Scheitel geht eine Furche vom unpaarigen Nebenauge 
zwischen den paarigen zum Hinterhauptrande. Die Fühler 
sind kaum länger, als der Thorax mit dem Kopfe, 22gliedrig. 
Das Mesonotum ist glänzend, vorn und an den Seiten 
punktiert, nach hinten in der Mitte feiner und zerstreuter. 
Der Metathorax ist glänzend, mitten mit einem undeutlichen 
nach hinten wenig erweiterten Mittelfelde, an dessen Seiten 
nicht dicht und fast nadelrissig punktiert, die Areae pleu- 
rales dichter; die Area posteromedia glatt, glänzend, mit 
zwei Seitengruben anderSpitze, die supracoxales vollkommen 
glatt und glänzend; die Mittelbrustseiten fein weitläufig 
punktiert. Das 1. Segment wenig länger als die Hinter- 
hüften, mitten erhöht, mit zwei Längskielen bis zur Spitze. 
Das zweite etwas länger als breit, an der Basis jederseits 
mit einem schrägen, linienförmigen Eindrucke; das dritte 
und vierte quadratisch ; die mittleren Segmente mit deut- 
lichen Tuberkeln, grob und besonders gegen ihre Basis 
zusammenfliessend punktiert. Die Areola quer, sehr kurz 
gestielt, klein. 

Das bisher noch nicht bekannt gemachte Weibchen stimmt 
mit dem obigen Männchen bis auf die Geschlechtsunter- 
schiede vollkommen überein und zeichnet sich durch seine 
grossen Flügel und seinen knotigen Hinterleib aus, der 
noch einmal so lang ist als der Thorax. Die Länge des 
Bohrers beträgt 2 / 3 des Hinterleibes. Luftlöcher des Meta- 
thorax kreisrund, Klauen am Grunde lappig erweitert. — 
An den Vorderbeinen sind die Schenkel und Hüften gelb- 
rot, die Trochanteren, Schenkelspitzen und Schienen gelb- 
lich, letztere mit einem bräunlichen Punkte aussen vor der 
helleren Basis, an der Spitze gebräunt ; die Hinterschienen 
blassgelb, an der Spitze und ein Halbring vor der Basis 
braun. Bohrerklappen langborstig. Fühlergeissel unten 
und an der Spitze durchaus rostrot." 

L. 8 — 10 mm. 

Mitteleuropa; selten. 

P. ventricosa Tschek. 1871 Pimpla ventricosa Tschek, Ichneu- 
monol. Fragmente, in : Schriften d. Wiener Zool. Bot. Ges. p. 40 ^ | 
1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 517 u. 1897 Rev. p. 591 Q. 

Der P. brevicornis Gr. ähnlich, aber grösser und durch 
die Form des Kopfes sogleich zu unterscheiden. Dieser ist 



1094 Pimplinae. 



kräftig, breiter als der Thorax, hinter den Augen etwa 
erweitert und gerundet; die Punktaugen stehen auf einei 
vom übrigen Scheitel rings durch eine tiefe Furche gesot 
derten Platze. 

Eine Furche geht der Länge nach vom vorderen Punk 
äuge durch die Stirne und setzt sich nach rückwäri 
zwischen den paarigen Nebenaugen, doch nur innerhal; 
des abgegrenzten Raumes fort. Die paarigen Ocellen sin 
vom Hinterhauptrande mehr als noch einmal soweit ei 
fernt, als ihr Durchmesser beträgt. Auch das Hinterhaus 
zeigt mitten eine schwache feine Längsfurche. Die Fühl«: 
sind von halber Körperlänge. Der Thorax und der Hintei 
leib wie bei P. brevicornis. Luftlöcher des Metathora 
klein, kreisrund, Klauen mit lappenförmigem Anhang. Ne 
vellus unter der Mitte gebrochen. Bohrer von Hinterleib; 
länge. 

Schwarz, Palpen gelb, Fühler oben schwarzbraun, unte 
dunkel rostrot, gegen die Basis rostgelb« Tegulä un 
Schulterbeulen gelb. Flügel leicht gelblich getrübt, Stigm 
rötlichgelb. An den kräftigen Beinen sind die vorderste 
Trochanteren ganz, die übrigen an der Spitze gelblich ; dl 
Mitteltibien blass, an der Spitze und vor der Basis rt 
oder bräunlich; die hintersten innen rot, aussen weisslicl 
und hier die Spitze und ein Fleck vor der Basis braut} 
die Tarsen rötlichbraun, das erste Glied bis über die Hälft 
die übrigen an der Basis mehr oder weniger blass. 

L. 8— ii mm. — ^unbekannt. 

Mitteleuropa; selten. 

62. P. didyma Grav. 1829 Pimpla didyma Qravenhorst, lehn. Eur.äj 
178, 88 Q| 1844 Ratzeburg, 1. c. I, 114, 5 £ ö" | 1863 Taschenberji 
1. c. 267, 26 Qö* | 1864 Brischke, 1. c. p. 112 Qtf | 1888 Schmied! 
knecht, Monogr. p. 518 u. 1897 Rev. p. 590 9c?. 

Schwarz, Palpen, ein zusammenfliessender DoppelfleC 
unter den Fühlern, ein Punkt vor den Flügeln, Flüge; 
wurzel und Tegulä gelb. Beine gedrungen, rotgelb, di; 
hintersten Schienen am Ende schwärzlich, meist auch vc 
der Basis mit einem dunklen Schatten; die hinterste 
Tarsen schwärzlich. Flügel deutlich getrübt, mit schwärz 
lichem Stigma, Nervellus etwas unter der Mitte gebrochen 

Kopf hinter den Augen wenig verengt ; das Gesicht seich 
und zerstreut punktiert. Mesonotum ziemlich glatt, schwac. 
punktiert. Metathorax an den Seiten mit runzliger Punk 
tierung, area superomedia mit schwachen Seitenkieler 
area posteromedia glatt und glänzend. Hinterleib grol 
punktiert, das 1. Segment ungefähr so lang wie breit, mij 
deutlichen Kielen ; Bohrer von Länge des Hinterleibes. 



Pimpla. 1095 



Länge des O 10,25, Hinterleib 6, Bohrer 6 nun. 
71 Vordersehenkel unten nicht ausgerandet, aber stark ver- 
breitert. Kopf und Thorax stark glänzend, Brustseiten wie 
poliert. Fühler kurz und dick. Hinterleib in der Mitte 
verbreitert, die mittleren Segmente vom 2. an breiter als 
lang, vorn grob punktiert. — Fühler braun, Schaft unten, 
Gesicht, Oberlippe, Mandibeln, ein grosser Fleck vor den 
Flügeln, der sich nach unten bis zu den Vorderhüften ver- 
längert und Beine blassgelb, Schenkel und die hintersten 
Hüften zum Teil rötlich ; die hintersten Schienen am Ende 
braun. Stigma hellbraun. 
L. 10 mm. 

Nördliches und mittleres Europa ; eine der seltensten 
Arten. Ich fing bis jetzt hier in Thüringen nur 3 Exem- 
plare. Lebt nach Hartig in Lasiocampa pini. 

P. similis Bridgm. 1884 P. s. Bridgman, Trans. Ent. Soc. London 
p. 433 Q| 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 591. 9. 

Ausgezeichnet durch die einfarbig hellroten Beine, bei 
denen nur die Vorderhüften schwarz sind. Thorax ohne 
alle Skulptur, Luftlöcher des Metathorax klein und rund. 
Flügel hyalin, Stigma schwärzlich mit heller Basis, Ner- 
vellus unter der Mitte gebrochen. Fussklauen am Grunde 
mit Zahn. Körper durchaus schwarz, Bohrer etwa von 
Hinterleibslänge. 

In Grösse und Gestalt sehr ähnlich der P. brevicornis, 
ausser den angegebenen Merkmalen als Unterschied noch 
zu erwähnen die helleren Flügel und längeren Fühler. 

L. 6—10 mm. — (f unbekannt. 

England. — Wurde aus Ephippiphora scutulana gezogen. 



P. vesicaria Ratzbg. 1884 Pimpla vesicaria Ratzeburg, lehn. d. 
Forstins. I, 115 u. 1848 II, 90 QcT | 1863 Taschenberg, 1. c. p. 268 
Anm. | 1877 Thomson, 1. c. p. 756 n. 30 96* I 1880 Brischke, 1. c. 
p. 114 9cT I 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 519 u. 1897 Rev. 
P. 618 95". 

Taschenberg war geneigt, nach Einsicht eines typischen 
Exemplares, die Art zum Formenkreis der wandelbaren 
P. brevicornis zu ziehen, und ich würde ihm darin gefolgt 
sein, wenn nicht Thomson auf verschiedene Unterschiede 
aufmerksam gemacht hätte. In wie weit sich diese be- 
währen, das mögen spätere Untersuchungen feststellen. - 
Ratzeburg gibt folgende Beschreibung: „Bohrer fast von 
der Länge des Hinterleibs. Metathorax ganz glatt. Hinter- 
leibsriuge in der Mitte schwach quer eingedrückt Das 



1096 Pimplinae. 



Schwarz des Hinterleibs schillert deutlich ins Bräunlich 
Beine ganz gelbbraun und auch an den hintersten Schiene 
und Tarsen wenig dunkler. Fühler schmutzig dunkelbram 
dunkel geringelt. Flügelwurzel, Flügelschüppchen und ei 
Fleckchen vor denselben gelb. — Ich habe eine Meng 
Männchen und Weibchen aus den kleinen an Weidenblätter 
sitzenden Blasen, die grösstenteils von Nematus salice 
herrühren, erzogen." Im 2. Bande fügt er dann Folgende 
hinzu : „Nur selten zeigt sich bei einem Stück Schwan 
braun an den Hinterhüften. Später habe ich auch tf vo 
l V2— 2 '" Länge erzogen. Bei diesen zeigt sich ein wunde 
schönes blasses Citronengelb an den Tastern, der Untei 
Seite der beiden ersten Fühlerglieder, an den Hüftei 
Trochanteren und Apophysen der beiden ersten Fusspaan 
sowie auch an den Trochanteren und Apophysen des I 
Fusspaares, und ziemlich rein, nur ein wenig brauner, a 
den Schenkeln und Schienen der beiden ersten Fusspaare 

Thomson gibt als Unterschied von P. brevicornis eben 
falls die helle Beinfarbe an und betont dann noch be 
sonders die andere Form des Hinterleibs, die bei vesicäri' 
mehr parallel sei. Vom tf hebt er hervor, dass das I 
Hinterleibssegment doppelt so lang wie breit ist. 

Brischke führt leider wieder kein Wort an, was zur Fesi 
Stellung dieser Art beitragen könnte. Da er die Art reich 
lieh gezogen hat, hatte er Veranlassung und Gelegenheit 
den Wert dieser von Taschenberg als zweifelhaft hinge 
stellten, von Brischke selbst aber getrennt angeführten Ar 
zu begründen. — Sie schmarotzt nach ihm bei Tortri; 
Bergmanniana, Tischeria complanella, einer unbestimmte! 
Coleophora, Nematus valisnieri, viminalis, vesicator, Cryptq 
campus medullarius und venustus. 

Schweden, Deutschland. 



65. P. inquisitor Scop. 1763 Ichneumon inquisitor Scopoli, Ent.'CariJ 
n. 754, lab. 41 f. 745 | 1793 lehn, stercorator Fabricius, Entom. System, 
p. 172 | 1829 Pimpla stercorator Qravenhorst, lehn. Eur. III, 186, 92 (exel 
cT. I 1844 Ratzeburg, 1. c. p. 1 15, 8 | 1860 Holmgren, 1. c. 23, 12 Qc? | 
1863 Taschenberg, 1. c. 268, 29 | 1877 Thomson, 1. c. 754, 25 | 188C 
Brischke, 1. c. p. 112 | 1829 Pimpla flavipes Qravenhorst, I.e. 197,94 c? | 
1844 Ratzeburg, 1. c. I, 1 15, 1 1 | 1804 ? Pimpla pennator Fabricius, Syst 
Piez. 171, 156 Q | 1763 ? Ichneumon visitator Scopoli, 1. c. n. 750 | 
1888 Schmiedeknecht. Monogr. p. 520 u. 1897 Rev. p. 618 9cT« 

Das von Qravenhorst zu stercorator beschriebene cT ist von der 
späteren Schriftstellern mit Recht davon getrennt und zu Holmgreni 
(graminellae aut.) gestellt worden. Sonderbarer Weise hat aber kein 
einziger gefunden, dass dadurch auch der Name P. stercorator hinfällig 
wird, denn Fabricius beschreibt seine Art im Syst. Piez. p. 117: „Atra, 
fronte flava, pedibus rufis, tibiis tarsisque albo nigroque annulatis" und 
beschreibt darunter gerade das nicht zu stercorator Qr. gehörende 



Pimpla. 1097 



Männchen. Aber auch ohne dies hätten die beiden von Scopoli her- 
rührenden Bezeichnungen die Priorität. Bereits Qravenhorst führt sie 
als synonym auf, und seine Meinung ist durch die Untersuchungen von 
Rogenhofer und Dalla Torre (in : Schriften der Wiener zool. bot. Qes. 
1881 p. 597) bestätigt worden. Ich habe von den beiden Namen Pimpla 
inquisitor gewählt, da die vorhandene Abbildung die Bestimmung noch 
mehr verbürgt, während von Ichneumon visitator Scop. keine Abbildung 
vorliegt. 

Kopf des Q hinter den Augen wenig verengt ; Gesicht 
glänzend, fast unpunktiert, der Clypeus am Ende stark 
niedergedrückt und deutlich ausgerandet; die Palpen blass- 
gelb, die Fühler oben schwärzlich, unten rostgelb, von 
Hinterleibslänge, gleichmässig dick, Augen innen schwach 
ausgerandet. Thorax schwarz, nur ein Punkt vor den 
Flügeln blassgelb. Mesonotum glänzend, seicht und zer- 
streut runzlig-punktiert, die Brustseiten fein und zerstreut 
punktiert, in der hinteren Grube fast glatt. Metathorax 
vorn an den Seiten mit zerstreuten gröberen Punkten, 
nach hinten mit deutlicher Querrunzelung, die Area supero- 
media mit schwachen Seitenkielen. Hinterleib fast doppelt 
so lang wie Kopf und Thorax, nach vorn' und hinten 
ziemlich stark verschmälert, schwarz, dicht und grob punk- 
tiert, deshalb fast matt, nur die breiten Einschnürungen 
glänzend; die Seitenhöcker schwach. Das 1. Segment so 
lang wie breit, mit scharfen Kielen. Der Bohrer von Hinter- 
leibslänge, die Klappen lang behaart. Beine rot, die Schienen' 
etwas bleicher, die hintersten an der Spitze schwärzlich 
und vor der Basis mit bräunlichem Ring ; die hintersten 
Tarsen schwarzbraun, die Basis der Glieder hell. Flügel 
gelblich getrübt, die Flügelschuppen weisslich gelb, das 
Stigma bei meinen Exemplaren blassgelb (auch Thomson 
betont dies), nach Holmgren auch etwas dunkler ; Nervellus 
in der Mitte gebrochen. 

Beim ^ sind die Fühler ebenfalls weit länger als Kopf 
und Thorax, schwarzbraun, unten rostgelb, die Unterseite 
des Schaftes hellgelb. Die vorderen Beine fast ganz blass- 
gelb ; die hintersten mit rötlichen Hüften und Schenkeln, 
letztere zuweilen an der Spitze dunkel gefleckt. Die hinter- 
sten Schenkelringe meist gelblich, die Schienen weisslich, 
an der Spitze und vor der Basis schwärzlich, die Tarsen 
weisslich, die Spitzen der Glieder breit schwarz. Das 2. 
Hinterleibssegment ist fast länger als breit. 

Diese überall nicht seltene Art ist erzogen worden aus : 
Liparis Salicis, Orgyia antiqua, Gastropacha neustria, Tinea 
cognatella, Myelois cribrella, Lithosia quadra, Tortrix viri- 
dana, laevigana, Rhynchites betuleti. Brischke führt noch 



1098 Pimplinae. 



folgende Wirte an : Lasiocampa potatoria, Psilura monacha 
Hylophila prasinana und Nephopteryx vacciniella. 

L. 8—12 mm. 

Verbreitet über ganz Europa und eine der häufigsteif 
Arten. 

66. P. triangularis Verhoeff. 1890 P. t. Verhoeff, Ent. Nachr. XV | 
p. 331 9 1 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 619 0. 

Es hält ausserordentlich schwer, in den Gruppen der P 
inquisitor, brevicornis u. s. w. nur einigermassen schärft 
Grenzen zu ziehen ; auch die vorliegende Art ist eine diese 
Formen. Sie ähnelt am meisten der P. inquisitor, unter 
scheidet sich aber durch den deutlich unter der Mitte ge 
brochenen Nervellus und das dunkelbraune, am Grund<i 
helle Stigma. Das 8. Segment hat 2 schräge Furchen 
welche ein dreieckiges Feld einschliessen. Die Beine sin( 
rot, Hinterschienen und Tarsen weiss, erstere hinter de 
Basis und am Ende dunkel, letztere dunkel geringelt 
Fühler schwarz. Tegulä weiss. Bohrer von Hinterleibslänge 

L. 8 mm. — ^ unbekannt. 

Ein 9 von Bonn. 

67. P. Stenostigma C. G. Thoms. 1877 Pimpla stenostigma Thomsoi« 
Op. Ent. VIII, 755, 26 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 521 u. 189: 
Rev. p. 576 | 1904 Habermehl, Jahresber. Gymn. u. Realsch. Worm 
p. 23 9- 

Der Autor gibt von dieser Art folgende Beschreibung : 

„Schwarz, Beine rot, Stigma schmal, Areola gestielt 
Bohrer ziemlich kurz. — Der P. inquisitor sehr ähnlich 
aber grösser, Bohrer deutlich kürzer, Stigma viel schmäler 
Areola etwas gestielt, der rücklaufende Nerv im Endwinke 
mündend." 

Die angegebenen Unterschiede sind ziemlich subtil. S« 
ist z. B. das Einmünden des rücklaufenden Nerven kur 
vor dem Endwinkel der Spiegelzelle auch den änderet 
Arten, im besonderen der P. inquisitor eigentümlich. Ah 
Unterschiede von dieser Art blieben also noch das schmäh 
Stigma und der etwas kürzere Bohrer. — Habermeh!! 
giebt folgende Grössenverhältnisse an : Länge des Hinter- 
leibs der grösseren Exemplare 8, des Bohrers 5 mm, dei 
kleineren 6 und 3 mm. 

Schweden, Deutschland. 

68. P. cincticarpUS Kriechb. 1895 P. c. Kriechbaumer, Mitteil 
Schweiz. Ent. Qes. IX p. 260 9 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 589 9 

Diese und die folgende Art sind eng verwandt mit P. 
detrita Holmgr. Da die letztere Art sehr variiert, so könnte 



Pimpla. 1099 



man ebenso gut P. cincticarpus und nigricans als Formen 
derselben auffassen. 

Vorliegende Art würde besonders gekennzeichnet sein 
durch das blass gelbbraune, von ziemlich dicken, dunkel- 
braunen Adern eingefasste Stigma, ferner durch die fa.st 
einfarbig roten Hinterschienen. — Fühler unten und an 
der Spitze rötlich. Mesonotum fein und zerstreut punktiert, 
Metathorax mit kleinen runden Luftlöchern. Hinterleib 
stark punktiert, mit schwachen Seitenhöckern; Bohrer kaum 
so lang als der halbe Hinterleib. Nervellus in der Mitte 
gebrochen. 

L. 11 mm. — tf unbekannt. 

Schweiz. 

P. nigricans C. G. Thoms. 1877 P. n. Thomson. Op. Ent. VIII 
p. 754' QcT u. 1889 Op. Ent. XIII p. 1413 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. 
p. 590 9cT- 

Eine scharfe Grenze zwischen dieser Art und der P. detrita 
existiert nicht. Thomson giebt die folgende kurze Be- 
schreibung: „Schwarz, Schulterbeulen dunkelbraun, Beine 
rot, die vordersten Schenkel unten ausgeschnitten. Der 
P. detrita sehr ähnlich aber fast grösser, mit schwärzlichen 
Schulterbeulen, das 5. Tarsenglied nicht länger als das 3. 
(bei detrita dagegen länger). Beim $ Schaft und Hüften 
schwarz." 

L. 9 — 10 mm. 

Schweden. 

P. nigriscaposa C. G. Thoms. 1877 Pimpla nigriscaposa Thomson, 
Op. Ent. VIII, p. 755, 255 9^ | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 522 
u. 1897 Rev. p. 591 | 1904 Habermehl, Jahresber. Qymn. u. Realsch, 
Worms p. 23. 

Thomson gibt die folgende Beschreibung: „Schwarz, 
Beine rot, Hüften und Trochanteren an der Basis schwarz, 
die hintersten Hüften beim Q zuweilen rot; das 1. Segment 
kurz, beiderseits dicht und stark punktiert. Labialpalpen 
schwarz. — Von P. Inquisitor verschieden durch die Farbe 
der Hüften, von P. brevicornis durch das kurze, beiderseits 
dicht grob punktierte 1. Segment, die schwarzen Labial- 
palpen und den beim tf schwarzen Fühlerschaft." 

Habermehl gibt noch folgende Notizen: Von P. inqui- 
sitor verschieden durch die schwarze Basis der vorderen 
und mittleren Hüften, von P. brevicornis durch das sehr 
kurze 1. Segment, das fast 3 Mal breiter als lang und 
beiderseits mit dichten und kräftigen Punkteindrückeu ver- 
sehen ist, durch die schwarzen Labialpalpen — die Maxillar- 



noo Pimplinae. 



palpen sind bleich — sowie durch den schwarzen Fühlet 
schaft. Die Hinterhüften .sind bei dem einzigen mir voll 
liegenden Exemplar rot. Der Hinterleib erweitert sic'J 
allmählich von der Basis bis zum Hinterrand des - 
vSegments, um sich von da aus bis zur Spitze wieder all! 
mählich zu verschmälern. Alle Segmente sind quer stark vetj 
breitert, das 2. am wenigsten. Die Punkteindrücke allel 
Segmente sind kräftig und dicht. Seitenhöcker sehrschwacl] 
entwickelt, kaum sichtbar. Metathorax auffallend kurz, mil 
fast senkrecht abfallender hinterer Zone ; die Längsleisteij 
fein und kurz. Flügelstigma breit blassgelb, in der Mitt 
etwas dunkler, Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen 

L. 9,5, Bohrer 5,5 mm. 

Schweden, Deutschland. 

71. P. brevicornis Grav. 1829 Pimpla brevicornis Qravenhorst, lcht 
Eur. 111. 211 Qcf | 1860 Holmgren, 1. c. 24, 14 Qtf | 1863 Taschen! 
berg, 1. c. 268, 30 | 1877 Thomson, 1. c. 755, 28 | 1864 Brischke, 1. c 
p. 112 | 1888 Schmiedeknecht Monogr. p. 522 und 1897 Rev. p. 61?] 

Schwarz, der Kopf glänzend, hinter den Augen schwacl 
verengt, das Gesicht mit zerstreuten groben Punktes! 
Palpen hell. Die Fühler fadenförmig, kurz, nicht länge 
als der halbe Körper, gegen das Ende rostrot Thora] 
bucklig, glänzend, das Mesonotum fein runzelig-punktiert 
der Metathorax schwach und zerstreut punktiert, mit zwe| 
feinen Längsleisten ; der dazwischen liegende Raum glati 
Ein Punkt vor den Flügeln gelb. Hinterleib in der Mitt« 
ziemlich erweitert, glänzend schwarz, grob punktiert ; dai 
1. Segment so lang wie breit mit starken Längskielen, dii; 
folgenden Segmente mit breiten glatten Endrändern unc 
deutlichen Seitenhöckern ; der Bohrer so lang wie de 
Hinterleib oder wenig kürzer. Beine schlank, ihre Farbi 
sehr variabel, meist rötlich, die Schienen und Tarser 
schmutzig gelb, die hintersten Schienen am Ende und vo 
der Basis schwarzbraun ; ebenso die Tarsen mit dunkler 
Enden der Glieder. Flügel ziemlich breit, deutlich gelt 
getrübt und irisierend, Stigma, Flügelwurzel und Teguh 
gelb; Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. 

Das $ hat einen cylindrischen fast linealen Hinterleit 
und sieht dem von P. inquisitor täuschend ähnlich. Wie da* 
9 unterscheidet es sich von dieser Art durch die kurzer 
Fühler, die stärkeren Beulen des Hinterleibs und durch 
den unterhalb der Mitte gebrochenen Nervellus. Als Unter- 
schiede gibt Thomson noch an, dass bei P. brevicornis rf 
das Gesicht stärker behaart ist. 

Bei den zahlreichen Exemplaren, die ich gefangen habe, 
habe ich die Färbung der Beine und des Flügelmals immer 



Pimpla. Iioi 



ziemlich gleich gefunden, nur die dunkle Zeichnung der 
Hinterbeine ist bei manchen Exemplaren fast verschwunden. 
Hingegen geben Holmgren und Brischke folgende Varie- 
täten an : 

Var. i Q. Hüften rot, die hintersten Schienen weisslich, 
an der Spitze und vor der Basis schwarzbraun. 

Var. 2 Qtf. Die vorderen Beine weisslich. Beim tf das 
1. Fühlerglied unten gelb. Aus Seiandria bipunctata er- 
zogen. 

Var. 3 Qtf. Das Stigma braun bis schwärzlich. Nach 
Brischke aus Pissodes notatus und Retinia resinana erzogen. 

Diese Varietät passt auf die mystische P. sagax Hrtg., 
Ratzb., die ebenfalls aus Retinia resinana gezogen worden 
ist. Bei letzterer aber sollen die tf ausgerandete Vorder- 
schenkel haben. 

Var. 4 Qtf. Schenkel mehr oder weniger schwarz, bei 
manchen tf die Schenkel ganz schwarz und nur die vor- 
deren mit rotgelben Spitzen. Von Brischke aus Gelechia 
in Statice und Microgaster congestus erzogen. 

Var. 5 Brischke. Stigma gelbweiss mit dunklerem Kern, 
die Flügeladern auch hell, Hinterbeine rot, nur die Basis 
der Trochanteren oben schwarz. Mit der Stammart aus 
Conchylis posterana, aus Gymnaetron campanulae, Tortrix 
laevigana, Laverna in Apfelzweigen und Tischeria compla- 
nella erzogen. 

Wegen der grossen Veränderlichkeit dieser Art, die wohl 
bedingt ist durch das Vorkommen in zahlreichen Wirten, 
hält es schwer, Grenzen zwischen Arten und Varietäten zu 
ziehen. Nach Taschenberg stecken in der Gravenhorstschen 
Sammlung verschiedene Arten unter P. brevicornis. Ratze- 
burg hat diese Art gar nicht, dafür verschiedene andere 
darunter gehörende Arten, aus denen aber schwer heraus- 
zukommen ist. Taschenberg zieht P. linearis und vesicaria 
Ratz, zu brevicornis. Die letztere habe ich als eigene Art 
angeführt, über linearis vergleiche man im Nachtrag. — 
Auch eine P. concolora Ratz, in litt, führt Taschenberg an 
und zieht sie ebenfalls zu brevicornis. Bei derselben sind 
die Hüften rot, die Hinterleibsseiten mit rotem Schimmer. 
Das Tier wurde erzogen aus Nadelminierern von Pinus 
pinastri in der zweiten Hälfte des Juni. 

In alle diese Formen würde sich nur durch genaue 
Zuchtversuche einige Klarheit bringen lassen. 

L. 6 — 10 mm. 

Ueber ganz Europa verbreitet und eine der häufigsten 
Arten. 



no2 Pimplinae. 



72. P. sagax Htg. 1838 P. (Scambus) sagax Hartig, Jahresber. Fortsc 
Porstw. I p. 267 QcT | 1844 Ratzeburg, lehn. Forstins. I, p. 117 
1877 Thomson, Opusc. Ent. p. 754 | 1880 ßrischke, Schrift. Nah 
Ges. Danzig IV p, 113 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 536 u. 18 
Rev. p. 619 9cT- 

Nach Thomson kleiner und schlanker als P. brevicorn 
Stigma schwärzlich, Nervellus schief, unter der Mitte g 
brochen, beim tf in der Mitte. Bohrer etwas länger 1 
der Hinterleib, letzterer schmal, dicht punktiert, das 1. Se 
nient quadratisch. Beine trüb rot, Hüften und Trocha 
tern schwarz ; die hintersten Schienen und Tarsen schwäi 
lieh, die ersteren in der Mitte und an der Basis, die letzter 
an der Basis hell rötlich. Thomson gibt die hinterst 
Schenkel als schwarz an, Ratzeburg erwähnt dav< 
nichts. — Beim tf die vordersten Schienen gebogen, c 
vordersten Schenkel unten breit ausgerandet. 

Nach Hartig und Ratzeburg aus Tortrix Buoliana, rei 
nana und cosmopherana. Brischke erwähnt noch i 
Wirte: Anthonomus pomorum, Tischeria complanel 
Conchylis posterana und Motten in Statice. 

L. 6—8 mm. 

Deutschland, Schweden. 

73. P. balearica Kriechb. 1894 P. b. Kriechbaumer, Anal. SocE: 
Hist. Nat. XXIII p. 248 9 | 1897 Schmiedeknecht, Rev. p. 620 Q.) 

Auch diese Art ist eine sehr gewagte, der Unterschi; 
von P. brevicornis beruht nur in der Färbung der Beir. 
namentlich in den ganz roten Hinterhüften. 

Fühler im Verhältnis etwas länger als bei P. brevicorn 
Stigma breit, gelb, Nervellus unter der Mitte gebroche 
Schwarz, Beine rot, die vordersten Hüften an der Basj; 
die hintersten Schenkel an der Spitze verdunkelt ; Schieni 
und Tarsen weiss, die hintersten Schienen an der Spit 
und hinter der Basis, ebenso die Spitzen der Tarsenglied 
schwarz. 

L. 5—6 mm. — tf unbekannt. 
Palma auf Mallorca. 

74. P. bilineata Brülle. 1846 P. b. Brülle, Hist. Nat. Ins. Hymen, 
p. 98 $ | 1846 Lucas, Expl. Scient. Atgerie, III p. 323, t. 19 f. 3 
1896 Tosquinet, lehn. d'Afrique p. 284 $. 

$ Kopf fein punktiert, glänzend, Fühler lang und dün 
Thorax glänzend, Mesonotum zerstreut und fein punktie 
Metathorax gerunzelt, mit Spuren von Querstreifung; ar 
superomedia durch Leisten abgegrenzt, quadratisch, an 
posteromedia glatt und glänzend, Luftlöcher mittel gros 
oval. Areola im Flügel ziemlich klein, dreieckig, sitzen 



Pimp la. 1 103 

Nervellus stark postfurcal, weit über der Mitte gebrochen. 
Fussklauen gross, am Grunde ohne Zahn. Hinterleib dicht 
und grob punktiert, der breite Endrand der Segmente glatt 
und glänzend, das 1. Segment etwas länger als breit. — 
Schwarz, Fühler gegen das Ende unten rot. Flügel ziem- 
lich getrübt, Stigma schwarz, an der Basis weisslich, Tegulä 
schwarz, am Rande rötlich. Beine gelbrot, Vorderhüften 
schwarz, Hinterschienen und Hintertarsen schwarz, die 
Schienen hinter der Basis rot gefleckt. 

L. 11, Bohrer 3 mm. — tf unbekannt. 

Algerien. 



P. laevis Grav. 1829 Pimpla laevis Gravenhorst, lehn. Eur. III, 180, 

89 $ | 1863 Taschenberg, 1. c. 269, 31 £ | 1888 Schmiedeknecht, 
Monogr. p. 532 u. 1897 Rev. p. 621 $. 

Kopf schwarz, glänzend, hinter den Augen stark verengt, 
Gesicht durch feine Runzelung ziemlich matt; Taster, Man- 
dibeln und ein Fleck zwischen diesen und den Augen 
bleichgelb. Fühler dünn, gegen das Ende leicht verdickt, 
fast so lang wie der ganze Körper. Thorax glänzend, das 
Mesonotum nur ganz fein und zerstreut punktiert, ein Punkt 
vor den Flügeln blassgelb; die area superomedia des Meta- 
thorax rings geschlossen, nach vorn gerundet, hinten quer 
abgestutzt, etwas länger als breit ; beiderseits nur ein grosses 
Seitenfeld, indem die Querleiste vollkommen verschwunden 
ist ; der hintere Raum des Seitenfeldes etwas rauher als der 
vordere, doch bei meinem Exemplar durchaus nicht so auf- 
fallend, wie dies Taschenberg betont. Hinterleib dicht und 
sehr fein punktiert, vorn matt, nach hinten glänzender, das 
1. Segment so lang wie hinten breit, mit schwachen Kielen; 
das 2. Segment mit zwei schrägen Eindrücken, die nach der 
Mitte des Vorderrandes zusammenlaufen; die übrigen Seg- 
mente ohne alle Spur von Seitenhöckern, das Tier deshalb 
an einen Phytodietus erinnernd. Bohrer bei meinem Ex- 
emplar fast so lang wie der Hinterleib, nach Gravenhorst 
und Taschenberg auch etwas kürzer. Beine einfarbig rot- 
gelb, die hintersten Tarsen und die Schienen gegen das 
Ende mehr braun, die Klauen ohne Erweiterung am Grunde. 
Flügelschuppen dunkelbraun. Flügel wasserhell, das Stigma 
graugelb, Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. 

Länge nach Taschenberg 10,25, Hinterleib 5,75, Bohrer 
3,5 mm. Mein Exemplar etwas kleiner. 

Die Art ist sehr selten, im Norden scheint sie gänzlich 
zu fehlen. Ich habe sie hier in Thüringen auf dem Schnee- 
kopf gefangen. — tf bis jetzt unbekannt. 



uo4 Pimplinae. 



76. P. mandibularis Grav. 1829 Pimpla mandibularis QravenhoJ,: 
lehn. Eur. 111. 180, 90 9 I 1860 Holmgren, 1. c. 27, 21 Qtf | il9 
Taschenberg, 1. c. 269, 32 | 1877 Thomson, 1. c. 75O. 13 QU 
1889 Op. Ent. XIII p. 1412 | 1880 Brischke, 1. c. p. 113 9cT I l j * 
Schmiedeknecht, Monogr. p. 533 u. 1897 Rev. p. 621 9cT- 

Kopf hinter den Augen verschmälert, glänzend schwel 
Gesicht fein runzlig, wenig glänzend, mit deutlichem Mittl 
höcker ; Mandibeln mit grossem blassgelben Fleck. Tasjn 
bei meinem Exemplar schwärzlich. Holmgren gibt arl 
den Clypeus, die Spitze der Wangen und die Taster 1 
schmutzig gelb an, was bei meinem Exemplar nicht <| 
Fall ist. Fühler dünn, schwarz, gegen das Ende unti 
gelblich, etwas länger als der halbe Körper. Thoil 
glänzend schwarz, Metathorax mit deutlich geschlossen*] 
Mittelfelde, dasselbe etwas länger als breit, vorn gerund| 
hinten quer abgestutzt, bei meinem Exemplar der Lätil 
nach vertieft. Seitenfelder meist durch eine Querleiste! 
in zwei geschieden, nach aussen oft nicht begrenzt. N21 
Brischke soll die Felderung des Metathorax nicht imnl 
deutlich sein. Die Luftlöcher gibt Holmgren klein ul 
rund an, ich dagegen finde sie ziemlich gross und etyl 
oval. Vor den Flügeln ein gelber Punkt, der aber atjs 
zuweilen fehlt. Hinterleib deutlich länger als Kopf 11 
Thorax zusammen, nach hinten allmählich zugespitzt, di<| 
und fein querrunzelig, vorn ganz matt, nach hinten ety!| 
glänzend ; das 1. Segment etwas länger als hinten brJ 
mit gröberer Runzelung und zwei Kielen. Das 2. Segmcl 
wie bei laevis mit Spuren von Schrägeindrücken, die all 
weniger deutlich sind. Die übrigen Segmente mit deutlich! 
Querwülsten vor dem Endrande, aber mit kaum angedcJ 
deten Seitenhöckern. Bohrer wenig kürzer als der Hint 
leib, die Klappen am Ende gelblich. Beine rot, die hint! 
sten Schienen an der Aussenseite und die Tarsen schwa' 
braun, die Schienen vor der Basis mit weisslichem Rill 
die Fussklauen am Grunde ohne lappige Erweiterut 
Flügel wasserhell, Tegulä und Stigma schwärzlich, c 
Nervellus etwas unter der Mitte gebrochen. 
tf (nach Brauns) Gesicht, Clypeus, Mandibeln, Taster, Unt< 
seite des Schaftes, dreieckiger Fleck vor den gelben Flug 
Schüppchen, die 4 Vorderbeine und die Trochanteren c 
Hinterbeine weissgelb, Hinterhüften und Hinterschenl 
rotgelb, Hinterschienen weiss, im letzten Drittel schwa 
auch läuft ein schwarzer Streifen an der Aussenseite 1 
fast zur Basis. Hintertarsen dunkel, das 1. Glied an d 
Basis weiss. Fühlergeissel unten rötlich. Felderung 6 
Metathorax ziemlich undeutlich. 

L. 10 — 12 mm. 



P impla. 1 105 



Pimpla mandibularis scheint mehr dem Norden anzu- 
! gehören, wo sie nach Thomson gar nicht selten ist. In 
Thüringen habe ich bisher nur wenige Exemplare und zwar 
ziemlich zeitig im Frühjahr gefangen. 

. P. laevifrons C. G. Thoins. 1877 Pimpla laevifrons Thomson, 
Opusc. Ent. VIII p. 750, 14 | 1888 Schmiedeknecht, Monogr. p. 534 u 
1 1897 Rev. p. 621. 

Diese Art ist von Holmgren nur als eine Varietät der 
P. mandibularis aufgefasst worden. Thomson beschreibt 
sie mit folgenden Worten : 

„Schwarz, Beine rot, die hintersten an der Spitze schwarz, 
Bohrerklappen dünn behaart, beim tf das Gesicht mit heller 
Zeichnung, die Beine an der Basis schwarz. 

Der P. mandibularis durch die weissliche Wangenmakel 
sehr ähnlich, das £ verschieden durch fast glattes Gesicht, 
schwarze Mandibeln und Schulterbeulen, kürzeren Bohrer, 
| kürzer behaarte Bohrerklappen. Das 2. Geisselglied ist 
nicht länger als der Schaft. — Beim tf sind die Hüften und 
Schenkelringe schwarz, das Gesicht schwarz mit gelber 
Zeichnung, an den Fühlern haben nur wenige Glieder eine 
erhabene Linie." 

Nach Thomson häufig im nördlichen, selten im südlichen 
Schweden. 



Anhang. 

Ich führe hier noch eine kleine Reihe von Arten an, die 
ht mit Sicherheit gedeutet werden können. Die meisten 
von sind von Ratzeburg aufgestellt und lässt sich vielleicht 
rch Zuchtversuche Klarheit in dieselben bringen. 

Pimpla Buolianae (Htg.) Ratzeburg, lehn. d. Forstins., 1, 114. 
Das tf ist durch ausgebissene Vorderschenkel (nach Taschen- 
berg sind 2 Ausbuchtungen vorhanden) ausgezeichnet. 
Hinterleib bräunlich durchschimmernd, dicht punktiert, 
Segment 2 und 3 deutlich länger als breit. Unterseite der 
beiden ersten Fühlerglieder, Vorderbeine und die hintersten 
Schienen und Tarsen hellgelb, die Spitze der Schienen und 
Tarsen und Ring hinter der Basis der ersteren schwarz. — 
Beim Q die Beine hell rotbraun, die hintersten wie beim tf 
dunkel gezeichnet. Stigma schwarzbraun, an der Basis 
weisslich. Bohrer von Hinterleibslänge. — Aus Tortrix 
buoliana gezogen. — (Jedenfalls identisch mit P. calobata.) 



no6 Pimplinae. 



2. P. longiseta Rtzbg. 1. c, I, 1 17. Bohrer deutlich länger a| 
der Körper. Das zweite Segment länger als breit. Atl 
Fichtenästen, die mit Tortrix dorsana besetzt waren. -I 
(Gehört zur Gattung Ephi altes.) 

3. P. linearis Rtzbg. 1. c, I, 117. Das 9 5—6 mm lang, d< 
Bohrer fast von Körperlänge. Körper sehr schmal url 
gestreckt. Beine gelbbraun, Hüften schwarz, Schienen 
spitzen und Tarsenenden der Hinterbeine etwas verdunkel 
Fühler schwarz, Tegulä weisslich. Stigma graubraun. D; 
<$ dem 9 in der Färbung gleich, Hinterleib äusserst schmd 
Ratzeburg zog die Art aus den Harzgallen von Tortri 
resinana. Brischke zog sie ebenfalls aus diesem Wicklei 
ferner aus Fenusa pumilio. Nach ihm der Nervellus bei:! 
9 tief unter der Mitte gebrochen, beim <$ fast gar nichl 
(Wahrscheinlich eine Ephi altes- Art.) 

4. P. planata (Htg.) Rtzbg. i.e., I, 117. Schwarz, Hinterleib 
enden an den Seiten rotbraun. Bohrer etwas länger a| 
der Hinterleib. Das tf stimmt mit P. Buolianae überei' 
hat aber schwärzliche Hinterhüften. — (Ohne Zweifel rr 
P. calobata übereinstimmend.) 

5. P. variegata Rtzbg. i.e., I, 118, II, 95. Fühler wenig längi 
als der halbe Körper. Bohrer von Körperlänge. Metathon 
grob und weitläufig punktiert, ebenso der Hinterleib, letJ 
terer vom zweiten Segment an braunrot. Thorax ebenfal: 
braunrot, Metathorax schwarz. Beine rotbraun, die hinter« 
Schienen zuweilen etwas dunkler. Beim tf das Rot wenig 
ausgeprägt, bis schwarz variierend. Stigma bei dem j 
braungrau, bei dem 9 gelb oder bräunlich gelb. — Die Ä 
wurde aus den Südeuropa bewohnenden Wicklern Tortr' 
Nördlingeriana und Mulsantiana gezogen. — Doch wo 
nur zu P. roborator oder einer der nächstverwandten Arte 
gehörig, obwohl Ratzeburg als gutes Unterscheidung 
merkmal das helle Stigma betont. Nach Thomson vielleicl 
identisch mit P. cercopithecus.) 

6. P. Reissigi Rtzbg. 1. c, II, 89, ist ein Ephialtes, wahrscheii 
lieh E. tuberculatus Fourcr. Die Segmente ungefähr s 
lang wie breit. 

7. P. caudata Rtzbg. 1. c, II, 92, ist ebenfalls ein Ephialte 
und zwar nach Taschenberg = E. extensor Panz. 

8. P. strobilorum Rtzbg. 1. c, II, 94, ist gleichfalls ein Ephialte 
verschieden von dem ähnlichen E. carbonarius durch de 
breiten Kopf und die an der Basis schwarzen Beine. 



Pimpla. 1107 



P. laticeps Rtzbg. 1. c, II, 94, ist nach Taschenberg ein 
Weibchen mit abgebrochenem Bohrer, welches fälschlich 
für ein Männchen gehalten wurde. 

P. longiventris Rtzbg. 1. c, II, 94, gehört zu den so schwer 
zu unterscheidenden Männchen, deren Vorderscheukel 
unten ausgebuchtet sind. — Wahrscheinlich P. detrita, die 
Ratzeburg nicht kennt. 

P. decorata Rtzbg. 1. c, II, 96, ist nach Taschenberg — 
Ferithous varius Grav. 

P. mixta Rtzbg. 1. c, II, 97. Der P. examinator sehr ähnlich. 
Bohrer jedoch nicht 1 / 3 der Hinterleibslänge, bei exami- 
nator über 7 3 . Auch ist der Metathorax überall runzelig 
oder stark und dicht punktiert, bei examinator oben ziemlich 
glatt. Beine hell braungelb, die hintersten Schienen und 
Tarsen wie bei examinator. Schildchen fast ganz citronen- 
gelb. Fühler, mit Ausnahme der beiden ersten Glieder, 
braun und fein dunkel geringelt. P. rufata hat eine viel 
feinere Sculptur auf Metathorax und Hinterleib. Drewsen 
zog die Art aus Papilio quercus ; er hielt sie für eine 
Färbung der P. turionellae. Dies dürfte wohl richtig sein, 
da diese Art häufig mit hellem Schildchen vorkommt. — 
Thomson vermutet darin seine P. flavicoxis. 

P. cingulata Rtzbg, 1. c, III, 96. Bohrer von Körperlänge. 
I Die Segmente haben in der Mitte einen breiten, schmutzig 
hellbraunen Gürtel, welcher sehr grob punktiert ist. Beine 
durchaus rotbraun, Hinterschienen mit breitem, weissem 
Ring, auch die Hintertarsen hell geringelt. Tegulä, Schulter- 
beulen und Stigma bräunlich oder hellgelb. Schon Ratze- 
burg würde darin seine P. nucum (calobata Grav.) erkannt 
haben, wenn der Bohrer nicht viel länger wäre. Das 
Exemplar stammte von Brischke, der es aus Tachyptilia 
populella gezogen hatte. 

P. lignicola Rtzbg. 1. c, III, 98. Nur das tf bekannt. Fühler 
! schwarz, die beiden ersten Glieder unten gelb. Vorder- und 
Mittelbeine fast ganz weiss, die hintersten Hüften und 
Schenkel rotbraun, Schienen und Tarsen dunkel, erstere 
hinter der Basis mit schmalem, weissem Ring. Stigma 
| hellgrau. — Aus wurmstichigen, von Dasytes coeruleus 
bewohnten Eichen. 

P. examinanda Rtzbg. 1. c, III, 98. Nur 9 bekannt, etwa 
8 mm lang. Bohrer kaum */ 4 der Hinterleibslänge. Fühler 
l an g> gelbbraun, dunkel geringelt, Schaft ganz dunkel. An 



i io8 Pimplinae. 



den Beinen nur die Hüften teilweise schwarz, das übrij 
rotbraun. An den Schienen der Mittel- und Hinterbein 
ein weisser Ring, dieser an den Hinterbeinen schwarz e:t| 
gefasst und deshalb sehr deutlich. An den Hinterbein] 
auch die Tarsen schön schwarz und weiss geringelt. Stign 
hellgrau. — Verwandt mit P. examinator. Bei letzter» i 
ist die Skulptur überall gröber; bei examinanda der Thor; 
fast glatt, auch der Metathorax nur an den Seiten hinti 
mit Runzeln. Wurde aus Tönnchen der Fliegengattu I 
Tachina (im weiten Sinne) gezogen. 

16. P. fatua Destefani in: Naturalista Siciliano, VI (1887) p. 7, ist, i 
der Aussennerv der Areola fehlt, keine Pimpla, sondd 
wahrscheinlich eine Polysphincta. 



17. P. cingulata Kriechb. in: Himenopt. nuevos de Mallorca (18<, 
n.25. cT- „Schwarz, Fühler dünn, fadenförmig, Fühlergeissel 1 
der Basis rot, Glied 6 und 7 an der einen Stelle ausgemjt 
(wie bei Lampronota). Hinterleib cylindrisch, Segmenl} 
bis 5 mit leichten Höckern, 3 und 5 an der äussersten Bai, 
4, mit Ausnahme der Spitze, braunrot. Beine gelbrot, J 
vorderen Hüften undTrochanteren weisslich; die hinters! 1 
Hüften, Schienen und Tarsen schwarz, im Ring in der Mi j 
der Schienen und die Basis der Tarsen weiss. Länge 5 m. 
O unbekannt. — Mallorca." 

Wegen der eigentümlichen Fühlerbildung kann die i 
nicht zu Pimpla gestellt werden. Ohne Kenntnis des 
nicht mit Sicherheit zu entscheiden. Der Name köni 
überhaupt nicht bleiben, da bereits Ratzeburg eine . 
cingulata beschrieben hat. 



Nachtrag zu Pimpla. 

Pimpla Pfankuchi Brauns. 1905 Delomerista Pfankuchi Brai 
Zeitschr. f. syst. Hymen, u. Dipt. V, p. 131 $. 

,, $ Kopf schwarz, äusserst fein punktiert, glänzend ; Palp 
Flecke der Mandibeln, ein Fleck zwischen diesen und d 
Augen und 2 Punkte des Gesichts dicht unter der Basis ( 
Fühler weiss oder gelblichweiss ; Fühler schwarz, fast v 
Körperlänge, fadenförmig, nach der Spitze zu schwach v 
dickt. Thorax schwarz, ebenfalls schwach punktiert; eineiig 
vor den Flügeln, Tegulä und Basis der Flügel weissge; 
Stigma schwarz mit weisslichem Basalfleck; Nervulus poi- 
furcal ; Nervellus unter der Mitte gebrochen. Auf d<| 
Metathorax ein rings geschlossenes, nach oben abgerundet 



Stilbops. 1109 



vertieft es Mittelfeld (area supero media) und ein nach vorn 
deutlich abgegrenztes hinteres Feld (area posteromedia) ; 
area basalis kaum erkennbar ; Seitenfelder nicht getrennt, 
höchstens durch die nach rückwärts etwas stärkere Punk- 
tierung zu unterscheiden ; Luftlöcher rund. Hinterleib 
schwarz, ziemlich stark runzlig-punktiert und deshalb 
weniger glänzend als der Vorderkörper ; das mit 2 deut- 
lichen Kielen versehene 1. Segment hat am Ende in der 
Mitte einen weissgelben Fleck, alle folgenden sind am 
Hinterrande ziemlich breit weiss, das 2. und 3. an der Basis 
eingedrückt und beiderseits mit der Spur eines schrägen 
Seiten eindrucks, wie ihn die übrigen Arten der Unter- 
gattung Delomerista auch haben ; Bohrer von halber 
Hinterleibslänge. Die 4 Vorderbeine rotgelb, Hüften, 
Trochantern und Vorderseite der Schienen mehr gelb; die 
Hinterbeine haben rote Hüften, Trochantern und Schenkel, 
schwarze Kniee, Schienen und Tarsen ; Basis der Schienen 
und des 1. Tarsengliedes weiss ; das 3. und 5. Tarsenglied 
ziemlich gleichlang, etwa doppelt so lang als das vierte ; 
Klauen ungezähnt. 

L. 8 mm. — tf unbekannt. 

Ein £ aus der Umgebung von Bremen." 



2. Gen. Stilbops Forst. 

1868 Stilbops Förster, Farn. u. Qatt. lehn. p. 163. 



Körper klein und zart, fein runzlig punktiert und mit feiner 
(liegender Behaarung, namentlich das Gesicht mit dichten, 
Iberglänzenden Haaren bedeckt. Von den verwandten Gat- 
ngen, speziell von Pimpla verschieden durch die Fühler- 
ldung. Das letzte Fühlerglied ist gross, länger als die beiden 
>rhergehenden zusammen. Dagegen ist das letzte Glied der 
intertarsen nicht völlig doppelt so lang wie das vorletzte, 
iiarakteristisch ist auch die mehr oder weniger deutliche 
älderung des Metathorax. Das Schildchen ist nur an der 
jisis gerandet. Bohrer höchstens von 1 / i Hinterleibslänge. 
ie beiden beschriebenen Arten gehören zu den Seltenheiten. 

, S. vetula Grav. 1829 Pimpla vetula Gravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 201 cf | 1863 Pimpla v. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 
p. 63 cf und 270 Qtf j 1888 Stilbops (Pimpla) vetula Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. p. 530 Qcf I 1897 S. vetula Schmiedeknecht, Illustr. 
Wochenschr. f. Ent. II p. 620 Qc? | 1829 Phytodietus chrysostomus 
Gravenhorst, lehn. Eur. II p. 940 Q | 1890 Ph. chrysostomus Dalla 
Torre, Wien. Ent. Zeitschr. IX p. 139 Qtf- 



iiio Pimplinae. 



$ Metathorax mit kleinem Mittelfeld und je zwei deutlicri 
Seitenfeldern. Gesicht anliegend weiss behaart, Mandibm 
und Palpen gelb, erstere mit schwarzer Spitze. Die Führ 
etwas länger als der halbe Körper, unten gelblich, m 
letzte und vorletzte Glied ganz gelb. Hinterleib ebi 
dicht punktiert, ganz besonders auf dem gestreckten ersii 
Segmente, kaum länger als Kopf und Thorax zusammii, 
etwas schmäler als der Thorax, das i. Segment mit flacljr 
Rinne, gegen das Ende allmählich erweitert, Segmee 
2 — 4 gleich breit, mit rotbraunen Endrändern, 2 und 31 
den Endwinkeln, 4 an den Seiten rot, 5 rot, mit schwär r 
Rückenmakel, 6 und 7 ganz rot. Bohrer nur von I 
Hinterleibslänge. Flügel wasserhell, irisierend, das Stiga 
breit, dreieckig, pechbraun bis rotgelb; die Flügelwuil 
und Flügelschuppen gelb ; die Spiegelzelle sitzend. Bee 
rotgelb, Hüften und Schenkelringe schwarz, letztere an <i| 
Spitze gelb, an den hintersten Beinen die Schenkelba;!;, 
die Tarsen, Spitze und äusserste Basis der Schienen dunk- 
braun. 

Beim tf sind die Palpen und eine Makel der Mandib 1 
gelb, das Gesicht noch stärker als beim $ silberhaar;. 
Die Fühler braun, unten heller. Hinterleib so lang il 
Kopf und Thorax, etwas schmäler als der Thorax, I 
Ränder der Segmente gelblich. Flügel wie beim §, e 
Flügel wurzel und Flügelschuppen mehr weisslich. Be!e 
rötlichgelb, die Hüften schwarz, die vorderen ganz oder 1 
der Spitze weisslich, ebenso die ganzen vorderen Schenk- 
ringe, die hintersten Tibien am Ende schwarzbraun; au] 
die hintersten Schenkel mehr oder weniger verdunkelt . 

L. 5,5 mm. 

Aus Deutschland und England bekannt, überall sehr seit . 

•! 

2. S. limneriaeformis Schmiedekn. 1888 Stilbops (Pimpla) ! 

neriaeformis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 531 9 1 1897 St. 1 

neriaeformis Schmiedeknecht, Illustr. Wochenschr. f. Entom. II p. 6 

$ Kopf glatt, ganz fein und undeutlich punktiert, schwa 
die Mandibeln und Taster gelbweiss ; das Gesicht schwäcl 
als bei Stilbops vetula weiss behaart. Fühler an .c| 
Basis braun, die Endhälfte gelb, das letzte Glied fast 
lang wie die 3 vorhergehenden zusammen; der Schj 
unten weisslich. Thorax ziemlich glänzend, dicht und fei 
punktiert, die ßrustseiten fast poliert, die Leisten dp 
Metathorax schwach, deshalb die Felderung ziemlich d 
deutlich. Hinterleib schwarz, dicht aber seicht punktie, 
schwach glänzend, mit kurzer weisslicher Behaarung, namei 
lieh auf den hinteren Segmenten. Das 1. Segment hinl' 



Brachypimpla. 



Ler Mitte mit Quereindruck, der hintere Teil in der Mitte 
höckerartig erhaben, weit mehr als bei vetula. Das 2. Seg- 
ment in den Vorderecken mit einem schiefen Eindruck, 
dieses und die folgenden Segmente in der Mitte mit feiner 
Einschnürung. Bauchfalte gelb. Bohrer etwa l / 4 der Hinter- 
leibslänge. Beine blassgelb, die hinteren Hüften und 
Schenkel mehr rötlich. Die hintersten Schienen weisslich, 
an der Spitze schwarzbraun, auch die hintersten Tarsen 
schwärzlich, die Basis des Metatarsus weisslich. Flügel - 
schüppchen und Flügelwurzel weisslich. Flügel wasserhell, 
stark irisierend, das Randmal gross und breit, schmutzig 
weissgelb ; Areola schief, sitzend. Körper noch etwas zarter 
als bei Stilbops vetula, etwa 5 mm lang. 

Ich fing 2 Exemplare in Thüringen, Ende Mai und Anfang 
Juni, das erste auf jungen Buchenblättern. 



3. Gen. Brachypimpla strobi. 

1901 Brachypimpla Strobi, Mitteil. Naturw. Ver. für Steiermark p. 15. 

Von Pimpla verschieden durch den convexen Clypeus, 
edrungenen und vollständig gefelderten Metathorax und durch 
en kurzen, breiten und ebenen Hinterleib. Die Gattung 
rinnert auch an Aphanoroptrum, unterscheidet sich jedoch 
furch den nicht comprimierten Hinterleib, den aus einer Bauch- 
palte kommenden Bohrer und den anders gebildeten Clypeus. 
Jur 1 Art: 



B. brachyura Strobi. 1901 B. brachyura Strobi 1. c. p. 16 $. 
„Kopf stark quer, rückwärts etwas verschmälert; Ober- 
kopf dicht und massig stark gerunzelt, knapp hinter den 
Fühlern mit zwei glatten, glänzenden; zum Anlegen des 
Fühlerschaftes dienenden Eindrücken. Gesicht breiter als 
hoch, matt, dicht punktiert mit Mittelhöcker und gewölbtem, 
zerstreut punktiertem, glänzendem Clypeus; letzterer nur 
ganz vorn niedergedrückt, mit gerundetem Rande. Man- 
dibeln punktiert, massig gross, schwarz; Palpen braun. 
Fühler lang, fadenförmig, mit kaum abgesetzten Gliedern; 
Schaft kuglig, schief abgestutzt. Das schwach zweifurchige 
Mesonotum und die Brustseiten dicht und massig stark 
punktiert, nicht ganz matt. Metathorax ziemlich grob 
punktiert und gerunzelt; nur das fast dreieckige, vorn nicht 
deutlich geschlossene obere Mittelfeld glänzend und fast 
glatt; die oberen Seitenfelder quer; das hintere Mittelfeld 
fast senkrecht, sechseckig, sehr gross, länger als der hori- 
zontale Teil; Luftlöcher klein und rund. Tegulä weiss, 



ii 12 Pimplinae. 



Stigma braun mit weisser Basis ; Areola regelmässig für 
eckig, oben nur schmal offen ; rücklaufender Nerv etw, 
hinter der Mitte; Ramellus fehlend; Nervulus interstiti;; 
Nervellus antefurcal, tief unter der Mitte gebrochen. Hüft« 
und Trochanteren ganz schwarz; Schenkel rot, die vi 
vorderen an der Basis, die hintersten an der Spitze gebräun 
Vorderschienen nebst ihren Tarsen lebhaft rotgelb, die mit 
leren mehr braun, die hintersten schwarzbraun, nur d 
Schienen gegen die Basis hin mehr rotbraun. Klauen ei 
fach, an der Basis borstig behaart, aber nicht deutlii 
gekämmt. Hinterleib durchaus deprimiert, etwa 2 Mal 
lang als breit, fast ohne Eindrücke, aber dicht und gr< 
punktiert. Das 1. Segment nicht länger als hinten bre 
hoch gewölbt, gebogen, im ersten Drittel verengt, dur< 
zwei, etwas über die Mitte reichende, vorn und hinti 
convergierende Kiele in drei fast gleichbreite Felder g 
teilt ; auch am Seitenrande sind 3 Kiele bemerkbar. L 
kaum sichtbaren Luftlöcher liegen vor der Mitte. Die fc 
genden Segmente quer, das 1. und 2. zusammen viel läng 
als der übrige Hinterleib. Segment 1 — 4 rotbraun, d 
übrigen schwarz, das 6. mit dreieckigem, weisslichem Hati 
säume. Bohrer kaum halb so lang als der Hinterleib." 

L. 6 mm, Bohrer 1,5 mm. — tf unbekannt. 

Steiermark. 

4. Gen. EphialteS Schrank. 

1802 Ephialtes Schrank, Fauna Boica II. 2. p. 316. 

Kopf breiter als lang, nicht aufgetrieben, aber hinter d> ( 
Augen kaum verschmälert, mehr oder weniger glatt, von vo, 
gesehen rundlich; Stirn über den Fühlern etwas eingedrück 
Gesicht quadratisch oder quer, mehr oder weniger anliege! 
weisslich behaart; Clypeus durch eine feine eingedrückte Liti 
vom Gesicht getrennt, am Ende niedergedrückt und ausg 
randet; Mandibeln kurz, mit 2 ziemlich gleichen Endzähnei 
Augen länglich oval, innen nicht oder ganz schwach ausg 
randet; Fühler vorgestreckt, dünn fadenförmig, Schaft schwac 
verdickt, tief ausgeschnitten, die Enden der Geisselglieder nie 
verdickt. Thorax gestreckt, Mesonotum glatt, nicht wie b 
Rhyssa querr.unzlig, dreilappig, Metathorax meist runzlig, m 
2 Längskielen, dazwischen vertieft, area posteromedia klein ut 
unvollständig, glatt, Luftlöcher klein und rund. Flügel zier 
lieh schmal, Radialzelle verlängert, Areola stets vorhande 
dreieckig, der rücklaufende Nerv hinter der Mitte, Nervelli 
mehr oder weniger, meist stark postfurcal und über der Mit 
gebrochen. Beine schlank, die hintersten verlängert, Klaue 






Ephialtes. 1113 



icht gekämmt aber am Grunde lappig erweitert. Hinterleib 
lestreckt, meist cylindrisch und mit parallelen Seiten, das 1. 
egment in der Regel, das 2. Segment stets länger als breit, 
ie mittleren Segmente länger als breit oder quadratisch ; Seg- 
ente mit Seitenhöckern und Vertiefungen, ihr Endrand 
'ulstig erhaben und glatt; das letzte Bauchsegment weit von 
ler Hinterleibsspitze entfernt, kurz; Bohrer mindestens solang, 
eist länger als der Körper. — Bereits bei der Gattung Pimpla 
,t erwähnt, dass eine scharfe Grenze zwischen Pimpla und 
phialtes nicht zu ziehen ist. Die 9 lassen noch am leichtesten 
ne Trennung zu. Alle Arten mit gestrecktem, mehr oder 
enigerparallelseitigem Hinterleib und mit mindestens körper- 
ngem Bohrer kann man zu Ephialtes rechnen. Für die 
Männchen lässt sich kein sicheres Kriterium aufstellen, es 
bt eine ganze Reihe schlanker Pimpla-Männchen, die ihrer 
estalt nach zu Ephialtes gerechnet werden müssten. 

Die Ephialtes-Arten leben in den holzbewohnenden Larven 
?rschiedener Insekten, namentlich von Coleopteren und sind 
nach den Wirten sehr veränderlich. Daraus ergibt sich die 
-osse Schwierigkeit sie zu unterscheiden. So ist diese Gattung, 
e doch durchweg grosse Arten enthält, eine der schwierigsten 
r den Systematiker. Ich besitze zahlreiches Material davon 
id viele Stücke wollen sich nicht bei den beschriebenen Arten 
nreihen lassen. Wollte man diese Stücke alle mit Namen 
biegen und als „glücklicher" Entdecker publizieren, man 
ürde das Uebel nur vergrössern ; wir haben mit den beschrie- 
ben Arten bereits genug zu tun, sicherlich haben wir bereits 
' viele davon. — Vorjahren hatte K riechbau m er einmal 
Ie gute Idee, Ephialtes monographisch zu bearbeiten und ich 
jitte ihm mein ganzes reiches Material eingeschickt. Wie er 
Ich aber nie zu einer zusammenhängenden grösseren Arbeit 
ifschwingen konnte und nur hunderte von kleinen Aufsätzen 
hrieb, die ein Studium für sich verlangen, so war es auch 
er. Die Arbeit scheint nie vollendet worden zu sein. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

L Hinterleib schwarz. 2. 

Hinterleib mehr oder weniger rot oder braunrot. 28. 

'. Hinterschienen gebogen, aussen bräunlich, die hintersten 
, Tarsen braun, im übrigen die Beine gelbrot. Hinterleib 
' mit schwachen Höckern. Segment 3 und 4 kaum länger 
ais breit, die folgenden quadratisch. Palpen rotgelb, Schulter- 
beulen, Tegulä und Flügelwurzel blassgelb. Bohrer von 
Körperlänge. 13—15 mm. 

n. messor Grav, 
Hinterschienen gerade. 3. 



ii 14 Pimplinae. 



Nervulus vor der Gabel. Im Hinterflügel der Nervelk 
fast in der Mitte gebrochen, der Radiusabsclinitt doppe 
so lang als der rücklaufende Nerv. Segment 2 — 5 lanj! 
kaum mit Höckern. Vor den Flügeln ein gelber Punk 
Beine rot. Bohrer wenig länger als der Körper. Im Uebrige 
dem E. carbonarius Christ ähnlich. 12 — 15 mm. 
22. antefurcalis C. G. Thoms. 



Nervulus interstitial oder hinter der Gabel. Im Hintei 
flügel nicht gleichzeitig der Nervellus in der Mitte g( 
brochen und der Radiusabschnitt doppelt so lang als de 
rücklaufende Nerv. 4. 

4. Im Hinterflügel der Radiusabschnitt weit länger als de' 
rücklaufende Nerv ; Nervellus in der Regel stark postfura 
und weit über der Mitte, gebrochen. 5. 

Im Hinterflügel der Radiusabschnitt wenig länger als de 
rücklaufende Nerv ; Nervellus nicht oder ganz schwac 
postfurcal, fast in der Mitte gebrochen. Nervulus intei 
stitial. Hinterleib mit schwachen Höckern. 20. 

5. Fühler auffallend kurz, nur von halber Körperlänge, 2<j 
gliedrig, gegen die Spitze merklich dicker. Kopf hinter de; 
Augen nicht verengt. Brustseiten punktiert, Metathora 
runzlig punktiert. Flügel getrübt, Stigma braun. Beiri 
rot, Vorderbeine zum Teil gelblich ; die hintersten Kniei 
Schienen und Tarsen bräunlich. Bohrer etwas länger ai 
der Körper. 18 mm. 

24. brevicornis Tschek. 
Fühler deutlich länger als der halbe Körper. 6. 

6. Grosse Arten, bei denen das letzte Glied der hinterste 
Tarsen kaum doppelt so lang als das vorletzte ist. Mar 
dibeln nicht gestreift. Parapsidenfurchen bis zur Mitt 
deutlich. Metathorax mit deutlicher Furche. Schaft bei» 
tf schwarz. 7. 

Mittelgrosse und kleinere Arten, bei denen, mit Ausnahm* 
von E. planifrons, das letzte Glied der hintersten Tarsei 
3 Mal so lang als das vorletzte ist. Mandibeln zuweilei 
gestreift. Parapsidenfurchen höchstens 1 / 3 des Meson otumj 
Bohrer so lang oder wenig länger als der Körper. 14. 

7. Bohrer mindestens doppelt so lang als der Körper. Nu 
die $ bekannt. 8. 

Bohrer von Körperlänge oder wenig darüber, nur bei E 
macrurus etwa i l / 2 Mal so lang als der Körper. 9. 






Ephialtes. 1115 



Stigma rotgelb. Hinterbeine ganz gelbrot, nur die Spitzen 
der Tarsen etwas dunkler. Bohrer etwas über doppelt so 
lang als der Körper. Segment t und 2 deutlich, 3 nur wenig 
länger als breit, 4 und 5 genau quadratisch, 3 — 5 mit deut- 
lichen Höckern. 19 — 26 mm. 

5. macrocentrus Kriechb. 

Stigma schwärzlich. Spitzen der hintersten Schenkel und 
die hintersten Schienen und Tarsen braun. Bohrer 5 Mal 
so lang als der Körper. Tegulä weisslich. Scheitel und 
Schläfen aufgetrieben. 18 mm. 

6. longicauda Mocs. 

Tegnlä weiss. Hüften braun gefleckt. Kopf hinter den 
Augen etwas erweitert. Das 5. Segment nicht länger als 
breit. Bohrer von Körperlänge. Kopf und Thorax ziemlich 
und lang weisslich pubescent. Stigma dunkelbraun, in der 
Mitte gelblich. Im Uebrigen mit E. manifestator und den 
verwandten Arten übereinstimmend. 

7. crassiceps C. G. Thoms. 
Tegulä dunkler, rötlich- oder braungelb. Kopf nicht 
erweitert. 10. 

Schildchen stark convex, sehr dicht punktiert. Die hinter- 
sten Schenkel an der Spitze, beim Q auch die hintersten 
Hüften dunkel (bei einer Varietät alle Hüften schwarz). 
Stigma schwärzlich, Tegulä gelblich. Bohrer von Körper- 
länge oder etwas darüber. Beim Q Segment 1—3, beim tf 
Segment 1—7 länger als breit. 20 mm. 

8. dux Tschek (scutellaris C. G. Thoms.) 

Schildchen zerstreut punktiert. Die hintersten Schenkel 
rot, am Ende nicht oder kaum verdunkelt. Bohrer meist 
deutlich länger als der Körper. 11. 

Hüften schwarz, die vorderen an der Spitze meist gelb. 
Bohrer mindestens um die Hälfte länger als der Körper. 
Furche des Metathorax wenig deutlich. Im Uebrigen eng 
verwandt mit E. manifestator. 

4. macrurus C. G. Thoms. 

Beine rot, die hintersten Schienen und Tarsen in der Regel 
verdunkelt. Bohrer von Körperlänge oder nur wenig 
länger. 12. 

Stigma schwärzlich. Nervulus etwas hinter der Gabel. Die 
hintersten Tarsen länger als die Schienen. Bohrerklappen 
kurz behaart. Brustseiten deutlich punktiert. Beim Q 



ni6 Pimplinae. 



Segment 1—5, beim tf Segment 1—7 länger als breit. D 
grössten Exemplare bis 40 mm Körperlänge. 

1. manifestator L. 
Stigma rostgelb. Nervulus interstitial. Die hintersten Tarse 
fastkürzer als die Schienen. Bohrerklappen länger behaart. 1 

13. Segment 1—5 verlängert, Seitenrand von 2—4 nicht al 
stehend. Innenseite der Vorderschienen ausgerande 
Bohrer von Körperlänge oder etwas darüber. Sonst m 
E. manifestator eng verwandt. Das tf ist von allen Arte 
ausgezeichnet durch einen starken Zahn an der Aussenseit 
der Mittelhüften. Durchschnittlich kleiner als E.manifestato 

2. mesocentrus Grav. 
Segment 1 und 2 länger als breit, das 3. quer, das 4. qm 
dratisch. Seitenrand von Segment 2— 4 auffallend abstehend 
die Suturen zwischen Segment 2—5 tief. Im Uebrigen m 
der vorigen Art eng verwandt. 

3. insignis Habermehl. 

14. Mandibeln gestreift. Stirn in der Mitte erhaben. Nervulu 
interstitial, Nervellus stark postfurcal. Endsegmente glat 
Segment3— 5 mitschwachen Höckern. Mittelgrosse Arten, ij 
Mandibeln nicht gestreift. Segment 3—5 quadratisch mi 
starken Höckern. Zwischenraum zwischen Augen ua 
Mandibelbasis deutlich. 16. 

15. Beine rot. Stigma dunkel, in der Mitte hell. Bohrer etwa 
länger als der Körper. Sehr ähnlich dem E. tuberculatur 
aber Mandibeln gestreift, Kopf nach hinten verschmäler! 
Wangen kürzer und Hinterleibshöcker schwächer. 

9. gnathaulax C. G. Thoms. 
Beine gelb, die hintersten Schienen braun. Stigma schwär? 
lieh, an der äussersten Basis hell. Bohrer nicht länger al 
der Körper. Gleicht der vorigen Art, aber kleiner, StigmJ 
breiter, Beine kräftiger. 

10. luteipes C. G. Thoms. 

16. Das letzte Glied der Hintertarsen nur doppelt so lang al: 
das vorhergehende. Nervellus in der Mitte gebrochen 
Stirn vollkommen eben und glatt. Stigma breit. Di< 
Aussenseite der hintersten Schienen und die hinterster 
Tarsen bräunlich. Hinterleib mit starken Höckern ; Bohrer 
klappen kurz behaart. 12 — 14 nim. 

12. planifrons C. G. Thoms. 
Das letzte Glied der Hintertarsen 3 Mal so lang als da* 
vorhergehende. Nervellus deutlich über der Mitte gebrochen 
Stigma schmal. 17. 



Ephialtes. II 17 



igma braun. Tegulä gelblich. Raum zwischen Augen 
und Mandibelbasis sehr deutlich. Beim Q die hintersten 
Schienen zum Teil und die hintersten Tarsen braun. 18. 

Stigma hell. Beim $ die hintersten Beine, namentlich die 
Tarsen nicht dunkel gezeichnet. Ziemlich schlanke Arten. 19. 

3. Metathoraxfurche nach hinten mehr oder weniger ver- 
breitert. Die hintersten Schenkel am Ende schwärzlich. 
Zwischenraum zwischen Auge und Mandibelbasis grösser 
als bei der folgenden Art. Segment 1 und 2 etwas länger 
als breit, 3 und 4 quadratisch, mit starken Höckern. Stigma 
braun, Tegulä gelblich bis braun. Bohrer wenig länger 
als der Körper. 14 mm. 

13. tuberculatus Fourcr. 

Metathoraxfurche nach hinten nicht verbreitert. Das 2. 
Segment im Verhältniss länger als bei E. tuberculatus. 
Die hintersten Schenkel am Ende nicht schwarz. Nervellus 
höher über der Mitte gebrochen. Im Uebrigen mit der 
vorigen Art übereinstimmend. 

14. parallelus C. G. Thoms. 

9. Nervellus kurz über der Mitte gebrochen. Hinterleibshöcker 
deutlich. Das 1. Segment nicht doppelt so lang als hinten 
breit. Beim tf alle Trochanteren und Schenkelspitzen 
gelblich, die hintersten Schienen aussen und dieTarsen braun. 
Aehnelt dem E. carbonarius, aber Bohrer nur wenig länger 
als der Körper, Metathorax mit deutlicher Längsfurche, 
im Hinterflügel der Radiusabschnitt weit länger als der 
rücklaufende Nerv. 

15. abbreviatus C. G. Thoms. 

Nervellus höher über der Mitte gebrochen. Hinterleibs- 
höcker schwach. Das 1. Segment so lang als hinten breit, 
mit stärkeren Kielen. Sonst von der vorigen Art nicht 
verschieden. 

16. heteropus C. G. Thoms. 

). Kopf hinter den Augen stark erweitert. Die hintersten 
Schienen und Tarsen grösstenteils braun, Hüften meist 
schwarz. Bohrer länger als der Körper. 21. 

Kopf hinten nicht oder nur wenig verbreitert. Beine fast 
ganz rot oder gelbrot. 2^. 

:. Beine rot, nur die hintersten Schienen an der Aussenseite 
und die hintersten Tarsen schwarzbraun. Tegulä gelblich. 
Bohrer fast 3 Mal so lang wie der Körper. Die mittleren Seg- 
mente fast quadratisch. Aehnelt E. tuberculatus. 10 — 12 mm. 

17 cephalotes Holmgr. 



iii8 Pimplinae. 



Hüften schwarz. Bohrer nur etwas länger als der Körpe 
Kopf und Thorax fast glatt. Hinterleib, namentlich iii 
Tode, stark seitlich zusammengedrückt ; Segment 2 — 4 deul 
lieh länger als breit. 22. 

22. Beim 9 der Metathorax mit deutlicher Mittelrinne, d( 
Hinterleib auch auf den hinteren Segmenten deutlich punl 
tiert. Beim $ Segment 1—4 nur etwas länger als brei' 
Beine gelbrot, die hintersten mehr bräunlichrot. 9 — 11 mm 

18. strobilorum Rtzb. 
Beim Q der Metathorax ohne alle Leisten und ohne Mitte 
rinne, . die hinteren Hinterleibssegmente nur an der Basi; 
namentlich an den Seiten, mit feiner und zerstreuter Punkl 
ierung. Beim $ der Hinterleib lang, linear, die mittlere 
Segmente mindestens 3 Mal so lang als breit, die hintere 
Segmente glatt und glänzend, ohne alle Skulptur. In de 
Grösse mit der vorige. 1 Art übereinstimmend. 

19. glabratus Rtzb. 

23. Vor den Flügeln ein gelber Punkt oder eine gelbe Lini< 
Bohrer mindestens so lang als der Körper, meist länger. 21 
Vor den Flügeln kein gelber Punkt oder gelbe Linij 
Bohrer fast kürzer als der Körper. Das 1. Segment weni; 
länger als breit. Die Arten bilden einen Uebergang I 
Pimpla. 27. 

24. Vor den Flügeln nur ein gelber Punkt. Das 1. Segmen 
doppelt so lang als hinten breit. Gesicht mit dichte 
weisser Behaarung. Metathorax mit schmaler aber deut 
licher Längsfurche. Bohrer etwas länger als der Körpe| 
Beine rot, die hintersten Kniee, Schienen und Tarsen brauij 
Hinterleib lang und schlank, beim 9 Segment 1—5, beiii 
($ 1 — 7 verlängert. 10—14 mm. 

20. tenuiventris Holingr. 
Vor den Flügeln eine gelbe Linie. Das 1. Segment hoch 
stens i l / 2 Mal so lang als breit. 25. 

25. Spitzen der hintersten Schenkel und die Mittel- un< 
Hinterschienen und Tarsen braun, Schienen an der Basi 
gelblich. Segment 2—4 so lang als breit oder nur wenij 
länger, 3 — 5 mit schwachen Höckern. Stigma schwarz 
braun, Nervellus in der Mitte oder etwas darüber gebrochen 
Bohrer etwas länger als der Körper ; Bohrerklappen seh 
kurz und kaum merklich behaart. 8 — 18 mm. 

21. geniculatus Kriechb. 
Mittel- und Hinterbeine anders gefärbt. Bohrerklapper 
deutlich behaart. 26. 



Ephialtes. 1119 



Bohrer doppelt so lang als der Körper. Beim tf der Schaft 
und das 1. Geisseiglied unten gelb. Gesicht dicht weiss 
behaart. Metathorax ohne Längsfurche. Beine rot, die 
hintersten Schienen gegen das Ende und die hintersten 
Tarsen bräunlich. Das 1. Segment wenig, die 4 folgenden 
deutlich länger als breit, die Seitenhöcker kaum angedeutet. 
Stigma schwärzlich. 15 — 18 mm. 

23. carbonarius Christ. 
Bohrer nur wenig länger als der Körper. Beim tf der 
Schaft unten schwarz. Kleiner als E. carbonarius, Kopf 
nach hinten deutlich verschmälert, Hinterleib viel gedrun- 
gener, indem die mittleren Segmente nur wenig länger als 
breit sind ; auch sind die Seitenhöcker viel deutlicher. 
Stigma gelblich. 10—12 mm. 

25. extensor (L.) Taschb. 

Beine rot. Hinterleib wie bei Pimpla in der Mitte etwas 
verbreitert, stark punktiert, die mittleren Segmente kaum 
länger als breit. Scheitel breit. Metathorax ohne Längs- 
furche. Stigma breit, schwarzbraun. Bohrerklappen dick. 

26. crassiseta C. G. Thoms. 
Beine vollständig rötlichgelb, auch die hintersten Tarsen. 
Thoraxseiten glatt. Hinterleib mit parallelen Seiten. Beine 
schlanker. Aehnelt E. extensor, aber schon durch die vor 
den Flügeln fehlende gelbe Linie leicht zu unterscheiden. 
27. pleuralis C. G. Thoms. 

Thorax fast ganz rot. Nervellus unter der Mitte gebrochen. 
Das 1. Segment schwarz, die folgenden rotbraun mit 
schwarzen Endrändern, 2—4 länger als breit. Beine fast 
einfarbig rotgelb, die vorderen etwas heller. Bohrer etwas 
länger als der Körper. 10 mm. 

28. sanguinicollis Brauns. 
Thorax schwarz. Nervellus in oder über der Mitte ge- 
brochen. 29. 

Mesonotum dicht punktiert, nur schwach glänzend. Mitte 
oder Seiten und Ende des Hinterleibs rot; Segment 2—5 
mit starken Beulen. Beine rotgelb, Hüften ganz oder zum 
Teil schwarz, bei der einen Art die hintersten Schienen 
und Tarsen braun. Nervellus über der Mitte gebrochen. 
Bohrer so lang oder etwas länger als der Körper. 30. 
Mesonotum schwach und zerstreut punktiert. Segment 
2—5 mit wenig erhöhten Beulen, rotbraun mit schwarzen 
Endrändern. Nervellus wenig schräg, in oder kurz über 
der Mitte gebrochen. Bohrer länger als der Körper. Kleine 
Arten von 6—9 mm Länge. 31. 



H20 Pimplinae. 



30. Kopf nach hinten kaum erweitert. Hinterleibsmitte (me 

Segment 2 — 4) rotgelb mit schwarzen Endrändern der Sc 

mente. Beine mit Ausnahme der schwarzbraunen Hüft 

einfarbig rotgelb. Die Längsleisten des Metathorax na 

hinten deutlich divergierend. Flügel schwach gelbli< 

Stigma gelb, Nervellus stark postfurcal, weit über c 

Mitte gebrochen. Segment 1 und 2 länger als breit, 3 u 

4 quadratisch, die folgenden quer. Bohrer von Körp< 

länge. 14 mm. 

29. arundinis Kriechb. 

Kopf nach hinten merklich erweitert. Hinterleib vom; 
Segment an an den Seiten dunkel rostrot und zwar v<; 
breitert sich die Färbung nach hinten, sodass das lets 
Segment ganz rot ist. Beine rot, die hintersten Hüft 
grösstenteils oder ganz schwarz, die hintersten Schien 
und Tarsen braun. Die Längsleisten des Metathorax j 
rallel. Flügel bräunlich getrübt, Stigma bräunlichge 
Nervellus wenig über der Mitte gebrochen. Bohrer wer 
länger als der Körper. 10 mm. 

30. haemorrhoidalis Tschek. 

31. Segment 1—3 beim $ länger als breit mit schwachen Beule 
das 1. Segment länger als die Hinterhüften. Beim $ 
Beine rot, Hinterschienen hinter der Basis und an d 
Spitze bräunlich, Hintertarsen braun. 

31. inanis Schrank. 

Segment 3—5 beim $ quadratisch, ohne deutliche Beule 
das 1. Segment nicht länger als die Hinterhüften. Beim 
die Beine einfarbig rotgelb, beim tf die Schienen nie,' 
gelb, die Spitze der Hinterschienen und ihre Tarsen braii 

32. discolor Brischke. 



E. manifestator L. 1758 Ichneumon manifestator Linne, Sy! 
nat. Ed. 10. p. 564 n. 30 | 1804 Pimpla manifestator Fabricius, Sy; 
Piez. p. 113 | 1829 Ephialtes manifestator Qravenhorst, lehn. Eur. 
p. 232 $<3* | 1789 Ichneumon adulterator Villers, Linn. Ent. 111 p, 192 
1854 Ephialtes imperator Kriechbaumer, Stett. ent. Zeit. XV p. 156 $</ 
1860 Ephialtes imperator Holmgren, Pimpl. p. 12 | 1877 Ephialt 
imperator C. Q. Thomson, Op. Ent. VIII p. 738 | 1887 Ephialtes mal 
festator Kriechbaumer, Ent. Nachr. XIII p. 251. 

In der Nomenclatur dieser allbekannten Art war seimi 
Zeit durch Kriechbaumer einige Confusion angericht 
worden, indem er sie in 2 Arten, E. imperator und re: 
spaltete. Später erkannte er selbst, dass die letztere A 
der längst bekannte E. mesocentrus war und führte deij 
halb den alten Namen E. manifestator wieder ein. 



Ephialtes. 



Diese Art ist besonders durch folgende Merkmale aus- 
gezeichnet: Brustseiten deutlich punktiert; Segment r — 5 
beim $, 1 — 7 beim q* stark verlängert und mit rhombischen 
Seitenhöckern; Bohrer etwas länger als der Körper, Bohrer- 
klappen kurz behaart; die hintersten Tarsen etwas länger 
als die Schienen; Stigma schwärzlich. 

Schwarz, Palpen hell, Fühlerschaft beim ^ unten nicht 
hell gefärbt, Tegulä rötlichgelb. Beine rot, die Spitzen der 
hintersten Schenkel und die hintersten Schienen und Tarsen 
mehr oder weniger verdunkelt; beim tf die Vorderbeine 
zum Teil gelb. 

Die grössten Exemplare erreichen eine Körperlänge von 
40 mm. Ich habe gefunden, dass die tf im Verhältnis auf- 
fallend klein sind. Letztere findet man ziemlich zeitig im 
Jahre, oft schon Anfang Mai, wo sie um junges Laub 
schwärmen. Die Flugzeit der <£ dauert sehr lange, nament- 
lich im Herbst findet man die meisten Stücke, zuweilen 
noch Ende Oktober, sie setzen sich mit Vorliebe an Baum- 
stümpfe u. s. w. 

Die Art ist über ganz Europa verbreitet. — Sie schma- 
rotzt namentlich bei Holzkäferlarven z. B. Chalcophora, 
Callidium, Saperda u. s. w. Brischke zog sie aus Sesia 
sphegiformis. 

B. mesocentrus Grav. 1829 Ephialtes mesocentrus Qravenhorst, 
lehn. Eur. III p. 249 cT I 1854 Ephialtes rex Kriechbaumer, Stett. ent. 
Zeit. XV p. 156 £ö* | 1860 Ephialtes rex Holmgren, Pimpl. p. 12 $ 
(non cT) | 1860 Ephialtes mesocentrus Holmgren, lib. cit. p. 13 $rj* I 
1878 Ephialtes mesocentrus Kriechbaumer, Ent. Nachr. IV p. 193 $ | 
1888 Ephialtes rex C. Q. Thomson, Opusc. Ent. XII p. 1249. 

lieber die Nomenclatur dieser Art vergleiche man auch 
bei der vorhergehenden Art. 

Das $ ivSt eng verwandt mit E. manifestator, als Unter- 
scheidungsmerkmale dienen das gelbliche Stigma, die auf 
der Innenseite ausgerandeten Vorderschienen, die kürzeren 
Hiutertarsen und die länger behaarten Bohrerklappen; auch 
wird die Unebenheit der mittleren Hinterleibssegmente 
weniger durch Seitenhöcker als durch schiefe linienförmige 
Eindrücke hervorgerufen. 

Sehr leicht ist das tf zu erkennen ; es hat nämlich an 
der Aussenseite der Mittelhüften einen abstehenden Zahn. 
Die Fühler sind fast körperlang und im Verhältnis dicker 
als bei E. manifestator. Die Beine sind gelbrot, die hint- 
ersten Schienen namentlich gegen das Ende und die hint- 
ersten Tarsen braun. Der Hinterleib ist bei dem einzigen 
Exemplar, welches ich besitze, am Vorderrand der Segmente 



Pimplinae. 



bräunlich; er ist langgestreckt linear, die mittleren Seg 
mente etwa 2 l / 2 Mal so lang als breit. Das Stigma ist beson 
ders an den Rändern dunkler als beim <£. 

Die Art ist durchschnittlich kleiner als E. manifestato; 
Verbreitung wie bei dieser Art. 

Rondani gibt als Wirt Retinia resinella an. 

3. E. insigtlis Habermehl 1903 Ephialtes insignis Habermehl, Zeil 
sehr. f. syst. Hymenopterol. und Dipterol. p. 192 $. 

, £ Schwarz, Beine rot, die hintersten Schienen und Tarsei 
braun. Stigma und Punkt vor den Flügeln rötlichgelt 
Areola gross. Kopf hinter den Augen rundlich verschmälerl 
Seiten des Metathorax ziemlich lang weiss behaart. Hinter 
leib elliptisch, Segment 1 und 2 länger als breit und zwa 
2 doppelt so lang als breit, Segment 3 quer, 4 ungetan 
quadratisch, 2 — 4 mit absteh enden Seitenrändern, die Ein 
schnitte zwischen Segment 2 — 5 tief, die Höcker auf Segmen 
3—5 schwach. Nervulus interstitial, Nervellus weit übe 
der Mitte gebrochen. Bohrerklappen deutlich behaart. 

Das stattliche Tier zeigt durch die tiefen Einschnitt! 
zwischen den mittleren Hinterleibssegmenten grosse Aehn< 
lichkeit mit E. mesocentrus var. polydesmus Kriechb., unter 
scheidet sich davon jedoch sehr deutlich erstens durch dis 
mehr gestreckten Hinterleibssegmente 1 und 2 und zweiten; 
durch das quer verbreiterte 3. Segment. Höchst auffallen«; 
vSind die Rückenschilde des 2. bis 4. Segmentes gebildet. Die: 
selben zeigen nämlich stark nach aussen spreizende Seiten 
ränder, ähnlich den seitlich abstehenden Rückenschilder' 
der Larven der Gattung Silpha. Die Skulptur des Hinter' 
rückens und des 1. Segments gleicht vollkommen der voi 
E. mesocentrus, während die Farbe des Stigmas mehr im 
Bräunliche spielt. Eine Ausrandung an der Innenseite de 
Vorderschienen, charakteristisch für E. mesocentrus, vefi 
mag ich nicht zu erkennen. 

L. 22 mm (22 — 30 mm). 

Ein $ aus Süddeutschland." 

Ueber die Bohrerlänge gibt der Autor nichts an, ich 
nehme an, dass die 30 die Bohrerlänge ausdrücken soll. 

4. E.macrurus C. G. Thoms. 1895 Ephialtes macrurus C. G.Thomson, 
Opusc. Entom. XIX p. 2123 $cT I 1901 Ephialtes atricoxatus Strobl, 
Mitteil. Naturw. Ver. Steiermark p. 4 $ . 

Die vom Autor an der angeführten Stelle gegebene kurze 
Beschreibung lautet : „Dem E. manifestator ähnlich und 
verwandt, aber der Bohrer wenigstens doppelt so lang als 
der Körper, Segment 3 — 5 mit rundlichen, deutlichen 



Ephialtes. 1123 



Höckern, die Längsfurche des Metathorax weniger deutlich, 
die hintersten Hüften ganz, die vordersten an der Basis 
schwarz." Der Beschreibung zu Grunde lag ein einziges 
Exemplar aus der Holmgren'schen Sammlung, welches von 
Stockholm stammte. 

Die Beschreibung, welche Strobl von seinem E. atri- 
coxatus gibt, stimmt ganz mit E. macrurus überein, nur 
ist der Bohrer nur iy 2 Mal (Körper 20, Bohrer 30 mm) 
so lang als der Körper. Dass die dunklen Hinter- 
schienen knapp vor der Basis einen schmalen gelblichen 
Halbring besitzen, will nicht viel sagen, zumal Thomson 
von der Farbe der Schienen nichts sagt. Vorläufig 
ziehe ich beide Arten zusammen; der Autor würde wohl 
auch keine besondere Art aufgestellt haben, wenn ihm 
die Beschreibung des E. macrurus bekannt gewesen 
wäre. Dies war aber nicht der Fall, da er den E. strobilorum 
für die einzige bekannte Art mit schwarzen Hüften hält. 
E. atricoxatus wurde in Steiermark gefunden. 

E. macrocentrus Kriechb. 1896 Ephialtes macrocentrus Kriech- 
baumer, Termes. Füzet. XIX p. 134 <jL 

„Schwarz, Palpen, Beine, Stigma, Tegulä und Flügelwurzel 
rötlichgelb ; Hinterleib spindelförmig-cylindrisch, mit deut- 
lichen Höckern ; Areola im Vorderflügel dreieckig-trapez- 
förmig, Nervellus über der Mitte gebrochen. 

L. 19-1-45 (die 2. Zahl bezeichnet die Bohrerlänge) — 
26 -\- 60 mm. 

Die ansehnliche Grösse und das rotgelbe Flügelmal 
reihen die Art zunächst an E. mesocentrus an, von dem sie 
aber der viel längere Bohrer, der weniger schlanke und 
weniger walzenförmige Hinterleib und der Mangel der 
Ausbuchtung an den Vorderschienen, sowie die fast ganz 
roten Hinterbeine (nur die Spitzen der Tarsen sind etwas 
dunkler) leicht unterscheiden. E. cephalotes Holmgr., auf 
welchen der Name gegenwärtiger Art in noch höherem 
Masse passen würde, ist kleiner, der Bohrer aber 4—5 Mal 
so lang wie der Körper, das Flügelmal sowie die Hinter- 
schienen und deren Tarsen schwarzbraun. 

Der Kopf ist beiderseits in flachem Bogen etwas nach 
hinten verschmälert. Segment 1 und 2 sind merklich, 3 
wenig länger als breit, 4 und 5 fast genau quadratisch, 6 
breiter als lang, 3—5 mit deutlichen Höckern versehen. 

In Gravenhorst's Sammlung stecken 2 Exemplare dieser 
Art als E. tubercnlatus var. 1. Das erste ist ohne Zweifel 
das Exemplar, welches Gravenhorst aus Paris erhalten hat 



II2 4 Pimplinae. 



und von dem er (p. 229) sagt: haec, omnium maxima, acJI 
longissimo et pedibus longioribus a reliquis individuis II 
tincta. Das einzige Exemplar des Münchener Museuk 
verdankt selbes Herrn K. Daniel, der es am 18. Juli il 
in einer Lindenallee bei Schieissheim fing. Ein kleine! 
Exemplar (21+51 mm) fing Herr Professor Habermehl I 
Juni 1893 bei Worms. Das ungarische Stück stammt D 
dem südlichen Ungarn von dem Berge Domogled IjJ 
Mehadia." 

E. longicauda Mocs. 1897 Ephialtes longicauda Mocsäry, Term 
Füzet. XX p. 644 £. 

„$. Schwarz, Palpen hell ; Flügel hyalin, Stigma schwa. 
Flügelwurzel und Tegulä weisslich ; Kopf aufgetriebd 
Clypeus ausgerandet ; Scheitel und Schläfen verbreite:» 
Pro- und Mesonotum glatt und glänzend, weisslich pub( 
cent; Nervellus über der Mitte gebrochen; Segment 3-; 
mit starken Seitenhöckern; Beine rot, die hinter! 
Schenkel an der äussersten Spitze schwarz, die hinterstl 
Schienen und Tarsen braun, die Schienen an der Bai 
rötlich ; Bohrer sehr lang, 5 Mal so lang als der Körper, | 
der Basalhälfte weisslich, gegen das Ende rötlich. 

Körperlänge 18, Bohrerlänge 96 mm. 

Unter allen Arten ausgezeichnet durch den ausserorder, 
lieh langen, an der Basalhälfte weisslichen, an der Spit 
rötlichen Bohrer und dadurch auf den ersten Blick kent 
lieh. — Der ähnliche E. cephalotes Holmgr. ist kleiner |i 
hat weit kürzeren Bohrer. Das einzige Exemplar wur 
von Professor J. Koväcs bei Debreczenin Ungarn gesammel 

E. crassieeps C. G. Thoms. 1877 Ephialtes crassieeps C. Q. Thoi 
son, Opusc. Entom. VIII p. 739 £tf\ 

Gehört mit E. manifestator und mesocentrus zu dt 
grösseren Arten. Mandibeln nicht gestreift. Das Endglk 
der hintersten Tarsen kaum doppelt so lang als das vorhe 
gehende Glied. Parapsidenfurchen bis zur Mitte des Mes< 
notums deutlich. Metathorax mit deutlicher Mittelfurch 
Fühlerschaft des tf schwarz. 

Von E. manifestator und mesocentrus durch folgend 
Merkmale unterschieden : Tegulä weisslich ; Kopf un 
Thorax dichter und länger weisslich pubescent, Scheite 
breiter, fast aufgetrieben; Beine rötlich, die vorderste 
Hüften ganz schwärzlich, die hintersten mit schwärzliche 
Makel ; Nervellus im Unterflügel weniger stark postfurcal 
Bohrer nicht länger als der Körper, Bohrerklappen ziemlicl 



Ephialtes. 1125 





lang behaart; das 5. Hinterleibssegment nicht länger als 
breit; Stigma braun, auf der Mitte heller. 
Wurde in Lappland gefunden. 

E. dux Tschek. 1868 Ephialtes dux Tschek, Verh. zool. bot. Ges. 
Wien XVIII p. 270 $ d* I 1877 E. scutellaris C.Q.Thomson, Opusc. 
Entom. VIII p. 738 $0", IX (1888) p. 1249 $c? und XIX (1895) p. 
2123 $ö"- 

„£cf- Robust, schwarz, weisslich pubescent, Palpen weiss- 
lich, Flügel gelblich-hyalin, Stigma schwarzbraun, Tegulä 
und Flügelwurzel gelb ; Beine rötlich, Trochantern, Vorder- 
schenkel und Vorderseite der Schienen und Tarsen gelb- 
lich, die hintersten Schienen und Tarsen an Länge gleich ; 
Hinterleib mit deutlichen Höckern, beim £ Segment 1 — 3, 
beim tf Segment 1—7 länger als breit. 

Beim tf Oberlippe weiss, Fühlerglied 1 und 2 unten weiss 
gefleckt, die hintersten Kniee, Schienen und Tarsen schwarz, 
die Schienen an der äussersten Basis weisslich. Beim <j> 
die vordersten Hüften an der Basis, die hintersten Hüften 
ganz, die Spitze der hintersten Schenkel und die hintersten 
Schienen und Tarsen schwarzbraun, die Schienen an der 
äussersten Basis gelblich. Bei einer Varietät alle Hüften 
schwärzlich. Bohrer länger als der Körper. 

Von kräftigem Bau, $ mit sehr knotigem, stark und dicht 
punktiertem Hinterleibe und breiten, glatten Endrändern 
der Segmente. Kopf hinter den Augen nicht verengt, etwas 
breiter als der Thorax. Fühler 38gliedrig. Mesonotum 
wie der Kopf glänzend, zerstreut fein punktiert ; Brustseiten 
punktiert; Schildchen seitlich weiss behaart, dicht punktiert. 
Metathorax und das 1. Segment runzlig, ersterer mit etwas 
vertieftem, nach unten breiterem Mittelfelde ; letzteres so 
lang als die Hinterhüften, mit vor der Spitze endender 
Längsfurche; in der Mitte des Endrandes ein glatter, 
glänzender Fleck. Hinterhüften unten dicht und ziemlich 
grob punktiert, gegen die Spitze gerunzelt. Hinterschenkel 
beim <j> auf der oberen Kante und am Knie, bei einem 
$ bis zur Mitte braun. Bohrer kräftig, rotbraun. 

Das (/ hat im Verhältnis zum <£ auffallend kräftige Beine, 
wie sie in diesem Genus ungewöhnlich sind. Von E. tenui- 
ventris Holmgr. tf (geniculatus Brischke), dem es in der 
Färbung ähnlich ist, unterscheidet es sich durch die kräf- 
tigeren Beine, den nur etwas über der Mitte gebrochenen 
Nervellus, die weisse Oberlippe, die mit Ausnahme eines 
schmalen Ringes und der inneren Seite an der Basis ganz 
schwarzen Schienen des letzten Beinpaares u. s. w. 

Ränder der Segmente4— 6 sehr schmal schmutzig gelbbraun. 

Länge 17 — 20, Bohrer 24 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 



IT26 Pimplinae. 



9. E. gnathaulax C. G. Thoms. 1877 Ephialtes gnathaulax C. ' 
Thomson, Opusc. Entom. VIII p. 739 $</. 

Körper von Mittelgrösse. Mandibeln gestreift; Stirn ; 
der Mitte erhaben. Nervulus interstitial, Nervellus sta 
postfurcal. Endsegmente glatt, das 5. qner, Segment B 
mit schwachen Höckern. Parapsidenfurchen kurz, d! 
letzte Glied der hintersten Tarsen 3 Mal so lang als I 
vorhergehende Glied, dieses quer. Bohrer etwas länger H 
der Körper, der eigentliche Bohrer dick, die Bohrerklapp< 
behaart. 

Schwarz, Beine rot, Stigma schwarzbraun, in der Mit 
heller. 

Aehnlich dem E. carbonarius aber dicker. Von E. mai[ 
festator und den verwandten Arten verschieden durch El 
gestreiften Mandibeln, die convexe Stirn, die schwach! 
Hinterleibshöcker und die glatten Endsegmente. Die A\ 
ähnelt auch sehr dem E. tuberculatus, unterscheidet sii 
aber durch die gestreiften Mandibeln, den nach hint< 
etwas verschmälerten Kopf, kürzere Wangen und schwäche 
Hinterleibshöcker. 

Nach Thomson nicht selten im südlichen Schweden. 

10. E. luteipes C. G. Thoms. 1877 Ephialtes luteipes C. Q. Thoms« 1 
Opusc. Entom. VIII p. 740 <j> tf. 

Stimmt in den plastischen Merkmalen namentlich duri 
die gestreiften Mandibeln mit der vorhergehenden Ä 
überein, unterscheidet sich hauptsächlich durch Folgende! 
Beine rötlichgelb, dicker, die hintersten Schienen bräunlic 
fast länger als die Tarsen. Stigma breiter als bei E. gniji 
thaulax, schwarz, an der äussersten Basis hell. Bohr« 
nicht länger als der Körper. 

Die Art ist etwas kleiner als die vorhergehende ; da s 
nur in einem einzigen Exemplare, welches aus Südschwede 
stammt, bekannt ist, so ist ihr Wert sehr zweifelhaft. 

11. E. messor Grav. 1829 Ephialtes messor Qravenhorst, Ichneui 
Europ. III p. 232 $ | 1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturv 
XXI p. 254 £. 

Eine, wie mir scheint, ziemlich verschollene Art; ic 
finde, ausser bei Gravenhorst und Taschenberg, sonst kein 
Notiz. Das von dem ersteren angeführte charakteristisch 
Merkmal, nämlich die gebogenen Hinterschienen, will auc 
nicht viel sagen, da bei allen Arten die Schienen etwa 
gebogen sind, Auch die von Taschenberg angeführte Ar 
gäbe, dass die Art aus Tinea (Galleria) mellonella L. gezogei 
worden sei, klingt für einen Ephialtes mindestens ziemlich 
auffallend. Ich beschränke mich darauf, die von Gravenhors 






Ephialtes. 1127 



'ebene Beschreibung wiederzugeben ; Taschenberg fügt 

iser nichts Neues hinzu ; woher er die Zuchtangabe ge- 
löpft hat, ist nicht ersichtlich. 

, Beine rotgelb, die hintersten Schienen gekrümmt. Bohrer 
ron Körperlänge. — In der Gestalt hält diese Art die Mitte 
zwischen E. manifestator und tuberculatus, weicht aber 
durch die gebogenen hintersten Schienen von beiden ab. 
— Palpen und Schulterbeulen gelb. Flügel gelblich getrübt, 
Stigma rötlich, Tegulä und Flügelwurzel gelblich, Areola 
dreieckig, sitzend. Beine rotgelb, die hintersten Schienen 
gekrümmt, obenauf gebräunt, die hintersten Tarsen schwarz- 
braun. Hinterleib 3 Mal so lang und etwas schmäler als 
der Thorax, Segment 3 und 4 etwas länger als breit, 5—7 
quadratisch, alle mit ziemlich deutlichen Seitenhöckern. 
Bohrer von Körperlänge. 

L. 7 Linien (nach Taschenberg 13—15 mm). 

Ein $ aus Volhynien." (Gravenhorst.) 

E. planifrons C. G. Thoms. 1877 Ephialtes planifrons C. G. 
Thomson, Opusc. Entora. VIR p. 741 und 1895 Opusc. Entom. XIX 
p. 2123 £ö\ 

Mandibeln nicht gestreift. Zwischenraum zwischen Augen 
und Mandibelbasis deutlich. Parapsiden furchen nicht über 
das erste Drittel des Mesonotums hinausgehend. Segment 
3_ 5 quadratisch, mit starken Höckern. Stirn vollkommen 
eben und glatt. Stigma breit; Nervellus in der Mitte 
gebrochen Das letzte Glied der hintersten Tarsen nur 
doppelt so lang als das vorhergehende. Bohrer so lang 
wie der Körper, Bohrerklappen kurz behaart. 

Schwarz, Beine rötlich, Aussenseite der hintersten Schienen 
und die hintersten Tarsen bräunlich. 

Kleiner und etwas schlanker als E. tuberculatus, ver- 
schieden "durch die flache und glatte Stirn, die kürzer 
behaarten Bohrerklappen, kürzere Wangen und den kurzen 
Endtarsus der hintersten Beine. Auch" mit E. carbonarius 
verwandt, aber Bohrer kürzer, Furche des Metathorax deut- 
licher, Hinterleibshöcker stärker ausgeprägt und Beine 
kräftiger. Im Hinterflügel der Radiusabschnitt doppelt so 
lang als der rücklaufende Nerv. 

Von Thomson nach schwedischen Exemplaren beschrieben. 
Ich besitze verschiedene £ aus Thüringen. 

E. tuberculatus Fourcr. 1785 Ichneumon tuberculatus Fourcroy, 
Entom. Paris 11 p. 395 | 1829 Ephialtes tuberculatus Gravenhorst, lehn. 
Europ.Illp.228 $cT I 1848 Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II p. 100 $d* I 
1860 Holmgren, Pimpl. p. 13 £cT I 1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. 
ges. Naturw. p. 255 $ | 1877 C.G.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 740 | 
1790 Ichneumon leueopterus Gmelin, Linne: Syst. Nat. Ed. Xlll. p.2699 | 
1848 Pimpla Reissigii Ratzeburg, lehn. d. Forstins, II p. 89 $cT- 



11 2 8 Pimplinae. 



Schwarz, Palpen hell, Flügel kaum getrübt, Stigma schrn 
schwärzlich, Tegulä und Flügelwurzel gelblich weiss. Bei 
rötlich, die hintersten Schenkel am Ende, beim $ auch I 
hintersten Schienen zum Teil und die hintersten Tarsii 
braun. 

Zwischenraum zwischen Auge und Mandibelbasis se 
deutlich. Metathoraxfurche nach hinten mehr oder wenig] 
verbreitert. Nervellus deutlich über der Mitte gebrochei 
Segment i und 2 etwas länger als breit, 3 und 4 quadratis« 
mit starken Höckern. Bohrer wenig länger als der Körpt 

Die Art ist besonders ausgezeichnet durch den gross« 
Zwischenraum zwischen Augen und Mandibelbasis, i 
weisslichen Tegulä und die Beschaffenheit der mittlen 
Hinterleibssegmente. 

L. 12—15 mm - 

Durch ganz Europa verbreitet. 

Als Wirte werden angegeben : Von Käfern : Pissodes n. 
tatus, Rhagiummordax, Cryptorhynchus lapathi und Saperc 
populnea; von Schmetterlingen : Psilura monacha, Hypon< 
meuta cognatella und Sesia sphegiformis. 

I 
14- E. parallelus C. G. Thoms. 1888 Ephialtes parallelus C. ( 
Thomson, Opusc. Entom. XII p. 1248 2. 

•: 
„Schwarz, Beine rot, die hintersten Schienen und Tarse 
braun; Stigma schmal, braun; Nervellus postfurcal. See 
ment 3—5 mit deutlichen runden Seitenhöckern; Bohrt! 
von Körperlänge. Mittelfurche des Metathorax mit parai 
lelen Seiten. 

Dem E. tuberculatus in Bezug auf Grösse, Struktur un; 
Färbung sehr ähnlich, aber das 2. Hinterleibssegment etw^ 
länger, die Mittelfurche des Metathorax nach hinten nictf 
oder kaum merklich erweitert, die hintersten Schenkel ar 
Ende nicht schwarz, der Raum zwischen Auge und Man' 
dibelbasis kürzer, Nervellus etwas über der Mitte gebrochen 

Schweden." 

15. E. abbreviatus C. G. Thoms. 1877 Ephialtes abbreviatus CO 
Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 740 $0*. 

Aehnelt dem E. tuberculatus, ist aber schlanker, die Beim 
kaum dunkel gezeichnet, beim $ die Palpen dunkel, bein: 
cf der Schaft unten gelb gefleckt. Auch mit E. carbonarim 
eng verwandt, aber Bohrer nur wenig länger als der 
Körper, Metathorax mit deutlicher Längsfurche, im Hinter- 
flügel der Radiusabschnitt weit länger als der rück- 






Ephialtes. 1129 



laufende Nerv. Beim tf ist das Gesicht seidenartig behaart, 
Segment 2 und 3 verlängert, mit sehwachen Seitenhöckern, 
alle Trochantern, Schenkelspitzen und Schienen gelblich, 
die hintersten Schienen aussen und die Tarsen braun. 
Schweden, selten. 

E. heteropus C. G. Thoms. 1888 Ephialtes heteropus C. Q. 
Thomson, Opusc. Entom. XII p. 1249 $cT- 

„Schwarz, glänzend, Beine rot, Schenkel ziemlich dick. 
Das 1. Hinterleibssegment linear, mit langen Rückenkielen, 
Segment 3—5 mit rundlichen, ziemlich schwachen Seiten- 
höckern ; Bohrer wenig länger als der Körper. Stigma 
hell, Nervellus weit über der Mitte gebrochen. 

Die Art ist dem E. abbreviatus sehr ähnlich und zwar 
durch Grösse, Statur, die helle Färbung der Beine, die 
sich auch auf die Tarsen erstreckt, die dicken Schenkel, 
das helle Stigma und das dem 3. an Länge gleiche Endglied 
der Tarsen ; sie weicht in folgenden Punkten ab : Nervellus 
weiter über der Mitte gebrochen, Hinterleibshöcker weniger 
deutlich, das 1. Segment länger, doppelt so lang als hinten 
breit, mit längerer Rückenfurche und stärkeren Rückenkielen. 

Die Art wurde bei Lund in Schweden gefunden; sie lebt 
bei Aromia moschata." 

B. cephalotes Holmgr. 1859 Ephialtes cephalotes Holmgren, 
Öfvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 122 und 1860 Pimpl. p. 13 £ | 
? 1864 Brischke, Schrift, phys. ökon. des. Königsberg V p. 178 $0* 
und 1880 Schrift, naturf. Ges. Danzig N. F. IV p. 109 $. Ich zweifle 
sehr, dass der von Brischke unter diesem Namen beschriebene Ephialtes 
mit der Holmgren'schen Art übereinstimmt, da er den Bohrer nur von 
Körperlänge angibt. 

Kopf hinter den Augen stark erweitert. Nervnlus inter- 
stitial ; im Hinterflügel der Radiusabschnitt wenig länger 
als der rücklaufende Nerv ; Nervellus nicht oder ganz 
schwach postfurcal, fast in der Mitte gebrochen. Die mitt- 
leren Segmente fast quadratisch, mit schwachen Höckern, 
Bohrer fast 3 Mal so lang als der Körper. 

Schwarz, Palpen hell. Flügel fast hyalin, Stigma braun, 
Flügelwurzel und Tegulä gelblich. Beine rötlich, die 
Aussenseite der hintersten Schienen und die hintersten 
Tarsen braun. 

Die Art ähnelt am meisten dem E. tuberculatus, unter- 
, scheidet sich aber besonders durch den hinten verbreiterten 
Kopf und den weit längeren Bohrer. 
L. 12 — 14 mm. 
Deutschland, Schweden. 



113° Pimplinae. 



18. E. strobilorum Rtzb. 1848 Pimpla strobilorum Ratzeburg, lehne 
der Forstins. II p. 94 und 1852 III p. 100 | 1863 Ephialtes strobilon 
Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 254 $ cT (partim) | II 
C. G. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 744 und 1895 XIX p. 2124 (partl 

Diese und die folgende Art sind bei Thomson undTaschJ 
berg vermengt. Man bekommt sie beide aus Tannenzapf ijj 
die mit Anobien und Wickler-Arten besetzt sind. Ich hJ 
sie in den letzten Jahren vielfach gezüchtet und habe ml 
da stets von der Selbständigkeit beider Arten überzeug! 
können, namentlich die tf beider Arten sind unter sa 
ganz verschiedene Tiere. 

Kopf und Thorax glatt und glänzend, ersterer hinter et* 
Augen stark erweitert. Metathorax des $ mit deutlich 
Mittelrinne. Nervulus interstitial, im Hinterflügel <i 
Radiusabschnitt wenig länger als der rücklaufende Neil 
Nervellus nicht oder ganz schwach postfurcal, fast 1 
der Mitte gebrochen. Hinterleib, namentlich im To?j 
stark seitlich zusammengedrückt, Segment 2—4 deutrlj 
länger als breit, mit schwachen Unebenheiten, beim,« 
auch auf den hinteren Segmenten deutlich punktie j 
Bohrer wenig länger als der Körper. Beim rf Segmil 
1 — 4 nur etwas länger als breit. j 

Glänzend schwarz, Palpen, Tegulä und Flügelwurl 
gelblich, Beine rötlich, die hintersten braunrot, alle Hüfhi 
schwarz, auch die Troch antern dunkel, die hintersfj 
Schienen und Tarsen braun. 

L. 8 — 11 mm. 

Deutschland, Schweden. 

Im Freien habe ich diese Art nie erhalten, auch ] 
Zuchten erscheint sie viel spärlicher als die folgende. 

19. E. glabratus Rtzb. 1852 Ephialtes glabratus Ratzeburg, lehn.: 
Forstins. III p. 109 cT- 

Man vergleiche über diese Art bei der vorigen. Die- 
beider sind sich sehr ähnlich und ohne die tf würde i 
vielleicht beide als nur eine aufgefasst haben. Beim 
ist im Gegensatz zu E. strobilorum der Metathorax oh 
. alle Leisten und ohne Mittelrinne, die hinteren Hinterleil 
Segmente sind nur an der Basis, besonders an den Seite 
und zwar sehr fein und zerstreut punktiert. Ganz auffalle: 
und deshalb leicht kenntlich sind die cj\ Der Hinterle 
ist lang und schmal linear, die mittleren Segmente mi 
destens 3 Mal so lang als breit, die vorderen Segmen 
noch mit Spuren ganz feiner Punktierung, die hinter 
glänzend, wie poliert, ohne alle Skulptur. 

L. 8 — 11 mm. 



Ephialtes. 1131 



Deutschland, sicherlich weiter verbreitet. 
Im Freien höchst selten, durch Zucht aus Tannenzapfen 
leicht zu erhalten, wenigstens hier in Thüringen. 

E. tenuiventris Holmgr. 1859 Ephialtes tenuiventris Holmgren, 
Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 122 und 1860 Pimpl. 
p. 14 $cf | 1877 C Q.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 742 und 1895 
Opusc. Ent. XIX p. 2124 | 1829 Ephialtes carbonarius var. 1 Qraven- 
horst, lehn. Europ. 111 p. 242 | 1864 Ephialtes geniculatus Brischke, 
Schrift, phys. ökon. Ges. Königsberg V p. 179 0* . 

Kopf hinten nicht oder nur wenig verbreitert. Thorax 
und Hinterleib dünn und langgestreckt; Metathorax mit 
schmaler aber deutlicher Längsrinne ; das 1. Segment 
doppelt so lang als hinten breit, beim $ Segment 1—5, 
beim tf 1—7 stark verlängert; Bohrer etwas länger als der 
Körper. 

Schwarz, Palpen und ein Punkt vor den Flügeln gelb. 
Gesicht dicht weisslich behaart. Stigma schwärzlich, Tegulä 
und Flügelwurzel gelblich. Beine rötlich, die hintersten 
Kniee, Schienen und Tarsen braun. Beim tf der Fühler- 
schaft unten gelb gefleckt, Vorderbeine zum Teil gelb, die 
hintersten Schienen und Tarsen braun, die Schienen an 
der Basis und auf der Innenseite gelblich ; Genitalklappen 
an der Spitze stumpf. 

Die Art ist dem E. carbonarius sehr ähnlich, als Haupt- 
merkmale sind folgende zu bezeichnen : Vor der Flügel- 
basis ist keine gelbe Linie, sondern nur ein gelber Punkt ; 
Metathorax mit schmaler und fast vollständiger Längsrinne ; 
das 1. Segment doppelt so lang als hinten breit, während 
es bei den verwandten E. carbonarius, extensor und geni- 
culatus höchstens i l / 2 Mal, so lang als breit ist; auch die 
beim $ dunklen Kniee der Hinterbeine lassen sich als 
Unterschied anführen, wenigstens von E. carbonarius und 
extensor. 

L. 10 — 14 mm. 

In Nord- und Mitteleuropa verbreitet ; hier in Thüringen 
eine der häufigeren Arten. 

E. geniculatus Kriechb. 1896 Ephialtes geniculatus Kriechbaumer, 
; Termesz, Füzet. XIX p. 135 $ (non Brischke = tenuiventris Holmgr.) 

„£ Schwarz, Palpen und Beine rot, Spitze der Hiuter- 
schenkel und die hinteren Schienen und Tarsen schwarz- 
braun, die Schienen an der äussersten Basis, seltener auch 
in der Mitte hell; Segment 2—4 wenig oder kaum länger 
als breit, 3—5 mit kleinen Seitenhöckern, Bohrer etwas 
länger als der Körper, die Bohrerklappen wenig und ganz 
kurz behaart ; Flügel etwas getrüfct, Stigma schwärzlich, 



1132 



Pimplinae. 



a ! 



Tegulä und eine Linie vor den Flügeln gelblich, Areola 
Flügel klein, Nervellus in der Mitte oder etwas darü 
oder darunter gebrochen. 

Die Art ist unstreitig mit extensor am nächsten verw 
unterscheidet sich aber von diesem sehr bestimmt du 
i) das schwarzbraune Flügelmal, 2) die schwarzbraunen, 
der obersten Basis, selten auch in der Mitte blassen Mitt 
und Hinterschienen, 3) die kaum merklich behaarl 
Bohrerklappen, 4) den hinter den Augen nicht oder kai 
verschmälerten, zuweilen sogar etwas erweiterten Kc 
5) etwas kürzere Fühler und Beine, 6) den im Ganzen M 
kürzeren Hinterleib und daher auch die im Verhältnis i 
Breite weniger langen einzelnen Ringe. 

L. 8+9 — 184-25 mm. 

Die Art scheint ziemlich selten zu sein. Ich habe r 
einmal, bei Planegg nächst München 2 £ gefangen u 
vermute, dass die Art in einer in Eiche lebenden Lar 
schmarotzt. Frey-Gessner fing sie um Genf. I, 
grösseren Exemplare scheinen mehr im Süden vorzukomm« 
Korb fing sie in Spanien bei Albaracin und Schmied! 
knecht auf Corfu. Das ungarische Stück stammt vj 
Ober-Ungarn." 

22. E. antefurcalis C. G. Thoms. 1877 Ephialtes antefurcalis cj 
Thomson, Opusc. Entom. VIII p. 741 $0*. 

„Im Vorderflügel der Nervulus vor der Gabel, der Bas; 
nerv sehr schräg; im Hinterflügel der Nervellus fast 
der Mitte gebrochen, der Radiusabschnitt doppelt so M 
als der rücklaufende Nerv. Segment 2—5 lang, fast ohj 
Höcker aber mit starken Einschnürungen, das 1. Segme; 
nicht gekielt, dicht punktiert. Beine schlank. 

Schwarz, Beine rot, die hintersten am Ende dunkelbratf 
Vor den Flügeln nur ein gelber «Punkt ; Stigma brau 
Bohrer wenig länger als der Körper. 

Dem E. carbonarius an Grösse und Statur sehr ähnlic 
aber Clypeus nicht hell gefärbt, Mandibeln mit gleiche 
Zähnen, vor den Flügeln keine gelbe Linie, sondern m 
ein solcher Punkt, Stigma und Flügelnervatur helle 
Parapsidenfurchen bis fast zur Mitte reichend und Bohre) 
kürzer. 

L. 12 — 15 mm. 
Schweden, selten. 

23. B. carbonarius Christ. 1791 Ichneumon carbonarius Christ, Natur; 
d. Ins. p. 365 tab. 38 f. 5 | 1818 Pimpla carbonaria Gravenhors! 
Nov. acta acad. nat. curios. IX p. 292 | 1829 Ephialtes carbonarii 



Ephialtes. 1133 



Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 242 $0* (excl. var. 1 = E. tenuiventris 
Holmgr.) | Ephialtes carbonarius Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I (1844) p. 
119, II (1848) p. 99 und III (1852) p. 109 | 1860 Holmgren, Pimpl. p. 
14 $0* I 1863 Taschenberg, Zeitschr. f.d. ges. Naturw. XXI p.255$d* | 
1877 C.Q.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 742 £0* I 1802 Ichneumon 
gracilis Schrank, Fauna Boica II p. 289 cf | 1829 Ephialtes gracilis 
Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 245 0* | 1852 Ephialtes gracilis Ratze- 
burg, lehn. d. Forstins. III p. 109 cT I Ephialtes gracilis Brischke, Schrift, 
phys. ökon. Qes. Königsberg V (1864) p. 178 cT und Schrift, naturf. 
Ges. Danzig (1880) p. 109 0*. 

Kopf nach hinten nicht verbreitert, Gesicht flach, Augen 
fast die Basis der Mandibeln berührend, Mandibeln mit 
ungleichen Zähnen, indem der Endzahn länger ist. Meta- 
thorax ohne oder mit undeutlicher Längsrinne. Das 1. 
Segment wenig, die folgenden deutlich länger als breit, die 
Seitenhöcker kaum angedeutet. Vorderflügel mit schwärz- 
lichem Stigma und interstitialem Nervulus ; im Hinter- 
flügel der Nervellus fast in der Mitte gebrochen, schwach 
postfurcal, der Radiusabschnitt wenig länger als der rück- 
laufende Nerv. 

Schwarz ; Palpen und Clypeus rötlich, vor der Flügelbasis 
eine gelbliche Linie, auch die Schulterbeulen gelb ; Beine 
rötlich, die hintersten Schienen gegen das Ende und die 
hintersten Tarsen braun. Bohrer doppelt so lang als der 
Körper. 

Palpen und Clypeus gelblich, die beiden ersten Fühler- 
glieder in der Regel unten gelblich. Vorderbeine an der 
Basis gelblich, die hintersten Schienen und Tarsen braun, 
die Schienen an der Basis und auf der Mitte der Innenseite 
weisslichgelb. 

Die vorliegende Art ist namentlich durch folgende Merk- 
male ausgezeichnet: Das Gesicht ist dicht weisslich behaart, 
der Endzahn der Mandibeln ist länger, vor der Flügelbasis 
befindet sich eine gelbe Linie, die Längsrinne des Meta- 
thorax fehlt oder ist ganz undeutlich, die Genitalklappen 
des 0* sind lang und am Ende ziemlich spitz u. s. w. 

L. 15 — 18 mm. 

Verbreitet in Nord- und Mitteleuropa. Als Wirte sind 
zu verzeichnen Arten der Coleopteren -Gattungen : Saperda, 
Hammaticherus und Pissodes. 

E. brevicornis Tschek. 1868 Ephialtes brevicornis Tschek, Verh. 
zool. bot. Qes. Wien XVIII p. 271 $. 

Schwarz, Palpen hell, Gesicht fein weisslich behaart, Fühler 
kurz, 26-gliedrig, Flügel schwach getrübt, Stigma schwarz- 
braun, Tegulä und Flügelwurzel gelblich, Beine rötlich, 
die vorderen Trochantern, Schenkelspitzen und Schien- 



H34 Pimplinae. 



basis gelblich, die hintersten Kniee, Schienen und Taxi 
braun, die Schienen an der Basis gelblich ; die hinter^ 
Tarsen länger als die Schienen, Hinterleibssegniente il 
verlängert, mit deutlichen Seitenhöckern ; Bohrer et 1 
länger als der Körper. 

Durch die kurzen, nur aus 26 Gliedern bestehenden Füll 
von allen verwandten Arten sogleich zu unterscheiden.' 

Kopf hinter den Augen nicht verengt, Fühler von hal'ä 
Körperlänge, gegen die Spitze allmählich merklich diclij 
Brustseiten punktiert; Metathorax runzlig punktiert, I 
etwas vertieftem, hinten offenem Mittelfelde. Das 1. HiJI 
leibssegment so lang wie die Hinterhüften, bis über I 
Mitte längsgefurcht, Bohrerklappen ziemlich lang behat 
Nervellus über der Mitte gebrochen. 

L. 17—18, Fühler 9, Bohrer 20 mm. 

Tschek entdeckte die Art in Oesterreich, ich habe 2] 
aus Thüringen. 

25. E. extensor Taschb. 1863 Ephialtes extensor Taschenbjd 
Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 255 $c? | 1877 Ephialtes exteii 
C. Q. Thomson, Opusc. Entom. p. 743 $q^ j ? 1848 Pirripla cau*la 
Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II p. 92 | ? 1844 Pimpla longiseta Ra'S 
bürg, lehn. d. Forstins. I p. 117. 

Nach Taschenberg gleicht diese Art ausserordentla 
dem E. carbonarius, unterscheidet sich aber durch Folgend; : 

1. Der Clypeus ist schwarz, vorn eingedrückt und an- 
geschnitten, sodass er viel kleiner erscheint, als bei vorijr 
Art 2. Die Hinterleibssegmente sind vom 3. an VI 
kürzer als bei carbonarius und das ganze Tier nie so gre, 
3. Der Nervellus ist in der Mitte oder kaum darü)fl 
gebrochen. 4. Beim 3* sind die Fühler unten nicht g ) 
und das Gesicht kaum silberhaarig. 

Thomson fügt dem hinzu, dass der Bohrer nur weil 
länger als der Körper ist, dass das Stigma heller als 11 
carbonarius ist und dass die Seitenhöcker des Hinterles 
deutlicher sind. 

L. 10 -f- n — 12 -f 13 mm. 

Deutschland und Schweden. — Pimpla caudata Rt. 
wurde aus Biorhiza terminalis, Pimpla longiseta Rtzb. al 
Grapholitha pactolana ZU. (Tortrix dorsana Rtzb.) gezog< 

26. E. crassiseta C. G. Thoms. 1877 Ephialtes crassiseta C. 
Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 743. 

„Schwarz, Beine rot, Bohrer fast kürzer als der Körp 
Unterscheidet sich von den vorhergehenden Arten dur; 
kürzeren und dickeren Bohrer, breiteres, braunschwarz 



Ephialtes. 1135 



tigma, die kurzen Hinterleibssegmente 2—4, die kaum 
länger als breit sind, und durch den Mangel einer gelben 
Linie vor der Flügelbasis. Die Art bildet wie die folgende 
einen Uebergang zur Gattung Pimpla, namentlich durch 
die grobe Hinterleibspunktierung, die dicken Beine und 
ovalen Hinterhüften, aber der äussere rücklaufende Nerv 
im Vorderflügel ist gekrümmt, der Scheitel breit und der 
Metathorax ohne Längsrinne. Das 1. Segment ist wenig 
länger als breit. 

Schweden, selten." 

Ueber die Grösse findet sich keine Angabe. 

E. pleuralis C. G. Thoms. 1877 Ephialtes pleuralis C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent. VIII p. 744. 

Aehnelt dem E. extensor, ist aber kleiner, etwa von der 
Grösse der Pimpla brevicornis, vor der Flügelbasis fehlt 
die gelbe Linie, die Thoraxseiten sind glatt und der Bohrer 
ist fast kürzer als der Körper. Die Art ist mit der vorigen 
eng verwandt, aber die Beine sind schlanker, der Hinter- 
leib ist mehr cylindrisch und hat parallele Seiten, die 
hintersten Tarsen sind rötlichgelb, ihr Endglied etwas 
länger als das dritte. 

Lappland; selten." 

B. sanguinicollis Brauns. 1901 E. sanguinicollis Brauns, Zeit- 
schr. f. syst. Hymenopterol. u. Dipterol. p. 183 £. 

Kopf schwarz, Thorax oben und unten blutrot gezeichnet. 
Hinterleib rotbraun, die Endränder der Segmente schwarz. 
Tegulä und Flügelwurzel weiss, Stigma braun. Beine rotgelb. 
Kopf schwarz, Clypeus ausgerandet, Mandibeln pech- 
braun, Palpen hellbräunlich, Fühler 6 mm lang, braunrot, 
auf der Oberseite, namentlich im unteren Teile des Fühlers, 
dunkler. Hinterhaupt rundlich, nach hinten verengt, Punk- 
tierung sehr fein und nicht dicht, daher etwas glänzend, 
Gesicht seidenhaarig, etwas deutlicher punktiert ; Abstand 
der Augen von den Mandibeln sehr schmal, Prothorax mit 
gelblichweissem Vorderrande, das obere Dreieck dicht 
unter den Flügelschuppen ebenfalls gelblichweiss mit röt- 
lichem Rande. Mesothorax blutrot mit schwarzem Längs- 
fleck auf dem mittleren Lappen, die beiden Seitenlappen 
ebenfalls blutrot, hinten und seitlich schwarz. Thorax fein 
aber deutlich punktiert und wenig glänzend. Schildchen 
und Hinterschildchen blutrot mit gelbem Endrand. Meta- 
thorax von etwas gröberer Skulptur mit seichter Mittel- 
furche. Brust blutrot, wie der grösste Teil der fast glatten 
Mesopleuren, Epicnemien nach oben verkürzt. Hinterleib 



1136 Pimplinae. 



gleichbreit, das 1. Segment schwarz, iy 2 Mal so lang 3 
breit, deutlich punktiert mit abgekürzten Kielen ; die fl 
genden Segmente rotbraun mit schwarzen Endrätide, 
2, 3 und 4 länger als breit, das 5. quadratisch, alle st<" L 
punktiert, ohne Glanz und mit ziemlich deutlichen Bücke, 
Beine fast einfarbig rotgelb, die vorderen etwas hell, 
Hintertarsen kaum etwas verdunkelt. Stigma der Vordl 
flügel braungelb mit schwarzem Aussenrande ; der rü<- 
laufende Nerv mündet in die äussere Ecke der Spieg. 
zelle. Nervellus unter der Mitte gebrochen. Bohrer etvJ 
mehr als körperlang. 

L. ro mm. — tf noch nicht bekannt. 

Thüringen ; Ende Mai gefangen." 

29. E. arundinis Kriechb. 1887 Ephialtes arundinis Kriechbauir 
Entom. Nachr. XIII p. 253 $cT. 

Kopf nach hinten kaum erweitert; Fühler ziemlich kräft 
etwas länger als der halbe Körper. Kopf und Thorax die 
und ziemlich grob punktiert, wenig glänzend, nur p 
Schildchen und die Brustseiten etwas' zerstreuter punkti« 
und deshalb mit mehr Glanz. Parapsidenfurchen t? 
reichlich bis zur Mitte reichend. Metathorax mit runzlig 
Punktierung und starken, nach hinten deutlich diverg; 
renden Längsleisten. Nervulus interstitial. Areola ziemlr: 
gross, fast dreieckig, der rücklaufende Nerv stark gekrümi 
und nicht weit vor dem Ende mündend. Im Hinterflügel d 
Nervellus stark postfurcal und weit über der Mitte gebroche 
der Radiusabschnitt 1 '/ 2 Mal so lang als der rücklaufende Net 
Beine, namentlich die hintersten, sehr kräftig, Hintertarsi 
etwas länger als ihre Schienen, das Endglied länger i 
das 2. Glied, Klauen kräftig, mit starkem Zahn. Hinte 
leib grob runzlig-punktiert, mit fast parallelen Seiten, ej 
mittleren Segmente mit deutlichen, rundlichen Buckeli 
das 1. Segment i*/ s Mal so lang als hinten breit, d 
Basalkiele bis zur Mitte reichend, das 2. Segment deutli" 
länger als breit, das 3. und 4. quadratisch, die folgend* 
quer. Bohrer von Körperlänge. Bohrerklappen kurz behaa 

Schwarz, Clypeus rötlich. Vor den Flügeln nur ein gel 
lieber Fleck; Tegulä und Flügelwurzel gelblichweiss, d 
ersteren braun gefleckt. Flügel gelblich getrübt, Cosl 
Basis der Subcosta und Stigma gelb. Beine mit Ausnahm 
der schwarzbraunen Hüften einfarbig rotgelb. Hinterleib 
mitte, in der Regel Segment 2—4, rotgelb mit schwarz« 
Endrändern der Segmente, das 5. Segment braun schimmern 

L. 13 — 14 mm. 



Ephialtes. U37 



Die Art ist von Custos Hiendlmayr im Dachauer Moos 
bei München gefangen worden, scheint also, wie auch ihr 
Name sagt, sumpfige Stellen zu lieben. 

Die Beschreibung ist nach Exemplaren gegeben, die ich 
seiner Zeit von Kriechbaumer erhielt. 

E. haemorrhoidalis Tschek. 1871 Ephialtes haemorrhoidalis 
Tschek, Verh. zool. bot. Qes. Wien XXl p. 37 <j> . 

„£ Schwarz, Palpen hell; Tegulä, ein Punkt vor den 
Flügeln und Flügelwurzel gelblich. Hinterleib gegen das 
Ende an den Seiten rostrot. Beine rot, die hintersten 
Hüften an der Basis oder zum grössten Teil schwarz ; die 
hintersten Schienen und Tarsen braun, die Schienen an 
der äussersten Basis hell. Stigma bräunlich gelb. Meso- 
notum und Schildchen ziemlich dicht und fein punktiert; 
Metanotum an der Basis beiderseits punktiert, mit schmaler, 
fast linearer, glatter Mittelrinne und runden Luftlöchern. 
Hinterleib dicht punktiert mit glatten Endrändern und 
deutlichen Höckern, die mittleren Segmente quadratisch. 
Die hintersten Schienen und Tarsen an Länge unter sich 
gleich. Nervellus etwas über der Mitte gebrochen. Bohrer 
nur wenig länger als der Körper. 

Kopf hinter den Augen merklich erweitert ; Clypeus 
an der Spitze schwach ausgerandet, schwarzbraun oder 
dunkel rötlich ; Gesicht und Stirn fein punktiert. Fühler 
von halber Körperlänge, 26 — 28 gliedrig. Meson otum vorn 
dreilappig, wie die Brustseiten fein und ziemlich dicht 
punktiert, letztere mit deutlichem Speculum. Schildchen 
gestreckt. Metanotum seitlich etwas gröber als das Meso- 
notum punktiert, die abschüssige Fläche klein, fein runzlig: 
die Mittelrinne schmal, nach hinten nicht breitet ; die sehr 
wenig runzligen Metapleuren und die Felder oberhalb der 
Hinterhüften ebenso punktiert wie die Mittelbrustseiten. 
Hinterleib vom Ende des 2. Segments bis zur Spitze all- 
mählig verschmälert, vom 3. angefangen an den Seiten 
dunkel rostrot, in der Weise, dass diese Färbung gegen 
das Ende allmählig an Ausdehnung gewinnt und sich über 
das ganze letzte Segment verbreitet. Das 1. Segment ist 
so lang wie die Hinterhüften, kaum ein wenig länger als 
breit, mitten nicht stark erhöht, mit kleiner Basalgrube 
und zwei über die Mitte hinausreichenden Längskielen. 
Das 2. ist etwas länger als breit, gegen das Ende etwas 
erweitert, jederseits an seiner Basis, wie auch alle folgenden, 
ohne den gewöhnlichen schrägen Linieneindruck. Die 
Punktierung ist nicht sehr grob, aber die tief eingestochenen 
Punkte stehen dicht gedrängt ; sie sind noch, wenn auch 



J138 Pimplinae. 



zerstreuter, auf den Seiten der letzten Segmente deutlu 
Flügel bräunlich getrübt, Stigma gelblich mit schmutzi 
braunem Schatten. 

L. 9 — 10 mm. 

3 $ aus Nieder-Oesterreich. tf unbekannt. 

31. E. inanis (? Schrank) Grav. ? 1802 Ichneumon inanis Schraii 
Fauna Boica II p. 293 | 1829 Ephialtes- inanis Qravenhorst, Ichneu 1 
Eur. III p. 247 cT I 1864 Ephialtes inanis Brischke, Schrift, phys. ök< ! 
Qes. Königsberg V p. 178 j und 1880 Schrift, naturf. Qes. Danz 
N. F. IV p. 109 $ö\ 

Ueber diese Art hat bisher viel Konfusion geherrscht ur 

auch jetzt ist sie noch nicht endgültig festgestellt. D 

meisten Autoren erwähnen sie gar nicht, weil sie si< 

darüber unklar sind, andere, wie z. B. Thomson, stell« 

sie als Pimpla-Art auf, wieder andere stellen sie als syJ 

nym zu P. Holmgreni Schmied, (graminellae aut), mit & 

sie nicht das Geringste zu tun hat. Die tf scheinen d 

Hauptverwirrung bei den Autoren verursacht zu habe 

da sie sich in der Bildung der Vorderschenkel an eif 

Pimpla-Gruppe anschliessen, während die $ ausgeprägte 

Ephialtes- Charakter besitzen. Freilich ganz sicher bin iü 

nicht, ob das von Gravenhorst beschriebene </, welches I 

auch dafür halte, in Wirklichkeit das richtige ist. Darübc 

könnten nur Zuchtresultate Klarheit bringen. Es finde 

sich nämlich auch kleine Ephialtes-^ mit bräunlichem od« 

rötlichem, schmal linearem Hinterleibe, die ganz gut hie: 

her passen würden, aber sie stimmen auch mit E. carbc 

narius und extensor überein und es sind möglich erweis: 

verkümmerte und nicht recht ausgefärbte Exemplare. 

$ Metathorax mit flacher Rinne. Beine lang und dünn, Vorder 

Schenkel nicht ausgerandet, Vorderschienen gekrümm 

Hinterleib schmal, grob punktiert, auf den Segmenten 2- 

jederseits eine wenig erhöhte Beule, Hinterränder glänzend 

Segment 1—3 länger als breit, das 1. länger als die Hinter 

hüften, etwa noch einmal so lang als breit ; Bohrer etwas länge 

als der Körper. Nervellus in der Mitte gebrochen. — Schwan 

Stigma bräunlichgelb; Beine rot, Hinterschienen vor de 

Basis und an der Spitze bräunlich, Hintertarsen braun. Hinter 

leib dunkel rotbraun, Hinterränder der Segmente schwarz 

Um das tf von den verwandten Pimpla-^ unterscheide 

zu können, vergleiche man die Bestimmungstabelle der 

selben auf p. 1045. Vorderschenkel unten gebuchtet. Hinter 

leib schmal, fein punktiert, fast doppelt so lang als de: 

Thorax, das 1. Segment sehr gestreckt, 3 Mal so lang wie 

hinten breit. — Gesicht weiss pubescent, Fühler unter 

bräunlich bis gelblich, das 1. und 2. Glied unten weiss 



Ephialtes. 1139 



tigma bräunlichgelb. Die Beine sind in der Regel gelb- 
lich, die Hinterhüften und die hintersten Schenkel rötlich, 
die hintersten Schienen und Tarsen weisslich, die Schienen 
an der Spitze breit, vor der Basis schmal schwarzbraun, 
ebenso das Ende der Tarsenglieder bräunlich. Nicht selten 
sind auch die hintersten Hüften dunkel gefleckt. Der 
Hinterleib ist in der Regel schwarz gefärbt, zuweilen 
schimmert die Basis der mittleren Segmente bräunlich durch. 

L. 6 — 9 mm. 

Sicherlich weit verbreitet aber noch nicht überall ge- 
sichtet. — Brischke zog die Art aus einem Nematus- 
Cocon, aus Retinia resinella L. und Tachyptilia populella L. 

E. discolor Brischke. 1880 Ephialtes discolor Brischke, Schrift, 
naturf. Qes. Danzig N. F. IV. p. 110 $<?. 

Gesicht und Clypeus kurz behaart. Metathorax punktiert. 
Hinterleib ohne Glanz, runzlig punktiert, Segment 1 nicht 
länger als die Hinterhüften, Segment 2 etwas länger als 
breit, Segment 3—5 beim $ fast quadratisch, ohne deut- 
liche Beulen ; Bohrer länger als der Körper. Beim tf sind 
die Segmente länger, die Hinterränder bei £ und tf glänzend 
und schwach gerunzelt. Vorderschienen gerade, das End- 
glied der Hintertarsen beim £ doppelt so lang als das 
vorhergehende Glied, beim tf nur wenig länger. Nervellus 
in der Mitte oder nur wenig darüber gebrochen. 

Schwarz, Palpen weisslich, beim tf die Unterseite des 
Schaftes gelb. Eine Linie vor den Flügeln, Tegulä und 
Flügelwurzel gelb, Flügel mit gelblicher Nervatur und mit 
bräunlichgelbem Stigma. Hinterleib rotbraun mit schwarzen 
Hinterrändern der Segmente, Bohrer gelb mit schwarzen 
Klappen. Beine beim § rotgelb, beim tf die vorderen 
Beine, die hinteren Trochantern und die Hinterschienen 
gelb, diese aussen mit brauner Spitze und Fleck vor der 
Basis, die hinteren Hüften und Schenkel rotgelb, Hinter- 
tarsen braun mit gelber Basis. 

L. 6 — 8 mm. 

Mitteleuropa. — Aus Lindenstöcken mit Dasytes coerulea 
und Exenterus balteatus. 



Als fragliche Arten sind die folgenden anzuführen : 
! E. albicrus Rondani, Bull. Soc. Ent. Ital. VI 1874 p. 132. 
Ephialtes pectoralis Brischke, Schrift, phys. ökon. Qes. Königs- 
berg V 1864 p. 178 cT- Wurde aus Retinia resinella L. er- 
zogen. Da bereits Brülle einen E. pectoralis beschrieben hat, 
wurde die Art von Dalla-Torre in E. Brischkei umgetauft. 



TT4° Pimplinae. 



E. continuus Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II 1848 p. 100 0* 
Brischke, Schrift, phys. ökon. Ges. Königsberg V 1864 p. 178 $.$ 
Nach Brischke aus Neinatus laricis und einer Saperda-Ar 
Deutschland. 

E. albicinetus Desvignes, Trans. Ent. Soc. London I 1862 
226 cT. England. 



E. (Pimpla) elongator Zetterstedt, Ins. Läpp. 1 1838 p. 373 $ 
Lappland. 

E. facialis Desvignes, Trans. Ent. Soc. London I 1862 p. 226 J 
England. 

E. populneus Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II 1848 p. 100 <j 
Deutschland. Aus Saperda populnea und einer Sesia-Arl 

E. pusillus Ratzeburg, lehn. d. Forstins. III 1852 p. 110 rf 
Deutschland. Aus Molorchus umbellatarum. 

E. ruficollis Desvignes, Cat. Brit. lehn. 1856 p. 88.$. Marshai 
hat in seinem Catalog die Art als synonym zu Thaless; 
clavata F. gestellt. Nach Bridgman soll es jedoch eil 
richtiger Ephialtes sein. Man sieht, welchen Wert solch!! 
Arten haben und wie solcher Ballast immer weiter ge 
schleppt wird. 



5. Gen. PeHthOUS Holmgr. 

1859 Perithous tlolmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 123; 

i 

Der ganze Körper glänzender als bei Ephialtes. Kopf hinte 
den Augen deutlich verschmälert. Clypeus abgetrennt, flach! 
am Ende meist tief ausgerandet. Mandibeln mit gleichlanger 
Zähnen. Augen am Innenrande leicht ausgebuchtet. Fühlei 
fadenförmig, Schaft deutlich ausgeschnitten. Thorax länger 
als breit, Mesonotum vorn dreilappig, Brustseiten wie poliert 
Metathorax halbkugelig, punktiert, mit mehr oder wenigei 
deutlichem, glattem Längsfelde, der abschüssige Raum hinten 
mit gebogener Querleiste. Flügel wie bei Ephialtes. Beine 
ziemlich kräftig, die Schenkel verdickt, das letzte Tarsenglied 
mindestens 3 Mal so lang als das vorhergehende, die Klauen 
am Grunde nicht zahnartig erweitert. Hinterleib fast cylindrisch, 
glatt mit zerstreuten Punkten, etwa doppelt so lang als der 
Thorax, das 1. Segment, oft auch das 2. länger als breit, die 
folgenden mehr quadratisch, beim tf mehr verlängert; Bohrer 
etwa von Körperlänge. 



Perithous. 1141 



Von Ephialtes besonders durch den glatten Körper, die 
eisse Zeichnung des Kopfes und der Segmenthinterränder 
nd die einfachen Klauen verschieden. Auch die meist rote 
horaxfärbung ist ein charakteristisches Merkmal. 

Uebersicht der paläarktischen Arten : 

[. Thorax schwarz. Zeichnung von Kopf und Thorax, sowie 
Endränder der Hinterleibssegmente weiss. Beine rot, die 
hintersten Schienen und Tarsen grösstenteils dunkel. 

Grosse Art. 

1. albicinctus Grav. 

Thorax mit Ausschluss des Halses rot ; eine Linie vor den 
Flügeln, ein Fleck darunter, Schildchenspitze, eine Linie 
dahinter, Flecken des Metathorax und Hinterränder der 
Segmente weiss oder gelblich. Beim £ wenigstens die 
inneren Augenränder, beim tf das ganze Gesicht gelb oder 
weiss. 2. 

Alle Augenränder gelblichweiss, Seiten des Halses gleich- 
falls. Die hintersten Hüften schwarz gefleckt, die hintersten 
Tarsen mit scharf dunklen Enden der Glieder. Bohrer 
etwas länger als der Körper. 

4. varius Grav. 

Die äusseren Augenränder schwarz. Hinterhüften nicht 
schwarz gefleckt, Hintertarsen nicht deutlich dunkel 
geringelt. 3. 

3. Grössere Art. Die helle Körperzeichnung weisslich. Bohrer 
mindestens von Körperlänge, meist darüber. 

2. mediator F. 

Kleinere, mehr im Süden vorkommende Art. Die helle 
Zeichnung von Kopf und Thorax gelblich. Bohrer nur 



von Hinterleibslänge. 



3. divinator Rossi. 



P. albicinctus Grav. 1829 Ephialtes albicinctus Qravenhorst, Ich- 
neum. Eur. 111 p. 259 £ | 1860 Perithous albicinctus Holmgren, Pimpl. 
p. 15 £ | 1863 Ephialtes albicinctus Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. 
Naturw. XXI p. 255 £. 

Schwarz; Palpen, Basis der Mandibeln, innere Orbiten, 
eine Linie vor den Flügeln, Spitze von Schildchen und 
Hinterschildchen und der Endrand der Hinterleibssegmente 
weisslich. Flügel schwach getrübt, Stigma schwärzlich, 
Tegulä und Flügelwurzel rostrot. Beine rot, Vorderbeine 
zum Teil gelblich, die hintersten Schienen und Tarsen 
schwärzlich. Hinterleib etwa 3 Mal so lang als der Thorax, 



1142 Pimplinae. 



Endrand der Segmente erhaben und mit stärkerem Glar 
Bohrer nicht viel länger als der Körper. 

L. 16— 18 mm. — Das tf scheint noch nie gefund^ 
worden zu sein ; jedenfalls hat es ein ganz weisses Gesidj 

Im nördlichen und mittleren Europa, aber überall se 
selten. In Thüringen ist mir bis jetzt nur ein einzig 
Exemplar vorgekommen. 

2. P. mediatorF. 1804 Pimpla mediator Fabricius, Syst. Piez.p. 117 $ 

1807 Ichneumon mediator Jurine, Nouv. meth. class. Hymen, p. 109 $ 
1829 Ephialtes mediator Gravenhorst, lehn. Eur. 111 p. 256 $cH 
1859 Perithous mediator Holmgren, Oeivers. Svensk. Vet.-Akad Fö 
XVI p. 123. 

Schwarz, Thorax grösstenteils rot, mit weisslicher Zeic 
nung; Flügel hyalin, Stigma, Tegulä und Flügelwuni 
bräunlichgelb; Hinterleibssegmente mit weisslichen En 
rändern. Clypeus am Ende deutlich ausgerandet. Beim 
die inneren Orbiten weisslich, Fühler unten bräunlich, d 
Schaft rötlich; Beine gelbrot, die hintersten Schienen ui 
Tarsen mehr oder weniger gebräunt; Bohrer etwas läng;: 
als der Körper. Beim tf das Gesicht und die Stirnseite 
sowie der Schaft weisslich, Vorderbeine zum Teil gelblic! 
die hintersten Schienen und Tarsen grösstenteils verdunkd 

L. 8—14 mm, Bohrer bis 18 mm. 

Die häufigste Art und durch fast ganz Europa ve 
breitet. — Wurde erzogen aus: Aromia moschata (Col.) uq 
aus folgenden Hymenopteren : Trypoxylon figulus, Cemoni. 
unicolor, Stigmus pendulus, Psen atratus, Hoplomert 
laevipes, Xiphydria camelus und Cynips argentea. 

3. P. divinator Rossi. 1790 Ichneumon divinator Rossi, Fauna Etrusi' 
II p. 48 | 1805 lehn, histrio Panzer, Faun. Ins. Germ. VIII P. 92, T. 7 
1829 Ephialtes divinator Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 252 $ M\ 
1872 Perithous divinator Marshall, Cat. Brit. Hymen, p. 86. 

Schwarz, Thorax ausgedehnt rot mit blassgelber Zeich 
nung. Fühler im Verhältnis kürzer und dicker als bei de 
vorhergehenden Art, braun, unten gelblich, Schaft blas 
rötlich. Hinterleibssegmente mit weisslichen Endrändern 
Beim $ die inneren Orbiten, beim tf das ganze Gesich 
gelblichweiss. Beine rötlich, die hintersten Schienen unc 
Tarsen verschwommen braun gezeichnet, Vorderbeine zu 
mal beim tf zum Teil gelblich. Bohrer kaum länger ah 
der Hinterleib. 

L. 8 — 10 mm. 

Weit seltener als die vorhergehende Art und mehr 
Süden. 






Rhyssa. 1143 



Unterscheidet sich von P. mediator durch geringere 
Grösse, im Verhältnis kürzere und dickere Fühler, mehr 
gelbe als weissliche Zeichnung, die $ überdies leicht durch 
den kurzen Bohrer. — Als Wirte werden angegeben : 
Ellampus auratus, Cemonus unicolor und Pemphredon 
lugubris. Ich zog sie aus Tri estiner Eichengallen, mög- 
licherweise waren diese von einer der erwähnten Grab- 
wespen besetzt. 

P. varius Grav. 1829 Ephialtes yarius Qravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 254 $cT I 1848 Pimpla decorata Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II 
p. 96 | 1859 Perithous varius Holmgren, Oefers. Svensk. Vet.-Akad. 
Förh. p. 123 | 1863 Ephialtes varius Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. 
Naturw. XXI p. 256. 

Schwarz, Thorax zum grössten Teil rot, mit weisslicher 
Zeichnung; Flügel hyalin, Stigma, Tegulä und Flügel- 
wurzel bräunlichgelb ; Hinterleibssegmente mit weisslichen 
Endrändern. Clypeus am Ende nur schwach ausgerandet. 
Beim $ die inneren und äusseren Orbiten gelblich, Fühler 
unten bräunlich, der Schaft noch heller ; Beine durch- 
schnittlich heller als bei P. mediator und divin ator, die 
hintersten Hüften braun gefleckt, die hintersten Tarsen 
mit scharf dunklen Enden der Glieder. Beim tf ist das 
Gesicht gelblichweiss, die Beine sind zum Teil gelb und 
die dunkle Zeichnung der hintersten Schienen und Tarsen 
tritt noch schärfer hervor. 

Länge etwa 10 mm, Bohrer etwas länger als der Körper. 
Zerstreut im nördlichen und mittleren Europa; mir ist die 
Art nie vorgekommen. 

Unterscheidet sich von P. mediator und divinator beson- 
ders durch die Zeichnung der Beine, von der ersteren Art 
noch durch den kleineren und schlankeren Körper, sowie 
durch den nur schwach ausgerandeten Clypeus. 
* * 

Eine rätselhafte Art ist der Cryptus (Plectiscus) Senator 
Hai. (Ann. of Nat. Hist. II 1839 p. 116 £), welchen Marshall in 
seinem Catalog der Britischen Hymenopteren zur Gattung 
Perithous stellt. 



6. Gen. RhySSa Grav. 

1829 Rhyssa Qravenhorst, Ichneumon Eur. III p. 260. 

Kopf kurz, quer, hinter den Augen erweitert ; Hinterhaupt 
reit aber nicht tief ausgerandet; Schläfen breit; Stirn über 
j'en Fühlern eingedrückt; Gesicht quer; Clypeus kurz, in der 



IT 44 Pimplinae. 



Mitte des Endrandes meist vorgezogen, selten abgestut • 
Fühler lang und dünn, Schaft ausgeschnitten. Thorax länj 
als hoch, Mesonotum dreiteilig, der mittlere Lappen stl 
bucklig vortretend, das ganze Mesonotum dicht querrunz« 
dazwischen mit kleinen Buckeln ; Schildchen ebenfalls I 
Spuren von Querrunzelung ; Metathorax ziemlich glänze I 
fein runzlig-punktiert, in der Mitte mit 2 Längsleisten. FlüJ 
lang und schmal, meist schwach gelblich getrübt, Stigma iij 
Radialzelle langgestreckt, Areola klein, dreieckig, der rü - 
laufende Nerv fast in das Ende derselben mündend, Basalnv 
gerade, sehr schräg, Nervellus stark postfurcal, ganz oh 
gebrochen und einen Nerv aussendend. Beine lang und schla:, 
Hinterhüften stark verlängert, Klauen einfach. Hinterleib h\ 
und cylindrisch, schwach glänzend, fein querrissig, beim 1 
gegen das Ende schwach comprimiert, das 1. Segment ij 
seichter Längsfurche, die folgenden Segmente an der Spi] 
weder ausgerandet noch eingeschnitten, letztes Bauchsegm.t 
von der Hinterleibsspitze weit entfernt, Bohrer ungefähr \l 
Körperlänge, aus einer Bauchfalte entspringend, Bohrerklapp 
dünn und kurz behaart. Beim q* pflegt wie bei Perithous (] 
ganze Gesicht hell zu sein, während bei den £ nur die Orbin 
zum Teil hell sind. I 



Die Arten dieser und der folgenden Gattung gehören x\ 
zu den grössten und auffallendsten Ichneumoniden. Sie sehn 
rotzen fast ausschliesslich bei Siriciden. 

Uebersicht der paläarktischen Arten : 

1. Körper schwarz mit weissen Zeichnungen. 2. 
Körper schwarz, ohne weisse Zeichnungen. Spitze V 
Schildchen und Hinterschildchen zuweilen rot, auch { 
Segmente 1—4 am Endrande zuweilen rot gezeichnet. 4< 

2. Fühler weiss geringelt. Beine bleich rotgelb, Vorderhüft 
zum Teil (<j>) oder ganz (<f) weiss, die hintersten Hüft 
braun gefleckt ($) oder ganz (j) braun. Flügel hyalin. 

1. amoena Grav. 

Flügel nicht weiss geringelt. Flügel schwach gelbin 
getrübt. 3. 

3. Vor den Flügeln ein weisser Streif. Mittelbrustseiten ui 
Hinterrücken mit weissen Flecken. Die weissen Fleck( 
am Hinterrand der Rückensegmente wenigstens vom 
an rundlich und wenig länger als breit. 

2. persuasoria L. 
Vor den Flügeln kein weisser Streif. Mittelbrustseiten un 
Hinterrücken ohne weisse Flecken. Die weissen Flecke 



Rhyssa. H45 



am Hinterrand der Rückensegmente sind nach innen keil- 
förmig zugespitzte Querstreifen. 

3. lineolata Kriecht». 
Fühler lang und schlank. Mesonotum verglichen mit der 
nächsten Art mit feineren Querrunzeln. 

4. approximator F. 
Fühler dickerund kürzer als bei approximator. Mesonotum, 
auch der Mittellappen vorn, viel stärker quergerunzelt. 
Hinterleibssegmente breiter, 1—3 vor dem Endrand mit 

roter Querbinde. 

5. hungarica Mocs. 

Rh. amoena Grav. 1829 Rhyssa amoena Qravenhorst, lchneum. 
Eur. 111 p. 266 £0* I 1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 
XXI p. 251 $cT. 

An dem weissen Fühlerring sofort zu erkennen. 

Schwarz; beim £ die inneren Orbiten, beim tf das ganze 
Gesicht weiss; Fühler an der Basis und Unterseite rötlich, 
beim $ Glied 16—20, beim tf meist nur 17 und 18 gelblich- 
weiss. Thorax spärlich weiss gezeichnet, meist nur Pro- 
thorax, Schild chen, Hinterschildchen und eine Makel über 
den Hinterhüften weiss. Flügel kaum gelblich getrübt, 
Stigma rötlich, Tegulä weiss. Beine bleich rotgelb, Vorder- 
hüften weiss gefleckt, beim tf ganz weiss, beim £ die 
hintersten Hüften braun gefleckt, Aussenseite der Hinter- 
schienen und die Tarsen braun, beim tf die hintersten 
Hüften fast ganz braun. Hinterleib schwarz, Segment 1 
mit ganzem, 2 mit unterbrochenem, weissem Hinterrande, 
3 und die folgenden mit je 2 weissen Seitenflecken. Bohrer 
etwas länger als der Körper. Beim tf der Hinterleib 
schwarzbraun, mit weissen Hinterrändern, die vom 3. an 
in der Mitte unterbrochen sind. 

Var. £. Metathorax rötlich. 

L. 17 — 18 mm. 

Die Art scheint nur in Deutschland gefunden worden 
zu sein und hier bewohnt sie nur die südlichen Gebiete. 
Hier in Thüringen kommt sie noch ganz vereinzelt vor; 
ich besitze sie aus Wiesbaden und fing sie vor einigen 
Jahren bei Wildbad in Württemberg. 

Rh. persuasoria L. 1758 Ichneumon persuasorius Linne, Syst. 
nat. Ed. X p. 562 | 1804 Pimpla persuasoria Fabricius, Syst. Piez. 
p. 112 | 1829 Rhyssa persuasoria Qravenhorst, lchneum. Eur. 111 p. 
267 <j>d* | 1848 Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II p. 104 u. 1852 III 
p. 113 | 1860 Holmgren, Pimpl. p. 9 | 1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. 
ges. Naturw. XXI p. 251. 

Schwarz, zuweilen ins Braune. Beim £ nur die Augen- 
ränder, beim tf überdies das Gesicht weiss. Thorax mit 



IT 46 Pimplinae. 



c i 



mehr oder weniger ausgedehnter weisser Zeichnung; 1 
grossen Exemplaren tritt diese am reichsten auf, natn(jt. 
lich an den Brustseiten. Flügel leicht getrübt, Stig| 
braun, Tegulä und Flügelwurzel gelblich. Beine rötiy 
hier und da verschwommen gelb, die hintersten Schieß 
und Tarsen zum Teil gebräunt, auch die Hüften zuweii 
dunkel gefleckt. Das i. Hinterleibssegment in der Ra\ 
mit weissem Endrand, die folgenden Segmente beiderss 
mit je 2 weissen Flecken. 

In der Grösse sehr verschieden ; die grossen Exemple 
haben eine Körperlänge von über 30 mm. 

Die Art ist die häufigste von allen und über fast g, z 
Europa verbreitet, findet sich auch in Nordamerika, 
schmarotzt bei Sirex gigas, Xeris spectrum und Paurus 
juvencus. In Nordamerika soll sie auch bei Bockkäfoi 
vorkommen. 

3. Rh. lineolata Kriechb. 1887 Rh. lineolata Kriechbaumer, ]fc 
Nachr. XIII p. 81 $. 

Mit Rh. persuasoria eng verwandt, aber schon durch 
hinter den Augen weit stärker gerundet- erweiterten K« 
zu unterscheiden; überdies zeigt auch die Zeichnung soh 
Verschiedenheiten, dass selbe, mögen auch später noch a 
zufindende Exemplare einige Abweichungen zeigen, I 
Vermengung der beiden Arten unmöglich erscheinen lass* 
Der Kopf ist mit Ausnahme von 2 dicht neben einanc 
stehenden weisslichgelben Längsstreifen in der Mitte c 
Gesichtes ganz schwarz. Am Thorax sind nur ein Fle 
an den Prothoraxseiten und unter den Flügeln, die Spitz 
der beiden Schildchen und 2 Punkte vor dem Schilden' 
weisslichgelb ; der Streifen vor den Flügeln, der bei per,«! 
asoria immer vorhanden ist, fehlt vollständig; ebenso fehl 
die Flecke am Ende der Mittelbrustseiten und des Mo 
thorax. Die Flecke auf den Rückensegmenten, die £ 
persuasoria wenigstens vom 3. an mehr oder weniger g 
rundet sind, bilden hier alle keilförmig nach innen zug 
spitzte Querstreifen, der ganze Seitenrand des 7. Segmeti 
ist breit, der des 8. schmal weiss gesäumt. Stigma ziemlit 
dunkel braun. Beine rotgelb, die vordersten Hüften zu 
Teil gelb, die hintersten Schienen und Tarsen braun, Bas 
der Schienen rötlich. 

L. 23, Bohrer 2j mm. 

Die Art wurde bis jetzt nur in der Schweiz gefunden. 

4. Rh. approximator F. 1793 Ichneumon approximator Fabricii 
Entom. Syst. II p. 162 | 1804 Pimpla approximator Fabricius, Sysj 
Piez. p. 113 | 1829 Rhyssa approximator Qravenhorst, Ichneum. Ei 



Rhyssa. 1147 



p. 264 | 1 863 Taschenberg, Zeitschr. f.d. ges.Naturw. XXI p. 251 cT I 
1887 Kriechbaumer, Ent. Nachr. p. 82 und 249 $0*. 

Clypeus in der Mitte zahnartig vorgezogen. Das 1. Seg- 
ment wie bei den übrigen Arten mit Längsrinne, das 2. 
beiderseits in Form eines langgestreckten, nach hinten 
zugespitzten Dreiecks nieder- oder schief furchenartig ein- 
!: gedrückt, eine Bildung, welche diese Art der Gattung 
Atractogaster nähert. 

Schwarz, Palpen und Clypeusmitte rötlich. Gesicht in 

der Regel mit 2 rötlichen Längsstreifen, die sich bei 

grösseren Exemplaren verbreitern, bei kleineren verschwinden 

I können; beim </* ist das ganze Gesicht rötlich oder gelblich. 

I Flügel schwach getrübt, Stigma bräunlich, Tegulä und 

Flügelwurzel gelblich. Beine rotgelb, Hüften in der Regel 

| schwarz, Vorderbeine, namentlich beim tf ausgedehnt gelb, 

die hintersten Schienen und Tarsen grösstenteils braun. 

Hinterleibssegmente mit rötlichen Endrändern, die bei 

grossen Exemplaren um so breiter auftreten. 

L. 10 — 12 mm. 

Schweden, Alpen, Ungarn ; die seltenste Art. — Nach 
Holmgren ausXiphydria prolongata Geoffr. (dromedarius F.) 
Nach der Färbung der Hüften und des Schildchens sind 
folgende Varietäten unterschieden worden. 

Var. maculicoxis Kriechbaumer, Ent. Nachr. XV 1889 p. 318. 
Hüften schwarz, rot gefleckt. Schildchen schwarz. 

Var. ruficoxis Kriechbaumer, Ent. Nachr. XIII. 1887 p. 250 
und XV. 1889 p. 318. Hüften rot. Schildchen schwarz. 

Var. alpestris Holmgren, Pimpl. 1860 p. 9 $. (Als eigene Art.) 
Hüften und Spitze von Schildchen und Hinterschildchen 
rot, die roten Endränder der Segmente breit. 

Rh. hungarica Mocs. 1905 Rhyssa hungarica Mocsary, Ann. 
Mus. Nat. Hung. III p. 5 $ . 

Der Rh. approximator F. ähnlich, aber Fühler deutlich 
dicker und kürzer, Mesonotum, auch der mittlere Lappen, 
deutlich und viel gröber quergerunzelt, Hinterleibssegmente 
breiter. Gesicht dicht und fein punktiert, Clypeus glatt 
und glänzend, in der Mitte vorn mit Grube. Areola im 
Flügel gross. Hinterleib fast matt, fein gerunzelt. — Glän- 
| zend schwarz, Gesicht mit 2 parallelen gelblichweissen 
Streifen. Palpen und Flügeldecken weisslich. Beine gelbrot, 
die hintersten Schienen und Tarsen braun. Flügel kaum 
getrübt, Stigma bräunlichgelb. Hinterleib schwarz, das 1. 
Segment am Ende mit rötlichem Höcker, das 2. und 3. 



1148 Pimplinae. 



vor dem Ende mit einer breiten, an den Seiten abgekür;* 
rötlichen Querbinde. 

L. 22, Bohrer 24 mm. 

1 $ von Budapest. 

7. Gen. Thalessa Holmgr. 

1859 Thalessa Holmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 12. 
1900 Megarhyssa Ashmead, Canad. Entomol. XXXII p. 368 (non Adams U\ 

Diese und die vorhergehende Gattung sind eng mit jj 
ander verwandt und man könnte sie wohl beide vereinig 
Der Unterschied beruht darin, dass bei Thalessa, besona 
gilt dies für die tf, Segment 3—7 am Hinterrande i 
geschweift sind ; bei den £ wird dies öfter dadurch bewij 
dass der Seitenrand schuppenartig über das nächste Segn 
übergreift. Der Clypeus ist vorn gestutzt, während en 
Rhyssa in der Mitte vorgezogen ist, doch ist auf di<; 
Merkmal kein allzugrosses Gewicht zu legen, da gei 
bei der häufigen Rh. persuasoria Exemplare mit fast : 
stutztem Clypeus vorkommen. 

Ich verstehe nicht, wie man auf Th. curvipes Grav. A 
besondere Gattung hat gründen und dafür den mehrl 
fraglichen Namen Scambus Htg. hat einführen wollen. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

i. Hinterleib schwarz, höchstens die Endsegmente mit weis 1 
Hauträndern. 2. 

Hinterleib mit weisser oder gelber Zeichnung. 5. 

2. Thorax ganz schwarz, ausser den hellen Flügelschuppen 1 
helle Zeichnung. Gesicht des 0" ganz gelb, beim $ nur: 
inneren Orbiten gelb. Die hintersten Schienen, namentl 
beim <j> oft gebogen, doch ist dieses Merkmal schwanke 

1. curvipes Grav. $^. 

Schildchen und Hinterschildchen hell gezeichnet, 
hintersten Schienen nicht oder wenig und nur an der 
gekrümmt. 3. 

3. Gesicht des tf nur an den Seiten weiss. Thorax 1 1 
weisser Zeichnung. Penis die Endklappen kaum üb 
ragend. Grosse Art von 35 — 40 mm. 

3. leucographa Grav. <f. 
(emarginata Gyll. Holmgr. austriaca Tschc 

Gesicht des tf ganz gelb oder weisslichgelb. Thorax 1 
gelber oder gelblichweisser Zeichnung. 4. 



Thalessa. 1 149 



Zeichnung von Kopf und Thorax weisslichgelb. Die letzten 
Rückensegmente des $ mit mehr oder weniger deutlichem 
weissen Endrand. Beine mit Einschluss der Hüften rötlich, 
nur die hintersten Schienen und Tarsen grösstenteils braun. 
Der Penis die Klappen als breites Blättchen weit überragend. 

2. obliterata Grav. Qtf. 
Gesicht und die beiden Schildchen dunkelgelb. Hinter- 
hüften, 'zuweilen auch die vorderen, mehr oder weniger 

ausgedehnt dunkel gezeichnet. 

5. citraria Ol. </ var. 
Schwarz mit weisser Zeichnung, die mittleren Segmente 
je mit einem grossen weissen Seitenflecke. Beine gelbrot, 
die hintersten Schienen und Tarsen gebräunt. Bohrer 
doppelt so lang als der Körper. 

3. leucographa Grav. <j>. 
Körper, im Besonderen der Hinterleib schwarz oder rot- 
braun mit gelben Flecken. 6. 

Körper rotbraun bis rostrot, mit schwarzer und gelber 
Zeichnung. 

4. superba (Schrank) Kriechb. 
(clavata F. Grav. Holmgr. Taschbg.) 
Körper schwarz mit gelber Zeichnung, selten die vorderen 
Segmente des £ mit roten Seitenflecken. 

5. citraria Ol. 
(superba plur. aut.) 
Th. curvipes Grav. 1829 Rhyssa curvipes Gravenhorst, lehn. Eur. 
111 p. 265 | 1848 Ratzeburg, Ichneumon, d. Forstins. II p. 104 cT und 
1852 111 p. 113 | 1859 Thalessa curvipes Holmgren, Oefvers. Svensk. 
Vet.-Akad. Förh. XVI p. 122 und 1860 Pimplar. p. 10 $0* I 1887 Tha- 
lessa curvipes Kriechbaumer, Ent. Nachr. XIII p. 246 </■ 

Die Art hat ihren Namen von den namentlich beim $ 
in der Regel gekrümmten Hinterschienen, doch ist dieses 
Merkmal, wie Kriechbaumer an der angeführten Stelle aus- 
einandersetzt, unsicher. Hinterleibssegment 3—6 bei $ und 
cT hinten ausgerandet. 

Schwarz. Beim $> die inneren Augenränder zum Teil, 
beim tf das ganze Gesicht gelblich; Fühler schwarzbraun, 
gegen das Ende namentlich auf der Unterseite rötlich. 
Flügel schwach getrübt, Stigma in der Regel schwarzbraun, 
nur in der Mitte etwas heller, nach Kriechbaumer kommen 
auch Exemplare mit rötlichem Stigma vor. Beine rötlich, 
die hintersten Schienen und Tarsen braun bis schwärzlich. 
Hinterleib ganz schwarz; Bohrer von Körperlänge oder 
wenig darüber. 

L. 15 — 18 mm. 

Im nördlichen und mittleren Europa, selten. 

Schmarotzt bei der Holzwespengattung Xiphydria. 



11 5° Pimplinae. 



Th. obliterata Grav. 1829 Rhyssa obliterata Gravenhorst, Ii 
Eur. 111 p. 275 $ ! 1852 Ratzeburg, lehn. d. Forstins. 111 p. 114 $1 
1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. g. Natnrw. XXI p. 251 | 1887 Thalej 
obliterata Kriechbaumer, Ent. Nachr. Xlll p. 248 o* I 1905 Megarh^i 
areolata Mocsary, Ann. Mus. Nat. Hung. 111 p. l tf. 

Beim $ die inneren Orbiten, beim tf überdies das Gesicj 
weisslich. Fühler nnten rötlich oder bräunlich. Schildcln 
und Hinterschildchen, meist auch zwei Längslinien auf de 
Mesonotum gelblichweiss. Flügel leicht gelblich getrü, 
Stigma rötlichgelb, Tegulä gelblich. Beine rötlich, Vord< 
beine verschwommen gelblich, die hintersten Schienen u 
Tarsen braun. Hinterleibssegmente 3—6 an den SeuN 
vorgezogen; die Art ist also, wie schon Kriechbaum 
richtig bemerkt hat, zur Gattung Thalessa zu stellen. E 
Segmente 3—7 haben auf dem Rücken hinten einen weif 
liehen Hautrand. Der Bohrer ist etwa von Körperlän^ 

Das ö* unterscheidet sich von Th. curvipes besonde 
durch die helle Zeichnung von Schildchen und Hinte 
schildchen. Kriechbaumer macht noch besonders dara 
aufmerksam, dass die Gestalt der Areola bei dieser A 
sehr variiert, indem dieselbe gross und klein, gestielt w 
ungestielt vorkommt. — Aus diesem Grunde ziehe ich aui 
die Th. areolata Mocs. hierher, denn als Hauptmerkm 
dieser Art giebt Mocsary an, dass die Areola klein ml 
schmal und fast über die Hälfte gestielt sei. In der Färbui; 
finde ich keinen Unterschied. 

L. 17 — 22 mm. 

Deutschland, Ungarn, Croatien ; selten. 

Th. leueographa Grav. 1829 Rhyssa leueographa Qravenhor^ 
lehn. Eur. 111 p. 274 £ | 1859 Rhyssa emarginata Holmgren, Oefve; 
Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 122 ^ | 1868 Thalessa austria 
Tschek, Verh. zool. bot. Qes. Wien p. 269 0*. 

Die inneren Orbiten, meist auch die Scheitelränder weis 
Thorax mit weisser Zeichnung auf Rücken und Seitei 
Schildchen und Hinterschildchen weiss gefleckt, Metathora 
oft mit 4 weissen Flecken. Flügel leicht gelblich getrüb 
Stigma braun, Tegulä rötlichgelb, Areola meist sitzen< 
Beine gelbrot, die hintersten Schienen und Tarsen obenat 
gebräunt. Das 1. Segment an den Seiten mit 2 weissliche 
Flecken, seltener ungezeichnet, das 2. ebenfalls an de 
Seiten mit 2 weisslichen kleinen Flecken, wovon der vorder 
schräg ist, die folgenden Segmente an den Seiten mit einerr 
unregelmässigen, meist länglichen, weisslichen Fleck, aucl 
die Hinterränder mehr oder weniger ausgedehnt weisslich 
Bohrer fast doppelt so lang als der Körper. 






Thalessa. I151 



Metathorax an der Basis und das r. Segment mit feiner 
Längsfurche. Areola wie beim £ meist sitzend. Segment 
I 3—7 in der Mitte des Rückens ausgerandet, der Grund der 
1 Ausrandung mit blassbräunlicher Membran überspannt. 
Die Genitalklappen fast so lang als das halbe letzte Seg- 
ment. — Am Kopf ist nicht das ganze Gesicht, sondern 
nur die Gesichtsseiten, Stirnränder und ein Fleck auf jeder 
Schläfe weiss. Am Thorax sind weiss : ein Fleck auf den 
Prothoraxseiten, je 2 unterbrochene Linien auf dem Meso- 
notum, die Schildchen mitte, das Hinterschildchen, beider- 
; seits ein Fleck unter den Flügeln, 2 auf dem Rücken des 
Metathorax und einer vor jeder Vorder- und Mittelhüfte. 
Fühlerg eissei unten rostrot. Mittelhüften innen an der 
Spitze, hintere innen und unten braungefleckt; die hintersten 
Kniee, Schienen und Tarsen braun, die Schienen vor der 
Mitte etwas verbreitert, an der Basis verschmälert. Hinter- 
leib glänzend schwarz, das 1. Segment gewöhnlich mit 2 
weisslichen Punkten vor dem Endrande, die übrigen jeder- 
seits am Endrande dunkel rotbraun. 
Länge bis über 30 mm. 

Zerstreut im nördlichen und mittleren Europa. — Ich 
habe die Art nur 2 Mal im Freien beobachtet, stets in 
Gesellschaft von Ibalia cultellator, sie schmarotzt also jeden- 
falls bei Sirex- Arten. 

Th. superba Schrank. 1781 Ichneumon superbus Schrank, Enum. 

lins. Austr. p. 350 $ | 1790 lehn, superbus Qmelin, Linne: Syst. Nat. 
Ed. 13 p. 2683 | 1791 lehn, perlatus Christ, Naturg. d. Ins. p. 336 
tab. 36 | 1791 lehn, histrio Christ, lib. cit. p. 356 | 1798 lehn, clavatus 
Fabricius, Suppl. entom. Syst. p. 227 $ | 1804 Pimpla clavata Fabricius, 
Syst. Piez. p. 118 $ | 1829 Rhyssa clavata Gravenhorst, lehn. Eur. 111 
p. 280 $cT | 1860 Thalessa clavata Holmgren, Pimpl. p. 1 1 $ | 

11879 Rhyssa superba Brauns, Arch. Ver. Fr. Naturg. Mecklenb. XXX11 
p. 76 | 1889 Thalessa superba Kriechbaumer, Ent. Nachr. XV p. 163. 

Diese und die folgende Art gehören mit zu den schönsten 
und auffallendsten Schlupfwespen. 

Kopf braunrot mit gelben Orbiten, zuweilen zum grössten 
i Teil gelb. Fühlerbasis und Unterseite ausgedehnt rot. 
jThorax braunrot, die Suturen verschwommen schwärzlich, 

Schildchen und Fleckenzeichnung, meist auch Längslinien 
;des Mesonotums gelb. Flügel gelblich, Stigma rötlichgelb. 
Ij Beine rotgelb, verschwommen gelb gezeichnet. Hinterleib 
;|braunrot mit schwarzer Zeichnung, das 1. Segment mit 

gelbem Endrand, die folgenden an den Seiten je mit gelbem 
'Fleck. Bohrer deutlich länger als der Körper, 
j Kopf ausgedehnt rotgelb, Gesicht und Orbiten heller gelb. 

Thorax wie beim £, doch ist die Grundfarbe in der Regel 



1152 Pimplinae. 



dunkler rotbraun. Hinterleib lang linear, fast 4 Mal länj 
als Kopf und Thorax zusammen, hell braunrot, mit schwä- 
lichen Einschnitten, der Endrand der Segmente gelb jl 
zeichnet, bei 3 — 6 ausgeschnitten. 
L. 20 — 35 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. — Lebt bei Trerc< 
fuscicornis, fliegt deshalb an Stämmen und Klaftern vi 
Buchenholz und mag dann zuweilen in grösserer Anz;j 
vorkommen. 

5. Th. citraria Ol. 1792 Ichneumon citrarius Olivier, Encycl. m6th. 
lnsect. Vll p. 176 | 1829 Rhyssa superba Gravenhorst, lehn. Eur.l 
p. 277 $0* | 1860 Thalessa superba Holmgren, Pimpl. p. 10 $ 
1 863 Rhyssa superba Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. p. 25 1 $ ö* 
1889 Thalessa citraria Kriechbaumer, Ent. Nachr. XV p. 163. 

Eng verwandt mit der vorhergehenden Art, aber and<; 
gezeichnet, Metathorax und 1. Segment mit deutlichi 
Längsfurchen (bei superba nur angedeutet) und der Bohr 
länger. 

5 Kopf schwarz, innere Augenränder und Schläfen gelbli*, 
Thorax mit rötlichgelber Zeichnung, namentlich Schilden-, 
Hinterschildchen und grosse Seitenflecke des Metathoij; 
gelb. Flügel gelblich getrübt, Stigma, Tegulä und Flug 
wurzel rötlichgelb. Beine rotgelb, Vorderbeine verschwomnii 
hellgelb, die hintersten Hüften ganz oder aussen schwä: 
lieh. Hinterleib schwarz oder schwarzbraun, das 1. Se 
ment mit gelbem Endrand, das 2. in der Regel mit z\* 
genäherten gelben Linien, die folgenden Segmente beidt 
seits mit je einem rundlichen gelben Fleck. Bohrer et^ 
doppelt so lang als der Hinterleib. 

cf Im Allgemeinen dunkler als das $, indem die gelbe Zeic : 
nung spärlicher ist. Gesicht in der Regel ganz gelb, au 
die äusseren Augenränder meist gelb. Am Thorax ist nie 
nur Schildchen und Hinterschildchen gelb. Hinterleit 
Zeichnung analog wie beim $>, doch sind die Flecken nie 
kleiner und fehlen oft auf den hinteren Segmenten; l 
kleinen Exemplaren schliesslich ist der Hinterleib ga 
schwarz. 

Grösse und Verbreitung wie bei der vorigen Art. E 
Art lebt ebenfalls bei Tremex fuscicornis, nach Mocsa 
auch bei Tremex magus. 



Eine höchst fragliche Art, namentlich durch das Fehl« 
der Areola, ist die folgende : 



Atractogaster. 1153 



Thalessa flavonotata Kriechbaum er, Termesz. Füzet. XIX 
p. 135 cT- 

„Schwarz, Kopf, Thorax und Hüften gelbgezeichnet, die 
vorderen Schienen und Tarsen, die Hinterschenkel und 
Basis der Hinterschienen rot, Hinterleib linear, glatt und 
glänzend, die hinteren Segmente etwas ausgerandet, Flügel 
ohne Areola. 

Aehnlich der Th. superba Schrank und vielleicht nur ein 
kleines defektes Exemplar. — Schwarz, gelb sind : die 
schmalen inneren Orbiten, zwei Streifen hinter den Augen, 
2 Linien auf dem Mesonotum und Flecke auf den Thorax- 
seiten und Metathorax, der grösste Teil der vordersten und 
grosse Flecke der Hinterhüften. 

L. 13 mm. 

Norwegen. — Nach einem einzigen tf beschrieben. 



8. Gen. Atractogaster Kriechb. 

1872 Atractogaster Kriechbaumer, Stett. Ent. Zeit. XXXlll p. 6. 

Hinterleib beim £ in der Mitte am breitesten, nach Basis 
und Spitze deutlich verschmälert, das 2. Segment länger 
als breit ; beim tf mehr gleichbreit und cylindrisch ; die 
vorderen Segmente, beim £ Segment 2 und 3, beim tf 2 — 5 
mit eingedrückten Schrägstreifen. Die äussere Discoidal- 
querader winklig nach aussen gebrochen und mit kurzem 
Anhang. 

Nur eine Art : 

A. semisculptus Kriechb. 1872 A. semisculptus Kriechbaumer, 
Stett. Ent. Zeit. XXXlll p. 6— 10 $ | 1878 idem, Ent. Nachr. IV 
p. 195 $ | 1887 idem, Ent. Nachr. Xlll p. 250 cT- 

Ausgezeichnet durch die eigentümliche Skulptur der 
vorderen Hinterleibssegmente, die sich in ganz ähnlicher 
Weise bei Rhyssa approximator vorfindet. Beim £ ist der 
Hinterleib etwas spindelförmig (subfusiforme), beim tf viel 
stärker glänzend, fast gleichbreit und walzenförmig. Das 
ö" erinnert deshalb an Ephialtes, doch besitzen weder die 
Fühler noch der Hinterleib die bei den Arten dieser Gattung 
gewöhnliche Schlankheit. Die Färbung ist schwarz, Beine 
gelbrot, zum Teil gebräunt ; Flügel fast hyalin, Stigma 
rotbraun. Bohrer etwas kürzer als der Körper. Das tf ist 
ausgezeichnet dadurch, dass die Augenränder des Gesichts 
blassgelb gefärbt sind, wodurch die Gattung sich wieder 
mehr von Ephialtes entfernt und Rhyssa nähert. Uebrigens 



1 154 Pimplinae. 



will ich bemerken, dass Kriechbaumer die Zusamm 
gehörigkeit des ö* mit dem £ nur mutmasst. 

L. 16— 18 mm. 

Die Art scheint höchst selten zu sein ; das $ wurde a 
der Schweiz, das tf in der Nähe von München gefund 

9. Gen. TrOCtOCerilS Woldst. 

1876 Troctocerus Woldstedt, Bull. acad. sc. St. Petersburg, XXII p. 3*1 

Mesonotum nicht querrunzelig. Fühlerglieder 3 — 5 bei 
(/ aussen ausgenagt. Hinterleibssegmente 1 — 7 länger s 
breit, mit kaum sichtbaren Seitenhöckern. Nervellus unr 
der Mitte schwach gebrochen. <j> unbekannt. 

Nur eine Art : 

T. elegans Woldst. 1876 Troctocerus elegans Woldstedt, 11 
p. 396 cT | 1888 Schmiedeknecht, Zoolog. Jahrb. III p. 427 j. 

Ich habe bereits an der angeführten Stelle erklärt, dibj 
es ganz unangebracht ist, auf ein einzelnes tf neue Gattung! 
zu gründen. Wie leicht kommen Missbildungen vor; ;fl 
verweise auf Thalessa flavonotata Kriechbaumer. Oll 2 
Kenntnis des $ ist die Stellung überhaupt ganz schwanke] . 

Woldstedt giebt von dieser Art, die nicht wieder aufy- 
funden worden zu sein scheint, die folgende Beschreibut : 
,,Kopf quer, hinter den Augen etwas verengt; Stirn füll 
den Fühlern eingedrückt; Gesicht fast quadratisch, etvs 
schmäler als die Stirn ; Clypeus abgetrennt, am Ende nied - 
gedrückt. Thorax länger als breit, Mesonotum vorn dr- 
lappig; area superomedia schmal. Flügel mit vierseitig, 
kurz gestielter Areola; rücklaufender Nerv hinter der Mn 
mündend. Beine schlank, die vordersten Schienen etv; 
gekrümmt, das hinterste Tarsen endglied mehr als doppelt) 
lang als das vorhergehende Glied; Klauen einfach. Hint< 
leib etwas niedergedrückt, mehr als doppelt so lang :| 
der Thorax, Segment 1 — 7 länger als breit, mit glatt 
Endrändern und ganz schwachen Seitenhöckern. — Kör]" 
ziemlich glänzend, schwarz ; Palpen weisslich ; Gesic 
seidenartig behaart ; Fühlerbasis unten gelblich. Thor 
grösstenteils rot. Flügel fast hyalin, Stigma rötlich, Tegi 
und Flügelwurzel blassgelb. Die 4 Vorderbeine gelblu 
an den hintersten Beinen die Schenkel rötlich, die Schien 
weivSslich, an Basis und Spitze verdunkelt, die Tarsen brat 
die Basis der einzelnen Glieder weisslich. 

L. 10 mm. — $ unbekannt. 

Schlesien. 



The 



"55 



{10. Gen. TherOIlia Holmgr. 
Theronia Holmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. p. 123. 
abitus von Pimpla. Der ganze Körper glatt und glän- 
J, mit Ausnahme des Gesichts, der Mittelbrust und 
^telbrustseiten, die zuweilen punktiert sind. Kopf breiter 
als lang, hinter den Augen verengt ; Augen gross, neben 
der Fühlerbasis mehr oder weniger ausgerandet ; Fühler 
fadenförmig, kürzer als der Körper, ziemlich dick, der 
Schaft tief ausgeschnitten, Clypeus vom Gesicht deutlich 
getrennt, am Ende niedergedrückt. Thorax wenig länger 
als hoch, vorn mit kurzen Parapsidenfurchen ; Schildchen 
convex, fast bis. zur Mitte gerandet ; Metathorax deutlich 
gefeldert, area superomedia quadratisch, hinten zuweilen 
offen, die Luftlöcher bei der einen Art gross, linear, bei 
der anderm oval. Areola schräg trapezförmig, fast fünf- 
eckig, den rücklaufenden Nerv hinter der Mitte aufnehmend, 
Radiusende wenig geschwungen. Nervellus stark post- 
furcal, weit über der Mitte gebrochen. Beine, wenigstens 
bei Th. atalantae, kräftig, namentlich die Hinterschenkel 
verdickt, Endglied der Tarsen sehr gross, das vorher- 
gehende Glied klein, Klauen am Grunde nicht lappig er- 
weitert ; Pulvillus gross. Das i. Segment mit Mittelrinne 
und hinten mit Schrägstreifen, die folgenden Segmente 
breiter als lang mit geringen Unebenheiten ; Bohrer aus 
einer Bauchspalte kommend, etwa von 1 / 3 Hinterleibslänge. 

Im paläarktischen Gebiete nur 2 Arten : 

Körper rötlichgelb, mit schwarzer und gelber Zeichnung. 
Augen deutlich ausgerandet. Beine kräftig, Schenkel ver- 
dickt. Zwischen den Fühlerwurzeln kein Höckerchen. 

1. atalantae Poda. 
Körper fast ganz schwarz, nur die Beine grösstenteils rot. 
Augen nur wenig ausgerandet. Beine verhältnismässig 
schlank. Zwischen den Fühlerwurzeln ein stumpf kegel- 
förmiges Höckerchen. 

2. laevigata Tschek. 

Th. atalantae Poda. 1 76 1 Ichneumon atalantae Poda, Ins. mus. Qraec. 
p. 106 | 1793 lehn, flavicans Fabricius, Entom. Syst. 11 p. 182 | 
1804 Pimpla flavicans Fabricius, Syst. Piez. p. 119 | 1829 Qravenhorst, 
lehn. Eur. III p. 141 $q? | 1860 Holmgren, Pimpl. p. 16 cT I 1897 
Theronia atalantae Krieger, Sitzber. naturf. Qes. Leipzig p. 113. 

Es würde viel zu viel Raum wegnehmen, wenn ich die 
lange Liste von all den Namen anführen wollte, mit welchen 
die früheren Autoren diese leicht kenntliche Pimpliden-Art 
belegt haben. 



1156 Pimplinae. 



Gesicht mit ziemlich groben, zerstreuten Punkten ; zwisci 
den Fühlern kein Höckerchen. Area superomedia we 
länger als breit, hinten geschlossen. Das 1. Hinterleibs; 
ment kaum i 1 /,. Mal so lang als hinten breit, schwach gewc 
mit kräftigen, fast bis zum Ende des Segments reichen 
Rückenkielen und schwach entwickelten schrägen Furch 
nur das 2. Hinterleibssegment mit ganz schwachen Hock 
— Der ganze Körper mit Einschluss der Fühler und B< 
rötlichgelb bis rostrot, Kopf und Thorax mit dottergel 
und veränderlichen schwärzlichen oder dunkelbrau 
Zeichnungen. Flügel gelblich getrübt, Stigma rostrot. 

L. 7—15 mm. 

Verbreitet über ganz Europa, aber wie es scheint 
manchmal häufiger auftretend. 

Wurde aus einer ganzen Reihe von Schmetterlingsar 
gezogen und zwar: Eurycreon verticalis, Pionea forfica 
Gastropacha neustria, Abraxas grossulariata, Ocneria disi 
Lasiocampa pini und neustria, Liparis chrysorrhoe 1 
trix viridana, Retinia resinella, Agrotis fimbria, CyAii 
ph^ -togesima. — Brischke behauptet die Art auch' 
v c • ' *r 2. Grades aus einer Limneria erhalten zu hat 

It9l: mocme das sehr bezweifeln. 



2. Th. laevigata Tschek. 1868 Pimpla laevigata Tschek, Verh. 2] 
bot. Ges. Wien XVIII p. 273 £0* | Pimpla laevigata Schmiedeknd 
Zool. Jahrb. 111 1888 p. 529 und Illustr. Wochenschr. f. Entom. l'J 
p. 620 $0* | 1892 Pseudacoenites moravicus Kriechbaumer, Eni 
Nachr. XVIII p. 219 $. 1 

Oben am Gesicht, an der Spitze des Ausschnitts zwisc'J 
den Fühlerwurzeln, ein stumpfkegelförmiges Höckercüj 
Augen nur ganz wenig ausgerandet. Zwischen den Füh^ 
wurzeln ein Längsleistchen. Gesicht und Mesonotum sl 
fein und seicht punktiert. Area superomedia fast dop|t 
so lang als breit, hinten geschlossen, die oberen Seit! 
felder verschmolzen. Schildchen massig gewölbt, fast 3 
zur Mitte gerandet. Metathorax mit ovalen Luftlöche. 
Beine verhältnismässig schlank, Hinterschenkel fast , t 
Mal so lang als in der Mitte dick. Hinterleib glatt ufe 
glänzend, gegen die Spitze fein behaart, das 1. Segnut 
über i*/ 2 Mal so lang als hinten breit, oben in der Mi? 
stark gewölbt, mit kräftigen, fast bis zum Ende des S<] 
ments reichenden Rückenkielen. — Bohrer etwa so la; 
wie der halbe Hinterleib. — Körper fast ganz schwa 
Fühler beim $ dunkelbraun, unten rostrot, beim tf i\ 
ganz schwarz ; nach Tschek die Geissei beim <j> und (j 
äusseren Augenränder schmal rot. Beine rot, Hüften u| 



Idiogramma. 1157 



beim $ die Spitzen der Hinterschienen und Hintertarsen 
■ schwarzbraun, beim tf die Spitze der Hinterschenkel, die 
j Hinterschienen fast ganz und die Hintertarsen schwarz- 
braun. Flügel bräunlich getrübt, Stigma dunkelbraun, 
Tegulä rötlich. 
L. 13 mm. 
Mitteleuropa, besonders in Oesterreich. Bis jetzt nur 



mehrere Mal gefunden. 



11. Gen. Idiogramma Forst. 

68 Idiogramma Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 163. 
1888 Idiogramma Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 4£9. 

Zu der in der Bestimmungstabelle gegebenen Beschreibung 
e ich noch hinzu, dass die Fussklauen sehr klein und die 
a supero- und posteromedia mit einander verschmolzen sind. 
: Hinterschenkel sind verdickt. Die von Förster ,1 erwähnte 
:r nicht beschriebene Art, I. euryops, scheint nicht wieder 
p-'uiden worden zu sein. 



12. Gen. OdillOphora Forst. t ,^ 

68 Odinophora Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rht^b, y ÜCV , ,. . 163 
1900 Gnathophya Schmiedeknecht, Termes. Füzet. XXIII p. 238 
1900 Qnathophya Tosquinet, Ann. Soc. Entom. Belg. p. 159. 

Ich trage nicht das geringste Bedenken, die Gattung 
jathophya, deren Beschreibung ich seiner Zeit Tosquinet zur 
;fügung gestellt hatte, mit Odinophora zu vereinigen. 
[Die Gattung ist leicht kenntlich an den stark gekämmten 
usklauen, der grossen rhombischen Areola, dem gedrungenen 
rperbau und der vorwiegend rostroten Färbung. — Clypeus 
|/ölbt. Mesonotum ohne Furchen. Schildchen durch eine 
e und schmale Querspalte vom Mesonotum getrennt (wie 
Aphanoroptrum), an der Basis seitlich gerandet. Metathorax 
z, mit einer Querleiste vor dem Ende, seine Luftlöcher ge- 
eckt. Stigma im Flügel schmal, Radius vor der Mitte ent- 
j ngend, Areola gross, unregelmässig vierseitig, kurz gestielt ; 
jcocubitalader winklig gebrochen, mit einem starken Ramellus. 
rvellus unter der Mitte gebrochen. Hinterbeine kräftig, Schien- 
jren lang. Das 1. Segment mit zwei deutlichen Kielen, an 
3. Basis beiderseits zahnartig vorspringend, die folgenden 
jmente viel breiter als lang mit grober Punktierung und 
ken Quereindrücken. Bohrer von Hinterleibslänge. 

Die 3 Arten sind vielleicht nur als Farbenvarietäten einer 
•-igen aufzufassen, die die Bezeichnung O. dorsalis Grav. zu 
k r en hätte. 



1158 Pimplinae. 



iu 



Hinterleib nur in der Mitte rot und zwar ist die Basis 
1. Segments und die Endsegmente vom 5. an schwarz. 
Thorax ist nur das Mesonotnm und Schildchen rot, erstes 
mit dunklem Längsstreif. 

1. dorsalis Grav. 

Hinterleib ganz rot oder nur die Basis des 1. Segmes 
und die Hinterleibsspitze, schwarz. 2. 



2. $ fast ganz rot, beim tf Unterseite des Thorax, der Mcji- 
thorax und das 1. Segment mit Ausnahme des Endranls 
schwarz. 2. mediterranea Schmiedekn. 

Beim $ Kopf und Thorax schwarz, Mesonotum mit A^j 
nähme eines schwarzen Längsstreifens, die beiden Schl- 
ehen und eine grosse Makel der Brustseiten oben rot. B(to 
cj* der ganze Thorax mit Einschluss des Schildchens schwA. 

3. occidentalis Tosquinet. 

1. O. dorsalis Grav. 1829 Lissonota dorsalis Gravenhorst, lehn, k 
III p. 78 $ | 1863 Lissonota dorsalis Taschenberg, Zeitschr. f. d. I 
Naturw. p. 290 Anmerk. | 1900 Qnatophya dorsalis Schmiedeknet, 
Termes. Füzet. XXIII p. 238. 

Kopf schwarz, Mandibeln und äussere Augenränder zjji 
Teil rot. Thorax schwarz, Mesonotum mit Ausnahme eil 
schwarzen Längsstreifens und Schildchen rot. Flü;l 
schwach getrübt, Stigma und Tegulä rötlichgelb. Beje 
rot, die hintersten Tarsen braun. Das 1. Segment rot I 
schwarzer Basis, Segment 2—4 ganz rot, die folgencn 
schwarz. Bohrer kaum länger als der Hinterleib. 

L. 10 — 12 mm. Das 0* noch nicht bekannt. 

Gravenhorst's Exemplar stammte von Genua. Ich erh; 
ein $ durch A. Costa von Neapel. 

2. O. mediterranea Schmiedekn. 1900 Qnathophya meditem 
Schmiedeknecht, 1. c. p. 239. 

Der ganze Körper hier und da mit kurzer spärlich 
weisser Behaarung. Seiten der Vorder- und Mittelbrt 
fast spiegelblank, die Unterseite des Thorax dagegen vi 
der übrige Körper dicht und grob punktiert. Der kul 
Metathorax glänzend mit zerstreuten groben Punkten, I 
hintere Querleiste schwach, beim tf fast ganz verschwund . 
Beim £ der Körper rot, ein breiter Längsstreif des Me- 
notums vorn bis etwa zur Mitte, ebenso Linien um cl 
Schildchen, sowie Seiten und Hinterrand des MetathoK 
schwarz. Am Hinterleib ist nur der Seitenrand desi. 
und 3. Segments schwarz gefleckt. Die hintersten Schiern 
und Tarsen rotgelb. — Beim tf ist das Gesicht reiclj 
schwarz gezeichnet. Die ganze Unterseite des Thora: 



ix, (■' 



Odinophora. 1159 

Metathorax und das 1. Segment mit Ausnahme der Spitze 
schwarz. 

L. 10 — 12 mm. 

Ich traf die Art in Menge an den Hängen des Dschebel 
Bou Cornein bei dem prächtigen Seebad Hammam-Lif un- 
weit Tunis. Sie flog an Reseda und Sisymbrium. 

,3. O. occidentalis Tosquinet. 1900 Qnathophya occidentalis Tos- 
quinet, Ann. Soc. Ent. Belg. p. 160. 

Kopf schwarz, Clypeus rötlich. Thorax stark und dicht 
punktiert, wenig glänzend, schwarz, das Mesonotum, die 
beiden Schildchen und ein grosser Fleck oben an den 
Brustseiten rot, das Mesonotum mit einem breiten schwarzen 
Längsstreif, der sich nach hinten bis zum Schildchen er- 
streckt. Flügel fast hyalin, Stigma wie bei allen Arten 
gelblich. Beine rot, die vordersten Hüften an der Basis 
zuweilen schmal schwarz. Hinterleib dicht, grob punktiert, 
' matt, rot, nur das letzte Segment schwarz und glänzend. 
Bohrer etwas länger als der Hinterleib. — Beim tf sind 
die Mandibeln, der ganze Thorax mit Einschluss der beiden 
Schildchen, die breite Basis des 1. Segments, alle Hüften 
und Trochantern sowie die Spitze der hintersten Schienen 
und die hintersten Tarsen schwarz. 

L. 10 mm. 

Spanien. — An Blüten von Dorycnum. 

13. Gen. CtöIlOChira Forst. 

1855 Ctenochira Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XII p. 226. 

Diese Gattung gehört wie Idiogramma zu denen, welche 
eit ihrer Publicierung verschollen sind. Aus der Bestimmungs- 
abelle der Gattungen ergiebt sich sehr leicht ihre Stellung. 
)ie stark und dicht gekrümmten Fussklauen sowie die fehlende 
Lreola im Vorderflügel lassen die Gattung sofort erkennen. 
Förster erwähnt in seinen späteren Manuskripten 2 unbeschrie- 
bene Arten: C. bisinuata Forst, mit rotem Schildchen aus 
Tngarn und C. rhenana Forst, mit schwarzem Schildchen aus 
.er Rheingegend. 

14. Gen PolyspllillCta Grav 

1829 Polysphincta Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 112. 

Polysphincta stimmt im Habitus ganz mit Pimpla über- 
jin, unterscheidet sich aber sofort durch die fehlende Areola; 
iese ist meist auch in der Anlage nicht vorhanden, in seltenen 



u6o Pimplinae. 



Italien ist sie wie bei Hemiteles pentagonal mit fehlend^ 
Aussennerv. Ein weiterer Unterschied von Pimpla ist cjl 
etwas convexe, von dem gerundeten Endrand nicht eingedrückt 
Clypeus. Der Thorax ist an den Seiten meist glatt und glänzer, 
die Felderung des Metathorax ist entweder unvollständig od! 
ganz fehlend, seine Luftlöcher sind kreisförmig. Hinterleib m 
bei Pimpla, Bohrer stets kürzer als der Hinterleib. Das letal 
Tarsenglied der Hinterbeine meist erweitert, Klauen beim 
an der Basis etwas lappig erweitert, beim rf einfach. Die Arti 
scheinen mit Vorliebe bei Spinnen zu schmarotzen. 

Förster hat Polysphincta in 4 Gattungen zerlegt, die ab- 
höchstens als Untergattungen aufzufassen sind: 

1. Cubitalquerader vorhanden. 2. 
Cubitalquerader fehlend. 3. 

2. Das Endglied der hintersten Tarsen länger als das 3. Gliej 
nur an der Spitze etwas verdickt. Der hinterste Metatars' 
beim $ länger als die 3, beim 3* länger als die 2 folgende 
Glieder. Pulvillus nicht besonders entwickelt. 

Zaglyptus Forst. | 
Das Endglied der hintersten Tarsen nicht länger als das!! 
Glied, gleich von der Basis an stark verdickt. Der hinters 
Metatarsus länger als die 2 folgenden Glieder. PulviB 
stark entwickelt. 

Polysphincta Grav. (partim). 

3. Nervellus gebrochen. Die Eindrücke der Segmente sei 
schwach. Acrodactyla Hai. I 

(Baryptus Haliday, Curtis. Oxyrrhexis Förs 
Nervellus nicht gebrochen. Die Eindrücke der Segmerr 
stark - Zatypota Forst. 

Was die Arten selbst betrifft, so haben wir auch hier wied* 
eine ganze Reihe zweifelhafter Arten. Da von diesen meist m 
kurze Farbenskizzen existieren, so ist kaum möglich, dam 
etwas aufzuräumen ; einen Versuch habe ich gemacht. 

Uebersicht der paläarktiscken Arten. 

1. Radialzelle lanzettförmig, gestreckt, der Endabschnitt de 
Radius meist gerade. 2. 

Radialzelle kurz trapezförmig, der Endabschnitt des Radiu 
mehr oder weniger gekrümmt. Nervellus nicht oder gan 
undeutlich gebrochen. Kopf nach hinten nicht oder gan 
wenig verschmälert. Bohrer sehr kurz. Kleine Arten voi 
3—6 mm. 19. 






Polysphincta. 1161 



Nervellus stark postfurcal, etwas über der Mitte gebrochen, 
einen deutlichen Nerven aussendend. Areola im Vorder- 
flügel wie bei Hemiteles, also pentagonal mit fehlendem 
Aussennerv. Metathorax hinten mit 3 Höckern. Hinter- 
leibsmitte mehr oder weniger ausgedehnt rot. Die hintersten 
Schienen und Tarsen dunkel und hell geringelt. Bohrer 
wenig kürzer als der Hinterleib. Beim ^ die Geisselglieder 
6—8 aussen etwas erweitert. 

1. varipes Grav. 

Nervellus etwas unter der Mitte oder gar nicht gebrochen, 
meist antefurcal. Fühler des tf einfach. 3. 

Vorderschenkel am Ende unten ausgeschnitten, beim tf 
schwächer. Vorderschienen etwas gekrümmt. Körper glatt. 
Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen, dreilappig. Auf 
dem 2. und 3. Segment ist durch Eindrücke ein rhomboi- 
discher Raum abgegrenzt. Bohrer kaum so lang wie das 
1. Segment. Kleine Art. 

cf. Colpomeria quadrisculpta Grav. 
Vorderschenkel nicht ausgeschnitten. 4. 

Mesonotum vorn beiderseits vor den langen Parapsiden- 
furchen mit einer Querleiste. Körper glatt und glänzend, 
Hinterleib fast ohne Eindrücke, Bohrer kürzer als das 
ziemlich lange 1. Segment. Schwarz, Beine blassgelb, an 
der Basis weisslich, die hintersten Hüften, Schienenspitzen 
und Tarsen schwarzbraun. Nur 3 — 4 mm. 

cf. Symphylus politus Forst. 
(Ein Zwischenglied zwischen den Pimplinenund Plectiscinen.) 

Mesonotum vorn beiderseits ohne Querleiste. 5. 

Nervellus gebrochen, fast stets einen Nerv aussendend. 6. 
Nervellus nicht gebrochen. 15. 

Nervellus keinen Nerv aussendend. Kopf nach hinten 
deutlich verschmälert, Maxillarpalpen lang, weisslich. 
Thorax und Hinterleib glatt und glänzend, Hinterleib 
schmal, die mittleren Segmente mit schwachen Eindrücken 
und Buckeln. Bohrer fast von 7 3 Hinterleibslänge. Schwarz, 
Beine gelb, Hüften weisslich, das Enddrittel der hintersten 
Schienen und ihre Tarsen schwärzlich. 5—7 mm. 

3. clypeata Holmgr. 
Nervellus einen mehr oder weniger deutlichen Nerv aus- 
sendend. 7. 

Thorax mehr oder weniger ausgedehnt rot gefärbt. 8. 
Thorax schwarz, selten Schildchen und Hinterschildchen 
gelb. 12. . 



IIÖ2 Pimplinae. 



8. Thorax nur unten rot. Beine rot, Spitzen der Hinterschienen 
und der hinteren Tarsenglieder braun. Metathorax mit 3 
deutlichen oberen Feldern. Bohrer so lang wie das 1. 
Segment. 4. subrufa Bridgm. 
Thorax auch oben mehr oder weniger ausgedehnt rot 
gefärbt. 9. 

9. Der ganze Körper rot, nur der Hinterleib mit dunklen Ein- 
schnitten. Flügel etwas bräunlich getrübt, Stigma gelblich. 
Die Spitze der hintersten Schienen und Tarsenglieder 
schwärzlich. Hinterleib auf Segment 2—5 mit deutlichen 
Seitenbuckeln, Bohrer etwa so lang wie der halbe Hinter- 
leib. 6 mm. 5. Drewseni Holmgr. 

Pro- und Metathorax grösstenteils schwarz. 10. 

10. Bohrer kürzer als das 1. Segment. Hinterleib dunkel rost j 
rot. Mesonotum und Hinterleib fast ohne allen Glanz. 
Beine gelb, die hintersten rötlichgelb, die hintersten 
Schienen an der Spitze und auf der Innenseite, auch nahe 
der Basis, sowie die hintersten Tarsen braun. 4 — 5 mm. 

6. Bohemani Holmgr. 
Bohrer mindestens doppelt so lang als das 1. Segment. 
Hinterleib schwarz. 11. 

11. Thorax mit veränderlicher roter Zeichnung, das Schildchen 
rot mit gelber Spitze, auch das Hinterschildchen gelb. 
Bohrer von halber Hinterleibslänge oder noch darüber. 
Beine hellgelb, die hintersten Hüften und Schenkel rötlich- 
gelb, ein Ring vor der Basis der hintersten Schienen so- 
wie die Spitzen dieser und der hintersten Tarsenglieder 
schwärzlich. 6 — 8 mm. 

2. multicolor Grav. 

Schwarz, nur der Mesothorax grösstenteils rot. Bohrer 
doppelt so lang als das 1. Segment. Stigma gelb. Tegulä 
weiss. Beine rotgelb, die hintersten Schienen weisslich, 
letztere vor der Basis und an der Spitze dunkel. 
7. Taschenbergi Woldst. 

12. Schildchen, Hinterschildchen und Beine schwefelgelb, 
Schenkel dunkler gelb, die hintersten Schienen weisslich, 
vor der Basis und am Ende wie die Spitzen der Tarsen- 
glieder braun. Der übrige Körper schwarz, stark glänzend. 
Augen stark vortretend, Kopf dahinter stark verengt. Bohrer 
von halber Hinterleibslänge. 11 mm. 

8. boops Tschek. 
Thorax schwarz, ohne gelbe Zeichnung. Bohrer kürzer 
als der halbe Hinterleib. 13. 



Polysphincta. 1 163 



Hinterleibssegmente 2 — 4 quer, sehr dicht punktiert und 
fast glanzlos; Bohrer sehr kurz, kaum so lang als der 4. 
Teil des Hinterleibs. Die Farbe der Beine und des Stigmas 
ist variabel. Die Beine meist rötlich. Kniee, beim tf oft 
auch die Hüften, dunkel, die hintersten Schienen weisslich, 
vor der Basis und am Ende braun ; Trochantern beim tf 
gelb. 5 — 6 mm. 

11. carbonator Grav. 

Die mittleren Hinterleibssegmente glatt und glänzend. 
Bohrer wenig kürzer als der halbe Hinterleib. 14. 

Bohrerklappen gleich breit, in der Mitte nicht verdickt. 
Fühler unten braun. Beine rötlich, Hüften und Trochantern, 
zuweilen auch die hintersten Schenkel zum Teil schwärz- 
lich, die hintersten Schienen an der Spitze und vor der 
Basis wie die hintersten Tarsenglieder dunkelbraun, Glied 
1 — 3 der Tarsen an der Basis weisslich. 6 — 9 mm. 

9. tuberosa Grav. 

Bohrerklappen in der Mitte etwas verbreitert. Fühler unten 
rostrot. Beine rötlich, die Spitzen der hintersten Schienen 
und Tarsenglieder schwärzlich. Sonst von der vorigen Art 
kaum verschieden. 7 — 10 mm. 

10. rufipes Grav. 

Körper glatt und glänzend. Mesonotum stark dreilappig, 
rot mit gelber Zeichnung, auch Schildchen und Hinter- 
schildchen gelb. Hinterleib schwarzbraun, End- und Seiten - 
ränder der Segmente zum Teil rötlich ; auf Segment 2 — 5 
sind durch eingedrückte Kerblinien quer elliptische blass- 
gelbe Buckel abgegrenzt. 8 mm. 

12. exitnia n. sp. 

Hinterleib mit anderer Skulptur, ebenso wie auch der 
Thorax mit anderer Zeichnung. 16. 

Endglied der hintersten Tarsen um die Hälfte länger 
als das 3. Glied. Im Vorderflügel der Areolarnerv punkt- 
förmig, der Nervulus ziemlich weit hinter der Gabel, der 
Nervus parallelus etwas über der Mitte der Brachialzelle. 
Hinterleibsmitte glatt und glänzend. Schwarz, 4 Längs- 
streifen des Mesonotums, Schildchen und Hinterrand von 
Segment 2—4 ockergelb. Beine blassgelb mit dunkler 
Zeichnung. Bohrer kurz. 3 mm. 

13. picticollis C. G. Thoms. 

Glied 3 und 5 der hintersten Tarsen an Länge gleich. 
Thorax mit anderer Zeichnung. 17. 



ii 64 Pimplinae. 



17. Bohrer so lang wie der halbe Hinterleib. Schwarz, Beine 
gelb, Hüften fast weisslich, die hintersten Hüften und 
Schenkel schwarzbraun ; die hintersten Schienen weisslich, 
ein Punkt nahe der Basis und die breite Spitze, sowie die 
hintersten Tarsen schwärzlich. Kopf nach hinten kaum 
verengt. 3 — 4 mm. 

14. caudata C. G. Thoms. 
Bohrer höchstens von i/ 3 Hinterleibslänge. 18. 

18. Hinterleib glatt und glänzend. Thorax in der Regel nicht 
rot gezeichnet. Kopf nach hinten verengt. Färbung der 
Beine veränderlich, meist gelb, die hintersten Hüften beim! 
c/\ die Spitzen der hintersten Schienen und die hintersten 
Tarsen bei $ und tf verdunkelt. 

15. pallipes Holmgr. 
(gracilis Holmgr. nigricornis Holmgr.); 

Die mittleren Hinterleibssegmente fein gerunzelt. Thorax 
mit veränderlicher roter Zeichnung, entweder nur das 
Schildchen rot (P. scutellaris Holmgr.) oder auch der hintere' 
Teil des Mesonotums, zuweilen auch die Brust rot (P. 
pulchrator C. G. Thoms.). Kopf nach hinten nicht verengt! 
Beine gelblich weiss, Schenkel mehr rötlichgelb, die hintersten; 
Schienen an der Spitze und verloschen an der Basis, ebenso 
die hintersten Tarsen schwärzlich. 5—6 mm. 

16. percontatoria Grav. 

19. Thorax und Hinterleib in verschiedener Weise rot ge- 
zeichnet. Beine kräftig, rötlich, an der Basis mehr gelb, 
die hintersten Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich. I 
Nervellus nach Holmgren nicht gebrochen, nach Thomson' 
unter der Mitte gebrochen. Mesonotum und Hinterleibs- ; 
mitte nach Thomson matt. Bohrer sehr kurz. 5 — 6 mm. ', 

17. discolor Holmgr. 
Schwarz, Palpen und Tegulä blassgelb, Gesichtsseiten oben • 
und Fühlerbasis unten gelb. Beine rötlichgelb, alle Hüften 
oder nur die hintersten an der Basis braun, die hintersten 
Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich. Nervellus nicht 
gebrochen. Bohrer sehr kurz. Sehr kleine Art von 3—4 mm. 

18. anomala Holmgr. 

1. P. varipes Grav. 1829 Polysphincta varipes Qravenhorst, lehn. 
Eur. III p. 117 $c? | 1888 Zaglyptus varipes Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. p. 433. 

Diese Art, welche zur Untergattung Zaglyptus gehört, 
ist durch eine Reihe charakteristischer Merkmale ausge- 
zeichnet; dahin gehören die wie bei Hemiteles gebildete 
Areola, der stark postfurcale, über der Mitte gebrochene 






Polysphincta. 1165 



Nervellus, der dreihöckerige Metathorax und der fast die 
Länge des Hinterleibs erreichende Bohrer. Beim tf sind 
die Geisselglieder 6—8 aussen etwas erweitert. — Schwarz, 
Hinterleibsmitte rot oder die mittleren Segmente nur mit 
roten Einschnitten, was beim tf die Regel ist. Flügel 
etwas getrübt, Stigma braun, Tegulä braunrot, Beine röt- 
lich, Hüften beim tf meist braun, beim $ nur die vordersten 
an der Basis, die hintersten Schienen und Tarsen abwech- 
selnd dunkelbraun oder rotbraun und weiss. 

L. 5 — 9 mm. 

Verbreitet über Nord- und Mitteleuropa. 

P. multicolor Grav. 1829 Polysphincta multicolor Gravenhorst, 
lehn. Eur. III p. 119 $0* | 1888 Zaglyptus multicolor Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. III p. 433. 

Nervellus wie bei der vorigen Art etwas über der Mitte 
gebrochen. Schwarz, Thorax veränderlich rot gezeichnet, 
meist Mesonotum und je ein Seitenfleck des Metathorax 
rot, Schildchenspitze, Hinterschildchen, eine Linie vor den 
Flügeln, 2 Fleckchen an der Fühlerwurzel, Palpen, Flügel- 
wurzel und Tegulä hellgelb. Stigma bräunlichgelb. Durch 
diese Färbung erinnert P. multicolor sehr an Pimpla ocula- 
toria F. Die Beine sind weisslich, Hüften und Schenkel 
der hintersten rotgelb, die hintersten Schienen verloschen 
vor der Basis und an der Spitze, ebenso die Spitzen der 
hintersten Tarsenglieder schwärzlich. Beim tf sind die 
Beine noch blasser und verschwommener gezeichnet als 
beim £ . * Bohrer reichlich so lang wie der halbe Hinterleib. 

L. 6 — 8 mm. 

Die Art scheint auf Mitteleuropa, speziell Deutschland 
beschränkt zu sein; für Skandinavien führt sie Thomson 
nicht an. Hier in Thüringen tritt sie ganz unregelmässig 
auf und zwar spät im Jahre, Ende September und Anfang 
Oktober auf Eichengebüsch. 

P. clypeata Holmgr. 1860 Polysphincta clypeata Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. III p. 32 £ 0* | 1888 Polysphincta clypealis (sie) 
C. Q. Thomson, Opusc. Ent. XII p. 1252. 

Die Art bildet einen Uebergang zu Symphylus. Kopf 
hinter den Augen stark verengt, Maxillarpalpen lang, weiss. 
Mesonotum glatt und glänzend, die Parapsidenfurchen lang. 
Radialzelle gestreckt, Nervellus zwar gebrochen, aber keinen 
Nerv aussendend. Hinterleib glatt und glänzend, das 1. 
Segment mindestens doppelt so lang als hinten breit, mit 
grosser Basalgrube aber ohne Kiele, Segment 2 und 3 fast 
ohne Eindrücke und Buckel. — Schwarz, Clypeus am Ende 
rötlich, Palpen, Mitte der Mandibeln, Fühlerbasis unten, 



n66 Pimplinae. 



ein Punkt vor den Flügeln und Tegulä weisslichgel 
Stigma bräunlichgelb. Beine schlank, rötlichgelb, Hüft«; 
und Trochantern weisslich, das Enddrittel der hinterst«' 
Schienen und die hintersten Tarsen schwärzlich. Hinterle 
schwarz oder mehr schwarzbraun ; Bohrer von fast 
Hinterleibslänge. 

L. 5 — 6 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

P. SUbrufa Bridgm. 1887 Polysphincta subrufa Bridgman, Tran 
Ent. Soc. London IV p. 377 $. 

„Glänzend, Fühler fast über 3 / 4 Körperlänge; Kopf nac 
hinten massig verschmälert; Mesonotum vorn schwac 
dreiteilig; Metathorax mit 3 deutlichen oberen Feldern 
das 1. Hinterleibssegment etwa so lang wie hinten breit ml 
deutlichen Kielen bis über die Mitte hinaus; das 1. und :] 
Segment schwach runzlig, das 2. und 3. mit Quereindrücket 
die übrigen Segmente glatt und glänzend; Bohrer kräftig 
so lang wie das 1. Segment (ungefähr i/ B Hinterleibslänge 
Radialzelle gestreckt lanzettförmig; Nervellus etwas unte 
der Mitte geteilt, einen schwachen Nerv aussendend. , 

Schwarz, Clypeus und Mandibeln weisslich, Spitze de 
letzteren schwärzlich. Die untere Hälfte der Mesopleurerl 
Metathorax unten, Brust und Beine rot; Basis der Hinter 
schienen hell, Spitze der Hinterschienen und ein Punktflecl 
vor der Basis, sowie Spitze der hintersten Tarsen braut) i 
Stigma hellbraun, Basis noch heller, Tegulä gelblichweiss 

L. 6 mm. 

England. 

Die Art kommt, wie es scheint, der P. percontatoria seh] 
nahe und würde sich hauptsächlich durch den gebrochener; 
Nervellus unterscheiden. 

P. Drewseni Holmgr. 1880 Polysphincta Drewseni Holmgren 
Svensk. Vet.-Akad. Handl. 111 p. 30 $cT- 

Kopf hinter den Augen wenig verschmälert, von vorn 
gesehen rundlich. Metathorax an Stelle der area supero- 
media mit hinten offener Längsrinne. Radialzelle gestreckt, 
Nervellus wenig unter der Mitte gebrochen, einen Nerv 
aussendend. Das 1. Segment bucklig, mit tiefer Basalgrube 
und deutlichen Kielen bis über die Mitte ; Segment 2—5 
quer, mit glatten Seitenbuckeln ; Bohrer etwa von halbet 
Hinterleibslänge. — Der ganze Körper rot, ziemlich glänzend; 
Palpen, Mitte der Mandibeln, ein Punkt vor den Schulter- 
beulen und Tegulä gelblich. Flügel schwach getrübt, 
Stigma gelblich. Beine rötlich, die Spitzen der hintersten 






Polysphincta. 1167 



Schienen und Tarsenglieder schwärzlich. Hinterleibsseg- 
mente mit dunklen Einschnitten. 

L. 5—6 mm. 

Mitteleuropa ; in manchen Jahren hier in Thüringen nicht 
gerade selten. 

P. Bohemani Holmgr. 1854 Cryptus Bohemani Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. p. 54 $</* | 18o ° Polysphincta Bohemani Holmgren, 
Pimpl. p. 30 $ | 1888 Polysphincta Bohemani C. Q. Thomson, Opusc. 
Ent. XII p. 1253 und 1895 Opusc. Ent. XIX p. 2128. 

Kopf nach hinten deutlich verschmälert, von vorn gesehen 
quer. Mesonotum dicht fein punktiert und pubescent, matt; 
Metathorax runzlig matt, area superomedia fehlend, nur 
eine schwache Längsrinne vorhanden, area petiolaris 
glänzend. Hinterleib fast matt, Kiele des 1. Hinterleibs - 
Segmentes undeutlich, Segment 2 — 4 ohne deutliche Seiten- 
höcker, nur hinten mit Quereindruck, Bohrer kürzer als 
das 1. Segment. — Schwarz; Clypeusende, Palpen, Man- 
dibeln und Unterseite der Fühlerbasis weisslich oder rötlich. 
Thorax rot, Pro- und Metathorax, Brust und gewöhnlich 
ein Längsstreif vorn in der Mitte des Mesonotums schwärz- 
lich. Flügel leicht getrübt, Stigma bräunlichgelb, Tegulä 
( weisslich. Beine gelblich, die hinteren mehr rötlichgelb, 
I die hintersten Schienen vor der Basis, an der Innenseite 
j und an der Spitze wie die hintersten Tarsen braun ; Basis 
des Metatarsus weiss. 
L. 4 — 6 mm. 
Nord- und Mitteleuropa. 

P. Taschenbergi Woldst. 1876 Polysphincta Taschenbergi Wold- 
stedt, Bull. acad. sc. St. Petersburg XXII p. 396 $ . 

Kopf glänzend, nach hinten stark verschmälert; Fühler von 
3 / 4 Körperlänge. Thorax ziemlich glänzend, Mesonotum 
zerstreut und seicht punktiert, mit schwachen Parapsiden- 
furchen ; Metathorax mit schwacher hinten offener Längs- 
rinne, an den Seiten fein runzlig-punktiert. Nervellus 
deutlich antefurcal, ziemlieh weit unter der Mitte gebrochen. 
Hinterleib in der Mitte schwach verbreitert, ziemlich glän- 
zend, zerstreut aber ziemlich grob runzlig-punktiert, die 
Endsegmente mehr glatt; das 1. Segment etwas länger als 
hinten breit, die Kiele wenig deutlich, der Querwulst in der 
Mitte des Endrandes stark vortretend ; das 2. Segment so 
lang als hinten breit, die folgenden quer, die Segmente 
von 2 an mit deutlichen Quereindrücken und Seitenbuckeln. 
Bohrer etwa von halber Hinterleibslänge. — Schwarz, 
Fühlergeissel unten rostrot, Palpen, Tegulä und Flügel- 
wurzel weisslich. Mesonotum, Schildchen und die obere 



n 68 Pimplinae. 



Hälfte der Brustseiten rot, Mesonotum vorn in der M 
mit schwarzem Längsstreif. Flügel sehwach getrübt, Sti<j 
hell bräunlichgelb. Beine rötlich, Hinterschienen weissli 
gelb, die hintersten Schienen am Ende und auf der Inn 
seite, sowie die hintersten Tarsen grösstenteils schwärzl: 

L. 5 — 6 mm. 

Deutschland ; von mir mehrfach in Thüringen gefund 



8. P. boops Tschek. 1868 Polysphincta boops Tschek, Verh. 2 
bot. Ges. Wien XVIII p. 274 $ | 1877 Polysphincta boops Brise 
Deutsch, entom. Zeitschr. XXI p. 285 tf. 

Körper glatt und stark glänzend ; Kopf hinter den herv 
quellenden Augen stark verengt, Gesicht sehr fein punkti 
Stirn vertieft; Fühler etwas länger als der halbe Körp 
Metathorax an den Seiten fein runzlig punktiert, mit de 
licher, hinten offener Mittelrinne. Flügel gross, Radialz( 
lanzettlich, Nervellus fast in der Mitte gebrochen, eit 
deutlichen Nerv aussendend. Hinterleib um mehr als 
Hälfte länger als Kopf und Thorax, nach der Mitte wei 
breiter, stark knotig; das i. Segment mit 2 Längsleis' 
und einem Quereindruck vor der Spitze, Segment 2 un« 
länger als breit, 4 und 5 quadratisch, 2—4 an der Ba 1 
jederseits mit einem gerunzelten schrägen Eindruck u 
einem Quereindruck vor der Spitze; Segment 2 hat üb 
dies eine flache Mittelrinne bis über die Hälfte und an d 
Seitenrändern einige feine Runzeln. Bohrer so lang \ 
der halbe Hinterleib. — Schwarz, Mandibeln an der Spi 
und Fühlergeissel an der Basis unten rostrot. Eine Mal 
vor, eine Linie unter den Flügeln, die beiden Schilden 
und die Beine schwefelgelb, Schenkel mehr rötlichgelb, < 
hintersten Hüften rotgelb, oben hellgelb gefleckt; die h; 
tersten Schienen weisslich, ein Punkt vor der Basis u 
die Spitze schwärzlich ; die hintersten Tarsen rötlichge 
die Spitzen der Glieder braun. Flügel irisierend, Stigi 
bräunlichgelb. 

L. 10 — 11 mm. 

Von Tschek in Niederösterreich gefunden ; die Art 
mir auch in Thüringen mehrfach vorgekommen. 

9. P. tuberosa Grav. 1829 Polysphincta tuberosa Gravenhorst, l 
neum. Eur. 111 p. 115 $ | 1860 Polysphincta tuberosa Holmgren, Pimpl 
p. 31 $cf I I 803 Polysphincta tuberosa Taschenberg, Zeitschr. f. 
ges. Naturw. XXI p. 271 $. 

Körper ziemlich glänzend. Kopf hinter den Augen sta 
verschmälert, von vorn gesehen breiter als hoch. Thor; 
schmäler als der Kopf, Mesonotum vorn deutlich dreilappi 
Brustseiten glatt und glänzend, Metathorax mit deutlich« 



Polysphincta. 1169 



hinten offener Längsfurche. Hinterleib, namentlich die 
mittleren Segmente glatt und glänzend, Segment 2— 5 beider- 
seits mit deutlichen Seitenbuckeln und Quereindrücken. 
Radialzelle lanzettförmig, Nervellus deutlich antefurcal, 
etwas unter der Mitte gebrochen und einen Nerv aussendend. 
Das letzte Tarsenglied verbreitert, Klauen beim <j> an der 
Basis lappig erweitert. Bohrer etwas kürzer als der halbe 
Hinterleib. — Schwarz, Palpen und Tegulä weisslich, Fühler 
unten bräunlichrot. Flügel leicht getrübt, Stigma bräunlich. 
Beine rötlich, Hüften und Trochantern, zuweilen auch die 
hintersten Schenkel zum Teil schwärzlich ; die hintersten 
Schienen an der Spitze und vor der Basis wie die hintersten 
Tarsen glieder dunkelbraun ; Glied 1—3 der Tarsen an der 
Basis weisslich. 

L. 6 — 9 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; von mir in Thüringen mehr- 
fach gefangen. 

P. rufipes Grav. 1829 Polysphincta rufipes Gravenhorst, Ichneum. 
Eur. III p. 1 16 $ | 1860 Polysphincta rufipes Holmgren, Pimpl. p. 31 $ | 
1863 Polysphincta rufipes Taschenberg-, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI 
p. 271 $ | 1880 Polysphincta rufipes Brischke, Schrift, naturf. Qes. 
Danzig, N. F. IV p. 114 cT- 

Eng verwandt mit der vorhergehenden Art aber durch- 
weg etwas grösser, Fühler unten rostrot, Bohrer etwas 
kürzer, die Bohrerklappen in der Mitte etwas erweitert, 
Beine anders gefärbt. Dieselben sind rot, die hintersten 
Schienen und Tarsen gelblich, die Schienen vor der Basis 
und an der Spitze und die Spitzen der Tarsenglieder 
schwärzlich. Beim tf ist nach Brischke die Fühlergeissel 
rotgelb, oben dunkler, Vorderhüften und Trochantern gelb. 

L. 7 — 10 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. — Wurde ai*s Spinnen erzogen. 

P. carbonator Grav. 1807 Cryptus carbonator Qravenhorst, Vergl. 
Uebers. zool. Syst. p. 264 | 1818 Pimpla carbonator Qravenhorst, Nova 
acta acad. nat. curios. IX p. 290 | 1829 Polysphincta carbonator Qraven- 
horst, lehn. Eur. III p. 123 $cT | 1860 Polysphincta carbonator Holm- 
gren, Pimpl. p. 31 $cT | 1863 Polysphincta carbonator Taschenberg, 
Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 272 | 1888 Polysphincta carbonator 
C.Q.Thomson, Opusc. Ent. XII p. 1251. 

Körper wenig glänzend. Kopf hinter den Augen deutlich 
verschmälert ; Clypeus nicht deutlich abgegrenzt, der End- 
rand niedergedrückt. Mesonotum fein punktiert, Metathorax 
mit iindeutlicher Längsfurche. Nervellus etwas unter, 
seltener in der Mitte gebrochen. Hinterleibssegmente 2 — 4 
quer, dicht punktiert und fein pubescent, die Seitenhöcker 
und Quereindrücke ziemlich undeutlich. Bohrer sehr kurz, 



1 1 7° Pimplinae. 



kaum von J / 4 Hinterleibslänge. Schwarz, Palpen, Tegiji 
und Flügelwurzel blassgelb. Fühlerunterseite, Clypeus u[| 
Stigma rötlichgelb. Beine rostgelb, die hintersten Schienii 
an der Basis weisslich, ein verschwommener Ring dahintj, 
die Spitze der Schienen und der weisslichen Tarsenglied' 
schwärzlich. 

L. 7 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

P. eximia n. sp. 

Durch die auffallende Hinterleibszeichnung und Skulpt 
sogleich zu erkennen. 

Kopf nach hinten stark verschmälert; Augen gross, sta, 
vorgequollen ; Fühler fast von Körperlänge ; Gesicht schm;! 
ziemlich dicht fein punktiert. Mesonotum stark dreilappi; 
glatt und glänzend, Metathorax etwas schwächer glänzen; 
mit seichter, hinten geschlossener Mittelfurche, areaposter 
media von scharfer Leiste vorn abgegrenzt, Brustseitii 
spiegelglatt. Nervellus schräg nach vorn stehend, nie 
gebrochen. Beine schlank, das letzte Tarsenglied verdiel; 
Hinterleib schlank, das 1. Glied fast doppelt so lang a 
hinten breit, runzlig, ziemlich matt; Segment 2 eher etwj 
länger als breit, 3 und 4 etwas kürzer als breit. Auf Se!j 
ment 2 — 5 ist durch eine vordere gebogene Kerblinie ur 
durch eine hintere in der Mitte winklig nach hinten vo, 
springende eingedrückte Querlinie je ein erhöhter, poliert/ 
gelblich gefärbter Raum abgegrenzt. Auch auf dem 6. Se 
ment macht sich eine eingedrückte winklige Linie bemer! 
lieh. Bohrer leicht gekrümmt, so lang wie das 1. Segmer 

Kopf schwarz, Fühler rötlich, an der Basis unten gel! 
die inneren Augenränder breit gelb, die Färbung unterha, 
der Fühlerwurzel nach innen vorspringend. Mesonotü 
rot, die Seiten des mittleren und der beiden Seitenlappe 
Schildchen und Hinterschildchen gelb. Nähte zwische 
Mittel- und Hinterbrust rötlich. Flügel hyalin, Stigir 
gelblich. Beine rötlichgelb, Schienen weisslich, Hinte 
schienen hinter der Basis etwas verdunkelt, ihr Enddritt 
schwärzlich, auch die hintersten Tarsen verdunkelt. Hinte 
leib schwärzlich oder rotbraun, Endrand der Segmente zi 
mal an den Seiten rötlichgelb, die 4 erhabenen Querräum 
an der Basis von Segment 2—5 bleichgelb, zum Teil vei 
schwömmen rötlich. 

L. 8 mm. 

Von dieser ganz auffallenden Art, auf die man ein 
besondere Gattung gründen könnte, fand ich mehrer 






Polysphincta. 1171 



Weibchen an schattigen Orten zwischen Erlen am Eingang 
des bekannten Schwarzatals bei Blankenburg in Thüringen. 

P. picticollis C. G. Thoms. 1888 Polysphincta picticollis C. Q. 
Thomson, Opusc. Entom. XII p. 1254 $ tf | ? 1829 Polysphincta per- 
contatoria var. 2 Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 121 $. 

„Das Endglied der hintersten Tarsen um die Hälfte länger 
als das 3. Glied. Im Vorderflügel der Areolarnerv punkt- 
förmig, der Nervulus weit hinter der Gabel, schräg, Nervus 
parallelus fast über der Mitte der Brachialzelle entspringend, 
im Hinterflügel der Nervellus nicht gebrochen, der Cubital- 
nerv gegen die Basis erloschen. Kopf hinter den Augen 
ziemlich stark verengt, Fühler kurz. Metathorax mit deut- 
licher Längsfurche und area petiolaris. Die mittleren 
Hinterleibssegmente glänzend, quer, Bohrer kurz. — Schwarz, 
4 Längsstreifen auf dem Mesonotum und das Schildchen, 
ebenso der Endrand von Segment 2 — 4 gelblich. Beine 
blassgelb, die hintersten dunkel gezeichnet. 

L. 3—5 mm. 

Schweden, Deutschland ; hier in Thüringen mehrfach von 
mir gefunden. 

P. caudata C. G. Thoms. 1888 Polysphincta caudata C.Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XII p. 1253 <j> . 

Aehnlich der P. pallipes, aber kleiner, der Kopf hinter 
den Augen kaum verengt, Bohrer fast von halber Hinter- 
leibslänge. — Schwarz, Palpen weisslich. Beine gelb, Hüften 
weisslich, die hintersten schwärzlich, die hintersten Schenkel 
dunkelbraun, die Schienen weisslich, ein Punkt nahe der 
Basis, die breite Spitze und die Tarsen schwärzlich, die 
Tarsenglieder an der Basis weisslich. 

L. 3 — 6 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; auch hier in Thüringen. 

P. pallipes Holmgr. 1860 Polysphincta pallipes Holmgren, K. Vet- 
Akad. Handl. III p. 33 $c? I 1888 Polysphincta pallipes C.Q.Thomson, 
Opusc. Entom. XII p. 1252. 

Körper glänzend schwarz, Palpen, Fühlerbasis unten, 
Tegulä und eine Linie unter den Flügeln rötlichgelb. Flügel 
kaum getrübt, Stigma hellbraun. Beine schlank, blassgelb, 
die hintersten Hüften beim tf braun, die hintersten Schienen- 
spitzen und Tarsen bei £ und tf dunkelbraun, zuweilen 
auch die hintersten Schenkel dunkel gestreift. Kopf hinter 
den Augen verschmälert ; Metathorax mit vollständiger, 
ziemlich glatter area superomedia. Nervellus nicht ge- 
brochen. Hinterleib, zumal beim <j> glatt und glänzend, 
Segment 2-4 mit deutlichen Seitenhöckern; Bohrer etwa 
von !/ 3 Hinterleibslänge. 



IT 72 Pimplinae. 



Var. i. = Polysphincta gracilis Holmgren, I, c. p. 32 if 
(als eigene Art). Beine rötlich, Vorderhüften, alle Trochantjn 
und die hintersten Kniee blassgelb, die hintersten Hüfin 
braun, die hintersten Schienen weisslich, kurz vor der B;!is 
und an der Spitze wie die hintersten Tarsen braun. 

Var. 2. = Polysphincta nigricornis Holmgren, l. c. p. 3$ 
(als eigene Art). Fühler unten ganz schwarzbraun, area supe>- 
media unvollständig und Beine anders gefärbt; letztje 
rötlichgelb, die hintersten Hüften pechfarben, die hinters'a 
Schienen weisslich, eine Makel kurz vor der Basis rd 
ihre Spitze, ebenso die hintersten Tarsen schwärzlich. 

L. 4 — 6 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

16. P. percontatoria Grav. 1829 Polysphincta percontatoria Qra\;d 
hörst, lehn. Eur. III p. 120 $ | 1863 Polysphincta percontatoria Tasclij 
berg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 272 $ . 

Von den verwandten Arten mit nicht gebrochenem N,| 
vellus unterscheidet sich diese am besten durch die f 
gerunzelten mittleren Hinterleibssegmente, in zweiter Li;I 
durch die teilweise rote Färbung des Thorax; diese Farbig 
ist sehr variabel und beschränkt sich zuweilen nur auf (1 
Schildchen. Der Kopf ist nach hinten nicht verengt. Bohi 
wie bei pallipes höchstens von '/ 3 Hinterleibslänge. Bee 
gelblichweiss, Schenkel mehr rötlichgelb, die hintersii 
Schienen verloschen an der Basis und an der Spitze, ebe^ 
die hintersten Tarsen schwärzlich. — Als extreme Färbung 
lassen sich die beiden folgenden auffassen, die als eige 
Alten beschrieben worden sind : 

Var. i. — Polysphincta pulchrator C. G. Thomson, Op . 
Ent. VIII 1877 p. 757 $ö* und Opusc. Ent. XII 1888 p. 1253. 

Schwarz, Unterseite des Fühlerschaftes und Palpen wei'J 
lieh, Metathorax hinten mit dem Schildchen und der Brt 
rot, beim tf noch heller. 

Var. 2. = Polysphincta scutellaris Holmgren, Svensk.\M 
Akad. Handl. III 1860 p. 33 cT- 

Schwarz, Palpen, Fühlerbasis unten, eine Linie un ' 
den Flügeln und Tegulä weisslich. Schildchen und Hint ■ 
leibsrücken rötlich. 

L. 5 — 6 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

17. P. discolor Holmgr. 1860 Polysphincta discolor Holmgren, Sven. 
Vet.-Akad. Handl. III p. 33 cT | 1864 Polysphincta thoracica ßrisch, 
Schrift, phys. ökon. Qes. Königsberg V p. 185 $^ | 1880 Polysphin 
discolor Brischke, Schrift, naturf. Qes. Danzig N. F. IV p. 114 $cT 
1888 Polysphincta discolor C. Q. Thomson, Opusc. Entom. XII p. 12, 



Polysphincta. 1173 



'olysphincta discolor ist wie die folgende Art durch die 
irze, fast trapezförmige Radialzelle ausgezeichnet. Das 
Enddrittel des Radius ist deutlich gekrümmt. Während 
nach Holmgren der Nervellus nicht gebrochen ist, giebt 
ihn Thomson als gebrochen an. — Kopf nach hinten wenig 
verschmälert. Metathorax mit vollständiger area supero- 
media. Die mittleren Hinterleibsseginente fein gerunzelt, 
fast matt, vorn mit deutlichen Schief-, hinten mit Quer- 
eindrücken. Bohrer sehr kurz. — Schwarz, Palpen weisslich, 
Thorax meist rot gefärbt, gewöhnlich drei dunkle Streifen 
des Mesonotums, Brust und Metathorax schwarz. Flügel 
leicht getrübt, Stigma braun, Tegulä weisslich. Beine 
ziemlich kräftig, rötlich, Vorderhüften und Trochantern 
gelb, die hintersten Schienen rötlichgelb, vor der Basis 
und an der Spitze wie die hintersten Tarsen dunkelbraun. 
Hinterleib meist rötlich, an Basis und Ende schwärzlich, 
die mittleren Segmente mit dunklen Endrändern. 
L. 6 — 8 mm. 
Nord- und Mitteleuropa. 

P. anotnala Holmgr. 1860 Polysphincta anomala Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. III p. 34 £. 

Kopf hinter den Augen nicht verengt. Metathorax mit 
Andeutung einer area superomedia. Radialzelle kurz, 
trapezförmig, Radialnerv am Ende gekrümmt; Nervellus 
nicht gebrochen. Schenkel ziemlich kräftig. Das 1. Seg- 
ment mit Kielen bis über die Mitte. Segment 2—4 kurz, 
quer, mit Quereindruck ; Bohrer kaum von V 4 Hinterleibs- 
länge. — Schwarz, ziemlich glänzend, Palpen und Tegulä 
weisslich. Der obere Gesichtsrand und Fühlerbasis unten 
gelblich. Flügel fast hyalin, Stigma bräunlich. Beine gelb, 
alle Hüften oder wenigstens die hintersten an der Basis 
bräunlich, die hintersten Schienenspitzen und Tarsen 
schwärzlich. 

L. 3—4 mm. 

Schweden. — Kein weiterer Autor erwähnt diese Art ; 
auch mir ist sie nie vorgekommen. 



Ungenügend beschriebene und zweifelhafte Arten : 

P. areolaris Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I 1844 p. 120 0*. 
Sicherlich keine Polysphincta, da die Vorderflügel eine 
Areola besitzen, auch der vollständig gefelderte Metathorax 
spricht dagegen. Aus Trichiocampus viminalis, Croesus 
septentrionalis und Nematus Salicis. 



ii 74 Pimplinae. 



P. degener Hai. 1839 Cryptus degener Haliday, Ann. of Nat. 
II p. 117 $cT I 1840 Acrodactyla degener Westwood, Introd. 
Classif. Ins. II p. 57. — Aus einer Spinne: Linyphia obsi 
Bignell. — England. 

P. elegans Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II, 1848 p. 101 
Ist jedenfalls = Clistopyga incitator. — Deutschland. 

P. Fairmairei Lab. 1858 Pimpla Fairmairii Laboulbene, Ann. 
entom. France VI p. 807 $ | 1882 Polysphincta Fairmairii F 
Entomologist XV p. 172. — Deutschland, England. 

P. latistriata Ratzeburg, lehn. d. Forstins. I 1844 p. 36< 
Deutschland. 

P. linguaria Hai. 1839 Porizon (Acrodactyla) linguarius Hai 
Ann. of Nat. Hist. II p. 117 $ . — England. 

P. madida Hai. 1839 Cryptus (Acrodactyla) madidus Haliday, 
of Nat. Hist. II p. 117 £ö*. — England. 

P. pusilla Fonscolombe, Ann. soc. ent. France II. 1854 p. 51' : 
— Frankreich. 

P. ribesii Ratzeburg, lehn. d. Forstins. III. 1852 p. 110. IS 
einem defekten Exemplar aufgestellt. Als fraglicher } 
ist Nematus ribesii angeführt. — Deutschland. 

P. sorpr Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II. 1848 p. 101 $. ; i 
einer Anobium-Art gezüchtet. — Deutschland. 

P. velata Hartig, Jährest». Fortschr. Forstw. 1. 1838 p. 262^ 
Deutschland. 



15. Gen. Clistopyga Grav. 

1829 Clistopyga Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 132. 

Kopf quer, nicht aufgetrieben, Stirn fast eben, Clyp 
deutlich abgetrennt, Mandibeln schmal, Wangen beim tf 
ausgeschnitten, Augen stark vortretend, innen kaum atue 
randet, nackt, Fühler vorgestreckt, fadenförmig, Schaft i\ 
geschnitten. Mesonotum deutlich dreilappig, Brustseiten pol:' 
area superomedia durch eine Längsrinne angedeutet. Radi 
zelle lanzettförmig, Areola nicht vorhanden, Nervellusgebroch 
einen deutlichen Nerv aussendend. Beine ziemlich kräi£ 
Fussklauen gross, gekrümmt. Hinterleib lang cylindrisch, 
i. Segment etwas länger als breit, die mittleren Segmet 
quadratisch mit schwachen Seitenhöckern; das letzte Bau 
segment bildet eine lange, fast bis zur Spitze reiche 1 



Clistopyga. 1 1 75 



ecke, von welcher die Basis des Bohrers verdeckt ist. 
lohrer etwas kürzer als der halbe Hinterleib, leicht nach 
ben gebogen. 

Die hierher gehörenden Tiere sind selten. 



1. Das ganze Tier schwarz, nur Fühler, Beine und die End- 
hälfte des letzten Bauchsegnients rot. Fühler kurz ; Kopf 
und Thorax nur schwach und zerstreut punktiert. 7 mm. 

3. Sauberi Brauns. 

Thorax oder Hinterleib mehr oder weniger ausgedehnt rot 
gezeichnet. 2. 

2. Thorax schwarz mit roter und gelber Zeichnung. Hinterleib 
schwarz, seltener die Hinterleibsspitze rot. Fühler lang. 
Flügel fast hyalin. 8 — 11 mm. 

1. incitator F. 

Schwarz, Hinterleib rot, das 1. Segment grösstenteils schwarz. 
Fühler kurz. Flügel bräunlich getrübt. 6—8 mm. 

2. rufator Holmgr. 

[. C. incitator F. 1793 Ichneumon incitator Fabricius, Entom. Syst. 
II p. 172 | 1804 Pimpla incitator Fabricius, Syst. Piez. p. 117 | 1829 
Clistopyga incitator Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 134 $ | 1848 Poly- 
sphineta elegans Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II p. 101 $. 

Fühler im Vergleich mit den beiden anderen Arten lang. 
Area superomedia beinahe matt. Bohrer nicht ganz so lang 
wie der halbe Hinterleib. — Kopf schwarz, die ganzen 
Augenränder, beim tf gewöhnlich das ganze Gesicht weiss- 
lichgelb. Fühler braunrot, unten noch heller. Thorax ver- 
schieden rot gefärbt, meist die Brust, zuweilen auch das 
Mesonotum und das Schildchen rot, letzteres am Ende oft 
gelb, ebenso oft gelbe Thoraxlinien vorhanden. Flügel 
fast hyalin, Tegulä weisslich, Stigma braun. Beine gelb 
oder rotgelb, die Hüften in der Regel schwarzfleckig ; 
Hinterschienen weisslich, an der Spitze und vor der Basis 
dunkel[; Hintertarsen braun, die Basis der Glieder weisslich. 
Hinterleib schwarz mit rötlichen Einschnitten, auch das 
letzte Bauchsegment in der Regel rötlich. 

Var. haemorrhoidalis Grav. 1829 Clistopyga haemorrhoidalis 
Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 135 £. Schildchen und Hinter- 
leibsende ganz rot. 

L. 8— 11 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. Hier in Thüringen höchst selten, 
nach Brauns in Mecklenburg häufiger. — Nach Brischke 
aus Retinia resiuella L. 



II j6 Pimplinae. 



C. rufator Holmgr. 1854 Clistopyga rufator Holmgren, Svei 
Vet.-Akad. Handl. p. 95 $ | 1880 Clistopyga rufator Brischke, Seh 
naturf. Ges. Danzig N. F. IV. p. 115 §. 

Schwarz, ziemlich glänzend, Kopf mit gelben Scheit 
flecken, Fühler kurz, unten rostrot. Thorax schwarz, na 
Brischke auch zum Teil rot, namentlich der Metathon 
Flügel bräunlich getrübt, Stigma braun. Beine rot, 
vorderen Hüften und Trochantern gelb, die hintersl 
Schienen vor der Basis und an der Spitze und die Spit2 
der Tarsenglieder braun. Hinterleib rot, das i. Segm« 
fast ganz schwarz ; Bohrer etwas kürzer als bei incitat 
auch sind die Seitenhöcker stärker hervortretend. 

L. 6 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. Mir ist die Art noch nie v< 
gekommen. 

C. Sauberi Brauns. 1898 Clistopyga Sauberi Brauns, Arch. \ 
Fr. Naturg. Mecklenb. p. 70 $'. 

„Schwarz, Fühler, Palpen und Beine fast ganz rot, eberi 
die Endhälfte der unteren Analplatte. 

Das Tier unterscheidet sich von den beiden ander' 
Arten auf den ersten Blick durch die schwarze Färbu! 
des ganzen Körpers, an welchem nur die untere Analpia! 
zur Hälfte braunrot ist. Mit rufator stimmt sie in d 
schwachen Skulptur des Kopfes und Thorax überein, au 
in den kurzen Fühlern, aber der Mangel jeder Flecke 
Zeichnung, auch der beiden bei rufator immer vorhanden 
gelben Seitenflecken und der einfarbig schwarze Hinterl? 
lassen sie leicht unterscheiden. Das Tier ist weniger schla; 
als die beiden anderen Arten, die Form des Hinterlei: 
erinnert an Pimpla. Kopf und Thorax sind nur schwa 
und zerstreut punktiert und daher selbst glänzender als 1 
rufator; bei incitator ist das Mittelfeld des Mesonotur 
beinahe matt, die Fühler viel länger; die Taster sind he 
braun, die 21 gliedrige Fühlergeissel rot, oben dunkl« 
Beine rot, Hüften an der Basis geschwärzt, Hinterschien» 
vor der Basis und im Enddrittel dunkler und unterha 
des gewöhnlichen Basisfleckes mit der Andeutung ein 
gelblichen Ringes, Tarsen dunkel. Die Skulptur des Hinte 
leibs ist gröber, die Punkte sind grösser, stehen aber nie 
so dicht als bei rufator, sodass auch hier ein stärker 
Glanz hervorgerufen wird ; der Bohrer ist relativ läng 
als bei den beiden anderen Arten. 

L. 7 mm. 

Hamburg, Schwerin. — Bei dem Schweriner Exempl; 
sind die beiden Orbitalflecken schwach angedeutet." 



Colpomeria. 1177 



16. Gen. LyCOlilM Holm 



Lycorina Holmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. I26. 

Gestalt kurz und gedrungen. Kopf quer, kurz; Fühler 
äftig, fadenförmig, vorgestreckt, Schaft ausgeschnitten. Thorax 
;drungen, Metathorax kurz mit deutlicher Felderung, area 
iperomedia nicht länger als breit; Schildchen erhaben, vier- 
tig, hinten abgestutzt ; Brustseiten stark glänzend mit ein- 
ilnen zerstreuten Punkten. Radialzelle lanzettförmig, Areola 
iilend, Areolarnerv ziemlich lang, Nervellus etwas unter der 
i tte gebrochen und einen deutlichen Nerv aussendend. Beine 
imlich kräftig, namentlich die Vorderschienen, letztere an der 
I sis leicht gekrümmt ; Fussklauen mit entfernten Kammzähnen. 
Interleib kurz cylindrisch, das 1. Segment kurz, hinten mit 
liereindruck; Segment 2 — 5 hinten mit eingedrückter Quer- 
:ie und vorn mit 2 von der Mitte der Basis ausgehenden 
:hräglinien, wodurch je ein dreieckiger erhabener Raum ab- 
igrenzt wird. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

L. triangulifera Holmgr. 1859 Lycorina triangulifera Holmgren, 
Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 126 | 1848 Qlypta teres 
Ratzeburg, lehn. d. Forstins. II p. 102. 

Körper dicht und grob punktiert, fast matt. Schwarz, 
Palpen, Clypeus, die äusseren Orbiten schmal, beim tf das 
Gesicht, Linien an der Basis des Schildchens und dessen 
Spitze sowie Tegulä gelblich. Fühler unten rostrot. Flügel 
kaum getrübt, Stigma bräunlich. Beine rötlichgelb, Hüften 
und Basis der Trochantern schwarz, die hintersten Schienen 
gegen das Ende und die hintersten Tarsen gebräunt. 

L. 6 — 8 mm. 

Selten in Nord- und Mitteleuropa. Ich habe das Tier 
mehrfach in Thüringen gefangen und zwar stets im Spät- 
sommer an Eichengebüsch. — Nach Vollenhoven soll es bei 
Gelechia populella leben. 

17. Gen. ColpOIlieria Holmgr. 

859 Colpomeria Holmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 127. 

Eng verwandt mit Polysphincta und von Thomson auch 
'- dieser Gattung gestellt. 

Körper klein und schlank, glatt und glänzend. Kopf quer, 
^Vpeus unvollkommen getrennt, convex, am Ende abgerundet; 
I hier schlank, vorgestreckt. Thorax länger als hoch, Meso- 
ttum deutlich dreilappig, Metathorax mit schmaler Längs- 
! che. Flügel ohne Areola, Nervellus antefurcal, deutlich 
^rochen. Vorderschenkel verdickt, von der Mitte bis zur 



ii 78 Pimplinae. 



. 



Spitze allmählich sehr verschmälert, an der Unterseite wie au 
gerandet; Vorderschienen an der Basis leicht gekrümmt. D 
letzte Tarsenglied ziemlich verdickt mit starken Klauen. Hintc 
leib schmal und glatt, das 1. Segment länger als breit n 
deutlichen Kielen, auf Segment 2 und 3 ist durch Eindrüc 
ein deutlicher rhomboidischer Raum abgegrenzt. Bohrer kui 
kaum so lang wie das 1. Segment. 

C. quadrisculpta Grav. 1820 Ichneumon quadrisculptus Qrav< 
hörst, Mem. accad. sc. Torino XXIV p. 378 c?'| 1829 Tryphon quadr 
culptus Gravenhorst, lehn. Eur. II p. 250 c? I 1880 Polysphincta qi 
drisculpta Brischke, Schrift, naturf. Ges. Danzig N. F. p. 115 tf 
1859 Colpomeria laevigata Molmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Fö 
XVI p. 127 | 1888 Polysphincta laevigata C. G. Thomson, Opusc. E 
XII p. 1251. 

Glänzend schwarz oder braun, Hinterleibsmitte zuweilt 
unbestimmt rot. Fühlerbasis unten rötlich. Flügel hyali 
Stigma bräunlichgelb, Tegulä weisslich, Beine rötlich, d 
Hinterhüften zuweilen verdunkelt, die hintersten Schiern 
w r eisslich, vor der Basis und an der Spitze, wie die hintersti 
Tarsen bräunlich. 

L. 4 — 5 mm. | 

Nord- und Mitteleuropa, überall sehr selten ; mir bis je! 
noch nicht vorgekommen. , 



18. Gen. PanteleS Forst. 

1868 Panteles Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 165. 

Clypeus ganz flach, Scheitel sehr schmal, Augen vorn stai 
convergierend. Metathorax vollständig gefeldert. Flügel ohi 
Areola. Die mittleren Hinterleibssegmente quer, die 4 erst* 
mit einem Quereindruck vor der Spitze. Das letzte Baud 
segment etwas vorstehend, aber noch weit von der Hinterleib 
spitze entfernt. — Diese Gattung, die nicht wieder aufgemnd^ 
worden zu sein scheint und von der auch Förster keine A 
beschreibt, würde sich im Habitus an Polysphincta und Clisti 
pyga anschliessen, von beiden aber durch das vollständi 
gefelderte Metanotum verschieden sein. 



19. Gen. Scllizopyga Grav. 

1829 Schizopyga Gravenhorst, Ichneumon. Eur. III p. 125. 

Körper langgestreckt. Kopf quer, Augen deutlich behaai 
auf der Innenseite kaum ausgerandet, Gesicht nach unte 
wenig verschmälert ; Fühler etwas länger als der halbe Körpe 
fadenförmig. Thorax cylindrisch, länger als hoch, Mesonotui 



Schizopyga. 1179 



utlich dreilappig, area siiperomedia mehr oder weniger voll- 
ndig, Luftlöcher des Metathorax rund. Flügel schmal, Areola 
ilend, Nervellus deutlich gebrochen. Beine kurz und kräftig, 
mentlich die Schenkel und das letzte Tarsenglied verdickt, 
ssklauen gross und gekrümmt. Hinterleib cylindrisch, durch 
gedrückte Linien mehr oder weniger uneben, das 1. Segment 
t 2 deutlichen Kielen, das letzte Bauchsegment stark zurück- 
zogen. Bohrer wenig vorstehend, leicht gekrümmt. 

Durch den wenig vorstehenden Bohrer erinnern die Tiere 
hr an die Tryphoninen als an die Pimplinen, durch die 
-dickten Beine haben sie eine entfernte Aehnlichkeit mit 
ochus und verwandten Gattungen, besitzen aber eine ganz 
lere Skulptur. 



Hinterleib schwarz. Gesicht oft hell gefärbt. 2. 
Hinterleibsmitrte mehr oder weniger ausgedehnt rot. Gesicht 
bei $(/ schwarz. 6. 

Die hintersten Schenkel ganz oder grösstenteils schwarz. 3. 
Die hintersten Schenkel nur an der Spitze schwarz, selten 
ganz rot. 4. 

\ Gesicht in beiden Geschlechtern, ebenso Tegulä gelblich- 
weiss. Vorderhüften nur an der Basis schwarz. 

2. varipes Holmgr. 
Gesicht beim £, Tegulä und alle Hüften schwarz. Kleine, 
ji nur im weiblichen Geschlecht bekannte Art. 

7. minuta Grav. 

Nur die hintersten Schenkel am Ende schwarz. Gesicht 

bei $ und tf schwarz. 

4. atra Kriechb. 
Auch die Mittelschenkel am Ende schwarz oder Gesicht 
gelb. 5. 

Gesicht nur beim tf gelb. Hüften schwarz, Vorderhüften 
beim tf gelb. Mittel- und Hinterschenkel am Ende schwarz. 

1. podagrica Grav. 
Gesicht bei £ und tf gelb. Beine rot, Vorderhüften gelb. 
Nur die hintersten Schenkel am Ende schwarz. 

3. flavifrons Holmgr. 

Segment 1 grösstenteils schwarz, 2 und 3 rot mit schwarzem 
Endrand, 4 und 5 rot, 6 und 7, zuweilen auch 5 schwarz. 
Beine rot, alle Hüften und die Spitze der Mittel- und 
Hinterschenkel schwarz. 

5. circulator Panz. 
Hinterleib schwarz, Segment 3 — 5 rot mit schwarzem End- 
rand. Beine gelbrot, Hüften schwarz, die hintersten 



1J 8o Pimplinae. 



Schienen weiss, vor der Basis und an der Spitze wie; 
hintersten Tarsen schwarz. Bei einer fraglichen Vari 
die Spitze der hintersten Schenkel schwarz. 

6. tricingulata Grav. 

Seh. podagrica Grav. 1829 Schizopyga podagrica Qravenl 
lehn. Eur. III p. 127 $ ^ | 1860 Schizopyga podagrica Holm 
Svensk. Vet.-Akad. Handl. III p. 45 £cT. 

Kopf nach hinten verschmälert, glänzend;- Stirn g 
Gesicht fein pubescent und punktiert, fast matt. Th( 
ziemlich glatt, Mesopleuren poliert, area superomedia i 
ständig, rechteckig. Das i. Segment kaum länger als! 
Hinterhüften, vor dem Ende eingedrückt, die Längst 
deutlich; das 2. Segment quer, vorn mit 2 Schief-, hii 
mit einem Quereindruck, Segment 3 und 4 quer, schw 
eingedrückt. — Schwarz, Fühler unten rötlich. Fit 
hyalin, Stigma braun, Tegulä beim £ dunkel, beim tf]\ 
Beine des $ rot, Hüften und Trochantern schwarz, Mi' 
und Hinterschenkel am Ende schwarz, die hinter 1 : 
Schienen und Tarsen dunkel mit weissen Ringen. Beit;- 
das Gesicht und die vorderen Hüften und Trochan;; 
gelb, nach Brischke das Gesicht oft mit kurzem schwaii 
Strich. Hinterhüften, meist auch zum Teil die Hiri 
Schenkel schwarz; letztere zuweilen ganz schwarz. 

L. 7 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa; im Allgemeinen selten. 



2. Seh. varipes Holingr. 1856 Schizopyga varipes Holmgren, 
vers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XIII p. 71 $3* und 1860 Svensk. \ 
Akad. Handl. III p. 45 £tf\ 

In Gestalt und Struktur mit der vorhergehenden 
übereinstimmend, durch die Färbung des Gesichts und \ 
Beine leicht zu erkennen. 

£c? Ziemlich glänzend, schwarz; Gesicht, Fühlerbasis unti 
Tegulä, Vorderhüften unten und alle Trochantern ge 
Fühlergeissel gegen das Ende und Vorderbeine rot, Bi 
der Hüften und zuweilen auch der Mittelschenkel schw; 
gefleckt ; die hintersten Schenkel schwärzlich oder seltei: 
rotbraun, die hintersten Schienen und Tarsen schwarz u| 
weiss gezeichnet. Flügel fast hyalin, Stigma braun. 
Stirn fein punktiert. Area supero- und posteromedia v(\ 
ständig. 

L. 6 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; von mir mehrfach in Thüringi 
gefunden. 






I 



Schizopyga. h8t 



Seh. flavifrons Holmgr. 1856 Schizopyga flavifrons Holmgren, 
Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XIII p. 71 $ und 1860 Svensk. Vet.- 
Akad. Handl. III p. 45 $ | 1880 Schizopyga flavifrons Brischke, Schrift, 
naturf. Ges. Danzig N. F. IV p. 118 $.<?. 

Von Seh. podagrica verschieden durch das auch beim $ 
gelb gefärbte Gesicht und die Färbung der Beine, von 
Seh. varipes durch die roten nur an der Spitze schwarzen 
Hinterschenkel, die fast glatte Stirn und die nicht voll- 
ständig abgegrenzten Area supero- und posteromedia. — 
Ziemlich glänzend, schwarz, Gesicht bei $ und tf gelblich, 
beim ^ zuweilen mit schwarzem Strich unter den Fühlern. 
Gelblich sind ferner die Fühlerbasis unten, Tegulä, Vorder- 
hüften und alle Trochantern. Fühlergeissel zum grössten 
Teil und Beine rot, die hintersten Schenkel am Ende 
schwarz ; die hintersten Schienen und Tarsen abwechselnd 
schwarz und weiss. — Stirn glatt ; area supero- und postero- 
media nicht vollständig geschlossen. 

L. 6 — 7 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. 

Seh. atra Kriechb. 1829 Schizopyga tricingulata var. 2 Qraven- 
horst, lehn. Eur. III p. 129 ö* | 1887 Schizopyga atra Kriechbaumer, 
lEnt. Nachr. XIII p. 87 ?cf- ' 

Ausgezeichnet durch das in beiden Geschlechtern schwarze 
Gesicht. — Schwarz, Beine gelbrot, Hüften schwarz, die 
vordersten am Ende hell, an den hintersten Beinen die 
Kniee schwarz, die Schienen weisslich, vor der Basis und 
an der Spitze schwarz, die Tarsen schwarz, die Basis der 
einzelnen Glieder weisslich. 

L. 7—8 mm. 

Deutschland ; mir ist die Art noch nicht vorgekommen. 

i Seh. circulator Panz. 1801 Ichneumon circulator Panzer, Faun. 
Ins. Qerm. VII p. 79 t. 12 | 1829 Schizopyga analis Qravenhorst, lehn. 

jEur. III p. 130 $ | 1860 Schizopyga analis Holmgren, Svensk. Vet.- 
Akad. Handl. 111 p. 46 <j> | 1886 Schizopyga circulator Bridgman, Trans. 

lEnt. Soc. London, p. 373 Qtf. 

Kopf nach hinten wenig verschmälert. Area superomedia 
hinten offen. Das i. Hinterleibssegment mit schwachen 
Kielen, das 2. ungefähr so lang als breit. Nervellus etwas 
über der Mitte stark gebrochen. — Schwarz, ziemlich glän- 
zend ; Gesicht bei $ und tf schwarz. Fühlerbasis unten 
rötlichgelb. Flügel fast hyalin, Stigma braun. Beine rot, 
alle Hüften und die Spitzen der Mittel- und Hinterschienen 
und Schenkel schwarz ; die hintersten Schienen und Tarsen 
rötlichgelb, ein verloschener Ring vor der Basis der Schienen 



n82 Pimplinae. 



und die Spitzen der Tarsenglieder dunkelbraun. Segtne; 
grösstenteils schwarz, 2 und 3 rot mit schwarzem Endr; 
4 und 5 rot, 6 und 7, zuweilen auch 5 schwarz. Bein; 
ist der Hinterleib ausgedehnter schwarz, nach Bridg 
sogar ganz schwarz. Solche tf würden sich von Seh. 
durch die mehr rötliche Färbung der hintersten Schie 
und die schwarzen Kniee der Mittelbeine unterscheide 

L. 7 — 9 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; hier in Thüringen die häufi 
Art. 

6. Seh. tricingulata Grav. 1829 Schizopyga tricingulata Qrs 
hörst, lehn. Eur. 111 p. 129 cT (excl. var. 2). 

Diese Art würde sich von der vorhergehenden ausser 
anderen Verteilung der roten Färbung am Hinterleib 
sonders noch dadurch auszeichnen, dass Mittel- und Hin 
Schenkel am Ende nicht schwarz sind. — Schwarz, Füh 
basis unten rötlich. Flügel leicht getrübt, Stigma bräunl 
Beine gelbrot, Hüften schwarz, Vorderhüften beim tf , 
Ende gelb ; Hinterschienen trüb weisslich, vor der B 
und an der Spitze braun; die hintersten Tarsen braun,, 
1. Glied an der Basis weislich. Hinterleib schwarz, Segrr 
3—5 rot, mit schwarzem Endrand. 

Gravenhorst erwähnt eine Varietät, wo das 5. Segment.; 
die hintersten Kniee schwarz sind. Es ist fraglich, ob 
Tier hierher gehört. 

L. 7 — 8 mm. 

Mitteleuropa ; noch wenig bekannt. 

7. Seh. minuta Grav. 1829 Seh. minuta Gravenhorst, lehn. Eli 
p. 131 $. 

Von dieser sehr zweifelhaften Art, die ich nur der || 
ständigkeit wegen mit anführe, gibt Gravenhorst die 
gende Beschreibung: „Von schlanker Gestalt und die kleii 
der Arten. Schwarz; Palpen blassgelb; Flügel schw 
getrübt, Stigma braun, Tegulä schwarz. Beine rötl 
Vorder- und Mittelhüften schwarz, an den Mittelbeinen 
Kniee, Schienenspitzen und Tarsen schwarz ; die hinters 
Beine schwarz, Basis der Schenkel rot, Basis und Mitte 
Schienen rötlichgelb, Basis des Metatarsus gelblich. Hin 
leib doppelt so lang als Kopf und Thorax, schmäler als 
Thorax, Segment 2—5 an der Basis braun; Bohrer von 
Länge des letzten Segmentes. 

L. 5 — 6 mm. 

Ein J von Breslau. 



Teleutaea. 



1183 



t20. Gen. Teleutaea Forst. 
3 Teleutaea Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 164. 

Von Glypta sofort durch das Vorhandensein der Areola im 
;)rderflügelund die gelben Endränder der Hinterleibssegmente 
I unterscheiden, von der folgenden Gattung durch die unbe- 
\hrte Stirn. 

T. Striata Grav. 1829 Lissonota striata Gravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 70 ¥ I 1860 Glypta striata Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. III 
p. 36 $ | 1888 Teleutaea striata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 431. 
Körper dicht runzlig-punktiert, matt. Kopf quer, hinter 
den Augen deutlich verschmälert, von vorn gesehen drei- 
eckig. Metathorax schwach und unvollständig gefeldert, 
meist nur die Area superomedia angedeutet. Areola im 
Vorderflügel gestielt, Nervellus in der Mitte gebrochen und 
einen deutlichen Nerv aussendend. Beine schlank. Hinter- 
; leib mit parallelen Seiten, das 1. Segment undeutlich ge- 
i kielt, Segment 3—5 etwas länger als breit, 5 fast quadratisch, 
die mittleren Segmente mit eingedrückten Schräglinien, 
i welche nach der Mitte der Basis convergieren. — Schwarz, 
(Fühler namentlich unten rötlich; gelblich sind: Palpen, 
Mandibeln, Wangenspitzen, Clypeus, Unterseite des Schaftes,' 
Halsrand, Schulterlinien, Schulterbeulen, eine grosse Makel 
der Brustseiten, die beiden Schildchen, eine Makel vor dem 
! Ende des Metathorax und die Endränder der Segmente. 
Flügel schwach gelblich getrübt, Stigma und Flügel 
bräunlichgelb. Beine rötlichgelb, Vorderbeine und alle 
Hüften mehr gelb, die Tarsen, Spitze und zum Teil auch 
die Aussenseite der hintersten Schienen, meist auch die 
; Spitze der Hüften und die äusserste Basis der Schenkel 
; gebräunt. Bohrer von Hinterleibslänge oder wenig darüber. 
L. 10—12 mm. 

Nord- und Mitteleuropa; überall selten. Ich finde die 
Art nur an schattigen und feuchten Stellen in Erlen- 
! beständen, am Saume von Waldungen u. s. w. 

21. Gen. Hoplitophrys Forst. 

Mß Hoplitophrys Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 164. 

Wie die vorige Gattung, aber Stirn mit 2 Hörnchen. 

H. Brischkei Holmgr. 1860 Glypta Brischkei Holmgren, Svensk. 
I Vet.-Akad. Handl. III p. 37 $ö* | 1888 Hoplitophrys Brischkei Schmiede- 
knecht, Zool. Jahrb. III p. 431. 

Stimmt im Grossen und Ganzen mit Teleutaea striata 
überein, unterscheidet sich ausser der Stirnbewehrung schon 



II 84 Pimplinae. 



durch das schwarze Schildchen und die mehr weisslie 
Segmentränder. Kopf kurz, hinter den Augen verschmäl« 
Stirn beiderseits oberhalb der Fühler mit lamellenartig 
Dorn. Metathorax fast ganz ohne Felderung. Segm 
i — 4 länger als breit. — Runzlig punktiert, matt. Schw 
Palpen, Mandibeln, Clypeus, Schulterbeulen, Tegulä i 
Beine rötlichgelb. Flügel kaum etwas getrübt, Stig 
bräunlich. Hinterleibssegmente 4 — 7 mit weisslichen E 
rändern. Bohrer von Hinterleibslänge. Das tf stiti 
mit dem $ überein, die Schultern sind gelb gestreift 1I 
die hintersten Beine sind zum Teil verdunkelt. 

L. 10—12 mm. 

Verbreitung wie bei der vorigen Art, aber das Vorkomt 
noch seltener. 



22. Gen. Glypta Grav. (s. str.) 

1829 Glypta Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 3. 



Kopf quer und kurz, sehr selten nach hinten verlangt 
Stirn unbewehrt; Clypeus convex, vorn gerundet oder lelp 
abgestutzt ; Fühler fadenförmig ; Augen nicht oder kaum a|i 
gerandet. Felderung des Metathorax vollständig bis fast g): 
fehlend, nur die area posteromedia fast stets vorhanden, fisl 
kreisförmig; Luftlöcher klein und rund. Flügel ohne Are! 
Beine schlank, Klauen klein, in der Regel entfernt gekänil 
Hinterleib schlank, meist linear, mit parallelen Seiten, da^ 
Segment mit deutlichen Kielen, die folgenden Segmente ql 
dratisch, selten etwas länger oder kürzer als breit, Segmi 
2—4 mit eingedrückten Schräglinien, welche gegen die M< 
des Vorderrandes convergieren. Bohrer weit vorragend, ffijl 
von Hinterleibslänge. 

Die zahlreichen Arten sind schwer zu unterscheiden ; aij 
hier ist durch das ewige Aufstellen neuer Arten viel gescha: 
worden. 






Uebersicht der paläarktischen Arten. 

1. Clypeus nicht dicht schopfig behaart. 2. 

Clypeus wenigstens an der Spitze dicht schopfig beha: 
Mandibeln auf der Mitte meist glatt. Hinterleibsniittei 
der Regel rot. 41. 

2. Bohrer höchstens von Körperlänge. 3. 
Bohrer deutlich länger als der Körper. 40. 



Qlypta. n 85 



»childchengrube crenuliert. Hinterleib gegen das Ende 
>t Mund, zuweilen auch die Schildchenspitze gelb. Die 
liefen Eindrücke auf Segment 2—4 an der Basis nicht 

msammenstossend. 9 — 10 mm. 

7. crenulata C. G. Thoms. 

»childchengrube nicht crenuliert. 4. 

[esonotum mit roter Zeichnung. 5. 

Thorax schwarz, höchstens das Schildchen gelb, selten 
rötlich. 6. 

5. Mesonotum ganz rot. Bohrer von Körperlänge. 

42. ruficeps Desv. 

Mesonotum rot mit 3 dunklen Streifen. Bohrer kaum von 
Hinterleibslänge. 41. lineata Desv. <j>. 

6. Schildchen an den Seiten oder an der Spitze gelb. 7. 
Schildchen schwarz, selten rötlich. 9. 

7. Die oberen Metathoraxfelder verwischt. Mesonotum un- 
deutlich punktiert. Hinterleib fast glatt, die mittleren 
Segmente deutlich länger als breit. 9—10 mm. 

2. evanescens Rtzb. 

Die oberen Metathoraxfelder deutlich. Mesonotum dicht 
und stark punktiert. Segment 2—4 nicht länger als breit. 8. 

8. Segment 2—4 quadratisch ; die Schrägeindrücke auf den- 
selben an der Basis zusammenstossend. Die hintersten 
Schienen innen hellgelb. 10—12 mm. 

1. flavolineata Grav. 

Segment 2—4 quer, die Eindrücke an der Basis nicht zu- 
sammenstossend. Die hintersten Schienen innen rötlich. 
Segment 2—4 stärker runzlig-punktiert. 12 mm. 

3. cicatricosa Rtzb. 

Vor den Flügeldecken ein dreieckiger gelber Fleck. 
Wangenleiste gebrochen. Fühler rotgelb, oben dunkel. 
Beim tf Clypeus und Vorderbeine gelb. Kleine Art von 
etwa 7 mm Länge. 

4. fractigena C. G. Thoms. 

Vor den Flügeldecken kein dreieckiger gelber Fleck. 10. 

Kopf nach unten stark verlängert ; Wangen länger als die 
Breite der Mandibelbasis. Schaft oben gekrümmt, an der 
Spitze schief eingeschnitten, das nächste Fühlerglied (den 
Pedicellus) fast verdeckend. 11. 

Kopf nach unten nicht verlängert. 13. 



ti86 Pimplinae. 



ii. Hinterleib schwarz ; Segment 2 — 4 quer. Körper gedrunge 
Schenkel und Schienen rot, Spitze der hintersten Schiene; 
und ihre Tarsen schwarz. 8 mm. 

5. genalis Moll. 
Hinterleibsmitte rot. 12. 

12. Kleinere Art von 9 — 10 mm. Körper schlank, Segment 
und 4 quadratisch. Beine rot, die hintersten Schienet! 
spitzen, Hüften und Tarsen schwarz. 10— 11 mm. 

6. rostrata Holmgr. 
Grosse Art von 12 mm. Mandibeln, Clypeus, die vordere! 
Hüften und Trochantern gelb. Nur das 0* bekannt. 

8. ephippigera Kriechb. 

13. Die hintersten Tarsen dünn, das 5. Glied nicht länger a 
das vierte. Klauen klein. Hinterleib schwarz. 14. 

Das Endglied der hintersten Tarsen länger als das 
Glied ; beim £ deutlicher als beim tf. 19. 

14. Fühlergruben wie bei manchen Tryphon-Arten ohrarti 
erweitert und etwas abstehend. 

13. biauriculata Strobl. 
Fühlergruben nicht ohrartig erweitert. 15. 

15. Beine grösstenteils schwarz, nur die Schenkel an der Spitz' 
und die vorderen Schienen und Tarsen rötlich. Nur d? 
tf bekannt. 14. nigripes Strobl. 
Beine ausgedehnter hell gefärbt. 16. 

16. Segment 2—4 ungefähr so lang als breit. Die hinterste 1 
Schienen rot, höchstens an der Spitze schwarz. 17. 
Segment 2 — 4 mehr oder weniger quer. Die hinterste; 
Schienen schwarz, an der Basis weisslich, in der Mittj 
rötlich. 18. 

17. Körper und Beine schlank. Hüften und Trochantern schwär: 
Bohrer so lang als der Hinterleib. Kleine Art von 7 — 8 nur 

9. teres Grav. 
Beine mehr dick, die hintersten Trochantern nicht dunke 
Bauchfalte schwarzbraun. Stigma dunkelbraun, in dei 
Mitte heller. Bohrer etwas länger als der Hinterleil 
9—10 mm. 12. nigroplica C. G. Thoms. 

18. Obere Metathoraxf eider fast fehlend. Körper und Bein 
schlank, Hüften und Trochantern schwarz, die vorderste! 
Flüften an der Spitze weiss. Schulterbeulen und Tegul; 
weisslich. Stigma gelblich. Bohrer etwas länger als de 
Hinterleib. Kleine Art von etwa 7 mm. 

10. tenuicornis C. G. Thoms. 



j Uiypta. I£ 8 7 

Metathorax deutlich gefeldert. Hüften beim $ rot, beim 
* schwarz. Schulterbeulen rot, Tegulä gelb. 9-10 mm. 
it. resinana Htg. (consimilis Holmgr.) 

). Die hintersten Schenkel an der Basis oder grösstenteils 
schwarz. 20. 

Die hintersten Schenkel höchstens an der Spitze schwarz. 21. 

). Die hintersten Schenkel schwarz, an der äussersten Basis 
rötlich, Hüften schwarz. Nur das tf bekannt. 

15. femorator Desv. 

Basis der hintersten Schenkel braun. Hüften rot. Bohrer 
kürzer als der Hinterleib. 

16. nigrina Desv. 

. Scheitel breit, seicht ausgeschnitten. Beine kräftig. Hinter- 
leib schwarz, Segment 2 und 3 rot gerandet. Mandibeln an 
der Basis punktiert. 22. 

Scheitel nicht breit, hinter den Augen rundlich verschmälert. 
Beine weniger kräftig, Klauen meist deutlich gekämmt. 
Segment 2 und 3 zuweilen ganz oder nur am Ende rot. 25. 

. Die hintersten Schenkel an der Spitze, die Schienen hinter 

j der Basis und an der Spitze, sowie die Tarsen schwarz, 

Hüften bei <j> und tf rot. Geissei gegen das Ende etwas 

verdünnt, das 1. Glied wenig länger als das zweite. Bohrer 

etwas länger als der Hinterleib. 11— -12 mm. 

19. incisa Grav 

Beine gleichmässig rot, höchstens die hintersten Tarsen 
gegen das Ende dunkler. 23. 

Das 1. Segment nicht länger als an der Spitze breit. Bohrer 
nicht länger als der Hinterleib. Fühler bei $ und tf 
schwarz. Hinterleib glänzend. 10— 11 mm. 

20. brevipetiolata C. G. Thoms. 

Das 1. Segment länger als an der Spitze breit. Bohrer 
wenigstens um die Hälfte länger als der Hinterleib. 24. 

Scheitel hinter den Augen kaum verschmälert. Bohrer fast 
so lang als der Körper. Hüften und Trochantern beim tf 
schwarz. Stigma dunkel. 8—10 mm. 

17. sculpturata Grav. 
Scheitel hinter den Augen rundlich verschmälert. Bohrer 
i'/ 2 Mal so lang als der Hinterleib. Das 1. Geisselglied um 
die Hälfte länger als das zweite. Geissei gegen die Spitze 
fast verbreitert, beim tf unten gelb. Stigma blass. 7—9 mm. 

18. bifoveolata Grav. 



n88 Pimplinae. 



25. Schildchen rot. Beine hellrot, die hintersten weiss ti 
schwarz gezeichnet. Bohrer von Hinterleibslänge. 7 rl 

21. scutellaris C. G. Thoms. 

Schildchen schwarz. 26. 

26. Hinterleib schwarz, höchstens mit roten Einschnitten ; S| 
men t 2—4 quer, mit tief eingedrückten Schrägstreii. 
Metathorax meist deutlich gefeldert. 27. 

Die vorderen oder mittleren Segmente wenigstens breitot 
gerandet. 36. 

27. Die hintersten Schienen in der Mitte nicht weisslich. % 
Die hintersten Schienen in der Mitte weisslich oder wel 
lichgelb. Bohrer von Hinterleibslänge. 33. 

28. Die oberen Metathoraxfelder fehlend. Bohrer fast länpi 
als der Hinterleib. Die hintersten Beine mit weisser i| 
schwarzer Zeichnung. 7 mm. 

25. breviventris C. G. Thoms. 

Metathorax deutlich gefeldert. 29. 

29. Die hintersten Schienen an der Basis nicht weiss, einfa^g 
rötlich, höchstens an der Spitze verdunkelt. 30. 

Die hintersten Schienen an der Basis weiss; Hüften ? 
Basalglieder der hintersten Tarsen weiss geringelt. Boll 
kaum länger als der Hinterleib. 31. ; 

30. Bohrer ii/ 2 Mal so lang als der Hinterleib. Beine einfa;! 
rötlich. Die mittleren Segmente fast quadratisch. 

18. bifoveolata Grav. 
Bohrer fast kürzer als der Hinterleib. Beine rot, HÜ2 
an der Basis, beim tf fast ganz schwarz, die hinter! 
Schienen am Ende mehr oder weniger dunkel. Die ril 
leren Segmente deutlich breiter als lang. 7—8 mm. 

22. scalaris Grav. 

31. Bohrer von 3 / 4 Hinterleibslänge. Beine rot, die Spi1j 
der hintersten Schenkel gebräunt. Tegulä und Schul! 
beulen rötlich. 26. parvicaudata Bridgm. 

Bohrer mindestens so lang als der Hinterleib. 32. 

32. Die hintersten Tarsen dick, an der Basis gelblich. Schul I 
beulen, Tegulä und Stigma gelb. 7—8 mm. 

23. crassitarsis C. G. Thoms. 
Beine schlank, die hintersten Tarsen dünn, weiss gerinJ 
Bohrer fast länger als der Hinterleib. 7—8 mm. 

24. tenuitarsis C. G. Thoms. 



Glypta. 1189 



»ine rot, die hintersten Schienen gelblich, nur an der 
issersten Spitze dunkler. Klauen doppelt länger als der 
ilvillus, lang gekämmt Das 5. Tarsenglied um die Hälfte 
iger als das vierte. 6 — 7 mm. 

30. Salicis C. G. Thoms. 
)ie hintersten Schienen weisslich, vor der Basis und an 
der Spitze schwarz. 34. 

Das letzte Tarsenglied 3 Mal länger als das vorhergehende. 
Vorderbeine gelb, an der Basis weiss. Die hintersten 
Tarsen schwarz, die Glieder an der Basis weiss. 6 mm. 

29. pedata Desv. 
Das 5. Tarsenglied nicht 3Mal länger als das vorhergehende. 35. 

Beine rotgelb, die hintersten Kniee und Tarsen schwarz, 
die Tarsenglieder an der Basis weiss. 7—8 mm. 

2j. pictipes Taschb. 
Die vorderen Hüften und Trochantern weiss ; im Uebrigen 
der vorigen Art sehr ähnlich, aber kleiner und schlanker. 
6—j mm. 

28. varicoxa C. G. Thoms. 

Hinterleib wenigstens an der Vorderhälfte ganz oder fast 
ganz rot. Segment 2 und 3 beim $ quer. Metathorax- 
leisten mehr oder weniger deutlich. 37. 

Die vorderen oder mittleren Segmente nur breit rot ge- 
randet. 38. 

Hinterleib rot, die Endsegmente verdunkelt. Beine rot, 
die hintersten Schienen an der Spitze und vor der Basis 
schwach gebräunt. Bohrer von Hinterleibslänge. 5—6 mm. 

34. rufata Bridgm. 
Segment 1—3—4 rot; die Basis des 1. Segments und das 
4. verschwommen schwärzlich. Fühlergeissel rot. Die 
hintersten Schienen weisslichgelb, am Ende und vor der 
Basis verdunkelt. Bohrer etwas länger als der Hinterleib. 
Körper kräftig, stark punktiert. 8—9 mm. 

35. salsolicola n. sp. 

Klauen fast ungekämmt. Bohrer etwas länger als der 
Hinterleib. Alle Metathoraxleisten deutlich. Nur das 1. 
Glied der hintersten Tarsen an der Basis weisslich. 7 mm. 

32. microcera C. G. Thoms. 
Klauen deutlich gekämmt. Wenigstens beim $ die Meta- 
thoraxleisten verwischt. Die ersten Glieder der hintersten 
Tarsen an der Basis weiss. 39. 



190 Pimpiinae. 



39. Bohrer fast von Körperlänge. Fühler kurz. Die ersln 
Hinterleibssegmente am Ende mehr oder weniger a*. 
gedehnt rot. Hüften und Trochantern meist zum Ijil 
oder ganz schwarz. 6—8 mm. 

31 mensurator F. 

Bohrer kaum länger als der Hinterleib. Brustseiten ijd 
Metathorax stark punktiert. Fühler länger als bei J 
vorigen Art. 6—7 mm. 

33. dentifera C. G. Thoms. 

40. Beine gelbrot, Basis der Hüften schwarz. Segment 2 il 
3 rot gerandet. 36. longicauda Htg. 
Beine rot, Basis aller Hüften und des 1. Schenkeirin ss 
schwarz ; die roten Hinterschienen an der Spitze und I 
der Basis schwarz, an der Basis gelb ; Hintertarsen schw;z, 
die Basis der drei ersten Glieder gelbweiss. 8 mm, 

37. nigro-trochanterata Strobl. 

41. Mesonotum mit roter Zeichnung. 5. 
Mesonotum nicht rot gezeichnet. 42. 

42. Die hintersten Hüften und Trochantern ganz rot. 43. 
Wenigstens die hintersten Trochantern ganz oder grössti 
teils schwarz. 51. 

43. Die hintersten Schienen ausser an der Spitze auch m 
der Basis mit dunklem Halbring. 44. 
Die hintersten Schienen höchstens an der Spitze dun 
gezeichnet. 47. 

44. Hinterleib fast ganz rot, nur an der äussersten Sp' 
dunkel. Bohrer von halber Körperlänge. 

46. rufiventris Kriechb. 
Hinterleib ganz oder grösstenteils schwarz. 45. 

45. Das 4. und 5. Glied der hintersten Tarsen von gleic r 
Länge. Bohrer fast etwas länger als der Hinterleib. S - 
ment 2 und 3 breiter als lang. Hinterleib schwarz i 
roten Einschnitten. 47. similis Bridgm. 

Das 5. Glied der hintersten Tarsen viel länger als das vierte. )• 



46, Die Kiele des 1. Segments deutlich, fast bis zur Spi 
Segment 2—4 fast so lang als breit. Die ersten Segme 
an der Spitze oder fast ganz rot. 6 — 7 mm. 

40. filicornis C. G. Thoms. 
Die Kiele des 1. Segments undeutlich, kaum bis über < 
Mitte reichend. 6 — 7 mm. 

41. lineata Desv. 



ö'ypta. 1191 

eine ganz rot, die vorderen Trochantern gelblich ; die 
ntersten Schienen an der Spitze kaum etwas gebräunt. 

„egment 2 und 3 länger als breit. Hinterleib ganz schwarz. 

Nur das tf bekannt. 

48. rufipes Brischke. 

Die hintersten Schienen am Ende deutlich verdunkelt, 

seltener an der Basis weiss. 48. 

\ Bohrer länger als der Hinterleib. Die hintersten Schienen 
am Ende schwarz. 49. 

Bohrer höchstens so lang als der Hinterleib. Geissei glied 
1 und 2 an Länge wenig verschieden. 50. 

). Nebenaugen stark vorspringend. Fühler gegen das Ende 
unten rot. Körper einfarbig schwarz. Stigma und Tegulä 
rotgelb. Bohrer wenig kürzer als der Körper. 

49 exophthalmica Kriechb. 
Nebenaugen, nicht auffallend vortretend. Fühler schwarz, 
das 1. Geisselglied fast ii/ 2 Mal so lang als das folgende. 
Die hintersten Tarsenglieder an der Basis hell. 

45- nigricornis C. G. Thoms. <j>. 

|'. Hinterleib rot, an Basis und Ende schwarz. Die hintersten 
Schienen an der Basis weiss, am Ende kaum verdunkelt ; 
Tarsenglieder an der Basis weiss. Klauen den Pulvillus 
nicht überragend. Schiensporen das erste Drittel kaum 
erreichend. Eine der kleinsten Arten, kaum 6 mm. 

34. rufata Bridgm. 
Segment 1—3 am Ende rotbraun. Bohrer so lang als der 
Hinterleib. Die hintersten Schienen am Ende braun, 
Tarsenglieder am Ende weiss. 9—10 mm. 

44. Thomsoni Strobl (rufipes C. G. Thoms.) 

Segment 2 und 3 länger als breit. Hinterleibsmitte mehr 
oder weniger und Beine mit Ausnahme der Basis rot. 

50. rubicunda Bridgm. 

Die mittleren Segmente quer, bei G. filicornis fast so lang 
als breit. 52. 

Die hintersten Hüften und Trochantern ganz schwarz. 53. 
Die hintersten Hüften rot oder nur an der Basis schwarz. 55. 

Die hintersten Schienen nur an der Spitze, ebenso die 
Flügeldecken schwarz. Geisselglied 1 fast ii/ 2 Mal so lang 
als das folgende Glied. 9—10 mm. 

45- nigricornis C. G. Thoms. <j>. 
Die hintersten Schienen am Ende und nahe der Basis 
schwarz. 54. 



1192 Pimplinae. 



54. Costula beim £ deutlich, die Seitenfelder neben der ar| 
superomedia also von einander getrennt. Beim tf 
Metathorax deutlich gefeldert. Nur der Metatarsus an d 
Basis weiss. Spirakeln des 1. Segments zahnartig vc 
springend. Bohrer von Körperlänge. 7—9 mm. 

38. vulnerator Grav. 
Costula beim $ gänzlich fehlend, beim tf undeutlich, m 
drei ersten Tarsenglieder an der Basis weiss. Spiraku 
des 1. Segments nicht zahnartig vorspringend. Bomb 
kürzer als der Hinterleib. 7—8 mm. 

39. haesitator Grav. 

55. Hüften und Trochantern an der Basis schwarz. Metathora- 
leisten wenig erhaben aber deutlich. Die ersten Segmet* 
ganz oder nur am Ende rot. Bohrer fast länger als cl 
Hinterleib. 6—7 mm. 

40. filicornis C. G. Thoms. 

Hüften rot, Trochantern schwarz. Metathoraxleisten nl 
wischt. Bohrer etwas kürzer als bei der vorhergehende 
Art. Schiensporen kurz. 6 — 7 mm. 

43. trochanterata Bridgm. 

1. G. flavolineata Grav. 1829 Q. flavolineata Gravenhorst, Idjj 
Eur. III p. 27 $cT I 1860 Q. flavolineata Holmgren, Svensk. W 
Akad. Handl. III p. 39 $ö* | 1889 Q. flavolineata C. Q. Thoms, 
Opusc. lehn. XIII p. 1332 $ </. 

Kopf hinter den Augen stark verschmälert, Stirn die: 
und ziemlich grob punktiert, Wangen etwas länger als fcj 
Madibelbasis, Fühler länger als der halbe Körper |] 
gegen das Ende leicht verdünnt, das 1. Geisselglied wer* 
länger als das zweite Meson otum dicht und stark pur 
tiert, Metathorax deutlich gefeldert, area superomedia läng 
als breit, Costula vor der Mitte. Nervulus etwas hinter ql 
Gabel. Endglied der Tarsen wenig (<j>) oder nicht (j 
länger als das vorhergehende Glied. Hinterleib dicht pur 
tiert, weisslich behaart, das 1. Segment länger als bre;, 
mit deutlichen Rückenkielen, Segment 2—4 quadratis 
mit an der Basis zusammenlaufenden Schrägstreifen ; Bohr 
etwas kürzer als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus n: 
Mandibeln, ein gelber Streif vor den Flügeln und Schil 
chenspitze gelb. Flügel mit hellem Stigma. Beine rötlic 
gelb, vordere Hüften und Trochantern hellgelb, die Spit 
der hintersten Schenkel und die hintersten Schienen tu 
die Tarsen braun, die hintersten Schienen innen gelblic 
an der Basis weisslich. 

L. 10 — 12 mm. 

Verbreitet über ganz Nord- und Mitteleuropa und ei 
der häufigsten Arten. — Nach Bridgman aus Phycis betulel 



Glypta. 1193 



G. evanescens Rtzb. 1848 G. evanescens Ratzeburg, lehn. d. 
Forstiiis. II p. 103 | 1889 G. evanescens C. G. Thomson, Opusc. lehn. 
XIII p. 1333 £d"- 

Clypeus, Mund, eine Makel vor den Flügeln, Spitze und 
teilweise Seiten des Schildchens gelb. , Beine rötlichgelb, 
die hintersten zum Teil dunkel. — Sehr ähnlich der G. 
flavolineata aber länger und schlanker, Mesonotum viel 
sparsamer punktiert, Metathorax fast glatt mit undeutlicher 
oder fehlender Felderung, area postica sehr kurz. Beine 
schlanker als bei der vorigen Art. Hinterleib gestreckt, 
ziemlich glatt, das 1. Segment doppelt so lang als hinten 
breit, fast ohne Kiele, Segment 2—4 länger als breit. 

L. 9—10 mm. 

Schweden, Deutschland, England. Hier in Thüringen 
weit seltener als G. flavolineata. Als Wirte werden ange- 
geben : Halias quercana und prasina, Antithesia capreana. 

; G. cicatricosa Rtzb. 1848 Q. cicatricosa Ratzeburg, lehn. d. 
t Forstins. II p. 103 | 1889 G. cicatricosa C. G. Thomson, Opusc. lehn. 
XIII p. 1333 £cf- 

Schwarz, Clypeus, eine Makel der Mandibeln, eine Linie 

vor den Flügeln und Schildchenspitze gelb. Beine rötlich, 

die hintersten zum Teil dunkelbaun. — Ebenfalls der G. 

i flavolineata ähnlich aber gedrungener, Segment 2—4 etwas 

I kürzer als breit mit gröberer Skulptur und deshalb fast 

1 matt. Die Schrägstreifen der mittleren Segmente laufen 

| an der Basis nicht zusammen, sondern sind deutlich von 

einander entfernt. Die hintersten Schienen innen nicht gelb 

sondern rötlich. 

L. 12 mm. 

Verbreitung wie bei G. flavolineata und evanescens, aber 
wie es scheint die seltenste der 3 Arten ; ich habe sie hier 
in Thüringen nur 2 oder 3 Mal gefunden. — Nach Ratze- 
burg aus Tortrix viridana. 

G. fractigena C. G. Thoms. 1889 G. fractigena C. G. Thomson, 
Opusc. lehn. XIII p. 1334 £ cf 1 . 

Schwarz, Fühler unten rötlich, oben braun, eine drei- 
eckige Makel vor den Flügeln gelb. Beine rötlichgelb, die 
hintersten Trochantern oben schwarzbraun, die hintersten 
Tarsenglieder namentlich beim </ an der Basis weiss. — 
Aehnelt sehr G. flavolineata, weicht aber schon durch die 
Färbung namentlich das schwarze Schildchen ab. Die 
Gestalt ist gedrungener, der Kopf kürzer, Wangenleiste 
gebrochen, Stirn und Mesonotum feiner punktiert; Meta- 
thorax deutlich gefeldert aber mit feinerer Skulptur. Seg- 
ment 2—4 sind kürzer als bei G. flavolineata und zwar 



H94 Pimplinae. 



dicht aber weniger grob punktiert, die Schrägstreifen sto^ 
an der Basis nicht zusammen ; das r. Segment mit lad! 
Kielen. Beim tf sind Clypeus und Vorderbeine blassgji 

L. 7 — 8 mm. 

Schweden, Deutschland, Frankreich ; selten. 



G. genalis Möller. 1883 Q. genalis Möller, Entom. Tidskr 
p. 95£cT I 1889 Q. genalis C.Q.Thomson, Opusc. lehn. XIII p. 1331 < 

Körper gedrungen, stark punktiert, glänzend. Kopf n 
hinten stark verschmälert, Stirn ziemlich stark, Ges 
feiner punktieft, Wangenleiste gebrochen, Wangen deut 
länger als die Breite der Mandibelbasis. Mesonotum zil 
lieh zerstreut und fein punktiert, Metathorax vollstärij 
gefeldert mit kräftigen Leisten. Hinterleib glänzend, si . 
sam punktiert, braun behaart, das i. Segment kurz con^ 
mit deutlichen aber nicht langen Kielen, Segment J 
quer, die Schrägeindrücke tief, an der Basis nicht zusamrrji 
stossend ; Bohrer fast von Hinterleibslänge. — Schwrz 
auch Fühler, Clypeus, Mandibeln und Tegulä. Beiir^ 
Fühler unten rötlich, Mandibeln zuweilen hell gefleckt il 
Tegulä mehr braun. Vor der Flügelbasis ein gelber Pml 
fleck. Beine kräftig, rötlich, Hüften, Trochantern, !| 
hintersten Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich. I 

Von G. fractigena verschieden durch die Färbung 'j 
Fühler und Beine, die zerstreutere und gröbere Punktierig 
und die längeren Wangen. I 

L. 8 mm. 

Zerstreut durch Nord- und Mitteleuropa ; auch in c 

Pj^renäen gefunden. 

i 

G. rostrata Holmgr. 1860 Q. rostrata Holmgren, Svensk. V, 
Akad. Handl. III p. 39 %tf | 1889 Q. rostrata C. Q. Thomson, Op' 
Ent. XIII p. 1330. 

Ausgezeichnet durch die langen Wangen, welche mtr 
als doppelt so lang sind als die Breite der Mandibelbaü. 
Körper schlank, ziemlich grob punktiert und glänzei.. 
Kopf von vorn gesehen dreieckig, nach unten verlängt, 
hinter den Augen verschmälert, Wangenleiste nicht ä 
brochen, Stirn flach, Geisseiglied i fast um die Häh 
länger als das folgende Glied. Mesonotum ziemlich z«- 
streut und flach punktiert, Metathorax fast ungefelde, 
nur hinten mit Querleiste. Hinterleib fein punktiert, di 
i. Segment convex mit kurzen Kielen, Segment 2—4 qvJ 
dratisch. — Schwarz, Fühler unten rötlich. Stigma bräunlic- 
gelb. Schenkel und Schienen rot, die hintersten Schiene 
spitzen und Tarsen braun. Hinterleibsmitte mehr od 






Qlypta, 1195 



weniger ausgedehnt rot. Beim tf die vorderen Hüften und 
Trochantern grösstenteils gelb. 

L. 10— 11 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; nicht häufig. 

C. crenulata C. G. Thoms. 1889 Q. crenulata C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1334. 

Ausgezeichnet durch die crenulierte Schildchenfurche, 
im Uebrigen der G. flavolineata und fractigena sehr ähnlich. 
Metathorax gefeldert. Hinterleib ziemlich grob und dicht 
punktiert, fast matt, Segment 2—4 nicht quer, die Schräg- 
streifen an der Basis nicht zusammenstossend ; das 1, 
Segment mit langen Kielen. — Schwarz, Clypeus, eine 
Makel oder ein Streif vor den Flügeln, sehr selten auch 
die Schildchenspitze gelb. Beine rot, die hintersten Schienen 
aussen und die Tarsen braun. Hinterleibsspitze rötlich. 

L. 9 — 10 mm. 

Mitteleuropa; selten. Ich habe einige Stücke aus Thüringen. 

G. ephippigera Kriechb. 1895 Q. ephippigera Kriechbaumer, Mitt. 
Schweiz, ent. des. IX p. 262 cT- 

Kopf nach hinten stark verengt, von vorn gesehen drei- 
eckig ; Augen stark vorstehend ; Fühler etwa von Körper- 
länge, das 1. Geisselglied so lang wie die beiden folgenden 
zusammen. Mesonotum fein und dicht punktiert. Meta- 
thorax stark gewölbt, undeutlich gefeldert. Hinterleib 
massig dicht und fein punktiert, das 1. Segment um die 
Hälfte länger als hinten breit, an der Basis seitlich vor- 
springend, oben an der Basis mit tiefer Grube, die schiefen 
Eindrücke auf Segment 2 — 4 entfernen sich auf jedem 
folgendem Segment weiter von einander, sodass der ein- 
geschlossene Raum auf Segment 3 und 4 abgestutzt er- 
scheint. — Schwarz mit ziemlich starker grauer Behaarung 
auf Kopf und Thorax. Fühler unten rötlich. Mitte der 
Mandibeln und des Clypeus gelb. Schenkel und Schienen 
und Vorderhüften rot, Kniee der Vorderbeine schwärzlich ; 
an den hintersten Schienen ist die Basis gelblich, darunter 
die Spur eines dunklen Ringes, das Enddrittel und die 
Tarsen gebräunt. Stigma schmal, innen gelblich, Tegulä 
schwarz. Der Hinterrand des 1. Segments in der Mitte, 
das 2. und 3. ganz, das 4. wenigstens teilweise braunrot. 

L. 12 mm. £ unbekannt. 

Schweiz (Wallis). 

G. teres Grav. 1829 G. teres Qravenhorst, lehn. Eur. »I 
p. 8 <j>c? | 1860 Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. III p. 40 $ cT I 
1889 C.G.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1339. 

Körper fein und zusammenfliessend punktiert, fast matt. 
Kopf kurz, hinter den Augen verschmälert ; Fühler so 



Pimplinae. 



lang (cf) oder wenig kürzer (<j>) als der Körper. Me- 
thorax stark punktiert, mit undeutlicher Felderung. Be:j 
schlank, die hintersten Tarsen dünn, das Endglied kli 
und nicht länger als das vorhergehende Glied. Hinterl ) 
schmal, dicht und fein runzlig-punktiert, wenig glänze , 
Kiele des i. Segments wenig über die Mitte reichend, S««, 
ment 2 und 3 quadratisch ; Bohrer von Hinterleibslätu 
— Schwarz, Fühler unten rötlich. Stigma bräunlichge I 
Tegulä gelb. Schenkel und Schienen rötlich, die hintersh 
Schienenspitzen und Tarsen braun, die Tarsenglieder 1 
der Basis kaum heller. Einschnitte der vorderen 2 ode'J 
Segmente rötlich. 

L. 7 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; selten. Als Wirte werdi 
Tinea populella und Saperda populnea angeführt. 

10. G. tenuicornis C. G. Thoms. 1889 G. tenuicornis C. Q. TM 
son, Opusc. lehn. XIII p. 1340 $. 

Sehr kleine und schlanke Art. Kopf hinter den Augi 
rundlich verschmälert ; Stirn convex, wenig und nicht tf 
punktiert ; Wangen kurz mit nicht gebrochener Wang<- 
leiste; Fühler sehr dünn, länger als der halbe Körp. 
Mesopleuren glänzend, fast glatt ; Metathorax oben unj- 
feldert. Beine schlank und dünn, Endglied der Tar(i 
nicht länger als das vorhergehende Glied, Klauen |q| 
klein. Hinterleib linear, dicht und fein punktiert, Kiele ch 
1. Segments kurz, Segment 2 — 4 fast quer, Schrägstreif 
an der Basis von einander entfernt; Bohrer etwas länd 
als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus, Schulterbeulen vl'.1 
Tegulä, zuweilen auch Mandibeln gelblichweiss. Flis 
hyalin, Stigma ziemlich breit, gelblich. Beine rötlichge 
Hüften und Trochantern schwarz, die vordersten Hüfti 
am Ende weisslich, Spitze der hintersten Schenkel und d 
hintersten Schienen und Tarsen braun, Schienen an d 
Basis weisslich, in der Mitte verschwommen rötlich. 

L. 7 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; selten. 

11. G. resinana Htg. 1838 Q. resinana Hartig, Jährest». Fortsc 
Forstw. I p. 268 $.(? \ 1844 Q. resinanae Ratzeburg, lehn. d. Forsti 
I p. 121 $cT | 1860 Q. consimilis Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Hau 
III p. 40 $c? | 1889 Q. resinanae C.Q.Thomson, Opusc. Eni > 
p. 1340 £ö*. 

Kopf nach hinten rundlich verschmälert ; Wangenleis 
gleichmässig gekrümmt; Stirn convex, punktiert; Fühl 
fadenförmig, beim ^ gegen das Ende leicht verdüm 
Thorax cylindrisch ; Brustseiten glänzend, punktiert, n 






Glypta. 1197 



deutlichem Speculum ; Metathorax deutlich gefeldert. Beine 
ziemlich schlank, das Endglied der Tarsen kaum länger 
als das vorletzte Glied, Klauen klein und nicht gekämmt. 
Hinterleib ziemlich gedrungen, matt und stark pubescent ; 
das 1. Segment wenig länger als hinten breit, Segment 
2—4 quer, die tiefen Schrägeindrücke an der Basis nicht 
ganz zusammenstossend, Bohrer etwas länger als der 
Hinterleib. — Schwarz, Clypeus meist hell ; Schulterbeulen 
rötlich, Tegulä gelblichweiss. Beine rot, die hintersten 
Schenkelspitzen, Schienen und Tarsen dunkelbraun, Schienen 
an der Basis weisslich ; in der Mitte trüb rot. Segment 
2 — 4 oft mit bräunlichen Endrändern. 
L. 9 — 10 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; nicht gerade häufig. Wurde 
aus Retinia resinella gezogen. 

G. nigroplica C. G. Thoms. 1889 Q. nigroplica C.Q.Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1341 $. 

Verwandt mit G. resinana, verschieden durch folgende 
Merkmale : Körper gestreckter, mehr linear. Kopf von vorn 
gesehen fast dreieckig, indem die Wangen länger sind 
als bei der vorhergehenden Art; Clypeus weniger dicht 
behaart ; Scheitel tiefer ausgerandet. Stigma dunkelbraun. 
j in der Mitte heller. Beine, namentlich die Schenkel dicker, 
rötlichgelb, die hintersten am Ende dunkel, die hintersten 
Trochantern nicht braun. Das 1. Segment fast doppelt so 
lang als breit, Segment 2—4 quadratisch ; Bauchfalte 
schwarzbraun ; Bohrer etwas länger als der Hinterleib. 

L. 9 — 10 mm. 

Schweden. 

G. biauriculata Strobl. 1901 Q. biauriculata Strobl, Mitt. naturw. 
Ver. Steierm. p. 18 £. 

Ausgezeichnet durch die ohrförmig erweiterten, aufstehen- 
den Fühlergruben, ähnlich wie bei manchen Tryphon -Arten. 
Oberkopf und der stark verschmälerte Hinterkopf lebhaft 
glänzend, schwach und zerstreut punktiert. Clypeus deut- 
lich geschieden, vorn rot, lang aber nicht schopfig behaart. 
Wangen massig lang. Fühler lang und dünn, mit Aus- 
nahme des Schaftes ganz rotgelb. Mesonotum ziemlich 
dicht punktiert und behaart, wenig glänzend ; Brustseiten 
glänzend, zerstreut punktiert mit deutlichem Speculum. 
Metathorax fein aber vollständig gefeldert, area supero- 
niedia glatt und glänzend, die übrigen Felder glänzend, 
aber zerstreut grob punktiert. Flügel hyalin mit rotgelbem 
Stigma. Beine lebhaft rotgelb, Schienen etwas blasser; 



ngS Pimpliuae. 



die äusserste Basis der 4 Vorderhüften, die hinteren 'ffl 
chantern und die breite Spitze der Hinterschienen brali. 
Hintertarsen dunkler als die vorderen, doch nicht brak; 
das letzte Glied nicht länger als das vorletzte. Das 1. Sl 
ment bedeutend länger als breit, glänzend, gewölbt, inj: 
Mitte nur wenig, an den Seiten dichter punktiert, die Kit 
nicht bis zur Mitte reichend. Die 3 folgenden Segmete 
quadratisch, trotz der dichten Punktierung ziemlich glänze!; 
die letzten Segmente quer und sparsamer punktiert, 
schiefen Eindrücke sind ziemlich schwach. Endsaum :j 
Segmente schmal rotbraun. Bohrer kürzer als der Hinterl 

L. 8 mm. ^ unbekannt. 

Steiermark (Graz). 

14. G. nigripes Strobl. 1901 Q. nigripes Strobl, Mitt. naturw. I 
Steierm. p. 19 cT- 

(/ Durchaus schwarz, nur die Schenkelspitzen an den Vorcjr- 
beinen breit, an den Hinterbeinen schmal rot; Vorderschiel n 
ganz, ihre Tarsen grösstenteils rot. Hinterschienen n 
Basis und Spitze breit braun, nur in der Mitte lichter, '.& 
hintersten Tarsen ganz schwarz. Kopf zerstreut punktet, 
ziemlich glänzend, nach hinten verschmälert. ClypjS 
ziemlich lang aber nicht schopfig behaart. Wangen län:r 
als die halbe Augenhöhe. Thorax ziemlich dicht punkti t, 
schwach glänzend; Metathorax vollständig gefeldert. l.s 
letzte Glied der Hintertarsen nicht länger als das vorlet;?. 
Das 1. Segment etwas länger als breit, nach vorn we:j* 
verschmälert, die Kiele bis zur Mitte reichend; Segm'.t 
2 — 4 quer. 

L. 6 — 7 mm. <j> unbekannt. 

Alpenwiesen von Steiermark und Siebenbürgen. 

15; G. femorator Desv. 1856. Cryptus (Qlypta) femorator Desvig;; 
Catal. Brit. lchneum. p. 73 cT- 

Diese Art ist wie alle von Desvignes angeführten e 
höchst zweifelhafte ; ich habe sie jedoch hier mit angefül:, 
da sie in den schwarz gefärbten Hinterschenkeln ein auffalh- 
des Merkmal besitzt. Das ganze Tier ist schwarz, Sehen! 1 
und Schienen rötlich, die hintersten Schenkel schwarz, rx 
an der äussersten Basis rötlich. Das Endglied der Tarn 
ist länger als das vorhergehende Glied, 

Enerland. 



16 



G. nigrina Desv. 1856 Cryptus (Qlypta) nigrina Desvignes, Ca 
Brit. lchneum. p. 74 $ . 

Auf diese Art gilt dieselbe Bemerkung wie auf die v< 
hergehende. Bei schwierigen Gattungen ist mit derartig 



Glypta. i 1 99 



kurzen Farbenskizzen nichts gedient. Schwarz, Beine rot, 
Basis der hintersten Schenkel braun. Bohrer kürzer als 
der Hinterleib. Das Endglied der Tarsen länger als das 
vorhergehende Glied. Auch diese Art würde also nur in 
der Färbung der Hinterbeine ein besonderes Merkmal 
besitzen. 
England. 

G. SCUlpturata Grav. 1829 Qlypta sculpturata Gravenhorst, lehn. 
Eur. III p. 7 cT I 1889 G. sculpturata C. Q. Thomson, Opusc. Ent. 
p. 1342 $ö\ 

Kopf kurz, Scheitel breit, nach hinten wenig verschmälert, 
Wangen aufgetrieben, Mandibeln an der Basis punktiert. 
Metathorax deutlich gefeldert. Beine kräftig, Klauen un- 
deutlich gekrümmt, das letzte Tarsenglied länger als das 
vorhergehende Glied. — Schwarz, ziemlich glänzend. Stigma 
dunkel, Beine gelbrot, die hintersten Tarsen an der Spitze 
kaum verdunkelt; beim tf Hüften und Trochantern schwarz. 
Segment 2—4 ziemlich quadratisch, 2 und 3 mit rötlichem 
Endrand ; Bohrer fast von Körperlänge. 

L. 8 — 10 mm. 

Deutschland, Frankreich ; selten. 

G. bifoveolata Grav. 1829 Qlypta bifoveolata Gravenhorst, lehn. 
Eur. 111 p. 25 £cj* (excl. var. 2) | 1860 G. bifoveolata Holmgren, 
Svensk. Vet.-Akad. Handl. 111 p. 41 $ | 1889 G. bifoveolata C. G. 
Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1342 $3*. 

Scheitel hinter den Augen rundlich verschmälert, Gesicht 
oberhalb des Clypeus bucklig, Stirn dicht punktiert, Fühler 
kaum länger als der halbe Körper, beim £ gegen das Ende 
schwach verdickt, das 1. Geisselglied um die Hälfte länger 
als das folgende Glied. Brustseiten grob aber ziemlich 
weitläufig punktiert mit deutlichem Speculum ; Metathorax 
beim $ undeutlich, beim ^ vollständig gefeldert. Das 
letzte Tarsenglied beim $ um die Hälfte, beim ^ nur 
j wenig länger als das vorhergehende Glied. Hinterleib 
(beim £ stark punktiert, glänzend, die Kiele des 1. Segments 
fast bis zum Ende reichend, Segment 2—4 ungefähr qua- 
dratisch ; Bohrer um die Hälfte länger als der Hinterleib. 
- Schwarz, Clypeus meist rötlich. Stigma rötlichgelb. 
Beine ziemlich dick, einfarbig gelbrot, die hintersten Tarsen 
gegen das Ende verdunkelt; beim tf zuweilen die hinteren 
Hüften und Trochantern, selten auch die Schienenspitzen 
verdunkelt. Die mittleren Hiiiterleibssegmente mit röt- 
lichen Endrändern. 
E. 7 — 9 mm. 

Verbreitet über ganz Europa und eine der häufigsten 
Arten. — Wurde aus Steatoda castanea (Lep.) gezogen. 



Pimplinae. 



19. G. incisa Grav. 1829 Qlypta incisa Qravenhorst, lehn. Eu;i|| 
p. 23 $cT I 1889 Qlypta incisa C. G. Thomson, Opusc. Entl 
p. 1343 $cf. 

Scheitel breit, hinter den Augen wenig verengt. Führ 
geissei beim £ gegen das Ende etwas verschmälert, du 
Geisselglied wenig länger als das folgende Glied. Das lefc 
Tarsenglied länger als das vorhergehende Glied. Segm 
2—4 quadratisch; Bohrer etwas länger als der Hinterleil- 
Schwarz, Beine rot, die hintersten Schenkel an der Sp 
und die hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, j 
Schienen an der Basis weisslich, in der Mitte rot. Segm 
2 und 3 mit rötlichem Endrand. Sehr ähnlich der G. sc| 
turata, aber grösser, Hüften bei $ und tf rot, die hinter« •] 
Schienen und Tarsen anders gefärbt, Fühler mit andi 
Struktur, Segment 2—4 stärker punktiert. 

L. 11 — 12 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. — Aus Retinia resin< 

20. G. brevipetiolata C. G. Thoms. 1889 Qlypta, brevipetiü 
C.Q.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1344 $cT- 

Schwarz, glänzend, Beine gelbrot, die hintersten Tai 
gegen das Ende braun, Bohrer nicht länger als der Hin 
leib, das 1. Segment kaum länger als hinten breit. 

Der G. incisa in Gestalt, Grösse und Skulptur ahn! 
aber Brustseiten zerstreut und weniger deutlich punkt: 
die hintersten Beine ungefleckt, Hinterleib weniger krä 
punktiert und deshalb glänzender, das 1. Segment k 
länger als hinten breit, Segment 2—4 fast quer, die Schi 
streifen an der Basis weiter von einander entfernt, M,i 
thorax kürzer, aber area postica weiter hinauf reicht 
Schenkel weniger kräftig ; Kopf hinter den Augen et 1 
stärker verengt; Fühler bei beiden Geschlechtern schw | 
gegen das Ende deutlicher verschmälert, beim ^ziemlich a) 

L. 10 — 11 mm. 

Schweden. 

! , 
2 1. G. scutellaris C. G. Thoms. 1889 Qlypta scutellaris C. G.Th 
son, Opusc. Ent. XIII p. 1344 $0*. 

Gestalt gedrungener wie bei G. scalaris. Kopf hinter 1 
Augen rundlich verschmälert, von vorn gesehen dreieel; 
Wangen ziemlich lang; Stirn flach, dicht punktiert; Fül 
ziemlich kurz. Thorax gedrungen; Brustseiten punktii 
mit deutlichem Speculum ; Metathorax gefeldert. B« 
ziemlich kräftig. Hinterleib fast matt, dicht und ziem 
fein punktiert, das 1. Segment kaum länger als hinten bit 
Segment 2—4 quer, die Schrägeindrücke tief, an der B;|i 
von einander entfernt; Bohrer von Hinterleibslänge.- 



Glypta. i2or 



Schwarz ; Schildchen rot ; Stigma rötlichgelb ; Beine gelb- 
rot, die vorderen an der Basis gelblich, die hintersten 
| Schienen gelblich weiss, nahe der Basis und am Ende 
| schwärzlich; die hintersten Tarsen schwärzlich, die ein- 
zelnen Glieder an der Basis weisslich. 
L. 7 mm. 
Schweden. 

G. scalaris Grav. 1829 Glypta scalaris Qravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 24 $ | 1860 Q. scalaris Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. Hl 
p.42 $ö" | 1889 G. scalaris C.G.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1345 £<^\ 

Ziemlich kleine Art; Kopf nach hinten verschmälert, 
Fühler ziemlich kurz und dick ; Thorax gedrungen, Meta- 
thorax gef eldert ; Beine kräftig. Hinterleib beim $ ziemlich 
glänzend, beim tf matt, Segment 2—4 quer, Bohrer kürzer 
als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus meist rötlich, 
Schulterbeulen gelb, Stigma bräunlichgelb, Tegula hellgelb. 
Beine rotgelb, Hüften und Basis der Trochantern schwarz, 
beim £ die Hüften am Ende meist rot, die hintersten 
Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich, die vorderen Tarsen - 
glieder an der Basis hell. Segment 1—3 mit rötlichen 
Einschnitten. 

L. 7—8 mm. 

Schweden, Deutschland. 

G. crassitarsis C. G. Thoms. 1889 Glypta crassitarsis C. G. 
Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1346 %(J. 

Kopf nach hinten rundlich verschmälert, Stirn flach, 
ziemlich dicht punktiert, Wangen länger als die Basis der 
Mandibeln, Fühler gegen das Ende verdünnt, ziemlich lang, 
das 1. Geisseiglied wenig länger als das folgende Glied. 

j ! Thorax gedrungen, Brustseiten glänzend, fein punktiert, 
Metathorax vollständig gefeldert. Beine kräftig, die hintersten 
Tarsen dick, das Endglied wenig länger als das vorher- 
gehende Glied, Klauen deutlich gekämmt. Hinterleib mit 

i parallelen Seiten, fast matt, dicht und fein punktiert, bräun - 

I lieh pubescent, das 1. Segment nicht länger als hinten breit, 
mit langen Kielen, Segment 2—4 quer, die Schrägstreifen 
tief, an der Basis von einander abstehend ; Bohrer so lang 
wie der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus am Ende rötlich- 
gelb, Schulterbeulen und Tegulä gelblich, Stigma rötlich- 

, gelb. Beine rötlich, die Basis der hintersten Schienen und 
Tarsenglieder gelblichweiss, die hintersten Schienen am 
Ende und nahe der Basis dunkel gezeichnet. 
L. 7 — 8 mm. 
Schweden. 



Pimplinae. 



24. G. tenuitarsis C. G. Thoms. 1889 Qlypta tenuitarsis C. j 
Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1346 <j>. 

Schwarz, Beine ziemlich schlank, rot, die hinterste! 
Schienen und Tarsen weiss geringelt. Bohrer dick, faj. 
länger als der Hinterleib. Der vorhergehenden Art sei 
ähnlich, aber Clypeus und eine Makel der Mandibeln gel 
Hinterleib mehr glänzend ; Beine schlank, die hinterstd 
Kniee, Schienen und die dünnen Tarsen schwarz, die Schient 
an der Basis weisslich, in der Mitte kaum heller, die erst<J 
Tarsenglieder mit weisslicher Basis. 

L. 7 — 8 mm. 

Lappland. 

25. G. breviventris C. G. Thoms. 1889 Qlypta breviventris C 
Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1347 <j>. 

Schwarz ; Beine rot, die hintersten schwarz und weiji 
gezeichnet ; Metathorax ungefeldert ; Bohrer etwas läng!- 
als der Hinterleib. 

Der G. tenuitarsis ausserordentlich ähnlich, aber Metj 
thorax nur mit der area postica, das 1. Hinterleibssegmej: 
an der Basis rundlich -verschmälert, Segment 2 — 4 auf de. 
Rücken mehr flach. 

L. 7 mm. 

Lappland. 






26. G. parvicaudata Bridg. 1889 Qlypta parvicaudata Bridgm; 
Trans. Ent. Soc. London p. 435 $cf- 

Dicht und fein punktiert, matt. Kopf nach hinten ve 
schmälert ; Fühler von f Körperlänge. Metathorax gefeldeu 
Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. Die hintersti 
Klauen deutlich gekämmt. Das 1. Segment länger als | 
Hinterhüften, das 2. und 3. quer, beim ^ weniger deutlic 
die Schrägeindrücke tief ; Bohrer von f Hinterleibslän^ 
— Schwarz, Schulterbeulen und Tegulä rötlich, Stigri 
hellbraun. Beine rot, Spitzen der hintersten Schenk 
dunkelbraun, die hintersten Schienen unterhalb der Bas 
undeutlich, am Ende deutlich dunkelbraun ; die hinterste 
Tarsen schwärzlich, die äusserste Basis der Glieder hell. 

L. 8 mm. 

England. — Wurde aus Hysipetes ruberata gezogen. 

27. G. pictipes Taschbg. 1863 Qlypta pictipes Taschenberg, Zeitscl 
f. d. ges. Naturw. XXI p. 276 $ | 1889 Q. pictipes C. Q. Thomsc 
Opusc. Ent. XIII p. 1347 <j>d\ 

Kopf nach hinten verschmälert. Metathorax unvollständi 
gefeldert. Klauen gekämmt. Segment 2 — 4 wenig breiti 
als lang; Bohrer von Hinterleibslänge. — Schwarz, ziemlic 



Glypta. 1203 

Inzend ; Beine lebhaft gelbrot, die Spitze der hintersten 
lenkel und die Tarsen schwarz, Basis der Tarsenglieder 
iss; die hintersten Schienen gelblichweiss, hinter der 
Basis und am Ende schwärzlich. 
I L. 7—8 mm. 

Verbreitet im nördlichen und mittleren Europa. 

. G. varicoxa C. G. Thoms. 1889 Glypta varicoxa C. Q. Thomson, 
Opusc. Eni XIII p. 1348 $0*. 

Schwarz, ziemlich glänzend ; Beine schlank, gelbrot, die 
vorderen Hüften und Trochantern, die hintersten Schienen 
und Basis der hintersten Tarsenglieder weisslich, die 
Schienen nahe der Basis und am Ende schwärzlich. Bohrer 
von Hinterleibslänge. 

Der vorigen Art sehr ähnlich, aber kleiner und schlanker, 
Vorderbeine an der Basis weisslich. Segment 2-4 kaum 
quer. 

L. 6 — 7 mm. 

Schweden, Deutschland. 

G. pedata Desv. 1856 Cryptus pedata Desvignes, Cat. Brit 
lchneum. p. 74 | 1889 Qlypta pedator C. Q. Thomson, Opusc. Ent XIII 
p. 1348 $ö*. 

Schwarz, ziemlich glänzend ; Beine kräftig, gelbrot, die 
vorderen Hüften und Trochantern, Schienen an der Basis, 
| die hintersten auch in der Mitte breit weisslich, letztere 
an der Spitze und nahe der Basis schwärzlich; die hintersten 
Tarsen schwarz, die Basis der einzelnen Glieder weisslich, 
das letzte 3 Mal so lang wie das vorhergehende. Bohrer 
von Hinterleibslänge. 

Der G. varicoxa in Statur und Färbung, sowie durch den 
vollständig gefelderten Metathorax und die kurzen, gekämm - 
j ten Klauen ähnlich, aber etwas kleiner, der Hinterleib deut- 
; licher punktiert, die Basis der Vorderbeine weisslich und das 
! letzte Tarsenglied fast 3 mal länger als das quere vorletzte. 
f L. 6—7 mm. 
England. 

G. Salicis C. G. Thoms. 1889 Qlypta Salicis C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1348 $&. 

Schwarz, schwach glänzend, dünn weisslich pubescent, 
> Fühlergeissel rötlich, an der Basis oben verdunkelt, Beine 
: rot, Klauen lang und deutlich gekämmt. Bohrer fast von 
Hinterleibslänge. 

Das Endglied der Tarsen um die Hälfte länger als das 
vorhergehende Glied, dieses nicht quer. Klauen doppelt 
so lang wie der Pulvillus, dicht und lang gekämmt. Beine 



1204 Pimplinae. 



kräftig, rot, Schienen an der Basis kaum weisslich, c 
hintersten gelblich, nur am äussersten Ende verdunke 
die hintersten Tarsen braun, die Basis der Glieder helle 
Schiensporen kaum das erste Drittel des Metatarsus ( 
reichend. Stigma rötlichgelb ; der untere Aussen wini 
der Discoidalzelle fast ein rechter. Segment 2 — 4 fast qu 
die Schrägstreifen an der Basis ziemlich weit von einandj- 
entfernt. 

L. 6—7 mm. 

Deutschland. 

31. G. mensurator F. 1775 Ichneumon mensurator Fabricius, Syl. 
ent. p. 338 | 1829 Qlypta mensurator Gravenhorst, lehn. Eur. I 
p. 21 $cT | 1860 Qlypta lugubrina Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Harij. 
III p. 41 $0* | 1889 Qlypta mensurator C. Q. Thomson, Opusc. E, 
XIII p. 1349 £0*. 

Gestalt gedrungen. Körper dicht runzlig-punktiert, kau', 
glänzend. Kopf hinter den Augen rundlich verschmäleij 
Fühler kurz, fadenförmig. Metathorax beim £ undeutlicj 
beim tf deutlicher gefeldert. Stigma breit; der unte} 
Aussenwinkel der Discoidalzelle spitz. Beine kräftig, d| 
letzte Tarsenglied um die Hälfte länger als das vorn«; 
gehende, Klauen gekämmt. Das 1. Hinterleibssegmdi: 
etwas länger als hinten breit, an der Basis beiderse:!; 
ohrartig erweitert, Segment 2 — 3 quer, Bohrer fast m 
Körperlänge. —Schwarz; Schulterbeulen und Tegulä gel; 
lieh ; Stigma rötlichgelb ; Beine rot, Hüften und Basis cj| 
Trochantern in der Regel ganz oder grösstenteils schwär 
die hintersten Schenkelspitzen, ein Fleck nahe der Bas! 
und die Spitzen der gelblichen Hinterschienen und cj 
hintersten Tarsen schwärzlich, die Basis der ersten Tarsel 
glieder heller. Die drei ersten Hinterleibssegmente ri 
roten Einschnitten. 

L. 6 — 8 mm. 

Durch Europa verbreitet. 

32. G. microcera C. G. Thoms. 1863 Qlypta consimilis Tasche 
berg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 276 £c? (non Holmgren) 
1889 Q. microcera C. Q.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1350 <j> . 

Gestalt ziemlich gedrungen; Fühler schlank, gegen d 
Ende etwas verdünnt ; Metathorax deutlich gefeldert, dic : 
punktiert, area postica in der Regel mit 2 Längsleiste 
Klauen nicht gekämmt. Bohrer etwas länger als d 
Hinterleib. — Schwarz, Beine rot, Kniee, die Spitzen d 
Hinterschienen und ein Fleck nahe der weisslichen Bas 
derselben sowie die Hintertarsen schwärzlich, nur die Bas 
des Metatarsus heller. Schulterbeulen, Tegulä und Stign 



Qlypta. 1205 



gelblich. Segment 1 und 2 des gedrungenen Hinterleibes 
mit rotem Hinterrande. 

L. 7 mm. 

Deutschland ; selten. 

G. dentifera C. G. Thoms. 1889 Qlypta dentifera C. G. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1350 $. 

Der G. microcera in Bezug auf Grösse, Gestalt, Färbung, 
Kopfbildung, Fühler, Beine und Bohrerlänge sehr ähnlich, 
aber Brustseiten und Metathorax noch stärker punktiert, 
letzterer undeutlich gefefdert, die Basis der hintersten Tarsen - 
glieder breit hell gefärbt, die Mitte der hintersten Schienen 
breit gelblich, die Klauen gekämmt. 

Deutschland (Harz). 

G. rufata Bridgm. 1887 Qlypta rufata Bridgman, Trans. Ent. Soc. 
London p. 378 £3*. 

Glänzend, punktiert. Kopf quer, hinter den Augen ver- 
schmälert ; Fühler von f Körperlänge. Mesonotum mit 
deutlichen Parapsidenfurchen ; Metathorax glänzend, fein 
quergerunzelt, deutlich gefeldert ; Mesopleuren glänzend, 
nicht dicht punktiert. Klauen gekämmt. Das 1. Hinter- 
leibssegment deutlich länger als breit, die Kiele bis zu 
zwei Drittel der Länge reichend, das 2. und 3. Segment 
breiter als lang ; Bohrer von Hinterleibslänge. — Schwarz ; 
Fühlergeissel unten rötlich ; Stigma beim £ gelblich, beim 
cT bräunlich. Tegulä rötlich. Beine rot, die hintersten 
Schienen an der Spitze und verloschen nahe der Basis, 
ebenso die Spitzen der Tarsenglieder braun. Hinterleib rot. 
Endsegmente schwarzbraun, auch die vorderen Segmente 
zuweilen mit verschwommenen braunen Querflecken. 

L. 5 — 6 mm. 

England. — Wurde aus Eupoecilia notulana gezogen. 

G. salsolicola n. sp. 

Von gedrungener Gestalt. Körper schwach glänzend. Kopf 
quer,- hinter den Augen verengt, Stirn und Scheitel dicht 
punktiert, Gesicht mehr runzlig, in der Mitte bucklig auf- 
getrieben ; Fühler kräftig, gegen das Ende schwach verdünnt, 
von f Körperlänge, das 2. Geisselglied wenig länger als das 
folgende Glied. Thorax gedrungen, durchaus ziemlich grob 
und dicht punktiert und nur schwach glänzend ; Brust- 
seiten mit deutlichem Speculum ; Metathorax kurz, un- 
deutlich gefeldert, nur die hintere Querleiste und 2 Längs- 
kiele vorn deutlich. Nervulus weit hinter der Gabel. Beine 
ziemlich kräftig ; Klauen undeutlich gekämmt. Der ganze 
Hinterleib dicht punktiert, fast matt, das 1. Segment wenig 



T2o6 Pimplinae. 



länger als hinten breit, die Kiele bis über die Mitte reiche 
Segment 2 — 4 weit breiter als lang, mit starken Seit 
buckeln und Schrägstreifen ; Bohrer etwas länger als 
Hinterleib. — Schwarz ; Fühlergeissel rot. Flügel lei 
gelblich getrübt, Tegulä, ein Streif davon und Stigma bis 
gelb. Beine gelbrot, Vorderschienen namentlich an I 
Basis, die hintersten Schienen und Tarsen weisslichgfc 
die Schienen hinter der Basis und am Ende breit br^ 
auch die Spitze der Tarsenglieder dunkel. Hinterleib I 
das 1. Segment hinter der Basis mit einem gros| 
schwarzen Fleck, die Endsegmente vom 3. an an der ß!i 
verschwommen dunkelbraun gefärbt. 

Das <3* stimmt mit dem £ überein. Die Fühler sind 
Körperlänge, gegen das Ende deutlich zugespitzt, mit AM 
nähme des schwarzen Schaftes lebhaft gelbrot. Die ija 
tersten Schienen sind rötlich, nur an der Basis blassgjt 
die dunkle Zeichnung verloschener. 

L. 8 — 9 mm. 

Ich fand diese leicht kenntliche Art auf Salzpflanzetu 
der Saline bei Artern in der Nähe des Kyffhäuser-Gebir/i 

36. G. longicauda Htg. 1838 Glypta longicauda Hartig, Jahre 
Fortschr. Forstw. I p. 261 J 1844 Q. longicauda Ratzeburg, Ichi|( 
Forstins. 1 p. 121 $. 

Die Beschreibung dieser Art ist, abgesehen von der j 
gäbe über die Bohrerlänge, wertlos, doch lässt sich \ 
leicht durch die Zucht einige Klarheit hineinbringen. ' 

,, Schwarz, 2. und 3. Hinterleibssegment rot geran, 
Unterseite der Fühler, Palpen und Beine gelbrot, B'i 
der Hüften schwarz, Schienen und Tarsenglieder der Hin|i 
beine an der Spitze braun. Bohrer länger als der Kö|| 

L. 8 — 9 mm. 

Deutschland. — Wurde aus überwinterten Puppen j 
Bupalus piniarius gezogen." 

37. G. nigro-trochanterata Strobl 1901 Qlypta aigro-trochant* 1 
Strobl, Mitt. Naturw. Ver. Steierm. p. 20 $. 

„Ausgezeichnet durch die Färbung der Beine und 
langen Bohrer ; steht der G. pictipes nahe, noch mehr I 
G. longicauda, von der sie sich aber durch die Farbe I 
Fühler und Beine unterscheidet. — Schwarz, rot sind: i 
Endhälfte des Clypeus, Tegulä und ein kleiner Fleck j 
denselben (diese beiden mehr gelb), sehr schmale Hinji 
ränder der Segmente und die Beine ; die Basis aller Hüi 
und des 1. Trochanter schwarz; die roten HinterschieJ 
an der Spitze und vor der Basis schwarz, an der B| 
gelb ; Hintertarsen schwarz, die Basis der drei ersten Glie^ 



Glypta. 1207 



gelbweiss. Fühler ganz schwarz. Clypeus nicht schopfig 
behaart. Metathorax ziemlich glänzend, zerstreut grob 
punktiert, mit scharf geschlossenem hinteren Mittelfelde 
und 2 vorderen Längsleisten, wodurch ein vorn offenes 
oberes Mittelfeld gut begrenzt wird ; die oberen Seitenfelder 
unvollständig getrennt. Das 1. Segment etwas länger als 
hinten breit, nach vorn schwach verengt, mit 2 bis über 
die Mitte reichenden Längskielen ; die übrigen Segmente 
quer. Flügel getrübt: mit dunklem Randmale und dicken 
schwarzen Adern, der untere Aussenwinkel der Discoidal- 
zelle sehr spitz ; Nervellus fast antefurcal, tief unter der 
Mitte gebrochen. 

L. 8 mm, Bohrer 9 mm. 

Steiermark/' 

G. vulnerator Grav. 1829 Glypta vulnerator Qravenhorst, lehn. 
Eur.lIIp. 11 $c? | 1889 C.Q.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1350 $0*. 

Clypeus dicht schopfig behaart, Gesicht höckerig auf- 
getrieben, Fühler gegen das Ende verdünnt, Mandibeln an 
der Basis glatt. Brustseiten und Metathorax dicht punk- 
tiert, letzterer gefeldert, beim $ weniger deutlich als beim tf. 
Das 1. Segment kurz, an der Basis gerundet, die Luftlöcher 
zahnartig vorspringend, Segment 2—4 quer. Bohrer fast 
von Körperlänge. — Schwarz, Clypeus am Ende rötlich, 
Fühler unten rostrot. Stigma bräunlichgelb. Beine ziem- 
lich dick, rot, Hüften und Basis der Trochantern, ein Fleck 
nahe der bleichen Basis der hintersten Schienen und das 
Ende derselben schwarz ; die hintersten Tarsen schwarz, 
der Metatarsus an der Basis hell. Die 3 ersten Segmente 
am Ende mehr oder weniger ausgedehnt braunrot. 

L. 7 — 9 mm. 

Verbreitet in Nord- und Mitteleuropa. 

G. haesitator Grav. 1829 Glypta haesitator Gravenhorst, lehn. 
Eur. III p. 12 $cT I 1889 C. G.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1351 $^. 

Ziemlich gedrungen. Clypeus schopfig behaart. Bohrer 
von Hinterleibslänge oder noch etwas kürzer. Die vorderen 
Hinterleibssegmente hinten rot gerandet, seltener die rote 
Färbung weiter ausgedehnt. 

Sehr ähnlich der vorhergehenden Art aber der Meta- 
thorax fast ungefeldert, beim <j> die Costula fehlend, beim 
cT ganz undeutlich ; die 3 ersten Tarsenglieder an der 
Basis weiss; das 1. Segment länger, die Luftlöcher nicht 
vorspringend ; Bohrer fast kürzer als der Hinterleib. 

L. 7—8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; im Allgemeinen seltener als 
G. vulnerator. 



i2o8 Pimplinae. 



40. G. filicornis C. G. Thoms. 1889 Qlypta filicornis C. G. Thomsc 
Opusc. Ent. XIII p. 1351 $cT- 

„Körper ziemlich schlank, Clypeus am Ende schöpf 
behaart, Bohrer wenig länger als der Hinterleib, die vc 
deren Segmente am Endrand bis last ganz rot, Beine r< 
die hintersten mit heller und dunkler Zeichnung. 

Eng verwandt mit den beiden vorhergehenden Arte 
aber Kopf nach hinten mehr verschmälert, die Fühler des 
gegen die Spitze kaum verdünnt, Clypeus nur am Em 
mit langer und dichter Behaarung ; Beine weniger kräfti 
Hüften und Trochantern rot, seltener an der Basis schwäi 
lieh, die 3 ersten Glieder der hintersten Tarsen an d 
Basis nur ganz schmal gelblich ; Metathorax mit schwach 
Leisten ; Hinterleib schlanker, Segment 2 — 4 fast so lai 
als breit; Bohrer kürzer als bei G. vulnerator, aber läng 
als bei G. haesitator. 

L. 6 — 7 mm. 

Nord- und Mitteleuropa." 

41. G. lineata Desv. 1856 Cryptus lineatus Desvignes, Catal. Bi 
Ichneum. p. 76 $ | 1889 Qlypta lineata C. Q. Thomson, Opusc. E 
XIII p. 1352 £. 

Schwarz ; Kopf nach hinten verschmälert, Fühler fade 
förmig," Geissei trüb rot; Clypeus am Ende schopfig behaa 1 
Mesonotum und Schildchen rot, ersteres mit 3 schwärzt 
Längsbinden ; Metathorax ganz ungefeldert, nur die Ar 
postica vorhanden ; Brustseiten mit grosser roter Mak 
Stigma hell, Beine ziemlich schlank, rot, die schmale Spit 
der hintersten Schienen und eine Makel nahe der weis 
liehen Basis, sowie die hintersten Tarsen schwarz, die 
ersten Glieder derselben an der Basis weisslich. Hinterle 
ziemlich breit, dicht punktiert und pubescent, matt ; das: 
Segment kurz, die Luftlöcher nicht vorspringend, Segme 
2 — 4 quer, am Ende wie das 1. Segment trüb rot; d 
Schrägstreifen schwach, an der Basis ziemlich weit v< 
einander abstehend. Bohrer etwas kürzer als der Hinterlei 

L. 6 — 7 mm. 

England. Ein £ fand ich in der Sammlung des Her 
Jussel aus der Umgebung von Bregenz (Vorarlberg). 

42. G. rufieeps Desv. 1856 Crypt«s rufieeps Desvignes, Catal. Bi 
Ichneumon, p. 76 $. 

Die Art ist eine sehr fragliche. Ich würde dieselbe, fal 
wirklich eine Glypta darunter zu verstehen ist, für eil 
Varietät der vorigen halten, bei welcher das ganze Mes< 
notum rot ist, wenn nicht die Angabe über die. Länge d< 






Glypta. I2 °9 



Bohrens zu sehr abwich; derselbe soll nämlich von Körper- 
länge sein. 
Als Heimat wird England angegeben. 

G. trochanterata Bridgm. 1886 Qlypta trochanterata Bridgman, 
Trans. Ent. Soc. London p. 368 $ö* I 1889 CG. Thomson, Opusc. 
Ent. XIII p. 1352 $ö*- 

Körper ziemlich schlank, dünn behaart ; Fühler beim tf 
von Körperlänge, beim <j> etwas weniger ; Metathorax nicht 
oder ganz undeutlich gefeldert. Das i. Segment nur an 
der Basis mit Kielen, das 2. und 3. Segment quer; Bohrer 
so lang wie der Hinterleib. — Schwarz ; Tegulä gelblich ; 
Stigma hellbraun. Beine rot, die hintersten Trochantern 
schwarz, meist auch die vorderen und mittleren wenigstens 
zum Teil ; die hintersten Schienen an der Basis weisslich, 
eine Makel dahinter und die Spitze der Schienen schwärz- 
lich ; die hintersten Tarsen dunkel, die Basis der Glieder 
hell. Der Endrand der drei ersten Segmente deutlich rot. 

L. 7 mm. 

England. 

G. Thomsoni Strobl et D. T. 1901 G. Thomsoni Strobl, Mit- 
teil. Naturw. Ver. Steierm. p. 21 I 1901 G. Thomsoni Dalla-Torre, Catal. 
Hymen. III p. 416 | 1889 G. rufipes C. G. Thomson, Opusc. lehn. XIII 
p. 1353 ^ (non Spinola, non Brischke). 

,,$ Körper gestreckt, schwarz, Beine rot, die Spitze der 
hintersten Schienen und die hintersten Tarsen schwarz- 
braun, die Basis der Tarsenglieder hell ; die hintersten 
Schienen unterhalb der hellen Basis nicht dunkel gezeichnet; 
Segment 1 — 3 am Ende braunrot; Bohrer von Hinterleibs- 
länge. — Aehnelt in der Färbung der Beine der G. vul- 
nerator, übertrifft sie aber etwas an Grösse, Hüften und 
Trochantern sind rot, der Clypeus ist nur am Ende schopfig 
behaart, der Bohrer von Hinterleibslänge, Segment 1 — 4 
gestreckter, das 1. Segment an der Basis mit vorspringen- 
den Vorderecken. Von G. haesitator unterscheidet sie sich 
durch die nicht schwarz und weiss geringelten hintersten 
Schienen und Tarsen, durch den längeren Bohrer und die 
roten Hüften. 

L. 9 — 10 mm. 

Oeland." 

G. nigricornis C. G. Thoms. 1889 G. nigricornis C.G.Thomson, 
Opusc. Entom. X1I1 p. 1353 $cT- 

„ $ö* Körper gestreckt, schwarz, ziemlich glänzend, Beine 
beim $ rot, die hintersten Schienen am Ende und die 
hintersten Tarsen schwarz, Basis der Tarsenglieder hell. 



12 io Pimplinae. 



Bohrer länger als der Hinterleib. Beim tf Hüften, li 
chantern und Tegulä schwarz. — Stimmt mit der vorti-j 
gehenden Art in Bezug auf Gestalt, Grösse, Clypeuss 
haarung und Färbung ziemlich überein, unterscheidet sjty 
besonders dadurch, dass beim $ das i. Geisseiglied i!;t 
um die Hälfte länger als das 2. ist ; ein anderes UntI 
Scheidungsmerkmal ist der längere Bohrer. 

L. 9 — 10 mm. 

Schweden." 

46. C. rufiventris Kriechb. 1894 Q. rufiventris Kriechbaumer, A 
soc. hist nat. Espan. XXIII p. 249 <j>. 

Diese Art gehört mit zu der Gruppe, bei welcher «r 
Clypeus dicht schopfig behaart ist. Die Beine sind rot, I 
hintersten Schienen ausser an der Spitze auch nahe <i 
Basis mit dunklem Halbring, auch die Spitzen der hJ 
tersten Tarsen glieder verdunkelt. Bohrer von halber Körp-, 
länge, i- Von den übrigen Arten dieser Gruppe würde s4 
die Art durch den ganz roten, nur an der äusserst 
Spitze dunkelgefärbten Hinterleib unterscheiden. Freilii 
ist dies ein ganz unsicheres Unterscheidungsmerkmal. ]i 
habe gefunden, dass alle Glypta-Arten, die ich in Si| 
europa und ganz besonders in Nordafrika gefangen ha' 
einen ausgedehnt rot gefärbten Hinterleib besitzen, wc 
auch häufig noch eine rote Thoraxzeichnung kommt, 
können also auch hier vielleicht nur eine Färbung 
G. filicornis oder similis vor uns haben. 

L. 8 — 9 mm. 

Mallorca (Balearen). 

47- G-. similis Bridgm. 1886 Q. similis Bridgman, Trans. Entom. S 
London p. 367 £(/. 

„Kopf breiter als lang; Clypeus dicht und lang behaa; 
Stirn grob punktiert; Fühler beim $ von f Körperläng 
beim 3* fast so lang wie der Körper. Metathorax deutli 
und vollständig gefeldert, die Seitenfelder mit zerstreut 
Punkten. Das 4. und 5. Glied der hintersten Tarsen v< 
fast gleicher Länge; Klauen gekämmt. Segment 2 und 
etwas breiter als lang; Bohrer so lang oder etwas läng 
als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus gelb; Fühlergeiss 
braun, unten rötlich. Hinterleib schwarz mit rötlichen Ei 
schnitten. Beine rot, Basis der Hinterschienen weisslic 
ein Fleck dahinter und die Spitze braun; die hinterst« 
Tarsen braun, die Basis der einzelnen Glieder hell. Tegu 
blassgelb. Stigma bräunlichgelb. 

L. 9 — 10 mm. 

England. — Von Fletcher aus Ephippiphora scutellai 
gezogen." 



Glypta. 12 ii 



G. rufipes Brischke. 1864 G. rufipes Brischke, Schrift, phys. ökon. 
Ges. Königsberg V p. 188 cT und 1880 Schrift, naturf. Ges. Danzig 
N. F. IV p. 117 ö\ 

A n m e r k. Dalla Torre schlägt für diese Art den Narnen G. Brischkei 
vor, weil Spinola bereits eine G. rufipes aus Chile beschrieben hat. Aus 
2 Gründen bin ich nicht für diese Aenderung; erstens hat bereits Holm- 
gren eine Glypta Brischkei beschrieben, wenn sie auch jetzt eine eigene 
Gattung, Hoplitophrys, bildet ; anderseits ist sehr fraglich, ob Spinola 
unter seiner G. rufipes wirklich eine echte Glypta beschrieben hat. 

„<3* Kopf und Thorax, besonders das Gesicht, weisshaarig, 
Clypeus mit langen bräunlichen Haaren, Stirn fein ge- 
runzelt, schwach gewölbt, Fühler fast von Körperlänge; 
Thorax fein punktiert, glänzend, Mesonotum dreilappig, 
Metathorax grob punktiert, deutlich gefeldert, Nervellus 
unter der Mitte gebrochen, das i. Segment länger als die 
Hinterhüften, mit zwei scharfen Längskielen, die bis zur 
Mitte reichen, Segment 2 und 3 länger als breit. — Schwarz; 
Palpen und Spitze des Clypeus gelb, Fühlergeissel unten 
rotbraun. Stigma hellbraun, Tegulä und Flügelwurzel gelb. 
Beine rot, vordere Trochantern gelblich, zuweilen die 
äusserste Spitze der hintersten Schienen und die Hinter- 
tarsen bräunlich. 

L. ii — 13 mm. — £ unbekannt. 

Deutschland." 

G. exophthalmica Kriechb. 1887 G. exophthalmus Kriechbaumer, 
Entomol. Nachr. VI p. 85 <j>. 

Kopf hinter den Augen schief und ziemlich stark nach 
hinten verschmälert, mit breitem Zwischenraum zwischen 
den Augen und der Mandibelbasis ; Clypeus am Rande mit 
weisslichem Bart besetzt, sonst wie der Thorax kurz grau 
flaumhaarig, äusserst fein punktiert. Die Nebenaugen treten 
auffallend weit hervor; die beiden oberen stehen in deut- 
lichen Grübchen, das untere (vordere) kann von oben ge- 
sehen leicht für ein stumpfes Hörn gehalten werden. Meta- 
thorax runzlig punktiert, area superomedia schwach begrenzt, 
die hintere Querleiste deutlich, seitlich als stumpfe Ecke 
vortretend. Hinterleib sehr fein längsgestrichelt, das 1. 
Segment in der Mitte mit einer breiten, beiderseits von 
scharfen Rändern begrenzten, gegen das Ende sich ver- 
flachenden Rinne. Bohrer kaum kürzer als der Körper. — 
Schwarz, Beine rot, die hintersten Schienen an der Spitze 
schwarz, an der äussersten Basis kaum etwas heller, Fühler 
an der Unterseite etwa von der Mitte an rötlich. Flügel 
hyalin, Stigma und Tegulä rotgelb. 

L. 10 mm. — cf unbekannt. 

Ein einziges $ von Tegernsee in Bayern. 



Pimplinae. 



Anmerk. Ob hier eine Art oder eine blosse Monstrosität, wie |h 
solche bei Glypta mehrfach beobachtet habe, vorliegt, ist schweiju 
entscheiden. 

50. G. rubicunda Bridgni. 1889 Q. rubicunda Bridgman, Transl 
of the Norfolk and Norwich Naturalists' Society p. 70 9. r7 und lifo 
Entom. M. Magaz. XXVI p. 209 $<?. 

Diese Art gehört mit zu denen, bei welchen der Clypcjs 
schopfartig behaart ist. Die Beine sind rot, nur die Hüflii 
und Trochantern schwarz, die vorderen Hüften am Eni 
rötlich. Das 2. und 3. Segment ist deutlich länger 1 
bieit. Dadurch unterscheidet sich diese Art von den Ar« 
dieser Gruppe, bei denen die Beine an der Basis schwsz 
sind ; bei diesen sind die mittleren Segmente quer, nur I 
G. filicornis fast so lang als breit. 

L. 8 mm. 

Wurde aus Argyrolepia maritimana gezogen. 



In den Transactions of the Norfolk and Norwich Natui 
lists' Society Vol. V 1889 gibt Bridgman eine Uebersich 
tabelle der von ihm in England beobachteten Glypta-Art(, 
die ich im Folgenden anführe, zumal darin einige neue Art« 
aufgestellt sind, von denen indessen ausführliche Beschreibung! 
nicht erschienen sind. 

1. Stirn mit 1 oder 2 Hörnern. 2. 
Stirn ohne Hörn. (Glypta s. str.) 8. 

2. Stirn oberhalb der Fühler mit 2 kleinen Hörnern. (Subge 
Diblastomorpha Forst.) bicornis Boie. 
Stirn nur mit einem Hörn oder Zapfen. (Subgen. C o n jj 
b 1 a s t a Forst.) 3. 

3. Kopf nach hinten nicht verschmälert. 

elongata Holmgr. 
Kopf nach hinten deutlich verschmälert. 4. 

4. Klauen nicht gekämmt. Beine und Hinterleib rot, letzten 
am Ende schwarz. monoceros Grav. 
Klauen mit deutlichen wenn auch feinen Kammzähnen. 

5. Beine rot, die hintersten Schienen nur an der Spitze schwär 
Hüften zuweilen mehr oder weniger braun oder schwär 
Hinterleibsmitte mehr oder weniger ausgedehnt rot. 

fronticornis Grav. 
Die hintersten Schienen nicht blos an der Spitze sonder 
auch hinter der Basis dunkel gezeichnet. 6. 



Olypta. 121 3 

i. Die äusserste Basis der hintersten Schienen dunkel. 

? ceratites Grav. var. 
Die äusserste Basis der hintersten Schienen bleich. 7. 

. Stirn glatt und glänzend mit ziemlich grossem Hörn. 

ceratites Grav. 
Stirn deutlich punktiert ; das Hörn klein. Aus Acrobasis 
consociella. parvicornuta Bridgm. 

. Thorax rot oder gelb gezeichnet. 9. 

Thorax ganz schwarz. 13. 
. Thorax rot gezeichnet. 10. 

Thorax ohne rote Zeichnung; Schildchen gelb. 11. 

. Mesonotum ganz rot. Bohrer von Körperlänge. 

rufipes Desv. $. 
Mesonotum rot mit 3 dunklen Längstreifen. Bohrer un- 
gefähr von Hinterleibslänge. 

lineata Desv. <j>. 

. Die mittleren Hinterleibssegmente quer. 

cicatricosa Rtzb. 
Die mittleren Hinterleibssegmente nicht quer. 12. 

; Die mittleren Hinterleibssegmente länger als breit. 

evanescens Rtzb. 
Die mittleren Hinterleibssegmente ungefähr quadratisch. 

flavolineata Grav. 

I Wangen (Zwischenraum zwischen den Augen und den 
Mandibeln) lj, mal so lang als die Breite der Mandibelbasis. 
Beine rot, Hüften und Spitze der hintersten Schienen und 

I Tarsen schwärzlich. 

genalis Moll. 

Wangen höchstens so lang als die Breite der Mandibel- 
basis, meist kürzer. 14. 

Clypeus dicht und lang (schopfig) behaart. 15. 
Clypeus nicht dicht und lang behaart. 21. 

Das 2. und 3. Segment länger als breit. Hinterleibsmitte 
und Beine rot, Basis der letzteren schwarz. 

rubicunda Bridgm. 
Das 2. und 3. Segment breiter als lang. Die hintersten 
Schienen hinter der Basis und am Ende dunkel gezeichnet. 16. 

1' Die hintersten Hüften schwarz. 17. 
Die hintersten Hüften rot. 18. 



12 14 Pimplinae. 



17. Bohrer von Körperlänge. Die hintersten Tarsen schwaj 
an der äussersten Basis der Glieder hell. 

vulnerator Grav. 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. Die hinterst 
Tarsen schwarz, weiss geringelt. 

haesitator Grav. 

18. Die hintersten Trochantern schwarz, (cf. n. 43.) 

trochanterata Bridgm. 
Die hintersten Trochantern rot. 19. 

19. Das 4. und 5. Glied der hintersten Tarsen von gleich 
Länge. Bohrer deutlich länger als der Hinterleib, (cf. n.J 

similis Bridgm. 
Das 5. Glied der hintersten Tarsen viel länger als d;; 
vierte. 20. 

20. Kiele des 1. Hinterleibssegmentes deutlich und fast bis zi 
Spitze reichend. 

filicornis C. G. Thoms. 

Kiele des 1. Hinterleibssegmentes weniger deutlich, kau 
bis über die Mitte reichend. 

lineata Desv. <^. 

21. Das 5. Glied der hintersten Tarsen nicht länger als d; 
vierte. 22. 

Das 5. Glied der hintersten Tarsen entschieden länger a; 
das vierte, besonders beim <j>. 25. 

22. Das 2. und 3. Hinterleibssegment quer. Bohrer deutlie. 
kürzer als der Körper. Beine rot, Spitze und ein Halbrirl 
hinter der Basis der hintersten Schienen dunkel; beim <! 
Hüften und Trochantern schwarz. 

resinanae Htg. 
Das 2. und 3. Hinterleibssegment nicht quer. 23. 

23. Hüften, Spitze der hintersten Schienen und die Tarse 
schwarz. Bohrer von Hinterleibslänge. 

teres Grav. 

Hüften nicht schwarz. 24. 

24. Beine rot, beim tf Vorderhüften und Unterseite des Schafte 
gelb. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

flavipes Desv. 

Beim tf alle Hüften rot und der Schaft unten nicht gell 

Die hintersten Schienen an der Spitze und nahe der Basi 

braun, die äusserste Basis und die Basis der Tarsengliede 

bleich. <j> nicht bekannt. 

punetifrons Bridgm. 



Olypta. 1215 



Die hintersten Schienen und Tarsen weiss oder weisslich, 
dunkel geringelt. 26. 

Die hintersten Schienen in der Mitte nicht weisslich. 27. 

Bohrer etwas länger als der Hinterleib. Mitte der hintersten 
Schienen rein weiss. pedata Desv. 

Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. Mitte der hin- 

!tersten Schienen schmutzig weiss. 
pictipes Taschb. 
Hinterleibsmitte mehr oder weniger ausgedehnt rot ; die 
mittleren Segmente quer. 28. 

Hinterleib schwarz, höchstens einige der Segmente mit 
rotem Rand. 29. 

Hinterleib fast ganz rot. Beine rot, die hintersten Schienen 
oft nahe der Basis und an der Spitze verloschen dunkel. 
Bohrer von Hinterleibslänge. rufata Bridgm. 

Hinterleib nur in der Mitte rot, zuweilen verschwommen 
schwarz gezeichnet. Die hintersten Schienen nahe der 
Basis und am Ende dunkel ; Hüften, besonders die 
hintersten, oft zum Teil oder ganz schwarz. Bohrer so 
lang wie der Körper oder noch länger. 

mensurator Grav. 
Beine rot, Hinterhüften zuweilen schwarz. 30. 
Beine rot, die hintersten Schienen an der äussersten Basis 
weisslich, dahinter und an der Spitze braun. 32. 

|Die mittleren Hinterleibssegmente deutlich quer ; Bohrer 
von Hinterleibslänge. scalaris Grav. 

jDie mittleren Hinterleibssegmente so lang wie breit. Bohrer 
etwa von Körperlänge. Hinterhüften des $ oft mehr oder 
weniger braun; beim tf alle Hüften schwarz. 31. 

Kopf hinter den Augen verengt. Stigma hell. 

bifoveolata Grav. 
Kopf hinter den Augen kaum verschmälert. Stigma dunkler. 

!sculpturata Grav. 
Die hintersten Schenkel schwarz, nur an der äussersten 
Basis rötlich. Hüften schwarz. 

femorator Desv. 0*. 
Die hintersten Schenkel rot oder nur in geringer Aus- 
dehnung schwarz. 33. 

Das 2. und 3. Hinterleibssegment quer. 34. 

Das 2. und 3. Hinterleibssegment so lang als breit. 36. 



I2i6 Pimplinae. 



34. Hüften schwarz. Bohrer von Hinterleibslänge. 

lugubrina Holmgr. var. 
(Gehört zu mensnrator Grav.) 
Hüften rot. 35. 

35. Bohrer ungefähr f so lang als der Hinterleib. Beim tf 
mittleren Hinterleibssegmente nur wenig breiter als 1 
Aus Hysipetes ruberata und Peronea mixtana. 

parvicaudata Bridgm. 
Bohrer so lang oder etwas länger als der Körper, 
mittleren Hinterleibssegmente deutlich quer. 

mensurator Grav. var. 

36. Hüften schwarz. Bohrer ungefähr von Hinterleibsläng 

annulata Bridgm. 
Hüften rot. 37. 

37. Bohrer kürzer als der Hinterleib. Basis der hinters 
Schenkel braun. 

nigrina Desv. 

Bohrer etwas länger als der Hinterleib. Die hinters 
Kniee schwarz. 

incisa Grav. 



23. Gen. Conoblasta Forst. 

1868 Conoblasta Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. lö!| 
Von Glypta nur verschieden durch das Hörn auf der Stil 
sodass die Gattung schliesslich auch als Untergattung zu Glyjl 
gestellt werden könnte ; dann müssten freilich auch der Ki 
sequenz wegen verschiedene Cryptinen-Gattungen, wie z/1 
Listrognathus eingezogen werden. — Der Metathorax ist I 
allen Arten mehr oder weniger deutlich gefeldert. Die Klau 
sind an der Basis etwas gekämmt. Die Unterscheidung j 
Arten ist nicht leicht. I 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

1. Mandibeln mit Ausnahme der Spitze, Clypeus, Schult - 
beulen und Tegulä gelb. Beine rot, die hintersten i| 
weisser und schwarzer Zeichnung. Metathoraxleisten de- 
lich. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. Beim tf ] 
Fühler unten rot, Vorderbeine an der Basis gelb. 7 — 8 m. 

xanthognatha C. G. Thoms. 
Mandibeln und Clypeus nicht zusammen gelb. 2. 

2. Hinterleib ganz schwarz. 3. 

Wenigstens die vorderen Segmente rot gerandet. 6. 



Conoblasta. 1217 



L Hüften und Tegulä schwarz. Beine dick, rot, die hintersten 
Tarsen gegen das Ende dunkel. Bohrer länger als der 
Hinterleib. 9 — 10 mm. 

2. tegularis C. G. Thoms. 

Hüften rot, Tegulä hell. Die hintersten Schienen weisslich 
mit dunkler Zeichnung. 4. 

. Metathorax ohne Costula. Aehnelt C. ceratites, aber Hinter- 
leib ganz schwarz, dichter punktiert und behaart und des- 
halb weniger glänzend. 7—8 mm. 

3. extincta Rtzb. 

Metathorax vollständig gefeldert. 5. 

;. Stirn ziemlich grob und dicht punktiert. Bohrer von Hinter- 
leibslänge. Stirnhorn klein. 7 — 8 mm. 

4. parvicornuta Bridgm. 

Mitte der Stirn und Schläfen fast glatt. Bohrer etwas 
kürzer als der Hinterleib. Stirnhorn massig gross. 

5. Schneidert Krieg. 

Scheitel breit, hinter den Augen wenig verschmälert. Hin- 
terleib meist ausgedehnt rot, selten nur die vorderen Seg- 
mente mit roten Endrändern. 7 — 8 mm. 

n. elongata Holmgr. . 
Scheitel schmal, hinter den Augen deutlich verschmälert. 7. 

Bloss Segment 1—3 am Ende rot. Die hintersten Schienen 

mit weisslicher und dunkler Zeichnung. 8. 

Basis oder Mitte des Hinterleibs ausgedehnt rot. 11. 

Bohrer deutlich länger als der Hinterleib. Stimmt nach 
Thomson ganz mit G. ceratites überein und unterscheidet 
sich nur durch den längeren Bohrer. 7—8 mm. 

8. caudata C. G. Thoms. 
Bohrer etwas kürzer, als der Hinterleib. 9. 

Hörn auf der Stirn stumpf, am Ende ausgerandet. Meso- 
pleuren mit deutlichem Speculum. Hinterschienen an der 
Basis weiss, an der Spitze und verschwommen auch hinter 
der Basis schwärzlich. Beim tf Hüften und Trochantern 
gelb. 7—8 mm. 

6. ceratites Grav. 
Stirn mit kleinem und spitzem Hörn. 10. 

. Mesopleuren mit deutlichem Speculum. Kopf kurz. Das 
1. Geissei glied fast i| mal so lan£ als das folgende. Die 



I2i8 Pimplinae. 



hintersten Schienen in der Mitte gelblich. Beim tf d 
Vorderbeine gelb, an der Basis fast weisslich. 7 mm. 
7. heterocera C. G. Thoms. 

Mesopl euren ohne Speculum. Flügel gelblich getrüb 
Stigma ganz rötlichgelb. Fühlergeissel gegen die Bas 
dicker als bei G. ceratites, die Basis der hintersten Schient 
und Tarsenglieder weniger deutlich weiss. Beim J 
Hüften und Trochantern meist schwarz. 7—8 mm. 

9. fronticornis Grav. 

11. Segment 1—3 oder die Hinterleibsmitte rot. Die hinterste 
Beine hell und dunkel gezeichnet. Klauen deutlich g 
kämmt. 7 — 8 mm. 

cf. fronticornis Grav. 

Hinterleib rot, am Ende, selten auch an der Basis schwai 
Beine gleichmässig rot, die hintersten Tarsenglieder an d<|| 
Spitze dunkler. Klauen nicht gekämmt. 7 mm. 

10. monoceros Grav. 

1. C. xanthognatha C. G. Thoms. 1889 Qlypta xanthognatha 
Q. Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1335 £tf\ 

Kopf dreieckig ; Stirn flach, dicht punktiert, mit kleine 
Dorn ; Fühler lang und schlank. Brustseiten ziemlich fei 
punktiert; Metathorax deutlich gefeldert. Beine schlan 
Hinterleib linear, Segment 2—4 quadratisch, dicht und fei 
punktiert, schwach glänzend; das 1. Segment mit deutliche 
Kielen ; Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. — Körpi 
schlank, schwarz, fein weisslich pubescent; Clypeus, Mai 
dibeln aussen zum grössten Teil, eine Makel vor de 
Flügeln und Tegulä gelb. Beine rot, die hintersten Schenk; 
an der Spitze, die hintersten Schienen an der Spitze ui> 
hinter der weisslichen Basis sowie die hintersten Tarse* 
glieder schwärzlich, letztere an der Basis weisslich. — Bei; 
CJ* Fühlergeissel unten rötlich, Gesicht weiss behaart, Vo 
derbeine an der Basis gelb. 

L. 7 — 8 mm. 

Schweden, Bayern, Thüringen. 

Wurde aus Grapholitha (Tortrix) Mygindana gezogen. 

2. C. tegularis C. G. Thoms. 1889 Qlypta tegularis C. Q. Thomso 
Opusc. Ent. XIII p. 1335 <j>. 

Mund, Tegulä und Hüften wie der übrige Körper schwan 
Beine ziemlich dick, rot, die hintersten Tarsen gegen da 
Ende braun. Bohrer länger als der Hinterleib. — Von de! 
verwandten Arten durch Grösse und Färbung verschiedei 



Conoblasta. 



1219 



Metathorax fast ungefeldert, meist nur die hintere Quer- 
leiste deutlich. Segment 2—4 quadratisch, dicht punktiert, 
die Schrägeindrücke an der Basis wenig von einander ent- 
fernt; das 1. Segment mit deutlichen Kielen. Fussklauen 
gekämmt. 

L. 9—10 mm. cj* unbekannt. 

Südfrankreich. 

5. C. extincta Rtzb. 1852 Qlypta extincta Ratzeburg, Ichneumon, d. 
Forstins. III p. 112 $ | 1889 Qlypta nigriventris C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1336 $. 

Schwarz, auch der Hinterleib, Tegulä gelblich, Beine 
gelbrot, die hintersten Schienen an der Basis weisslich, da- 
hinter und an der Spitze schwärzlich gezeichnet. Meta- 
thorax unvollständig gefeldert, die ärea superomedia durch 
2 Längsleisten angedeutet, Costula fehlend. Bohrer nach 
Ratzeburg so lang wie der Hinterleib, nach Thomson etwas 
länger. — Aehnelt sehr C. ceratites, unterscheidet sich be- 
sonders durch den schwarzen, dichter punktierten und be- 
haarten Hinterleib und den fast ungefelderten Metathorax. 

L. 7—8 mm. 

Wurde nach Ratzeburg aus Tortrix rosana L. (laevigana 
Tr.) gezogen. 

. C. parvicornuta Bridgm. 1886 Qlypta parvicornuta Bridgman, 
Trans. Entom. Soc. London p. 367 <j>. 

Kopf nach hinten verschmälert; Fühler länger als der 
halbe Körper; Clypeus sehr dünn behaart; Stirn ziemlich 
grob und dicht punktiert, mit kleinem Hörn oder Dorn. 
Mesonotum vorn deutlich dreilappig; Metathorax voll- 
ständig gefeldert; Mesopleuren punktiert, mit deutlichem 
Speculum. Segment 2 und 3 länger als breit, das 1. Seg- 
ment mit deutlichen Kielen ; Bohrer so lang wie der 
Hinterleib. Klauen gekämmt. — Schwarz, Clypeus, Schulter- 
beulen und Tegulä gelblich ; Stigma hellbraun. Beine rot, 
Basis der hintersten Schienen weisslich, ein Fleck dahinter 
und die Spitze der Schienen, sowie die hintersten Tarsen- 
glieder braun, die Basis der letzteren bleich. 

L. 7—8 mm. 

England. 

Aehnelt sehr C. ceratites ; verschieden durch die gröber 
punktierte Stirn und das kürzere Hörn. 

C. Schneiden Krieg. 1897 Qlypta Schneider! Krieger, Entom. 
Nachr. XXIII p. 9 %<?. 

Körper ziemlich dicht weisslich behaart ; Kopf von vorn 
gesehen abgerundet dreieckig, fein punktiert und zwar das 



1220 Pimplinae. 



Gesicht dicht, der Scheitel zerstreut, die Mitte der Stin 
und die Schläfen fast glatt. Stirn mit einem massig grossei: 
Hörn, welches von oben gesehen scharf zugespitzt erscheint 
Fühlergeissel nach dem Grunde zu deutlich verdünnt da 
i. Glied um £ länger als das zweite. Mesonotum dich 
punktiert, Mesopleuren mit deutlichem Speculum ; Meta 
thorax oben zerstreut, an den Seiten dichter punktier 
deutlich gefeldert, nur die Seitenleisten der area superc 
media hinter der schiefen Costula namentlich beim £ meh 
oder weniger verwischt. Klauen deutlich gekämmt. Hinter 
leib dicht, aber seicht punktiert, daher ziemlich matt, da 
i. Segment zerstreuter punktiert, mit am Grunde seh; 
deutlichen Kielen ; Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib, - 
Schwarz, Fühler auf der Unterseite mehr bräunlich; CI3 
peus am Ende gelb; Schulterbeulen und Tegulä rötlich 
gelb ; Flügel mit hellbraunem Stigma. Beine rot, Basi 
der Hüften oft schwärzlich, die hintersten Schienen an dt 
Basis weisslich, hinter der Basis und am Ende schwärzlicl 
in der Mitte rötlich; die hintersten Tarsen schwarz, di 
Basis der drei ersten Glieder weisslich. 

Das 0* hat gewöhnlich die ganzen Hüften und die hk 
teren Trochantern schwarz, die vorderen Trochantern unte 
hellgelb. 
L. 7 mm. 
Insel Borkum. 

Nach Krieger mit C. extincta und ceratites eng verwand 
Mit ersteren hat sie den ganz schwarzen Hinterleib getneii 
unterscheidet sich aber von ihr durch das Vorhandensei 
der Costula und durch die roten Beine ; von C. ceratit«; 
ist sie durch den ganz schwarzen, matten Hinterleib, dünnei 
Fühler, andere Form des Kopfes und Stirnhornes ve: 
schieden. Dagegen scheint mir die Trennung von C. pa? 
vicornuta, die Krieger nicht gekannt zu haben schein 
sehr schwierig. 

Man vergleiche die Bestimmungstabelle. 

C. ceratites Grav. 1829 Pimpla ceratites Qravenhorst, Beitr. 
Entom. Schles. I p. 21 $d* — 1829 Glypta ceratites Qravenhors 
Ichneumon. Eur. 111 p. 18 $ö* | 1888 Conoblasta ceratites Schmied' 
knecht, Zool. Jahrb. 111 p. 431 | 1889 Qlypta ceratites C. Q. Thomso 
Opusc. Ent. XIII p. 1336 £tf*- 

Kopf nach hinten deutlich verschmälert, das Hörn auf de 
Stirn am Ende nicht spitz, sondern wie ausgenagt ei 
scheinend ; Fühler dünn, die Endglieder deutlich at 
gesetzt erscheinend, das 1. Geisselglied wenig länger al 
das zweite. Brustseiten stark punktiert, mit deutlicher 
Speculum ; Metathorax ziemlich dicht punktiert und vol 



Conoblasta. 122 1 



ständig gefeldert, die Costula deutlich. Beine schlank, die 
hintersten Sporen fast länger als der halbe Metatarsus. 
Segment 2—4 ungefähr quadratisch ; Bohrer wenig kürzer 
als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus zuweilen gelblich; 
Tegulä und Schulterbeulen weisslich ; Stigma hellbraun mit 
dunklem Rande. Beine rot, die hinteren Hüften und Tro- 
chantern zuweilen zum Teil oder ganz schwärzlich ; die 
hintersten Schenkel an der Spitze, die hintersten Schienen 
hinter der weisslichen Basis und am Ende und die hin- 
tersten Tarsenglieder schwärzlich, letztere an der Basis 
weiss. Segment 1—3 mit braunrotem Endrand. Beim tf 
Hüften und Trochantern mehr gelblich. 

L. 7 — 8 mm. 

Fast in ganz Europa und überall häufig. 

Aus Euchromia flammeana, Nephopteryx vacciniella 
und Ephippiphora nigricostana. 

C. heterocera C. G. Thoms. 1889 Qlypta heterocera C. G. Thom- 
son, Opusc. Ent. XIII p. 1337 <j><f\ 

Schwarz, Segment 1—3 mit rotem Endrand, Geisseiglied 1 
fast um die Hälfte länger als das folgende ; Beine rot, die 
hintersten schwarz und weiss gezeichnet ; Bohrer etwas 
kürzer als der Hinterleib. 

Der C. ceratites in Bezug auf Gestalt, Skulptur und Fär- 
bung sehr ähnlich, aber Kopf kürzer, die hintersten Schienen 
in der Mitte mehr gelblich, das Hörn auf der Stirn kleiner 
und spitz ; das £ mit kürzeren Fühlern, das 1. Geisselglied 
wie bei bifoveolata um die Hälfte länger als das folgende ; 
beim ^ die Vorderbeine gelb, an der Basis fast weisslich. 

L. 7 mm. 

Schweden, Bayern, Thüringen. 

C. caudata C. G. Thoms. 1889 Qlypta caudata C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 1337 $. 

Schwarz, ziemlich glänzend, Bohrer länger als der Hinter- 
leib. Endrand von Segment 1—3 und Beine rot, die hin- 
tersten Schic n en und Tarsen schwarz und weisslich gezeichnet. 

Stimmt sonst mit C. ceratites überein und unterscheidet 
sich nur durch den Bohrer, welcher deutlich länger als der 
Hinterleib ist. 

L. 7—8 mm. 

Schweden. 

C. fronticornis Grav. 1829 Pimpla fronticornis Gravenhorst, 
Beitr. z. Entom. Schles. I p. 20 cT | 1829 Qlypta fronticornis Graven- 
horst, lehn. Eur. III p. 17 cf I 1854 Q. fronticornis Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. LXXV p. 96 $ | 1888 Conoblasta fronticornis Schmiede- 
knecht, Zool. Jahrb. III p. 431. 



1222 Pimplinae. 



Körper schwach glänzend, schwarz ; Clypens am Em 
oft gelblich ; Fühlergeissel unten rötlich ; Schulterbeuh 
und Tegulä gelblich ; Flügel gelblich getrübt, Stign 
bräunlichgelb ; Beine rot, Hüften zuweilen zum Teil brat! 
oder schwärzlich, die hintersten Schienen am Ende in 
die Tarsen schwärzlich, Basis der Glieder hell ; Klauen er 
fernt aber deutlich gekämmt. Hinterleibsbasis oder Mit; : 
ganz oder zum Teil rot ; Bohrer kaum so lang als dl 
Hinterleib. 

Aehnelt sehr C. ceratites, aber Fühlergeissel gegen cj> 
Basis mehr verdickt, Stirnhorn kleiner und spitz, Mes; 
pleuren fast ohne Speculum, Flügel gelblich getrübt, Sej 
ment 1—3 etwas kürzer, Beine dicker, Basis der hinterst 
Schienen und Tarsenglieder weniger deutlich weiss. Beil. 
tf sind Hüften und Trochantern in der Regel ganz od;- 
grösstenteils schwarz. In der Regel ist das 1. Segmel: 
am Endrand und die Segmente 2—3—4—5 rot mit v<| 
schwommener schwärzlicher Makel, selten ganz rot. 

L. 7 — 8 mm. 

Nord- und Mitteleuropa ; weit seltener als C. ceratit« 



10. C. monoceros Grav. 1829 Pimpla monocera Gravenhorst, Bei, 
z. Entom. Schles. I p. 19 cT I 1829 Glypta monoceros Gravenhorl 
Ichneum. Eur. III p. 16 cT I 1860 Qlypta monoceros Holmgren, Svenij 
Vet.-Akad. Mandl. III p. 37 £0* I 1888 Conoblasta monoceros Schmieg 
knecht, Zool. Jahrb. III p. 431. 

Kopf hinter den Augen stark verschmälert ; Fühler lani, 
gegen das Ende etwas verdünnt ; Metathorax mit deutlich^ 
Felderung. Beine ziemlich kräftig, Klauen lang, kau 
gekämmt. Hinterleib ziemlich glänzend, das 1. Segmet; 
mit kurzen Kielen ; Bohrer so lang oder etwas länger t 
der Hinterleib. — 

Schwarz, ziemlich glänzend ; Ende des Clypeus, Schultz 
beulen und Tegulä gelblich ; Fühlergeissel unten rötlit 
Flügel leicht gelblich getrübt, Stigma bräunlichgelb. Bei] 
rot, die hintersten Schienen am Ende gebräunt ; beim 
die vorderen Hüften und Trochanteren gelblich. Hinterle 
rot, am Ende, sehr selten auch an der Basis schwarz. 

Von den vorhergehenden Arten durch die Färbung d 
Hinterleibs und der Beine leicht zu unterscheiden. 

L. 7 mm. 

Zerstreut in Nord- und Mitteleuropa. 

11. C. elongata Holmgr. 1860 Glypta elongata Holmgren, Svens 
Vet.-Akad. Handl. III p. 38 <j> | 1889 Glypta elongata C. G. Thomsc 
Opusc. Entom. XXIII p. 1339 $cT- 

Körper schlanker als bei den übrigen Arten, schwär: 
Kopf nach hinten wenig verschmälert ; Ende des Clypeu 



Diblastojnorpha. 1223 



Schulterbeulen und Tegulä gelblich ; Fühler unten rötlich. 
Flügel leicht getrübt, Stigma braungelb. Beine rot, die 
hintersten Schienen am Ende dunkler, die hintersten Tarsen 
bräunlichrot, die Basis der Glieder heller. Das 1. Segment 
länger als hinten breit, mit kurzen aber deutlichen Kielen, 
Segment 2—4 quadratisch oder eher noch etwas länger als 
breit, die Schrägeindrücke tiefer als bei den verwandten 
Arten ; Bohrer von Hinterleibslänge. Hinterleib sehr ver- 
änderlich gezeichnet, meist die mittleren Segmente ganz 
rot, zuweilen aber auch verschwommen dunkel gefleckt, 
die vorderen Segmente in der Regel mit breitem roten 
Hinterrand. 

Von den verwandten Arten namentlich verschieden durch 
den schlankeren Körper, den nach hinten kaum verschmä- 
lerten Kopf, das verlängerte 1. Segment, die auffallend 
tief eingedrückten Schrägstreifen, Färbung der Beine u. s. w. 

L. 7 — 8 mm. 

Zerstreut im nördlichen und mittleren Europa. 



Eine ganz zweifelhafte Art ist C. (G 1 y p t a) subcor- 
n u t a Grav., vielleicht nur eine Varietät von G. mensurator. 
— Die von Brischke aufgestellte C. (Glypta) cornuta 
(Schrift, phys. ökon. Ges. Königsberg V. 1864 p. 187 £) 
wird von dem Autor in dessen späteren Arbeiten gar nicht 
wieder erwähnt, ist also auch nicht weiter zu berücksichtigen. 

24. Gen. DlblastOHlOrpha Forst. 

168 Diblastomorpha Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 165. 

Eng verwandt mit Glypta und Conoblasta, aber Stirn mit 
Hörnern oder Zapfen und dadurch sich eng an die Gattung 
oplitophrys anschliessend. Metathorax ohne Felder, nur 
nten mit Querleiste. Das 1. Geisselglied fast so lang wie 
e beiden folgenden Glieder zusammen. Klauen lang, innen 
ikämmt. 

D. bicornis Boie. 1850 Qlypta bicornis Boie, Stettin. Entom. Zeitg. 
XI p. 216 $0* | 1856 Cryptus (Qlypta) bicornis Desvignes, Catal. Brit. 
Ichneum. p. 74 0* | 1864 Qlypta corniculata (Siebold) Brischke, Schrift, 
phys. ökon. Qes. Königsberg V p. 186 $cT I * 88 9 Qlypta bicornis 
C.Q.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1330. 

Körper ziemlich gedrungen. Gesicht matt, fein punktiert, 
beim tf mit weissen Silberhaaren. Stirn grob punktiert, 
mit 2 starken stumpfen Hörnern. Mesonotum grob und 
ziemlich weitläufig punktiert ; Metathorax ohne deutliche 



1224 Pimplinae. 



Felderung. Fussklauen lang, gekämmt. Segment 1—3 grc 
und zerstreut punktiert, das 1. Segment lang, in der Mit; 
seitlich eingeschnürt, mit kurzen, wenig vortretenden Kielei; 
Bohrer so lang wie der Hinterleib. — Schwarz, Fühle 
geissei unten rötlich ; Clypeusende, Mitte der Mandibe 
und Tegulä gelblich. Stigma bräunlich. Beine rot, Hüft 
schwarz, sehr selten rot ; Spitze der hintersten Schiern; 
und Tarsen schwarzbraun. Segment 1 am Endrand, 2 ui|i 
3 ganz oder zum Teil rot, meist rot, an der Basis beide 
seits schwarz gefleckt ; sehr selten der Hinterleib fast ga: 
rot. — Beim tf sind Palpen, Mandibeln, Clypeus ui 
Vorderbeine gelb, Hinterbeine rot, Hüften, Spitzen d 
Schienen und die Tarsen schwarz, Trochantern gel 
Hinterrand von Segment 1 und 4 und Segment 2 und; 
rot, die beiden letzteren jederseits mit dreieckigem Basalfle(! 

L. 10 — 11 mm. 

Nördliches und mittleres Europa ; überall sehr selten. 



2. Tribus Lissonotini. 

1868 Lissonotoidae, Fam. 16, Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. X; 

pp. 142 und 166. 
1894 Lissonotini, Tribe II Ashmead, Proc. Ent. Soc. Wash. III p. 278, '■ 

Eng verwandt mit der vorhergehenden Tribus, namentli 
mit den langgestreckten Formen derselben. Während nun t 
den Pimplinen der Hinterleib nur in wenigen Fallen gla 
sondern gewöhnlich stark punktiert ist und stets mehr od 
weniger deutliche Eindrücke, Buckel oder, wie bei Glypta, ä 
den mittleren Segmenten eingedrückte Schrägstreifen zeigt, 
bei der nun zu behandelnden Tribus der Hinterleib glatt ocj 
nur fein punktiert oder gerunzelt ; dabei fehlen Eindrücke u 
Höcker stets. Von den Xoridinen unterscheidet sie hauptsäc 
lieh der schmälere Kopf, von den Acoenitinen die abweichen 
Bildung der letzten Ventralplatte, doch haben wir hier v< 
schiedene Uebergänge der beiden Tribus in einander; ich w 
nur die Gattung Procinetus erwähnen. 



Uebersicht der Gattungen : 

Hinterleib deutlich gestielt. 2. 

Hinterleib sitzend, nur in seltenen Fällen das 1. Segme 

nach vorn stärker verschmälert. 6. 

Metathorax mit der hinteren Querleiste. 3. 
Metathorax ohne hintere Querleiste. 4. 



Lissonotini. I 22 5 



Vorderflügel mit deutlicher gestielter Areola. Metathorax 
vorn ohne Längskiel. Das i. Hinterleibssegment lang und 
dünn, am Ende kaum verbreitert. Hinterleib etwas keulen- 
förmig, gegen das Ende, wie auch Kopf und Thorax, 
glänzend. Bohrer sehr kurz. 

5. Stenolabis Kriechb. 
Vorderflügel ohne deutliche Areola, indem der 2. Cubital- 
quernerv rudimentär ist. Der 2. rücklaufende Nerv trifft 
auf den 1. Cubital quernerv, ist also interstitial. Metathorax 
vorn mit Längskiel. Der ganze Körper fein und dicht 
punktiert, mit feiner Behaarung. Bohrer von | Hinter- 
leibslänge. Philippinen. 

Amauromorpha Ashm. 

Hinterleib dicht runzlig, rauh, nur gegen das Ende mehr 
glatt. Beine kräftig. Das 1. Segment flaschenförmig, vorn 
lang gestielt, nach hinten verbreitert. Das letzte Fühler- 
glied beim <j> fast so lang wie die 3 vorhergehenden Glieder 
zusammen. Metathorax mit starker Seitenleiste. Areola 
lang gestielt, der Aussennerv schwach, zuweilen fehlend. 
Bohrer von Hinterleibslänge. 

4. Taschenbergia Schmiedekn. 
Hinterleib mehr oder weniger glatt und glänzend. Beine 
lang und schlank. 5. 

Areola im Vorderflügel klein, dreieckig, selten ganz kurz 
gestielt. Hinterleib schlank, fast spindelförmig, von der 
Seite gesehen keulenförmig. Radialzelle gross. Natal. 

Atropha Kriechb. 
Areola im Vorderflügel lang gestielt. Die einzige bekannte 
Art ist schwarz mit gelber Zeichnung. Ceylon. 

Tanera Cam. 
Vorderflügel ohne Areola. 7. 
Vorderflügel mit Areola. 13. 

Metathorax mit 2 deutlichen Längskielen in der Mitte. 
Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen bis zur Mitte, 
dreilappig. Das 1. Segment runzlig, ohne Längskiele, die 
folgenden Segmente mehr und mehr glatt. Bohrer weit 
vorragend. Beim tf das 3. Geisselglied an der Spitze, das 
4. an der Basis wie ausgenagt. 

18. Lampronota Hai. 
Metathorax ohne Längskiele. Fühler der <f ohne diese 
auffallende Bildung. 8. 

Hinterleib matt, dicht und fein runzlig punktiert. 9. 
Hinterleib ganz oder vom 2. Segment an glatt. 10. 



I22Ö Pimplinae. 



9. Metathorax runzlig-punktiert, matt, hinten mit starker, fa^ 
lamellenartiger Querleiste, der abschüssige Raum fa; 
senkrecht. Mesonotum ohne Spur von Parapsidenfurchei 
wie der Kopf glatt und glänzend. Das 1. Segment m 
starken Kielen bis fast zur Spitze, die folgenden Segmenl 
quer ; Bohrer von Hinterleibslänge. Körper mit sehr ziei 
licher Zeichnung. 

17. Himertosoma Schmiedekn. 

Metathorax hinten mit schwacher Querleiste, der abschü« 
sige Raum schräg. Das 1. Segment mit undeutliche 
und kurzen Kielen. Areola in der Anlage vorhander 
Färbung schwarz, Hinterleibsmitte zuweilen rötlich. Hiei 
her eine Reihe kleiner und schwächlicher Lissonota-Artei 
cf. Iässonota : Subgenus Asphragis Forst. 

10. Klauen dicht und lang gekämmt. 11. 
Klauen einfach, nicht gekämmt. 12. 

11. Körper gestreckt, glatt und glänzend, namentlich derHintei 
leib. Metathorax grob wulstartig gerunzelt, der halbkreij 
förmige hintere Raum grob punktiert. Cubital querner 
sehr lang, länger als die Entfernung zwischen ihm un 
dem rücklaufenden Nerv. Nervellus stark postfurcal, in di 
Mitte gebrochen und einen deutlichen Nerv aussendenc 
— Habitus von Meniscus. Peru. 

Meniscomorpha n. gen. 
Körper ziemlich gedrungen. Metathorax wie der übrig 
Körper glatt und nur ganz fein und zerstreut punktierl 
Cubitalquernerv sehr kurz, die Entfernung zwischen ihr 
und dem rücklaufenden Nerv sehr gross. Nervellus senk 
recht, nicht gebrochen. — Aehnelt einem kleinen Phytodietui 

10. Weisia n. gen. 

12. Metathorax dicht lederartig, zum Teil fein quergetreif f 
Hinterleib vom 2. Segment an glatt ; das letzte Bauch; 
segment nicht auffallend gross und nicht über die Hinter 
leibsspitze hinausragend. Anden von Südamerika. 

Deleboea Cam. 
Metathorax glatt und glänzend, beiderseits mit tiefer Längs 
furche. Hinterleib sehr gestreckt, glatt und glänzend, da! 
1. Segment 4 mal so lang als hinten breit ; das letzte Bauch 
segment gross und vorspringend. Körper reich gelb ge 
zeichnet. Malayischer Archipel. 

Occia Tosquinet. 

13. Luftlöcher des Metathorax gross und langgestreckt. Durch- 
weg grövssere Arten. 14. 

Luftlöcher des Metathorax rund und meist klein. 17. 



Lissonotini. 1227 



Nerveil us stark postfurcal und weit über der Mitte ge- 
brochen. Metathorax dicht runzlig-punktiert, ohne Spur 
von Felderung, auch die hinterste Querleiste fehlend. 
Flügel mit deutlichem Ramellus (Ast der Discocubitalader) ; 
Areola in der Regel verschoben rhombisch. Die hintersten 
Beine auffallend dicker und länger als die vorderen ; Klauen 
den Pulvillus nicht überragend. Das letzte Bauchsegment 
gross, zusammengedrückt und abstehend ; Bohrer lang. — 
Die Gattung bildet einen Uebergang zur Tribus der Acö- 
nitinen. 1. Procinetus Forst. 

Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. Metathorax 
mit deutlicher hinterer Querleiste. Die hintersten Beine 
nicht auffallend dicker und länger als die vorderen. Das 
letzte Bauchsegment nicht besonders vortretend. 15. 

Metathorax grob runzlig-punktiert, an den Seiten wenigstens 
beim £ mit deutlicher Längsleiste. Klauen kräftig, weit 
länger als der Pulvillus. Radius nicht gleichmässig ge- 
krümmt. Areola unregelmässig. Grosse Arten mit braun- 
roter Hinterleibsmitte. 

2. Echthrodoca Schmiedekn. 
Metathorax mit groben Punkten, meist glänzend, an den 
Seiten ohne oder mit ganz schwacher Längsl eiste. Klauen 
zart, den Pulvillus nicht überragend. Radius ziemlich gleich- 
mässig gekrümmt, der Endabschnitt (das Stück von dem 
Cubitalquernerv an) nicht viel länger als die Basis. Areola 
vierseitig, lang gestielt, der Cubitalquernerv (nervus areo- 
laris) gebrochen. 16. 

Stirn ohne Hörnchen oder Zapfen. Metathorax au den 
Seiten ohne feinen Längskiel. Bohrer in der Regel kürzer 
als der Körper. 

12. Syzeuctus Forst. 

Stirn mit zwei deutlichen Hörnchen. Metanotum an den 
Hinterbrustseiten durch einen feinen Längskiel geschieden. 
Bohrer fast länger als der Körper. 

13. Diceratops Forst. 
Die letzten Fühlerglieder des £ perlschnur- oder knoten- 
förmig. Bohrer aus einer Bauchspalte; das letzte Bauch- 
segment vom Hinterleibsende mehr oder weniger entfernt ; 
der Hinterleib erscheint dadurch schräg nach unten ab- 
gestutzt. Beine schlank, die hintersten verlängert. Das 
1. Segment gegen die Basis ziemlich verschmälert. Bohrer 
unter Hinterleibslänge. 18. 

Die letzten Fühlerglieder nur schwach abgesetzt. Das letzte 
Bauchsegment die Hinterleibssjritze meist erreichend oder 



1228 Pimplinae. 



noch darüber hinausragend. Die hintersten Beine nicjt 
auffallend länger als die vorderen. Bohrer meist lang. 

18. Nur das letzte Drittel der Geissei mit deutlieh abgesetzt 
Gliedern; diese Endglieder sind aber nicht knotenförm, 
sondern nur schwach eingeschnürt, oben und unten J 
rundet. Das letzte Geisselglied fast breiter als das vorh 
gehende Glied und so lang wie die beiden vorletzt! 
zusammen. 

8. Cryptopimpla Taschb. 

Die letzte Hälfte der Fühlergeissel beim £ mit knote- 
förmig abgesetzten Gliedern und deshalb auffallend vi 
schieden von der Basalhälfte. Diese knotenförmigen Eil 
glieder sind so breit wie lang, fast rhombisch, indem I 
oben und unten eckig vortreten. 19. 

19. Kopf und Thorax, namentlich der Metathorax, dicht runzli] 
punktiert, fast matt. Bohrer so lang wie das 1. Segme. 
Körper schwarz, Beine grösstenteils rot. 

6. Xenacis Forst. 
Körper glänzend, Kopf und Thorax zerstreut und ziemlii 
grob punktiert. Hinterleib besonders an den Seiten il 
zerstreuten Punkten. Bohrer etwas länger als der hah 
Hinterleib ; dieser und die Beine grösstenteils rot. 
7. Xenocornia Schmiedekn. 

20. Metathorax ohne alle Leisten, auch die hintere Querleii: 
fehlend. 21. 

Die hintere Querleiste deutlich. 27. 

21. Der ganze Körper, besonders der Kopf, zottig behaa 
Metathorax grob punktiert. Fühler etwas kürzer als d 
Körper. Augen weit von einander abstehend. Hinterle 
beim £ etwas comprimiert, das 1. Segment etwas läng 
als breit, rauh, die folgenden glatter. Beine schlau 
Klauen einfach, Pulvillus sehr klein. Bohrer kürzer 1 
der Hinterleib, leicht nach oben gekrümmt. 

14. Arenetra Holmgr. 

Körper, namentlich der Kopf, nicht auffallend zott 
behaart. 22. 

22. Klauen dicht und lang gekämmt. Fühler lang und schlan 
Hinterleib glatt und glänzend, das 1. Segment ohne Kiele. 2 
Klauen einfach, weder gezähnt noch gekämmt. 24. 

23. Nervulus interstitial ; Nervellus tief unter der Mitte g 
brochen. Zwischen dem unteren Augenrande und d< 
Mandibelbasis ein deutlicher Zwischenraum. Bohrer etv 






Lissonotini. 1229 



von Hinterleibslänge. Hinterleib meist mit hellen Segment- 
rändern. 

9. Phyto dietus Grav. 

Nervulus vor der Gabel ; Nervellns in oder etwas über 
der Mitte gebrochen. Augen an die Mandibelbasis stossend. 
Neuseeland. 

Euctenopus Ashm. 

Metathorax an den Seiten (Metapleuren) ohne deutliche 
Längsleiste. 25. 

Metathorax an den Seiten mit starker und langer Längs- 
leiste. 26. 

Mesonotum ohne Parapsidenfurchen, dicht punktiert, matt. 
Vorderschienen nicht aufgetrieben und an der Basis nicht 
eingeschnürt. Hinterleib breit sitzend, das 1. Segment bis 
zu den vorspringenden Luftlöchern mit geraden Seiten, 
dann geschweift, vorn mit tiefer Furche ; das 2. und 3. 
Segment wenig breiter als lang, die folgenden quer. Bohrer 
von Körperlänge, Hinterleibsmitte rot. 

3. Anarthronota Schmiedekn. 

Mesonotum mit deutlichen Parapsidenfurchen. Vorder- 
schienen aufgetrieben, an der Basis eingeschnürt, das vor- 
letzte Tarsenglied in der Mitte eingeschnitten, fast zwei- 
lappig. Hinterleib schlank, fast gestielt. Bohrer kürzer 
als der Körper. — Vorwiegend blauschwarze Arten, 
cf. Gabunia Kriechb. (Tribus der Xoridini). 

Kopf nach unten nicht verlängert. Hinterleib durchaus 
fein lederartig gerunzelt, breit sitzend, deprimiert. Areola 
im Vorderflügel pentagonal ; Nervulus hinter der Gabel. 
Mexiko. 

Trevoria Ashm. 

Kopf nach unten stark verlängert. Basalsegmente des 
Hinterleibs glatt. Areola im Vorderflügel lang gestielt ; 
Nervulus interstitial. Südafrika. 

Rhynchotrevoria Cam. 

Fühlerschaft auffallend dick, Geissei hinter der Mitte ver- 
dickt, gegen das Ende zugespitzt, die Basalglieder lang- 
gestreckt, die Glieder hinter der Mitte quadratisch, die 
vorletzten quer, deutlich von einander abgesetzt, das End- 
glied das schmälste, wenig länger als das vorletzte. Aussen - 
nerv der Areola undeutlich. Hinterleibsmitte rot mit 
dunklen Querbinden, beim tf der Hinterleib oft ganz 
schwarz. Bohrer fast von Körperlänge. 

11. Campocineta Schmiedekn. 






1230 Pimplinae. 



Fühler gegen das Ende nicht zugespitzt, hinter der Mite 
nicht oder ganz unmerklich verdickt, die vorletzten Glie^r 
nicht quer, das Endglied deutlich länger als breit, ;fl 
etwas breitgedrückt. 28. 

28. Klauen gezähnt oder gekämmt, wenigstens an der B;« 
mit einigen Zähnen oder steifen Borsten. 29. 

Klauen einfach, ohne Spur von Zähnen oder stein 
Borsten. 31. 

29. Areola klein, schräg dreieckig, mit undeutlichem oj 
fehlendem Aussennerv, lang gestielt, der Stiel so hl 
wie die Areola. Klauen deutlich gekämmt. Hinterlei j- 
segmente 2 mal so lang wie breit. Bohrer von Hinterlei I 
länge. Ostindien. 

Ctenopimpla Cam. 

Areola sitzend oder kurz gestielt. Hinterleibssegme e 
weit weniger gestreckt, höchstens die vorderen Segmee 
etwas länger als breit. 30. 

30. Fussklauen, wenn auch nicht dicht, deutlich gekämmt o I 
gesägt. Durchweg robuste Arten von meist schwarzerFärbu*. 

15. Meniscus Schiödte. 
Fussklauen weniger deutlich gekämmt, oft nur an der Bas 
mit einzelnen Zähnchen oder Borsten. Meist kleinere ti^ 
schlanke Arten. 

16. Lissonota Grav. 

31. Areola im Vorderflügel klein und lang gestielt. Alle Hint- 
leibssegmente länger als breit. Gesicht und Thorax dijl 
und kurz weisslich behaart. Nur das tf bekannt. — J 
der Bildung der Areola und der Hinterleibssegmente lt 
Ctenopimpla übereinstimmend. Ostindien. 

Meyva Cam. 
Areola im Vorderflügel sitzend oder kurz gestielt. Höif 
stens die drei vorderen Segmente länger als breit. ThoK 
nicht auffallend behaart. 32. 

32. Nervellus im obern Drittel winklig gebrochen. Aren 
sitzend. Discocubitalnerv stark gebogen, aber nicht fl 
brochen und ohne Nervenast. Nervellus interstitial. Vat- 
land nicht angegeben, wahrscheinlich Amerika. 

Epimecoideus Ashm. 
Nervellus unter der Mitte gebrochen. 33. 

33. Segment 1—3 länger als breit, das 1. mehr als doppelt 
lang als breit, 4 quadratisch, 5 und 6 breiter als lat. 
Metathorax in der Mitte mit 2 feinen, parallelen Län£ 



Lissonotini. 123 1 



i 1 kielen ; die Luftlöcher rund. Areola im Vorderflügel deutlich 
■ gestielt ; Discocubitalnerv stark gebogen, aber nicht ge- 
brochen. Vaterland nicht angegeben, wahrscheinlich Süd- 
oder Mittelamerika. 

Harrimaniella Ashm. 
Höchstens Segment 1 und 2 etwas länger als breit. Areola 
: im Vorderflügel sitzend oder nur kurz gestielt. 34. 

Clypeus vorstehend, halbkreisförmig, deutlich vom Gesicht 
getrennt. Luftlöcher des Metathorax kurz oval. Areola 
I im Vorderflügel sitzend, schräg rhombisch. Nervulus nicht 
interstitial. Heimat: Alaska. 

Pimplopterus Ashm. 
Clypeus nicht vorstehend, nicht oder undeutlich vom Ge- 
sicht getrennt. Areola sitzend, seltener kurz gestielt. Ner- 
vulus meist interstitial. 

cf. Lissonota Grav. 



1. Gen. PrOCinetuS Forst. 

>8 Procinetus Förster, Syn. Fam. u. Gatt. lehn., p. 167. 

.15 Procinetus Schmiedeknecht, Gatt. d. Pimplar., in: Zool. Jahrb. 111, 

Syst., p. 423 und 1900 Zool. Jahrb. p. 325. 
;S9 Heterolabis Kriechbaumer, in : Entomol. Nachr., p. 18. 

: Diese von Förster auf die Lissonota deeimator Grav. ge- 
indete Gattung bildet eine Verbindung zwischen den Acoe- 
inen und Lissonitinen. An die ersteren schliesst sie sich 
; durch das stark entwickelte letzte Bauchsegment, die kräf- 
en Hinterbeine, namentlich die verdickten Schenkel und 
ionders durch den stark postfurcalen, weit über der Mitte 
orochenen Nervellus. Durch das letztere Merkmal zeichnet 
b die Gattung sogleich vor allen übrigen Lissonotinen 
k während die beiden übrigen Merkmale, wenn auch in 
^wacherem Maasse, sich bei denselben finden, namentlich 
von mir aufgestellte Gattung Anarthronota bestärkt mich 
1 der Meinung, Procinetus lieber den Lissonotinen ein- 
verleiben. Die in der Lissonota deeimator Grav. enthaltenen 
jschiedenen Arten wurden neuerdings von Kriechbaumer in 
erwähnten Art gesichtet ; eine davon war bereits von 
phek in einer vergessenen Arbeit als L.Frauenfeldi beschrieben 
jrden. 

Strobl stellt in den Mitteilungen des Naturwissensch. 
reins für Steiermark 1901 p. 39 Leptacoeni tes als Unter- 
Jtung von Procinetus auf; als Kennzeichen gibt er das drei- 
pige Mesonotum und den kurzen Ramellus an. Nun kommt 
•r das erstere Merkmal allen Procinetus -Arten gemeinsam 



1232 Pimplinae. 



zu und das 2. ist sehr schwankend, namentlich bei £ und" 
derselben Art sehr verschieden. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

1. Das 1. Hinterleibssegment nicht oder höchstens um <• 
Hälfte länger als breit. Kopf nach hinten meist etvi 
aufgetrieben. Bohrer etwa i\ mal so lang wie der Körper. ., 

Das 1. Hinterleibssegment wenigstens noch 1 mal so lag 
wie breit, stark nach vorn verschmälert. Bohrer etwa v» 
doppelter Körperlänge. Kopf hinter den Augen beiderse* 
gerundet oder fast geradlinig etwas nach hinten v-i 
schmälert. Areola klein, gestielt. 5. 

2. Areola gross, fast dreieckig-trapezoidisch, sitzend. Stirn ti 
im übrigen so ziemlich mit P. decimator überein. 9 m. 

2. aberrans Kriechb. 
Areola klein, trapezoidisch, deutlich gestielt. 3. 

3. Körper reich rot gezeichnet und zwar sind rot: Gesic, 
Stirnränder, Mesonotum, Schenkel und Schienen und f; 
der ganze Hinterleib. Schildchen fast ganz und eine Mall 
des Hinterschildchens hellgelb. 8 mm. 

3. algericus n. sp. 
Mesonotum schwarz. Nur die Hinterleibsmitte rot. 4. 

4. Der rücklaufende Nerv mündet nahe dem Endwink. 
Hinterleibsmitte ziemlich lebhaft rot gefärbt. Beim tf vx 
die Gesichtsseiten gelb. 7 — 12 mm. 

1. decimator Grav. 



Der rücklaufende Nerv mündet ungefähr in der Mit. 
Hinterleibsmitte mehr braunrot. Beim tf das Gesicht go 
mit schwarzer Mittellinie. Die grösste Art, bis 16 mm. J 

8. crudelis Kriechb. 

Das ganze Tier rostgelb, nur Unterseite und Nähte dl 
Thorax sowie Einschnitte des Hinterleibs schwarz. Bohi: 
fast 4 mal so lang als der Körper. 12 mm. 

6. vipioniformis n. sp. $." 
Weniger lebhaft gefärbt, namentlich Kopf und Thor: 
grösstenteils schwarz. 6. 

$. Gesicht höchstens an den Seiten gelb. 7. 

C(\ Gesicht gelb, höchstens mit schwarzem Längsstreif. 

Hinterleib schwarz, nur das 2. und 3. Segment mit 
zwei schmalen roten Querbinden. Kopf und Fühler schwa. 
Schenkel und Schienen rot, alle Schenkel mit eir 



Procinetus. 1233 



schwarzen Rückenstrieme. Die kleinste Art, nur 6 mm 
lang. 5. Tscheki Strobl $. 

Hinterleibsmitte rot. Gesicht und Schaft trüb rot gezeichnet. 
Grössere Arten von 8 — 10 mm. 8. 

I. Das 1. Segment schwarz, der Endrand rot, der übrige 
Hinterleib bräunlichrot, an der Spitze schwärzlich. Nur 
die mittleren und meist auch die vorderen Schenkel mit 
schwarzer Rückenstrieme. 10 mm. 

4. Frauenfeldi Tschek <j>. 
Das 1. Segment hinten kaum rot g-erandet. Hinterleibs- 
mitte und Beine gelbrot, die mittleren Segmente hinten 
schmal gelb gerandet. 8 mm. 

7. marginatus Kriechb. <£. 

Grosse Art von 14—16 mm. Hinterleibsmitte und Beine 
rot, Hüften und Trochantern schwarz, die hintersten 
Schienen aussen braun. Bei einer Varietät Hinterleib ganz 
schwarz. Gesicht gelb mit dunklem Längsstreif. Fühler 
gelb, an Basis und Spitze schwarz. 

8. crudelis Kriechb. </. 
Kleinere Arten. Hinterleib schwarz, Segmente meist mit 
hellem Endrand. Fühler schwarz, Schaft unten gelb. 10. 

Hinterseite aller Schenkel grösstenteils schwarz, ebenso 
der ganze Hinterleib, nur einige Segmente schmal rotgelb 
gesäumt. Die hintersten Schienen braun. 

4. Frauenfeldi Tschek tf. 
Die hintersten Beine ganz rostrot. Schildchen und der 
Endrand aller Segmente hellgelb. 

6. vipioniformis n. sp. tf. 

P. decimator Grav. 1829 Lissonota decimator öravenhorst, 
Ichneum. Eur. 111 p. 96 $c? I 1889 Heterolabis crassula Kriechbaumer, 
I. c. $cf I 1900 Procinetus crassulus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
X11I p. 326 $ö\ 

Von den mitteleuropäischen Arten ist dies die häufigste 
und an ihrer robusten Gestalt gut zu erkennen. Der Kopf 
hinten ziemlich stark erweitert. Metathorax kurz, ziemlich 
gleichmässig punktiert. Areola trapezoidisch, der rück- 
laufende Nerv nahe am Endwinkel. Nervellus ziemlich lang. 
j* Schwarz, Clypeus, Augenränder zum Teil und Fühler rost- 
rot, letztere an der Basis schwärzlich. Hinterleibsmitte 
und Beine trüb gelbrot, Hüften, Trochantern, zuweilen die 
Hasis der Vorderschenkel und die Spitze der hintersten 
schwarz. Die Endsegmente mit weisslichem Endrand. 
Körperlänge 7—12, Bohrer 11 — 16 mm. 



1 234 Pimplinae. 



tf Seitenränder des Gesichts und des Scheitels sowie Untij- 
seite des Schaftes gelblich. Hinterleibsmitte weniger brh 
rot als beim <j>, zuweilen fast ganz schwarz. 

Im mittleren Europa. Nach Kriechbaumer vielleic: 
Parasit eines auf Eichen lebenden Wicklers. Ich hal 
eine ganz andere Beobachtung gemacht. Ich habe cl 
Art stets an kurz berasten Abhängen gefangen, die ni 
Euphorbia cyparissias bestanden waren, in welchen e.i 
Bockkäfer, Oberea erythrocephala, lebte. 

2. P. aberrans Kriechb. 1889 Heterolabis aberrans KriechbaumI 
1. c. p. 21 $ | 1900 Procinetus aberrans Schmiedeknecht, Zool. JahL 
XIU p. 326 $. 

Von den übrigen Arten durch die ziemlich grosse, ung| 
stielte, vielleicht aber manchmal kurz gestielte Areola ai 
fallend verschieden ; sonst der vorigen Art sehr ähnlich 
besonders durch den langen Ramellus. Die äussere Que i 
ader der Areola ist äusserst kurz, wodurch die letzte 
selbst fast dreieckig erscheint. Kopf schwarz, nur dl 
hintere Augenrand oben mit rotbraunem Streifen ; Fühl 
unten mit Ausnahme der Basis rostrot. Beine von d<:i 
Schenkeln an hell braunrot, die vordersten an der Basi 
die mittleren auf der Hinterseite oben bis nahe zur Spits 
die hintersten an der Spitze schwarz, deren Schienen ml 
Tarsen schwarzbraun, erstere vorn grössten Teils rot. A 
roten Hinterleib die vordere Hälfte des i. Segments, d : 
4. teilweis, die folgenden ganz schwarz. Körperlänge 
Bohrer 12 mm. 

Süddeutschland, Oesterreich. 

Anmerk. Strobl betrachtet die vorliegende Art nur als Variei 
von P. decimator ; die Unterschiede sind eben bei allen Arten vi 
Procinetus sehr subtil. 

3. P. algericus n. sp. 

£ Kopf und Mesonotum ziemlich glänzend, fein und die; 
punktiert, der übrige Thorax dicht und grob punktier 
matt. Kopf nach hinten rundlich verschmälert ; Fühl 
fast von Körperlänge, gegen das Ende verdickt. Areo; 
im Flügel klein, dreieckig, lang gestielt ; Ramellus sei: 
lang. Hinterleib glänzend, fein und sehr zerstreut punl 
tiert; das 1. Segment so lang wie hinten breit, die folgende 
Segmente etwa doppelt so breit als lang; Bohrer i\ m 
so lang als der Körper. — Schwarz ; rot sind Gesicht uri 
Stirnränder, das Mesonotum, sowie Schenkel und Schiene 
der Mittel- und Hinterbeine. Das Mesonotum hat in d( 
Mitte einen schwärzlichen Längsstrich. Die hinteren Augei 
ränder zum Teil, Schildchen fast ganz, eine Makel de 



Procinetus. 1235 

Hinterschildchens und die Innenseite der Vorderbeine sind 
hellgelb. Fühlergeissel grösstenteils rötlich. Hinterseite 
der vordersten Beine, die hintersten Kniee und Schienen - 
spitzen schwärzlich. Tegulä dunkel rotbraun ; Stigma 
schwärzlich, an der Basis gelblich. 

L. 8 mm. — tf unbekannt. 

Diese Art, die sich habituell eng an P. decimator an- 
schliesst, besitze ich aus der Umgebung von Algier und 
von Biskra. 

. P. Prauenfeldi Tschek. 1868 Lissonota Frauenfeldi Tschek, in: 
Schrift, zool. bot. Ges. Wien (Beitr. zur Kenntn. österr. Pimpi.J, p. 275 $ I 
1889 rieterolabis petiolata Kriechbaumer, 1. c. p. 22 $ | 1900 Procinetus 
Frauenfeldi Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 327 $ | 1901 Procinetus 
(Leptacoenites) Frauenfeldi Strobl, Mitteil, naturvv. Ver. Steiermark, 
p. 39 cT | 1904 Procinetus Frauenfeldi Habermehl, Jahresber. Qymnas. 
u. Oberrealsch. Worms p. 25 £ö*. 

I Kopf hinter den Augen wenig verengt, Clypeus glatt und 
glänzend, Gesicht dicht punktiert, Fühler länger als der 
halbe Körper. Mesothorax dreilappig, der mittlere Teil 
höckerartig vortretend. Metathorax kurz, dicht runzlig 
punktiert, vorn in der Mitte mit 2 kurzen, schwachen 
Leisten. Hinterleib etwas länger als Kopf und Thorax 
zusammen, von der Spitze des 2. Segments nach vorn all- 
mählich verschmälert ; das 1. Segment wenigstens noch 
1 mal so lang wie breit, ziemlich erhaben, mit schwacher 
Spur einer Längsfurche, an der Basis glatt, vor der Spitze 
mit deutlichen Punkten und Längsruu/eln ; Spitze des 
Segments, wie der übrige Hinterleib glatt und glänzend. 
Areola klein, deutlich gestielt, Ramellus punktförmig. — 
Schwarz, Palpen, Clypeusrand, Mitte des Gesichts, ein 
Streifen der äussern Augenränder, Stirnseiten und Unter- 
seite des Schaftes trüb rot. Flügel getrübt, Stigma und 
Tegulä schwarz. Beine, mit Ausnahme der Hüften, Tro- 
chantern und Basis der mittleren Schenkel rot. Das 1. 
Segment schwarz, an der Spitze rot, Hinterleib bräunlich- 
rot, gegen die Spitze gebräunt. 

' In der Färbung vom $ stark abweichend: Gesicht, Clypeus, 
Basis der Mandibeln, Augenränder grösstenteils, Längs- 
streifen auf dem Mesonotum, zwei Linien unterhalb der 
Tegulä, Flecken der Brustseiten, der grösste Teil der vorderen 
Hüften und Trochantern und die Vorderseite ihrer Schenkel 
wachsgelb ; die Vorderseite der Hinterschenkel mehr rot- 
gelb. Hinterseite aller Schenkel grösstenteils schwarz, 
ebenso der ganze Hinterleib ; nur einige Segmente ganz 
schmal rotgelb gesäumt und die Seitenränder der beiden 
ersten Segmente zum Teil schmal gelb. Fühler über körper- 



12-56 Pimplinae. 

_ _ . .d 

lang, schwarz, Schaft unten gelb. Die vorderen Schien 
und Tarsen rotgelb, die hintersten mehr braun. — Das 
Segment 3 — 4 mal länger als hinten breit, mit scharf v 
tretenden Seitenknötchen. Areola wie beim $> langgestie 

Länge 10 mm, Bohrer 19 mm. 

Süddeutschland, Oesterreich. 

A n m e r k. Ich zweifle nicht, dass die Heterolabis petiolata 
dieser Art identisch ist. Beschaffenheit des 1. Segments, Färbung 
Mittelschenkel und Bohrerlänge stimmen genau. 

5. P. Tscheki Strobl. 1901 Procinetus Tscheki Strobl, Mitteil, natus 
Ver. Steiermark p. 40 $ • 

„$. Gleicht bis auf die Grösse und Färbung dem P. Fraut 
feldi so auffallend, dass er vielleicht nur eine Varietät d< 
selben ist. Kopf und Fühlerschaft sind bei Frauenfel 
mehr oder weniger rot gezeichnet, bei Tscheki aber durcl 
aus schwarz. Hinterleib bei Frauenfeldi von der Spi'^ 
des 1. Segments an rot, nur ganz am Ende gebrätl 
oder geschwärzt ; bei Tscheki ist derselbe schwarz, njl 
das 2. Segment mit zwei schmalen roten Querbinden (Mia 
und Ende), das 3. ebenfalls, aber an Basis und Mitl; 
Hinterleib im Verhältnis kürzer. Bei Frauenfeldi sind rl 
die Mittel- oder auch die Vorderschenkel an der Ba^ 
schwarz gefleckt oder mit schwarzer Rückenstrieme; ll 
Tscheki besitzen alle Schenkel eine fast bis zur Spill 
reichende schwarze Rückenstrieme. Die Areola fehlt 11 
dem beschriebenen Exemplare. 

L. 6 mm, Bohrer 12 mm. — tf unbekannt. 

1 5 auf Krummholzwiesen des Natterriegel bei Admct 
in Steiermark." 

6. P. vipioniformis n. sp. 

Kopf und Mesonotum dicht und ziemlich fein punktie, 
schwach glänzend, Kopf nach hinten nicht verschmäle, 
hinten abgerundet; Fühler von Körperlänge, Geissei 1 
der Basis verdünnt. Mesonotum stark dreilappig. Bru- 
Seiten mit dichter und starker Punktierung, ohne Speculu:; 
Metathorax glänzend, zerstreut punktiert, ohne Spur vjl 
Leisten, die Luftlöcher oval. Areola in Vorderflügel ziemli. 
gross, trapezoidisch, kurz gestielt, der rücklaufende Ne' 
weit hinter der Mitte. Beine, namentlich die hinterste 
kräftig. Hinterleib glatt und glänzend, nur hie und da 11: 
einzelnen feinen Punkten, so lang wie Kopf und Thon 
das 1. Segment ungefähr noch ein Mal so lang als hinU 
breit, das 2. etwa l-|- mal so breit als lang; Bohrer h. 
4 mal so lang als der Körper. — Das ganze Tier mit Ei 
schluss von Fühlern und Beinen rostgelb ; Oberseite di 



Procinetus. 1237 



Schaftes, Unterseite und Nähte des Thorax, die Basis des 
1. Segmentes und Einschnitte an der Basis der übrigen, 
sowie Flecken der hinteren Trochantern schwarz. Flügel 
stark gelblich getrübt, Stigma bräunlichgelb. 

Das tf weicht in seiner Färbung ganz vom <j> ab und 
erinnert an Frauenfeldi. Da die hintere Leiste des Meta- 
thorax fehlt, gleicht das Tier ganz einem Tryphon. Schwarz, 
gelb sind : Gesicht, Clypeus, Augenränder, Fühlerschaftunten, 
Längsstreifen des Mesonotums, Tegulä, Rand des Pro- 
thorax, Vorderrand der Mittelbrustseiten, und Flecken 
unten auf der Brust, die beiden Schildchen, Flecken der 
Hüften und breite Hinterränder der Segmente ; bei diesen 
zieht sich die gelbe Färbung an den Seiten nach vorn. 
Die Beine sind rostgelb, die Vorderbeine zum Teil gelblich, 
die vorderen und mittleren Schenkel hinten mit breitem 
schwarzen Streif. Flügelnervatur zum grössten Teil schwärz- 
lich, Stigma rostgelb. 

L. 10 — 12 mm. 

Ich fand das merkwürdige Tier zum ersten Mal im Jahre 
1883 bei der durch ihren Palmenwald bekannten Stadt 
Elche in Ostspanien in verschiedenen <j>, die ich sämtlich 
Kriechbaumer schenkte. Als ich im Jahre 1905 wiederum 
nach Elche kam, fing ich das Tier abermals und es gelang 
mir auch bald das ^ dazu aufzufinden. Das fliegende $ 
erinnert durch seine rotgelbe Färbung und den langen 
Bohrer täuschend an eine Vipio-Art. 

7. P. marginatus Kriechb. 1889 Heterolabis marginata Kriech- 
baumer, 1. c. p. 23 <ji | 1900 Procinetus marginatus Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 327 $ . 

Schwarz, Gesicht und Schaft braunrot gezeichnet, die 
äusseren Augenränder oben schmal rötlich ; Hinterleibs- 
mitte und Beine gelbrot, die mittleren Segmente schmal 
gelb gerandet. Hüften, Trochantern und ein langer Streifen 
an der Hinterseite der Vorderschenkel schwarz. Das 1. 
Segment verlängert, schmal, gegen das Ende deutlich ver- 
breitert; das 2. am Ende wenig breiter als lang, gegen die 
Basis verschmälert. Areola gestielt, trapezoidisch, der rück- 
laufende Nerv kurz vor dem Ende. Stigma dunkel braun, 

Die Art ist besonders ausgezeichnet durch die fein gelb 
gerandeten mittleren Hinterleibssegmente. Dagegen fehlt 
der rote Hinterrand des 1. Segments fast ganz. Von den 
übrigen Segmenten zeigt erst das 7. wieder eine schwarze 
Färbung. 

Körperlänge 8 mm, Bohrer 17 mm. 
Ein £ von München. 



123S Pimplinae, 



8. P. crudelis Kriechb. 1896 Heterolabis crudelis Kriechbaumer, 
Entomol. Nachr. p. 372 cT | 1900 Procinetus crudelis Schmiedekne 
Zool. Jahrb. XIII p. 328 $<-f. 

Von dieser Art kannte Kriechbaumer nur das tf, at 
das Vaterland war ihm nicht sicher bekannt ; er vermujl 
Sicilien oder Algerien. Auf meiner Reise in Tun est 
im Frühjahr T898 traf ich die Art in beiden Geschlechts 
an sonnigen Bergabhängen bei dem schönen Seetä 
Hammam-el-Enf südlich von Tunis. — Die Art ist l 
grövSste von allen und dadurch schon gekennzeichnet. A 
nächsten ist P. crassulus verwandt. Beim $ ist dasi, 
Segment im Verhältnis kürzer als beim tf, nur i| mal« 
lang wie am Ende breit. Das Gesicht und die äussfr 
Orbita oben am Scheitel sind trüb rot; das Gesicht i| 
breitem schwarzen Mittelstreifen. Segment 1—5 und Bei* 
rot, das Segment an der Basis schwarz. Schwarz sil 
ferner die Hüften, Trochantern, Spitzen der hintersla 
Schenkel und Schienen und die Hintertarsen. Bohrer kaijl 
ii mal so lang wie der Körper. Rücklaufender Nervi 
der Mitte der Areola ; letztere deutlich gestielt, 
ö* Fühler von Körperlänge. Das 1. Segment fast noch 1 ni 
so lang wie breit, gegen die Basis verschmälert. — Schwßf, 
Gesicht mit Ausnahme einer schmalen braunen Mittelbinjs 
gelb, ebenso die äusseren Augenränder oben und 11 
grosse Makel des Fühlerschaftes. Endhälfte von Segment!, 
Segment 2—4 und Beine rot, Hüften und Trochante^ 
schwarz. Vorderbeine vorn gelb ; die hintersten Schief! 
aussen und an der Spitze und ihre Tarsen braun. Fü|p| 
gelb, an der Basis oben und an der Spitze braun. Flü^f 
hyalin, Stigma braun, an der Basis hell ; Areola lajj 
gestielt, unregelmässig, quer trapezoidisch. 

Länge 14—16 mm. 

Unter der Stammform fand "ich eine Reihe cTcT. !| 
welchen der Hinterleib ganz schwarz und nur die Baue- 
falte der mittleren Segmente rot gefärbt war. 

Süd-Europa und Nord-Afrika. 

Eine sehr zweifelhafte Art, weil nur nach einem tf bl 
schrieben, ist die folgende : 

P. sulphuripes Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark 19 
P. 40 ö\ 

„Diese Art bildet ein Mittelglied zwischen Lissonota ui 
Leptacoenites ; mit Lept. stimmt sie in dem dreilappig« 
Mesonotum und dem postfurcalen, etwas über der Mit 
gebrochenen Nervellus; auch ist der Clypeus ganz flac 
sogar etwas eingedrückt; mit Lissonota stimmt sie dun 



Echthrodoca. I2 39 



die scharfe Abgrenzung des Clypeus und die wenig ver- 
dickten Hinterschenkel ; in der Färbung gleicht sie manchen 
Mesoleius- Arten, gehört aber bestimmt zu den Lissonotinen ; 
ohne die Kenntnis des £ lässt sich die genaue Stellung 
nicht angeben. 

Schwarz ; gelb sind : Clypeus, Palpen, die vorderen 
Schienen und Tarsen, die Hinterschienen mit Ausnahme 
der sehr breit schwarzen Spitze; rotgelb sind: die End- 
hälfte der vorderen Schenkel und die Hintertarsen ; intensiv 
rot ist das Ende das i. und das ganze 2. bis 4. Segment. 
Fühler fast von Körperlänge, schwarz, etwas gegen die 
Spitze verdünnt. Kopf quer, lederartig, matt, Gesicht deut- 
lich punktiert, Mandibeln gross, schwarz. Mesonotum dicht 
und fein punktiert, etwas glänzend ; Brustseiten ziemlich 
grob gerunzelt mit kleinem Speculum. Metathorax ziemlich 
grob gerunzelt, ohne Felder, selbst das Hinterfeld kaum 
angedeutet; Luftlöcher ziemlich gross, rund. Das 1. Seg- 
ment mehr als doppelt so lang als breit, ziemlich glänzend, 
nach vorn kaum verengt, das 2. Segment kaum länger als 
hinten breit, das 3. quadratisch, die folgenden quer, alle 
ganz glatt und glänzend. Klauen nicht gekämmt. Flügel 
gelblich, Nerven und Stigma rotgelb, Tegulä schwarz, Areola 
klein, langgestielt, der rücklaufende Nerv kurz vordem Ende. 

L. 13 mm. 

Auf Alpenwiesen bei Admont in Steiermark." 

2. Gen. EchthrodOCSl Schmiedekn. 

1900 Echthrodoca Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 328. 

Körper sehr robust. Kopf hinten nicht verschmälert, quer; 
Wühler schlank, gegen das Ende deutlich verdünnt, die Glieder 
zylindrisch, Schaft gross, tief ausgeschnitten. Mesonotum ohne 
^arapsidenfurchen. Metathorax runzlig uneben, eine Längs- 
eiste an den Seiten wenigstens beim $ und die hintere Quer- 
eiste deutlich ; Luftlöcher gross, eine Längsspalte bildend. 
Flügel bei der einen Art stark getrübt, die Areola unregel- 
jiiässig dreieckig, gestielt, der rücklaufende Nerv bei der einen 
A.rt vor der Mitte ; Ramellus punktförmig, Nervus parallelus 
mter der Mitte; Nervellus unter der Mitte gebrochen. Beine 
schlank, die hintersten etwas kräftiger, Klauen gross, einfach, 
len Pulvillus weit überragend. Bohrer lang, aus der Hinter- 
eibsspitze kommend ; das letzte Bauchsegment ziemlich gross, 
;usamm engedrückt. 

Uebersicht der Arten. 
Schwarz, Hinterleibsmitte rot, Beine schwarz, die vordersten 
Schenkel und Schienen rot; selten auch die Hinterschenkel 



1240 Pimplinae. 



rotbraun. Geissei gegen das Ende rötlich. Das t. Segmjl 
dicht quer rissig, an den Seiten mehr gerunzelt, die if 
genden Segmente glänzend, ganz fein quer rissig. Flü|l 
stark getrübt. Sehr grosse Art. Bohrer fast von Körperläng 

1. conflagrata Grav. 
Beine rot, an der Basis schwarz. Fühlergeissel und Hintr- 
leibsmitte braunrot. Hinterleib dicht punktiert. Mesostern* 
vorn mit schmaler, hinten mit breiter Furche. 

2. hians C. G. Thoms. 

E. conflagrata Grav. 1829 Lissonota conflagrata GravenhJ 
lehn. Eur. III, p. 95 $ | 1900 Echthrodoca conflagrata Schmiedekneit 
Zool. Jahrb. XIII p. 329 $ . 

Schwarz, Kopf und Thorax graubraun behaart, Clyp<| 
trüb rot, auch die Fühler gegen das Ende rötlich, seil 
die inneren Augenränder gelb gefleckt. Kopf grob run?§ 
punktiert, matt. Mesonotum und Schildchen dicht gl 
punktiert, der Metathorax uneben, namentlich an c| 
Seiten höckerartig vortretend. Flügel stark getrübt, Stigi 
und Tegulä schwarz. Beine schwarz, die vordersten Schenlp 
Schienen und Tarsen rötlich. Das 1. Segment wenig länl 
als hinten breit, fein quer runzlig, vorn mit breiter Furci 
die Luftlöcher höckerartig vortretend. Der Endrand (I 
1. Segments wulstartig erhaben, poliert; der übrige Hinti 
leib glänzend, ganz fein quer nadelrissig, Segment 2 unl 
etwas breiter als lang, die übrigen quer. Segment 2 'i 
trüb rot. 

Das <f stimmt in der Färbung im Allgemeinen mit dl 
Weibchen überein, doch ist Segment 2 vorn und Segml 
4 hinten meist schwarz. Die Schienen und Tarsen al| 
Beine sind gelblich, die Hinterschienen zuweilen schwil 
mit heller Basis. I 

Länge 10—12 mm. Bohrer etwas kürzer als der Köqr 

Zerstreut im mittleren Europa. 

Eine durch Grösse und Robustheit ganz auffallende ^t 

E. hians C. G. Thoms. 1877 Lissonota hians C. Q. Thomsi 
Opusc. Ent. V. 7 p. 762 <j>cf | 1889 Lissonota hians C. Q. Thom^ 
ibid. V. 13 p. 1418 | 1900 Echthrodoca hians Schmiedeknecht, Zi 
Jahrb. XIII p. 329 £d*. 

Schwarz, Beine rot, an der Basis schwarz, Geissei fl 
Hinterleibsmitte braunrot, Hinterleib dicht punktiert. Are»! 
ziemlich regelmässig, gestielt, der rücklaufende Nerv fl 
in der Mitte. Die Querleiste des Metathorax nur obi 
deutlich, Luftlöcher gross, oval. Bohrer kürzer wie c 
Körper. 

Beim ^ die hintersten Tarsen an der Spitze gelblich. 



Anal thronota. 1241 



Ueber die Länge ist nichts angegeben, doch sagt der 
Autor, dass die Art fast ganz mit L. conflagrata überein- 
stimmt und besonders durch die Farbe der Beine abweicht. 
- Abweichend würde ferner sein die Sculptur des Hinter- 
leibes und die Gestalt der Areola. 
Im südlichen Schweden bei Lund gefunden. 

Anmerk. Ich habe diese Art hierher gestellt, weil sie nach dem 
Autor der L. conflagrata eng verwandt ist. Sonst würde sie sich der 
Gruppe der L. sulphurifera anschliessen. 



3. Gen. AliarthrOIlOta Schmiedekn. 

1900 Anarthronota Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. p. 330. 

Kopf quer, nach hinten wenig verschmälert, Scheitel 
mal, hinten tief ausgerandet ; Stirn flach, Fühlergruben 
lend; Fühler schlank, gegen das Ende nicht verdünnt, 
i 1. Geisselglied i| mal so lang wie das folgende, die 
eder des Enddrittels wenig länger als breit, schliesslich fast 
idratisch, das Endglied so lang wie die beiden vorher- 
lenden. Thorax dicht punktiert, matt, Parapsiden und 
jculum fehlend. Metathorax gleichmässig gerundet, ohne 
ir von Leisten, nur hinten durch eine Querrunzel die Leiste 
gedeutet, Luftlöcher rundlich, ziemlich gross. Radius fast 
ade verlaufend, nur an der Spitze leicht geschwungen, 
rvus parallelus tief unter der Mitte, Nervellus unter der 
;te gebrochen. Beine schlank, Klauen einfach, den Pulvillus 
tragend. Hinterleib gedrungen, bis zum Ende des 2. Seg- 
tits erweitert und dann wieder verschmälert Das 1. Segment 

zu den vorspringenden Luftlöchern mit geraden Seiten, 
in geschweift, vorn tief gefurcht; das 2. und 3. Segment wenig 
iter als lang, die folgenden quer. Bohrer von Körperlänge. 

Beine rot, Hüften und Trochantern schwarz. Areola 
rhombisch, deutlich gestielt. 

1. thuringiaca Schmiedekn. 
Beine rot, nur die Trochantern etwas gebräunt. Areola 
dreieckig, sitzend. 2. manca Brauns. 

A. thuringiaca Schmiedekn. 1900 Anarthronota thuringiaca 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 330 $ . 

Kopf und Thorax schwarz ; Fühlergeissel rostrot. Areola 
rhombisch, deutlich gestielt ; Flügel getrübt, Stigma schwarz, 
Tegulä trüb rot, Flügelwurzel weisslich. Beine rot, Hüften 
und Trochantern schwarz, Spitzen der hintersten Schenkel 
und Schienen etwas gebräunt. Das 1. Segment runzlig 
punktiert, der Endrand mehr glatt, die folgenden Segmente 



1242 Pimplinae. 



mit ähnlicher aber feinerer Sculptur, mit Neigung « 
Querrunzlung. Enddrittel von Segment t, Segment 2 tl 
3 ganz, 4 am Vorder- und Endrand, die folgenden nur U 
Endrand rötlich. 

Länge 9 mm. ^ unbekannt. 
Thüringen. 

2. A. manca Brauns. 1896 Lissonota manca Brauns, in: Ten! 
Füzet. p. 275 $ | 1900 Anarthronota manca Schmiedeknecht, 2,4 
Jahrb. XIII p. 330 $ | 1901 Anarthronota manca Brauns, Zeitschr. rifc 
Dipt. p. 158 ö*. 

$ Fein lederartig punktiert. Kopf hinter den Augen weji 
verschmälert, Wangen etwas aufgetrieben. Metatho x 
ohne alle Leisten, nur eine schwache Spur der Costa later; s 
ist vorhanden. Areola dreieckig, sitzend, Nervus recurns 
hinter der Mitte. Hinterleib fein gerunzelt, matt, mit feiin 
und zerstreuten Punkten. Bohrer fast länger als der Körjr. 

— Schwarz, Clypeus und Makel der Mandibel rötlich; Ftiljr 
rostgelb, an der Basis dunkler ; Schulterbeulen gelblii. 
Stigma braun, an der Basis hell ; Tegulä weisslichgtlx 
Beine ganz rot, nur die Trochantern gebräunt. Hinterl'b 
rot, Seiten von Segment t und 3 und Endrand der letza 
Segmente schwärzlich. 

(3* Querrunzel am Hinterrande des Metathorax ziemlich de:- 
lich, Seitenleiste dagegen vollständig fehlend. Gesi t 
weisslich seidenartig behaart, Schulterbeulen abweiched 
vom $ schwarz. Hinterleib schwarz, Segment 2 und 3 tl 
braun mit schwärzlichem Seitenrande, 2 auch mit schwär r 
Quermakel in der Mitte, 4 rotbraun mit dunklem Hint- 
rande. Hüften und Trochantern schwarz, sonst die Bee 
rot, Schienen bis fast zur Mitte gelbrot. Stigma rl 
braun, Areola kurz gestielt. 

Länge n — 12 mm. 

Bis jetzt nur in wenigen Exemplaren aus Ungarn bekam! 

— Lebt wahrscheinlich bei Lasiocampa quercus. 

4. Gen. TaSChenbergia Schmiedekn. 

1885 Taschenbergia Schmiedeknecht, Zool. Jahrb., V. 3, Syst. p. 437 

Kopf nach hinten kaum verschmälert, die Wangen aufj 
trieben, Stirn flach ; Fühler dick, Schaft tief ausgeschnitt 
beim $ das t. Geisselglied um die Hälfte länger als das 
dieses und das 3. kaum länger als breit, die folgenden ine 
und mehr quer eingeschnürt und dadurch deutlich von einarur 
abgesetzt, das letzte Glied mindestens so lang wie die beidi 
vorhergehenden zusammen. Beim tf die Fühler schlank, 



Taschenbergia. 1243 



cli die Endglieder etwas länger als breit. Parapsidenfurchen 
rn schwach angedeutet. Metathorax ohne hintere Querleiste, 
rr an den Seiten mit gebogener Längsleiste ; Luftlöcher rund, 
idius gerade, nur am Ende schwach eingekrümmt. Areola 
?in, lang gestielt, der Aussennerv meist undeutlich. Nervulus 
tefurcal, Nervus parallelus unter der Mitte, Nervellus weit 
ter der Mitte gebrochen, einen deutlichen Nerv aussendend, 
ine kräftig, Klauen einfach, den Pulvillus kaum überragend, 
jnterleib ganz runzlig, uneben, die Endhälfte mehr glatt und 
inzend; das 1. Segment flaschenförmig, an der Basis gestielt, 
t feiner Längsfurche, das 2. Segment nach hinten deutlich 
veitert, so lang wie breit, das 3. wenig breiter als lang, die 
senden quer ; Bohrer von Hinterleibslänge, deutlich aus einer 
uchspalte kommend. 

T. modesta Grav. 1829 Mesoleptus modestus Qravenhorst, lehn. 
Eur., II, p. 53 0* 1829 Phytodietus microtamius Qravenhorst, ibid. 

p. 933 £ | 1863 Cryptopimpla microtamia Taschenberg, in: Z. Naturw. 
p. 293 2 I '889 Cryptopimpla microtamia C. Q. Thomson, Opusc. Ent. 
V. 13, p. 1426 | 1900 Taschenbergia modesta Schmiedeknecht, Zool. 

i Jahrb. XIII p. 331 ö*$- 

Vorliegende Art bildet einen Uebergang zu den Trypho- 

i, niden, schon Gravenhorst hat das ^ zu Mesoleptus gestellt, 
und mancher Anfänger dürfte das Gleiche tun. Die eigen- 
tümliche Form des 1. Segments zeichnet die Gattung und 
Art vor allen Verwandten aus. 

Schwarz, Fühler gegen das Ende bräunlich, zuweilen die 
ganze Geissei rötlich. Kopf und Thorax dicht und fein 

| punktiert, Speculum klein, aber deutlich. Metathorax 
runzlig, matt. Flügel schwach getrübt, Stigma schmal, 
bräunlich. Beine rot, Hüften schwarz, Basis der Trochan- 
tern gebräunt. Das 1. Segment an der Endhälfte und 2—4 
braunrot, das 4. Segment hinten meist schwarz. 
Das cf stimmt mit dem £ fast ganz überein. Kopf mit 
den Fühlern und Thorax sind schwarz. Das 1. Segment ist 
meist schwarz und hat nur hinten in der Mitte einen roten 
Fleck; auch das 2. Segment ist vorn mehr oder weniger 
schwarz, das 4. Segment meist ganz oder grössten Teils 

| schwarz. Die Areola im Flügel ist oft verschwindend klein. 
L. 10—12 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. Hier in Thüringen in 
manchen Jahren nicht selten, wenigstens die ^ö*. Fliegt 
schon zeitig im April auf Grasplätzen. 

5. Gen. Steiiolilbis Kriecht). 

1894 Stenolabis Kriechbaumer, Entomol. Nachr. p. 58. 
Kopf quer, hinten verschmälert, Stirn convex, Clypeus sehr 
h Fühler wenigstens beim $ gegen das Ende schwach 



1244 Pimplinae. 



verdickt. Thorax verlängert, Metathorax mit Längsfurche 
hinterer Querleiste. Areola im Flügel schräg trapezoidi 
gestielt ; Nervellus schwach unter der Mitte gebrochen. B! 
schlank. Hinterleib schwach keulenförmig, das i. Segt 
verlängert, fast linear, am Ende kaum erweitert, die Luftlö' 
vor der Mitte. Bohrer kürzer als der Hinterleib, aus c 
kurzen Spalte des Endsegments hervortretend. 

A n m e r k. Ein Verbindungsglied zwischen Cryptinen und Pimp 
Form der Areola und Sculptur des Mesothorax stellen die Gattung b 
zu den letzteren. 

S. cingnlata Kriechb. 1894 Stenolabis cingulata Kriechbai 
1. c. p. 58 $ . 

£ Kopf und Thorax glänzend, die beiden ersten Hinterh 
Segmente fein gerunzelt, das 3 fein lederartig, alle 3 n 
die folgenden mehr und mehr glatt und glänzend. Sti 
ziemlich breit, dreieckig, die Radialzelle ebenfalls breit, 
Radialader fast gerade. Nervellus oppositus, unter 
Mitte schwach gebrochen. Bohrerklappen dick. — Schv* 
Mund, Fühlerbasis, Vorderbeine, eine Endmakel de 
Segments, die Spitze der hintersten Hüften und 
Trochantern rotgelb ; die Palpen, äusserste Hinterk 
spitze, vordere Hüften und Trochantern und die Tej 
weiss. Hinterleib der Segmente 2 — 7 blass rot, auf 2 ui 
ziemlich breit, auf den hinteren Segmenten mehr weiss; 

Die Beschreibung des tf wurde mir von Herrn G. G-e 
in Hannover mitgeteilt : Kopf und Thorax glänzend ; M 
thorax grob querrunzlig. Segment 1 grob längsrun;' 
2—4 fein runzlig, 5 — 7 glatt. Flügel wie beim <j>, doch 
der Discocubitalnerv gebrochen, mit Spur eines Rame'i 
Schwarz; weiss sind: Mandibeln, Clypeusrand, 2 d;^ 
breite Striche unter den Fühlern im Gesicht, Hals, Tegf 
ein Punkt davor, ein Strich unter den Fügein, alle B 
mit Ausnahme der hinteren Schenkel, Schienen und Tar: 
welche schmutzig hellrot sind. Fühler von Körperläi 
unten gelblich. Endränder der Segmente schmutzig w( 

Länge j\ mm. Bohrer i\ mm. 

Deutschland ; in nur wenigen Exemplaren bekannt. 



6. Gen. XenadS Forst. 

1868 Xenacis Förster, Syn. Fam. u. Qatt. lehn., p. 167. 
1885 Xenacis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb., V. 3, Syst. 

Die Gattung ist leicht kenntlich durch die auffalle! 
Fühlerbildung. Die Endhälfte der Geissei, wenigstens beim 
hat knotenförmig abgesetzte Glieder und zwar sind diesel 



Xenacis. 1245 



breit wie lang, fast rhombisch, und treten oben und unten 
jtig vor. Was also Cryptopimpla schon auszeichnet, tritt hier 
noch weit stärkerem Maasse vor. Es ist merkwürdig, dass 
>ses auffallende Merkmal sowohl Taschenberg als Holmgren 
nz entgangen ist. Der Metathorax hat eine deutliche hintere 
erleiste, seine Luftlöcher sind rundlich. Kopf und Thorax, 
r in entlieh der Metathorax, dicht punktiert, fast matt 

X. caligata Grav. 1829 Lissonota caligata Qravenhorst, lehn. Eur. 
111, p. 38 ö* | 1860 Lissonota caligata Holmgren, Mon. Pimpl. Suec. 
p. 53 $cT I 1863 Lissonota caligata Taschenberg, Pimpl., p. 286 $ cT | 
1900 Xenacis caligata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb.. XIII p. 333 %<?. 

Schwach glänzend, schwarz, Endrand des Clypeus und die 
mittleren Einschnitte des Hinterleibes rötlich. Flügel 
schwach getrübt, Stigma und Tegulä braun. Beine rot, 
Hüften und Trochantern schwarz, die hintersten Schienen 
und Tarsen braunschwarz. Nordische Exemplare haben, 
wie es scheint, vorwiegend rot gefärbte Hüften, namentlich 
' Hinterhüften ; in Thüringen sind mir derartige Exemplare nie 
vorgekommen. Bohrer so lang wie das 1. Segment. — Man 
verwechsle die Art nicht mit der Cryptopimpla calceolata 
Grav. Die Fühlerbildung lässt beide bald unterscheiden. 

Fühler fast länger als der Körper, borstenförmig, nach dem 
Ende deutlich zugespitzt, alle Glieder länger als breit, die 
Endglieder allmählich kürzer und deutlicher von einander 
abgesetzt. — Endhälfte des Clypeus gelblich, sonst der ganze 
Körper mit den Fühlern schwarz. Beine wie beim $ gefärbt. 
L. 10 — 12 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. Hier in Thüringen 
nur in manchen Jahren häufiger, im Allgemeinen selten. 
I Erscheint mit Cryptopimpla calceolata im Spätsommer. 

Anmerk. Die von Szepligeti in Termes. Fiizetek, 1900, p. 30, 
beschriebene Xenacis hungarica ist gar keine Xenacis, sondern die längst 
bekannte Cryptopimpla errabunda ürav. 



7. Gen. XtfllOCOrnia Schmiedekn. 

1900 Xenocornia Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. Xlll p. 334. 

Diese Gattung steht in der Fühlerbildung in der Mitte 
sehen Xenacis und Cryptopimpla. Von beiden weicht sie 
durch den glänzenden Körper, längeren Bohrer, unebenen 
iterleib u. s. w. Durch das letztere Merkmal hat die Gattung 
t den Habitus der Pimplinen. Fühler 28gliedrig, etwas 
Iger als der halbe Körper, gegen das Ende nicht verdünnt; 



1246 Pimplinae. 



Schaft tief ausgeschnitten, die Basalglieder der Geissei gestrelcl 
cylindrisch, das 1. Geisseiglied um die Hälfte länger als da:a 
die folgenden allmählich kürzer und deutlicher von einarje 
abgesetzt, die Endglieder deutlich knotenförmig, aber 11 
so eckig vortretend wie bei Xenacis, das letzte Glied et« 
länger als das vorletzte. Mandibeln mit 2 gleichen Zähm 
Clypeus abgerundet, undeutlich vom Gesicht getrennt, 1 
letztere mit deutlichem Höcker; Stirn flach, Fühlergrua 
klein. Kopf und Thorax, auch der Metathorax und die Br!;| 
Seiten ziemlich glänzend mit ziemlich grober Punktiert! 
Speculum und Parapsidenfurchen fehlend ; Metathorax 4 
Seiten- und hinterer Querleiste, die Luftlöcher rund. An|i 
dreieckig, kurz gestielt, der rücklaufende Nerv fast im Efl 
winkel. Nervus basalis stark gekrümmt ; Nervulus weit hii£ 
der Gabel; Nervellus oppositus kaum gebrochen, aber ui 
der Mitte einen deutlichen Nerv aussendend. Discocubitalae 
gebrochen, der Ramellus kaum angedeutet. Die hinterei 
Beine deutlich länger und kräftiger als die vorderen. Hinr 
leib glänzend, spindelförmig, das r. Segment seitlich seil 
gerandet, nach hinten allmählich erweitert, an der Basis 1 
kurzer Grube, die Luftlöcher etwas vor der Mitte ; die Otjr 
fläche ist poliert, nur in der Mitte an den Seiten zerstreu 
grobe Punkte. Das 2. Segment etwas breiter als lang, nil 
hinten etwas erweitert, hinter der Mitte mit deutlicher Qir 
einschnürung, so dass die Oberfläche etwas bucklig ersehe« 
Sculptur wie beim 1. Segment. Das 3. Segment etwas län^i 
als das 2., fast quadratisch, nach hinten schwach verschmäl t 
auch in der Mitte mit zerstreuten groben Punkten, die Ew 
schnürung weniger deutlich. Das 4. Segment fein punktii 
die folgenden fast glatt. Bohrer aus der Hinterleibsspii 
etwas länger als der halbe Hinterleib, das letzte Bauchsegml 
ziemlich gross und fast die Hinterleibsspitze erreichend. J 

X. SOlitaria Schmiedekn. 1900 Xenocornia solitaria Schmiß 
knecht, Zool. Jahrb. XIII p. 335 $. 

<j> Kopf und Thorax schwarz, Clypeusende rötlich, Fühl 
geissei gegen das Ende unten braun. Flügel deutln 
braungelb getrübt, der Endsaum heller, die Fenster grc> 
Beine rot, die vordem Hüften, die Trochantern, das Er'e 
der Hinterschienen und ihre Tarsen etwas gebräunt. 1* 
Seiten und das breite Ende des r. Segments, Segment 2^1 
ganz und der Endsaum der folgenden Segmente lebhaft 11 

L. 8 mm. tf unbekannt. 

Ich fing ein einziges $ Ende August an jungen Kiefn 
bei dem Dorfe Zwabitz unweit Kahla in Thüringen. 



Cryp topimpla. 1247 



8. Gen. Cryptopimpla Taschb. 

1863 Cryptopimpla Taschenberg, Pimp]., p. 292. 

Die Gattung unterscheidet sich von Lissonota sattsam durch 
> Fühlerbildung, den an der Basis stark verschmälerten 
nterleib und den kurzen Bohrer, der aus einer Bauchspalte 
jmmt. Das letzte Fühlerdrittel mit deutlich abgesetzten, oben 
d unten abgerundeten, nicht eckig vortretenden Gliedern ; 
s letzte Geisseiglied fast breiter und so lang wie die beiden 
-hergehenden zusammen, während bei Xenacis das letzte 
hlerglied schmäler und kaum länger als das vorhergehende ist. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

Metathorax ohne hintere Querleiste, die Area postica also 
nicht abgetrennt. (Untergattung Aphanodon Forst.) 2. 
Metathorax mit deutlicher hinterer Querleiste. Bauchfalte 
dunkel. 3. 

Segment 1—4 und Vorderbeine rot. Bauchfalte hell. Hinter- 
leibsstiel an der Basis beiderseits lappig erweitert. Beim 
ö* Kopf und Thorax schwarz, die Gesichtsseiten mit ver- 
1 loschenem gelbem Strich. 

1. errabunda Grav. 
Hinterleib schwarzbraun, Segmente rot gerandet. Die ganzen 
Beine rot. Fühler kräftig, stark anliegend behaart. Innere 
Augenränder fein gelb. 

2. brachycentra Grav. 

Hinterleib durchaus schwarz. 4. 
Hinterleib teilweis rot. 5. 

Der ganze Körper schwarz. Wangen ohne gelben Fleck. 
(Segment 2 und 3 kaum rot gerandet. Beine rot, die hin- 
tersten Schienen an der Endhälfte und die hintersten 
Tarsen gebräunt. Beim J Gesichtsseiten, Hakenflecke vorn 
, auf dem Mesonotum und Seiten des Schildchens gelb. 

3. calceolata Grav, 

j. Wangen mit grossem gelben Fleck. Segment 2 und 3 

[mit rotem Rand. Gelb sind ferner Scheitelpunkte, 

1 Schulterbeulen und Clypeus. Hüften rot, die hintersten 

Kniee schwarz. Mesonotum vor den Flügeln zuweilen mit 

roter Linie. 4. genalis C. G. Thoms. 

Hüften und Trochantern schwarz. Fühler ziemlich lang, 
schwarz. Postpetiolus und Segment 2—4 rot. Bohrer kräftig, 

7. helvetica Brauns. 
Beine mit Einschluss der Hüften und Trochantern rot. 
Bohrer weniger kräftig. 6. 



124S Pimplinae. 



Hinterleib fein nadelrissig punktiert, ziemlieh glämfr 
Segment 1 — 4 und Beine rot; Spitzen der hintersten Sche| 
und Schienen und ihre Tarsen gebräunt. Fühler wenigsi 
an der Basis unten rot, Flügel mehr oder weniger gebt 
Beim tf Kopf mit gelber Zeichnung, die vorderen Hi| 
und Trochantern an der Spitze gelb; Segment 4 sch\; 
vorn rot gefleckt. 5. blanda Grav. 

Grösser als die vorhergehende Art. Hinterleib deutli 
und grober runzlig-punktiert, matter. Segment 1 an 
Spitze und 2—4 rot. Beine einfarbig rot. Fühler 
schwarzbraun. 6 anomala Holmgr. 

C. errabunda Grav. 1829 Phytodietus errabundus Graven 
lehn. Eur., 11, p. 933 $ | 1863 Cryptopimpla errabunda Tas 
berg, Pimpi., p. 293 $ | 1877 Lissonota errabunda C. Q. Thomson, Ol 
Ent, V. 8, p. 761 | 1900 Cryptopimpla errabunda Schmiedekil 
Zool. Jahrb. XIII p. 335 $0*. 

Die Art ist ausgezeichnet durch die fehlende Querll 
des Metathorax, die helle Bauchfalte und Färbung 1 
Beine. — Schwarz, Vorderbeine rot mit schwarzen Hüs 
Trochantern und Schenkelbasis. Die hintersten B| 
schwarz, die Hüften und ein undeutlicher Ring an I 
Schienenbasis rot. Fühler von Körperlänge, die Gli| 
deutlich länger als breit. Segment 1—4 rot; Bohrer -\i 
Hinterleibslänge. 

Das tf bis jetzt unbekannt. Ich halte das folgende del 
Fühler länger als der Körper, gegen das F:nde zugesp 
die letzten Glieder kaum länger als breit ; Geissei g<j 
das Ende unten rötlich. Kopf und Thorax, auch 1V.J 
thorax und Brustseiten dicht und fein punktiert, schvl 
Gesichtsseiten mit gelblichem Strich, der jedoch zuwi^ 
fehlt, Beine schwarz, die vorderen Schenkel, Schienen <| 
Tarsen, die äusserste Basis der hintersten Schenkel I 
die hintersten Schienen mit Ausnahme der Basis und! 
Enddrittels rötlich. Der breite Endrand des 1. Segniji 
und Segment 2—4 rot. 

Länge 8 — 9 mm. 

Selten im nördlichen und mittleren Europa. 

C. braehycentra Grav. 1829 Lissonota braehycentra Qrfl 
hörst, lehn. Eur., HI, p. 56 $ | 1886 Lissonota braehycentra 1$ 
man, in : Trans, entomol. Soc. London, p. 369 $c? I 1900 CryptopH 
braehycentra Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 336 $cf- 

Kopf und Thorax punktiert, die Zwischenräume I 
gerunzelt. Metathorax ohne hintere Querleiste, beiuji 
dieselbe angedeutet. Hinterleib fein quer nadelrissig, } 
zwischen mit Punkten ; das 2. und 3. Segment etwas lä'J 






Cryptopimpla. 1249 



als breit. Bohrer so lang wie das 1. Hinterleibssegment 
— Schwarz, die innern Augenränder mit schmaler, gelber 
Linie, dieselbe beim ^ länger und breiter. Clypeus, 
Mandibeln und Palpen rötlichgelb, beim $ mehr rot. 
Mesonotum des tf vorn in der Regel mit gelben Seiten- 
flecken ; Tegulä und Schulterbeulen gelblich. Stigma blass- 
gelb. Nach Gravenhorst der Hinterleib schwarz, die vor- 
deren Segmente rot gerandet, nach Bridgman dagegen 
braun, Endrand des 2. Segments und zuweilen Basis des 
3. Segments rötlich. Beine rot, der grösste Teil der hin- 
tersten Schienen und die hintersten Tarsen gebräunt. 

Länge 7 mm. 

Nach Bridgman aus Anticlea badiata gezogen. 

Verbreitet in Mitteleuropa, überall selten. 

). C. calceolata Grav. 1829 Phytodietus calceolatus Gravenhorst, 
lehn. Eur., II, p. 937 £ | 1860 Lissonota leptogaster Holmgren, 
Pimpl., p. 55 cf | 1863 Cryptopimpla calceolata Taschenberg, Pimpl., 
p. 294 $ | 1889 Lissonota leptogaster C. Q. Thomson, Opusc. Ent. 
XIII, p. 1417 $ö" I 19 00 Cryptopimpla calceolata Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 336 <j>tf\ 

°_ Kopf und Mesonotum dicht fein punktiert, fast matt ; Meta- 
thorax und Brustseiten ebenfalls dicht und etwas gröber 
punktiert, die hintere Querleiste und die Seitenleisten 
deutlich. Fühler von Körperlänge. Nervellus sehr schräg 
nach aussen, weit hinter der Gabel. Das 1. Segment fast 
3 mal so lang wie hinten breit, dicht und fein querrissig, 
die folgenden Segmente mit ähnlicher Sculptur, das 2. nach 
hinten schwach erweitert, kaum länger als breit, das 3. 
quadratisch. Bohrer so lang wie das 1. Segment. — 
Schwarz, Clypeusrand und Beine rot, die Endhälfte der 
hintersten Schienen und ihre Tarsen braun. Stigma und 
Tegulä bräunlichgelb. 

■? Fühler fast länger als der Körper. Gelb sind ein grosser 
Fleck der Mandibeln, Clypeus, Gesichtsseiten, ein grosser 
Hakenfleck beiderseits vorn auf dem Mesonotum, eine Linie 
über den Flügeln, Schulterbeulen, Tegulä und Seiten des 
Schildchens. Stigma bräunlich. Beine wie beim <j>, Vorder- 
hüften mehr gelblich. 
Länge 8—10 mm. 

Nördliches und mittleres Europa. Hier in Thüringen im 
Spätsommer eine der häufigsten Arten. 

i, C. genalis C. G. Thoms. 1877 Lissonota genalis C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent., VIII, p. 760 $ | 1889 Idem, ibid. XIII, p. 1417 | 1900 
Cryptopimpla genalis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 337 $ . 

Der vorigen Art und der Xenacis caligata sehr ähnlich, 
aber die Wangen mit grosser, blassgelber Makel, Scheitel 



] 250 Pimplinae. 



mit hellen Seitenpunkten, Schulterbeulen und Tegulä ge;»- 
lich, Mund und Clypeus rötlich, auch das Mesonotum m 
den Flügeln oft mit roter Linie. Beine rot, die hintersiji 
Kniee schwarz. Bauchfalte schwarz, weiss gefleckt. 
Bisher nur aus dem nördlichen Schweden. 

5. C. blanda Grav. 1829 Phytodietus blandus Gravenhorst, lehn. El 
II, p.932 £ | 1860 Lissonota altipes Holmgren, Mon. Pimpl. p. 53 <j>| 
1863 Cryptopimpla blanda Taschenberg, Pimpl., p. 294 £ | 1877 Li<fr 
nota subfumata C. Q.Thomson, Opusc. Ent., VIII, p. 760 $ | \1 
Lissonota altipes C.Q.Thomson, Opusc. Ent., VIII, p. 761 $ | ffl 
ldem, ibid. XIII, p. 1416, £ tf | 1889 Lissonota subfumata C.j 
Thomson, idem, ibid. p. 1416 $cT I J 900 Xenacis hungarica SzeplegJ 
Termes. Füzet. p. 30 |. 1900 Cryptopimpla blanda Schmiedeknecht, Z| 
Jahrb. X11I, p. 337 £cT | ? 1904 Lissonota brevicaudis Habermj 
Jahresber. Qrossh. Qymn. u. Oberrealsch. Worms p. 26 £. (Könnte sM 
zur folgenden Art gehören). 

<j> Kopf und Thorax dicht punktiert, fast matt. Fühler \\ 
Körperlänge. Metathorax feiner punktiert als das Mel 
notum und mehr glänzend, die hintere Querleiste deutli^ 
Hinterleib fein nadelrissig punktiert, gegen das Ende m<a 
glatt; das 1. Segment so lang wie hinten breit, das 2. 1 
lang wie breit, die folgenden mehr und mehr qti 
Bohrer so lang wie das 1. Segment. — Schwarz, Fübi 
mehr oder weniger rötlich, Flügel deutlich getrübt, Stigl 
dunkelbraun, an der Basis weisslich ; Tegulä rostig 
Beine rot, die hintersten Schenkel an der Spitze o<j* 
Endhälfte, ebenso die Spitze der hintersten Schienen vi 
ihre Tarsen gebräunt. Segment 1—4— 5 rot. 
c? Fühler länger als der Körper, unten gebräunt. Palpi 
Makel der Mandibeln und Wangen, Clypeus, Gesichtsseita 
Makeln oder schräge Linien des Gesichtes, Scheitelpunlp 
dreieckige Schulterflecken, Schulterbeulen und Tegulä ga 
Flügel schwächer getrübt wie beim <j>, Stigma braungO 
Beine rot, Hüften mehr oder weniger schwarz, Vorderhüf c 
gelb gefleckt ; die hintersten Schenkel nur an der Spij 
gebräunt, zuweilen ganz rot. Das 1. Segment mehr cf| 
weniger an der Basis schwarz, zuweilen auch die Sei1i| 
der folgenden Segmente. 

Länge 9—10 mm. 

Nördliches und mittleres Europa, meist nicht selten. 

A n m e r k. Es ist mir nicht möglich, die Art in zwei zu zerleg, 
wie es Thomson tut. Er unterscheidet eine Art mit getrübten Flügl 
als Lissonota subfumata und schreibt der Lissonota altipes hyak 
Flügel zu. Er scheint ganz übersehen zu haben, dass Holmgren von seil 
L. altipes sagt : alis fuscedine tinetis. 



6. C. anomala Holmgr. 1860 Lissonota anomala Holmgren, M 
Pimpl., p. 52 $ | 1900 C. anomala Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. j 
p. 338 $ | 1901 C. anomala Brauns, Zeitschr. Hym. Dipt. p. 159 ?| 



Cryptopimpla. 1251 



Die Art ist etwas grösser als C. blanda und unterscheidet 
sich gut von dieser durch die deutlichere, runzligere Punk- 
tierung der Hinterleibssegmente, die dadurch matter aus- 
sehen. 

Punktiert, wenig glänzend. Schwarz, Palpen gelblich, an 
der Basis schwärzlich, Clypeus am Ende gelb, Fühler ganz 
schwarzbraun. Flügel leicht getrübt, Stigma braun, Nerven 
braungelb, Tegulä und Flügelwurzel fast weisslich. Beine 
einfarbig rot. Das 1. Hinterleibssegment am Ende, 2—4. 
ganz rot. Metathorax hinten mit schwacher Leiste. 
Flügel hyalin, die inneren Augenränder, Spitze des Clypeus, 
Schulterbeulen und Schultermakeln weisslich. Beine rot, 
nur die hinteren Trochantern etwas dunkel. Endrand von 
Segment 1, 2—4 ganz und Basis von 5 rot; zuweilen die 
rote Färbung noch weiter ausgedehnt. 

L. 9 — 10 mm. 

Im nördlichen und mittleren Europa ; noch sehr wenig 
bekannt. 

C. helvetica Brauns. 1901 C. helvetica Brauns, Zeitschr. Hym. 
Dipt. p. 160. 

Schwarz, Hinterleibsmitte und Beine rot, Hüften und Tro- 
chantern schwarz. Clypeus rötlich ; Metathorax mit deut- 
licher hinterer Querleiste, ebenso mit Seitenleiste. — Unter- 
scheidet sich von C. blanda und anomala durch die schwarzen 
Hüften und Trochantern. Am Hinterleib ist der Post- 
petiolus und Segment 2 — 4 rot. Das 1. Segment ist gleich- 
massiger in der Querrichtung gewölbt, der Bohrer ist 
kräftiger, so lang wie der halbe Hinterleib. Die schwarzen 
Fühler sind ziemlich lang. 

L. 7—8 mm. — Q? unbekannt. 

Bern. 



9. Gen. PliytodietllS (Grav.) Holmgr. 

1829 Phytodietus Gravenhorst, lehn. Eur., 11, p. 928. 

Parapsidenfurchen vorn deutlich, Metathorax ohne alle 
isten, stark gewölbt, die Luftlöcher rund. Flügel mit drei- 
:iger Areola ; Nervellus weit unter der Mitte gebrochen, 
nterschienen gedörnelt, die Sporen lang, die Klauen bei 
i £ $ dicht und lang gekämmt. Hinterleib glatt, am Ende 

dicksten und hier etwas comprimiert, nach vorn allmählich 
schmälert. Bohrer aus einer Bauchspalte kommend, höchstens 
1 Hinterleibslänge. 

Anmerk, Die Qravenhorst'sche Gattung ist aus den verschiedensten 
menten zusammengesetzt ; es gehören dazu Arten von Lampronota, Crypto- 



1252 Pimplinae. 



pimpla, Taschenbergia, Stilbops ; der Phytodietus corvinus gehört zu 
Xylonominen, plantarius ist ein Meniscus und astutus scheint vieli 
wandtschaft mit den Banchinen zu haben. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

i. Schildchen ganz oder teilweis gelb oder weisslich. 2. 
Schildchen und meist auch der übrige Thorax schwarz 

2. Thorax ausser gelb auch rot gezeichnet, besonders an 
Seiten. Beine ' grösstenteils gelb. Beim tf das Ges: 
und Mittelbrust gelb ; Brustseiten zum Teil rot. 

1. rubricosus C. G. Thoms. 

Thorax schwarz mit gelber Zeichnung, höchstens ein r< 
Fleck am Metathorax über den hintersten Hüften. 3. 

3. Hinterleib schwarz, höchstens die mittleren Segmente 
rötlichen Einschnitten. Nur der Endrand des Schildch 
gelb. 4. 

Hinterleibssegmente gelb gerandet. 6. 

4. Die vorderen Hüften und Trochantern blass gelb. Hin 1 
schienen braun, in der Mitte aussen weisslich. Metatho 
oft mit rotem Fleck über den Hinterhüften. 

6. albipes Holmgr. 

Die vorderen Hüften ganz oder teilweis schwarz. Hinl 
schienen rot oder rotbraun, am Ende schwarz. 5. 

5. Das 1. Segment vor den Luftlöchern nicht eingeschniil 
Nervellus deutlich unter der Mitte gebrochen. Thorax m 
Ausnahme der Schildchenzeichnung schwarz. 

5. coryphaeus Grav. 
Das 1. Segment vor den Luftlöchern eingeschnürt, N- 
vellus postfurcal, in der Mitte gebrochen. 

7. rufipes Holmgr. 

6. Die hintersten Schienen und Tarsen schwarz, die letzten 
verdickt. Etwas grösser als Ph. segmentator, der Bohr! 
kürzer. 3. crassitarsis C. G. Thoms. 

Die hintersten Schienen und Tarsen nicht ganz schwarz. . 

7. Beine rot, die Spitze der hintersten Schienen und Tarsi. 
etwas gebräunt. 2. segmentator Grav. 

Die hintersten Kniee hell, die helle Farbe schwärzlich U 
grenzt. Bohrer kürzer. 

4. geniculatus C. G. Thoms. 



Phytodietus. 1253 



Schienenwurzel und Ring der Hintertarsen weiss ; Beine 
sonst rot, Hüften, Trochantern, die hintersten Schienen und 
Tarsen schwarz. cf. Meniscus plantarius Grav. 

Hinterbeine ohne weisse Zeichnung. 9. 

Die ganzen hintersten Beine schwarzbraun, nur die Basis 
der Schienen und Mitte der Schenkel meist heller. Die 
kleinste Art. 9. femoralis Holmgr. 

Die hintersten Schenkel rot, höchstens an der Spitze schwarz ; 
die hintersten Schienen mit Ausnahme der Basis und die 
hintersten Tarsen schwärzlich. 10. 

Kopf gelb gezeichnet. Segment 2—7 am Endrand schmal 
rötlich. 8. obscurus Desv. 

Kopf ohne gelbe Zeichnung. Hinterleibssegmente nicht 
hell gerandet. 10. astutus Grav. 

Ph. rubricosus C. G. Thoms. 1877 Ph. rubricosus C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent., VIII, p. 773 $d* | 1882 Ph. rufipictus Brischke, lehn. 
West- u. Ostpr., p. 126 $ | 1900 Ph. rubricosus Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. XIII p. 339 $cf. 

Viel grösser als Ph.segmentator. Mund, Clypeus und Scheitel- 
makeln gelblich. Ein grosser Hakenfleck des Mesonotums 
beiderseits vorn, Fleck unter den Flügeln und Tegulä gelb. 

| Zwei Längsstreifen des Mesonotums, Mittelbrust und ihre 
Seiten, Fleck des Metathorax über den Hinterhüften und 

\ Basis des Schildchens rot, letzteres an der Spitze gelb. 
Stigma hellbraun, Beine rötlich, vordere Hüften und 

I, Trochantern gelb, die hintersten Schenkel und Schienen 
aussen braun. Hinterleib glänzend, das 1. Segment doppelt 
so lang wie am Ende breit, das 2. Segment fast quadratisch, 

I Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. Hinterleib schwarz, 
Segment 3—7 fein weisslichgelb gerandet. 
Gesicht und Mittelbrust gelb, letztere an den Seiten oben 
rötlich. Die hintersten Schenkel aussen kaum verdunkelt. 
Länge 9—10 mm. 

Selten im nördlichen und mittleren Europa. In Thüringen 
von mir nur wenige $ £ gefunden. 

Ph. segmentator Grav. 1829 Ph. segmentator Gravenhorst, lehn. 
Eur. II, p. 944, £cj" | ? 1829 Lissonota polyzonias Qravenhorst, 
ibid. III, p. 68, cT | 1829 Lissonota pectoralis Qravenhorst, ibid. III, 
P. 69. C? | 1900 Ph. segmentator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII, 
P. 339 £c/\ 

Schwarz, gelb sind : Mund, Gesichtsfleck, innere Augen- 
ränder, Seiten des Scheitels, Unterseite der Fühler, ein 
breiter Fleck vor und unter den Flügeln, einer vor den 
Mittelhüften, einer auf der Mitte des Mesonotums, fast das 



1254 Pimplinae. 



ganze Sehildchen, Hinterschildchen, die Quernähte hifc 
beiden und Metathorax hinten. Flügel schwach gelty 
getrübt, Stigma rotgelb, Tegulä gelb. Beine rötlich, Vorij 
hüften und Trochantern gelblich, die Spitze der hinterjl 
Schienen und ihre Tarsen gebräunt. Hinterleib glänJ 
schwarz, der Hinterrand der Segmente gelblich wj 
Bohrer etwa von Hinterleibslänge. 
ei* Gesicht und Wangen gelb. Fühler schwärzlich, Sc 
unten gelb. Thorax fast noch reicher gelb gezeichne' 
beim $. Die hintersten Hüften zuweilen mehr oder wen 
schwarz. Hinterleib wie beim <£. 

Länge 8—10 mm. 

Brischke erzog die Art aus Grapholitha roborana, To: 
ribeana, laevigana und viridana sowie Cidaria galiaria 

Die häufigste von allen Arten. 

3. Ph. crassitarsis; C. G. Thoms. 1877 Ph. crassitarsis C. Q. T 
son, Opusc. Eni, VIII, p. 774 | 1900 Ph. crassitarsis Schmiedekr 
Zool. Jahrb. XIII p. 340 <j>. 

$ "Wie Ph. segmentator, aber etwas grösser, die hinter 
Schienen und Tarsen schwarz, die letztern dick ; das 1. 
ment länger, der Bohrer kürzer, mit stark behaarten Klap 
Schweden, selten. 

4. Ph. geniculatus C. G. Thoms. 1877 Ph. geniculatus C. G. T 

son, Opusc. Ent. VIII, p. 774 | 1900 Ph. geniculatus Schmiedeten 
Zool. Jahrb. XIII p. 340 £. 

£ Dem Ph. segmentator fast gleich, aber das 1. Segn 
gegen die Basis stärker verengt, der Bohrer kürzer 
stark behaarten Klappen, die hintersten Kniee hell, die h 
Färbung schwarz begrenzt. 

Schweden, selten. 

Die Art ist wohl kaum von Ph. segmentator zu trenne 

5. Ph. coryphaeus Grav. 1829 Ph. coryphaeus Gravenhorst, 
Eur., II, p. 945, $ | 1900 Ph. coryphaeus Schmiedeknecht, Zool. J. 
XIII p. 340 ?(/■ 

$ Von Ph. segmentator nur durch die Färbung abweich« 
Schwarz; blass gelb sind: 2 "Scheitelflecke, Spitze 
Schildchens und 2 Punkte an seiner Basis, meist auch 
Hinterschildchen und die Thoraxnähte in dessen Nie 
Flügel schwach gelblich getrübt, Tegulä und Stigma gb 
Beine gelbrot, die vordem Hüften meist ganz, an 
Hinterbeinen Schienen und Tarsen schwarz, die Schiel 
an der Basis oft rötlich, selten auch die hinters* 
Hüften schwarz. Hinterleib glänzend, die mittleren Sf- 



Phytodietus. 1255 



mente ganz fein weisslich gerandet. Bohrer etwas kürzer 
als der Hinterleib. 

Länge 7 — 8 mm. 

An gleichen Orten wie Ph. segmentator, aber seltener. 
Beide sind artlich wohl kaum zu trennen. Das c? von Ph. 
coryphaeus unterscheidet sich nicht von dem tf von Ph. 
segmentator. 

Ph. albipes Holmgr. 1854 Ph. albipes Holragren, Acta Holm., 
p. 91, £ | 1860 Idem, Mon. Pimpl., p. 63, $ | 1900 Ph. albipes 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 340 $. 

Schwarz, Clypeus am Ende rötlich, Fühlergeissel rostrot, 
Scheitelränder, eine Linie vor den Flügeln, eine Makel 
unter denselben und Endrand des Schildchens und Hinter- 
schildchens blass gelb, über den Hinterhüften meist eine 
rote Makel, Flügel schwach gelblich getrübt, Stigma gelb, 
Tegulä weisslich. Vorderbeine rötlichgelb, die vordersten 
Hüften, Trochantern und Kniee hell gelb, die hin- 
tersten Beine rot, Spitze der Trochantern und Schenkel 
gelb, die Schienen braun, in der Mitte aussen weisslich, 
die Tarsen schwärzlich, das 1. Glied an der Basis hell, 
Hinterleib fast ganz schwarz. 

Länge 7 mm. tf unbekannt. 

Nördliches und mittleres Europa, selten. 

7. Ph. rufipes Holmgr. 1860 Ph. rufipes Holmgren, Mon. Pimpl., 
p. 63, $ | 1877 Ph. rufipes C.Q.Thomson, Opusc. Ent., VIII, p. 772, 
$cT | 1900 Ph. rufipes Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 341 $<?. 

$ Körper ziemlich schlank, schwarz, Augenränder oberhalb 
der Fühler, 2 Basalpunkte und Endrand des Schildchens 
gelblich, Fühler rostrot, an der Basis schwarz. Flügel gelb- 
lich, Stigma und Tegulä rotgelb. Beine rot, Vorderhüfte., 
fast ganz schwarz, die Basis der hintersten Trochantern, 
die Spitzen der Schienen und ihre Tarsen schwärzlich. 
Das 1.. Segment vor den Luftlöchern eingeschnürt; die 
mittlem Segmente mit roten Einschnitten. Nervellus post- 
furcal, in der Mitte gebrochen. 

3* Kopf und Thorax mit reichlicher heller Zeichnung; Vorder- 
hüften gelb mit schwarzem Strich, die hintersten Hüften 
fast ganz schwarz. 
Länge 7 — 8 mm. 
Schweden, selten. 

3. Ph. obscurus Desv. 1856 Ph. obscurus Desvignes, Cat. Brit. 
lehn., p. 69, $cT I 1860 Ph. obscurus Holmgren, Mon. Pimpl., p. 64, 
$ cT I 1900 Ph. obscurus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 341 £</• 
Ziemlich schlank und glänzend. Kopf hinten kaum ver- 
schmälert, Wangen kurz. Das 1. Segment gegen das Ende 
schwach erweitert, beim £ mit einer Längsfurche. 



1256 Pimplinae. 



$ Schwarz, Kopf zum Teil gelblich gezeichnet. Theo 
meistens ganz schwarz. Flügel fast hyalin, Stigma brai 
Beine rötlich, Hüften und Basis der Trochantern schwl 
die hintersten Kniee, Schienen und Tarsen dunkel bra| 
die Schienen an der Basis heller. Segment 2—7 am E:| 
rand schmal rötlich. 

tf Hüften schwarz mit gelben Flecken. Zuweilen die Schul) 
beulen gelblich. 

Länge 7 mm. 

England, Schweden. 

9. Ph. femoralis Holmg. 1860 Ph. femoralis Holmgren, i 
Pimpl., 64, $cf I 1900 Ph. femoralis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
p. 342 £tf\ 

Die kleinste von allen Arten, der vorigen ziemlich ähnl: 
$ Ziemlich glänzend, schwarz. Kopf nach hinten wenig \ 
schmälert. Mund, Clypeus, Scheitelflecke und Schaft un 
gelb. Flügel fast wasserhell, Stigma bräunlich, Tegl 
blass gelb. Nervellus weit unter der Mitte gebrocbl 
Vorderbeine rötlich, Hüften und Trochantern blassge] 
die hintersten Beine braun, die Basis der Schienen tl 
zuweilen auch die Mitte der Schenkel rötlich, die TrochJ 
tern gelb mit schwärzlicher Makel. 

Beim ^ Gesicht und Wangen gelb. , 

Länge 5—7 mm. 

Schweden. 

10. Ph. astutus Grav. 1829 Ph. astutus Qravenhorst, lehn. Eurj 
p. 939 $ | 1863 Ph. astutus Taschenberg, Pimpl., p. 292 $ | 1 
Ph. continuus C. G. Thomson, Opusc. Ent., VIII, p. 773 | 1900 
astutus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 342 $. 

$ Fühler fast von Körperlänge. Hinterleib so lang wie K 
und Thorax, am Ende etwas comprimiert, das 1. Segm 
glatt, doppelt so lang wie breit, nach hinten* allmähl 
verbreitert, Bohrer etwas länger als der halbe Hinterig 
— Schwarz, Flügel fast hyalin, Areola unregelmässig, «I 
gestielt, Stigma braungelb, Tegulä blass gelb. Beine ziemlt 
schlank, rotgelb, Hüften und Trochantern schwarz, I 
hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, die ersteif 
an der Basis rötlich. 

Länge 6 mm. ^ unbekannt. 

Deutschland, Schweden ; sehr selten. 

A n m e r k. Der Ph. corvinus Grav., 1. c. p. 937, $ , mit 1 
cubischem Kopf und vollständig gefeldertem Metathorax gehört nicht 
dieser Gattung. 



Weisia. 1257 



10. Gen. Weisia n. gen. 
1 Ehren meines alten Freundes und eifrigen Hymenopterologen 
A. Weis in Frankfurt am Main. 

Diese neue Gattung stimmt im Habitus und besonders 
ch durch die dicht gekämmten Fussklauen mit der Gattung 
lytodietus überein, unterscheidet sich aber sofort durch die 
ilende Areola. — Körper glatt und glänzend, nur hier und 

mit Spuren von ganz feiner Runzelung. Kopf quer, von 
loraxbreite, nach hinten rundlich verschmälert; Gesicht fein 
nktiert ; Clypeus deutlich vom Gesicht getrennt, am Ende 
gerundet; Mandibeln am Ende mit 2 kleinen Zähnchen; 
ihler dünn, etwas länger als der Körper, die Basalglieder 
ir gestreckt, die Endglieder so lang als breit. Thorax doppelt 

lang als breit, seitlich zusammengedrückt ; Mesonotum ohne 
rapsidenfurchen, vorn bucklig vortretend ; Metathorax wie 
i Phytodietus kurz und rundlich, ohne Spur von Feldern, 
iigel wie bei den meisten Polysphincta-Arten ; Radialzelle 
'ralich kurz; Cubitalquernerv (Areolarnerv) sehr kurz, der 
cklaufende weit dahinter mündend ; Nervulus interstitial, 
irvellus senkrecht, nicht gebrochen und keinen Längsnerv 
ssendend. Beine ziemlich kräftig, Hüften ziemlich lang und 
rdickt, Sporen der hintersten Schienen von halber Meta- 
suslänge, Klauenglied um die Hälfte länger als das vorher- 
hende Tarsenglied, Tarsen dicht und lang gekämmt. Hinter- 
b so lang wie Kopf und Thorax, vorn mehr flach, hinten 
vas seitlich zusammengedrückt; das 1. Segment um die Hälfte 
tger als hinten breit, ohne Kiele ; das 2. Segment etwas 
Jiter als lang ; die folgenden deutlich quer. Bohrer kräftig, 
n Hinterleibslänge. 

W. elegans n. sp. 

Kopf schwarz, Augenränder grösstenteils, die inneren 
vollständig, Clypeus und Palpen weisslichgelb. Thorax 
gelbrot, die Nähte und der Prothorax schwarz, Rand des 
letzteren, ein Hakenfleck beiderseits vorn auf dem Meso- 
notum, Tegulä, Schulterbeulen und Makeln an den Brust- 
seiten weisslichgelb. Flügel hyalin, Nerven hellbraun, 
Stigma gelblich. Beine bleich rötlich, Hüften und Vorder- 
beine grösstenteils weisslich, Flecken auf den Hüften und 
Trochantern, sowie je eine Längslinie auf den Vorder- 
schenkeln schwarz. Hinterleib schwarz, der Endrand aller 
Segmente weisslich, hier und da rötlich. 

L. 6 mm. 

Ich fand ein £ dieser schönen Art auf der au Insekten so 
reichen Ruinenstätte des alten Karthago. 



1258 Pimplinae. 



11, Gen. CampOCineta Schmieiekn. 

1900 Campocineta Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. X11I p. 343. I 

Körper schlank, vom Habitus der Lissonota bellator, dl 
die ganz verschiedenen Fühler leicht zu unterscheiden. — « 
nach hinten stark verschmälert, Augen ziemlich vortrel 
Wangen breit, Clypeus deutlich abgetrennt, stark confci 
Stirn vertieft, Fühlergruben deutlich ; Fühler beim £ vv 
kürzer als der Körper, Schaft dick, fast kugelig, tief all 
schnitten, Geissei hinter der Mitte deutlich verdickt, gl 
das Ende zugespitzt, die Basalglieder lang cylindrisch, dl 
Geisseiglied um die Hälfte länger als das 2., die Glieder h;t 
der Mitte mehr und mehr von einander abgesetzt, zl 
quadratisch, die vorletzten fast quer, das Endglied l 
länger als das vorletzte. Metathorax mit seitlicher LängslfJ 
und schwacher, hinterer Querleiste, die Luftlöcher sehr 1; 
rund. Areola klein, meist lang gestielt, der Aussennervi^ 
deutlich, zuweilen fast fehlend, Nervulus schräg, weit hl 
der Gabel, Nervellus schwach antefurcal, weit unter der ij^ 
gebrochen. Beine schlank, Klauen klein, den Pulvillus ijj 
überragend. Hinterleib gestreckt, Segment 2 und 3 länge«! 
breit, das letzte Bauchsegment gross, zusammengedrückt,! 
letzte Rückensegment etwas überragend. 

C. varicornis Schmiedekn. 1900 C. varicornis Schmiedekid 
Zool. Jahrb. XIII p. 343. 

5 Kopf und Thorax dicht und fein runzlig punktiert, » 
matt, Brustseiten stärker punktiert das Speculum de 
etwas stärkeren Glanz angedeutet ; Metathorax de 
Runzelung rauh, vorn in der Mitte mit Andeutung .vjl 
kielartigen Längsrunzeln. Das 1. Segment 2 mal so I 
wie hinten breit, die vorderen Segmente fein gerur-:] 
matt, die folgenden mehr und mehr glatt. Bohrer e\i 
länger als der Hinterleib. — Kopf und Thorax nebst Führ 
schwarz, Clypeus am Ende rötlich oder weisslich ; Pae 
gegen das Ende weisslich. Flügel fast hyalin, Stigma 1 
Tegulä gelblich, Flügelwurzel weisslich. Beine rot. ' 
chantern zum Teil braun, auch die Basis der hintere 
Schienen verdunkelt. Segment 2—4 rot, meist in der 3V.I 
mit breiter dunkler Querbinde, die beim 2. Segment n:f 
nur den Vorder- und Hinterrand rot lässt. 

tf Fühler von Körperlänge, hinter der Mitte nicht verdi: 
alle Glieder länger als breit, die Endglieder nur we{ 
Sculptur des Körpers wie beim $. Segment 2 und 3 lätj 
als breit, 4 quadratisch. — Färbung dunkler als beim* 



Syzeuctus. 1259 

Die vorderen Segmente nur am Endrand rot. Hüften und 
Trochantern schwarz, Vorderschenkel an der Basis, die 
Hinterschenkel noch ausgedehnter gebräunt, auch die 
hintersten Schienen und Tarsen bräunlich. Areola im Flügel 
meist nur kurz gestielt. 

Länge 8 — 9 mm. 

Ich habe die Art "in Thüringen bei Blankenburg gefangen. 
Ein $ fand ich in der Tischbein 'sehen Sammlung des 
Naturhistorischen Museums in Hamburg. Sie fliegt schon 
zeitig im Jahre ; die tftf erscheinen bereits von Mitte 
April an. 

A n m e r k. Vielleicht gehört die Lissonota nigridens C. Q. Thoms. 
mit zur Gattung Campocineta, da die Fühler vor der Spitze verbreitert 
sind. 

12. Gen. SyzeilCtUS Forst. 

1868 Syzeuctus Förster, Syn. Fam. u. Gatt, lehn., p. 167. 
1889 Syzeucta C.G.Thomson, Opusc. Ent., XIII, p. 1415. 
1900 Syzeuctus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII, p. 344. 

Metathorax stark gewölbt, glänzend, wenn auch dicht punk- 
ert, die Luftlöcher gestreckt, die hintere Querleiste meist 
orhanden, die Längsleiste an den Seiten dagegen fehlend, 
pomia deutlich. Radius mehr oder weniger gleichmässig 
ekrümmt, der Endabschnitt nicht auffallend länger als der 
asalabschnitt. Areola lang gestielt. Hinterleib glatt, meist 
dt hellen Querbinden. Die hierher gehörenden, meist bunt 
ezeichneten Arten gehören grösstenteils dem Süden an. 

estimmungstabelle der paläarktischen Arten (nach Brauns). 

[. Seitenleisten des Metathorax fehlend. Zeichnung des 
Körpers gelb oder rötlich, aber nie ganze Hinterleibs- 
segmente einnehmend (Syzeuctus s. str.) 2. 
Seitenleisten des Metathorax meist sehr deutlich. Zeichnung 
des Hinterleibes vorherrschend rot, oft ganze Segmente 
von dieser Farbe. 6. 

>. Querleiste des Metathorax fehlend. 3. 
Querleiste des Metathorax deutlich. 5. 

\. Spitze der Vorderflügel ohne merkliche Trübung. Mitte 
des Gesichts bei $ und tf schwarz. Kopf und Thorax 
reich gelb gezeichnet. Metathorax stark gewölbt und grob 
punktiert, mit breiter gelber Binde und Flecken. Hinterleib 
mit gelben Binden ; das 3. Segment quadratisch, das 4. 
quer. Schenkel und Schienen gelbrot. 

1, irrisprius p. Rossi. 



I2ÖO Pimplinae. 






Spitze der Vorderflügel mit deutlicher Trübung oder i 
Endfleck. 4. 

4. Kopf und Thorax vorwiegend gelb mit schwarzen Punkl 
und Linien. Hinterleib rot, möglicherweise auch schwa 
mit gelben Binden. Flügel mit scharf begrenztem braur 
Fleck in der Spitze. 

4. heluanensis Schmiedekn. 

Kopf und Thorax schwarz, nur einige feine Striche 
Augenränder und Schildchenspitze gelb. Flügelspitze 1 
stark rauchiger Trübung. 5. elegans Szepl. 

5. Hinterleibssegmente mit breiten gelben Endrändern. K( 
und Thorax reich gelb gezeichnet. Beine schwarz u 
gelb. 2. maculatorius F. 

Hinterleib schwarz, die Endränder der Segmente rötli» 
Kopf und Thorax weit weniger gelb gezeichnet. Schenl 
und Schienen rötlich. 

3. tenuifasciatus Schmiedekn. 

6. Beine und Thorax fast ganz schwärz. Hinterleib grösstc 
teils rot. Flügel mit dunkler Querbinde vor der Spitze, 

6. Stecki Brauns. 
Beine vorwiegend rot. Vorderkörper meist mit reich 
gelber Zeichnung. 7. 

7- ?. 8. 
<?. iL 

8. Flügel mit dunkler Makel oder Querbinde vor der Spitze. 
Flügel hyalin. 10. 

9. Kopf und Thorax mit reicher gelber Zeichnung. Flug 
mit dunkler, ziemlich scharf begrenzter Makel vor derSpitzi 
diese selbst hell. Die 3 ersten Segmente rot, bei ein 
Varietät das 1: an der Basis schwarz. 

7. luniger Brauns <j>. 

Kopf und Thorax schwarz, fast ohne gelbe Zeichnung 
Flügel vor der Spitze mit schwach dunkler Querbinde, d! 
nicht scharf begrenzt ist. Die 3 ersten Segmente rot. 
8. Schmiedeknechti Brauns <j>. 

10. Hinterleib dunkelrot, alle Segmente hinten breit hellge! 
gerandet. Beine rotgelb, Hüften schwarz und weiss. 
9. decoratas A. Costa <j>. 

Hinterleib zweifarbig, schwarz mit roter Mitte. Bein 
grösstenteils rot. 10. apicalis Grav. $ 



Syzeuctus. 1261 



Hinterleib dreifarbig: schwarz, rot und gelb. Flügelspitze 
meist mit Spur einer dunklen Makel vor der Spitze. 

7. luniger Brauns 0*. 
Hinterleib zweifarbig: schwarz mit roter Mitte. 12. 

Die inneren Augenränder gelb, bei einer Varietät (oder 
eigene Art?) das ganze Gesicht gelb. Flügel hyalin. 

10. apicalis Grav. tf. 

Gesicht ganz schwarz. Flügel mit verdunkelter Querbinde 
vor dem Endrand, die zuweilen jedoch undeutlich ist. 
8. Schmiedeknechti Brauns 0*. 

S. irrisorius (P. Rossi). 1794 Ichneumon irrisorius P. Rossi, Mant., 

II, App. No. 82 | 1829 Lissonota irrisoria Qravenhorst, lehn. Eur., 

III, p. 65, $ö\ | 1900 Syzeuctus irrisorius Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. XIII p. 349 $<?. 

£ Kopf und Thorax dicht und grob punktiert, fast matt, 
Gesicht fein punktiert. — Augenränder breit gelb, nur unten 
dieselben unterbrochen. Fühlergeissel gegen das Enole 
rostgelb. Am Thorax sind gelb: grosse dreieckige Seiten- 
makeln vorn auf dem Mesonotum, dicht davor gleich grosse 
Makeln auf dem Pronotum, eine Makel fast mitten auf dem 
Mesonotum, Makeln der Brustseiten, Schildchen und Hinter- 
schildchen. Der Metathorax hat hinten eine breite, gelbe 
Querbinde, die nach vorn spitz vorgezogen ist, beiderseits 
vorn steht ein grosser, rundlicher Fleck und seitlich davon 
noch ein länglicher Fleck. Die hintere Querleiste des Me- 
tathorax fehlt fast vollständig. Flügel leicht gelblich ge- 
trübt, Stigma gelb, Tegulä weisslichgelb. Beine gelbrot, 
Hüften und Trochantern schwarz. Hinterleib glänzend, 
die mittlem und hintern Segmente mit feinen und zer- 
streuten Punkten, Segment 1 um die Hälfte länger als breit, 
2 und 3 wenig breiter als lang, die übrigen quer. Hinter- 
leib mehr braun als schwarz, die vordem Segmente rötlich 
durchschimmernd, alle Segmente mit breiten, gelben End- 
rändern, das 1. Segment an der Basis mit gelben Seiten- 
flecken. Bohrer von Hinterleibslänge. 

Das <f stimmt in der Färbung vollständig mit dem $ 
überein. 

Länge 9—10 mm. 

Taschenberg zog die Art aus Thalpochares paula. 

Zerstreut im mittlem Europa; scheint in Nord-Europa 
zu fehlen. Auch hier in Thüringen ist mir die Art nie 
vorgekommen, ich besitze sie zahlreich aus Misdroy. 



I2Ö2 Pimplinae. 



2. S. maculatorius (F.). 1787 Ichneumon maculatorius Fabric 
Mant., p. 261, $cT I 1804 Bassus maculatorius Fabricius, Piez 
96, $ö* I 1829 Lissonota maculatoria Qravenhorst, lehn. Eur., 
p. 60, $cT I 1889 Syzeucta maculatoria C. Q.Thomson, Opusc.fi 
XIII, p. 1415 | 1900 Syzeuctus bicolor Szepligeti, Termes. Füzet. X 
p. 31 $cT I 1900 S. maculatorius Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
P. 344 $cf. 

$ Kopf und Thorax dicht und grob punktiert, ziemh, 
glänzend, mit reicher gelber Zeichnung. Hinterleib gl 
und glänzend, Segment i — 4 länger als breit, mit breit 
gelben Endrändern. Beine dunkel gelb, Hüften, T 
chantern zum grössten Teil und in der Regel die hinterst 
Schenkel schwarz, das Ende der Hinterschienen und i] 
Tarsen gebräunt. Flügel wasserhell, die Spitzen der Vord 
flügel, weniger die der Hinterflügel dunkel. Bohrer v 
Körperlänge. 

Das cT ist ganz wie das £ gefärbt, die gelbe Zeichnu 
fast noch reicher. Das Gesicht zuweilen ganz gelb, man« 
mal auch die Hinterschenkel. 

Länge 9 — 10 mm. 

Diese zierliche Schlupfvvespe ist selten im nördlich 
etwas häufiger im mittleren und südlichen Europa. 

3. S. tenuifasciatttS Schmiedekn. 1894 Syzeucta maculatoria \ 
C. Q. Thomson, Opusc. Ent., XIX, p. 2128, $ | ? 1894 Syzei? 
punetiventris C. Q. Thomson, 1. c. p. 2128, £ | 1900 Syzeuc 
tenuifasciatus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. Xlll p. 345. 

Der vorigen Art in Grösse und Färbung ähnlich, al 
weit weniger gelb gezeichnet. Am Kopf nur der Clypt 
und teilweise die Augenränder gelblich. Am Mesonoti 
vorn 2 dreieckige Flecke, darunter meist 2 kleinere auf d< 
Pronotum, sonst nur die Schildchenspitze und meist 
Querfleck des Metathorax über der Hinterleibsbasis gi 
Die hinteren Schenkel und Schienen grösstenteils rötli; 
Hinterleib schwarz, die vorderen Segmente schmal rötli« 
gelb gerandet. Flügel wie bei voriger Art. 

Mit voriger Art. 

Ich habe keinen Uebergang zwischen dieser und 
vorigen Art gefunden und möchte sie deshalb nicht 
blosse Varietät auffassen. Nach Brauns kommen jede; 
Uebergänge vor, er betrachtet deshalb tenuifasciatus rl 
als Varietät von maculatorius.— Bei grösseren Exemplan 
zeigen die vorderen Segmente feine Punktierung. Ich 1- 
sitze verschiedene solche Exemplare aus Thüringen. 

4. S. heluanensis Schmiedekn. 1900 Syzeuctus heluaneis 

Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. Xlll p. 345 £. 
£ Kopf glatt und glänzend, vorn mit zerstreuten, grob 
Punkten, Thorax glänzend, zerstreut grob punktiert, Me - 



Syzeuctus. 1263 



notuni hinten fast glatt, die hintere Querleiste des Meta- 
thorax fast fehlend. Hinterleib glatt und glänzend, die 
mittleren Segmente mit feinen, sehr zerstreuten Punkten, 
das 1. Segment i} 2 mal so lang wie am Ende breit, 2—4 
etwas breiter als lang, Bohrer von Körperlänge. — Färbung 
sehr bunt. Kopf und Thorax hell citronengelb, Ocellen 
durch schwarze Linie verbunden, die sich vorn bis zu den 
Fühlern fortsetzt. Fühlerschaft hellgelb, oben schwarz ge- 
fleckt, Geissel rostgelb, an der Basis oben schwarz. Meso- 
notum mit 3 schwarzen Längsstreifen, der mittlere auf der 
Vorderhälfte, die Seitenstreifen auf der Hinterhälfte. Die 
hinteren Quernähte des Metathorax schwarz, letzterer an 
der Basis mit 4 schwarzen Punkten in einer Querreihe, die 
beiden mittleren am grössten. Flügel schwach gelblich 
getrübt, Stigma braun, an der Basis gelblich, ein grosser 
brauner Fleck am Vorderrand, kurz vor der Flügelspitze. 
Beine hellgelb, die hintersten Hüften und Trochantern 
schwarz gefleckt die hintersten Schenkel und Schienen 
innen rötlichbraun gestreift. Das 1. Segment gelb mit drei- 
eckigem rötlichen Fleck, dessen schwarze Spitze nach vorn 
gerichtet ist, das 2. Segment gelb, der vordere Einschnitt 
schwarz, auf der Vorderhälfte ein grosser roter Querfleck, 
die folgenden Segmente rot, mit breiten, gelben Hinter- 
rändern. Bauchfalte gelb. 

Länge 8 mm. tf unbekannt. 

Ich fand die schöne Art in einigen Exemplaren in Wüsten- 
tälern östlich von Helouan in Aegypten an blühendem 
Zygophyllum coccineum. 

Brauns bezieht auf diese Art einen Syzeuctus vom 
Kaschgar-Darja, bei welchem die rötlichen Färbungen des 
Hinterleibs und der Hinterbeine schwarz sind. Seine 
Meinung, dass heluanensis vielleicht nicht ganz ausgefärbt 
ist, kann ich nicht teilen. Die Färbung ist bei allen Ex- 
emplaren gleich; beiläufig erwähnt zeigen die wenigen 
Schlupfwespen, die man in Aegypten fängt, sämtlich ein 
lebhaftes Colorit. 

S. elegans Szepl. 1900 Syzeuctus elegans Szepligeti, in : Termes. 
Füzeiek, XXIII, p. 30 $ | 1900 Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XI11 
P. 349 $ | 1901 Brauns, Zeitschr. Hym. Dipt. p. 179 <j> . 

Kopf und Thorax dicht und grob punktiert. Hinterleib 
überall, mit Ausnahme des 1. Segments, welches schwächere 
Punktierung und darum grösseren Glanz hat, dicht punk- 
tiert und matt, ziemlich lang flaumhaarig. Schwarz, nur 
der Clypeus, eine kurze Linie am äussern Augenrande, 
zuweilen ein Strich am Stirnrande und 2 Pünktchen, die 



1264 Pimplinae. 



auch zusammenfliessen können, an der Schildchens 
gelb. Die ziemlich langen Fühler braunrot, Basis 
schwarz. Tegulä gelb. Endrand der Vorderflügel i 
verdunkelt, i. und 2. Segment rot, mit je einem grd 
Fleck, 3. an der Basis breit, am Ende schmal rot gesä 
Bohrer fast von Körperlänge. Hüften und Trochaf 
schwarz mit gelben Enden ; Schenkel und Schienen 
die Spitze der Hinterschienen und Hintertarsen braut 
Oesterreich, Ungarn. — tf nicht bekannt. 

S. Stecki Brauns. 1888 Lissonota Stecki Brauns, Mitteil. S$l 
entomol. Qes., VIII, p. 1 £ | 1900 Syzeuctus Stecki Schmiedek 
Zool. Jahrb. XIII p. 347 | 1901 Syzeuctus Stecki Brauns, Zeitschr. 
Dipt. p. 180 $cT. 

Schwarz, Hinterleib rot, am Ende schwarz, Flügel hv 
vor der Spitze mit rauchiger Querbinde ; Beine schil 
die vordersten vorn gelblich. Hinterbeine mit sch\l 
braunen Schienen und Tarsen, die Schienen an der 14 
weisslich. 

var. Die hintersten Schenkel rot, die Schienen bil 
Flügel etwas stärker getrübt. 

Dem S. petiolaris sehr nahestehend, aber weniger schij 
mit breiterm Hinterleib und mit anderer Färbung, 
und Thorax dicht punktiert, glänzend. Stirnrand der A| 
meist mit einem gelben Strich, ebenso der Aussenrand 
Augen. Thorax gröber punktiert als der Kopf und stl 
glänzend ; bei einem Exemplar 2 gelbe Punkte aniä 
Schulterbasis. Metathorax stark punktiert, die hintere £j| 
leiste undeutlich. Hinterleib glänzend, rot, nur am äu|j 
sten Ende schwarz, an der Basis deutlich punktiert, gl 
das Ende fast glatt. Das 1. Segment länger als breit] 
beiden folgenden breit quadratisch. Nervellus postft: 
unter der Mitte gebrochen. Bohrer fast von KörperLj 

Das cT stimmt fast vollständig mit dem $ überein, 1 
sind die Metathoraxleisten fast erloschen. Der Hinten 
ist von derselben Skulptur und Farbe wie beim <j>, mjj 
die Basis des 1. Segmentes und das letzte schwarz. 

Länge 9 mm. 

Südliche Schweiz, Spanien. 



S. luniger Brauns. 1888 Lissonota lunigera Brauns, A 
Schweiz, entomol. Ges., VIII, p. 2, £ cT- I 1890 Lissonota c 
A. Costa, Miscell. ent. Mem., III (Napoli), p. 16, $ | 1900 Syz>: 
luniger Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 347 $cT I 1901 Sj$\ 
luniger Brauns. Zeitschr. Hym. Dipt. p. 188. 

Kopf und Thorax gelb gezeichnet, beim $ die 3 et 
Segmente und die Beine, mit Ausnahme der Basis, 1 



Syzeuctus. 1265 



Bohrer von Körperlänge. Flügel hyalin, Vorderflügel in 
der Spitze mit ovaler, dunkler Makel. Beim tf Kopf und 
Thorax viel reicher gelb gezeichnet, Hinterleib 3 farbig, 
die Makel in der Flügelspitze kleiner; Beine rot, an der 
Basis schwarz und gelb. 

Durch die Makel in der Flügelspitze leicht kenntlich. 
Beim tf sind gelb : Clypeus, Wangen, Augenränder ringsum 
breit, 2 Längslinien des Gesichtes (auch in 4 aufgelöst), 
Schaft unten. Beim £ ist der Clypeus rötlichgelb, die 
Wangen haben 2 kleine, gelbliche, zusammenhängende 
Flecken, die Augenränder fast rings, aber schmäler gelb. 
Auch der Thorax des tf mit vielen gelben Zeichnungen ; 
gelb sind besonders 2 grosse hakenförmige Makeln des 
Mesonotums, Schildchen, Hinterschildchen und Flecken auf 
Mesopleuren und Metathorax. Beim £ der Thorax vor- 
herrschend schwarz ; Flecken des Prothorax, des Meso- 
notums, Metathorax und der Brustseiten viel kleiner ; 
Schildchen nur an den Seiten und hinten schmal gelb, wie 
das Hinterschildchen. Hinterleib des tf vorherrschend rot, 
das 1. Segment schwarz, an der Basis mit 2 gelben Makeln, 
die folgenden Segmente rot mit dunkler Querbinde in der 
Mitte, die vorderen Segmente mit gelben Endsäumen. 

Kopf und Thorax deutlich punktiert, Hinterleib feiner, 
das 1. und 2. Segment hinten glatt. Area posteromedia 
des Metathorax scharf abgegrenzt. Hinterleibssegmente 
länger als breit. Nervellus postfurcal, unter der Mitte 
gebrochen. 

Var. 1) Braunsi Szepl. 1900 Syzeucta Braunsi Szepligeti, 
Termes. Füzet. XXIII p. 31 $></. — Wie die Stammart, aber die 
roten Segmente und auch das 4. und 5. mit gelben End- 
rändern. Beim tf ist die Makel im Vorderflügel fast ganz 
verschwunden. — Ungarn. 

Var. 2) multipicta Kriechb. 1889 Lissonota multipicta Kriech- 
baumer, Mitteil. Schweiz, entom. Qes. IX p. 264 $cT- —Das £ wie 
bei der Stammart, aber die Basis des 1. Segmentes schwarz. 
Beim tf der Kopf und Thorax mehr gelb als schwarz ge- 
zeichnet ; Hinterleib veränderlich schwarz und rot gefärbt, 
die mittleren Segmente mit gelbem Hinterrand ; Flügel- 
spitze leicht gebräunt, zuweilen auch die Spur einer Quer- 
binde vor der Spitze. — Schweiz : Wallis. 

Var. 3) maculipennis A. Costa. 1883 Lissonota maculipennis 
A. Costa, Notiz, ed osserv. sulla Qeo-Fauna Sarda, II p. 101 $. — 
Hinterleib rot, nur das letzte Segment schwarz. Die dunkle 






1266 Pimplinae. 



Makel vor der Flügelspitze wie bei der Stammart deutle 
— Insel Sardinien. 

L. 9 — ii mm. 

Zerstreut im südlichen Europa, nordwärts bis in 1 
Wallis. 

8. S. Schmiedeknechti Brauns. 1901 Syzeuctus Schmiedeknel 
Brauns, Zeitschr. Hym. Dipt. p. 182 $</. 

£ Kopf schwarz, nur der Clypeus und die Palpen rotgj 
der hintere Augenrand schmal gelblich. Thorax g;^ 
schwarz, die Flügel in ähnlicher Weise vor dem Endram 
getrübt, wie bei Stecki. Tegulä und Stigma schw;z 
Hinterleib schwarz, die 3 ersten Segmente rot. Hüften ii 
Trochantern ganz schwarz, die beiden vorderen Beinpafj 
und die hinteren Schenkel ganz rot, Hinterschienen ijj 
Hintertarsen schwarz. Vorderkörper ziemlich dicht tjj 
deutlich punktiert, der Hinterleib zerstreuter und feil 
und daher ziemlich glänzend ; das 1. Segment fast ol< 
Punkte, das 2. in der Mitte und in der hinteren Hai 
ziemlich glatt. Kopf und Thorax ziemlich dicht und I 
stehend grau behaart. Bohrer fast von Körperlänge. 

Das o* stimmt in fast allen Punkten mit dem £ üben! 
Der Hinterleib ist rot, die Basis des 1. und die Seginel 
vom 5. eingeschlossen an sind schwarz ; Basis der Hin« 
schienen weisslich gelb. Fühler etwa körperlang, Behaarul 
namentlich auf dem Vorderkörper, lang und abstehe! 
Die dunkle Binde vor dem Endrande der Vorderflügel I 
undeutlich, auch die beiden Leisten des Metathorax il 
schwach. 

L. 10 — 11 mm. 

Südliche Schweiz: Berisal und Wallis. 

9. S. decoratus A. Costa. 1890 Lissonota decorata A. Cgi 
Misscell. Ent, III, p. 17, $ | 1900 Syzeuctus decoratus Schmiß 
knecht, Zool. Jahrb. XIII p. 350 $ . 

$ Kopf und Thorax reich weisslichgelb gezeichnet, und z\1 
stimmt die Art darin fast ganz mit S. luniger (Brau} 
(ducalis A. Costa) überein. Hinterleib um \ länger als K<| 
und Thorax zusammen. Das 1. Segment um \ länger J 
hinten breit. Hinterleib dunkel rot, alle Segmentränu 
breit weisslichgelb. Flügel vollständig hyalin, Stig:£ 
schwärzlich, an der Basis weiss. Beine gelbrot, Vord ■ 
hüften weisslich, Hinterhüften schwarz gefleckt. Bohl 
wenig kürzer als der Körper. 

Länge 8 mm. tf unbekannt. 

Armenien. — Mit S. heluanensis und luniger verwanj, 
durch die nicht gefleckten Flügel leicht zu unterscheid , 



Syzeuctus. 1267 



1. S. apicalis Grav. 1829 Lissonota apicalis Qravenhorst, lehn. Eur., 
III p. 88 tf J 1829 Lissonota petiolaris Qravenhorst, lehn. Eur., III 
p. 110 $ | 1860 Lissonota petiolaris Holmgren, Mon. Pimpl., p. 52 <j> | 
1863 Lissonota petiolaris Taschenberg, Pimpl., p. 283 $0* | 1889 
Syzeucta petiolaris C. Q. Thomson. Opusc. Ent. XIII p. 1415 $ | 1900 
Syzeuctus apicalis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 351 $cT- 

[ Kopf und Thorax dicht und ziemlich grob punktiert, schwach 
glänzend. Metathorax mit deutlicher hinterer Querleiste. 
Das 1. Segment fast doppelt so lang als breit, in der Mitte 
mit zerstreuten, groben Punkten, die folgenden Segmente 
fein und zerstreut punktiert, Segment 2—4 länger als breit, 
Bohrer etwas länger als der Hinterleib. — Kopf und Fühler 
schwarz, Scheitel mit gelbem Strich beiderseits, zuweilen 
auch die Stirnränder gelb. Thorax ganz schwarz. Flügel 
schwach getrübt, Stigma schmal, bräunlich. Beine rot, 
Hüften und Trochantern glänzend schwarz ; die hintersten 
Schienen mit Ausnahme der Basis und ihre Tarsen braun. 
Endrand von Segment 1, Segmente 2 und 3 ganz sowie 
Basis von 4 rot. 

Beim tf die inneren Augenränder grösstenteils, ein 
Streifen der äussern und Schildchenspitze gelb. Die vor- 
dersten Hüften und Trochantern gelb gefleckt ; die Schienen 
an der Basis gelb, die hintersten gegen das Ende nur 
schwach gebräunt. 

Länge 9 — 10 mm. 

Im nördlichen und mittleren Europa; selten. 

Ich habe °_ und tf mehrfach zusammen gefangen und 
zweifle nicht im mindesten, dass sie zusammengehören. — 
Brauns sagt (Zeitschr. Hym. Dipt. 1901 p. 183), dass die 
Beschreibung der Lissonota apicalis bei Gravenhorst nichts 
enthielte, woraus man eine Zugehörigkeit zu Syzeuctus 
vermuten könnte. Darin irrt nun mein verehrter Freund ; die 
Angabe: „areola regulari, longe petiolata" kann nur auf 
einen Syzeuctus gehen. — Ob die von Brauns erwähnten 
<? ö* mit ganz gelbem Gesicht zu apicalis gehören, oder als 
eigene Art aufzufassen sind, darüber habe ich kein Urteil. 



13. Gen. DiceratopS Forst. 

1868 Diceratops Förster, Syn. Fam. u. Qatt. lehn., p. 167. 
1900 Diceratops Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 351. 

Stirn vertieft, beiderseits mit einem deutlichen Hörnchen, 
itathorax mit der hinteren Querleiste, von den Seiten der 
nterbrust durch eine feine Längsleiste geschieden, die Luft- 
her lang gestreckt. Sonst wie Syzeuctus. 



1268 Pimplinae. 



D. bicornis Grav. 1829 Lissonota bicornis Qravenhorst, lehn. E 

III p. 91 $cf I 1889 Syzeucta bicornis C.Q.Thomson, Opusc. E 

XIII p. 1415 $ | 1900 Diceratops bicornis Schmiedeknecht, Zool. Jal 
XIII p. 351 $cT- 

£ Gesicht dicht punktiert, fast matt, Stirn und Schei 
glänzend, Thorax grob und ziemlich dicht punktiert, gl 
zend. Radius ganz gleichmässig gekrümmt. Gestalt u 
Punktierung des Hinterleibes wie bei S. apicalis, dem 
Art überhaupt sehr gleicht. Bohrer deutlich länger als ( 
Körper. — Schwarz, Fühlergeissel gegen das Ende rötli 
Augenränder zum Teil weisslichgelb. Flügel getrübt, Stig 
braun, Tegulä schwarz. Beine rot, Hüften und Trochante 
schwarz, die hintersten Beine meist grösstenteils schwa 
braun. Hinterleib rot, von der Mitte des 4. Segmen 
an schwarz. 

c^ Mund, Clypeus, Gesicht, Stirnränder, vordere Hüften u 
Trochantern blassgelb. An den hintersten Beinen 
Hüften schwarz, Schienen braun, an der Basis weissli« 
gelb. Hinterleib gestreckt, die vorderen und mittlei 
Segmente länger als breit, das 1. Segment an der Ba 
schwarz. 

Länge 9 — 10 mm. 

var. $c^. Alle Schenkel rot. Meine Thüringer Exe 
plare gehören sämtlich hierher. 

Im nördlichen und mittleren Europa, selten. 



14. Gen. Arenetra Holmgr. 

1869 Arenetra Holmgren, Consp. Gen. Pimpl. Suec, p. 128. 
1900 Arenetra Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 352. 

Kopf quer, punktiert, mit auffallender dichter Behaaruii 
Fühler fadenförmig, fast von Körperlänge ; Mandibelzähne 1 
gleich. Parapsidenfurchen nur schwach angedeutet; Metathof 
stark punktiert, ohne Leisten, die Luftlöcher rund. Are( 
gross, sitzend, fast viereckig ; Nervellus oppositus, untere 
Mitte gebrochen. Das letzte Glied der Hintertarsen nicht oc 
kaum länger als das vorletzte, viel kürzer als das 3., c 
Pulvillus halb so lang wie die Klauen. Hinterleib gegen d 
Ende beim £ etwas comprimiert, Bohrer kürzer als c 
Hinterleib. 

A. pilosella Grav. 1829 Tryphon pilosellus Qravenhorst, Ic 
Eur., II, p. 125 cT I 1854 Lasiops pilosella Holmgren, Act. Hol 
p. 69 $cT (Lasiops bereits an eine Fliegengattung vergeben). | 18' 
Arenetra pilosella Holmgren, Consp. den. Pimpl. Suec, p. 128; M;. 
Pimpl., p. 46 $<3* | 1863 Lissonota pilosella Taschenberg, Pim] 



Meniscus. 1269 



p. 286 | 1900 Arenetra pilosella Schrniedeknecht, Zool. Jahrb. XIII 
p. 352 $cT. 

j> Augen weit aus einander stehend ; Fühler fadenförmig, ein- 
gerollt, die hell durchscheinenden Enden der Glieder schräg 
abgestutzt. — Schwarz, Beine rotbraun, Hüften und Tro- 
chantern schwarz. Segment 1 und 2 vorn punktiert, hinten 
mit feinen Längsrissen. 

Beim tf auch die Schenkel, wenigstens an der Basis, 
braun. 

I Länge 10—12 mm. 
Zerstreut im mittleren und nördlichen Europa. 



A n m e r k. Holragren hat noch den Banchus tomentosus Qrav. zur 
Gattung Arenetra gestellt, aber mit Unrecht. Bei dieser Art ist der 
Nervellus stark postfurcal und weit über der Mitte gebrochen, das 
letzte Qlied der hintersten Tarsen doppelt so lang wie das vorletzte, 
etwas länger als das dritte. Die Fussklauen sind lang, der Pulvillus 
ganz unscheinbar. Die Art gehört also zu den Banchinen. 



15. Gen. MeniSCUS Schiödte. 

1839 Meniscus Schiödte, in: Querin, Mag. Zool. Ins., p. 10. 

1860 Meniscus Holmgren, Mon. Pimpl., p. 60. 

1900 Meniscus Schmiedekecht, Zool. Jahrb. XIII p. 353. 

Die gekämmten Fussklauen der £ £ bilden den einzigen 
nterschied zwischen dieser und der folgenden Gattung; 
amerhin ist eine Trennung wohl gerechtfertigt, der riesige 
eniscus setosus nimmt sich bei Lissonota sehr fremd aus. 
ttrchweg grössere Arten. Bauchfalte meist dunkel. 

Bestimmungstabelle der paläarktischen Arten. 

. Hinterleib rot mit schwarzer Basis. Basis der hintersten 
Schienen und die Hintertarsen vom 2. Glied an weiss. 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib (Subg. Alloplasta 
Forst.) 2. murinus Grav. 

Hinterleib schwarz, die Einschnitte oft rötlich schimmernd, 
selten bei Varietäten ein oder mehrere Segmente ver- 
schwommen rotbraun. 2. 

t. Thorax bunt : schwarz, rot und gelb gezeichnet, dicht und 
kurz weisslich behaart. Körper dicht punktiert, matt. Kopf 
nach hinten verschmälert. Beine schlank. Hinterleib sehr 
gestreckt, mit parallelen Seiten, beim tf fast linear. Bohrer 
wenig länger als der Hinterleib. 

1. elector Grav. 

Thorax ganz schwarz oder gelb gefleckt. 3. 



I2 7° Pimplinae. 



3. Stirn tief ausgehöhlt, die Aushöhlung beiderseits m 
oder weniger wulstartig begrenzt. Metanotum von 
Hinterbrustseiten durch einen Längskiel getrennt. Da 
Segment an der Basis mit 2 Rückenkielen (Subg. Bat 
cetes Forst.). 4. 

Stirn gar nicht oder nur ganz flach ausgehöhlt. An 
meist sitzend. 5. 

4. Körper ganz schwarz, Beine rot, Hüften schwarz. M«| 
thorax und Hinterleibsbasis grob runzlig, rauh ; die l] 
löcher gestreckt, Bohrer von Körperlänge. Die grösste J 

3. setosus Fourcr. 
Mesonotum vorn an den Seiten mit breiter, gelber Lira 
meist auch gelbe Scheitelpunkte, Schulterbeulen und Lin3 
unter den Flügeln. Beim tf das ganze Gesicht gelb. Bei 
mit Einschluss der Hüften rot, die vordem an der B d 
mehr gelb. Metathorax und Hinterleibsbasis fein rumj 
punktiert, die Luftlöcher rund. Bohrer von Hinterleibslän] 

4. catenator Panz. 

5. Hinterleib des £ vom Hinterrand des 2. Segments an ml 
der Basis zu stark verschmälert, glänzend. Das 1. Segmtj 
mit langer Furche. Stirn flach ausgehöhlt. Eine Liij 
vor den Flügeln und die innern Augenränder zum Ti 
gelb. Hinterleibsmitte meist rotbraun gefleckt. Beine rl 
Hüften an der Basis zuweilen dunkel, Bohrer von HinfcJ 
leibslänge. 5. agnatus Grav. 
Hinterleib des £ vom Hinterrand des 1. Segments naii 
vorn etwas verschmälert. Hinterleibsbasis mit stärker 4 
Skulptur. 6. 

6. Das 2. Segment quadratisch, meist dicht und stark punktiert, 
Das 2. Segment deutlich länger als breit; die vorder 
Segmente fein nadelrissig. 10. 

7. Das 2. Segment nadelrissig oder runzlig, kaum glänzen 
Die inneren Augenränder mehr oder weniger deutlich gel 
Bohrer kürzer als der Körper. 8. 

Das 2. Segment dicht punktiert. Die inneren Augenränd< 
des $ nicht gelb. 9. 

8. Beine rot, Hüften, Trochantern, sowie die hintersten Schiene 
und Tarsen schwarz, letztere mit breitem weissen Rin;' 
ebenso die Basis aller Schienen weiss. Kopf und Thora 
zottig behaart. Skulptur in beiden Geschlechtern star 
runzlig, nur der Hinterleib etwas glänzender. 

6. plantarius Grav. 



Meniscus. 127 1 



Beine rot, die hintersten Tarsen braun. Kopf und Thorax 
ohne auffallende Behaarung. Bohrer länger als der Hinter- 
leib. 7. signatus Szepl. 

Das 1. Segment nur an der Basis ausgehöhlt. Metathorax 
deutlich und ziemlich grob punktiert. Beine rot, selten 
die Hüften schwarz. Bohrer etwas länger als der Hinter- 
leib. Beim tf Linien vor und unter den Flügeln, Schulter- 
flecke, zuweilen die Seiten des Schildchens, Clypeus und 
Fleck der Mandibeln gelb. 8. bilineatus Grav. 
NB. Ist der Körper schlanker, der Bohrer länger als der 
Körper, so vergleiche man L. sulphurifera Grav. 
Das 1. Segment der ganzen Länge nach mit Furche. Meta- 
thorax runzlig, nicht punktiert, mit 2 Längsleisten. Nur 
das £ bekannt. 9. canaliculatus Szepl. 

Kopf und Thorax stark weisshaarig, Bohrer kaum von 
Hinterleibslänge. cf. Arenetra pilosella Grav. 

Kopf nicht auffallend weisshaarig, Bohrer so lang oder 
länger als der Körper. 11. 

Stirn kaum eingedrückt, Schultern nicht hell gezeichnet. 
Areola den rücklaufenden Nerv fast in der Mitte auf- 
nehmend. Das 1. Segment mit Furche bis über die Mitte. 
Beine rot, die hintersten Schienen dunkelbraun. 

10. impressor Grav. 
Stirn über den Fühlern eingedrückt. Ein Strich vor und 
unter der Flügelbasis sowie Schulterflecken weisslich. 
Areola klein, der rücklaufende Nerv fast an der Spitze. 
10. impressifrons C. G. Thoms. 
NB. Nicht sicher von diesen Arten ist zu trennen M. 
scapularis Kriechb. 

. M. elector Grav. 1829 Lissonota elector Qravenhorst, lehn. Eur., 
III, p.73 $ö" I 1863 Meniscus elector Taschenberg, Pimpl.,p. 289 £cT | 
1900 M. elector Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 353 $cT. 

l Körper schlank, namentlich der Hinterleib sehr gestreckt, 
mit fast parallelen Seiten. Kopf hinter den Augen ver- 
schmälert, Stirn nicht eingedrückt. Areola klein, schief. 
Beine schlank, die Schenkel gegen das Ende stark ver- 
dünnt. Thorax und Hinterleib dicht punktiert, matt. 
Metathorax mit feiner Längsfurche. — Gesicht rot, die 
innern Augenränder weisslichgelb ; Fühler braun, Schaft 
unten rot. Thorax zum grössten Teil rot mit schwarzer 
und gelber Zeichnung, das Mesonotum mit schwarzem 
Längsstreifen ; Schildchen rot, mit weisslichen Rändern, 
auf der Scheibe schwärzlich. Flügel kaum getrübt, Stigma 



I2 7 2 Pimplinae. 



gelblich. Beine rot Hinterleib braunschwarz, die vordei 
Einschnitte rötlich. Bohrer ungefähr von Hinterleibslän j 

Beim tf geht das Rot mehr in Gelb über. Gesicht u 
die vordersten Hüften und Trochantern weisslich. Schi: 
chen schwärzlich, an den Seiten und hinten weissli< 
Der Hinterleib ist schmal und fast linear. 

Länge 12 mm. 

Selten im nördlichen und mittleren Europa. In Thüring 
ist mir die Art noch nicht vorgekommen. 

2. M. murinus Grav, 1829 Lissonota murina Gravenhorst, lehn. E 
III. p.99 $ | 1860 Meniscus murinus Holmgren, Mon. Pimpl., p. 62 %<J 
1863 Meniscus murinus Taschenberg, Pimpl., p. 289 Qtf | 1900 Menis^ 
variipes Szepligeti, Termes. Füzetek, XXIII, p. 36 <j> | 1900 Menis« 
murinus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 353 $3*. 

$ Kopf und Thorax dicht punktiert, schwach glänzend, gra 
lieh behaart. Areola deutlich gestielt. Das 1. Segme 
i| mal so lang wie hinten breit, mit deutlicher Längsfurcl 
in der Mitte wie die folgenden Segmente fein querrissi 
das 2. Segment so lang wie breit, die folgenden etw 
breiter als lang. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleii 
— Schwarz, Beine dunkelrot, Hüften und Trochanteji 
se& -z, die hintersten Kniee, Schienen und Tarsen g 
bräiu.., Basis der Schienen und ein breiter Ring der hii 
tersten Tarsen weiss. Flügel fast hyalin, Stigma brau 
Areola gestielt, Nervellus fast in der Mitte gebroche 
Da""' gment schwarz, der Endrand und die folgende 

Segj i dunkelrot. 

Das 0* stimmt ganz mit dem $ überein ; die Fühler sin 
heller, auch die Mitteltarsen mit deutlichem weissen Rim 

Länge 10—12 mm. 

In ganz Europa, eine der häufigsten Arten ; fliegt schö 
Ende April und Anfang Mai. — Bildet die Gattung All«- 
plasta Forst. 

5. M. setosus Fourcr. 1785 Ichneumon setosus Fourcroy, Ent. Pai 
II, p. 395 | 1829 Lissonota setosa Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 35 $</ 
1840 Lampronota setosa Curtis, Br. Ent., p.407 | 1860 Meniscus setost 
Holmgren, Mon. Pimpl., p. 61 $3* | 1863 Meniscus setosus Taschenben 
Pimpl., p. 288 $c? | 1900 M. setosus Schmiedeknecht, Zool. Jahrllli 
XIII p. 354 £0*. 

Die grösste und robusteste von allen Arten und dadurcl 
schon leicht zu erkennen. Kopf und Thorax dicht punk 
tiert, Stirn tief ausgehöhlt. Metathorax grob gerunzelt 
die hintere Querleiste kaum angedeutet. Die vorder« 
Segmente grob runzlig punktiert, der Endsaum mehr glatt \ 
die hinteren Segmente fein querrissig; das 1. Segment 
i-\ mal so lang wie breit, mit tiefer Längsfurche, SegmenH 



Meniscus. 1273 



2 und 3 quadratisch. Bohrer von Körperlänge. Areola 
gross, sitzend. — Schwarz, Beine gelbrot, Hüften und die 
hintersten Tarsen schwarz. 
Länge 18—20 mm. 

Nord- und Mittel-Europa. — Die Art lebt in Cossus 
ligniperda. 

M. catenator Panz. 1804 Ichneumon catenator Panzer, in: Schaff., 
lc, tab. 20, fig. 10 | 1829 Lissonota catenator Gravenhorst, lehn. Eur., 
HI, p. 45 $ | 1840 Tryphon excavator Zetterstedt. Ins. Läpp., p.384 $ | 
1860 Meniscus catenator Holmgren, Mon. Pimpl., p. 61 $</ | 1863 
Meniscus catenator Taschenberg, Pimpl., p. 288 $ | 1900 M. catenator 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 354 £</. 

Die Art ist ausgezeichnet durch die tiefe Aushöhlung 
der Stirn, welche beiderseits durch eine in der Mitte vor- 
springende Wulst begrenzt ist. Characteristisch sind ferner 
die breiten gelben, oben rötlichen Seitenstreifen am Vorder- 
rand des Mesonotums. Der ganze Körper ist fein runzlig 
punktiert, matt, weisslich behaart. Die hintere Querleiste 
ist deutlich. Das 2. Segment etwas länger als breit. Bohrer 
von Hinterleibslänge, die Klappen sehr dick. — Schwarz, 
ein Strich der inneren Augenränder, Clypeus, Mandibeln, 
der erwähnte Seitenstreifen des Mesonotums und 7 Gunter 
den Flügeln gelb. Beine rot, die vorderen Ix^-ien und 
Trochantern gelb gefleckt; die hintersten Schienen und 
Tarsen gebräunt. Stigma gelb, Areola gestie 1 *- Beim tf 
das Gesicht und Brustflecken gelb, so'/ist wih •* -• 
Länge 11— 12 mm. ^ 

Nicht selten in Nord- und Mittel-Europa. Nach Brischke 
in Eulen-Raupen. Bildet die Gattung Bothynophrys Forst., 
ebenso Bathycetes Forst. 

M. agnatus Grav. 1829 Lissonota agnata Qravenhorst, lehn. Eur., 
III, P- 44, $ | 1860 Meniscus agnatus Holmgren, Mon. Pimpl., p. 61, $ | 
1863 Meniscus agnatus Taschenberg, Pimpl., p. 288, cT $ | 1900 M. 
ignatus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII, p. 355 Qtf. 

Kopf und Thorax dicht punktiert, ziemlich glänzend, Stirn 
schwach eingedrückt. Metathorax runzlig punktiert, die 
wintere Querleiste deutlich. Areola kurz gestielt. Hinter- 
eib nach vorn stark verschmälert, die Vorderhälfte fast 
jlatt, glänzend. Bohrer etwas länger als der Hinterleib.— 
Schwarz, Clypeus rötlich, Scheitelpunkte und ein Strich 
ler inneren Augenränder gelb. Mesonotum vorn mit breitem 
jelben Seitenrand, wie bei M. catenator. Tegulae weisslich 
?elb, Stigma braungelb. Beine rot, die Schienen an der 
iussersten Basis gelblich, die hintersten Tarsen braun. 
Hinterleibsmitte fast immer verschwommen rötlich oder 
)raun. 



1274 Pimplinae. 



Ich besitze bloss ein einziges tf ; dasselbe stimmt ganz i 
dem £ überein, doch sind die hintersten Hüften fast ga 
die vorderen an der Basis und eine Makel der hinters" 
Trochantern schwarzbraun. Der Hinterleib ist gestreckt 
Segment 2 und 3 etwas länger als breit. 

Länge 12—13 m *n. 

Zerstreut in Nord- und Mitteleuropa. 

6. M. plantarius Grav. 1829 Phytodietus plantares Gravenho 
lehn. Eur. II p. 941 $ | 1863 Taschenberg, Pimpl. p. 192 $ | 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 342 $ | 1901 Meniscus planta 
Brauns, Zeitschr. Hym. ' Dipt. pp. 160 und 177 £0*. 

$ Körper stark behaart, namentlich Kopf und Thorax. Thoi 
grob und dicht runzlig-punktiert, Metathorax mit deutlicl 
hinterer Querleiste, Hinterleib wenig glänzend, unregL 
massig fein querrunzlig. Das letzte Bauchsegment II 
nach hinten reichend, sodass kaum eine Spalte bemerklii 
ist, aus welcher der Bohrer kommt. — Schwarz, Schult j- 
beulen rötlich, Stigma schwärzlich, Tegulä braun, Bei 
rot, Hüften und Trochantern schwarz, die hintersten Schiern 
und Tarsen gleichfalls schwarz, Glied 2—4 der letzten 
weiss, alle Schienen mit weisslicher Basis, an den hintersti 
am deutlichsten. Endrand der Hinterleibssegmente schul 
gelblichrot. Bohrer fast von Hinterleibslänge. 

Das 0* ist dem £ in Färbung und Skulptur fast voll 
gleich, nur sind die Gesichtsseiten deutlich weisslichge', 
was bei £&& £ nur angedeutet ist. 

Länge x©. mm. 

Deutschland, Oesterreich, sehr selten. 

7. M. signatus Szepl. 1900 Meniscus signatus Szepligeti, in: Ternr 
Füzetek XXIII, p. 37 $ | 1900 M. signatus Schmiedeknecht, Zo 
Jahrb. XIII, p. 355 $. 

,,Metanotum dicht punktiert; Segmente nadelrissig, d 
1. an der Basis ausgehöhlt, das 2. quadratisch, etwas kürz 
als hinten breit. Areola sitzend. Nervellus tief gebroche 
Krallen gekämmt. — Schwarz, Kiefer, Clypeus, inne 
Augenränder und Tegulae gelb. Beine rot, hinterste Tars« 
braun, Länge 10 mm. Bohrer länger als der Hinterlei» 
ö* unbekannt. Ungarn." 

8. M. bilineatus Grav. 1829 Lissonota bilineata Gravenhorst, Ich 
Eur., III, p. 41 cT | 1829 Lissonota impressor var. 1 u. 2 Qravenhon 
1. c. p. 51 $ | 1840 Tryphon pimplator Zetterstedt, Ins. Läpp. p. 3i 
£ I 1860 Meniscus pimplator Holmgren, Mon. Pimpl. p. 62 $ | 18( 
Meniscus pimplator Taschenberg, Pimpl., p. 288 $cT I 1900 M. bi 
neatus Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 356 $cT- 

$ Körper gedrungen, durchaus grob punktiert, das 2. Se^ 
ment quer, die 3 ersten Segmente vor dem Ende m 



Meniscus. 1275 



seichten Quereindrücken. Areola kurz gestielt. — Schwarz, 
Taster, Clypeus und Tegulae rostgelb, Beine rot, Hüften 
schwarz. Flügel etwas getrübt, Stigma bräunlich. Bohrer 
etwas länger als der Hinterleib. 

f Dreieckige Schulterflecken, eine gelbe Linie vor und unter 
den Flügeln und meist Seitenstriche des Schildchens gelb. 

var. $ , </ impressor Zett. Hüften rot. — Diese Varietät 
ist häufiger als die Stammform, 

Länge 10 — 12 mm. 

Im ganzen nördlichen und mittleren Europa nicht selten. 
— Von Brischke aus Sesia-Arten gezogen. 

. M. canaliculatus Szepl. 1900 Meniscus canaliculatus Szepligeti, 
Termes. Füzetek, XXIII, p. 37 $ | 1900 M. canaliculatus Schmiede- 
knecht, Zool. Jahrb. XIII, p. 356 $. 

„Metanotum runzlig, nicht punktiert, mit zwei längs 
laufenden, in der Mitte sich nähernden Leistchen. 1. Seg- 
ment der ganzen Länge nach mit Furche ; 2. quadratisch, 
punktiert, zwischen den Punkten fein, aber unvollkommen 
nadelrissig. Areola fast sitzend. Discocubitalader nicht ge- 
brochen, Nervellus tief gebrochen. Krallen gekämmt. — 
Schwarz, Flagellum bräunlich, Rand des Clypeus braun, 
Tegulae gelb, Beine rot, Hintertarsen bräunlich. Länge 
10 mm. Bohrer über Hinterleibslänge. Nur £ £ bekannt. 
Ungarn." 

M. impressor Grav. 1829 Lissonota impressor Qravenhorst, lehn. 
Eur., III, p. 50, $cf (excl. varietatibus). | 1863 Meniscus impressor 
Taschenberg. Pimpl., p. 289 $ tf* (ex parte). | 1889 Lissonota impressor 
C. Q. Thomson, Opusc. Ent, XIII, p. 1419 £ | 1900 M. impressor 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 356 £0*. 

Stirn kaum eingedrückt, mit Längslinie, Metathorax ge- 
runzelt, mit deutlicher Längsfurche. Die vorderen Seg- 
mente fein nadelrissig, das 1. lang, das 2. deutlich länger 
als breit, auch auf dem 2. eine Längsfurche angedeutet. 
Der rücklaufende Nerv fast in der Mitte. Bohrer deutlich 
länger als der Körper. — Schwarz, Mund und Clypeus rot, 
ein Strich vor den Flügeln und die Tegulae gelblich weiss, 
Beine schlank, rot, die hintersten Schienen mehr oder 
weniger, nach Thomson ganz dunkel braun. 

var. <j>. Schildchen mit bleichen Fleckchen. 

var. cf. Hüften und die hintersten Trochantern schwarz. 
? Liss. suborbitalis Grav. 1. c. p. 42, tf . 

Länge 15 mm. Bohrer 12 mm. 

Selten im mittleren Europa. 



1276 Pimplinae. 



11. M. impressifrons C. G. Thoms. 1889 Lissonota impressi| 
C. Q. Thomson, Opusc. Ent. XIII, p. 1419 £ | 1900 M. impressn; 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII. p. 357 <j> . 

£ Dem M. impressor sehr ähnlich, aber Stirn über I 
Fühlern eingedrückt, Clypeus deutlich abgetrennt, Stic 
vor und unter den Flügeln und eine Schultermakel gl 
lichweiss; die Furche des 1. Segments wenigerlang; Arl 
klein, der rücklaufende Nerv in der Nähe des Endwinl| 
Ein Exemplar aus Frankreich. 

Fragliche Arten sind die folgenden: 

M. scapularis Kriechb. 1890 Meniscus scapularis Kriechbai 
Ann. Naturhist. Hofmus. Wien, V, p. 483 $ | 1900 M. scapi 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII, p. 357 $ . 

£ Schwarz, Palpen, Makel der Mandibeln, Clypeus, Sehe: 
pnnkte, Schulterbeulen, dreieckige Seitenflecke am Vor< 
rand des Mesonotums gelbrot; Beine rot. Area sup< 
media flaschenförmig, hinten erweitert, Area postica gr 
quer halbmondförmig. Segment 1 bis 3 länger als bj 
Stigma hellbraun, Areola fast dreieckig, kurz gestielt. 

Körperlänge 12 mm, Bohrer 16 mm. 

Ein $ von Mehadia. 

A n m e r k. Wahrscheinlich ist die Art identisch mit M. impressif 
C. Q. Thomson, den Kriechbaumer nicht gekannt hat. 

M. tauriscorum Strobl. 1900 Lissonota (Meniscus) taurisee 
Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark p. 32 tf. 

„cf Aeusserst ähnlich dem M. bilineatus, aber ganz schw! 
auch die Fühler und Tegulä ; nur das Ende des Clype 
alle Schenkel, Schienen und Tarsen, mit Ausnahme 
Klauengliedes, rot. Der ganze Körper sehr dicht t 
massig stark punktiert und ausserdem chagriniert, da:| 
ganz matt ; nur die Brustseiten mit glänzendem Specuhji 
Die graue Behaarung überall dicht aber kurz. Hinterljt 
kurz, nach rückwärts verbreitert ; das 1. Segment nicht \fe 
länger als hinten breit, die mittleren Segmente quadratis|i 
Klauen etwas länger als der Pulvillus, nicht deutlich jl 
kämmt. Die ähnliche Lissonota carbonaria unterscheid 
sich nur durch geringere Grösse, schmächtigeren Bji 
massigen Glanz, feinere Punktierung, ganz rotgelben Clypel 
flacheres Mesonotum, rote Hüften und Trochantern ül 
schwarze Hintertarsen. 

L. 7,5 mm. 

1 (/ aus den Alpen Steiermarks." 



Lissonota. l2 77 



Lissonota (Meniscus) alpivaga Strobl, l. c. p. 33 <j> . 

„Könnte wegen der nur undeutlich gekämmten Klauen 
auch bei Lissonota stehen ; sieht auch der Arenetra pilo- 
sella sehr ähnlich, aber die Behaarung ist viel kürzer, 
Wangen viel länger, das i. Segment beinahe glatt. Von 
den bekannten Meniscus-Arten durch Färbung, Behaarung 
und Bohrer leicht zu unterscheiden. 

Durchaus schwarz ; nur Schenkel, Schienen und Tarsen 
ganz rotgelb ; Hüften und der i. Trochanter rot und 
schwarz gestreift, der 2. fast ganz schwarz. Körper dicht 
weisslich pubescent, Clypeus mit längerer Behaarung. Kopf 
nach hinten verschmälert ; Wangen breit, der Abstand 
zwischen Augen und Mandibelbasis nicht viel kürzer als 
die Augenhöhe. Kopf lederartig matt, dicht punktiert ; 
Clypeus matt. Fühler dünn fadenförmig, fast von Körper- 
länge. Thorax fast überall gleichmässig dicht punktiert 
und fast matt, nur Metathorax vorn in der Mitte zerstreuter 
punktiert und glänzend ; das ziemlich grosse Hinterfeld 
ist nicht scharf geschieden aber doch erkennbar ; Luftlöcher 
etwas oval. Das 1. Segment dick, um die Hälfte länger 
als hinten breit, vor den Luftlöchern tief eingedrückt, 
hinten mit kurzer Längsfurche; Oberseite ziemlich glänzend, 
zerstreut punktiert ; das 2. bis 4. Segment quadratisch ; das 
2. und 3. Segment dicht und fein chagriniert und punktiert, 
schwach glänzend ; die folgenden Segmente glatter und 
glänzender. Bohrer bedeutend kürzer als der Hinterleib. 
Beine ziemlich schlank. Flügel graulich getrübt, Tegulä 
und Stigma schwarzbraun, Areola sitzend, schief, rück- 
laufender Nerv nahe vor dem Ende. Nervellus fast senk- 
recht, unter der Mitte gebrochen. 

L. 10 mm, Bohrer 2 mm. 

1 2 vom Stilfser Joch." 

16. Gen. LisSOüOta Grav. 

1829 Lissonota Qravenhorst, lehn. Ew., 111, p. 30 (partim). 

Kopf nicht aufgetrieben, Clypeus deutlich gesondert, con- 
ex, Fühler fadenförmig, schlank, in der Mitte nicht verdickt, 
ie Endglieder nur schwach gesondert. Mesonotum ohne 
arapsiden, Metathorax gerunzelt, die hintere Querleiste vor- 
inden, Luftlöcher klein und rund. Areola im Flügel vor- 
mden, der Aussennerv zuweilen undeutlich. Beine schlank, 
e FuSvSklauen einfach, an der Wurzel oft mit einzelnen Borsten, 
er flache Hinterleib mehr oder weniger glänzend, mit feiner 
mlptur. Bohrer schlank, lang, aus der Spitze des Hinterleibs, 
is letzte Bauchsegment nicht zurückgezogen. 



1278 Pimplinae. 



Uebersicht der paläarktischen Arten. 

1. Areola im Flügel vollständig. 2. 

Aussennerv der Areola mehr oder minder undeutlich (Unj 
gattung Asphragis Forst.) 90. 

2. Klauen doppelt so lang wie der Pulvillus. Die hinters 
Schenkel dick. Kopf meist aufgetrieben. Hinterleib 1 
Bauchfalte meist schwarz. Durchweg kräftige Arten. 

Klauen den Pulvillus nicht oder nur unmerklich üt 
ragend. 14. 

3. Hinterleib schwarz, selten die mittleren Segmente rot 
gerandet. 4. 

Hinterleib in der Mitte rot oder braunrot 11. 

4. Beim £ Segment 2 und 3 deutlich länger als breit. Ner 
parallelus aus der Mitte der Brachialzelle. Areola unreg 
massig. Beim tf das 2. Segment mit hellem Rand, Sei 
des Schildchens, Schulterbeulen, Flecken des Mesonotui 
Wangen und Gesicht gelb, letzteres mit zwei schwan 
Flecken. 2 . crassipes C. G. Thoms. 
Beim $ Segment 2 und 3 quadratisch oder quer. Nen 
parallelus unterhalb der Mitte der Brachialzelle ausgehe: 
cT weit weniger gelb gezeichnet. 5. 

5. Vorderhüften weisslich, der grössteTeil der hintersten Hüft 
und die hintersten Schenkel schwarz. Bohrer wenig länj 
als der halbe Hinterleib. 

3. albicoxis Kriechb. 
Hüften schwarz oder rot. 6. 

6. Hüften rot, die hintersten Tarsen schwärzlich. 7. 

Hüften schwarz, beim tf die vorderen zuweilen gelb | 
fleckt. 9. 

7. Der ganze Hinterleib, auch das 1. Segment, sehr fein u 
dicht querrissig. Nervus recurrens sehr nahe dem ErJ- 
winkel. Beine rot, die hintersten Schienen und Tarsi 
gebräunt. Die vorderen Segmente rot gerandet. 

1. femorata Holmgr. 

Die vorderen Segmente deutlich punktiert, zumal das 
Segment dicht und grob. 8. 

8. Schienen rot, an der Basis nicht gelb. Segment 2 und 3 
lang wie breit. Beim tf ein Streifen der inneren Auge 
ränder und die vorderen Hüften und Trochantern gelb. 

5. sulphurifera var. ruficoxis Schmiedekn. 



Lissonota. I2 79 



Schienen an der Basis gelb, beim $ wenigstens die Vorder- 
schienen. Metathorax grob runzlig punktiert, ebenso das 
i. Segment; letzteres beim tf doppelt so lang wie breit, 
beim £ weniger lang. Bohrer von Körperlänge. Schwarz, 
Clypeus rotbraun, Tegulä und beim tf ein Punkt vor den 
Flügeln gelb. 4. basalis Brischke. 

Das 1. Segment weit länger als breit; das 2. und 3. Segment 
beim £ quadratisch. Bohrer länger als der Körper. 10. 
Das 1. Segment kurz, das 2. und 3. quer. 66. 

Die Querleiste des Metathorax deutlich. Bauchfalte schwarz. 
Der ganze Körper ziemlich glänzend, deutlich punktiert, 
namentlich das 1. Segment mit dichter Punktierung. Beim 
ö* Segment 2 und 3 länger als breit, die vorderen Hüften 
und Trochantern meist gelb gezeichnet, Mund und ein 
Strich der innern Augenränder blassgelb. 

5. sulphurifera Grav. 
Die Querleiste des Metathorax undeutlich. Bauchfalte 
hell. Körper dicht runzlig, matt; das 1. Segment dicht 
längsrunzlig, ohne alle Punktierung. Hinterleibssegmente 
rot gerandet. 6. atropos Schmiedekn. 

Metathorax ohne hintere Querleiste, dicht punktiert. Das 
1. Segment breit, hinter den Luftlöchern stark geschweift. 
Basis des Hinterleibs runzlig punktiert, matt. 

cf. Anarthronota thuringiaca Schmiedekn. 
Metathorax mit deutlicher hinterer Querleiste. Die Seiten 
des 1, Segments nach hinten gerade verlaufend. 12. 

Stirn mit einem tiefen Eindrucke, in dessen Mitte ein Hörn 
von der Länge des Fühlerschaftes steht. Fühler kürzer 
und dicker als bei L. cylindrator, im Uebrigen mit dieser 
Art übereinstimmend. 8. unicornis Strobl. 

Stirn ohne Hörn. Fühler schlanker. 13. 

Die hintersten Schienen rot, nur an der Spitze schwarz. 
Kopf und Thorax nicht auffallend behaart. Bohrer länger 
als der Körper. Hinterleib glatt und glänzend. 

7. cylindrator Vill. 

Die hintersten Schienen schwarz, nur an der äussersten 
Basis rot. Kopf, Thorax und Hüften ziemlich stark grau- 
lich behaart. Nur das tf bekannt. 

9. puberula Kriechb. 

A n m e r k. Ich bin nicht sicher, ob diese Art mit in diese Abteilung 
gehört, da über die Fussklauen nichts gesagt ist. Ich stelle sie mit 
hierher, da Kriechbaumer sie mit L. cylindrator vergleicht. 



1280 Pimplinae. 



14. Radius hinter der Areola und an der Spitze gebogen. Are: 
meist lang gestielt. Stigma schmal, an der Basis wei 
Hinterleibsmitte rot. Mesopleuren dicht punktiert, Specuh 
klein oder fehlend. Stirn über den Fühlern breit ausj 
höhlt. Grössere Arten. 15. 

Der Endabschnitt des Radius gerade verlaufend. Bau< 
falte hell, selten dunkel gefleckt. Klauen schwach. Klein* 
Arten. 17. 

15. Kopf und Thorax reich gelb oder rot gezeichnet. Boh: 
länger als der Körper. Hüften gewöhnlich rot, beim 
mehr gelb. Hinterleibsmitte lebhaft rot. 

10. parallela Grav. 

Kopf und Thorax weniger reich gelb gezeichnet. Hinti 
leibsmitte mehr braunroth. Hüften, meist auch Hint< 
Schenkel schwarz. 16. 

16. Beim $ der Thorax mit Einschluss des Schildchens nie 
hell gezeichnet. Die hintersten Schenkel meist schwa 
Beim ^ die vorderen Hüften und Trochantern mit weiss: 
Streifen ; Schildchen und der übrige Thorax mit weis 
gelber Zeichnung. 11. insignata Grav. 

Beim £ Mesonotum und beide Schildchen weisslich g 
zeichnet. Beim tf überdies alle Hüften unten und nie; 
auch die Brustseiten gelb gefleckt. 

12. lineata Grav. 

17. Hinterleibsmitte rot oder braunrot, das 2. Segment beim 
länger als breit. Mesopleuren matt, ohne glänzendes Sp 
eulum. Nervus parallelus unterhalb der Mitte der Brachü 
zelle. 18. 

Hinterleib schwarz oder die mittleren Segmente mit rc 1 
liehen oder gelblichen Rändern, selten dieselben ganz r 
oder braunrot, oft dunkel gewässert, dann aber das 2. Se 
ment quadratisch oder quer. 28. 

18. £ 19. 

cf 25. 

19. Fühlergeissel rot, Scheitel mit roten Seiten mäkeln, Flug 
deutlich getrübt, Beine rot, Bohrer länger als der Körpe 

13. lapponica Holmgr. 
N. B. Jedenfalls nur Varietät von L. bellator. 
Fühler schwarz oder undeutlich rot, Bohrer nicht läng« 
als der Körper. 20. 



Lissonota. 1281 



Segment 2 und 3 oder 2—4 rot, sehr dicht punktiert und 
dadurch matt. Scheitel oft mit gelben Seitenpunkten. Beine 
rot, Trochanteren, die hintersten Tarsen und Schienen- 
spitzen schwarz. Bohrer von Körperlänge. Grössere Art, 

14. commixta Holmgr. 
Segment 2 und 3 hellrot, fein runzlich punktiert, ziemlich 
glänzend. 21. 

Bohrer so lang wie der Körper. 22. 

Bohrer so lang wie der Hinterleib oder nur wenig länger. 

Beine rot. 24. 

Segment 2—5 rot, 2 mit schwarzer Mittelbinde, 3 mit zwei 
schwarzen Flecken; das 2. Segment kaum länger als breit. 

cf. maculata Brischke. 
Hinterleib mit anderer Zeichnung. 23. 

Beine rot, nur die hintersten Trochanteren schwarz. Areola 
fast oder ganz sitzend. 16. bellator Grav. 

Hüften schwarz, die hintersten am Ende trüb rot. Areola 
gestielt. Segment 2—4 rot, das 4. vor dem Ende mit dunkler 
Querbinde. 17. subaciculata Bridgm. 

Metathorax stark runzlig punktiert. Mesopleuren dicht 
punktiert. Hinterleib fein gerunzelt. Ende des 1. Segments, 
das 2. und 3. ganz, das 4. an der Basis rot. Sonst der L. 
bellator sehr ähnlich. 18. irrigua C. G. Thoms. 

Körper ziemlich glänzend. Metathorax fein runzlig punktiert. 
Mesopleuren fein gerunzelt. Das 2. Segment länger als 
breit, das 3. breiter als lang, dieses fast ohne Sculptur. 
Segment 2—4 und Endrand des 1. hell rot. 

19. nitida Bridgm. 

Gesicht schwarz oder nur die inneren Augenränder, sehr 
selten auch Gesichtsflecken gelb. Hüften und Trochanteren 
schwarz, die vordem an ^der Spitze hellgelb. (Sind die 
Beine rot und gelbe Schulterflecke vorhanden, so ver- 
gleiche man L. vaga im Anhang.) 

14. commixta Holmgr. 
Gesicht gelb. 26. 

Die hintersten Hüften rot mit schwarzer Makel, die vordem 
Hüften gelb. Segment 2 — 5 hellrot. Schildchen schwarz. 
Metathorax runzlig punktiert. 

18. irrigua C. G. Thoms. 
Die hintersten Hüften schwarz, gelb gefleckt oder fast ganz 
gelb. Mesonotum und Schildchen gelb gezeichnet. 27. 






1282 Pimplinae. 



27. Hinterleib mit schmalen, rötlichen Einschnitten. Die 1 
tersten Hüften ausgedehnt schwarz gezeichnet. Kleinere. 

16. bellator Grav. 
Hinterleib mit breiten, rötlichgelben Querbinden. Die h 
tersten Hüften wenig schwarz gezeichnet. Grössere A 

15. argiola Grav. 

28. Mesonotum ganz oder zum Teil rot. Segment 2 und 
etwas breiter als lang. Bohrer von Hinterleibslänge oc 
etwas länger oder kürzer. 29. 

Mesonotum nicht rot, höchstens die Brustseiten ; bei 
gefärbten Arten der Bohrer länger und die Hinterleibsmi 
nicht rot. 31. 

29. Hinterleibsmitte und Beine einfarbig rot. Schildchen oh 
hellgelbe Flecken. 20. erythrina Holmgr. 
Die vorderen oder alle Segmente nur mit rotem Endrai 
Mesonotum, Brustseiten und Schildchen rot, letzteres 
weilen mit 2 hellgelben Flecken. 30. 

30. Kopf schwarz, Clypeus gelblich. Das braunrote Schilden 
mit 2 hellgelben Flecken. Beine rot, Spitze der hinterst 
Troch antern und die hintersten Kniee schwarz. Kleine / 
von 5—6 mm. 21. Halidayi Holmgr. 
Kopf schwarz, Clypeus und die langen Stirnleisten ge 
Mesonotum, Schildchen, Brustseiten und Beine einfart 
rot, das Mesonotum mit breiter schwarzer Strieme von vo 
bis zur Mitte. Grössere Art von 8—10 mm. 

22. dalmatica nov. nom. 

31. Meso- und Metapleuren, meist auch das Schildchen beim 
rot gezeichnet, beim tf weisslich. Bohrer etwa von Körp«! 
länge. 32. 

Mesopl euren beim $ schwarz ohne rote Zeichnung. 38. 

32. Hinterleib rot, an Basis und Spitze schwarz. Schilden, 
gelb. 23. rubricosa Brischke. 
Nur die Segmentränder rot oder gelb. 33. 

33. Thorax dreifarbig, schwarz, rot und gelb, von letzter 
Farbe ein Schulterfleck. Innere Augenränder beim $ gel 
Beine rot, Vorderhälften gelb. 34. 
Thorax nicht gelb gezeichnet. 35. 

34. Segment 2 und 3 dicht punktiert, quadratisch. Bohrer vo 
Körperlänge. 24. versicolor Holmgr. 
Segment 2 und 3 länger als breit, dicht punktiert. Bohn 
etwas kürzer als der Körper. 25. formosa Bridgm. 



Lissonota. 1283 



^5. Segment 2 und 3 quadratisch. Hinterleib nach vorn stark 
verschmälert. Stirnseiten gelbliehweiss, Schildchen rötlich, 
Beine rot, die vorderen Hüften und Trochanteren grössten 
Teils gelblich. 26. picticoxis Schmiedekn. 

Segment 2 und namentlich 3 länger als breit. 36. 

;6. Scheitel mit weissen Seitenstreifen, die sich bis in die 
Stirn herabziehen. Mesonotum ganz schwarz, Schildchen 
und Hinterschildchen, grosse Flecken der Brust und des 
Metathorax und Beine einfarbig rot. Grössere Art. 

27. strigifrons Schmiedekn. 
Scheitel nur mit hellen Seitenpunkten. Die hintersten 
Trochanteren dunkel. Kleinere Arten. 37. 

Ej Streifen des Mesonotums, Seiten der Mittelbrust und des 
Metathorax sowie das Schildchen rot. Beim tf Gesicht, 
innere Augenränder, Wangen und Thoraxzeichnung, nament- 
lich des Schildchens, gelb. 

28. culiciformis Grav. 

Seitennähte des Thorax und das Schildchen rot, selten auch 
die Brust, Metathorax schwarz. Beim tf Gesicht, Wangen, 
Scheitelmakel und Thoraxzeichnung gelb; Schildchen mit 
hellen Seitenrändern. cf. variabilis Holmgr. 

58. Das 2. und meist auch das 3. Segment beim £ länger als 
breit. Mesopleuren nebst Speculum meist matt. 39. 
Das 2. Segment beim £ quer, seltener quadratisch. (Bei 
den cfö* dieser Abteilung ist das 2. Segment zuweilen 
länger als breit.) 46. 

39. Körper, Fühler und Beine sehr schlank. Das 1. Segment 
linear, 3 mal länger als breit, auch das 2. und 3. Segment 
viel länger als breit, hinten meist rot gerandet. Beine rot. 
Bohrer von Körperlänge. 40. 

Körper gedrungener. Segment 2 und 3 weniger lang ge- 
streckt. 41. 

40. Segment 2 und 3 rot gerandet, das 2. Segment nach hinten 
wenig verbreitert. 30. tenerrima C. G. Thoms. 

Hinterleib ganz schwarz, seidenglänzend. Das 2. Segment 
nach hinten deutlich verbreitert. Metathorax mit 2 er- 
habenen Längslinien in der Mitte. 

31. angusta Taschb. 

41. Schultern mit gelblich weissem Hakenfleck. Beine ganz 
rot. 42. 

Schultern ohne Hakenfleck. 43. 



I2 ^4 Pimplinae. 



42. Innere Augenränder nicht weiss. Schildchen meist t\ 
roten Seitenstrichen. Metathorax mit deutlicher Ar 
superomedia. Bohrer etwas länger als der Körper. 

32. rufipes Brischke. 
Innere Augenränder weiss. Mesopleuren glänzend, fe 
punktiert ; Speculum glatt. Bohrer länger als der Hinte| 
leib. Segment 2 und 3 am Ende rot. (Aehnelt der L. foll 
aber Segment 2 länger als breit.) 

33- palpalis C. G. Thoms. 

43- Segment 1 und 2 glatt und glänzend, das 3. länger als bre 
dicht punktiert, wie das 2. mit rotem Rand. Kopf ohi 
helle Scheitelpunkte. Beine rot, die hintersten Trochai 
teren, Tarsen und Schienenspitzen schwärzlich. 

34. Thomsoni Schmiedekn. 
Segment 1 und 2 dicht und fein gerunzelt, matt. 44. 

44- Scheitel mit hellen Seitenpunkten. Schildchen meist ro 
Die hintersten Trochanteren oben braun, auch die hinte: 
sten Schienen bräunlichrot. Bohrer mindestens so lan 
wie der Körper. Beim tf Mund, Clypeus, Gesicht, Scheite 
flecken, Schaft unten, Thoraxzeichnung und Vorderhüfte 
gelblich weiss, Segment 1—4 rötlich gelb gerandet. 

29. variabilis Holmgr. 
Scheitel höchst selten mit hellen Seitenflecken. Schildche 
schwarz. Bohrer fast kürzer als der Körper. 45. 

45- Beine ziemlich kräftig, rot, nur die breiten Spitzen de 
hintersten Schienen und die hintersten Tarsen, zuweile 
auch eine Makel der hintersten Trochanteren bräunlich. 

35. unicincta Holmgr. 
Die mittlem und hintern Trochanteren schwärzlich, di 
hintersten Schienen und Tarsen bräunlich, die Schienen 
der Mitte rötlich. 

36. trochanterata Bridgm. 

46. Clypeus dicht und abstehend weisslich behaart. Hinterleib 
schwarz oder die vordem Segmente hell gerandet. 47. 

Clypeus nicht dicht behaart oder Hinterleibsmitte rot. 49. 

47- Gesicht fast ganz, Schaft unten, und die vorderen Hüften 
und Trochantern grösstenteils gelb. Beine rot, die hinter- 
sten schwarz. Areola 5 seitig, sitzend. Nur das tf bekannt. 

39. albobarbata Strobl. 
Gesicht höchstens mit gelbem Doppelfleck. Hinterbeine 
nicht ganz schwarz. 48. 



Lissonota. 1285 



Kopf und Thorax schwarz, ohne weisse Zeichnung. Beine 
ziemlich dick, rot, die hintersten Tarsen, Schienenspitzen 
und Basis der Hüften und Trochanteren schwärzlich. Das 
hintere Feld des Metathorax fast verwischt. Beim tf ein 
Doppelfleck im Gesicht, Mund und Clypeus gelb. 
37. clypealis C. G. Thoms. 
Kopf und Thorax mit weisser Zeichnung. Beine und Fühler 
schlank. Beine rot, Trochanteren hell gelb, die hintersten 
oben schwarz. Segment 1—3 dicht punktiert, hell gerandet. 
38. gracilipes C. G. Thoms. 

Fühlergeissel dick, an der Basis hell. Bohrer kaum länger 
als der Hinterleib. 50. 

Fühlergeissel dünn, an der Basis nicht ausgeprägt hell. 
Bohrer meist lang. 56. 

S 51. 

c? (nur von 2 Arten bekannt) 55. 

Flügel mit vollständiger Areola. Beine rot, die vordem 
an der Basis gelb. 52. 

Areola nicht vollständig, indem der Aussennerv mehr oder 
weniger erloschen ist. 54. 

Hinterleib schwarz. Mesopleuren durchaus punktiert, 
Bohrer fast kürzer als der Hinterleib. 

41. antennalis C. G. Thoms. 
Die mittlem Segmente rot, bei einer Art mit schwarzen 
Querbinden. Mesopleuren mit mehr oder minder deut- 
lichem Speculum. Bohrer von Hinterleibslänge. 53. 

Hinterleib spindelförmig, das 2. Segment nach hinten ver- 
breitert, fast breiter als lang, das 3. Segment deutlich quer. 
Segment 2 und 3 rot, je mit zwei schwarzen Makeln, die 
in der Mitte oft verschmelzen. Speculum gross. 

42. excelsa Schmiedekn. 
Hinterleib mit parallelen Seiten. Segment 2 und 3 qua- 
dratisch ; Hinterrand von Segment 1 und Segment 2—4 
rot, ebenso die ganzen Beine. Speculum undeutlich. 
40. hungarica Schmiedekn. 

A n m e r k. Ist das Stigma dunkel mit heller Basis, so vergleiche man 
L. viel na Holmgr. und L. annülata Szepl. 

Scheitel hinten fast winklig ausgeschnitten. Gesicht nicht 
parallel. Flügel klein, getrübt, Stigma an der Basis hell. 
Segment 1—3 rot gerandet. 43. vicina Holmgr. 

Anmerk. Eng verwandt ist L. linearis Qrav. und L. annülata 
Szepl. (letztere im Anhang). 






1286 Pimplinae. 



Gesicht parallel. Scheitel nicht winklig ausgeschnitte 

Flügel fast hyalin. Nervellus vertical, kaum gebroche 

44. mutanda Schmiedekn. 

55. Fühler mit Areola. Fühler lang, schwarz, Gesicht ui 
Mesonotum schwarz, Metathorax oben mit 2 Kielen. Hüft 
und Trochanteren schwarz. 43. vicina Holmgr. 
Flügel ohne vollständige Areola. Die Unterseite der beid^ 
ersten Fühlerglieder, die inneren Augenränder, Clypet 
Schulter und die vordem Hüften weisslich, die hinterst« 
Hüften schwarz. 44. mutanda Schmiedekn. 

56. Mesonotum beim <j> ohne weissen Hakenfleck, sehr seit« 
mit weissem Schulterpunkt. 57. 
Mesonotum mit weissem Hakenfleck oder Makel. Mes 
pleuren nicht matt. 82. 

57. Schildchen beim <j> mit hellen Seitenstreifen oder rot< 
Punkten. Beine rot. Bohrer von Körperlänge, tf unb 
kannt. 58. 

Schildchen beim £ ohne helle Seitenstreifen oder Punkl 
selten verschwommen rötlich. 59. 

58. Schildchen mit gelben Seitenstreifen. Körper stark pun ; 
tiert, auch das 1. Segment. 45. bistrigata Holmgr. 
Schildchen mit 2 roten Makeln. Segment 1—4 fein g 
runzelt. 46. biguttata Holmgr. (non C. G. Tnoms.) 

59. Basis oder Mitte des Hinterleibs rot. 60. 
Hinterleib schwarz, meist hell gerandet. 63. 

60. Segment 1 — 3 rot oder braunrot mit schwarzen Flecken od 
Wischen. 61. 

Hinterleibsmitte rot. 62. 

61. Segment 1 — 3 rot, schwarz gefleckt. Der Aussennerv d; 
Areola sehr undeutlich. Ausserordentlich kleine Art vc 
nur 3 mm. 47. obsoleta Bridgm. 
Scheitel mit hellem Fleck. Grössere Art. 

cf. artemisiae Tschek. 

62. Bohrer fast von Körperlänge. Segment 2 und 3 rot, das I 
mit schwarzer Mittelbinde, das 3. mit 2 schwarzen Flecke 
zuweilen 2 — 4 rot mit je 2 schwarzen Flecken. Beine rcj 
Basis der hintern Hüften und Trochanteren schwarzbrau 

48. maculata Brischke. 
Bohrer von Hinterleibslänge. Segment 2 — 4, Ende des 
und Basis des 5. Segmentes rot. Hüften schwarz. 

49. Fletcheri Bridgm. 



Lissonota. 1287 



- — 

i. ?• 64. 
ö". 75- 

|. Vorderhüfteti und teilweis die Schienen weisslich. Vorder- 
schenkel rot, die hintersten braun. Bohrer wenig länger 
als der halbe Hinterleib. ci albicoxis Kriechb. 

Hüften rot oder schwarz. Bohrer länger. 65. 

;. Beine rot, Hüften ganz oder grösstenteils schwarz. Bohrer 
von Körperlänge. 66. 
Auch die Hüften rot. 67. 

>. Scheitel mit hellen Seitenpunkten, wenig verschmälert. Die 
hintersten Schienen gelbrot. Eine der kleinsten Arten, nur 
5 mm. 50. dubia Holmgr. 

Kopf nach hinten verschmälert, ohne helle Scheitelpunkte. 
Hinterschienen aussen schwarzbraun. Weit grössere Art 
von 10 mm. ,3* unbekannt. 51. nigra Brischke. 

\ Hinterleibssegmente nicht hell gerandet, das 2. Segment 
quer. Kopf hinter den Augen wenig verschmälert. 68. 
Die vorderen Segmente hell gerandet. 70. 



>, 



Bohrer wenig länger als der Hinterleib. 

54. distincta Bridgm. 
Bohrer von Körperlänge. 69. 

). Das i. Segment in der Mitte erhaben und mit deutlicher 
Längsfurche. 55. carbonaria Holmgr. 

Das 1. Segment in der Mitte kaum erhaben, ohne Längs- 
furche. 56. melania Holmgr. 

). Bohrer von Körperlänge oder noch etwas darüber. 71. 
Bohrer höchstens etwas länger als der Hinterleib. 72. 

'. Körper schlank. Nur der Einschnitt des 2. Segmentes rot. 
Segment 2 und 3 quadratisch, runzlig punktiert, die End- 
ränder erhaben. Bohrer etwas länger als der Körper. 

57. gracilenta Holmgr. 

Alle Segmentränder hell. Segment 2 und 3 breiter als lang. 
Bohrer von Körperlänge. 58. errabunda Holmgr. 

>.. Die hintersten Trochanteren schwarz. Scheitel winklig aus- 
geschnitten. Fühler hinter der Mitte etwas verdickt. Bohrer 
etwas länger als der Hinterleib. 

62. nigridens C. G. Thoms. 
Beine mit Einschluss der Trochanteren rot. 73. 



1288 Pimplinae. 



73-. Bohrer wenig kürzer als der Körper. Scheitel meist 
hellen Seitenpunkten. 59. artemisiae Tschek. 

Bohrer kaum länger als der Hinterleib. 74. 

74- Segment 2 und 3 runzlig pnnktiert. Das 1. Geisselg' 
um die Hälfte länger als das 2. Scheitel winklig aus 
schnitten. Metathorax stark punktiert. 

60. segmentator Grav. 
Segment 2 und 3 viel stärker punktiert. Das 1. Geisselgl 
kaum länger als das 2. Fühler schlanker. 

61. punctiventris C. G. Thoms. 

A n m e r k. Mit einer dieser beiden Arten ist jedenfalls L. rufiia 
Szepl. identisch. Man vergl. die Beschreibung im Anhang. 

75- Wenigstens die inneren Augenränder gelb. 76. 
Gesicht ganz schwarz. 78. 

76. Gesicht nur mit hellen Seitenrändern. Mesonotum V ( 
ohne helle Seitenmakeln. 59. artemisiae Tschek. 
Gesicht auch in der Mitte hell gezeichnet. Helle Schult 
makein vorhanden. 77. 

77- Gesicht weissgelb mit schwarzen (meist 3) Linien. Flec 
an den Schultern und Hakenfleck des Mesonotums wei 
gelb. Segment 2 bis 4 am Ende gelb, ebenso die vorder 
Hüften und Trochanteren. Segment 1-3 fein runz 
• punktiert. 5 o. dubia Holmgr. 

Mund, Clypeus, Wangen, Makeln des Gesichts, innc 
Augenränder und Schultermakeln gelb. Segment 2—3 sta 
runzlig punktiert. 5 8. errabunda Holmgr. 

78. Hinterleib ganz schwarz, Segment 2— 3 quer ; Scheitel nie 
winklig ausgeschnitten. Kopf hinter den Augen wenig vt 
schmälert. Hierher die noch unbekannten tftf v< 

56. melania Holmgr. und 55. carbonaria Holrn^ 
Die vorderen Segmente hell gerandet, Segment 2 und 
quadratisch, oder das 2. etwas länger als breit. Scheit 
meist winklig ausgeschnitten. 79. 

79- Ausserordentlich kleine Art von nur 3 mm. Der Aussei 
nerv der Areola undeutlich. Hüften teilweis schwarz. 

47- obsoleta Bridgm. 
Grössere Arten. Aussennerv der Areola deutlich. 80. 
80. Beine schwarz, Schienen und Basis der Tarsenglieder roi 
gelb. Hinterleib ziemlich glänzend mit sehr feiner Skulptu 

52. admontensis Strobl. 
Auch die Schenkel grösstenteils rot gefärbt. 81. 



Lissonota. 1289 



Mund und Ctypeus gelb. Hüften rot, die vorderen gelb. 

60. segmentator Grav. 
Mandibeln und Clypeus schwarz. Die vorderen Hüften 
weniger gelb, die hintersten schwarz. 

62. nigridens C. G. Thoms. 

Die hintersten Schenkel mit weissem Basalring. Segment 

2—4 rotbraun, dunkel gewässert. Gesicht mit Kiel. Das £ 

meist mit hellen Scheitelpunkten. Beim tf das Gesicht hell. 

63. carinifrons C. G. Thoms. 

NB. Sehr ähnlich, vielleicht identisch, ist L. quadrino- 

tata Grav., bei welcher die Schildchenseiten weiss sind; 

ferner L. leucogona Grav., welche ebenfalls weisse 

Schienenbasis hat. Man vergleiche die beiden Arten im 

Anhang zur Gattung Lissonota. 
Die hintersten Schienen an der Basis nicht weiss. Hinter- 
leib meist schwarz, die Segmente rot gerandet. 83. 

Mesonotum beim £ mit gelblichweissem Hakenfleck. Kopf 
mit weisslicher Zeichnung. Beine rot, die hintersten Tarsen 
braun. Segment 2 und 3 quadratisch, rot gerandet. 84. 
Mesonotum beim £ ohne weissen Hakenfleck, nur mit 
rundlicher Makel. 89. 

$• 85. 

tf. 87. 

Seiten des Gesichts, Scheitelflecken, grosse Hakenflecken 

auf dem Mesonotum und Seitenränder des Schildchens 

gelblichweiss. Beim tf das Gesicht grösstenteils weiss. 

64. deversor Grav. 
Schildchen nicht weiss gezeichnet. Die Gesichtsseiten mit 
weissem Strich. 86. 

Halskragen schwarz. Stigma gelb. Auch die hinteren Seg- 
mente deutlich punktiert. Bei einer Varietät Gesichtsseiten 
mit weissem Strich. 65. folii C. G. Thoms. 

Halskragen gelb. Stigma braunrot. Hinterleib vom 4. 
Segment an fast glatt. 66. transversa Bridgm. 

A n m e r k. Beide Arten dürften wohl nur eine bilden. 

Beine rot, die Vorderhüften weiss. Gesicht ganz oder zum 
grössten Teil weiss, ebenso Wangen, die Stirnseiten, 
Scheitelflecke, Halsrand, Hakenflecke des Mesonotums und 
Schildchen ganz oder zum Teil. Hinterleibseinschnitte rot 
oder gelblich. 88. 

Wenigstens die hintersten Hüften ausgedehnt schwarz 
gezeichnet. 27. 



1290 Pimplinae. 



88; Segment 2 und 3 quadratisch. Gesicht in der Regel n 
mit hellen Seitenrändern und 2 breiten hellen Längsstreif 
in der Mitte. Schildchen nur am Rande hell. 

64. deversor Grav. 
Segment 2 und 3 deutlich länger als breit. Das gati 
Gesicht und die Unterseite des Thorax weisslichgelb, eben 
das ganze Schildchen. 66. transversa Bridgm. 

89. Gesicht des $ unterhalb der Fühler mit zwei divergierend 
roten Streifen. Beine rot, die vordersten an der Basis ge 
die hintersten Tarsen und Schienenspitzen schwarz. Bei 
cj* Rand des Pronotums, dreieckige Scheitelmakeln, Wang 
und Gesicht weiss, letzteres mit 2 schwarzen Flecken. 

67. varicoxa C. G. Thoms. 
Gesicht des £ ohne rote Streifen. Beine rot, die hinterst 
an der Spitze dunkel, die vorderen an der Basis brau 
gelb. Bohrer länger als der Hinterleib. 

68. humerella C. G. Thoms. 

90. £. 91. 

cT- 97- 

91. Hüften rot, die hintersten an der Basis bisweilen schwarz. 
Hüften schwarz. 95. 

92. Segment 2 und 3 länger als breit. 93. 
Segment 2 und 3 fast quer. 94. 

93. Scheitel mit gelben Seitenflecken. Bohrer von Körperläng 
Das 1. Segment mit Längsfurche, vorn und in der Mit 
deutlich querrissig. Endrand des 1. Segments und Segme 
2 — 4 rot, 2 und 3 an den Seiten mit schwarzen Streifen. 

cf. commixta Holmgr. 
Scheitel ohne gelbe Seitenflecke. Bohrer etwas länger 
der Hinterleib. Tegulae weiss. Segmente rot gerand« 
seltener die Hinterleibsmitte verschwommen rot. 

69. linearis Grav. 

94. Ausserordentlich kleine Art von nur 3 mm. Fühler dün 
an der Basis nicht oder kaum heller gefärbt. 

47. obsoleta Bridgm. 
Grössere Arten. Fühler dick, an der Basis deutlich he 
Bohrer nicht länger als der Hinterleib. 54. 

95. Hinterbeine ganzschwarzbraun. Bohrer ungefähr von Hinte 
leibslänge. Hinterleib schwarz, Endrand der Seginen 
kaum rötlich. 51. obscuripes Strobl. 
Hinterschenkel rot. Die mittleren Hinterleibssegmente gai 
rot oder breit rot gerand et. 96. 



Lissonota. 1291 



I. Beine mit Ausnahme der Hüften und Trochanteren rot. 
Segmente vom 2. an schwarz mit breiten roten Rändern. 
Bohrer von Hinterleibslänge. 

70. accusator F. 

Die hintersten Schienen, alle Tarsen, Hüften und Trochan- 
teren schwarz. Segment 2 — 4 rot, die folgenden schwarz 
mit weisslichem Rande. Bohrer etwas kürzer als der Hinter- 
leib. 71. occupator Grav. 

. Gesicht ohne helle Zeichnung. Hüften schwarz. 98. 

Wenigstens die Gesichtsseiten mit gelbem Strich. Vorder- 
hüften gelblich, die hintersten grösstenteils schwarz. 100. 

. Hinterschenkel schwarz. Hinterleib schwarz, die mittleren 
Segmente hinten kaum rötlich gerandet. 

51. obscuripes Strobl. 

Die hinteren Schenkel und Schienen ganz oder grössten- 
teils rot. 99. 

. Sehr kleine Art von nur 3 mm. Spitze des 2. und Basis und 
Spitze des 3. Segments schmal rot. 

47. obsoleta Bridgm. 

Grössere Art von etwa 6 mm. Aussennerv der Areola 
ziemlich deutlich. Fühler lang, schwarz. 

43. vicina Holmgr. 

0. Hinterleibsmitte mehr oder weniger ausgedehnt rot. Seg- 
ment 2 und 3 länger als breit. Meist nur die Gesichtsseiten 
gelb. Ziemlich grosse Art. 

cf. commixta Holmgr. 

Nur die Segmentränder oder Einschnitte rötlich. Kleinere 
Arten. 101. 

II. Hinterleib gestreckt, linear, Segment 2 und 3 länger als 
breit. Mund, Clypeus, Seiten des Gesichts, Scheitelflecke, 
Seitenstreifen vorn am Mesonotum, Schulterbeulen und 
Tegulae weisslichgelb. Hinterleib schwarzbraun mit rötlich- 
gelben Einschnitten. 69. linearis Holmgr. 

Hinterleib weniger gestreckt. Unterseite der beiden 
ersten Fülllerglieder, die inneren Augenränder, Clypeus, 
Schulterflecken und Vorderhüften weisslich, die hintersten 
Hüften schwarz. 

44. mutanda Schmiedekn, 



ü?f Pimplinae. 



i. h. femorata Holmgr. 1860. L. femorata Holmgren, Mon. Piir 
p.;55 £. | 1900 L. femorata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 358 

$ Kopf kurz und quer, hinten stark verschmälert; Fühl 
fast von Körperlänge. Thorax robust, wenig länger 
hoch, dicht runzlig punktiert, matt. Areola gestielt. I 
hintersten Beine lang und kräftig. Hinterleib fein und di^ 
querrissig, gegen das Ende mehr glatt, Segment 2 unc 
etwas breiter als lang; Bohrer von Körperlänge. — Schwa 
Mund und Clypeusrand rötlich. Flügel fast hyalin, Stigi 
gelblich, Tegulae braun. Beine rot ; Trochanteren zt 
Teil und die hintersten Schienen und Tarsen braun. Se 
ment 1— 3 mit rötlichem Endrand. 
Länge 6 mm. tf unbekannt. 
Schweden, Thüringen. 

2. h. crassipes C. G. Thoms. 1887 L. crassipes C. Q. Thomst 
Opusc. Ent. VIII p. 772 £ | 1889 L. crassipes C. Q. Thomson, Opu; 
Ent. XIII p. 1418, $c/\ | 1900 L. crassipes Schmiedeknecht, Zo 
Jahrb. XIII p. 358 $ <J\ 

$ Kopf nach hinten verschmälert. Areola unregelmäss 
schief; Nervus parallelus in der Mitte der Brachia 
zelle. Die hintersten Schenkel dick, die Fussklauen doppe 
länger als der Pulvillus. Metathorax und Mesosternu 
stark punktiert, das Speculum fast fehlend. Hinterleib fei 
gerunzelt, Segment 2 und 3 länger als breit. Die Bohre! 
länge erwähnt Thomson nicht. — Schwarz, Beine rot, d: 
hintersten Schienen braun, ihre Tarsen schwärzlich. Baucl 
falte schwarz. 

cT Gelb sind: Striche vor und hinter den Flügeln, Hakei 
flecke des Mesonotums, Seitenränder des Schildchens, dj 
vordem Hüften und Trochanteren, Scheitelpunkte, Mun< 
Clypeus, Wangen und Gesicht, letzteres beiderseits m 
schwarzem Längsfleck. Das 2. Segment mit hellem Endran< 

Mit L. femorata verwandt, etwas grösser als diese Ar 

Schweden, selten. 

3. L. albicoxis Kriechb. 1888 L. albicoxis Kriechbaumer, in: Am 
naturhist. Hofmus. Wien, VIII p. 35 $. | 1900 L. albicoxis Schmiede 
knecht, Zool. Jahrb. XIII p. 359 $. 

$ Körper gedrungen und kräftig. Kopf hinter den Augei 
nicht verschmälert, Fühler etwas kürzer als der Körper 
Metathorax vorn mit Furche, hinten mit feiner Querleiste 
Areola sitzend. Das 1. Segment auf der Mitte mit läng 
lichem Grübchen, Segment 2 und 3 sehr wenig breiter alf 
lang, die folgenden quer. — Schwarz, Hinterleibssegmente 
fein rot gerandet. Flügel fast hyalin, Stigma gelblich. Au 



Lissonota. 1293 



den vordem Beinen sind Hüften und Trochanteren sowie 
die Vorderseite der Schienen gelblichweiss, die Schenkel 
und Hinterseite der Schienen rotgelb, an den Hinterbeinen 
die Hüften schwarz mit blassgelber Spitze, die Trochan- 
teren blassgelb mit schwarzem Fleck auf der Oberseite, 
die Schenkel braun, ihre Basis und Spitze sowie die Schienen 
weisslich, letztere unter der Basis mit braunem Punkt, am 
Ende mit brauner Linie. 

Körperlänge 7 mm, Hinterleib 4 mm, Bohrer 2\ mm. 

Ein einziges $ aus Nieder-Oesterreich, aus der Raupe 
von Eupithecia actaeata. 



basalis ßrischke. 1882 L. basalis ßrischke, Ichneum. Provinz 
West- u. Ostpreussen, p. 123 %<?. \ 1900 L. basalis Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 359 $j. 

Kopf und Thorax punktiert, Kopf hinter den Augen nicht 
verschmälert. Stirn flach; Gesicht des tf kurz weisshaarig, 
Fühler des tf nach der Spitze verdünnt. Metathorax grob 
runzlig punktiert. Areola gestielt; Nervus radialis an der 
Spitze eingebogen. Segment 1 bei dem tf gerade, doppelt 
so lang wie breit, bei dem $ breiter und etwas gekrümmt, 
grob runzlig punktiert, nach der Spitze glatter. Bohrer 
von Körperlänge. Der L. sulphurifera sehr nahe stehend. — 
Schwarz, Clypeus rötlich ; bei dem tf ein Punkt vor den 
Flügeln gelb, Stigma pechschwarz, Tegulae gelb. Beine rot, 
[•sBasis der Schienen gelb, Hintertarsen schwarz. — Bei einer 
Varietät des tf Schulterfleck gelb. 

Länge 9 mm. Wurde aus Hadena suffuruncula und Ta- 
pinostola elymi erzogen. 
West- und Ostpreussen. 

h. sulphurifera Grav. 1829 L. sulphurifera Gravenhorst, lehn. 
Eur., 11^ p. 39, $, ? <$ | 1860 L. sulphurifera Holmgren, Mon. Pimpl., 
p. 53, $0*. | 1863 L. sulphurifera Taschenberg, Pimpl., p. 286, $</*. | 
1877 L. sulphurifera C.Q.Thomson, Opusc. Ent. Vlll, p. 762, £0*. | 
1877 L. rimator CG. Thomson, 1. c. p. 762, <j> <^\ | 1900 Meniscus 
caudatus Szepligeti, Termes. Füzetek, XXIII, p. 37, <j> . j 1900 Meniscus 
affinis Szepligeti, 1. c. p. 37, <f. | 1900 L. sulphurifera Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. X11I p. 359 £0*. 

Dicht punktiert, schwach glänzend. Kopf nach hinten wenig 
verschmälert. Areola ziemlich regelmässig, gestielt, Nervus 
recurrens fast in der Mitte. Klauen doppelt so lang wie 
der Pulvillus. Das 1. Segment fast doppelt so lang wie 
breit, dicht runzlig punktiert, das 2. und 3. Segment fein 
querrissig. Bohrer länger als der Körper. — Schwarz, Palpen 
und Clypeus vorn rötlich. Beine rot, Hüften und Troch- 
anteren schwarz, die hintersten Tarsen braun. Flügel 
hyalin, Stigma gelblich bis braun. 






1294 Pimplinae. 



Beim tf der Hinterleib schlanker, das i. Segment 
2 mal so lang wie hinten breit, Segment 2 und 3 lä 
als breit, 4 quadratisch. — Mandibeln, Clypeus und 
Streifen der innern Augenränder weisslichgelb. Beine 
beim $, die vordersten Hüften und Trochanteren 
gefleckt. 

Länge 10 — 11 mm. 

var. ruficoxis Schmiedekn. 1. c. p. 360. Hüften und Trc 
anteren rot. Ebenso häufig als die Statnmart. 

In Nordeuropa selten, in Mitteleuropa, z. B. in Thürin| 
häufig. — Wurde aus Hadena suffuruncula gezogen. 

A n m e r k. Es ist mir nicht möglich, die L. rimator von sulp 
fera als eigene Art abzutrennen. 

6. Lt. atropos Schmiedekn. 1900 L. atropos Schmiedeknecht, 
Jahrb. XIII p. 360 £ . 

<j>. Fühler schlank, fast von Körperlänge, auch die Endglie 
cylindrisch, länger als breit, das letzte Glied etwas br 
gedrückt, länger als das vorletzte. Kopf nach hinten st 
verschmälert, dicht runzlig punktiert, matt, die Stirn schw 
eingedrückt. Thorax ebenfalls ganz matt, der Metatho 
mit Spuren von 2 Längsleisten in der Mitte, die Qi 
leisten fast ganz fehlend ; Speculum gross, poliert. I 
vulus etwas hinter der Gabel ; Areola schief rhombi; 
lang gestielt, der rücklaufende Nerv hinter der Mitte, Rac 
gegen das Ende leicht gekrümmt. Die hintersten Scher 
etwas verdickt, die Fussklauen den Pulvillus deutlich ül 
ragend. Hinterleib fein runzlig, matt, nur die hinters 
Segmente mehr glatt und glänzend; das 1. Segment ' 
doppelt vSO lang wie breit, nach hinten allmählich \ 
breitert, an den Seiten etwas längsrissig, hinten mit s 
streuten Pünktchen. Das 2. und 3. Segment so lang i 
breit, das 2. vorn mit Seitenhöckern, beide ausser der Rur 
lung mit dichten Pünktchen ; das 4. Segment etwas bre: 
als lang. Bohrer etwas länger als der Körper. — Schw; 
Clypeus am Ende rötlich, Scheitel neben dem Auge 
gelben Punktflecken. Flügel gelblich getrübt, Stigma bra 
gelb, Tegulae blassgelb. Hüften und Trochanteren schw; 
Vorderbeine sonst rötlich, Hinterbeine braunrot, die hinl 
sten Schenkel fast braun. Hinterleibssegmente, nameiitl 
das 2., deutlich gelbrot gerandet. 
Länge 10 mm. tf unbekannt. 
2 <j> £ aus Ungarn im Nationalmuseum- 
Nähert sich durch die Metathoraxbildung der Gattt 
Anarthronota, aber der Körperbau ist viel schlanker. 



Lissonota. I2 95 



lt. cylindrator Vill. 1789 Ichneumon cylindrator Villers, Linn. Ent. 
111 p. 180 $ <f | 1802 Lissonota cylindrator Gravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 102 $ ö* | 1829 Tryphon clypeator Gravenhorst, 1. c. II p. 131 j \ 
1860 Lissonota cylindrator Holmgren, Mon. Pimpl. p. 51 $cf | 
1863 Lissonota cylindrator Taschenberg, Pimpl. p. 284 $<3* | 1900 L. 
cylindrator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 361 £</. 

Kopf und Thorax dicht punktiert, schwach glänzend, weiss- 

Ich behaart. Areola kurz gestielt. Fussklauen gross, doppelt 

lang wie derPulvillus. Hinterleib glänzend, ganz fein quer- 

issig, das i. Segment fast doppelt so lang wie breit, in der 

itte mit zerstreuten Punkten, Segment 2 und 3 so lang wie 

breit, die folgenden quer; Bohrer länger als der Körper. — 

"Ichwarz, Clypeus und Fühler gegen das Ende rötlich, 
lügel schwach getrübt, Tegulae und Stigma rostgelb. 

Beine rot, Hüften und Trochanteren schwarz. Segment 2—4 

rot, oft verschwommen dunkel gezeichnet. 

cf Die inneren Augenränder mit gelber Linie. Die roten Hinter- 
leibssegmente oft mit dunklen Querbinden. 
Länge 8 — 10 mm. 

Nicht selten, in ganz Europa. — Aus Tapinostola elymi. 

A n m e r k. Durch die langen Fussklauen unterscheidet sich die Art 
leicht von ähnlichen rot gefärbten Arten. 



t 8. h. unicornis Strobl 1901 L. unicornis Strobl, Mitteil, naturw. 
Ver. Steiermark p. 26 $. 

$.Aeusserst ähnlich der L. cylindrator, aber durch die ein- 
gedrückte, mit einem Hörn versehene Stirn von allen mir 
bekannten Arten leicht unterscheidbar. 

Oberkopf ziemlich glänzend, grob zerstreut punktiert. 
Stirn mit einem tiefen Eindrucke, in dessen Mitte ein Hörn 
von der Länge des ersten Fühlergliedes steht. Fühler etwas 
kürzer und dicker, als bei cylindrator, die einzelnen Glieder 
viel besser abgesetzt, mit ziemlich auffallender abstehender 
Behaarung; an der Spitze jedes Geisseigliedes auch einige 
längere Wirtelbörstchen ; Geissei braun, die Basalhälfte 
unterseits rot. Gesicht flach, dicht grob punktiert ; Clypeus 
gut geschieden, fast glatt, schwarz, die niedergedrückte 
Vorderhälfte gelbrot; Kiefer und Palpen braunrot. Thorax, 
Metathorax und Hinterleib fast wie bei cylindratöi. Hinter- 
leib glänzend, äusserst fein querrissig, nur hier und da 
mit einzelnen Punkten ; das 2. bis 4. Segment ganz rot- 
braun. Beine und Flügel wie bei cylindrator. 

L. 9 mm, Bohrer 12 mm. — tf unbekannt. 

1 $ aus Steiermark. 



J 296 Pimplinae. 



9. Lt. puberula Kriecht». 1889 L. puberula Kriechbaumer, M 
Schweiz, entomol. Ges. IX, Heft 5, p. 4 cT I 1900 L. puberula Schmie< 
kriecht, Zool. Jahrb. XIII p. 361 ö". 

tf Der L. cylindrator ähnlich, aber grösser und durch c 1 
kleinen, glänzend schwarzen Tegulae, welche von d 
weisslichen Flügelwurzel grell abstechen sowie durch d 
schwarzen, nur an der obersten Basis roten Hinterschient 
leicht zu unterscheiden. — Kopf hinten schwach ve 
schmälert; Thorax ziemlich dicht und stark punktie: 
Querleiste des Metathorax deutlich. Areola gestielt. Hinte 
leib dicht und fein punktiert, die einzelnen Segmente etwj 
länger als breit. — Schwarz, Kopf und Thorax grau behaa 
Stigma braun. Beine rot, Hüften und Trochanteren schwai 
die hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich. Hinte 
rand von Segment 1 und Segment 2—4 braunrot. 

Länge 10 mm. tf unbekannt. 

Ein $ aus dem Wallis (Berner Museum). 

10. h. parallela Grav. 1829 L. parallela Gravenhorst, lehn. Eur. 
p. 79 $c? | 1860 L. parallela Holmgren, Mon. Pimpl. p. 49 $c^ 
1863 L. parallela l'aschenberg, Pimpl. p. 182 $tf | 1877 L. paralle 
C. G. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 764 £cf I 1900 L. paralle 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 362 Qtf. 

Vorliegende Art bildet mit L. verberans und lineata eirj 
kleine Gruppe mit folgenden Merkmalen : Scheitel nac; 
hinten verschmälert, Stirn breit ausgehöhlt, die hintere] 
Augenränder weiss gezeichnet, auch der Thorax meist m 
heller Zeichnung. Radius hinter der Areola und am End 
deutlich gebogen ; Stigma schmal, an der Basis weis 
Beine schlank, die Klauen nicht länger als der Pulvillu; 
Hinterleibsmitte rot. 

$ Kopf und Thorax dicht punktiert, ziemlich glänzend: 
Speculum fehlend. Fühler sehr schlank, gegen das End 
verdünnt. Metathorax vorn in der Mitte mit glänzender, 
Längsstreifen, die Querleiste deutlich. Areola schräg, lair 
gestielt. Hinterleib glänzend, die vorderen Segmente dich 
und fein punktiert, das 1. Segment mindestens doppe] 
so lang wie breit, Segment 2 und 3 deutlich länger al 
breit, 4 quadratisch. Bohrer länger als der Körper. — Kop! 
und Thorax schwarz, Clypeus und Fühlergeissel grössten 
teils rötlich. Augenränder zum grössten Teil, Vorderram 
des Prothorax, Striche vor und unter den Flügeln, Streifei 
auf dem Mesonotum und Seitenränder des Schildchen 
gelb ; Schildchenspitze oft rötlich. Flügel etwas getrübl 
Beine rot, Einschnitte der Trochanteren und meist aucl 
die Spitze der hintersten Schienen gebräunt. Hinterleil 
hellrot, an der Spitze schwärzlich. 



Lissonota. 1297 



Beim 3* sind Kopf und Thorax noch reicher gelb ge- 
zeichnet. Das Gesicht ist fast ganz gelb, der Prothorax hat 
breite gelbe Ränder, Brust und Metathoraxseiten meist 
rötlich mit grossen gelben Flecken. Hüften rot, gelb gefleckt. 
Fühler länger als der Körper. 

var. 1) perspicillator Grav. == L. perspicillator Graven- 
horst, lehn. Eur., III, p. 86, $0*. Die helle Schildchen- 
zeichnung verloschen oder ganz fehlend. Hüften mehr 
braunrot. — Zu dieser Varietät gehört auch die Lissonota 
intermedia Szepl., in : Termes. Füzetek, V. 23 (J900), p. 32, 
$„ (f. Beim $ Mesothorax und Metanotum schwarz, 
Schildchen rot gerandet. Hüften rot. 

var. 2) nigricoxis Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark 1901 
p. 23. Alle Hüften ganz und die hinteren Trochantern 
grösstenteils schwarz; aber Hinterleib mit Ausnahme der 
Spitze ganz rot und ebenso die ganzen Beine von den 
Trochantern an. Tri est. 

L. 10 mm. 

In ganz Europa ; meist nicht selten. 



11. h. insignita Grav. 1829 L. insignita Qravenhorst, lehn. Eur. 111 
p. 84 <f | 1829 L. verberans Qravenhorst, 1. c. p. 93 $ | 186O L. 
verberans Holmgren, Mon. Pimpl. p. 51 $ | 1863 L. insignita Taschen- 
berg, Pimpl., p. 282 cT | 1863 L. verberans Taschenberg, I. c. p. 285 
$ | 1877 L. verberans C. Q. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 764 
$cT | 1900 L. insignita Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. X11I p. 363 £cT- 

In Gestalt und Sculptur der vorigen Art sehr ähnlich, 
aber die Punktierung dichter, deshalb matter und die Fär- 
bung düsterer. 

$ Clypeus braunrot; Augenränder grössten Teils weisslich, 
Thorax schwarz, nur der Halsrand weisslich. Flügel ge- 
trübt, Stigma dunkel braun, an der Basis weisslich. Beine 
rötlich, Hüften, Trochanteren, meist auch die hintersten 
Schenkel grössten Teils schwarz, die hintersten Schienen 
aussen braun gestreift. Segment 2—4 dunkel rot. Bohrer 
länger als der Körper. 

Das 0* ist viel reicher hell gezeichnet. Weisslich sind : 
Streifen an den vordem Hüften und Trochanteren, Hals- 
rand, Seitenränder des Schildchens, Hakenflecke und damit 
zusammenhängende Längslinien des Mesonotums und 
Striche vor und unter den Flügeln. 

Länge 9 — 10 mm. 

Scheint im Norden selten zu sein. Hier in Thüringen 
in manchen Jahren viel häufiger als L. parallela. 



1298 Pimplinae. 



12. L. lineata Grav. 1829 L. lineata Qravenhorst, lehn. Eur. 111 p. \ 
(f. | 1863 L. bellator var. Taschenberg, Pimpl., p. 284. | 1886 L. 
neata Bridgman, in: Trans. Entomol. Soc. London, p. 372 $<3*. | lg 
L. lineata C.Q.Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 1420 £</. | 1900 
lineata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 363 £cf\ 

Der L. insignita sehr ähnlich, aber beim $ der Endrai 
vom Schildchen und Hinterschildchen (nach Bridgman auj 
der Seitenrand des Schildchens), Längslinien des Mesl 
notums und der Halsrand weisslich ; beim </ alle Hüft] 
weiss gefleckt, auch das Mesosternum mit weisser Läng 
makel. In der Zeichnung ähnelt die Art sehr der L. p; 
rallela, aber der Bohrer ist kürzer als der Körper, d 
Thorax gedrungener, Segment 2 und 3 braunrot, dunk 
gewässert, matt, weniger lang. Das 1. Segment am En<| 
rot oder rotgelb. 

Länge 9 mm. 

Nach Bridgman wurde die Art aus Crambus contanj 
nellus in England gezogen. 

Zerstreut im mittlem und südlichen Europa. 

13. lt. lapponica Holmgr. 1860 L. lapponica Holmgren, Mon. Pim 
p. 51 $. | 1900 L. lapponica Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 364 < 
<j>. Körper punktiert, wenig glänzend. Metathorax mit a; 
gedeuteter Area superomedia. Areola sehr kurz gestie; 
Hinterleibsbasis fein gerunzelt, die Endsegmente mehr gm 
das 2. Segment etwas länger als breit, das 3. quadratisc 
Bohrer etwas länger als der Körper. — Schwarz, Fühle 
geissei rostgelb, Scheitel beiderseits mit rötlichem Stric 
Flügel deutlich getrübt, Stigma dunkelbraun, Teguh 
rötlich. Beine und die Hinterleibsmitte breit rot. 

Länge 8 mm. tf unbekannt. 

Ein einziges $ aus dem südlichen Lappland. 

A n m e r k. Vielleicht doch nur eine Färbung von L. bellator. 

14- h. commixta Holmgr. 1860 L. commixta Holmgren, Mon. Pim P : 
p. 50 £ö" | 1877 L. commixta C. Q. Thomson, Opusc. Ent. VI 
P. 766 $ ; XIII p. 1421 $ tf | 1900 L. opacula Szepligeti Terme^ 
Fuzetek XXIII, p. 34 tf \ 1900 L. commixta Schmiedeknecht, Zoo 
Jahrb. XIII p. 364 $tf\ 

$ Punktiert, wenig glänzend. Areola kurz gestielt, zuweiler 
fast sitzend ; nicht selten der Aussennerv undeutlich. Hinter 
leib fast matt, fein gerunzelt, Segment 2 und 3 wenig länge 
als breit ; Bohrer von Körperlänge. — Schwarz, Clypeu; 
rötlich, Scheitel beiderseits mit gelbem Punkt oder Strich 
Flügel etwas getrübt, Radius fast gerade, Stigma braun 
Tegulae schwarz, Beine rot, Trochanteren schwarz, Spitzen 
der hintersten Schienen und Tarsenglieder braun. Endrand 



Lissonota. 1299 



von Segment 1 und Segment 2—4 trüb rot, oft verschwommen 
dunkel gezeichnet ; die roten Segmente oft auch mit 
schwarzem Seitenrand. 

Beim tf das Gesicht schwarz, an den Seiten mit gelbem 
Streifen, selten ganz schwarz. Scheitelflecken oft vorhanden. 
Hüften und Trochanteren schwarz, die vorderen am Ende 
gelb gefleckt. Die roten Hinterleibssegmente fast stets ver- 
schwommen schwarz gezeichnet. — Nach Holmgren soll 
das Gesicht auch ganz gelb vorkommen. Ich habe unter 
zahlreichen Exemplaren dies nie gefunden. 

Var. c/\ alpina Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark, 1901 p. 24. 
Gesicht, Thorax, alle Hüften und Trochantern, Basis der 
vorderen und fast die ganzen Hinterschenkel schwarz. ■— 
Steiermark. 

L. 9 — 10 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. In Thüringen in manchen 
Jahren sehr häufig; die Art fliegt spät im Jahre, oft noch im 
Oktober. 

L. argiola Grav. 1829 L. argiola Qravenhorst, lehn. Eur. III p.83 cT I 
1900 L. argiola Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 365. 

Kopf und Thorax dicht und fein punktiert, schwach glän- 
zend; Fühler etwas kürzer als der Körper, stark zugespitzt, 
das 1. Geisselglied um die Hälfte länger als das 2. Kopf 
nach hinten stark verengt. Metathorax gerunzelt, die hintere 
Querleiste deutlich. Areola sitzend, bei einzelnen Exemplaren 
5 seitig ; Radius an der Spitze etwas eingebogen. Hinter- 
leib vorn stark runzlig punktiert, fast matt, gegen das 
Ende mehr glatt und glänzend ; das 1. Segment mehr als 
doppelt so lang wie breit ; Segment 2 fast etwas länger 
als breit, 3 und 4 quadratisch. — Palpen, Mandibeln, Wangen, 
Clypeus, Gesicht, breite Stirn- und Scheitelränderund Unter- 
seite des Schaftes gelb. Die Scheitelränder nach hinten 
dreieckig erweitert. Am Thorax sind gelb : Vorder- und 
Hinterrand des Prothorax, Hakenflecke des Mesonotums 
und damit zusammenhängende Längslinien, die sich in der 
Mitte zu einem Fleck vereinigen, das Schildchen, grosse 
Längsniakeln der Brustseiten und Seitenmakeln des Me- 
tathorax, ebenso ein breiter Strich unter den Flügeln. 
Flügel fast hyalin, Tegulae gelb, Stigma dunkel gelb. Beine 
hellrot, Hüften und Trochanteren gelb, die hintersten 
schwarz gefleckt ; die äusserste Basis und Spitze der hin- 
tersten Schienen und ihre Tarsen gebräunt. Hinterleib rot, 
das 1. Segment mit Ausnahme des Endrandes schwarz, die 
folgenden Segmente mit breiten schwärzlichen Querbinden 



i3°o Pimplinae. 



in der Mitte, so dass nur der Vorder- und Hinterrand ll 
rot bleibt ; die letzten Segmente haben nur roten Endrä 
Länge 9—10 nun. $ unbekannt. 

Ich fange diese Art alljährlich in einigen Exempll 
hier in Thüringen, aber noch nie ist es mir geglückt,! 
$ aufzufinden. Die Art steht dicht bei L. bellator. Tas<§! 
berg hält sie für eine Varietät derselben ; die Exemrii 
sind aber viel robuster. 

26. Li. bellator Grav. ? 1788 Ichneumon coracinus Qmelin, Ed. 1 
p. 2704 | 1807 lehn, bellator Gravenhorst, Uebers. No. 3743 | I 
L. bellator Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 106 §cf (partim) | 186|l 
bellator Holmgren, Pimpl. p. 49 $0* j 1863 L. bellator Taschen*) 
Pimpl. p. 284, $cT | 1900 L. bellator Schmiedeknecht, Zool. jl 
XIII p. 365 $c?\ 

$ Körper schlank. Kopf und Thorax dicht und fein punktl 
kaum glänzend, Brustseiten ganz matt, ohne Spur 4 
Speculum, Metathorax gerunzelt. Endabschnitt des RaJ 
ganz gerade. Hinterleib ziemlich glänzend, das 1. Segnd 
fein runzlig punktiert, mehr als doppelt so lang wie bl 
das 2. und 3. Segment fein querrissig, länger als breit,! 
folgenden Segmente fast glatt. Bohrer von Körperlänge^ 
Kopf und Thorax schwarz, Clypeus und Scheitelfkc 
rötlichgelb ; Hinterleibsmitte und Beine rot, wenigstens! 
hintersten Trochanteren schwärzlich gezeichnet, auch! 
roten Segmente oft mit schwarzen Flecken oder Seil 
strichen. 

cf Mund, Wangen, Gesicht, Schaft unten, Flecken und Strij 

des Thorax, Schildchen, Hüften und Trochanteren gb 

die hintersten Hüften grössten Teils schwarz. Hinterlej 

Segmente meist nur rötlich oder gelblich gerandet. 1 

var. $ . Scheitel ohne helle Seitenmakeln oder StricliJ 

var. ö*. arvicola Grav. 1829 L. arvicola Gravenhorst, lehn. \\ 

VIII p. 49 0*. Nur die inneren Augenränder gelb. Schi 

chen schwarz. Nur das 2. Segment hell gerandet. — :ii 

ist eine solche Färbung nie vorgekommen. 

Länge 7—8 mm. 

Durch ganz Europa verbreitet und eine der häufigsa 
Arten. 

17- h. subaciculata Bridgm. 1886 L. subaciculata Bridgman, Tr;;. 
entomol. Soc. London p. 372 $ | 1900 L. subaciculata Schmiedeknei, 
Zool. Jahrb. XIII p. 366 $. 

$ Kopf und Thorax punktiert, Kopf nach hinten verschmäle 
Metathorax in der Mitte querrunzlig, die Querleiste deutli« 
Areola gestielt. Hinterleib glänzend, das 1. Segment län£ 



Lissonota. 



1301 



als die Hinterhüften, vor dem Ende quer eingedrückt 
und hier quer nadelrissig, das 2. und 3. Segment länger 
als breit, fein nadelrissig, nicht punktiert; Bohrer von 
Körperlänge. - - Schwarz, Clypeusende, Fühlerbasis und 
Tegulae gelb. Stigma braun, an der Basis etwas heller. 
Beine rot, Hüften schwarz, an der Spitze rot; die hinter- 
sten Schenkel dunkler rot, die Schienen und Tarsen mehr 
braun. Segment 2—4 und der Endrand des 1. rot, das 4. 
Segment mit schmaler schwarzer Querbinde vor dem Endrand. 

Länge 7 mm. tf unbekannt. 

1 £ aus England. 

L. irrigua C. G. Thoms. 1889 L. irrigua C. Q. Thomson, Opusc. Ent. 
XII p. 1248 <j>ö* | 1900 L. irrigua Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII 
P. 367 $cT. 

Sehr ähnlich der L. bellator, aber Bohrer kürzer und 
Metathorax mit gröberer Sculptur. 

Kopf nach hinten verschmälert, Clypeus und Geissei gegen 
iie Basis rötlich. Thorax dicht punktiert, Metathorax 
runzlig punktiert. Stigma braun, an der Basis hell, Areola 
dein, schief dreieckig. Beine schlank, rot, die hinteren 
rrochanteren oben schwarzbraun. Hinterleib fein punktiert, 
ladelrissig, das 2. und 3. Segment etwas länger als breit ; 
Elinterrand von Segment 1, Segment 2 und 3 und Vorder- 
lälfte von 4 rot. 

Gesicht mit Wangen, Stirnränder, Scheitelflecken, Seiten 
ies Pronotums und Makeln der Brustseiten gelb. Beine 
ebhaft rot, die vordem Hüften und Trochanteren gelb, 
lie hintersten Hüften rot, mit schwarzer Makel. Endrand 
/on Segment 1 und Segment 2—5 rot. Areola bei meinen 
sämtlichen Exemplaren breit sitzend. 

Länge 7—8 mm. 

Schweden. Ich finde die Art auch häufig hier in Thü- 
ingen und zwar nur im Spätsommer auf sumpfigen Wiesen. 

I nitida Bridgm. 1888 L. nitida Bridgman, Trans, entomol. Soc. 
-ondon p. 371 £ | 1900 L. nitida Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII 

1. 367 $. 

Ziemlich glänzend. Kopf fein punktiert, Fühler von Körper- 
änge. Mesonotum fein punktiert. Metathorax fein runzlig 
mnktiert. Areola dreieckig, schmal, fast sitzend. Das 1. 
Segment z\ mal so lang wie hinten breit, das 2. deutlich 
änger als breit, das 3. breiter als lang, fast ohne alle 
Sculptur ; Bohrer so lang oder wenig länger als der Hinter- 
eib. — Schwarz, Clypeus am Ende gelblich. Beine rot, 
lie hintersten Trochanteren schwarz, die vordem braun, 



1302 Pimplinae. 



Spitze der hintersten Schienen und ihre Tarsen bra: 
Segment 2—4 und Endrand des 1. hellrot. 

Länge 6—7 mm. tf unbekannt, vielleicht die L. v; 
Szepl. (cf. Anhang). 

England. Aus Botys asinalis. 

20. lt. erythrina Holmgr. 1860 L. erythrina Holmgren, Mon. Pin 
p. 52 $ | 1900 L. erythrina Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 367 

$ Eine der kleinsten Arten. Körper punktiert, ziemlich m;'( 
Kopf nach hinten verschmälert. Thorax dicht punktid 
Flügel schmal, Areola sitzend, Radius gerade, Nervei 
fast in der Mitte gebrochen. Das 1. Segment etwas län« 
als die hintersten Hüften, fein gerunzelt, matt ; das 2. uj 
3. fast quer, punktiert nadelrissig, ziemlich matt, die folgenc 
mehr glatt und glänzend ; Bohrer so lang wie der Hinti 
leib oder etwas kürzer. — Schwarz, Mund und Clyptj 
gelblich; Fühlergeissel rostgelb. Mesonotum und Schi ldchl 
rot, ersteres schwarz gefleckt. Flügel leicht getrübt, Stigj 
hell braun. Beine ganz gelbrot. Segment 1 am Ende, 2 u! 
3 ganz, 4 an der Basis rot. 

Länge 5 mm. tf unbekannt, 

Im südlichen Lappland. 

21. lt. Halidayi Holmgr. 1860 L. Halidayi Holmgren, Mon. Pili 
p. 59 $ | 1900 L. Halidayi Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 3 

¥ Kopf nach hinten kaum verschmälert, dicht runzlig pui 
tfert, matt ; Fühler fadenförmig, nach der Spitze zu ni< 
verdünnt. Thorax fein runzlig punktiert, Metathorax runzl 
die hintere Querleiste schwach. Areola dreieckig, kurz 
stielt oder fast sitzend, Das 1. Segment ohne Furche, c 
2. und 3. quer, nadelrissig, die folgenden mehr und mt 
glatt ; Bohrer von Hinterleibslänge oder wenig länger ; 
Klappen dick. — Schwarz, Clypeus gelblich, Prothorax zt 
Teil, Mesothorax, Brustseiten und Schildchen braunr 
eine Linie vor den Flügeln und 2 Makeln des Schildche 
gelb. Einschnitte von Segment 1—3 rostrot, die folgend 
mit weisslichem Endrand. Beine rot, die Spitze der hinterst 
Trochanteren und die hintersten Kniee schwärzlich. 
Länge 5 — 6 mm. 
Schweden, sehr selten. 

22. lt. dalmatica nov. nom. 190 1 L. semirufa Strobl, Mitteil, natui 
Ver. Steiermark p. 23 $ [non Desv.]. 

^ Schwarz, matt, Mesonotum, Schildchen, Pleuren und c 
ganzen Beine rot ; Mund, Clypeus und Stirnränder gel 
die ersten oder alle Segmente fein rot gerandet. 



Lissonota. 1303 



Stellt neben L. culiciforniis, Halidayi und strigipleuris ; 
von den beiden ersteren durch die bedeutendere Grösse, die 
ganz einfarbig roten Beine, die langen gelben Stirnränder ; 
von strigipleuris durch fast matten Kopf und Thorax, das rote 
Meson otum mit breiter schwarzer, nur bis zur Mitte reichen- 
der Mittelstrieme (bisweilen auch mit zwei nur rückwärts 
vorhandenen Seitenstriemen), die scharfe hintere Querleiste, 
den ganz gelben Clypeus, die nicht weisslich gerandeten 
Endsegmente, den ganz geraden Radialnerv, das an der 
Spitze braune, an der Basis weisse Stigma ebenfalls sicher 
verschieden. Brust und Oberseite des Metathorax sind 
stets schwarz. 

8 — 9 mm, Bohrer 7 — 9 mm. — tf unbekannt. 

Zara in Dalmatien. 



}. lt. rubricosa Brischke 1882 L. rubricosa Brischke, lehn. Prov. 
West- u. Ostpr., p. 119 $ J 1900 L. rubricosa Schmiedeknecht. Zool. 
Jahrb. XIII p. 368 <j> . 

£ Kopf hinter den Augen verschmälert. Metathorax mit 
scharfer Querleiste. Areola sitzend, schief ; Radialnerv 
gerade. Das 1. Segment nicht länger als die Hinterhüften, 
gewölbt, ziemlich breit, Segment 2 und 3 quadratisch ; 
Bohrer etwas kürzer als der Körper. — Schwarz, Mund 
und Clypeus gelb, Gesichtsbeule rot, Scheitelflecken gelb, 
die Seiten des Meso- und Metathorax fast ganz braunrot, 
Schildchen, Strich unter den Flügeln und Tegulae gelb ; 
Stigma hellbraun. Beine rot ; Hinterhüften und alle 
Trochanteren sowie ein Streifen der Vorderhüften gelb. 
Spitze des 1. Segments, 2—4 ganz und die Hinterränder 
der folgenden Segmente schmal rot. 

Länge 5 mm. tf unbekannt. 

West- und Ostpreussen. 

L. L. versicolor Holmgr. 1860 L. versicolor Holmgren, Mon. Pimpl. 
p.60 <j> | 1900 L. versicolor Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 369 $. 

£ Runzlig punktiert, wenig glänzend. Areola sitzend oder fast 
pentagonal. Segment 2 und 3 quadratisch, dicht punktiert, 
Bohrer von Körperlänge. — Schwarz, Clypeus, Punkt der 
Wangen und innere Augenränder gelblichweiss. Thorax 
rot. Rand des Prothorax gelb, in der Mitte schwarz, Me- 
sonotum schwarz, vorn mit gelben Seitenstreifen ; Schild- 
chen beiderseits mit gelber Makel, ein Streifen unter den 
Flügeln und ein Fleck über den Mittel- und Hinterhüften 
gelb. Flügel hyalin, Stigma hell, Tegulae weisslich. Beine 
rot, Vorderhüften ganz, die hintersten zum Teil gelb. 



I 3°4 Pimplinae. 



Hinterleib schwarz, die Einschnitte, Seitenränder ur.j 
Hinterleibsspitze braunrot. 

Länge 6 mm. tf unbekannt. 

Schweden. 

A n m e r k. Vielleicht nur Färbung von L. lateralis. 

25. Iy. formosa Bridgm. 1887 L. formosa Bridgman, Trans. I 
tomol. Soc. London p. 378 $ | 1900 L. formosa Schmiedeknecht, Zoc 
Jahrb. XIII p. 369 £. 

$ Kopf hinter den Augen verschmälert, Fühler nicht so lan 
wie der Körper. Thorax punktiert, der Metathorax etwa 
gröber. Das t. Segment um a länger als breit, das 2. un 
3. Segment länger als breit ; diese 3 Segmente dicht punk 
tiert, der Endrand glatt und glänzend, die folgenden Se^ 
mente mehr und mehr glatt. Bohrer etwas kürzer als de 
Körper. — Schwarz, Mund, Clypeus und innere Augen 
ränder gelb; der ganze Mesothqfax, hinterer Teil dss Pro 
thorax, Schildchen und Seiten des Metathorax rot; ein 
Linie am Vorderrand des Prothorax, ein Strich über de: 
Vorderhüften und eine dreieckige Makel auf den Schulter: 
gelb. Stigma gelblich. Tegulae weisslich. Beine rot, Vorder 
hüften und Trochanteren gelb ; die hintersten Trochanterei 
oben braun. Hinterleib schwarz, Endrand von Segmen 
1—3 und Seitenrand von 3—7 braunrot. 

Länge 5 mm. 3* unbekannt. 

England. - Schmarotzt entweder bei Rhodophaea con 
sociella oder Nephopteryx genistella. 

26. 1/. picticoxis Schmiedekn. ? L. lateralis Holmgren (non Qraveri 
hörst), Mon. Pimpl. p. 56 $ | 1900 L. picticoxis Schmiedeknecht, Zool 
Jahrb. XIII p. 369 $. 

£ Kopf und Thorax dicht und fein runzlig punktiert, f al 
matt; Kopf etwas breiter als der Thorax, nach hinten ver; 
schmälert; Fühler dünn, von Körperlänge; Brustseiterj 
matt; Metathorax dicht und fein gerunzelt, die Querleiste 
deutlich. Areola pentagonal, Schenkel, namentlich die 
hintersten, kräftig. Hinterleib dicht nadelrissig, vorn fast 
matt; das 1. Segment doppelt so lang wie breit, das 2. und 
3. quadratisch, eher etwas breiter als lang, das 2. gegen 
die Basis deutlich verschmälert ; Bohrer von Körperlänge. — 
Schwarz, Palpen, Clypeus und Stirnseiten oben bis zum 
Scheitel gelblich, Schildchen rötlich. Seitenränder der 
Vorderbrust und grosse Makeln über den Mittel- und 
Hinterhüften rot. Flügel schwach getrübt, Stigma bräun- 
lichgelb, Tegulae weiss. Beine rot, die vordem Hüften 
und Trochanteren grössten Teils gelb. Hinterleib schwarz, 






Lissonota. 1305 



Endrand von Segment 1 und Vorder- und Endrand von 
2 und 3 rot ; der Endrand der übrigen Segmente rötlich. 

Länge 5 mm. tf unbekannt. 

Thüringen. Ein £ im ungarischen Nationalmuseuni ; bei 
demselben ist die rote Zeichnung an den Brustseiten we- 
niger deutlich. 

L. strigifrons Schmiedekn. 1900 L. strigifrons Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 370 $. 

Kopf und Thorax dicht punktiert, ziemlich glänzend ; Kopf 
nach hinten stark verschmälert, Fühler fast von Körper- 
länge. Brustseiten dicht punktiert, Speculum ziemlich 
deutlich ; Metathorax dicht runzlig punktiert, rauh, die 
hintere Querleiste nicht scharf. Areola kurz gestielt, Radius 
hinter derselben deutlich geschwungen. Die hintersten 
Beine im Verhältnis zu den vordem lang und kräftig, 
Hinterleib fein runzlig punktiert, ziemlich glänzend, das 
1. Segment doppelt so lang wie hinten breit, das 2. und 3. 
deutlich länger als breit; Bohrer von Körperlänge. — 
Schwarz, Mund und Clypeus am Ende rotgelb; Scheitel 
mit weissen Seitenstreifen bis zur Stirn. Flecken des Pro- 
thorax und Seiten der Mittelbrust und des Metathorax 
sowie das Schildchen und Hinterschildehen rot. Flügel 
deutlich getrübt, Stigma braungelb, Tegulae weiss. Beine 
einfarbig rot. Hinterleib schwarz, die vordem Segmente 
mit rotem Endrand, die hintern Segmente fein weisslich 
gerandet. 

Länge 8—9 mm. tf unbekannt. 

Thüringen. 

L. culiciformis Grav. 1829 L. culiciformis Gravenhorst, lehn. 
Eur., VIII p. 66 cT | 1829 L. lateralis Qravenhorst, 1. c. p. 73 $ | 1860 
L. culiciformis Holmgren, Mon. Pimpl. p. 60 cT I 1863 L. culiciformis 
Taschenberg, Pimpl. p. 282 tf j 1863 L. lateralis Taschenberg, 1. c. 
p.283 ■£ | 1877 L. lateralis C.Q.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 766 $</ | 
1882 L. pleuralis Brischke, lehn. West- u. Ostpreussen, p. 120 $ | 
? 1882 L. assimilis Brischke, 1. c. p. 124 tf | 1900 L. culiciformis 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 370 2(?- 

Kopf und Thorax dicht und fein runzlig punktiert, fast matt, 
Brustseiten gröber punktiert mit deutlichem Speculum ; 
Metathorax vorn mit seichter Furche, die Querleiste deutlich. 
Areola kurz gestielt oder fast sitzend. Hinterleib fein quer- 
rissig, ziemlich glänzend, di© Endränder der Segmente 
poliert; das 1. Segment doppelt so lang wie hinten breit, 
mit feiner Längsfurche, das 2. und 3. Segment etwas 
länger als breit, Bohrer fast von Körperlänge. — 



I3°6 Pimplinae. 



Schwarz, Clypeus und Scheitelpunkte gelblich ; Seiten 
Mittelbrust und des Metathorax, Schildchen und oft Lär 
streifen des Mesonotums rot. Flügel fast hyalin, Stig 
bräun lieh gelb, Tegulae weiss. Beine rot, die hinters 
Trochanteren oben braun, meist auch die Schenkel 
Schienen gebräunt. Die vorderen Segmente fein rötli 
gelb gerandet. 

cf Gelblichweiss sind : Mund, Clypeus, Fühlerschaft unt 
Gesicht, die inneren Augenränder und Wangen breit, i 
der ganze Prothorax, die Seiten der Mittelbrust und 
Metathorax grösstenteils, Hakenflecke des Mesonotums 1 
Schildchen und Hinterschildchen. Beine gelbrot, HüfJ 
und Trochanteren gelblichweiss, an den hintersten Beit 
rot gefleckt; die Spitzen der hintersten Schienen und il 
Tarsen gebräunt. Hinterleib fein runzlig punktiert, das 
Segment fast 3 mal so lang wie hinten breit, das 2. unc 
deutlich länger als breit. Alle Segmente mit zieml 
breitem, weisslichem Endrand. 

Länge 6 — 7 mm. 

Die Art lebt sicher in Holzinsekten. Man findet 
meist in der Nähe alter Gebäude oder an Fenstern. 

An merk. 1. Die L. lateralis Holmgr. ist eine andere Art, diu 
bei derselben ist Segment 2 und 3 breiter als lang. Vielleicht identrfi 
mit L. picticoxis. 

Anmerk. 2. Habermehl (Jahresber. Qymn. u. Oberrealsch. Woijs 
1904 p. 27) hält L. pleuralis Brischke für artlich verschieden von j. 
eulieiformis und führt folgende Unterscheidungsmerkmale an : „1^ 
Mesonotum ist bei pleuralis vollkommen schwarz, ohne die gerings 1 
Spuren roter Streifen, während eulieiformis $ J e zwtl deutliche dunM 
rote, vorn hakenförmig nach aussen verlaufende Streifen an dieser Stis 
aufweist. Bei pleuralis cT ist das Gelb der Mittel- und Hinterbrustseii 
sowie der Hüften reichlich mit Braunrot gemischt, während bei cul : - 
formis tf diese Stellen rein gelb erscheinen. Ausserdem zeigt das,;. 
Hinterleibssegment bei eulieiformis in beiden Geschlechtern eine deutlkj 
bis fast zum Hinterrande verlaufende Mittelfurche, welche bei pleuralis feil 

Auch die Grössenunterschiede sind ziemlich auffallend : 
L. eulieiformis $ = 7-1-5,5 mm ; tf = 7 mm. 
L. pleuralis $ r=10-r-10mm;<3*=10 mm. 

Es sind weitere Beobachtungen anzustellen, da solche Unterschiede •: 
durch verschiedene Wirte hervorgerufen werden. 

29. lt. variabilis Holmgr. 1860 L. variabilis Holmgren, Mon. Pimi 
p. 56 £cf | 1863 L. fraeta Taschenberg, Pimpl. p. 285 £ | 1877 | 
biguttata C. G. Thomson (non Holmgren), Opusc. Ent. VIII p. 767 $rj*j 
1886 L. rufomedia Bridgman, Trans, entomol. Soc. London, p. 370 $</'. 
1900 A. variabilis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 371 $cT- 

Körper schlank. Kopf nach hinten verschmälert; Fühl 
von Körperlänge, nach dem Ende zugespitzt. Mesonotu 
fein runzlig punktiert. Areola sitzend oder ganz kurz g 
stielt. Das 1. Segment beim $ fein gerunzelt, beim ( 



Lissonota. 1307 



mehr längsrissig, Segment 2 und 3 bei $ und tf etwas 
länger als breit ; Bohrer von Körperlänge. 
£ Mund und Clypeus gelblich ; Seheitel meist mit hellen 
Seitenpunkten, Geissei unten rostrot. Schildchen undSuturen 
der Thoraxseiten rot. Flügel fast hyalin, Stigma bräunlich, 
Tegulae blassgelb. Beine rot, die hintersten Trochanteren 
oben braun. Hinterleib schwarz, Segment 1 — 4 mit rötlich- 
gelbem Endrand. 
</ Mund, Wangen, Clypeus, Gesicht, Scheitelmakeln, Schaft 
unten, dreieckige Schultermakeln, Seitenrand des Schild- 
chens und ein breiter Querstrich der Brustseiten hellgelb. 
Beine rot, die vorderen Hüften und Trochanteren mehr 
gelb. Segment 1 — 4 mit rötlichgelbem Endrand. 

Wie der Name sagt, ist die Färbung sehr veränderlich. 
Ich ziehe deshalb auch die L. rufomedia Bridgm. hierher, 
obwohl bei dieser das 3* nicht das ganze Gesicht, sondern 
nur die Seiten hell hat. 

Länge 7 mm. 

Zerstreut im nördlichen und mittleren Europa. — Die 
L. rufomedia wurde erzogen aus Eudora murana und mer- 
curella sowie aus Crambus contaminellus. 

0. Lt. tenerrima C. G. Thoms. 1877 L. tenerrima C. Q.Thomson, 
Opusc. Ent. VIII p. 766 £ | 1900 L. tenerrima Thomson, Zool. Jahrb. 
XIII p. 372 £. 

$ Der ganze Körper, ebenso Fühler und Beine sehr schlank. 
Das letzte Glied der Maxillarpalpen dem vorletzten gleich. 
Nervulus kaum schräg. Das 1. Segment 3 mal so lang wie 
hinten breit, Segment 2 und 3 viel länger als breit, dicht 
und fein runzlig punktiert, matt. Auch die Mesopleuren 
matt, ohne Speculum. — Schwarz, Beine rot, Segment 2 
und 3 hinten rot gerandet. 

Körper- und Bohrerlänge sind nicht angegeben. — Die 
Art ist nach Thomson identisch mit L. impressor Holmgr. 
(non Graven hörst). 
Schweden. 

1. L. angusta Taschb. 1863 L. angusta Taschenberg, PimpL, p. 285 $ | 
1900 L. angusta Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 372 $. 

p In allen Teilen sehr gestreckt, besonders das Schildchen 
und der Metathorax, dieser querrissig und punktiert, da- 
zwischen mit deutlicher Mittelfurche. — Schwarz, Hinter- 
leib seidenglänzend, Mund und Clypeus rötlichgelb, ebenso 
die Beine, an den hintersten nur die Tarsen und äussersten 
Schienenspitzen gebräunt. Tegulae und Flügelwurzel weiss- 
lich ; Stigma weisslichbraun. Areola sehr kurz gestielt. 



] 3oS Pimplinae. 



Segment i so lang wie die Hinterhof ten, nach vorn all- 
mählich verschmälert, 2 nach hinten stark verbreitert. 
Bohrer von Körperlänge. 

Länge 7 mm. tf unbekannt. 

Deutschland. — Wurde aus Weidenblättern erzogen. 

32. h. rufipes Brischke. 1882 L. rufipes Brischke, lehn. Prov. West- : 
u. Ostpr. p. 120 $ | 1900 L. rufipes Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII' 
p. 373 £. 

$ Kopf und Thorax dicht und fein punktiert, Stirn vertieft. 
Mesonotum ziemlich deutlich dreilappig, Metathorax gerun- 
zelt, Area superomedia deutlich. Areola gestielt, Nervellus; 
unter der Mitte gebrochen. Hinterleib fein nadelrissig, Seg- 
ment 1 etwas länger als die Hinterhüften, gekrümmt, mit deut- i 
licher Mittelrinne bis zum Hinterrand, Segment 2—4 länger als 
breit; Bohrer etwas länger als der Körper. — Schwarz, 
Palpen rot, Mitte der Mandibeln mit gelbem Fleck ; Punkt 
vor den Flügeln und meist dreieckige Schulterflecken 
gelblichweiss ; Schildchen gewöhnlich mit 2 roten Seiten- 
strichen. Stigma hellbraun, Tegulae weisslich. Beine rot. 

Länge 10— 11 mm. ^ unbekannt 

West- und Ostpreussen. J 

33. L; palpalis C. G. Thoms. 1889 L. palpalis C. Q. Thomson, Opusc. 
Ent. XVIII p. 1422 £ | 1900 L. palpalis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
XIII p. 373 £. 

£ Schwarz, die innern Augenränder und Hakenflecke des 
Mesonotums weisslich. Beine rot. Segment 2 und 3 mit , 
rotem Endrand. Mesopleuren ziemlich glänzend, fein aber i 
deutlich punktiert, das Speculum glatt. Bohrer länger als 
der Hinterleib. 

In Gestalt, Grösse und Sculptur der Mesopleuren der L. j 
folii ähnlich, aber Segment 2 länger als breit, die Maxillar- 
palpen lang; das letzte Glied dem vorletzten gleich, Kopf 
hinter den Augen stark verschmälert.' 

Schweden. 

34- L- Thomsoni Schmiedekn. 1877 L. unicineta C. Q. Thomson 
(non Holmgren), Opusc. Ent. XIII p. 767 $ | 1900 L. Thomsoni 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 373 $ . 

£ Kopf und Thorax dicht punktiert, Mesopleuren mit Spe- 
culum matt. Sporen lang. Segment 1 und 2 glatt und 
glänzend, das 3. dicht punktiert; Segment 2 und 3 länger 
als breit, Bohrer deutlich kürzer als der Körper. — Schwarz, 
Kopf ohne helle Zeichnung. Beine rot, die hintersten 



Lissonota. 1309 

Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich. Segment 2 und 
3 mit rötlichem Endrand. 

Im südlichen Schweden. 

A n m e r k. Die Art ist durch die Sculptur der Hinterleibsbasis von 
der Holmgren'schen Art verschieden. Ich habe ihr deshalb einen andern 
Namen gegeben. 

L. unicincta Holmgr. 1860 L. unicincta Holmgren, Mon. Pimpl. 
p. 56 ^ I 1900 L. unicincta Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. Xlll p. 374 <j> . 

Dicht und fein runzlig punktiert, schwach glänzend ; Fühler 
fast von Körperlänge; Metathorax ziemlich grob runzlig 
punktiert, die Querleiste deutlich. Areola sitzend, oft pen- 
tagonal. Das 1. Segment mehr als doppelt so lang wie 
hinten breit, hinten bucklig gewölbt, vor dem Endrand 
mit deutlichem Quereindruck, an den Seiten mit ziemlich 
groben Längsrissen, das 2. und 3. Segment dicht und fein 
querrissig mit feiner Punktierung, länger als breit, das 4. 
Segment etwas kürzer als breit ; Bohrer nicht ganz so lang 
wie der Körper. — Schwarz, Mund und Clypeus gelblich. 
Flügel hyalin, Stigma bräunlichgelb, Tegulae braun. Beine 
hellrot, die Spitzen der hintersten Schienen und ihre Tarsen 
bräunlich. Das 2. Segment mit rötlichem Endrand. 

var. Scheitel mit hellen Seitenpunkten. Ein £ im Un- 
garischen Nationalmuseum. 

Länge 7—8 mm. tf unbekannt. 

Nord- und Mitteleuropa. Hier in Thüringen in manchen 
Jahren nicht selten. 

h. trochanteralis D. T. 1901 L. trochanteralis Dalla-Torre, Catal. 
Hym. 111 p. 504 | 1889 L. trochanterata ßridgman, Trans, entomol. Soc. 
London p. 438 <j> (non liolmgr.) | 1900 Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
Xlll p. 374 $. 

Ziemlich matt. Kopf nach hinten verschmälert ; Fühler 
von Körperlänge. Mesonotum dicht und fein punktiert; 
Metathorax fein runzlig punktiert, hinten mit Querleiste. 
Das 1. Segment mehr als 2 mal so lang wie hinten breit, 
das 2. und 3. länger als breit; das 1. und 2. dicht und 
fein querrissig. Bohrer fast von Körperlänge. — Schwarz, 
Clypeus rötlichgelb. Stigma schwärzlich, Tegulae rötlich. 
Beine rot, Mittel- und Hintertrochanteren schwarz; die 
hintersten Schienen und Tarsen braun, die erstem in 
der Mitte rötlich. Endrand von Segment 2 und 3 schmal 
rötlich. 

Länge 10— 11 mm. tf unbekannt. 
England. 



13 io Pimplinae. 



37. I4. clypealis C. G. Thoms. 1877 L. clypealis C. G. Thomsoj 
Opusc. Ent. VIII p. 769 $ | 1889 idem, Opusc. Ent. XIII p. 1423 $1 
1900 L. clypealis Schmiedehnecht, Zool. Jahrb. XIII p. 375 £cT. 

$ Kopf und Thorax dicht und fein runzlig punktiert, ziemlic! 
glänzend, Scheitel ziemlich breit, fast winklig ausgerande I 
Cl3 T peus dicht behaart ; Basalglieder der Geissei deutlich 
abgesetzt ; die Querleiste des Metathorax sehr undeutlic'.j, 
Areola sitzend oder pentagonal. Beine kräftig. Hinterleiii 
fein runzlig punktiert, Segment 2 und 3 quadratisch ; Bohnl 
etwas länger als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeus rötliell 
Flügel hyalin, Stigma bräunlichgelb. Beine rot, die hintere! 
Hüften an der Unterseite und die hinteren Trochanterei» 
schwarz gefleckt, die Spitze der hintersten Schienen uni 
ihre Tarsen schwärzlich. Segment 1 — 3 rot gerandet. 
ö" Ich habe 2 tftf in Thüringen gefunden. Clypeus ebenfal; 
dicht weisslich behaart ; auch die Querleiste des Met; 
thorax fehlt fast gänzlich. Hinterleib viel schlanker a| 
beim £ ; das 1. Segment mehr als 2 mal so lang wie breil 
Segment 2—4 deutlich länger als breit. — Mund, Clypeuji 
ein Doppelfleck im Gesicht und Unterseite des Schafte] 
gelb ; Basis der Geissei unten rötlich. Beine gelbrot, Hüfte; 
schwarz, an der Spitze gelb, die hintersten fast ganz schwant 
Trochanteren schwarz gefleckt ; die hintersten Schienen inj 
Ausnahme der Basis und die hintersten Tarsen braun. I 

Länge 6 mm. 

Schweden, Thüringen ; selten. 

38. L. gracilipes C. G. Thoms. 1877 L. gracilipes C. Q. Thomsoi 
Opusc. Ent. VIII p. 770 $ | 1900 L. gracilipes Schmiedeknecht, Zoo 
Jahrb. XIII p. 375 $ . 

£ Clypeus wie bei der vorhergehenden Art dicht behaari 
Fühler und Beine schlank, das 1. Geisseiglied kaum länge 
als das 2. Metathorax fein punktiert ; Mesopleuren m\ 
grossem Speculum. Segment 1 bis 3 dicht punktiert, das : 
nicht länger als breit, das 3. fast quer; Bohrer von Hinter 
leibslänge. — Schwarz, Kopf und Thorax weiss gezeichnel 
Beine rot, Trochanteren gelb, die hintersten oben schwan 
die Schienen an der Basis weisslich. 

<3* unbekannt. 
Schweden. 

39. L. albobarbata Strobl 1901 L. albobarbata Strobl, Mitteil, natura 
Vcr. Steiermark p. 31 c/\ 

„ö* Dieses Tier ist durch die Färbung und den Clypeusbar 
ausgezeichnet und dürfte etwa neben L. clypealis Thoms 
stehen, ist aber sicher nicht das tf dazu. Kopf quer, dich 



Lissonota. 131 t 



und fein lederartig, runzlig-punktiert, schwarz ; Gesicht und 
Mund gelb ; nur die ziemlich breiten, aber in der Mitte 
gelb unterbrochenen Stirnseiten und ein kleiner Mittelfleck 
des Gesichtes schwarz. Clypeus gewölbt, vorstehend, mit 
dichtem, abstehendem, weissem Barte. Hinterhaupt ziemlich 
breit, wenig verschmälert ; Stirn eben. Mesonotum gewölbt,' 
ohne Parapsideufurchen, dicht und fein punktiert auf 
glattem, ziemlich glänzendem Untergrunde; Brustseiten 
ebenso mit kleinem, glattem Spiegel. Hinterrücken ge- 
streckt, fein runzlig-punktiert, ohne Leisten, matt ; nur das 
halbmondförmige, kleine hintere Feld ziemlich gut abge- 
grenzt und fast glatt. Hinterleib lang und schmal, nach 
rückwärts wenig verbreitert, etwas glänzend. Das 1. Segment 
fast doppelt so lang als breit, nach vorn sehr wenig ver- 
schmälert, ohne Kiele, fein und massig dicht punktiert; 
die folgenden mit fast gleicher Skulptur; das 2. und 3! 
deutlich länger als breit, die übrigen quadratisch ; das 2. 
und 3. vorn und hinten schmal rot gesäumt. Beine schlank; 
die vordersten Hüften und Trochanteren gelb, kaum schwarz 
gefleckt; die mittleren gelb mit schwarzen Flecken, die 
hintersten ganz schwarz. Vorder- und Mittelbeine lebhaft 
rotgelb mit sehr schmaler schwarzer Schenkel basis ; Hinter- 
beine schwarz mit schmal roter Schenkelspitze, Stigma 
braun ; Areola sitzend und deutlich pentagonal ; Nervellus 
postfurcal, unter der Mitte gebrochen und einen Nerv 
aussendend. 

L. 6 mm. — £ unbekannt. 
Admont in Steiermark." 

. L. hungarica Schmiedekn. 1900 L. hungarica Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 375 $. 

I Fühler dick, Schaft kugelig, das 1. Geisselglied etwa 3 mal 
vso lang wie breit, länger als das folgende. Kopf und Thorax 
fein runzlig, fast matt. Kopf etwas breiter als der Thorax, 
nach hinten stark verschmälert, Stirn dicht und fein runzlig 
punktiert, matt. Metathorax fein gerunzelt, die hintere Quer- 
leiste schwach ; Brustseiten mit schwachem Glanz, das 
Speculum angedeutet, aber nicht poliert, Radius am Ende 
gerade, Areola vorhanden, kurz gestielt, der Nervus areolaris 
sehr dick. Beine kräftig, namentlich die Schenkel. Hinter- 
leib sehr fein gerunzelt, nach hinten mehr glatt und glän- 

1 zend, das i. Segment beinahe doppelt so lang wie breit, 
mit deutlicher Längsfurche bis fast an das Ende. Hinter- 
leib von der Basis des 2. Segments au mit parallelen Seiten; 
Segment 2 und 3 quadratisch, 4 wenig breiter als lang. 
Bohrer etwas länger als der Hinterleib. — Kopf und Thorax 



1312 Pimplinae. 



schwarz, Mund und Clypeusrand rötlich, Fühler braun |t, 
der Schaft heller, die ersten Geisselglieder fast weissla. 
Flügel fast hyalin, Adern und Stigma rötlich. Beine m 
farbig gelbrot, die vordersten namentlich an den Hüfin 
gelblich. Segment 2 — 4 sowie der Endrand von 1 und u 
Basis von 5 verschwommen gelbrot. 

Länge 7 mm. 

1 $ im Ungarischen Nationalmuseum. 

41. Iv. antennalis C. G. Thoms. 1877 L. antennalis C. Q. Thom n, 
Opusc. Ent. VIII p. 765 $ | 1900 L. antennalis Schmiedeknecht, Zl 
Jahrb. XIII p. 376 <j> . 

$ Fühler dick, an der Basalhälfte lebhaft gelb. Kopf n;i 
hinten verschmälert, Augen gross, Scheitel breit. Me>- 
pleuren ganz punktiert. Die hintersten Schienen nil 
gedörnelt mit langen Sporen. Bohrer fast kürzer als I 
Hinterleib. Flügel mit vollständiger Areola. — Schwsfi 
Beine rot, die vorderen an der Basis gelb.. 

O* unbekannt. 
Schweden. 

42. L/. excelsa Schmiedekn. 1900 L. excelsa Schmiedeknecht, Z 1. 
Jahrb. XIII p. 376 £ . 

$ Fühlergeissel dick und lang, gegen die Basis etwas y- 
dünnt; Schaft rötlich, das Basaldrittel der Geissei weissliJ 
gelb. Kopf und Thorax fein lederartig. Kopf nach hintl 
stark verschmälert, Hinterhaupt winklig ausgeschnitte ; 
Mesopleuren fein und dichtpunktiert, mit poliertem Speculul 
Metathorax dicht und fein.'gerunzelt, die hintere Querlei:« 
scharf leistenartig. Areola vollständig, sitzend. Hinterld 
kurz, spindelförmig, fein gerunzelt; das 1. Segment i| - irl 
so lang wie hinten breit, ziemlich bucklig, hinten mit Qui- 
eindruck, das 2. Segment ungefähr so lang wie breit, cj 
3. quer; beide hinter der Mitte leicht eingeschnürt. BohiH 
von Hinterleibslänge. — Clypeus rötlich. Flügel wassern«:, 
Stigma bräunlichgelb, Tegulae weisslich. Beine rot, c 
vordem an der Basis gelblich. Segment 2—4 hellrot, 
der Mitte mit einer verschwommenen schwärzlichen Qu<- 
binde oder mit schwarzen Seitenmakeln. 
Länge 6 mm. tf unbekannt. 
2^$ aus Thüringen. 



43. L. vicina Holmgr. 1860 L. vicina Holmgren, Mon. Pimpl. p. 
$ | 1889 L. vicina C. Q. Thomson, Opusc. Ent. XVIII p. 1423 $cT 
1900 L. vicina Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 377 $cf. 

§ Kopf und Thorax fein punktiert gerunzelt, wenig glänzen 
Kopf breiter als der Thorax, nach hinten stark verschmäler 



Lissonota, 



1313 



Fühler wenig kürzer als der Körper, aber kräftig. Gesicht 
nach unten divergierend. Mesopleuren fast matt, lederartig 
punktiert mit kleinem Speculum ; Metathorax fein gerunzelt. 
Flügel klein, der Aussennerv der Areola sehr undeutlich 
oder ganz fehlend ; Nervellus fast antefurcal. Beine ziemlich 
dick. Hinterleib lang oval, das 1. Segment ziemlich breit, 
runzlig gestreift, das 2. und 3 quer, fein gerunzelt; Bohrer 
von Hinterleibslänge. — Kopf und Thorax schwarz, Clypeus 
und Basis der Fühlergeissel rötlich. Flügel getrübt, Stigma 
bräunlich, Tegulae gelblichweiss. Beine rot. Segment 2 
und 3 verschwommen rot gezeichnet, oft nur die Endränder. 

tf Fühler lang, schwarz ; Gesicht und Thorax schwarz ; Meta- 
thorax gröber gerunzelt, oben mit 2 erhabenen Längs- 
linien. Areola vorhanden, schräg, sitzend. An den Beinen 
die Hüften und Trochanteren schwarz. 
Länge 6 — 7 mm. 
Zerstreut im nördlichen und mittlem Europa. 

Anraerk. Eine ähnliche Art besehreibt Szepligeti als L. annulata. 
Man vergl. im Anhang. 

,1. L. mutanda Schmiedekn. 1889 L. basalis C. Q. Thomson, Opusc. 
Ent. XV11I p. 1424 £0" (non Brischke) | 1900 L. mutanda Schmiede- 
knecht, Zool. Jahrb. X11I p. 377 $tf\ 

'cT Schwarz, Fühlergeissel an der Basis und Beine gelbrot, 
Gesicht parallel, Flügel ohne Areola. — Der vorhergehenden 
Art in Gestalt, Form des Hinterleibs, Bohrerlänge und 
Bildung und Färbung der Fühler ähnlich, aber beim £ 
das Gesicht parallel, der Scheitel nicht winklig ausge- 
schnitten, Fühler weniger dick, Mesopleuren fein punktiert, 
Flügel weniger kurz, fast hyalin, Nervellus vertical und 
kaum gebrochen. Beine weniger kräftig. Beim tf die 2 
ersten Fühlerglieder unten, Gesichtsseiten, Mund und Cly- 
peus, Schulterflecken und die Vorderhüften weisslich, die 
hintersten Hüften und die Stirn schwarz, die Areola fehlt. 
Schweden. 

ji. L. bistrigata Holmgr. 1860 L. bistrigata Holmgren, Mon. Pimpl. 
p. 54 $ | L. bistrigata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 378 $. 

& Körper stark punktiert, schwach glänzend ; Kopf nach 
hinten etwas verschmälert. Areola kurz gestielt ; Nervellus 
fast in der Mitte gebrochen. Hinterleib schlank, das 1. 
Segment etwas länger als die Hinterhüften, stark punktiert, 
hinten in der Mitte mit glattem RJaum ; Segment 2 und 3 
quadratisch, stark punktiert, mit glattem Endrand ; die 
folgenden Segmente fast unpunktiert. Bohrer von Körper- 
länge. — Schwarz, Clypeusende rötlich. Ein Punkt vor den 



13 14 Pimplinae. 



Flügeln und Seitenrand des Schildchens gelblichwei 
Flügel leicht getrübt, Stigma braungelb, Tegulae weisslic 
Beine rot, die hintersten Tarsen bräunlich. 

Länge 8 mm. tf unbekannt. 

Schweden, sehr selten. 

46. Jj. biguttata Holmgr. 1860 L. biguttata Holmgren, Mon. Pirn 
p. 55 $ | L. biguttata Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 378 M 

£ Runzlig punktiert, matt. Kopf hinter den Augen v< 
schmälert ; Stirn leicht eingedrückt ; Fühler fast von Körpc 
länge. Areola kurz gestielt oder fast sitzend. Die hinte 
sten Hüften und Schenkel kräftig. Segment 1 — 4 fein g 
runzelt; das 1. wenig gewölbt, mit flacher Längsfurche, d 
folgenden breiter als lang. Bohrer kaum kürzer als d 
Körper. — Schwarz, Clypeusende rot. Stirnränder zuweih 
fein gelb. Ein Punkt vor den Flügeln und 2 Makeln d 
Schildchens braunrot. Flügel etwas getrübt, Stigma brau 
lichgelb, Tegulae hellgelb. Beine rot, die hintersten Tarsc 
bräunlich. Hinterleib braunschwarz, die mittlem Ei 
schnitte rötlich. 

Länge 9 mm. tf unbekannt. 
Schweden, selten. 

A n m e r k. L. biguttata C. Q. Thomson ist = L. variabilis Holm; 
Bei derselben ist das 2. Segment länger als breit. 

47. Iv. obsoleta Bridgm. 1889 L. obsoleta Bridgman, Trans, entom 
Soc. London p. 436 $cf | 1900 L. obsoleta Schmiedeknecht, Zo< 
Jahrb. XIII p. 378 $d*- 

$ Schwach glänzend, Kopf breiter als der Thorax, hintt 
verschmälert ; Fühler etwas kürzer als der Körper. Mesj 
notum sehr fein punktiert; Metathorax fein gerunzel 
Area superomedia angedeutet. Mesopleuren fein punktiet 
etwas glänzend. Areola pentagonal, der Aussennerv fa 
verwischt ; Radius an der Spitze leicht gekrümmt. Die 
ersten Segmente sehr fein punktiert, die übrigen glatt un 
glänzend ; das 1. Segment ungefähr 2 mal so lang wie hinte 
breit, das 2. quadratisch, das 3. quer. Bohrer von Hinte: 
leibslänge. — Schwarz, Mund und Clypeusende rot. Stigm 
und Tegulae hellbraun. Beine rot. Die 3 ersten Segment 
rot, iu der Mitte schwarz, das 3. Segment nur an de 
Seiten schwarz gefleckt, 
cf Das 1. Segment mehr als 2 mal so lang wie breit, das 2 
länger als breit, das 3. quadratisch. Hüften und Basis de 
hinteren Trochanteren schwarz. Nur die Spitze des 2. um 
Basis und Endrand des 3. Segmentes rot. 



Lis-sonota. 



1315 



Eine der kleinsten Arten, nur 3 mm. — Aehnelt sehr 
der L. linearis Grav., ist aber viel kleiner, das 2. und 3. 
Segment kürzer. 

England. — Wurde erzogen aus Psyche intermediella. 

. L. maculata Brischke. 1882 L. maculata Brischke, lehn. Prov. 
West- u. Ostpr. p. 119 £ | 1900 L. maculata Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. XIII p. 379 £ . 

| Wenig glänzend, Kopf hinter den Augen etwas schmäler. 
Area postica gross. Areola sitzend ; Radius hinter der 
Areola etwas geschwungen, Nervellus tief unter der Mitte 
gebrochen. Das 1. Segment gewölbt, wenig länger als die 
Hinterhüften, ziemlich breit; Segment 2 und 3 quadratisch. 
Bohrer fast von Körperlänge. — Schwarz, Mund und Clypeus 
rot. Ein Punkt vor den Flügeln und Tegulae gelb, Stigma 
gelblich. Beine rot, Basis der hintersten Hüften und Ober- 
seite der Trochanteren sowie die Hintertarsen braun. Die 
mittleren Segmente rot, 2 mit breiter schwarzer Mittelbinde, 
3 mit zwei schwarzen Flecken. 
Länge 6 — 8 mm. 

Scheint im ganzen mittleren Europa einzeln vorzukommen. 

Die Art scheint sehr zu variieren. Im Ungarischen Na- 
tionalmuseum befindet sich ein £, das ich hierherziehe, 
bei welchem gelbe Scheitelpunkte vorhanden sind und das 
Schildchen rötlich gefärbt ist. Der breite Endrand von 
Segment 1 ist rot ; Segment 2 und 3 rot, jedes mit zwei 
schwarzen Flecken. 

MeinerMeinungnachistes diese Färbung, welche Szepligeti 
(in: Termes. Füzetek, 1900, p. 32 u. 33) unter Lissonota 
punetulata und quadrata aus Ungarn beschreibt. Bei 
der ersteren soll Segment 2 und 3 etwas länger als breit, bei 
der zweiten Art mehr quadratisch sein. Die Lissonota 
quadrata ist möglicherweise auch identisch mit der sehr 
veränderlichen L. artemisiae Tschek. Bei den tftf sind 
Kopf und Thorax reich gelb gezeichnet; dieselben dürften 
kaum von der gemeinen L. bellator zu unterscheiden sein. 

L. Fletcheri Bridgm. 1882 L. Fletcheri Bridgman, Trans, 
entomol. Soc. London, p. 163 £0* | 1900 L. Fletcheri Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 380 $0*. 

Kopf quer, hinter den Augen etwas verschmälert. Fühler 
beim tf wenig kürzer als der Körper, beim $ etwas länger 
als der halbe Körper; das 1. Geisselglied länger als das 2., 
etwa 3 mal so lang wie dick. Gesicht unten und Wangen 
dicht weiss behaart. Gesicht quer. Der ganze Körper dicht 
und fein punktiert, die Zwischenräume fein gerunzelt. 
Areola klein, gestielt, der Stiel so lang wie die Höhe der 



13 16 Pimplinae. 

Areola ; Nervellus undeutlich unter der Mitte gebroche 
Das i. Segment am Ende doppelt so breit wie an der Bas 
am Ende nadelrissig; das 2. Segment quadratisch; das! 
und die folgenden quer ; Bohrer von Hinterleibslänge. 
Schwarz, Schenkel, Schienen, Tarsen, Segment 2—4, En 
rand des 1. und Basis des 5. Segments rot. Stigma brau 

Länge 6,5 mm. 

England. Von Fletcher aus Gelechia lentiginosella erzöge 

A n m e r k. Unter dem Namen L. pygmaea beschreibt Stro 
(Mitteil, naturw. Ver. Steiermark 1901 p. 26) das <^* einer Lissonoi-; 
das sich eigentlich nur durch die kurzgestielte Areola von L. Fletch|j 
unterscheidet. — Clypeus, Hinterleibsmitte und Beine rot, Hüften ul 
Trochantern schwarz, die vorderen mehr braun ; Segment 2—4 mit vi 
schwommener schwarzer Querbinde. Metathorax nicht punktiert, f 
lederartig, matt. Hinterleib auf den 3 ersten Segmenten fein chagrink-i,i 
dann fast glatt und glänzend. L. 5,5 mm. Steiermark. 

50. lt. dubia Holmgr. 1854 L. dubia Holmgren, Act. Holm. p. 94 cTjl 
1860 L. dubia Holmgren, Mon. Pimpl. p. 58 $0* | 1877 L. dubia l 
Q.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 770 $ö* I 1900 L. dubia Schmiei- 
knecht, Zool. Jahrb. XIII p. 380 $cT. 

Kopf und Thorax fein runzlig punktiert, fast matt. Kcl 
nach hinten kaum verschmälert. Metathorax vorn mep 
mit feiner Furche oder mit 2 feinen Längslinien ; Bruiij 
Seiten punktiert, das Speculum ziemlich deutlich. Arecl 
sitzend oder kurz gestielt. Segment 1—3 fein runzlig pun- 
tiert, das 1. Segment beim £ fast doppelt so lang -rcl 
hinten breit, das 2. und 3. quadratisch ; Bohrer von Körpe 
länge. 
£ Mund und Clypeus gelblich ; Scheitelpunkte, selten au;: 
kleine Schultermakeln und die Tegulae weisslich. Flug;! 
hyalin, Stigma bräunlichgelb. Beine gelbrot, Vorderhüft; 
an der Basis, die hintersten fast ganz schwarz ; die hintersfr 
Schienen namentlich gegen das Ende und ihre Tarsn= 
gebräunt. Hinterleib schwarz, selten die mittleren Se 
mente, namentlich am Endrand, verschwommen rötlich. 
Exemplare aus dem Hochgebirge variieren mit ganz schwa 
zem Scheitel, Schultern und Hüften. 

cj* Mund, Wangen, Gesicht grösstenteils, Scheitelpunkte, Hake 
flecke der Schultern, Striche vor und unter den Flüge 
weisslichgelb. Beine rotgelb, die vorderen Hüften ur 
Trochanteren blassgelb, die hintersten Hüften und Trochai 
teren oben schwarz gezeichnet ; die hintersten Schiene! 
spitzen und Tarsen braun. 

Eine der kleinsten Arten. 4 — 5 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. In Thüringen nicht selten. 



Lissonota. 13 17 



I. L. Obscuripes Strobl 1901 L. obscuripes Strobl, Mitteil, natun 
Ver. Steiermark, p. 29 $cT- 






„Steht der L. dubia nahe, unterscheidet sich aber leicht 
durch das ganz dunkle Gesicht des tf, den viel kürzeren 
Bohrer des £, die dunkle Färbung der Schenkel und 
Hinterbeine ; von Xenacis caligata unterscheidet sich das 
ö* durch viel geringere Grösse, die dunkleren Beine u. s. w., 
das $ durch ganz andere Bildung der Fühler. 

H Kopf schwarz, nur der Glypeus fast ganz oder seine End- 
hälfte rotgelb ; Palpen und Mandibeln dunkel ; Hinterhaupt 
sehr kurz, verengt Fühler lang und dünn fadenförmig. 
Kopf und Thorax fast matt, auf lederartigem Grunde 
ziemlich dicht und fein punktiert. Metathorax ziemlich 
gestreckt, viel gröber gerunzelt, doch etwas glänzend ; ein 
sehr kurzes, längsrunzliges hinteres Mittelfeld ist deut- 
lich ; vorn nur zwei genäherte Längsleisten und da- 
zwischen meist eine Furche ; Luftlöcher sehr klein, der 
runde Hinterleib lang und schmal, das 1. Segment fast 
doppelt so lang als breit, seine Luftlöcher weit vor der 
Mitte ; meist ziemlich rauh gerunzelt, wenig gewölbt, ohne 
deutliche Kiele ; die folgenden Segmente allmählig kürzer ; 
das 2. sehr fein lederartig, undeutlich punktiert ; die fol- 
genden ziemlich glänzend, fast glatt, mit seichter, nicht 
gedrängter Punktierung ; die Hinterränder undeutlich oder 
gar nicht rötlich. Beine schlank, die vier vorderen mit 
schwarzen Hüften, Trochanteren und schwarzer oder brauner 
Basis der Schenkel. Die Hinterbeine fast ganz schwarz oder 
braun, nur die Schenkelspitzen rotgelb. Areola im Flügel 
unvollständig oder ganz fehlend ; Stigma dunkel ; Tegulae 
gelblich oder braun. 

Var. (3*. Die vorderen Schenkel fast ganz rotgelb ; Hinter- 
beine braun, mit rotgelber Spitzenhälfte der Schenkel. 

£ Stimmt vollkommen mit dem cf, nur sind die Mandibeln 
und Palpen lichter. Die vier Vorderhüften sind dunkel- 
braun, Hinterbeine schwarzbraun, ohne lichtere Schenkel- 
spitze. Bohrer ungefähr von Hinterleibslänge ; Skulptur 
des Metathorax feiner, ganz matt, ohne Längsleisten ; das 
1. Segment gewölbter, gleichmässig lederartig, ganz matt; 
die folgenden Segmente nicht länger als breit. Fühler wie 
beim ^ mit schwer unterscheidbaren Gliedern. 



i 



L. £ 7 mm, Bohrer 4 mm. tf 5 — 6 mm. 
Steiermark." 



13 1 8 Pimplinae. 



52. lt. admontensis Strobl. 1901 L. admontensis Strobl, Mitt 
naturw. Ver. Steiermark p. 30 cT. 

„</ Steht dem ^ der L. obscuripes äusserst nahe, kann a 
doch nicht als Varietät betrachtet werden, denn die Skulpt 
des Hinterleibs ist sehr fein und wenig dicht, sodass s 
den Glanz nirgends, auch nicht auf dem 1. Segment, b 
einträchtigt ; ferner sind das 2. und 3. Segment nicht längt 
als breit und ziemlich breit rotgerandet; die folgend« 
Segmente stark quer; das 1. dicker, gewölbter und etw 
kürzer. Der Clypeus ist länger und durchaus gelb; Hinte 
schienen und Basalglieder der Hintertarsen rotgelb. D 
lederartige Skulptur und ziemlich dichte Punktierung v( 
Kopf und Thorax ist aber fast genau dieselbe, nur etw ( 
kräftiger ; auch der Metathorax zeigt keinen erheblich( 
Unterschied ; die Hüften und Trochantern sind ganz, al 
Schenkel bis gegen die Spitze hin schwarz. Die Flug 
unterscheiden sich durch die vollständige, fast sitzem 
Areola. 

L. 6 mm. — £ unbekannt. 
1 cj* auf Hochalpen wiesen des Kreuzkogel bei Admo 
in Steiermark/' 

53. lt. nigra Brischke 1882 L. nigra Brischke, lehn. Prov. West- u 
Ostpr. p. 123 $ | 1900 L. nigra Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
p. 381 £. 

$ Puöktiert. Kopf nach hinten etwas verschmälert. Met; 
thorax grob runzlig punktiert, Area superomedia etw; 
glänzender. Areola kurz gestielt, der rücklaufende Nerv? 
der Mitte ; Radius aussen sanft geschwungen. Das 1. Sej 
ment gewölbt, grob runzlig punktiert, mit tiefer, glatttj 
Mittelrinne, die fast bis zum Hinterrand geht ; das 2. ur ! 
3. Segment quadratisch. — Schwarz, Palpen, Spitze d< 
Clypeus, Punkt vor den Flügeln und Tegulae rotgel 
Stigma schwarz. Vorderschienen und alle Schenkel rot 
Vorderhüften und Trochanteren unten rot; Hinterschiene 
an der Basis aussen und an der Unterseite rot. 
Länge 10 mm. tf unbekannt. 

West- und Ostpreussen. Wurde aus Sesia spheeiformi 
erzogen. 

54. lt. distineta Bridgm. 1889 L. distineta Bridgman, Tran: 
entomol. Soc. London, p. 437 $ | 1900 L. distineta Schmiedeknech 
Zool. Jahrb. XIII p. 381 $. 

£ Matt. Kopf breiter als der Thorax, hinter den Augen leich 
verschmälert ; Fühler länger als der Körper. Mesonotun 
fein punktiert, Schildchen ziemlich glänzend, mit feinen 
zerstreuten Punkten ; Metathorax fein querrunzlig, di< 



Lissonota. I 3 1 9 



hintere Querleiste deutlich ; Mesopleuren glänzend, vorn 
und unten punktiert. Areola gestielt; Radius aussen gerade. 
Das i. Segment um die Hälfte länger als hinten breit, 
fein gerunzelt, vor dem Ende quer eingedrückt; Segment 
2 und 3 fast quer, fein punktiert ; der Endrand von Segment 
1—3 etwas aufgeworfen und glänzend. Bohrer etwas länger 
als der Hinterleib. — Schwarz, Clypeusende gelblich. 
Schulterbeulen und Tegulae weisslich. Stigma hell braun. 
Beine rot, Hintertarsen schwärzlich. 

Länge 5 mm. tf unbekannt. 

England. Wurde aus Schwämmen gezogen. 






55. lt. carbonaria Holmgr. 1860 L. carbonaria Holmgren, Mon. Pimpl. 
p. 54 £ | 1900 L. carbonaria Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 381 <j> . 

£ Runzlig punktiert, wenig glänzend. Kopf nach hinten wenig 
verschmälert ; Gesicht quer ; Fühler fast von Körperlänge. 
Mesonotum flach, Metathorax fein runzlig punktiert, die 
hintere Querleiste ziemlich undeutlich. Areola sitzend ; 
Nervellus nicht weit unter der Mitte gebrochen. Hinter- 
leib länglich oval oder spindelförmig, fein gerunzelt und 
wenig glänzend ; das 1. Segment ziemlich breit, convex, 
mit deutlicher Längsfurche, das 2. und 3. quer. Bohrer 
von Körperlänge. — Schwarz, Clypeusende rötlich. Flügel 
fast hyalin, Stigma braun, Tegulae gelblich weiss. Beine 
rot, die hintersten Tarsen schwärzlich. 

Länge 7 mm. </ unbekannt. 

Schweden, sehr selten. 

R L. melania Holmgr. 1860 L. melania Holmgren, Mon. Pimpl. 
p. 54 $ | 1877 L. melania CG. Thomson, Opusc Ent. XIII p. 771 $ | 
1900 L. melania Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 382 <j> . 

£ In Gestalt, Färbung, Grösse und Sculptur der vorigen Art 
fast gleich und nur durch die Bildung des t. Segments 
verschieden. Dasselbe ist breit, wenig erhaben und ohne 
Längsfurche. Stigma mehr gelblich. Die Brustseiten ziem- 
lich glänzend, oben mit grossem Speculum. 
Schweden. 1 <j> aus Thüringen. 

& L. gracilenta Holmgr. 1860 L. gracilenta Holmgren, Mon. Pimpl. 
p. 57 $ | 1900 L. gracilenta Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 382 <j>. 

$ Gestalt schlank. Fein runzlig punktiert, wenig glänzend. 
Metathorax runzlig. Areola kurz gestielt. Beine schlank. 
Das 1. Segment gegen die Basis allmählich verschmälert, 
wenig erhaben, ohne Längsfurche, das 2. und 3. runzlig 
punktiert, ungefähr so lang wie breit, die Endränder etwas 
erhöht ; Bohrer gerade, etwas länger als der Körper. — 



1320 Pimplinae. 



Schwarz, Mund und Clypeusende rötlich. Flügel leic 
getrübt, Stigma braun, Tegulae weisslichgelb. Beine I 
Hinterleib schwarz, der Einschnitt des 2. Segments rötlic 

L. 7 mm. tf unbekannt. 

1 £ aus Lappland. 

58. Iy. errabunda Holmgr. 1860 L. errabunda Holmgren, Mon. Pim 
p. 58 $c^ | 1900 L. errabunda Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. > 
P. 382 £d*. 

Kopf breiter als der Thorax, hinter den Augen v€ 
schmälert ; Fühler etwas kürzer als der Körper. Metathor; 
fein gerunzelt, Area superomedia durch einen Längsei 
druck angedeutet. Areola fast sitzend. Hinterleib länglic 
etwas spindelförmig, das 1. Segment leicht gekrümmt, geg< 
die Basis wenig verschmälert, runzlig punktiert, mit Läng 
furche, vor dem Ende mit schwachem Quereindruck, Sei 
ment 2 und 3 quer, stark runzlig punktiert, die folgend»! 
allmählig glatter ; Bohrer von Körperlänge. 
£ Schwarz, Mund und Clypeus rötlich, zuweilen auch e 
Schulterfleck. Fühlergeissel unten bräunlich. Flügel leic:: 
getrübt, Stigma braun, Tegulae gelblichweiss. Beine rd. 
Hinterleib schwarz, alle Segmente mit rötlichem Endran 
tf Mund, Clypeus, Wangen, Gesicht grösstenteils, die inner»! 
Augenränder, dreieckige Schultermakeln und die vorder» 
Hüften und Trochanteren weisslichgelb. Hinterleib die 
runzlig punktiert, die mittleren Segmente breit rot gerandej 
das 2. Segment so lang wie breit, das 3. wenig breit] 
als lang. 

Länge 7 mm. 

Schweden, Thüringen. 

A n m e r k. Man vermenge diese Art nicht mit der L. (Crypi 
pimpla) errabunda Qrav. Wollte man Cryptopimpla und Lissonota vi 
einigen, so müsste L. errabunda Holmgr. einen neuen Namen bekomme 

59. lt. artemisiae Tschek 1871 L. artemisiae Tschek, Ichneu ; 
Fragm. in: Schrift, zool.-bot. Qes. Wien, p. 41 £</* | 1900 L. ar1; 
misiae Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 383 $cT | 1901 L. artemisi 
Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark p. 27 £cT. 

Kopf nach hinten verschmälert ; Fühler beim $ etw;i 
kürzer als der Körper, beim tf so lang wie dieser, gegt 
die Spitze etwas dünner. Metathorax mit scharfer hinter 
Querleiste, die Area superomedia meist durch eine tie; 
Furche angedeutet. Kopf und Mesonotum fein lederarti 
punktiert, Metathorax stärker gerunzelt. Areola sitzen 
oder zumal beim tf gestielt, Radius gegen das Ende gerade; 
Nervellus unter der Mitte gebrochen. Hinterleib so bre 
wie der Thorax, das 1. Segment so lang wie die Hinte: 



Lissonota. 132 1 



liüften breit, mitten ziemlich erhöht, zuweilen mit Längs- 
furche. Segment 2 und 3 beim £ etwas breiter als lang, 
beim tf quadratisch. Bohrer etwas kürzer als der Körper. 

Die Färbung ist sehr veränderlich. Bei dem einen $ ist 
der Kopf und Thorax schwarz, Mund und Clypeusende 
md ein Punkt vor den Flügeln rötlichgelb. Stigma bräunlich- 
reib, Tegulae weisslich. Beine hell rotbraun, die hintersten 
'arsen dunkler. Hüften ganz rot oder mehr oder weniger 

isgedehnt schwarz gezeichnet. Hinterleib schwarz, nur 

>r Endrand des 2. Segments beiderseits rötlich. Bei 
mdern $ £ sind blassgelbe Scheitelpunkte und Linien vor 
len Flügeln vorhanden, Segment 1—3—4 am Endrand oder 

ich vorn verschwommen braunrot gefärbt. 

Beim </ sind der Clypeus und die Gesichtsseiten blass 
gelb. Die Scheitelmakeln wie beim £ fehlend oder vor- 
handen. Die mittleren Segmente mit roten Einschnitten 
oder Endrändern. Vorderbeine mehr gelblich. Hinter- 
hüften meist ausgedehnt schwarz, die vorderen schwarz 
und gelb, zuweilen die Hüften ganz rot. 

Länge 7 mm. 

Die Art wurde aus Wurzeln von Artemisia absynthium 
gezogen. Wirt nicht sicher ; entweder eine Käferlarve oder 
die Raupe von Grapholitha pupillana. 

Oesterreich 

L. segmentator F. 1793 lehn, segmentator Fabricius, Ent. Syst. 
p. 163 | 1804 Pimpla segmentator idem, Syst. Piez. p. 114 | 1829 Lisso- 
nota segmentator Gravenhorst, lehn. Eur. 111 p. 52 $cT (exclus. varie- 
tatibus) | 1860 L. segmentator Holmgren, Mon. Pimpl. p. 75 $cT | 
1863 L. segmentator Taschenberg, Pimpl. p. 285 £cT | 1877 L. seg- 
mentator C.Q.Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 769 £ö" | 1900 L. seg- 
mentator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 384 $cT- 

Runzlig punktiert, wenig glänzend. Kopf im Verhältnis 
klein, hinter den Augen verschmälert, Fühler ziemlich dick, 
das 1. Geisseiglied um die Hälfte länger als das 2., Meta- 
thorax stark runzlig punktiert, rauh. Areola schief penta- 
gonal, Nervus recurrens hinter der Mitte. Hinterleib nach 
vorn ziemlich verschmälert, runzlig punktiert, gegen das 
Ende mehr glatt; das 1. Segment i\ mal so lang wie hinten 
breit, vor dem Ende mit Quereindruck ; das 2. Segment 
nach vorn deutlich verschmälert, wie das 3. so lang wie 
breit. Bohrer etwas länger als der Hinterleib. — Schwarz, 
Mund und Clypeus rotgelb ; Geissei gegen die Basis braun 
oder rötlich. Flügel fast hyalin, Stigma braungelb, Tegulae 
blassgelb. Beine rot, die hintersten Schienenspitzen und 
Tarsen etwas dunkler. Segmente mit rotem Endrand, an 
den hintersten weniger deutlich. 



J 3 22 Pimplinae. 



J Clypeus und die vordem Hüften und Troehanteren blai 
gelb. Die Einschnitte der mittlem Segmente, oft die gl 
Hinterleibsmitte verschwommen rötlich. Sonstdem $ gleic 

Var. j-f nigricoxa Strobl, Mitteil, naturw. Ver. Steiermark ]i 
p. 28. Beine rotgelb, Hüften und Troehanteren schwai 
Metathorax und die ersten Segmente mit sehr rauh 
Skulptur ; dadurch von L. Fletcheri und der dort erwähnt: 
L. pygmaea verschieden, Steiermark. 

Länge 6—7 mm. 

Nord- und Mitteleuropa, nicht selten. 

61. L. punetiventris C. G. Thoms. 1877 L. punetiventris C. 
Thomson, Opusc. Ent. XIII p. 769 £ | 1900 L. punetiventris Schmiec 
knecht, Zool. Jahrb. XIII p. 384 £ . 

$ Schwarz, Beine rot, Segment 2 und 3 quadratisch, sta 
punktiert, mit rötlichen Hinterrändern. — Der L. segme 
tator verwandt, aber der Hinterleib stärker punktiert, Fühle 
geissei weniger dick, das 1. Geisselglied kaum länger a 
das 2. Auch mit L. carinifrons verwandt, aber Bohr 
kürzer, Schultermakeln fehlend, Mesopleuren oben die 
punktiert, aber mit deutlichem Speculum, Metathorax stärk 
punktiert. 
Schweden. 

A n m e r k. Thomson zieht die L. errabunda Holmgr. zu seiner 
punetiventris, allein beide sind verschieden. Thomson gibt den Bohr 
von punetiventris von Hinterleibslänge an, während derselbe bei errabun' 
von Körperlänge ist. Segment 2 und 3 bei punetiventris quadratisch 
bei errabunda breiter als lang. Auch die Minterleibsfärbung stimmt niel! 

62. L,. nigridens C. G. Thoms. 1889 L. nigridens C. Q. Thomsoj 
Opusc. Ent. XVIII p. 1425 2cT I 1900 L. nigridens Schmiedeknect 
Zool. Jahrb. XIII p. 385 $tf. 

$ Mit L. segmentator verwandt, besonders durch die Fühle 
bildung ausgezeichnet Dieselben sind lang, hinter dJ 
Mitte etwas verdickt, das 3. Glied wenig länger als das 
— Schwarz, Beine rot, die hintersten Troehanteren schwär 
Segment 2—4 mit stärkerer Sculptur als bei L. segmentato 
der Hinterrand derselben rötlich. Bohrer länger als de 
Hinterleib. 

cT Clypeus und Mandibeln schwarz. Metathorax nicht ge 
runzelt. Mesopleuren ziemlich glänzend, fein lederarti, 
punktiert. Segment 2—4 deutlich punktiert. Die vorder 
Hüften dunkler als bei L. segmentator, die hinterste 
schwarz. Sonst der L. segmentator sehr ähnlich. 
Schweden. 

A n m e r k. Die Fühlerbildung erinnert an die Gattung Campocineü; 
Mit der C. varicornis kann die Art nicht identisch sein, da bei jene 
der Hinterleib eine viel feinere Sculptur hat. Leider kenne ich die L 
nigridens in Natur nicht. 



Lissonota. !3 2 3 



53. L. carinifrons C. G. Thoms. 1877 L. carinifrons C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 768 £0* | 1900 L. carinifrons Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. Xlll p. 385 $0*. 

Gesicht mit Längskiel. Mesopleuren oben glänzend, zer- 
streut pnnktiert mit grossem, poliertem Speculum ; Meta- 
thorax fein nnd nicht sehr dicht punktiert. Segment 1—3 
dicht punktiert, das 2. nicht länger als breit, das 3. fast quer. 
$ Schwarz, Scheitelpunkte zuweilen vorhanden, immer ein 
blassgelber Schulterfleck. Beine rot, Schienen an der Basis 
weisslich. Segment 2—4 braunrot, dunkel gewässert. Bohrer 
etwas länger als der Hinterleib. 
C? Das tf stimmt nach Thomson mit L. biguttata (variabilis 
Holmgr.) überein, aber die Sporen sind kürzer, die Troch- 
anteren ungefleckt, Metathorax mit feinerer Sculptur. Das 
Gesicht ist weisslichgelb mit schwarzer Längslinie. 

Nord- und Mitteleuropa, selten. 

Anmerk. Die L. leucogona Grav. (lehn. Eur. 111 p. 100) ist 
vielleicht eine Varietät dieser Art, wo die Schultermakeln undeutlich 
sind oder fehlen. 

4. I4. deversor Grav. 1829 L. deversor Qravenhorst, lehn. Eur. 111 
p. 59 $cT | 1863 L. deversor Taschenberg, Pimpl. p. 283 £</ | 
1900 L. deversor Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 386 $cT. 

$ Kopf und Thorax dicht und ziemlich grob punktiert, schwach 
glänzend. Scheitel breit, nach hinten wenig verschmälert. 
Fühler fast von Körperlänge. Mesopleuren zumal oben 
ziemlich glänzend und zerstreut punktiert, Speculum deut- 
lich ; auch die Metapleuren etwas glänzend; Metathorax 
grob punktiert, die Querleiste kräftig. Areola kurz ge- 
stielt, der rücklaufende Nerv nahe dem Endwinkel. Die 
hintersten Beine, namentlich die Schenkel weit stärker und 
kräftiger als die vordem. Die 3 ersten Segmente dicht und 
grob punktiert, matt; die folgenden feiner und mehr runzlig 
punktiert ; das 1. Segment bucklig, 1 1 mal so lang wie hinten 
breit, vor dem Ende mit Quereindruck; das 2. und 3. Seg- 
ment wenig breiter als lang ; Bohrer fast von Körper- 
länge. — Schwarz, Mund und Clypeus rötlichgelb; Gesicht 
und Unterseite des Schaftes meist rostgelb gefleckt. Gelb 
sind : die innern Augenränder, Scheitelmakeln, Hakenflecke 
der Schultern und damit zusammenhängende Längslinien 
auf dem Mesonotum, breite Streifen vor und unter den 
Flügeln, Tegulae und die Seitenränder des Schildchens. 
Flügel hyalin, Stigma bräunlichgelb. Beine rot, die vordem 
Hüften und Trochanteren, oft auch die Kniee gelblichweiss 
gefleckt, die Spitzen der hintersten Schienen und Tarsen 
gebräunt. Ueber den Hinterhüften ist meist ein weisslicher 
Fleck. Hinterleib schwarz, die Segmente mit rotem Endrand. 



I3 2 4 Pimplinae. 



c? Gesicht mit 2 breiten Längsstreifen in der Mitte, die ri 
den Seitenrändern meist verschmelzen, sodass schliessliii 
fast das ganze Gesicht gelblichweiss ist. Fühler von Körpjl 
länge, kräftig, Thoraxzeichnung wie beim $, doch ist 1 
allen meinen Exemplaren das Schildchen nicht an dl 
Seiten, sondern am Endrand gelblich, bei einem Exemplfc 
ganz schwarz. Beine wie beim <j>, Vorderbeine fast nol 
heller, die Spitzen der hintern Schienen und Tarsen fJ 
gar nicht gebräunt. Das 2. und 3. Segment ungefähr > 
lang wie breit. Nach Taschenberg der Hinterleib in dl 
Regel ohne helle Segmentränder, bei meinen Exemplar^ 
sind nur das erste und die hintern Segmente schmal, dl 
übrigen breit gerandet. 

Länge 7—8 mm. 

Mittleres Europa. In Thüringen nicht allzu selten. 

65. lt. folii C. G. Thoms. 1877 L. folii C. Q. Thomson, Opusc. Ei 
XIII p. 771 £ | 1900 L. folii Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 387 <| 

$ Kopf und Thorax dicht und fein punktiert, schwach gläi:{ 
zend. Mesopleuren gröber punktiert, Speculum angedeutet 
Metathorax runzlig punktiert, Querleiste deutlich. Areo'J 
kurz gestielt oder sitzend. Hinterleib dicht querrunzlil 
gegen das Ende mehr glatt, Segment 2 und 3 quadratisch 
Bohrer von Körperlänge. — Schwarz, Mund und Clypeil 
rötlichgelb, Scheitel mit hellen Seitenpunkten; Mesonotuii 
vorn mit dreieckigen blassgelben Schultermakeln. Flüg< 
fast wasserhell, Stigma graugelb, Tegulae weisslich. Bein 
rot, die hintersten Tarsen braun. Hinterleib schwär! 
Segment 2 und 3 mit rötlichem Endrand. 

Länge 6—7 mm. tf unbekannt. 

Nord- und Mitteleuropa. — Nach Thomson aus Galle; 
von Cynips quercus-folii. 

66. L,. transversa Bridgm. ] 889 L. transversa Bridgman, Trans, er 
tomol. Soc. London p. 438 $ | 1900 L. transversa Schmiedeknech 
Zool. Jahrb. XIII p. 387 $. 

$ Kopf und Thorax fein und dicht punktiert, schwach glän 
zend ; Kopf nach hinten verschmälert ; Fühler von Körper 
länge. Thorax fein und dicht punktiert, die Mesopleurei 
bei dem Exemplar aus Thüringen ziemlich glänzend, obei 
zerstreut punktiert, mit deutlichem Speculum ; Metathorax 
bei dem erwähnten Exemplar sehr fein querrissig mit feinei 
und zerstreuten Punkten, vorn mit Längseindruck, di< 
Querleiste ziemlich schwach. Areola sitzend, Nervus re 
currens ziemlich am Ende. Das 1. Segment i£ mal solang 
wie hinten breit, das 2. und 3. breiter als lang; Segment 



Lissonota. 1325 



1—3 fein querrissig mit feinen Punkten, die übrigen Seg- 
mente mehr und mehr glatt, Bohrer von Körperlänge. - 
Schwarz, Palpen und Clypeus rötlichgelb. Scheitelflecke, 
Halskragen und dreieckige Schultermakeln gelb. Flügel 
etwas gelblich getrübt, Stigma braunrot, Tegulae gelblich. 
Beine rot, die hintersten Tarsen braun. Hinterleib schwarz, 
der äusserste Hinterrand der Segmente rötlich. 
tf Schwarz ; weisslichgelb sind : Gesicht, Wangen, breite Stirn- 
und Scheitelränder, Unterseite des Thorax, Rand des Pro- 
thorax, Hakenflecken an den Seiten des Mesonotums vorn, 
Tegulä, Schulterbeulen, ein Streif unter der Flügelwurzel, 
Seitenflecken des Metathorax und die vordem Hüften und 
Trochanteren. Flügelstigma gelblichweiss. Beine sonst bleich 
rötlich, die hintersten Hüften und Trochantern weisslich 
und schwarz gefleckt. Hinterleib schwarz, Endränder der 
Segmente weisslich, zum Teil rötlich. Das 1. Segment fast 
3 mal so lang als breit, das 2. und 3. deutlich länger als 
breit, das 4. quadratisch, die folgenden breiter als lang. 

Länge 6 mm. 

England, Thüringen. 

7. L. varicoxa C. G. Thoms. 1877 L. varicoxa C. Q. Thomson, 
Opusc. Ent. XIII p. 768 $ | 1889 L. varicoxa idem, Opusc. Ent. XVIII 
p. 1425 ?cf I 1900 L - varicoxa Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII 
p. 388 %<?. 

m Schwarz, Beine rot, die vordersten an der Basis gelblich, 
die hintersten Schienenspitzen und Tarsen schwärzlich. — 
Der L. carinifrons sehr ähnlich, aber die Beine anders ge- 
färbt. Segment 2 und 3 kürzer, hinten schmal gerandet. 
Das Gesicht hat unter den Fühlern 2 rote, divergierende 
Streifen. 

tf Gelblichweiss sind: Halskragen, dreieckige Scheitelflecke, 
Mund, Wangen und Gesicht, letzteres beiderseits unter den 
Fühlern mit schwarzem Längsfleck. 
Schweden. 

8. h. humerella C. G. Thoms. 1877 L. humerella C.Q.Thomson, 
Opus. Eni, XIII p. 771 $ | 1900 L. humerella Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. XIII p. 388 <j> . 

£ Thomsons Beschreibung ist sehr kurz. Ich habe ein $ 
aus Thüringen, das ich hierher ziehe. 

Kopf und Thorax dicht und sehr fein runzlig punktiert, 
.fast matt. Kopf nach hinten verschmälert, etwas breiter 
als der Thorax; Fühler beinahe von Körperlänge, Brust- 
seiten dicht punktiert, matt, Speculum klein, aber deutlich; 
Metathorax dicht fein gerunzelt, vorn mit Längseindruck, 
die Querleiste schwach. Areola kurz gestielt, fast sitzend. 
Hinterleib fein querrunzlig, die hintern Segmente mehr 






] 3 2 6 Pimplinae. 



glatt, das i. Segment fast doppelt so lang wie breit, di 
2. und 3. so lang wie breit. Bohrer fast von Körperlänge. 
Schwarz, Mund und Clypeus rötlichgelb, Fühlergeiss 
unten rötlich. Mesonotum mit rundlichen, blassgelbe 
Schultermakeln. Flügel fast hyalin, Stigma graugelb. D 
Beine nach Thomson rot, die hintersten Schienen an di 
Spitze schwärzlich, die vordem an der Basis bräunlichgeli 
Bei meinem Exemplar sind die Beine gelbrot, die vordei 
an der Basis mehr gelb. Ueber die Hinterleibsfärbung gil 
Thomson nichts an, bei meinem Exemplar haben die mit 
lern Segmente rötliche Einschnitte. 

Länge 6 mm. tf unbekannt. 

Schweden, Thüringen. 

69. L. linearis Grav. 1829 L. linearis Qravenhorst, lehn. Eur. 
p. 105 $ | 1863 L. bellator var. Taschenberg, Pimpl. p. 284 $ | 19C 
L. bicineta Szepligeti, Termes. Füzetek, XXI11 p. 36 $ j 1900 L. ] 
nearis Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 388 Qtf. 
$ Kopf hinter den Augen verschmälert ; Fühler etwas läng« 
als der halbe Körper. Metathorax mit seichter Läng! 
furche, eine Area superomedia dadurch angedeutet. Areol 
etwas gestielt, der Aussennerv undeutlich oder ganz fehlem 
Hinterleib schmal. Segment 1—3 fein gerunzelt, die übrige 
mehr und mehr glatt, Segment 2 und 3 länger als brei 
Bohrer länger als der Hinterleib. — Schwarz, Flügel fas 
hyalin, Stigma bräunlichgelb, Tegulae weisslich. Bein 
schlank, gelbrot, Trochantereu braun, die hintersten Hüftei 
oft teilweise schwarz, die hintersten Tarsen verdunkell 
Segment 1 und 2 schwarz, mit rotem Endrand, 3 und 
hellrot, die übrigen schwarz ; nicht selten die Segment 
nur rot gerandet. 
ö" Mund, Clypeus, Seiten des Gesichts, Scheitelflecke, Unter 
seite des Schaftes, Seitenflecken vorn am Mesonotun 
Schulterbeulen und Tegulae weisslichgelb. Areola meis 
angedeutet, klein und lang gestielt. Beine gelbrot, di« 
vorderen Hüften und die Trochanteren gelb, schwär: 
gefleckt, die hintersten Hüften mit Ausnahme der Spitz« 
schwarz. Hinterleib gestreckt, linear, Segment 1 meh: 
als 2 mal so lang wie breit, 2 weit länger als breit, 3 unc 
4 wenig länger als breit, 5 quadratisch. Alle Segment« 
mit deutlichen hellgelben Einschnitten. 

Länge 6—7 mm. 

Mittel- und Südeuropa. Ich habe eine ganze Reihe 
Exemplare aus Thüringen. 

A n m e r k. Thomson glaubt, dass die L. linearis vielleicht mit dei 
L. vicina identisch ist. Bei dieser ist aber das 2. Segment fast breitei 
als lang, auch die Fühler ganz anders gestaltet und gefärbt. 



Lissonota. 1327 



h. accusator F. 1793 lehn, aecusator Fabricius, Ent. Syst. p. 172 | 
1804 Pimpla accusator idem, Syst. Piez. p. 117 | 1829 Lissonota accu- 
sator Gravenhorst, lehn. Eur. 111 p. 101 $ | 1863 L. accusator Taschen- 
berg, Pimpl. p. 290 $ | 1900 L. accusator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb 
XIII p. 389 $. 

Ueber diese Art giebt Taschenberg folgende Notiz : „Der 
Bohrer kommt aus einer Bauchspalte, der Metathorax hat 
4 schwache Längsleisten, die Klauen sind einfach." Ich 
würde nicht anstehen, darin die Lampronota melancholica zu 
erkennen, aber es wäre doch zu verwundern, wenn dies 
Taschenberg entgangen wäre. Gravenhorst giebt die fol- 
gende Beschreibung : 

Etwas robuster als L. bellator. Mund rostrot. Fühler faden- 
förmig, dünn, länger als der halbe Körper, an der Spitze 
zurückgebogen. Thorax etwas bucklig. Flügel ohne Areola, 
etwas getrübt, Stigma hellbraun, Tegulae schwarz. Beine 
rot, Hüften und Trochanteren schwarz. Hinterleib so lang 
wie Kopf und Thorax, cylindrisch, etwas schmäler als der 
Thorax, das 1. Segment nadelrissig, schwarz, die folgenden 
schwarz, der Endrand breit rotbraun. Bohrer von Hinter- 
leibslänge. 

Länge 7 mm. tf unbekannt. 

Gravenhorst's Exemplar von Göttingen. 

I. h. oecupator Grav. 1829 L. oecupator Gravenhorst, lehn. Eur. III 
p. 100 $ | 1863 L. oecupator Taschenberg, Pimpl. p. 290 $ | 1900 
L. oecupator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 390 <j> . 

Auch diese Artist, ähnlich wie die vorhergehende, schwer- 
lich eine echte Lissonota, da auch hier der Bohrer aus 
einer Bauchspalte kommt und das Meson otum dreilappig 
ist. Taschenberg erwähnt folgendes : Bohrer säbelartig, 
etwas nach oben gebogen, aus einer langen Spalte mitten 
aus dem Bauche kommend ; der sehr rauhe Metathorax 
ohne abschüssigen Teil; Mesonotum vorn dreilappig, zwischen 
Schildchen- und Flügel wurzel ausserordentlich tief ausge- 
höhlt. Klauen einfach, sehr schlank. — Gravenhorst's Be- 
schreibung lautet : Fühler kürzer als der Körper, gegen die 
Spitze etwas verdickt. Thorax etwas bucklig. Flügel ohne 
Areola, fast hyalin, Stigma braun, Tegulae schwarz. Beine 
schlank, rot, Hüften und Trochanteren schwarz, alle Tarsen 
und die hintersten Schienen schwärzlich. Hinterleib so lang 
und breit wie Kopf und Thorax, länglich oval ; das 1. 
Segment nadelrissig, matt, schwarz mit rotem Rand ; Seg- 
ment 2—4 rot, die übrigen schwarz mit weisslichem Hinter- 
rand. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

L. 6 mm. 

Ein £ von Göttingen. 



1328 Pimplinae. 



Zweifelhafte oder zu andern Gattungen gehörende 
unter Lissonota beschriebene Arten. 

1. L. marginella Grav., lehn. Eur. III p. 41 <f. Palpen gelblic! 
Mandibeln rostrot. Fühler fadenförmig, etwas kürzer ah 
der Körper, braun, unten gelblich, Schaft ganz schwarl 
Flügel etwas getrübt, Stigma braun, Tegulae gelblich 
Areola unregelmässig, fast sitzend. Beine ziemlich schlau; 
rotgelb ; Hüften schwarz, die vorderen am Ende rötlicl 
Hinterleib schlank, schmäler als der Thorax und fast doppe 
so lang, Segment 2 — 4 am äussersten Endrand rötlichgel' 

Länge 7 mm. £ unbekannt. — Harz. 

2. lt. hortorum Grav., 1. c. p. 47 $ . Thorax mit gelber Linil 
vor den Flügeln. Flügel hyalin, Stigma bräunlich, Tegula 
blassgelb ; Areola un regelmässig, gestielt. Beine rot, di| 
hinteren Trochanteren braun. Segment 2 — 7 schmal rötlic 
gerandet ; Bohrer von Hinterleibslänge. 

Länge 6 — 7 mm. tf unbekannt. — Wien. Noch viel fraj 
licher sind die angeführten Varietäten. 

3. Lt. pallipes Grav., 1. c. p. 55 </. Taschb., Pimpl. p. 290. Sichel; 
lieh keine Lissonota, nach Taschenberg mehr eine Pimpl; 
Der Metathorax ist ziemlich vollständig gefeldert , da 
Stigma verhältnismässig gross. 

4. Lt. quadrinotata Grav., 1. c. p. 58 £. Taschb., I. c. p. 28; 
Mund rötlichgelb. Fühler etwas kürzer als der Körpei 
gegen das Ende rötlich. Thorax vorn mit 2 dreieckige: 
weisslichen Schulterflecken; Schildchen mit 2 kurzer 
weisslichen Seitenlinien. Flügel hyalin, Stigma schwarz 
braun, Tegulae weisslichgelb, Areola unregelmässig, kuri 
gestielt. Beine schlank, rot. Hinterleib so lang und brei 
wie Kopf und Thorax, durch Punktierung matt, die beide; 
vorderen Einschnitte ziemlich tief; das 1. Segment vor den 
Ende mit starkem Quereindruck, die Endwinkel braunrot 
Segment 2 und 3 breiter als lang, mit schwarzer Querbinde 
das 4. Segment hinten an den Seiten rötlich. Bohrer etwa, 
länger als der Hinterleib. — Erinnert an Glypta haesitatoi 

Länge 7 mm. tf unbekannt. — Ein $ von Göttingen 

4. Lt. leueogona Grav., 1. c. p. 100 $. Flügel hyalin, Stigm; 
hell braun, Tegulae gelblichweiss mit dunkler Makel 
Areola unregelmässig dreieckig, kurz gestielt. Beine rot 
Schienen an der äussersten Basis weiss. Hinterleib so lan^l 
und breit wie Kopf und Thorax, das 1. Segment nlil 
schwacher Längsfurche, schwarz, das 2. rot mit schwarzei 






Lissonota. 



1329 



Querbinde, das 3. rot, beiderseits mit dunklem Punkt ; die 
übrigen schwarz; Bohrer etwas länger als der Hinterleib. 

Länge 6 mm. tf unbekannt. — Ein $ von Schlesien. 

6. h. bivittata Grav. 1. c. p. 77 $. In Gestalt ähnlich dem 
M. elector, aber der Hinterleib etwas länger, Bohrer etwas 
kürzer. — Mund und innere Augenränder gelb, Gesicht 
rot. Fühler unten rötlich, gegen die Basis dunkler. Meta- 
thorax rot, 3 Längsstreifen des Meson@tums und kleinere 
Flecken der Brust schwarz. Linien vor und unter den 
Flügeln und Flecken vor den Hinterhüften gelb. Schildchen 
rot, an der Basis schwarz, an der Spitze gelb. Hinter- 
schildchen gelb. Metathorax schwarz. Flügel schwach ge- 
trübt, Stigma bräunlichgelb, Tegulae gelb, Areola unregel- 
mässig dreieckig, kurz gestielt. Beine ganz rot, Hinterleib 
länger und schmäler als Kopf und Thorax; das 1. Segment 
schwarz, am Ende rot, das 2. rot mit 2 schwarzen Punkten, 
die folgenden ganz rot. Bohrer kürzer als der Körper. 

Länge 10 mm. tf unbekannt. — Ein £ aus Italien. 

7. lt. dorsalis Grav., 1. c. p. 78 $. Taschb., 1. c. p. 290 £ ist 
keine Lissonota, sondern gehört zu den Pimplinen, und 
zwar zur Gattung Odinophora. 

I h. ruficornis Grav., l. c. p. 98 £. Taschb. 1. c. p. 290 $ mit 
vollständig gefeldertem Metathorax, grosser Bauchschuppe 
und auffallend dickem Stigma, hat mit der Gattung Lisso- 
nota nichts zu tun, ist überhaupt ein rätselhaftes Tier. 

). 1/. scabra Brischke, lehn. Prov. West- u. Ostpr. p. 123 o* „Kopf 
etwas breiter als der Thorax, hinter den Augen nicht ver- 
schmälert, Gesicht kurz, weisshaarig, Mesonotum vorn 3- 
lappig; Metathorax grob gerunzelt, mit scharf umleisteter, 
langerund schmaler Area superomedia. Segment 1 — 5 gleich 
breit, Segment 1 etwas länger als die Hinterhüften, oben 
gewölbt, grob längsrunzlig, mit seichter Mittelfurche und 
glänzendem Hinterrand, Segment 2 und 3 länger als breit, 
2—4 fein gerunzelt mit glänzenden Hinterrändern, die 
übrigen Segmente glänzend. Areola klein, sitzend, Radius 
aussen gerade. — Schwarz, Mund, Clypeus, Seitenstriche 
des Gesichts, Striche vor und unter den Flügeln, Haken- 
flecke der Schultern und Tegulae gelb. Flügel braun ge- 
trübt, Stigma braun. Beine rot, die vorderen Hüften und 
Trochanteren gelb, Hintertarsen schwarz. 

Länge 6 mm. $ unbekannt. Ost- und Westpreussen." 



133° Pimplinae. 



10. 



h. assimilis Brischke, l. c. p. 124 tf. „Matt; Kopf etwaj 
breiter als der Thorax, hinter den Augen nicht verschmä 
lert; Fühler fast körperlang; Mesonotum vorn 3lappig| 
Schildchen viereckig; Metathorax ohne Felder. Hinterleil 
schmal, vSegment 2—6 gleich breit, Segment 1 mehr all 
doppelt so lang wie breit, Segment 2 und 3 länger als breit. 
Areola sitzend oder kurz gestielt; Radius aussen fast gel 
rade. — Schwarz, Mund, Clypeus, Wangen, Gesicht, Stirn 
und Scheitelränder, die beiden ersten Fühlerglieder unten 
Prothorax, breite Striche vor und unter den Flügeln, Haken 
flecke der Schultern und damit zusammenhängende Linien 
Schildchen und Hinterschildchen, Brust grösstenteils, Seitet 
des Metathorax und Tegulae gelb. Beine gelbrot, Hüfter 
und Trochantern gelb. Hinterränder aller Segmente gelb. - 
Der L. culiciformis fast ganz gleich gefärbt, aber de- 
Hinterleib schmäler. 

Länge 7 mm. $ unbekannt. — Ost- und Westpreussen.' 
Ich finde keinen Unterschied von L. culiciformis. 

11. h. annulata Szepl., Termes. Füzetek, XXV111 (1900) p. 33 $ 
„Punktiert und glänzend, Metanotum lederartig, Area postic; 
klein. Flügel hyalin, Areola fast sitzend, Stigma schwär: 
mit weisslicher Basis, Squamula weiss. — Schwarz, Kiefer 
Clypeus, Taster und 3—4 Fühlerglieder gelb. Länge 6 mm! 
Bohrer 4 mm. — Durch die gelb gefärbte Flagellumbasif] 
charakterisiert ; von L. vicina Holmgr. unterschieden durct 
die roten und nicht quer breiten Segmente (3—4) und durch 
den längern Bohrer. Ungarn." 

Anmei\k. Da bereits Brülle eine Lissonota annulata vom Kapj 
beschrieben hat, schlägt Dalla-Torre für die ungarische Art den Namer! 
L. Szepligetii vor. Schliesslich gehört aber weder die eine noch die 
andere zur Gattung Lissonota. 

12. h. vaga Szepligeti, l. c. p. 33 cT- „Schwarz, glänzend. Scheitel, 
hinten nur wenig gebuchtet ; Metanotum dicht lederartig! 
punktiert und entlang der Mitte etwas runzlig, Stigma rund. 
Hinterleib glänzend und zerstreut punktiert; das an der 
Basis verengte 1. Segment ist in der Mitte, hinter den 
Stigmen schwach eingeschnürt, das 2. Segment ist vier-' 
eckig, nach vorn verschmälert, die Seiten der übrigen sind 
parallel. Areola mit mittellangem Stiel, der äussere Ab- 
schnitt der Radialader ist fast gerade, Nervellus gerade 
und ohne Ast. — Schwarz, Kiefer, innere Augenränder 
schmal, Schulterflecke, Tegulae und davor ein Punkt sowie 
darunter eine Linie gelb, Fühler rot, an der obern Seite 
schwach bräunlich ; die 5 ersten Segmente (mit Ausnahme j 
der Seitenränder) und die Füsse sind rot; die Basis der 









Himertosoma. 133 1 



Trochanteren an der äussern Seite bräunlich, die Hinter- 
tarsen sind braun. Bauch mit verwischtem Fleck. Länge 
8 mm. Ungarn." 

. h. rufitarsis Szepligeti, 1. c. p. 36 $. „Kopf etwas dick, 
hinten buchtig ausgehöhlt. Metanotum rauh, nicht punktiert, 
in der Mitte schwach längsfurchig. 2. und 3. Segment 
quer, fein lederartig, seidenartig glänzend; Pleuren matt 
Areola unregelmässig fünfeckig. — Schwarz, Kiefer, Clypeus, 
Squamula gelb. Die Hinterränder von Segment 2 und 3 
gefärbt. Füsse (Beine) rot. Länge 5 mm, Bohrer von Hinter- 
leibslänge. Ungarn." 

17. Gen. HimertOSOIlia Schmiedekn. 

1900 Himertosoma Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. XIII p. 393. 

Kopf glänzend, fast ohne alle Sculptur, hinten zuge- 
ndet ; Fühler fadenförmig, etwas länger als der halbe Körper, 
gliedrig, beim £ die Glieder am Ende etwas verdickt, Schaft 
i ausgeschnitten, das 1. Geisselglied kaum länger als das 2.; 
ä Endglieder etwa so lang wie breit, das letzte etwas dicker 
d länger als das vorletzte ; Clypeus deutlich getrennt, am 
ide abgerundet ; Augen gross, fast rund ; Gesicht mit parallelen 
iten ; Mandibeln klein, mit 2 gleichen Endzähnen, Stirn kaum 
igedrückt. Mesonotum glatt und glänzend, ohne Parapsiden ; 
iten von Brust und Metathorax zerstreut punktiert, ziemlich 
anzend ; Metathorax runzlig punktiert, matt, hinten mit 
irker, fast 1 am eilen artiger Leiste, der abschüssige Raum fast 
nkrecht. Flügel ohne Areola ; Entfernung des Nervus recurrens 
n der Cubitalader etwas kürzer als diese ; Radialzelle kurz, 
igma breit ; Nervulus weit hinter der Gabel ; Nervellus ante- 
rcal, unter der Mitte gebrochen. Die hintersten Beine kräftig; 
issklauen einfach. Hinterleib dicht runzlig punktiert, rauh, 
s 1. Segment mit starken Kielen bis fast zum Endrand, die 
genden Segmente quer ; das letzte Bauchsegment von der 
nterleibsspitze etwas abstehend, am Ende schmal einge- 
tmitten ; Bohrer bei der einzigen bekannten Art von Hinter- 
bslänge. 

H. SUperba Schmiedekn. 1900 H. superba Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. XI11 p. 394 cT $ . 

I Kopf rot, Mund, Clypeus, die breiten Augenränder rings 
herum und ein Doppelfleck im Gesicht gelblichweiss; Fühler 
schwarzbraun. Thorax rot, Prothorax gelb, seitlich schwarz 
gefleckt ; breite Streifen vor und unter den Flügeln, die 
vorderen Seitenränder des Mesonotums und damit zusammen- 
hängende Längsstreifen bis zum Schildchen, dieses und 



I33 2 Pimplinae. 



das Hinterschildchen, Tegulae und Flügelwurzel sow! 
breite Längsstreifen der Brustseiten gelblichweiss, die Näh 
um das Schildchen schwarz. Flügel gelblich, das Stignl 
blassgelb, unten dunkler gesäumt. Beine rot, Hüften ub| 
Trochanteren gelblichweiss, Hinterhüften zum Teil rc 
Hinterleib rot, die breiten, mehr glatten Endsäume all« 
Segmente scharf abgegrenzt gelblichweiss. 

ö* Fühlerglieder am Ende nicht verdickt. Das i. Segment AI 
groben Längsrissen, die folgenden Segmente wie beim :| 
quer. — Kopf gelblichweiss, Ocellenfleck und Streifen bj 
zu den Fühlern, sowie Hinterhaupt glänzend schwarf 
Thorax wie beim $ gefärbt, aber die Nähte um das Schilcl 
chen breiter schwarz, Metathorax vorn schwarz, ebenslj 
eine damit zusammenhängende Makel über der Hinterleib} 
einlenkung. Flügel und Beine wie beim <j>. Hinterleifl 
schwarz, die breiten Endränder und auch die Seitenrände 
gelblich ; Segment 2 und 3 vorn rötlich gesäumt. 
Länge 7 mm. 

Ich fand diese prächtige Art Ende April 1897 in 2 Pärche 
bei Helouan in Unter-Aegypten an Tamarix. 

18 Gen. LailiprOIlOta Hai. 

1839 Lampronota Haliday, Ann. Mag. Nat. liist. p. 120. 

Kopf breiter als lang ; Clypeus am Ende niedergedrück 
und abgestutzt ; Fühler, ausgenommen bei L. suerinensis, lan; 
und dünn, namentlich beim tf die Basalglieder sehr gestreckl 
5 — 6 mal so lang als dick, an der Spitze etwas angeschwoller 
(bei suerinensis nur 2— 2f- mal so lang als dick, an der Spitz 
nicht angeschwollen); bei den tf die Geisseiglieder 3 und: 
tief ausgerandet, bei suerinensis 4 und 5 und nur schwacli 
Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen bis zur Mitte ; Meta- 
thorax mit 2 deutlichen Längskielen in der Mitte, area postic; 
klein. Flügel ohne Areola, Nervulus meist vor der Gabel 
Fussklauen einfach. Hinterleib ziemlich glatt, das 1. Segmeni 
fein gerunzelt, matt, mit oder ohne Längskiele. Bohrer am 
einer Bauchspalte kommend, gekrümmt, wenigstens von Hinter 
leibslänge. 

Uebersicht der Arten. 

1. Erstes Hinterleibssegment ohne Kiele. 2. 
Dasselbe mit 2 Kielen. 5. 

2. Hinterleib breit, die Segmente hinten breit braunrot 
randet, die Segmente vom 2. an viel breiter als lai 



Lampronota. 1333 



Hüften gewöhnlich schwarz, Schienen und Tarsen meist 
ganz rot. 4. marginator Schiödte. 

Hinterleib gestreckt mit mehr parallelen Seiten, schwarz, 
höchstens der Endrand der mittleren Segmente rötlich 
schimmernd. 3. 

3. Beine grösstenteils schwarzbraun. Kopf und Thorax sehr 
glänzend. Bohrer kürzer als der Hinterleib. 

6. alpigena Strobl. 
Beine rot, höchstens die Hüften schwarz. Bohrer min- 
destens von Hinterleibslänge. 4. 

[. Beine rot, Hüften und Trochantern schwarz, die hintersten 

Schienen und Tarsen braun. 

1. melancholica Grav. 

Beine rot, die hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich. 

2. caligata Grav. 

;. Hinterleibssegmente 2—4 rot. Beim tf Geisselglieder 3 
und 4 ausgenagt. 5. Langei Brauns. 

Mittlere Hinterleibssegmente glänzend schwarz, mit bräun- 
lichen Endrändern. Geisseiglieder 4 und 5 ausgerandet. 
3. suerinensis Brauns <^\ 

I L. melancholica Grav. 1820 lehn, melancholicus Qravenhorst, 
lehn. Ped. No. 123 | 1829 Tryphon melancholicus Qravenhorst, lehn. Eur. 
11 p. 135 cT i 1829 Phytodietus niger Qravenhorst, ibid. p. 935 $ | 
1829 Lissonota defectiva Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 38 $ | 1838 
Bassus affinis Zetterstedt, Ins. Läpp. p. 382 £cT | 1839 Cylloceria 
nigra Schiödte, Gen. et Spec. lehn. p. 23 $c? | 1839 Lampronota 
fracticornis Haliday, Ann. Mag. nat. Hist. p. 121 | 1852 Chalinocerus 
longicornis Ratzeburg, lehn. Forstins. III p. 130 cf | 1854 Cylloceria 
nigra Holmgren, Act. Holm. p. 91 £0* I 1855 Chalinocerus defec- 
tivus Ruthe, Stettin, ent. Z. p. 80 | 1860 Lampronota nigra Holm- 
gren, Mon. Pimpl. p. 47 $ö* I 1863 Lampronota nigra Taschenberg, 
Pimpl. p. 294 <j>cf . 

Man sieht aus dieser Menge von Namen, welche Schwie- 
rigkeiten diese häufige und eigentlich recht leicht erkenn- 
bare Art den früheren Autoren bereitet hat. 

:</ Schwarz, schwach glänzend, Mund rötlich, auch die Ein- 
schnitte der Segmente zuweilen schmal braunrot. Flügel 
getrübt, Stigma und Tegulae braun, Flügelwurzel gelblich. 
Beine rot, Hüften und Trochanteren schwarz, die hinteren 
Schienen und Tarsen dunkelbraun. Das 1. Segment ohne 
Kiele. Bohrerlänge schwankend, von Hinterleibs- bis 
Körperlänge. 

Länge 10 mm. 

Verbreitet in ganz Europa. In Thüringen häufig. « 






I3 34 Pimplinae. 



2. h. caligata Grav. ? 1829 Tryphon silvestris Qravenhorst, lehn. E 
II p. 138 cT | 1829 Phytodietus caligatus Qravenhorst, ibid. p. 936 9^! 

1838 Bassus nuntiator Zetterstedt, Ins. Läpp. p. 381 9r? | 1839 Cyll- 
ceria caligata Schiödte, Gen. et Spec. lehn. p. 25 $ö* , tab 10 fig 1 

1839 Lampronota crenicornis Haliday, Ann. Mag. nat.' Hist. p'. 121 
1854 Cylloceria caligata Holmgren, Act. Holm. p. 92 9^ I i8r 
Lampronota caligata Holmgren, Mon. Pimpl. p. 48 $rT I 1863 Lannop 
nota caligata Taschenberg, Pimpl. p. 295 $ tf, 

Anmerk. Der Tryphon sylvestris Qrav. enthält verschiedene Arte: 
wahrscheinlich auch aus der Gattung Mesoleius, denn Qravenhorst ruh 
auch Exemplare mit vollständiger Areola an; deshalb kann dieser Narh 
der sonst die Priorität hätte, nicht eintreten. 

$cf In Färbung und Sculptur ganz wie die vorige Art, ab< 
die Beine sind rot, nur die hintersten Schienen und Tarse 
schwarz. Bohrer kaum von Hinterleibslänge. 
Länge 9—10 mm. 
Mit der vorigen Art zusammen und wohl ebenso häufig 

3 ' ^T^S 11 ^ Brautls - 1905 Lampronota suerinensis Braun 
Zeitschr. f. Hym. Dipt. p. 133 q*. 

Die Art weicht durch die Fühlerbildung von allen an 
deren Arten ab und sind die Unterschiede bereits in de 
Gattungsdiagnose angegeben. Das 1. Hinterleibssegmen 
hat 2 deutliche Kiele. Der Nervulus ist bei allen andere; 
Arten antefurcal, hier postfurcal. Die Punktierung des Ge 
sichtes ist ziemlich grob, Köpf und Thorax sind feinei 
Hinterleib kaum punktiert. — Schwarz, Fühler und Hinter 
rand der Segmente bräunlich. Beine rot, Hüften und Basi 
der Trochantern schwarz. 

L. 6 mm. — £ unbekannt. 

Bei Schwerin in Mecklenburg gefunden. 

4. lt. marginator Schiödte. 1839 Cylloceria marginator Schiödte 
Qen. et Spec. lehn. p. 24 %tf | 1860 Lampronota marginator Holmgren 
Mon. Pimpl. p. 47 £0*. 

Der Hinterleib ist bei dieser Art mehr oval als bei den 
vorhergehenden, das 3. Segment viel breiter als lang. 
$ <J Das 1. Segment ohne Kiele, die folgenden Segmente runzlig- 
punktiert und wenig glänzend, Endrand etwas glatter. - 
Schwarz, Mund rötlich. Flügel leicht getrübt, Stigma und 
Tegulae braun. Beine rot, Hüften und Trochanteren schwarz, 
die hintersten Schienen und Tarsen höchstens am Ende 
etwas gebräunt. Hinterleibssegmente mit breitem braun- 
roten Rand; Bohrer von Hinterleibs- bis Körperlänge. 

Var. <j>. Hüften und Trochanteren rot. 

Länge 8 — 10 mm. 

Scheint eine nördliche Art zu sein. In Dänemark ist sie 
nach Schiödte häufig. 






Lampronota. 1335 



5. h. Langei Brauns. 1905 Lampronota Langei Brauns, Zeitschr. f. 
Hym. Dipt. p. 133 $cT | 1900 L. marginator var. 2 Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. XIII p. 396 $d*. 

Der L. marginator sehr ähnlich, aber das gerunzelte erste 
Segment mit 2 deutlichen Längskielen, die drei folgenden 
Segmente rot und fast ohne Skulptur, zuweilen mit ein- 
zelnen Pünktchen und flachen Längseindrücken, uneben 
und sehr glänzend. Die hinteren Schienen und Tarsen 
sehr dunkel. 

Länge 8 — 10 mm. 

Bis jetzt aus dem mittleren Deutschland (Erzgebirge, 
Thüringen) und Mähren bekannt. In Thüringen von mir 
in etwa 10 Stücken gefangen. 

6. L. alpigena Strobl. 1901 Lampronota alpigena Strobl, Mitteil. 
Naturw. Ver. Steierm. p. 37 $ . 

„Durch geringe Grösse, den lebhaften Glanz und die 
dunklen Beine leicht erkennbar. 

Kopf und Thorax äusserst glänzend, kaum punktiert, nur 
die Mitte des Mesonotums etwas längsrissig. Mandibeln 
und Clypeus gelb, letzterer vorn stark niedergedrückt. Fühler 
lang und dünn, gegen das Ende schwach verdickt. Tegulä 
braun mit gelblichem Rande. Mesonotum dreilappig; Me- 
tathorax kurz, rauh, fast matt, vorn mit 4 Längsleisten, 
area postica halbkreisförmig. Hinterleib linear, die beiden 
ersten Segmente lederartig, matt, auch die Basis des 3. noch 
deutlich chagriniert; der übrige Hinterleib glatt und glän- 
zend ; das 1. Segment etwas länger als breit, ungekielt, die 
folgenden quer, die letzten mit feinem weisslichen Hinter- 
saume ; Bohrer kürzer als der Hinterleib. Beine dunkel, 
Hüften fast ganz schwarz; Schenkel und Schienen teilweise 
rotbraun, Hinterschenkel schwarzbraun, alle Tarsen dunkel. 
Flügel grau, Stigma dunkel; Radius ganz gerade; Ner- 
vulus und Nervellus antefurcal, letzterer tief unter der 
Mitte gebrochen. 

L. 6, Bohrer 2 mm. — </ unbekannt. 

Auf Hochalpen wiesen des Natterriegel bei Admont in 
Steiermark." 

Nicht zur Gattung Lampronota gehören die beiden fol- 
genden Arten : 

lt. Germari (Cubocephalus G.) Ratzeburg, Stett. ent. Zeitg. X 
|(1849) p. 131 £. 

Lt. simplicicornis Strobl, Mitteil. Naturw. Ver. Steiermark, 1901, 
P. 37 ö*. 

Da die charakteristischen Ausnagungen an der Fühler- 
| geissei fehlen und Gesicht und Thorax gelb gezeichnet sind, 
gehört das Tier wohl zu Lissonota. 



£336 Pimplinae. 



3. Tnbus Xoridini. 

Xoridoidae 18. Familie Förster. Verh. naturh. Ver preusJ 
Rheinl. XXV pp. 142 und 168 (1868). 

Xoridini Tribe IV Ashmead, Proc. Ent. Soc. Wash II 
p. 278 (1894). 

Ausgezeichnet durch den mehr oder weniger kubischen 
seltener mehr kugligen Kopf und die mehr oder weniger deuti 
liehe Mundöffnung, welche durch die vorstehenden Mandibeh 
und den convexen oder niedergedrückten Clypeusrand gebilde 
wird. Es ist dies eine ähnliche Bildung wie bei vielen Bra 
coniden. Die Gattungen Brachycentrus, Xylophrurus, Kalten- 
bachia (Nyxeophilus Thoms.) und Echthrus bilden namentlich 
durch die Gestalt der Areola eine Verbindung zwischen den Unter- 
familien der Cryptinen und Pimplinen und es nutzt nichts zu 
streiten, zu welcher von beiden sie zu stellen sind. Ich habe die 3 
ersteren Gattungen bei den Cryptinen eingereiht, die Gattung 
Echthrus im engeren Sinne ziehe ich vor bei den Pimplinen 
zu lassen. Schwer ist es der von Brauns aufgestellten Gattung 
Tryphonopsis den richtigen Platz anzuweisen. Da das Tier 
nach des Autors Angabe zu den Pimplinen gehört, so dürfte 
es wegen der Kopfbildung am besten bei den Xoridinen unter- 
zubringen sein. 

Uebersicht der Gattungen. 

1. Areola im Vorderflügel gross, pentagonal, annähernd qua- 
dratisch oder dreieckig. Vorderschienen des $ oft auf- 
getrieben und an der Basis eingeschnürt. Hinterleib mehr 
oder weniger deutlich gestielt. 2. 

Areola im Vorderflügel klein, dreieckig oder annähernd 
rhomboidisch, zuweilen ganz fehlend. 6. 

Metathorax nicht gefeldert. 3. 

Metathorax wenigstens vorn mit 2 Feldern. 5. 

Areola im Vorderflügel pentagonal wie bei einem Ichneumon. 
Clypeus in der Mitte lamellen- oder zahnartig vorgezogen. 
Mittellappen des Mesonotums stärker und höher gewölbt 
als die Seitenlappen. Nervellus stark postfurcal und deutlich 
über der Mitte gebrochen. 

1. Echthrus Grav. 
Areola im Vorderflügel quadratisch oder dreieckig. 4. 

4. Areola gross, quadratisch. Vorderrand des Clypeus mit 2 
Zähnchen. Das ganze Tier schwarz; Flügel blauschwarz. 
Nur 1 Art, D. niger Cam., aus Borneo bekannt. 

Dinocryptus Cam. 



2. 



3- 






Xoridini . 1337 

Areola annähernd dreieckig, kurz gestielt. Clypeus am 
Ende abgerundet. Bohrer stark nach oben gekrümmt. Das 
ganze Tier grösstenteils gelb gefärbt; Flügel hyalin. 
ii. Tryphonopsis Brauns. 

Areola pentagonal, Seitennerven stark nach vorn conver- 
gierend. Metathorax vorn mit einer Querleiste, welche 2 
Felder einschliesst. Nur 1 Art, K. heptazonota Äshm., von 
den Philippinen beschrieben. 

Kriegeria Ashm. 

Areola schief rhombisch, Schildchen buckelig. Metathorax 
vollständig gefeldert. Kopf mehr quer, Schläfen nicht auf- 
getrieben. Die einzige Art, M. apicalis Kriechb., kommt in 
Cayenne vor. 

Microtritus Kriechb. 



Flügel mit einer Areola, selten dieselbe nach aussen offen. 7. 

Flügel ohne Areola, dieselbe auch nicht in der Anlage 
vorhanden. 10. 

Mandibeln von ungleicher Länge. Vorderschienen nicht 
verdickt. Areola dreieckig, klein. Kopf nicht sehr auf- 
getrieben. Metathorax ohne Felder. Körper schlank und 
zierlich. Beine dünn, die hintersten stark verlängert. Hinter- 
leib lang und dünn ; Bohrer höchstens von Hinterleibs- 
länge. 

7. Calliclisis Forst. 

Mandibeln gleichlang, an der Spitze ungleich gezahnt. 
Körper weit kräftiger und gedrungener. 8. 

Areola im Vorderflügel klein und nach aussen offen, ganz 
ähnlich wie bei der Gattung Brachycentrus. Clypeus vorn 
zahn- oder lamellenartig vorgezogen. Metathorax ohne 
deutliche Felderung. 

2. Perosis Forst. 
Areola grösser und vollständig geschlossen. 9. 

Schläfen mit 4-5 kleinen Grübchen, die nach innen von 
kleinen Höckerchen begrenzt sind. Areola gestielt. Ner- 
vellus weit über der Mitte gebrochen. 

6. Achorocephalus Kriechb. 

Schläfen hinten ohne Höcker. Mesonotum dreilappig ; Meta- 
thorax unregelmässig bogenförmig gestreift. Vorderschienen 
aufgetrieben, an der Basis eingeschnürt. — Die wenigen 
Arten sind auf Afrika, speciell die Westküste beschränkt 

Gabunia Kriechb. 






1338 Pimplinae. 



10. Hinterleib hinten kielartig zusammengedrückt. Bohl 
ebenfalls stark zusammengedrückt und nach unten gebog^ 
Kopf fast quer, Metathorax fein gerunzelt, matt, 
schwacher Felderung. Hinterleib gestielt bis fast sitzer 

10. Tropistes Grav. 

Hinterleib hinten nicht kielartig zusammengedrückt ; au 
der Bohrer nicht breitgedrückt, it. 

11. Alle Schenkel kurz und dick, die hintersten zuweilen unt 
mit Zahn. Metathorax gefeldert. Hinterleib gestielt ; Bohl 
länger als der Hinterleib. 12. 

Nicht alle Schenkel kurz und dick, die hintersten st 
ohne Zahn. 13. 

12. Die hintersten Schenkel unten mit einem starken Zal 
Metathorax beiderseits hinten zahn artig vorspringend. 

9. Odontomerus Grav. 

Die hintersten Schenkel stark verdickt aber ohne Zal| 
Metathorax hinten ohne Seitenzähne. Die beiden bekannt« 
Arten kommen in Nordamerika vor. 

Anodontomerus Ashm. 

13. Stirn mit einem ausgehöhlten zahnartigen Vorsprung o(l 
Hörn. Fühler fadenförmig, etwas länger als Kopf ul 
Thorax zusammen. Mesonotum dreilappig. Metathoik 
gefeldert. Hinterleib fast gestielt ; Bohrer so lang wie dies! 

3. Ischnocerus Grav. 
Stirn ohne zahnartigen Vorsprung oder Hörn. 14. 

14. Hinterleib deutlich gestielt. 15. 
Hinterleib deutlich sitzend. 19. 

15. Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine, i]e 
Schenkel verdickt, Trochantern und zuweilen Hüften al 
fallend lang. 16. 

Hinterbeine nicht auffallend länger als die Vorderbein 
Hüften und Schenkel nicht besonders verdickt und Tro<^ 
antern nicht stark verlängert. 17. 

16. Hinterhüften nicht ungewöhnlich lang. Fühler lang 1 
breitem weissen Ring. Bohrer fast von Körperlänge. I 
einzige bekannte Art, L. flavipes Cam., schwarz mit grösst< 
teils gelben Beinen kommt auf Borneo vor. 

Lethulia Cam. 

Hinterhüften ungefähr 6 mal länger als dick. Fühler länJ 
als der Körper. Die einzige nur im tf bekannte und dl 



Xoridini. l^Q 



halb sehr fragliche Art, C. filicornis Cam., ist schwarz mit 
gelber Zeichnung ; sie kommt auf Borneo vor. 

Caenostoma Cam. 

'. Geisselglieder 16-19 breitgedrückt, aussen durch lange 
Dornen gekämmt erscheinend. Beine kurz und robust 
Die wenigen Arten kommen in Südafrika, Südasien und 
Neu-Guinea vor. 

Moansa Tosquinet. 
Fühlergeissel nicht mit dieser auffallenden Bildung. i 8 . 

[8. Der 2. rücklaufende Nerv nicht winklig gebrochen, an der 
Brechung ohne Nervenast. Beine nicht besonders lang - 
Eine höchst fragliche Gattung. Man vergleiche die Notiz 
am Ende der Tribus. 

Mischoxorides Ashm. 
Der 2. rücklaufende Nerv winklig gebrochen und mit 
Nervenast. Nervellus in der Mitte gebrochen. Alle Beine 
lang und schlank. - Auch diese Gattung ist höchst frag- 
lich, da sie nur auf ein tf von der Insel Ceram begründet 
wurde. 

Epixorides Smith. 

I Endglieder der Fühler von den übrigen Gliedern winklig 
abstehend. Körper nicht blau. 20. 

Fühler nicht mit dieser auffallenden Bildung oder Körper 
dunkelblau. 21. 

). Metathorax gefeldert. Fühler und Bohrer mit weissem Ring 
Die beiden bekannten Arten sind schwarz mit rotem 
Kopf; Flügel mit dunkler Querbinde; sie kommen auf 
Borneo vor. 

Spiloxorides Cam. 
Metathorax nicht gefeldert, dicht netzartig gerunzelt. Die 
einzige bekannte Art, G. maculiceps Cam., ist schwarz, Thorax 
grösstenteils rot, Gesicht weiss gezeichnet. Der abstehende 
Fortsatz an der Fühlerspitze 3 gliedrig ; das Fühlerglied, 
von welchem der Fortsatz abzweigt, mit 3 Dornen. Die 
Art findet sich im Kapland. 

Gonioprymnus Cam. 

• Körper dunkelblau, dicht weiss pubescent. Fühler lang 
und kräftig, dicht weiss behaart, die Endglieder peitschen- 
artig abstehend. Metathorax gefeldert. Vorderschienen stark 
aufgetrieben und an der Basis eingeschnürt. Segment 2 
und 3 mit Quereindrücken. 5 Arten aus Südasien, vor- 
wiegend Borneo bekannt. 

Cyanoxorides Cam. 
Körper nicht blau gefärbt. 22. 






1340 Pimplinae. 



22. Metathorax vollständig gefeldert. Die vorderen Schiene 
stark verdickt, an der Basis verengt. Fühler besonde 
beim £ an der Spitze mit Wimperborsten. Das 2. nnd 
Segment mit mehr oder weniger deutlichen Eindrücken. 

4. Xylonomus Grav. 
Metathorax nicht oder ganz undeutlich gefeldert. AI 
Schienen schlank oder nur schwach verdickt. Fühler der 
ohne Wimperborsten. Das 2. und 3. Segment ohne Ei 
drücke. 23. 

23. Gesicht nach unten deutlich verschmälert. Mandibeln vc 
gleicher Länge. Clypeus an der Spitze stark niedergedrücl 
Kopf hinter den Augen erweitert. Hinterleib mehr od 
weniger deutlich sitzend, selten etwas gestielt. 

5. Xorides Grav. 
Gesicht nach unten nicht oder kaum verschmälert. 24. 

24. Segment 1—5 (?) oder 1—7 (<?) länger als breit. Ko 
wenig aufgetrieben, hinter den Augen schwach vereng 
Clypeus flach, am Ende nicht eingedrückt. Hinterle 
schmal cylindrisch, fast gestielt. 

8. Poemenia Holmgr. 

Das i. Segment lang, an der Basis halb so breit wie a 
Ende ; des 2. Segment länger als breit ; das 3. quadra 
förmig; die übrigen breiter als lang. Kopf hinten aufg> 
trieben. — Nur 1 Art, B. longipes Cam., aus Südasie 
bekannt. Bathymeris Cam. 



1. Gen. EchthrUS Grav. 

1829 Echthrus Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 861. 
1849 Sphaetes Bremi, Stettin, entom. Zeit. X p. 95. 

Kopf aufgetrieben, fast kubisch ; Clypeus kurz, in der Mit 
des Endrandes schwach zahnartig vorgezogen; Mandibel 
zweizähnig ; Maxillarpalpen lang ; Fühler lang, fadenförmi. 
Mesonotum dreilappig, der mittlere Teil weit stärker und höhe 
gewölbt als die Seitenlappen ; Metathorax nicht oder ganz w 
deutlich gefeldert mit ovalen Luftlöchern. Areola im Vorde 
flügel pentagonal wie bei der Gattung Ichneumon; Nervelh 
stark postfurcal und ziemlich weit über der Mitte gebroche 
Beine ziemlich kräftig, Vorderschienen stark aufgetrieben 
Klauen einfach. Hinterleib fast gestielt, matt; Bohrer we 
vorragend. Zu dieser Gattung gehört nur eine einzige sicher 
Art, der E. reluctator L. Was z. B. Ratze bürg unter Echthn 



Echthrus. j^i 



beschrieben hat, hat mit dieser Gattung nichts zu tun ; die eine 
Art ist die Gattung Brachycentrus, die übrigen scheinen zu Hemi- 
teles zu gehören. Echthrus armatus Grav. ist ein sehr zweifel- 
haftes Tier, wegen der Kiele auf dem i. Segment passt es nicht 
zu Echthrus, eher vielleicht noch zur Gattung Perosis, nament- 
lich durch die Gestalt der Areola. Zwei höchst fragliche Arten 
wurden aus Saperda populnea gezogen, nämlich Echthrus nu- 
beculatus Grav. und Echthrus populneus Gir. Durch Zucht 
lässt sich vielleicht Klarheit hineinbringen. Eng verwandt mit 
Echthrus ist die Gattung Xylophrurus Forst. (Macrocryptus 
Thoms.) und habe ich bereits bei der Diagnose der Tribus dar- 
über gesprochen. Ich habe Xylophrurus zu den Cryptinen 
gestellt, weil das i. Segment hinten gebogen ist, deutliche 
Längskanten zeigt und seine Luftlöcher hinter der Mitte liegen. 
Bei Echthrus ist das i. Segment nur vorn gebogen, hat keine 
scharfen Längskanten an den Seiten und die Luftlöcher liegen 
in der Mitte. 

E. reluctator L. 1758 Ichneumon reluctator Linne, Syst. nat. 
I p. 563 ^ I 1763 lehn. Usurpator Scopoli, Entom. Carn. p. 283 n. 
743 | 1804 Cryptus reluctator Fabricius, Syst. Piez. p. 79 <j> | 1829 
Echthrus reluctator Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 863 £c? I 1849 
Sphaetes crassicrus ßremi, Stett. Ent. Zeit. X p. 95 9 . (Eine dunkle 
Varietät.) 

?(/ Schwarz, schwach glänzend; Fühlerg eissei mit weissem 
Ring. Flügel leicht getrübt, Stigma und Tegulae schwarz- 
braun. Beine in der Färbung veränderlich, gewöhnlich die 
Vorderbeine mit Ausnahme der Hüften und Trochantern 
trüb rötlich, die Hinterbeine schwärzlich braun ; zuweilen 
alle Schenkel schwärzlich. Beim $ ist das 2. und 3. Hinter- 
leibssegment in der Regel verschwommen braunrot gefärbt, 
beim tf meist dunkel. Der Bohrer ist von Körperlänge 
oder wenig darunter, die Bohrerklappen sind breit und 
kaum behaart. 

Beim tf sind die vordersten Schienen weit schwächer 
verdickt als beim 9_. 

Länge 10—16 mm. 

Ueber ganz Europa verbreitet aber wohl nirgends häufig. - 
Man findet diese grosse und leicht kenntliche Schlupf- 
wespe wie die übrigen Arten dieser Tribus an alten Baum- 
stämmen, Holzklaftern u. s. w. 

2. Gen. Perosis Forst. 

1868 Perosis Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 169. 

Kopf quer, hinter den Augen aufgetrieben ; Oberlippe 
>rstehend, am Ende abgerundet; Fühler dünn faden- oder 



1342 Pimplinae. 



fast borstenförmig, länger als der Hinterleib, Schaft schräg 
abgestutzt, die ersten G eissei glieder stark verlängert. Thorajj 
mehr als doppelt so lang als breit, Parapsidenfurchen deutlich; 
Metathorax gerundet, fein querrunzlig, ohne oder mit gan;; 
undeutlichen Leisten. Areola im Vorderflügel sehr klein, qua - j 
dratisch, sehr selten fünfseitig, an Mesostenus oder noch besse: 
an Brach3 T centrus erinnernd, der Aussennerv fehlend oder un|j 
deutlich. Beine schlank, Vorderschienen aufgetrieben und ai! 
der Basis eingeschnürt, Klauen einfach. Hinterleib Spindel 
förmig, das 1. Segment leicht gekrümmt, nach vorn stielartid 
verschmälert, an der Basis mehr oder weniger ohrartig er 
weitert, Segment 3—6 quer; Bohrer kürzer als der Hinterleib 
aus einer Bauchspalte kommend. 

Die wenigen, durchweg sehr seltenen Arten scheinei 
ausschliesslich bei Sesia-Arten zu schmarotzen. Bei allen habet; 
die hintersten Tarsen, beim £ auch die Fühler einen weisser 
Ring. 

Uebersicht der Arten. 

1. Areola fünfseitig, indem die untere Seite in der Mitte ge 
brochen ist und hier den rücklaufenden Nerv aufnimmt 

1. annulata Brischke. 
Areola vierseitig, die untere Seite gerade, der rücklaufend« 
Nerv dicht am Innenwinkel mündend. 2. 

2. Der obere Rand der Vorderbrustseiten und ein Fleck au: 
dem Mesonotum weiss. Hinterschenkel mit schwarzbrauner 
Spitzen. Bohrer dick, kürzer als bei der folgenden Art. 

2. albopicta Kriechb. 

Ohne diese weissen Zeichnungen. Hinterschenkel am Ende 
nicht schwarz. Bohrer fast von halber Körperlänge. 

3. gracilis Kriechb. 

1. P. annulata Brischke 1864 Xylonomus annulatus Brischke, Schrift 
phys. ökon. Ges. Königsberg V p. 198 £ | 1880 Echthrus annulatus 
Brischke, Schrift, naturf. Qes. Danzig N. F. IV p. 128 $cf I 189; 
Perosis annulata Kriechbaumer, Entom. Nachr. p. 217 £cT | 1888 Perosii 
cingulipes (Förster in litt.) Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 441. 

$ Körper dicht und ziemlich grob punktiert, schwach glänzend 
Hinterleibsende mehr und mehr glatt, mit stärkeren 
Glänze. Fühler dünn, von Körperlänge, die Glieder seht 
gestreckt ; Gesicht grob runzlig-punktiert, matt ; Schläfer 
glänzend, mit zerstreuten Punkten. Mesonotum mil 
deutlichen Parapsidenfurchen ; Metathorax mit deutlicher, 
vorderer Querleiste, dahinter wulstartig gerunzelt. Areok 
im Vorderflügel klein, fünfseitig, die untere Seite in der 
Mitte oder etwas davor, gebrochen und hier den rück- 



_Perosis^____ 1343 



laufenden Nerven aufnehmend, der Aussennerv fehlend • 
Nervulus weit vor der Gabel, Nervellus stark postfurcal' 
deutlich über der Mitte gebrochen. - Schwarz, die inneren 
Augenränder, ein Streif der äusseren, eine Gesichtsmakel 
und die Oberlippe weiss. Ein Querstreif des Hinterschild- 
chens, zuweilen eine Endmakel des Schildchens, sowie ein 
Ring der Fühler und hintersten Tarsen ebenfalls weiss. 
Flügel schwach getrübt, Stigma und Nervatur schwärzlich 
Beine rot, Hüften und Trochanteren schwarz, die Basis und 
Spitze der hintersten Schienen, sowie die hintersten Tarsen 
mit Ausnahme des weissen Ringes schwarzbraun. Die 
vorderen Hinterleibssegmente mit rötlichem Endrand. 

Das tf stimmt im Grossen und Ganzen mit dem $ über- 
em, es fehlt jedoch der weisse Fühlerring, die Unterseite 
des Schaftes, Clypeus, beiderseits eine Scheitelmakel, eine 
Makel auf den vorderen Hüften und Trochanteren sind 
weiss; der weisse Streif auf den hinteren Augenrändern 
erstreckt sich weiter nach unten. 

L. 10-12 mm, Bohrer 4-5 mm (etwa so lang wie der 
Hinterleib ohne das 1. Segment.) 

Die Art ist bis jetzt nur aus Deutschland bekannt - Sie 
wurde aus Sesia formicaeformis und spheciformis gezogen. 

Lh a r lb p° P 2H% KrieChb - 1892 P - alb ° PiCta Kriechba »™r, Entom. 

Durch die reichlicheren weissen Zeichnungen, dickere 
kürzere Legeröhre und schwarzbraune Spitzen der Hinter- 
schenkel von den übrigen Arten verschieden. 

Punktiert, nicht stark glänzend, nur der Kopf zeichnet 
sich oben durch feinere Punktur und grösseren Glanz aus 
Die Querrunzeln des Hinterrückens sind äusserst fein und 
erst gegen das Hinterende stärker und deutlicher- von 
einer vorderen Querleiste ist nur eine schwache Spur zu 
sehen, von einer hinteren kaum eine solche in der Mitte 
etwas deutlicher ist ein kleines, längliches, nach hinten 
verschmälertes vorderes Mittelfeld abgegrenzt. Die Basis 
des Hinterleibsstieles ist beiderseits in einen starken Zahn 
erweitert, die Oberfläche desselben fein gerunzelt, Segment 
2 und 3 sind dicht punktiert, vom vierten an nehmen die 
Punkte rasch ab und erscheint die Oberfläche bei starker 
Vergrosserung äusserst fein quergerieft. Der Bohrer ist 
gerade, kräftig, am Ende lanzettlich zugespitzt, die Klappen 
sind ziemlich breit, sehr fein und kurz, an der Spitze etwas 
langer weiss behaart, nach dem Tode nach unten zurück- 
gebogen und etwas gedreht, dadurch scheinbar gegen das 



1344 Pimplinae. 

Ende verschmälert und zuletzt wieder erweitert, in Wirf 
lichkeit aber durchaus linear. 

Pechschwarz, Schenkel, Schienen und Vorderfüsse rc| 
das Endglied der letzten und die Kniee, (Schenkelspib 
und Schienenbasis der Hinterbeine schwarzbraun ; wei: 
sind die Oberlippe, der innere Augenrand, ober und unt< 
den Fühlern etwas erweitert, neben denselben ausgerand' 
oder unterbrochen, ein nur wenig vom vorigen g 
trennter Strich vorne am Augenrande des Scheitels, e: 
länglicher, hinten gerundeter Fleck in der Mitte des hü 
teren Augenrandes, der obere Rand des Halses und d< 
Vorderbrustseiten, dieser vorne und hinten abgekürzt, ei 
rundlicher Fleck auf dem Mittelrücken, ein kleinerer neb 
einem Querstrichelchen hinter diesem auf der Spitze d< 
Schildchens, ein vorne abgerundeter Querstreif des Hinte 
schildchens, 2 schiefe Fleckchen in der Mitte, am Anfar 
der abschüssigen Stelle des Hinterrückens, ein schmal 
Saum des 2.—-/. Hinterleibsringes, der des 2. und 3. obe 
des 4.-6. oben und seitlich unterbrochen, der des 7. m 
oben vorhanden, hier aber beiderseits etwas erweitert; 
den Fühlern das 9.-12. Geisselglied, das 9. nur teilweisi 
die Unterseite der Vorder- und ein Fleck an der d< 
Hinterhüften, an den Hinterfüssen das 2. und 3. Glied. D 
Flügel sind bräunlich getrübt; Adern und Mal dunkelbrau 
letzteres in der Mitte etwas heller, Wurzel und Schüppche 
weiss gefleckt ; die äussere Diskoidalquerader mündet diel 
am inneren Hinterwinkel der areola in dieselbe ; der Ne 
vellus ist kaum etwas über der Mitte gebrochen. 

L. 12, Bohrer 3,5 mm. 

Das einzige Exemplar stammt aus der Förstersche 
Sammlung. Ein Fundort ist nicht angegeben, wahrscheü 
lieh wurde es in Deutschland gefunden. 

3. P. gracilis Kriechb. 1892 P. gracilis Kriechbaumer, Entom. Nact 
p. 216 $. 

£ Der hintere Teil des Kopfes, das Bruststück und die Hüfte 
ziemlich dicht und kurz weisslichgrau fein behaart. Ko]: 
ziemlich dick, nach hinten etwas gerundet erweitert, d 
Erweiterung oben stumpfkantig, nach unten allmähli 
schärfer. Die Fühler sind lang und dünn, besonders de 
erste Geisselglied, jenseits der Mitte kaum etwas verdiel 
und am Ende wieder verschmälert, die mittleren Glied* 
an der Spitze schwach angeschwollen. Mittelrücken m 
regelmässig punktiert, das gerundete, hinten etwas abg< 
flachte Hinterbruststück oben mit bogenförmigen Que: 
runzeln versehen, hinten und seitlich mehr grobkörni 



Perosis ^345 






runzelig. Hinterleib in der Mitte nicht sehr breit, sowohl 
nach vorne als nach hinten (dort stärker) verschmälert, also 
aus dem Spindelförmigen ins Eiförmige übergehend, Stiel 
und Hinterstiel zusammen ziemlich stark gebogen, beide 
fast gleich lang, jener gleichmässig breit, dieser nach' hinten 
massig erweitert, vom letzten Drittel an wieder parallel- 
seitig, unregelmässig und zerstreut, seitlich und vordem Ende 
dichter und teilweise zusammenfliessend punktiert, die fol- 
genden Segmente ziemlich dicht und regelmässig mit feinen 
Punkten besetzt, die gegen das Ende des Hinterleibes zu 
allmählig verschwinden ; das 2. Segment nach hinten ziem- 
lich stark erweitert, hier so breit als lang, das 3.-6. quer, 
das 3. nach hinten noch ein wenig erweitert, die folgenden 
wieder allmählig verschmälert und verkürzt, das 7. und 8. 
wieder etwas länger, letzteres ein hinten abgestutztes, gleich- 
schenkeliges Dreieck bildend, beide oben mit einem auf 
dem 7. schwach, auf dem 8. schärfer erhabenen Kiele ver- 
sehen. Die Bauchsegmente 2—6 bilden in der Mitte 
Falten, die aber nur auf dem 2. und 3. scharf vorspringen, 
auf den übrigen abgeflacht sind, dabei sind die Segmente 
allmählig so verkürzt, dass das 6. nur mehr als schmaler 
Streif hinter dem 5. vorragt und die Bauchspalte, die von 
den umgeschlagenen und schief nach vorne verlängerten 
beiden letzten Rückensegmenten gebildet wird, fast i der 
Länge des Bauches einnimmt. Dadurch kann die Lege- 
röhre beim Anstechen sehr leicht in einen rechten Winkel 
mit der Bauchfläche gebracht werden. Die Beine sind im 
Ganzen schlank, die Vorderschenkel schwach, ziemlich stark 
zusammengedrückt, nach unten und nach vorne etwas ge- 
krümmt, unten wenig erweitert, die Vorderschienen viel 
kürzer als die Schenkel und Füsse, nahe unter der sehr 
dünnen Basis bis ans Ende aufgeblasen, zuletzt wieder 
etwas verschmälert, und vor der Verschmälerung innen mit 
einem senkrecht nach unten gerichteten Dorn versehen ; 
Mittel- und Hinterschienen haben 2 Dornen, von denen 
der hintere merklich länger ist. 

Schwarz, Taster, Schenkel, Schienen und vordere Füsse 
rot, deren letztes Glied mit den Klauen und die Spitze 
der Hinterschienen (wenigstens hinten) schwarz. Die Fühler 
haben einen weissen Ring, der sich über das 9. -12. Geissei - 
glied erstreckt und unten mehr oder weniger von der 
schwarzen Grundfarbe unterbrochen wird, die Hinterfüsse 
ebenfalls einen solchen, der das 2., 3. und einen Teil des 
4. Gliedes einnimmt. Die Flügel sind glashell, etwas horn- 
artig glänzend, Mal und Adern schwarzbraun, ohne Spur 
von Fenstern, die Basalader mündet ein gutes Stück ausser 



1346 Pimplinae. 



der Humeralquerader in die Cubitalader, die äussere Dis- 
koidalquerader ist kaum etwas nach aussen gebogen, dki 
Analquerader der Hinterflügel nicht sehr weit vor der Mitte' 
gebrochen. 

L. 12, Bohrer 5 mm. 

Das hier beschriebene £ stammt aus der Gegend vor; 
Leipzig und wurde wahrscheinlich aus einer Sesia gezogen 

Als zweifelhaft gehört hierher 

Echthrus armatus Grav. 1829 E. a. Qravenhorst, Ichneum: 
Eur. III p. 867 $ | ? 1829 Phygadeuon semiorbitulus Qravenhorst 
lehn. Eur. II p. 682 cj\ 

„Schwarz, Mitte der Mandibeln und Fühlerglied 3— j 
braunrot. Metathorax hinten mit zwei spitzen Seitendornen 
Flügel schwach getrübt, Stigma schwärzlichbraun ; Areoh 
fünfseitig, der Aussennerv fehlend. Beine rot, die End: ; 
glieder der Tarsen und die Spitzen der hintersten Schienet 
braunschwarz. Hinterleib so lang und breit wie Kopf unc 
Thorax, länglich-oval ; Segment 1 und 2 runzlig, braunrot 
ebenso auch die Basis des 3. Segmentes, das 1. Segment mi 
2 Längskielen. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

L. 9 mm. 

Das einzige $ stammt von Breslau." 



3. Gen. ISChllOCerUS Grav. 

1829 Ischnocerus Qravenhorst, lehn. Eur. II p. 949. 

1859 Mitroboris Holmgren, Oefvers. Svensk. Vet.-Akad. Förh. XVI p. 131 

Kopf massig aufgetrieben, oberhalb der Fühler mit einen 
ausgehöhlten und ausgerandeten Fortsatz oder Zahn. Clypeu; 
flach, vom Gesicht getrennt. Fühler dünn faden- oder borsten 
förmig, etwas länger als Kopf und Thorax zusammen. Meso 
notum dreilappig ; Metathorax deutlich gefeldert, hinten mi 
Seitendornen, seine Luftlöcher oval. Areola im Vorderflüge 
fehlend, auch nicht in der Anlage vorhanden ; Stigma seh: 
schmal. Alle Schenkel gedrungen, auch die Hinterhüften ver 
dickt, Mittelschienen beim £ spiralig gekielt, fast wie gedreht 
Hinterleib fast gestielt; Bohrer aus einer Bauchspalte kommend 
von Hinterleibslänge oder etwas kürzer. 

Gravenhorst gründete diese Gattung auf den Ichneumor 
rusticus Fourcroy, Ent. Paris. 1785 p. 426 n. 95. Die Diagnose 
des letzteren : „Niger, pedibus rufis, setis ani corpore dupk 
brevioribus, tibiis posticis nigris" gibt nicht den geringster 
Anhaltspunkt, welches Tier darunter zu verstehen ist. Als Autoi 
wäre also Gravenhorst zu stellen, aber auch der Ischnocem 



Ischnocerus. 1347 



sticus Gravenhorst kann nicht beibehalten werden, indem er, 
e Kriechbaumer zeigt, eine Mischart ist und in Wirklichkeit 
s zwei Arten besteht. Dasselbe ist der Fall mit den von den 
äteren Autoren unter diesem Namen beschriebenen Tieren, 
as sonst unter Ischnocerus beschrieben ist, ist höchst fraglich. 

Kopf stark punktiert, hinter den Augen rundlich verschmä- 
lert ; Stirnlamelle breit, am Ende dreieckig ausgeschnitten ; 
Fühler fadenförmig, gegen das Ende etwas verdünnt, mehr 
oder weniger rostrot. Bohrer kaum kürzer als der Hinterleib. 

1. filicornis Kriechb. 
Kopf weniger dicht punktiert, hinter den Augen schwach 
erweitert ; Stirnlamelle schmal, am Ende nur schwach aus- 
geschnitten ; Fühler borstenförmig. Bohrer etwas länger 
als der halbe Hinterleib. 

2. seticornis Kriechb. 

I. filicornis Kriechb. 1879 I. filicornis Kriechbaumer, Correspbl. 
zool. min. Ver. Regensburg XXXIII p. 164 $tf | Ischnocerus rusticus 
et Mitroboris cornuta aut. (partim). 

Kopf oben ziemlich grob und tief punktiert, hinter den 
Augen beiderseits regelmässig gerundet und dabei gegen 
das Ende etwas verschmälert ; Stirnplatte breit, sodass sie 
von oben betrachtet den Raum zwischen den Fühlern fast 
ausfüllt, am Ende breit dreieckig ausgeschnitten; Fühler 
fadenförmig, deutlich dicker als bei der folgenden Art, 
gegen das Ende wenig und nicht scharf zugespitzt ; die 
Glieder deutlich abgesetzt und daher leichter zu unter- 
scheiden, ihre Farbe grösstenteils rotbraun, an der Basis 
und Spitze mehr oder weniger verdunkelt. Der Bohrer des 
£ ist allmählig und kaum merklich gegen die Mitte hin 
verschmälert, daher fast parallel verlaufend, seine Länge 
beträgt 6 mm bei 8 mm Hinterleibslänge. — Die Färbung 
ist bei beiden Arten fast gleich. Körper schwarz, Beine 
rot, die hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, die 
Schienen an der Basis weisslich gelb. 

L. 10 — 14 mm. 

Mittleres Europa. — Als Wirte von I. rusticus werden 
Aromia moschata und Rhagium mordax angegeben. 

I. seticornis Kriechb. 1879 I. seticornis Kriechbaumer, Correspbl. 
zool. min. Ver. Regensburg XXXIII p. 165 $0* | Ischnocerus rusticus et 
Mitroboris cornuta aut. (partim). 

Kopf feiner, weniger tief und dicht punktiert, hinter den 
Augen beiderseits mehr nach hinten verlängert, dabei etwas 
erweitert und erst im hintersten Drittel deutlich abgerundet; 
die Stirnplatte schmal, sodass zwischen ihr und den Fühlern 



1348 Pimplinae. 



jederseits ein leerer Raum von der Breite der Platte selb: 
übrig bleibt, die Ausrandung am Ende weniger ti<; 
und deutlich ; die Fühler ganz dunkelbraun, fast borster 1 
förmig, also viel dünner und ihrer ganzen Länge nac 
mehr verschmälert, auch etwas länger, daher auch di 
einzelnen Glieder länger und dünner, undeutlich abgeset 
und namentlich gegen das Ende sehr schwer von eir 
ander zu unterscheiden. Der Bohrer ist etwas kürzer al 
bei der vorigen Art (4 mm bei 7 mm Hinterleibslänge 
gegen die Mitte mehr verschmälert, daher mehr lanzettlic 
erscheinend, Die Tarsen, namentlich die vordersten, sin 
etwas länger und dünner als bei filicornis. 

Grösse und Verbreitung wie bei voriger Art. Scheint vk 
häufiger als letztere zu sein, wenigstens gehören alle mein 
Exemplare, die ich hier in Thüringen und vor einige 
Jahren in Wildbad im Schwarzwald gefangen habe, z 
I. seticornis. 



Der I. marchicus (Htg.) Ratzeburg, lehn. d. Forstins. 
p. 149 und II p. 122 ist ein rätselhaftes Tier und gehört sicher 
lieh nicht in diese Gattung. Er wurde aus Gastropach \\ 
pini gezogen. 

Zweifelhafte und sicherlich auch nicht zu Ischnocerü 
gehörende Arten sind ferner : I. microeephalu 
Gravenhorst, Ichneum. Eur. II p. 954 £0*, I. m ac ulip enni 
Brülle, Hist. nat. Ins. Hymen. IV p. 261 $ und I. purgato: 
Brülle 1. c. p. 260 $. 



4. Gen. XylOllOHlUS Grav. 

1829 Xylonomus Gravenhorst, lehn. Eur. III p. 819. 

Kopf kuglig, gegen den Mund nicht verengt; Clypeus getrennt 
am Ende meist stark niedergedrückt; Fühler dünn fadenförmig 
meist weiss geringelt, besonders beim $ in der Regel an de: 
Spitze mit Wimperborsten ; die einzelnen Fühlerglieder lang ge 
streckt, am Ende etwas geschwollen. Thorax cylindrisch, Me 
sonotum dreilappig, Metathorax deutlich gefeldert, mit linearer 
oder elliptischen Luftlöchern. Flügel ohne Areola, dieselbe 
auch nicht in der Anlage vorhanden. Vorderschienen nament- 
lich beim £ verdickt und an der Basis eingeschnürt; Klauen 
klein, einfach. Hinterleib gestreckt, Segment 1 länger als breit, 
nach vorn verengt, gekielt; Segment 2 und 3 mit mehr oder 
weniger deutlichen Eindrücken ; Bohrer aus einer Bauchspalte 
kommend, von verschiedener Länge. 



Xylonomus 1349 



Förster hat Xylonomus in folgende 6 Untergattungen 
riegt, deren Unterschiede aber zu schwankend sind : 

. Fühler in beiden Geschlechtern durch längere rauhe Haare 
wirtelig behaart, beim tf die ganzen Fühler, beim £ nur 
gegen das Ende hin. Fühler des £ mit weissem Ring. 
Bohrer etwas länger als der Hinterleib. 

Sterotrichus Forst. 
Fühler in beiden Geschlechtern kurz- und feinhaarig, nur 
beim £ an oder vor der Spitze mit abstehenden Borsten- 
haaren. 2. 

. Nervulus antefurcal, also vor dem Basalnerv. 1. Segment 
vor dem Ende mit tiefer Querrinne. 

Gonophonus Forst. 

Nervulus hinter dem Basalnerv. 1. Segment vor der Spitze 
ohne Querrinne. 3. 

i. Segment in der Mitte mehr oder weniger eingeschnürt. 
Xylonomus (s. str.) Grav. 

1. Segment in der Mitte nicht eingeschnürt. 4. 

2. Segment länger als breit. Hinterleib ganz schwarz, Beine 
fast ganz rotgelb. Moerophora Forst. 

2. Segment nicht länger als breit. 5. 

Kopf hinter den Augen nach aussen erweitert. Fühler bei 
£ und tf weiss geringelt. 1. Segment mit durchgehenden 
Rückenkielen. Bohrer von Hinterleibslänge. 

Sichelia Forst. 

Kopf hinter den Augen nach aussen nicht erweitert. Fühler 
nicht weiss geringelt. 1. Segment ohne durchgehende 
Rückenkiele. Rhadina Forst. 

Uebersicht der paläarktischen Arten. 

Hinterleib an den Seiten, namentlich der mittleren Seg- 
mente, weiss gerandet oder weiss gefleckt. Fühlerring 
und Basis der hintersten Schienen, ebenso die inneren 
Augenränder weiss. Bohrer kürzer als der Hinterleib. 2. 

Hinterleib ohne weisse Zeichnung. 3. 

Hinterleibsbasis, in der Regel das 1. und 2. Segment, braun- 
rot, Segment 4 — 6 an den Seiten weiss. Bohrer nur wenig 
kürzer als der Hinterleib. 12—14 mm - 

5. ferrugatus Grav. 



135° Pimplinae. 



Hinterleib schwarz, bei einer Varietät die hinteren Se 
mente zum Teil rot. Die vorderen Segmente, vom erst< 
an, weiss gezeichnet. Bohrer wenig länger als der hal' 
Hinterleib. 10—12 mm. 6. praecatorius Grav. 

3. Hinterleib ganz schwarz, nur bei den ^ zuweilen die vc 
deren Segmente hinten rot gerandet. 4. 

Hinterleib rot oder rot und schwarz. 15. 

4. Hinterschienen an der Basis weiss. 5. 
Hinterschienen an der Basis nicht weiss. 8. 

5. Beine schwarz, Basis der Schienen und Ring der hinterst» 
Tarsen weiss; die vordersten Schienen rötlich. Fühlern 
weissem Ring. Stirnränder und meist auch die innen 
Augenränder weiss. Bohrer etwas kürzer als der Hinte 
leib. 12—14 mm. 7. sepulcralis Holmgr. 

Schenkel rot, die hintersten am Ende schwarz. 6. 

6. Die hintersten Schienen rot, an der Basis weiss, an d 
Spitze und hinter der Basis schwärzlich. Das 1. Segme 
3 mal so lang als hinten breit, mit 2 deutlichen Läng 
kielen. Die inneren Augenränder weiss. 8 — 10 mm. 

6. praecatorius Grav. tf. 

Die hintersten Schienen schwarz, an der Basis weiss. 

7. <j>. Fühler mit weissem Ring. Das 1. Segment mit Kiele 
welche bis zur Spitze reichen. Bohrer von Körperläng 
15 mm. 8. alpestris Habermehl. 

cj\ Fühler ohne weissen Ring. Das 1. Segment nur doppe 
so lang als breit, die Längskiele undeutlich oder fehlen 
10 mm. 9. caligatus Grav. 

8. Beine ganz rot, nur die hintersten Tarsen und mehr od 
weniger auch die hintersten Schienen verdunkelt. Fühl 
mit weissem Ring. Das 1. Hinterleibssegment 5—6 mal i 
lang als breit; Bohrer fast von Körperlänge. Sehr gros 
Art von 16 — 20 mm. 4. rufipes Grav. 
Beine nicht ganz rot; gewöhnlich Hüften und Trochantei 
schwarz. 9. 

9. Wenigstens die Stirnränder weiss, bei dem ^ der eine 
Art das ganze Gesicht. 10. 

Kopf vorn ganz schwarz, n. 

10. Beim £ die ganzen inneren Augenränder und die Untei 
seite des Schaftes weiss. Vorderschienen sehr stark ar| 



Xylonomus. 135 1 



geschwollen, von sehr blasser, durchschimmernder Färbung. 
Scheitel meist rotbraun. Hinterstiel des 1. Segmentes nach 
hinten nicht erweitert. Beim tf das ganze Gesicht mit 
Clypeus, die vorderen Hüften und Trochantern weiss. 
10. brachylabris Kriechb. (X. ater Rtzb.) 

Beim £ nur die Stirnränder weiss. Vorderschienen weniger 
stark aufgetrieben. Beim tf nur die inneren Augeuränder 
weiss. 1. ater Grav. 

11. Fühler beim £ weiss geringelt. Bohrer von Hinterleibs- 
länge. 12. 

Fühler ohne weissen Ring. 14. 

12. Vorderflügel mit 2 dunklen Querbinden, die innere schmal, 
die äussere breiter. Fühler am Ende mit Borsten. Das 
2. Segment mit schiefen Quereindrücken. 

13. corcyrensis Kriechb. 
Vorderflügel nicht mit 2 dunklen Querbinden. 13. 

13. Die hintersten Schienen und Tarsen schwärzlich, die ersteren 
an der Basis rötlichgelb. Zwischen den Fühlern eine zahn- 
artige Leiste. Beim $ an der Basis des 2. Segmentes, beim 
tf an der Basis von Segment 2—4 beiderseits ein Bogen- 
eindruck. 12 — 15 mm. 

11. propinquus Tschek J^. 

Die hintersten Schienen und Tarsen braun, erstere an der 
Basis und Spitze rötlich, an den hintersten Tarsen sind 
alle Glieder an der Spitze und der Metatarsus auch an der 
Basis rötlich. 10—12 mm. 12. annulatus Grav. 

14. Bohrer etwas länger als der halbe Hinterleib. Segment 
1—3 rauh, mit bogenförmigen Eindrücken, die folgenden 
Segmente glatt und ziemlich glänzend. Schenkel und 
Schienen rötlich, die hintersten Schienen mit Ausnahme 
der Basis und die hintersten Tarsen schwärzlich. 12 — 14 mm. 

15. scaber Grav. 

Bohrer fast von Körperlänge. Nur das 2. und 3. Segment 
mit Eindrücken. Sonst der vorigen Art sehr ähnlich. 
16. ephialtoides Kriechb. 

[5. Hinterschienen an der Basis weiss. Fühler beim £ mit 
weissem Ring. Bohrer von Hinterleibslänge. 16. 
Hinterschienen an der Basis nicht weiss. 17. 

[6. Hinterleib ganz rot oder nur am Ende etwas verdunkelt. 
Stirnränder weisslich. Beine rötlich, Hüften, Trochantern 



1 35 2 Pimplinae. 



und meist auch Schenkelbasis schwärzlich. Die grösst* 
Art, 16— 18 mm. 2. filiformis Grav. 

Segment 1 am Endrand, 2 und 3 ganz oder grösstenteil 
braunrot, beim tf gewöhnlich Segment 1—3 rot. Stirnrände 
weisslich, beim $ zuweilen undeutlich. Beine dunkler al 
bei voriger Art, zumal beim tf ; bei diesem die hinterstei 
Tarsen weiss geringelt. 12 — 14 mm. 

3. gracilicornis Grav. 

17. Vorderflügel mit 2 deutlichen dunklen Querbinden, di< 
inneren schmal, die äusseren breiter. Fühler vor dem End 
etwas verbreitert, mit Borstenhaaren, weiss geringelt. Hinter 
leib mit Ausnahme der Basis braunrot. 

14. fasciipennis Kriechb. 
Vorderflügel ohne deutliche dunkle Querbinden. 18. 

18. Fühler gegen die Spitze verdickt, mit weissem Ring. Bohre: 
ungefähr von Hinterleibslänge. 19. 

Fühler gegen das Ende nicht verdickt, sondern meisten! 
etwas verdünnt. 21. 

19. Hinterleib und Beine rot, Hüften und Trochantern schwarz 
Fühlerschaft unten und Seitenflecken am Ende des Meta 
thorax rot, letzterer hinten mit 2 Dornen. Bohrer etwa* 
länger als der Hinterleib. Kleine Art von nur 7—8 mm. 

17. securicornis Holmgr. 
Hinterleibsende schwarz. Grössere Arten. 20. 

20. Fühler wie bei X. pilicornis vor der Spitze mit 6—8 Stachel 
börstchen. Thorax nur oben und unten schwarz, an der 
Seiten ganz rotbraun. Beine rotbraun, Vorderhüften ganz 
die hintersten nur zum Teil schwarz. Bohrer von Hinter 
leibslänge oder etwas darüber. 9 — 12 mm. 

22. seticornis Strobl. 
Fühler dünn behaart, ohne Stachelbörstchen vor dem 
Ende. Thorax schwarz, ebenso Hüften und Trochantern, 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

18. clavicornis Kriechb. 

21. Das 1. Hinterleibssegment ohne Kiele. Fühler ohne weissen 
Ring. Vorderbeine rot, Hüften, Trochantern und Oberseite 
der mittleren Schenkel schwarz ; die hintersten Beine 
schwarz, Schienen an der Basis rot. Hinterleib an der 
Basis braunrot. Bohrer von Körperlänge. 12—14 mm. 

19. depressus Holmgr. 
Das 1. Hinterleibssegment mit 2 deutlichen Kielen. Fühler 
des $ mit weissem Ring. Basis oder Mitte des Hinterleibs 
braunrot. 22. 



Xylonomus. j^n 



■ Fühler nur dünn und kurz behaart. Metathorax hinten mit 
deutlichen Seitendornen. Flügel am Grunde der Radialzelle 
mit Trübung-. Stigma mit weisslicher Basis. Beine wie bei 
voriger Art gefärbt, Schenkel oft ausgedehnt verdunkelt, 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

20. irrigator F. 
Fühler beim $ gegen die Spitze, beim tf durchaus dicht 
und ziemlich lang behaart Metathorax hinten nicht oder 
nur schwach gedornt. Flügel hyalin, Stigma dunkelbraun. 
Beine rot, Hüften und Trochantern schwärzlich, Schienen 
m der Mitte verdunkelt. Bohrer etwas länger als der 
Hmterleib - 21. pilicornis Grav. 

I ?^ at i e T ?n ra v 1829 X> ater Qrav enhorst, Ichneum. Eur. III p. 827 
±0 I 1860 X ater Holmgren, Svensk. Vet. Akad. Handl. III p. 71 

yyt ( %nn rt o } ' 1863 ^ ater T ^ ch ^^S, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 
AX1 p. 300 bf. 

Kopf hinter den Augen glatt und glänzend. Metathorax 
mit 5 Feldern. Das 1. Segment ohne Kiele. - Schwarz, 
wenig glänzend ; innere Augenränder weisslich, Schläfen 
zuweilen braunrot. Flügel nur schwach getrübt, Stigma 
braun, Tegulä gelblich bis braun. Färbung der Beine ver- 
änderlich, ,beiin £ in der Regel rötlich, die hintersten 
Schenkelspitzen, Schienen und Tarsen schwärzlich, die 
Schienenbasis gelblich ; nicht selten Hüften und Troch- 
antern schwärzlich; beim tf die Vorderbeine mehr gelblich, 
die Hinterbeine ausgedehnt dunkel gefärbt. Bohrer etwas 
Fänger als der Hinterleib. 

L. 10—14 mm. 

Ueber fast ganz Europa verbreitet. Wurde aus Bockkäfern 
gezogen z. B. Isarthron luridum und Criocephalus rusticus. 

Bildet die Untergattung Rhadina Förster. 

' m' fi ^n 0r o m i S , G o aV - J 829 X - filif0rmis Gehörst, Ichneum. Eur. 
Ji 8 o°,^ ' i 86 ° X - L HoIm ^n, Svensk. Vet. Akad. Handl. III. 
P. 68 ¥ I 1863 X. fihcornis (Druckfehler) Taschenberg, Zeitschr f d 
ges. Naturw. XXI p. 300 $tf*. 

Diese und die folgende Art bilden die Untergattung 
Sichelia Förster. 

Runzlig-punktiert, wenig glänzend. Kopf hinter den Augen 
etwas verbreitert, Schläfen quer nadelrissig. Metathorax 
mit 5 deutlichen Feldern, hinten mit Seitendornen. Ner- 
vellus fast rechtwinklig gebrochen. Das 1. Segment ge- 
krümmt, länger als die Hüften, mit 2 parallelen Längskielen 
bis zur Spitze; das 2. Segment quadratisch, vorn mit einge- 
drückten Seitenlinien. Bohrer so lang wie der Hinterleib. 



1354 Pimplinae. 



£ Schwarz; Clypeus rötlich; Stirnränder, zuweilen auch die 
Seiten des Gesichts weisslich ; Fühler schlank, fadenförmig, 
mit weissem Ring, Schaft unten rötlich. Flügel etwas ge-i 
trübt, Stigma dunkelbraun, an der Basis weisslich. Beine 
rötlich, Hüften, Trochantern, meist auch die Basis der 
Schenkel schwärzlich, Schienen an der äussersten Basis 
weisslich. Uebrigens ist die Färbung der Beine sehr ver- 
änderlich. Hinterleib bräunlichrot, gegen das Ende etwas 
verdunkelt. 

Das ö* stimmt in der Färbung mit dem £ überein und 
zeichnet sich ausserdem durch einen weissen Ring der? 
hintersten Tarsen aus. 

L. 13 — 18 mm. 

Verbreitet über einen grossen Teil von Europa. — Lebt 
bei Bockkäfern z. B. Callidium variabile, Astynomus aedilis, 
Rhagium inquisitor, Ergates faber, Callidium sanguineum. 

3. X. gracilicornis Grav. 1829 X. gracilicornis Qravenhorst, Ich- 
neum. Eur. III p. 832 £cT | 1860 X. g. Holmgren, Svensk. Vet. Akad. 
Handl. III p. 68 $c? | 1863 X. g. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. 
Naturw. XXI p. 300 $ö*- 

Bildet mit der vorigen Art die Untergattung Sichelia 
Förster. 

Der vorigen Art in Grösse und Skulptur sehr nahestehend,; 
aber der Hinterleib nur an der Basis rot, die Beine etwas! 
anders gefärbt und der Nervellus stumpfwinklig gebrochen.; 

Schwarz, die inneren Augenränder zum Teil und Fühler-i 
ring weiss. Fühler dünn, kürzer als der Körper. Flügel 
namentlich in der Mitte um die Nerven etwas getrübt,! 
Stigma dunkel, an der Basis weisslich. Beine schwarzbraun,: 
die vorderen Schenkel und Schienen mehr rötlich, Schienen 
an der Basis weisslich, die hintersten Tarsen mit weissem 
Ring. Hinterleib auf den 2 oder 3 vorderen Segmenten 
braunrot, die Basis des 1. Segmentes oft schwärzlich. Bohrer 
von Hinterleibslänge. 

Gravenhorst gibt den weissen Ring der Hintertarsen nur 
für das £ an, ebenso auch die weisse Färbung der inneren 
Augenränder. 

L. 12—15 mm. Im Allgemeinen kürzer und gedrungener 
als die vorhergehende Art. 

Deutschland, Schweden. 

4. X. rufipes Grav. 1829 X. rufipes Qravenhorst, Ichneum. Eur. III 
p. 823 £ | 1880 X. r. Brischke, Schrift, naturf. des. Danzig N. F. IV 
p. 127 $ j\ 

Bildet die Untergattung Moerophora Forst, ausge- 
zeichnet durch das auffallend lange 1. Segment (auch das 



Xylonomus 1355 



2. Segment ist länger als breit) und die in der Regel ein- 
farbig roten Beine. 

Schwarz, schwach glänzend, Palpen rötlich ; Fühler 
schlank, kürzer als der Körper, mit weissem Ring. Meta- 
thorax deutlich gefeldert, hinten mit 2 längeren und darunter 
mit 2 kürzeren Seitendornen. Flügel schwach getrübt, 
Stigma braun, Tegulae rötlich. Beine rot, die hintersten 
Tarsen, zuweilen auch die hintersten Schienen, sehr selten 
auch die hintersten Schenkel braunrot. Das 1. Segment 
5 bis 6 mal so lang als breit, mit 2 deutlichen Längskielen, 
wie das 2. Segment runzlig-punktiert, letzteres deutlich 
länger als breit, die folgenden Segmente mehr und mehr 
glatt. Bohrer fast von Körperlänge. 

Var. 1 (nach Brischke) £ mit gelben Stirnseiten. Die 
hintersten Schienen und Tarsen braunrot. 

Var. 2 (nach Brischke) $ Metathorax und Hinterleib 
kastanienbraun. 

Die grösste der bekannten Arten, bis 20 mm lang. Zer- 
streut im mittleren und südlichen Europa. 

5. X. ferrugatus Grav. 1829 X. ferrugatus Qravenhorst, Ichneura. 
Eur. III p. 840 $ | 1860 X. f. Holmgren, Svensk. Vet. Akad. Handl. III 
p. 70 $ | 1877 X. f. Thomson, Opusc. entom. VIII p. 775 tf. 

$ Runzlig-punktiert, wenig glänzend, von gedrungener Gestalt. 
Metathorax mit 5 deutlichen Feldern. Nervellus unter der 
Mitte gebrochen. Beine kräftig. Das 1. Segment mit zwei 
schwachen Längskielen, hinter den Luftlöchern beiderseits 
tief ausgeschnitten; das 2. Segment quer, mit 2 Bogen- 
eindrücken. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. — 
Schwarz ; innerer Augenrand seitwärts von den Fühlern 
und Scheitel beiderseits weiss gefleckt ; Fühler mit weissem 
Ring. Flügel fast hyalin, Stigma dunkel mit weisslicher 
Basis; Tegulä braun. Beine rot, Hüften und Trochantern, 
Basis und Ende der Hinterschenkel sowie die hintersten 
Schienen und Tarsen schwärzlich, die Schienen an der 
Basis und ein Ring der hintersten Tarsen weiss. Hinter- 
leibsbasis rot, Segment 4—6 mit weissen Seiten. 

Das cf hat nach Thomson abstehend behaarte Fühler, 
die Hinterschienen sind an der Basis weiss, die hintersten 
Tarsen haben einen doppelten weissen Ring. Hinterleib 
an der Basis grob runzlig-punktiert, schwarz oder mit braun- 
roter Basis, zuweilen gegen das Ende an den Seiten weiss 
gezeichnet. 

L. 10—12 mm. 

Nördliches und mittleres Europa ; selten. 



»56 Pimplinae. 



X. praecatorius F. 1793 Ichneumon praecatorius Fabricius, Entom. 
System. II p. 139 | 1804 Cryptus praecatorius Fabricius, Syst. Piez.i 
p. 72 | 1829 X. pr. Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 841 £ j 1860] 
X. pr. Holmgren, Svensk. Vet. Akad. Handl. III p. 70 $ | 1863 X. pr. 
Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 300 $c? | 1829 X.j 
parvulus Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 825 0*. 

Runzlig-punktiert und fast ohne allen Glanz. Leicht zu] 
erkennen an dem reich weiss gezeichneten Kopf und Thorax, 
letzterer auch zuweilen mit roter Zeichnung. Beim £ haben 
überdies noch einige Hinterleibssegmente weisse Ränder. 
Das 1. Segment ist hinter den Luftlöchern deutlich einge- 
schnürt, mit 2 Längskielen bis zum Ende, das 2. und 3. 
Segment ist runzlig-rauh, breiter als lang. — Schwarz, die 
inneren Augenränder, zuweilen auch ein Teil der äusseren, 
eine Gesichtsmakel und ein erhabener Längsstreif zwischen 
den Fühlern weiss. Fühlerring und Unterseite des Schaftes 
weiss. Thorax mit weissen Flecken und Suturen, die zu- 
weilen verloschen sind ; eine weisse Linie unter den Flügeln 
ist stets vorhanden ; Schildchen meist mit 2 weissen Punkten ; 
Brustseiten häufig rot gezeichnet. Flügel hyalin, Stigma 
braun mit weisslicher Basis ; Tegulä rötlichgelb, meist weiss 
gefleckt. Beine rot, die vordem Hüften und Trochantern 
mehr gelb, Schienen an der Basis weisslich, die hintersten 
an der Spitze und hinter der Basis gewöhnlich verdunkelt. 
Das 1. Segment hinten weiss gefleckt oder gerandet, die 
folgenden Segmente an den Seiten und meist auch hinten 
weiss gerandet. Bohrer etwas länger als der halbe Hinterleib. 

Beim tf ist der Hinterleib einfarbig schwarz, fast gleich 
breit. Die Fühler sind schwarz, ohne weissen Ring, deutlich 
behaart. Innere Augenränder weisslich. Thorax in der 
Regel ohne weisse Zeichnung. Beine ähnlich wie beim £ 
gefärbt, Hüften und Trochantern schwarz, die hintersten 
Schenkel am Ende schwarz; Mittel- und Hinterschienen an 
der Basis weisslich. 

Var. 1 <j>. Kopf, Thorax und Hinterleib rot und weiss 
gezeichnet. 

Var 2 <j>. Gesicht und Schildchen ganz weiss; Thorax 
mit roten Seiten. 

L. 10 — 12 mm. 

Verbreitet über fast ganz Europa und eine der häu- 
figeren Arten. 

X. sepulcralis Holmgr. 1860 X. sepulchralis Holmgren, Svensk. 
Vet. Akad. Handl. III p. 71 <j>d". 

Wenig glänzend, runzlig-punktiert. Metathorax mit 5 
Feldern. Nervellus etwas über der Mitte gebrochen. Beine 
kräftig. Segment 1 und 2 rauh, das l. etwas gekrümmt, 



Xylonomus. 



1 357 

mit 2 Kielen, länger als die Hüften ; das 2. Segment beim 
? quer, beim tf etwas länger als breit. — Schwarz, die 
inneren Augenränder, wenigstens an der Stirn, und ein 
Fühlerring weiss. Flügel beim $ in der Mitte getrübt, 
Stigma braun, an der Basis weisslich. Beine schwarz, Basis 
der Schienen und ein Ring der hintersten Tarsen weiss ; 
die vordersten Schienen rötlich. Bohrer etwas kürzer als 
der Hinterleib. 

L. 12 — 14 mm. 

Wie es scheint nur aus Schweden bekannt. 

, X. alpestris Habermehl 1904 X. alpestris Habermehl, Jahresb. 
d. Urossherz. Gymn. u. Oberrealsch. Worms p. 28 $. 

1 Schwarz, Fühler gegen das Ende schwach verdickt, mit 
weissem Ring ; Aussenseite der letzten Glieder mit' ver- 
einzelten starren Börstchen. Beine rot, Vorderhüften grössten- 
teils, die hintersten an Basis und Spitze, die Spitze der 
hintersten Schenkel und die hintersten Schienen und Tarsen, 
die Basis der Schienen ausgenommen, schwarzbraun, Vorder- 
schienen unterhalb der Basis eingeschnürt, an dieser Stelle 
wie auch die Vordertarsen braun gefärbt. Basis der hin- 
tersten Schienen weisslich. Hinterleib schwarz, das 1. 
Segment in der Mitte nicht eingeschnürt, die Luftlöcher 
wenig deutlich, zwischen Basis und Mitte, die beiden Rücken- 
kiele bis zur Spitze reichend ; das 2. Segment an der Basis 
mit bogenförmigem Quereindruck; Segment 1—3 länger 
als breit. Metathorax deutlich gefeldert, hinten mit Seiten- 
dornen. Stigma braun, an der Basis hell ; Tegulae schwarz; 
Nervulus interstitial ; Nervellus in der Mitte gebrochen! 
Bohrer von Körperlänge. 

Das zu den Xylonomusarten mit ganz schwarzem Hinter- 
leib gehörende Tier ähnelt einigermassen X. propinquus 
Tschek, von dem es jedoch sowohl durch die weisse Hinter- 
schienenbasis als auch durch den in der Mitte gebrochenen 
Nervellus bestimmt verschieden ist. Auch die Graven- 
horst'schen Arten rufipes, scaber, annulatus, aterund Kriech- 
baumer's X. ephialtoides zeigen eine andere Färbung der 
Hinterschienen; scaber weicht ausserdem noch durch bogen- 
förmige Eindrücke auf den drei ersten Segmenten sowie 
durch eine kürzere Legeröhre von der beschriebenen Art 
ab. X. sepulchralis Holmgr. endlich unterscheidet sich 
durch den Besitz weisser innerer Augen- und Stirnränder 
und weissgeringelte Hintertarsen. 

Kopf deutlich breiter als der Thorax, hinter den Augen 
nicht verschmälert. Gesicht und Augenränder fein nadel- 
rissig, Stirn und Scheitel fein runzlig-punktiert Fühler- 



1358 Pimplinae. 



geissei gegen die Spitze sehr schwach keulenförmig ver- 
dickt. Das 1. Segment etwa 3 mal so lang als hinten breit, 
fein quer gerunzelt ; etwas hinter der Mitte sind 2 schief! 
nach hinten und oben bis zu den Längsleisten verlaufende, 
furchenartige Eindrücke wahrnehmbar. Das 2. Segment: 
zeigt auf der Oberseite 2 schief gestellte, furchenartige Basal- ■ 
gruben, die sich nach hinten in 2 flache bogenförmige 
Eindrücke verlieren. 

L. T5 mm. 

1 $ aus Bayern (Allgäu)." 

9. X. caligatus Grav. 1839 X. caligatus Gravenhorst, Ichneum. Eur.i 
III p. 828 cT I 1848 X. c. Ratzeburg, Ichneum. d. Forstins. II p. 106 c^J 
Vorliegende Art scheint mir eine sehr fragliche, da nur 1 : 
das tf* bekannt ist. Die Unterschiede von den verwandten 
Arten sind in der Tabelle angegeben. 

cj* Fühler schlank fadenförmig, kürzer als der Körper. Flügeljj 
etwas getrübt, Stigma schwarzbraun. Die vordersten Beine 
rot, Schienen aussen verdunkelt, an der Basis weisslich ; 
Mittelbeine rot, Hüften und Trochantern schwarz, Schienen 1 
aussen braun mit weisser Basis ; die hintersten Beine : 
schwarz, Schenkel rot mit schwarzer Spitze, Schienen an] 
der Basis weiss. Hinterleib etwas länger als Kopf und 1 
Thorax, schwarz, das 1. Segment reichlich doppelt so lang 
als breit, runzlig-punktiert, mit Spuren von 2 Längsfurchen; j 
Segment 2 — 6 fast gleichbreit ; das 2. Segment fein runzlig- 
punktiert, die übrigen mehr und mehr glatt. 
L. 10 mm. 

Das einzige Gravenhorst'sche Stück stammt von Breslau.] 
Ratzeburg erwähnt die Art nur dem Namen nach; siel 
ist ihm selbst nicht vorgekommen. 

o. X. brachylabris Kriechb. 1889 X. brachylabris Kriechbaumevi 
Entom. Nachr. XV p. 75 £cT I 1848 X. ater Ratzeburg, Ichneum. dJ 
Forstins. II p. 105 $cT I 1860 X. ater Holmgren, Svensk. Vet. Akad. 
Handl. 111 p. 71 £ (partim et excl. $). 

$ Schwarz, Palpen hell, Clypeus rötlich, die inneren Augen- 
ränder und die Unterseite des Schaftes gelblichweiss, 
Scheitel meist braunrot gezeichnet. Beine rötlich, die 
vorderen Hüften und Trochanteren mehr gelb, die hintersten 
Hüften und Trochanteren an der Basis schwärzlich, die 
hintersten Schienen mit Ausnahme der Basis und die; 
hintersten Tarsen dunkelbraun. Vorderschienen stark auf- 
getrieben, durchscheinend. Nervellus unter, selten in der! 
Mitte gebrochen. Bohrer wenig länger als der Hinterleib. 

<3* Gesicht, Clypeus, Schaft unten, sowie die vorderen Hüften 
und Trochanteren weisslichgelb. Schienen einfach. Hinter- 
leib schmal. 






Xylonomus. 1359 



Als wichtigstes und standhaftestes Merkmal zur Unter- 
scheidung der £ von ater sind die vordersten Schienen 
zu betrachten, welche stärker angeschwollen sind und dabei 
eine sehr blasse, fast durchscheinende Färbung und von 
der Spiralfalte kaum eine Spur zeigen. Der Stiel des 1. 
Hinterleibssegmentes, welch letzterer überhaupt etwas kürzer 
ist als bei ater, erweitert sich bis zum Postpetiolus zur 
doppelten Breite, während letzterer etwa um die Hälfte 
länger als ersterer ist und fast parallel zum Hinterrand 
verläuft. Stigma schmal und blass, von ziemlich dicken 
dunklen Nerven eingefasst. 

Leicht zu unterscheiden ist das tf durch das gelblich- 
weisse Gesicht nebst ebensolcher Oberlippe. Sonst ist es dem 
£ gleich gefärbt, die rote Färbung des Hinterkopfes tritt 
häufiger auf, die Vorderhüften sind mehr weissgelb, Hinter- 
hüften ausgedehnter schwarz. Das 1. Hinterleibssegment 
viel schmäler als beim <j>. Grössere Exemplare des tf 
zeigen Spuren rötlicher oder weisslicher Zeichnung auf dem 
Thorax und vorderen Hinterleibssegmenten. 

L. 8—13 mm. Bohrer bei 10 mm Hinterleibslänge 7 mm 
lang. 

Zerstreut im mittleren Europa. 

X. propinquus Tschek 1868 X. propinquus Tschek, Verh. zool. 
bot. Qes. Wien XVI11 p. 279 Qtf. 

Das £ dieser ausgezeichneten und seltenen Art scheint 
dem X. scaber Grav. nahe verwandt und würde sich durch 
folgende Merkmale unterscheiden: 1. Die Fühler sind 
weiss geringelt, 2. Das Stigma ist anders gefärbt, 3. Der 
Bohrer ist länger und 4. Nur das 2. Segment zeigt Bogen- 
eindrücke. 

Körper ziemlich robust, wenig glänzend, fein behaart, 
Thoraxrücken und die vorderen Segmente runzelig-rauh. 
Kopf fast von der Breite des Thorax, hinter den Augen 
nicht verengt; Maxillarpalpen lang, auf der inneren Seite 
gewimpert; Stirn zwischen den Fühlern mit zahnartiger 
Leiste; Clypeus, Wangen und Gesicht fast glanzlos, dicht 
und grob gerunzelt ; Scheitel grob punktiert, etwas glänzend. 
Fühler von halber Körperlänge, beim £ kurz, beim tf 
lang gewimpert, gegen die Spitze dünner, beim $ an der 
Spitze kurz eingebogen. Mesonotum oben sehr dicht und 
vStark gerunzelt, wenig glänzend, vorn schwach dreilappig; 
Brust- und Brustseiten glänzend, grob und etwas weitläufig 
punktiert; Metathorax etwa so lang als breit, grob ge- 
runzelt, mit 5 deutlichen Feldern. Nervellus unter der 
Mitte gebrochen. Hinterleib so lang wie Kopf und Thorax 



1360 Pimplinae. 



- 



zusammen ; das 1. Segment gegen die Basis nur wenig ve 
schmälert mit 2 Längskielen bis fast zur Spitze, hinten ni 
Quereindruck. Die 2 Bogeneindrücke an der Basis des | 
Segments ($) oder der Segmente 2—4 (tf) beginnen nebe 
einander in. der Mitte der Basis und laufen gegen die Eck 
derselben, innerhalb der Bogenlinien in beiden Geschlechte 
noch jederseits an der Basis des 2. Segments ein schief 
Linieneindruck. Die Bogeneindrücke nehmen beim ,3* geg 
die Spitze des Hinterleibs an Deutlichkeit ab, auf dem 
Segmente sind sie kaum noch sichtbar. Die Segmenl 
1—3 (cT) oder die ersten zwei und die Hälfte des 3. (<j 
sind rauh, fast glanzlos. Der übrige Hinterleib fein nade 
rissig, glänzend. Bohrer etwas länger als der Hinterlei 

Schwarz, Palpen an der Basis braun ; Fühlerglied 12—] 
beim $ weiss, unten mit bräunlichem Punkt. Flug« 
bräunlich getrübt, um die mittleren Nerven zum Teil ang<j 
raucht ; Stigma schwarzbraun mit hellem Fleck an del 
Basis, Tegulae schwärzlich. Beine schwärzlich, Schenke^ 
die vorderen Schienen, die hintersten an der Basis rötlichgell 

L. 12 — 15 mm. 

Niederösterreich. 

12. X. annulatus Grav. 1829 X. annulatus Qravenhorst, Ichneuni - 
Eur. 111 p. 825 $ . 

Schwarz. Palpen lang, braun. Fühler schlank, etwa! 
länger als der halbe Körper, am Ende gekrümmt, Glieifl 
14—16 weiss. Flügel schwach getrübt, Stigma hellbrauri 
Tegulae dunkelbraun. Beine gelbrot, Hüften und Trochan 1 
teien an der Basis schwarz, die hintersten Schienen braurjl 
an Basis und Ende rötlich, Tarsen braun, das 1. Glied aj 
Basis und Spitze, die folgenden nur an der Spitze rötlich ' 
gelb. Hinterleib so lang und breit wie Kopf und Thorax:! 
das 1. Segment gegen die Basis kaum etwas vereng! 
runzlig-rauh, mit 2 schwachen Längskielen ; das 2. Segmen 
runzlig-punktiert, beiderseits hinter dem Basalwinkel mi 
Grube; die folgenden Segmente allmählich küraer unc 
glänzender. Bohrer fast von Hinterleibslänge. 

L. 8 mm. — ^ unbekannt. 

Das einzige Exemplar stammt von Wien. 

13. X. fasciipennis Kriechb. 1894 X. fasciipennis Kriechbaumer 
Schletterer: Progr. Gymnas. Pola p. 22 $. 

„<j> Schwarz, Hinterleib mit Ausnahme der Basis braunrot 
Vorderschienen, Basis der hintersten und die Schenkel rot 
Fühler fadenförmig, vor der Spitze etwas erweitert und mil 
steifen Börstchen, weiss geringelt. Das 2. Segment an dei 
Basis beiderseits schräg und tief eingedrückt und ausserdem 



Xylon omus. , 1361 



mit 2 Bogenlinien. Vorderflügel mit 2 dunklen Binden, die 
innere schmal, die äussere breit, innen abgekürzt und in 
der Mitte eingeschnürt. 

Diese Art steht in Skulptur und Körperform sowie in der 
Flügelfärbung dem X. scaber, in der Färbung des Hinterleibs 
dem X. filiformis sehr nahe, während sie sich durch die 
borstentragenden Fühler an X. pilicornis anschliesst. Noch 
näher steht sie dem X. corcyrensis. Von diesen Arten ist 
X. fasciipennis durch den weissen Fühlerring und den mit 
Ausnahme des 1. Segments braunroten Hinterleib leicht zu 
unterscheiden. Die rauhe Skulptur des Thorax setzt sich 
noch auf die Basis des Hinterleibs fort, wird dann all- 
mählig feiner und verschwindet endlich ganz, sodass die 
letzten Ringe glatt und glänzend sind. Was Gravenhorst 
bei X. scaber von den beiden eingedrückten Bogenlinien 
des 2. und 3. Segments sagt, trifft bei X. fasciipennis 
bezüglich des 2. Segments ebenfalls zu, nur sagt er nicht, 
dass diese Bogenlinien mit 2 tiefen Eindrücken zusammen- 
stossen, welche die Vorderecken abschnüren, sodass jeder- 
seits eine schiefe, abgerundet rhombische Erhöhung ein- 
geschlossen wird ; auf dem 3. Segmente ist diese ganze 
Skulptur nur oberflächlich wahrzunehmen. Die innere Binde 
der Vorderflügel ist schmal und schliesst den Basalnerv 
und Nervulus ein, die äussere füllt den inneren Teil der 
Radialzelle mit Ausnahme des innersten Winkels aus, ist 
gegen den Cubitalquernerv etwas eingeschnürt, erweitert 
sich aber dann wieder. Stigma sehr schmal, schwarz mit 
rötlichweisser innerster Basis ; Nervellus etwas unter der 
Mitte gebrochen. 

L. 16 mm; Bohrer 11 mm. 

Pola in Istrien. 

X. corcyrensis Kriechb. 1894 X. corcyrensis Kriechbaumer, 

Schletterer : Progr. Gymnas. Pola p. 22 $. 

Sehr ähnlich der vorigen Art und dem X. scaber. Wie 
letzterer hat vorliegende Art eine rauhe Skulptur und einen 
ganz schwarzen Hinterleib, wie X. fasciipennis hat sie 
borstentragende Fühler. Das 2. Hinterleibssegment zeigt 
in der Mitte 2 etwas schiefe seitliche Quereindrücke, die 
in spitzem Winkel mit den die Vorderecken abgrenzenden 
Furchen zusammen stossen und in der Mitte des Vorder- 
endes ist noch ein kleiner, mit der Spitze nach vorn ge- 
richteter winkelförmiger Eindruck zu sehen. Von dieser 
Skulptur ist auf dem 3. Segmente nichts mehr vorhanden 
und erscheint hier nur jederseits noch eine schwach ge- 
wölbte Stelle der Oberfläche. Dieser Unterschied in Ver- 



r 362 Pimplinae. 



bin düng mit den borsten tragenden Fühlern trennt die a| 
von X. scaber. Die Flügelzeichnung ist ähnlich wie b 
X. fasciipennis, aber leicht angedunkelt. 

L. 12 — 13 mm ; Bohrer 5—6 mm. 

Ich fand die Art vor Jahren auf Corfu und schenkte I 
Kriechbaumer. 

15. X. scaber Grav. 1829 X. scaber Gravenhorst, Ichneum. Eur. 

p. 824 $. 

Kopf, Thorax und Hinterleibsbasis runzlig - punktier 
rauh. Fühler etwas kürzer als der halbe Hinterleib, ai 
Ende etwas verdünnt und gekrümmt. Flügel schwach g< 
trübt, Stigma rötlich, Tegulä braun ; Nerven auf der Flüge! 
mitte zum Teil rauchig getrübt. Beine gelbrot, Hüften, Td 
chantern und die hintersten Schienen und Tarsen schwär 
so lang und breit als Kopf und Thorax, das 1. Segmei 
mit deutlichem queren Bogeneindruck und zwei schwache 
Längskielen ; das 2. und 3. Segment wie das 1. rauh, vor 
mit 2 bogenförmigen Eindrücken, welche von der Mitl 
des Vorderrandes ausgehen ; die folgenden Segmente glal 
und glänzend. Bohrer etwas länger als der halbe Hinte 
leib. 

L. 10 mm. — 0* unbekannt. 

O esterreich. 

16. X. ephialtoides Kriechb. 1882 X. ephialtoides Kriechbaume 
Termesz. Füzet. VI p. 151 n. 15 J. 

„Schwarz, Beine rot, die hintersten Schenkelspitzel 
Schienen und Tarsen schwarz ; Fühler am Ende etwas vei 
dickt und hier an der Innenseite mit einigen steifen Börs< 
chen ; Hinterleib ziemlich schlank, an der Basis rauh ; da; 
1. Segment in der Mitte eingeschnürt, das 2. und 3. Segmerr 
an der Basis beiderseits schräg, in der Mitte bogenförmi 
eingedrückt. Bohrer von Körperlänge. Kopf zwischen de 
Fühlern mit Kiel. Metathorax ziemlich grob gerunzell! 
deutlich gefeldert, area superomedia f lasch enförmig. Hinter! 
leib vorn runzlig - rauh, gegen das Ende mehr glatl 
das 1. Segment hinter der Mitte eingeschnürt; das 2. Seginen; 
länger als breit, an der Basis beiderseits mit tiefem Schräg! 
eindruck, in der Mitte mit bogenförmigem Eindruck ; da,' 
3. Segment wenig länger als breit, mit ähnlichen abe 
schwächeren Eindrücken ; das 4. Segment etwas, das 5 
und 6. deutlich breiter als lang. Flügel schwach bis ziemlicl 
stark getrübt, Stigma braun mit hellem Basalfleck. 

Unterscheidet sich von X. rufipes durch die nicht weiss ge 
ringelten Fühlerund die ganz schwarzen hintersten Schienen 
von X. scaber durch die Färbung der hintersten Schienen unc 



Xylonomus ^63 



die anders geformten Bogeneindrücke der vorderen Segmente, 
sowie durch den längeren Bohrer ; von X. propinquns durch 
die ganz schwarzen Fühler und hintersten Schienen, auch 
durch den längeren Bohrer. 

L. 16 — 21 mm. 

Deutschland, Ungarn." 

X. securicornis Holmgr. 1860 X. securicornis Holmgren, Svensk. 
Vet-Akad. Handl. HI p. 69 $ | 1879 X. s. Kriechbaumer, Correspbl. 
zool. min. Ver. Regensburg XXX111 p. 168 und 169. 

„$ Runzlig - punktiert, matt. Schwarz, Unterseite des 
Schaftes, Seitenmakeln am Ende des Metathorax, Hinterleib 
und Beine rot ; Hüften und Trochantern schwarz ; Fühler 
mit weissem Ring ; Flügel etwas getrübt, Stigma braun, 
an der Basis hell, Tegulä bräunlich. Fühler am Ende ver- 
dickt, zerstreut behaart. Metathorax hinten mitSeitendornen. 
Das 1. Segment runzlig-rauh, hinter den Luftlöchern ein- 
geschnürt. Bohrer etwas länger als der Hinterleib. 

L. 5—6 mm. 

Schweden." 

Kriechbaumer macht mit Recht darauf aufmerksam, 
dass der Name securicornis = beilförmig unglücklich gewählt 
ist, da die Fühler wie bei seinem clavicornis eher keulen- 
förmig zu nennen sind. Die Holmgren'sche Art ist ausge- 
zeichnet durch die geringe Grösse, die beiden Metathorax- 
flecken und den ganz roten Hinterleib. Uebrigens scheint 
sie nicht wieder aufgefunden worden zu sein. 

X. clavicornis Kriechb. 1879 X. clavicornis Kriechbaumer, Correspbl. 
zool. min. Vcr. Regensburg XXXIII p. 168. £ . 

Schwarz, Hinterleib mit Ausnahme der Spitze und 
Beine rot, die hintersten, zuweilen auch die mittleren 
Schienen und Tarsen dunkelbraun, Fühler gegen das Ende 
verdickt, mit weissem Ring. Stigma dunkel, an der Basis 
weisslich. Vorderschienen an der Basis stark eingeschnürt. 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

Diese Art reiht sich an irrigator und pilicornis an und 
hat namentlich das weisse erste Drittel des Stigma mit 
jenem gemein, während die Form der Schienen mehr mit 
der von pilicornis übereinstimmt. Sie unterscheidet sich 
von beiden besonders durch die etwas kürzeren, aber deut- 
lich keulenförmigen Fühler und das stärker ausgebreitete 
Rot des Hinterleibs und der Beine. Jenes verdunkelt 
sich oft erst am letzten Ringe, doch zuweilen schon am 
linde des vierten. An den Beinen sind die Schenkel und 
vorderen Schienen nebst deren Tarsen mit Ausnahme des 






T 364 Pimplinae. 



letzten Gliedes, meistens auch die Hinterhüften wenigstens 
oben, seltener die Mitte der Hinterschienen braunrot. Das 
i. Hinterleibssegment hat 2 schwache Längskiele und wird 1 
durch eine ziemlich starke Einschnürung in 2 fast gleich- 
lange Hälften geteilt. 

L. 9—10 mm, Bohrer 5-6 mm. — tf unbekannt. 
5 £ von Tri est." 

19. X. depressus Holmgr. 1860 X. depressus Holmgren. Svensk 
Vet.-Akad. Handl. III p. 70 $ | 1880 X. d. Brischke, Schrift, naturf; 
Ges. Danzig N. F. IV p. 127 $0*. 

Runzlig-punktiert, wenig glänzend. Thorax ziemlich flach 
gedrückt; Metathorax mit 5 vollständigen Feldern. Ner- 
vellus in oder etwas unter der Mitte gebrochen. Hinterleib 
gerunzelt, das 1. Segment flach, ohne Kiele und ohne Ein- 
drücke, etwas länger als die Hüften, nach hinten allmählich 
verbreitert, das 2. Segment quadratisch, beiderseits an der 
Basis mit Schrägeindruck. Bohrer ungefähr von Körper- 
länge. 

Schwarz. Flügel leicht getrübt, Stigma braun, an der 
Basis weisslich, Tegulä braun. Vorderbeine rot, Hüften, 
Trochantern und Oberseite der Mittelschenkel schwarz; 
die hintersten Beine schwärzlich, Schienen gegen die Basis 
und Tarsen rot. 

Das tf stimmt nach Brischke in der Färbung ganz mit 
dem $ überein. 

L. 10 — 12 mm. 
Deutschland, Schweden. 

20. X. irrigator F. 1793 Ichneumon Irrigator Fabricius, Entom. Syst. 
II p. 152 | 1804 Bassus irrigator Fabricius, Syst. Piez. p. 97 $ | 1829 
Xylonomus irrigator Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 837 $0* | 1860 
X. i. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. III p. 69 $0* I 1863 X. i. 
Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 300 $rT I 1877 X 
i. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 775 £0*. 

Runzlig-punktiert, fast matt. Kopf nach hinten nicht er- 
weitert ; Fühler schlank, namentlich beim tf dicht und 
fein behaart. Metathorax oben mit 5 vollständigen Feldern, 
hinten mit Seitendornen. Nervellus in der Mitte ge- 
brochen. Beine kräftig. Das 1. Segment leicht gekrümmt, 
länger als die Hüften, hinter den Luftlöchern eingeschnürt 
und mit tiefem Eindruck, die beiden Längskiele bis zum 
Ende aber schwach. Das 2. Segment quer ($) oder etwas 
länger als breit (tf), beiderseits an der Basis mit Schräg- 
eindruck. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. 

Schwarz; Schaft unten rostrot, Fühlergeissel des $ mit 
weissem Ring. Flügel fast hyalin, in der Basis der Radial- 



^fylonomus. 1365 



zelle eine rauchige Trübung ; Stigma braun, an der Basis 
breit weisslich, Tegulä braun. Beine rot, Hüften und 
Trochantern schwarz, auch Schenkel und Schienen zum 
Teil verdunkelt. Hinterleib schwarz, Segment 1 und 2 oder 
1—3 ganz oder grösstenteils braunrot. 

L. 10 — 13 mm. 

Ueber den grössten Teil von Europa verbreitet. 

■ X. pilicornis Grav. 1829 X. pilicornis Qravenhorst, Ichneumon. 
Eur. III p. 833 $</* | 1860 X. p. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. 
III p. 69 £cT I 1863 X. p. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 
XXI p. 300 $c? | 1877 X. p. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 775 Qtf. 

Ausgezeichnet besonders durch die Behaarung der Fühler. 
Dieselben sind ganz (tf) oder nach der Spitze hin (£) stark 
behaart, hier beim £ etwas erweitert und an der Innenseite 
mit 6—8 deutlichen, senkrecht darauf stehenden Stachel- 
börstchen besetzt. Runzlig-punktiert, matt, namentlich die 
Hinterleibsbasis dicht und ziemlich grob punktiert. Meta- 
thorax rauh, die Enddornen in der Regel klein und stumpf. 
Beine schlank, Vorderschienen beim <j> innen unter der 
Basis etwas gedreht und mit Schrägeindruck. Das 1. 
Hinterleibssegment mit 2 deutlichen Kielen, beim $ hinter 
den Luftlöchern etwas eingeschnürt, das 2. Segment an der 
Basis mit Seiteneindrücken. Bohrer etwas länger als der 
Hinterleib. Schwarz, Schaft unten rötlich, Geissei beim £ 
mit weissem Ring. Flügel schwach getrübt, Stigma braun, 
Tegulä schwärzlich, zuweilen hell gerandet. Färbung der 
Beine sehr veränderlich, gewöhnlich rot, Hüften, Trochan- 
tern und Basis der Schenkel schwarz. Beim £ in der 
Regel Segment 1—3, beim tf nur 1 und 2 braunrot, die 
Basis des 1. Segments beim tf in der Regel schwärzlich. 

Var. 1 <j>. Segment 1 am Hinterrand und Segment 2 
braunrot, letzteres an der Basis schwarz gezeichnet. Schenkel 
und Schienen ausgedehnt schwarz. 

Var. 2 <j>. Wie die vorhergehende Varietät, aber der 
Hinterleib schwarz, nur das 1. und 2. Segment mit schmal 
rotem Endsaume. 

Var. 3 cj*. Beine grösstenteils schwarz, nur die vorderen 
zum Teil rot. Hinterleib schwarz, das 1. — 4. Segment braun 
durchschimmernd. 

L. 8 — 14 mm. 

Ueber das mittlere Europa verbreitet. — Type der Unter- 
gattung Sterotrichus Förster. 



1366 Pimplinae. , 



22. X. seticornis Strobl 1901 X. seticornis Strobl, Mitteil. Naturw. 
Ver. Steiermark p. 45 §. 

Sehr verwandt mit X. pilicornis, aber Fühler am Ende 
verdickt, die ganzen Brustseiten rot, Mesopleuren nadel- 
rissig, die hintersten Hüften fast ganz rot, Bohrer kürzer. 

Fühler mit weissem Ring und vor der Spitze mit 6—8 
Stachelbörstchen. Hinterleib rot mit schwarzen Endseg- 
menten. Beine durchaus rotbraun mit schwarzen Hüften 
und TroChantern. Vorderschienen wie bei X. pilicornis. 
Fühlerspitze bedeutend dicker als bei dieser Art ; Thorax 
nur oben und unten schwarz, an den Seiten ganz rotbraun ; 
Mesopleuren fast durchweg fein nadelrissig, dazwischen 
mit zerstreuter Punktierung ; die ganze Punktierung des 
Thorax viel feiner, dichter und mehr runzlig. Oberseite des 
Kopfes nicht fein zerstreut, sondern dicht runzlig-punktiert, 
fast matt. Hinterhüften nur unterseits teilweise schwarz, bei 
einem grossen <j> sind auch Gesicht und Wangen rotbraun 
gefleckt. 

L. 9 — 12 mm, Bohrer 5 — 7 mm. 

Zara in Dalmatien. 

5. Gen. XorideS Latr. 

1809 Xorides Latreille, den. Crust. et Ins. IV p. 4. 

Sehr ähnlich der Gattung Xylonomus, aber der Kopf 
weniger kuglig, das Gesicht nach unten stark verengt. Felder 
des Metathorax unvollständig oder vollkommen fehlend, seine 
Luftlöcher klein, fast kreisrund. Hinterleib glänzend, das 1. 
Segment mindestens doppelt so lang als breit, die Kiele meist 
undeutlich. Flügel ohne Areola, Nervellus über der Mitte ge- 
brochen. Beine, namentlich die hintersten, schlank ; Klauen 
einfach. 

Uebersicht der Arten. 

1. Fühlerring und die mittleren Glieder der hintersten Tarsen 
weiss. Beim <j> die inneren Augenränder, beim tf das 
Gesicht weiss. 

1. albitarsus Grav. 

Fühler und die hintersten Tarsen nicht weissgeringelt. 2. 

2. ? 3- 

3. vSchildchenspitze und Hinterschildchen weiss. Gesicht mit 
2 weissen Linien, Stirnseiten weiss gefleckt. 

6. erosus Tschek. 
Schildchen und Hinterschildchen nicht weiss gezeichnet. Die 
inneren Augenränder weisslich oder gelblich gezeichnet. 4- 



Xorides. 1367 



4. Hinterleib an der Basis ziemlich grob runzlig-punktiert ; 
Bohrer so lang wie der Hinterleib. Stigma heller oder 
dunkler braun. 

4. Wahlbergi Holmgr. 

Hinterleib fein gerunzelt. Stigma bei der einen Art 
gelblich. 5. 

5. Thorax schwarz. Stigma heller oder dunkler braun. 

2. nitens Grav. 
Prothorax mit weissem Rand. Stigma gelblich. 

3. collaris Grav. 

6. Nur die inneren Augenränder weiss. Hinterleib schlank, 
gleichbreit, das 1. Segment fast glatt, 3—4 mal so lang 
als breit. 

2. nitens Grav. 

Das ganze Gesicht weiss. 7. 

7. Geissei glied 7—9 ähnlich wie bei Lampronota ausgenagt. 
Die vorderen Hüften und Trochanteren weisslich. 

6. erosus Tschek. 
Geisselglied 7—9 nicht ausgenagt, von normaler Bildung. 
Rand des Prothorax wenigstens an den Seiten weisslich. 8. 

3. Sehr kleine Art. Vorderbeine gelb, Hüften und Trochan- 
tern weisslich. Hinterbeine bräunlichgelb, Hüften braun, 
Trochantern blassgelb. Hinterleibsbasis runzlig-punktiert. 

5. variipes Holmgr. 
Grössere Arten. Die hintersten Beine rot, Schienen und 
Tarsen, zuweilen auch die Schenkelspitze schwarz. 9. 

?. Hinterleib glatt und glänzend. Stigma gelblich. Schild- 
chen schwarz. 

3. collaris Grav. 

Hinterleibsbasis grob runzlig-punktiert. Stigma braun. 
Schildchenspitze weisslich. 

4. Wahlbergi Holmgr. 

I X. albitarsus Grav. 1829 X. albitarsus Qravenhorst, Ichneum. Eur. 
III p. 849 $ | 1860 X. a. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. 111 
p. 66 o 7 | 1863 X. a. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI 
P. 301 %tf. 

£ Fein runzlig-punktiert, wenig glänzend. Schwarz, weiss 
oder weisslich sind : Palpen, Fühlerschaft unten, Fühlerring, 
Augenränder sehr fein, Vorderbeine unten, die mittleren 
am Knie und der Innenseite der Schienen, die hintersten 
an der äussersten Schienen wurzel und dem grössten Teile 
der Tarsen, ferner Tegulä und Flügelwurzel, sowie die 



r 3Ö8 Pimplinae. 



Hinterländer von Segment 5—6. Stigma schwärzlieh. Beine 
sonst rot, die hintersten Schienen schwärzlich. Hinterleib 
länger als Kopf und Thorax, das 1. Segment ist 3 mal so 
lang als breit, die folgenden breiter und kürzer werdend, 
Endsegmente ziemlich glatt; Bohrer von halber Hinter- 
leibslänge. 

Beim tf sind weiss: Palpen, Gesicht, Fühlerschaft unten, 
Fühlerring, Augenränder auf dem Scheitel, Rand des Pro- 
thorax, ein Fleck über den Flügeln und die Tegulä. Die 
Einschnitte von Segment 1—3 breit, die übrigen schmal 
weisslich. Beine wie beim £ gefärbt, die vorderen oben 
mehr gelblich. 

L. 12 — 14 nim. 

Nördliches und mittleres Europa, aber überall nur ganz 
vereinzelt ; hier in Thüringen eine grosse Seltenheit. 

2. X. nitens Grav. 1829 X. nitens Gravenhorst, Ichneumon. Eur. III 

p. 847 ¥ cT I 1860 X. n. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. ii! 
p. 65 V | 1863 X. n. Taschenberg:, Zeitschr. f. d. ges. Naturw XXI 
P. 302 $ö*. 

Fein runzlig - punktiert und ziemlich glänzend, Schien- 
sporen gekrümmt. Schwarz, die inneren Augenränder gelb- 
lichweiss. Flügel hyalin, Stigma und Tegulä braun. Beil 
rot, die hintersten Trochantern zum Teil und die hinterste 
Schienen und Tarsen schwarzbraun. Hinterleib fein ledei 
artig, länger als Kopf und Thorax, fast schmäler als der 
Thorax, das 1. Segment etwas mehr als doppelt so lang 
als breit, hinten wie die folgenden Segmente weisslich ge- 
randet ; Bohrer etwa von Hinterleibslänge. 

Das tf ist von den übrigen Arten dadurch ausgezeichnet, 
dass nur die inneren Augenränder, nicht das ganze Gesicht, 
weiss gefärbt sind. Der Hinterleib ist sehr schlank und 
glänzend, das 1. Segment 3—4 mal so lang als breit und 
fast glatt. Beine wie beim $ . Vorderhüften und die hintersten 
Kniee zuweilen verdunkelt. 

L. 14—20 mm. 

Mittleres Europa. , 

3. X. collaris Grav. 1829 X. collaris Gravenhorst, Ichneum. Eur. III 
p. 848 £cf | 1860 X. c. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. III p. 
65 +d* 1863 X. c. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. p. 
302 £c?. 

$ Kopf und Thorax fein runzlig-punktiert und ziemlich 
glänzend ; Hinterleib fein gerunzelt, gegen das Ende mehr 
glatt. Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib. — Schwarz, 
die inneren Augenränder, Rand des Prothorax und Tegulä 
weisslich. Fühlerbasis unten rötlich. Flügel kaum getrübt, 



lb- 

■ 



Xorides. 



1369 



Stigma gelblich. Beine rot, die hintersten Schienen und 
Tarsen, häufig auch die Spitze der Hinterschenkel schwärz- 
lich. Die Einschnitte der vorderen Hinterleibssegmente 
in der Regel bleich. 

Das tf stimmt mit dem £ überein. Gesicht und Fühler- 
wurzel sind weiss. Vorderbeine mehr gelblich, Hinterschenkel 
zuweilen ganz verdunkelt. Hinterleib glatt und glänzend. 

L. 13 — 18 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. — Wurde aus Isarthron luridum 
gezogen. 

X. Wahltaergi Holmgr. 1860 X. Wahlbergi Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad.-Handl. III p. 65 tf | 1864 X. W. Brischke, Schrift, phys 
okon. Qes. Königsberg V p. 197 $0* | 1877 X. W. Thomson, Opusc. 
Entom. VIII p. 774 $<f. 

Diese Art ist besonders ausgezeichnet durch die gröbere 
Skulptur des Körpers, insbesondere der Hinterleibsbasis. 
— Beim $ sind die Palpen rotbraun, ein Fleck der orbitae 
faciales und die orbitae frontales gelb, die vorderen Hüften, 
Trochantern und Schienen rot, die hinteren Trochantern 
Schienen und Tarsen schwärzlich. Fussklauen gespalten. 
Stigma heller oder dunkler braun. Hinterleibssegmente 
mit hellen Einschnitten. Bohrer ungefähr von Hinterleibs- 
länge. 

Das tf unterscheidet sich von dem verwandten X. collaris 
leicht durch die grob runzlig-punktierte Hinterleibsbasis. 
Gelblichweiss sind : Palpen, Gesicht, Stirnränder, Unter- 
seite des Schaftes, Rand des Prothorax, Schildchenspitze 
und Tegulä. Stigma dunkelbraun. Beine rot, die vorderen 
ausgedehnt gelblich, die hintersten Trochantern oben, 
Kniee, Schienen und Tarsen schwärzlich. Hinterleibsseg- 
mente 3—7 mit bleichen Einschnitten. 

L. 12 — 16 mm. 

Nord- und Mitteleuropa; hier in Thüringen die häufigste 
Art. 

X. variipes Holmgr. 1860 X. varipes Holmgren, Svensk. Vet.- 
Akad. Handl. III p. 66 tf. 

Fein punktiert und schwach glänzend. — Schwarz, Palpen, 
Gesicht, Stirnränder, Fühlerschaft unten, Rand des Protho- 
rax und Tegulä gelblichweiss. Flügel hyalin, Stigma hell. 
Vorderbeine rötlich, Hüften und Trochantern weisslich ; die 
hintersten Beine bräunlichgelb, Hüften braun, Trochantern 
blassgelb. Hinterleib schlank, gegen die Basis runzlig- 
punktiert. 

Die kleinste Art, nur 5—6 mm. — £ unbekannt. 

Die, wie mir scheinen will, etwas fragliche Art wurde bei 
Quickjock in Lappland gefunden. 



137° Pimplinae. 



6. X. erosus Tschek 1868 X. erosus Tschek, Verh. zool. bot. des 
Wien XVIII p. 278 <j>cT- 

Runzlig-punktiert, wenig glänzend. Kopf hinter den Augen 
eckig erweitert, der äussere Augenrand an den Schläfen 
erst tief eingedrückt, dann scharf kielartig erhöht und hier 
grob körnig gerunzelt. Gesicht fein lederartig punktiert, 
Stirn vertieft, runzlig-punktiert Fühler von halber Körper- 
länge (<j>) oder etwas länger (tf), die Geisseiglieder 7—9 
beim tf ausgefressen. Mesonotum dreilappig, querrunzlig, 
matt ; Metathorax runzlig-punktiert, beim tf mit einer 
schwachen Mittelrinne, Hinterleib runzlig-punktiert, wenig 
glänzend ; das 1. Segment kürzer als die Hinterhüften, 
gegen die Spitze allmählich breiter, mit Spur einer Längs- 
furche. Bohrer etwas länger als der Hinterleib. — Schwarz, 
zwei Linien des Gesichtes, ein Punktfleck auf den Wangen, 
Stirnränder zum Teil und Spitze vom Schildchen und 
Hinterschildchen weisslich. Fühlergeissel .unten braun ; 
Flügel kaum getrübt, Stigma lehmgelb, Tegulä gelblich. 
Beine rot, die hintersten Trochantern zum Teil, die hintersten 
Kniee und Schienen und Tarsen schwarzbraun. 

Bei dem ^ das Gesicht, Seitenrand des Prothorax und die 
vorderen Hüften und Trochantern weisslich. Im Uebrigen 
wie das £ gezeichnet. 

L. 12 — 14 mm. 

Gefangen bei Piesting in Oesterreich. 



6. Gen. AchorOCephalllS Kriechb. 
1899 Achorocephalus Kriechbaumer, Entom. Nachr. XXV p. 295. 

Ein Mittelglied zwischen Xylonomus und Xorides, im 
Flügelgeäder dagegen mit Coleocentrus am meisten überein- 
stimmend. Charakteristisch ist der Kopf; hier zeigen sich 
jederseits zwischen dem hinteren Augenrande und der Hinter- 
hauptskante 4—5 kleine Grübchen, die nach innen von kleinen 
Höckerchen begrenzt sind. Kopf hinter den Augen erweitert. 
Thorax 3 mal so lang als breit, Metathorax fast kubisch, un- 
gefeldert. Stigma im Vorderflügel schmal, Areola schräg 
trapezisch, gestielt, Nervulus antefurcal, Nervellus weit über 
der Mitte gebrochen. Beine lang und schlank, alle Schienen 
einfach. Hinterleib sitzend, bis zum Ende des 3. Segments 
allmählich erweitert, vom 5. an gegen das Ende" stark 
verschmälert. Bohrer aus einer Bauchspalte kommend, von 
Körperlänge. 

Einzige Art : 



Achorocephalus. 1371 



• A. cinctipes Kriecht). 1899 A. cinctipes Kriechbaumer, Entom. 
Nachr. XXV p. 296 <j>. 

Das Exemplar, nach welchem die Beschreibung gegeben 
wurde, war defekt, indem die Fühler und Bohrerklappen 
fehlen. 
$ Schwarz, die inneren Augenränder und ein Ring der hinter- 
sten Tarsen weiss. Flügel getrübt. Beine rot, Hüften, 
Trochantern und die hintersten Schienen und Tarsen 
schwärzlich. Segment 2 — 5 rot. 

L. 22 mm. 

Taurus in Klein asien. 

7. Gen. (MlicliSlS Forst. 

1868 Calliclisis Förster, Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. XXV p. 169. 
1868 Phthinodes Tschek, Verh. zool. bot Qes. Wien XVIII p. 272. 
1870 Euchorides Cresson, Trans. Americ. Entom. Soc. III p. 167. 

Körper lang und schlank. Kopf kaum aufgetrieben; Gesicht 
nach unten nicht oder nur ganz wenig verengt; Mandibeln von 
(ungleicher Länge; Fühler lang und dünn faden- oder, fast 
ioorstenförmig, Schaft tief ausgeschnitten. Thorax cylindrisch, 
Mesonotum dreilappig, Metathorax nicht oder ganz undeutlich 
^efeldert mit rundlichen Luftlöchern. Flügel schmal, mit 
deiner Areola ; Nervellus stark postfurcal, über der Mitte 
gebrochen. Beine lang und dünn, die hintersten stark ver- 
engert; Klauen klein. Hinterleib sehr schlank, Segmente 
weit länger als breit, das 1. stielartig nach vorn verschmälert. 

Runzlig - punktiert, wenig glänzend. Bohrer von Hinter- 
leibslänge. 

1. hectica Grav. 

Sehr fein punktiert und ziemlich glänzend. Bohrer kürzer 
als der halbe Hinterleib. 

2. brachyura Holmgr. 

C. hectica Grav. 1829 Ephialtes hecticus Qravenhorst, Ichneum. 
Eur. III p. 248 cT | 1860 Poemenia tipularia Holmgren, Svensk. Vet.- 
Akad. Handl. III p. 67 £ | 1868 Phthinodes hecticus Tschek, Verh. zool. 
bot. Qes. Wien XVIII p. 272 <j> 0* | 1888 Calliclisis hectica Schmiede- 
knecht, Zool. Jahrb. III p. 440. 

Runzlig-punktiert, wenig glänzend. Kopf so breit wie 
der Thorax, hinter den Augen kaum verengt; Gesicht fein 
behaart; Fühler von halber Körperlänge ($) oder etwas 
darüber. Metathorax gegen die Spitze allmählich abfallend, 
fast körnig gerunzelt, matt, ohne Felder, höchstens die 
area superomedia schwach angedeutet. Hinterhüften lang, 
fein punktiert, die hintersten Schienen und Tarsen an Länge 
unter sich gleich. Hinterleib mehr als doppelt so lang als 



r 37 2 Pimplinae. 



Kopf und Thorax; das r. Segment das längste, länger als 
die Hinterhüften, Segment 2—6 länger als breit, sehr all- 
mählich an Länge abnehmend. Bohrer von Hinterleibs- 
länge. — Schwarz, Palpen weisslich, Fühlerbasis unten, 
Tegulä und Hinterleibseinschnitte gelblichweiss. Flügel 
leicht gelblich getrübt, Stigma rötlichgelb. Vorderbeine 
vorn gelb, hinten rötlichgelb ; hintere Trochantern, Schenkel- 
basis oben und die hintersten Schienen und Tarsen braun. 
tf Fühler an der Basis unten, Halsrand an den Seiten, eine 
verloschene Linie vor den Flügeln und Seitensutur des 
Metathorax weisslich. Stigma bräunlich, Tegulä weisslich. 
Vorderbeine weisslichgelb ; Hinterschenkel meist gebräunt, 
die hintersten Schienen an der Basis gelblichweiss. Hinter- 
leib sehr schlank; das 1. Segment fast 6 mal so lang als 
breit. 

L. 10 — 17 mm. 

Mittleres und nördliches Europa ; nicht häufig. 

2. C. brachyura Holmgr. 1860 Poemenia brachyura Holmgren, 
Svensk. Vet-Akad. Handl. III p. 67 $ | 1888 Calliclisis brachyura 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 440. 

$ Kopf mehr aufgetrieben als bei der vorhergehenden Art. 
Das 1. Hinterleibssegment kräftiger, deutlich kürzer als die 
Hinterhüften ; die folgenden Segmente länger als breit, fein 
punktiert, die hinteren mehr und mehr glatt, das 6. etwas 
breiter als lang. Bohrer kürzer als der halbe Hinterleib. 
Die hintersten Schienen etwas länger als die Tarsen. 

Sehr fein punktiert und ziemlich glänzend. Schwarz,^ 
Palpen weisslich. Flügel fast hyalin, Stigma braungelb, 
Tegulä gelblich. Vorderbeine rötlich, Hüften und Trochan- 
tern gelblich ; die hintersten Beine rot, die Basis der 
Trochantern und die Schienen unc Tarsen schwarzbraun. 
Hinterleibseinschnitte schmal hell. 

L. 5 — 6 mm. — tf unbekannt. 

Schweden. 

8. Gen. Poeilieilia Holmgr. 

1859 Poemenia Holmgren, Svensk. Vet-Akad. Förh. XVI p. 130 (partim). 

Stimmt ganz mit Calliclisis überein, aber Vorderflügel ohne 
Areola. — Segment 1—5 (<£) oder 1—7 (tf) länger als breit. 
Kopf wenig aufgetrieben, hinter den Augen leicht verengt; 
Clypeus flach, am Ende nicht niedergedrückt. Hinterleib schmal 
cylindrisch, fast gestielt. 

Im Gebiete nur eine Art : 



Poemenia. ^373 



P. notate Holmgr. 1859 P. „otata Holmgren, Oefvers. Svensk. 
Vet.-Akad. Förh. XVI p. 130 und 1860 Svensk. Vet.-Akad. Handl. 111 
p. 66 YcT I 1888 P. n. Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 111 p. 444 I 
1888 P. n. Kriechbaumer, Entom. Nachr. XIV p. 337 §. 

Runzlig-punktiert, wenig glänzend, fein weisslich pubes- 
eent. Kopf wenig aufgetrieben, nach hinten etwas ver- 
schmälert; Fühler vorgestreckt, etwas länger als die 
Körperhälfte, gegen das Ende etwas verdünnt. Metathorax 
ungefeldert. Nervellus über der Mitte gebrochen. Beine 
schlank, die hintersten Schienen mit kurzen Sporen 
Segment 1-5 ($) oder i- 7 (ö *) länger als breit, das 1. 
etwas kürzer als die Hinterhüften. Bohrer von Hinterleibs- 
länge. — Schwarz, Palpen, Rand des Prothorax, eine Makol 
vor den Flügeln und die Tegulä weisslich. Seiten des 
Thorax in der Regel, zuweilen auch der Rücken zum Teil 
braunrot. Flügel fast hyalin, Stigma gelblich oder hellbraun. 
Vorderbeine rötlichgelb, die hintersten rot, Trochantern, 
Schienen und Tarsen braun. Hinterleib oben mit weiss- 
lichen, an den Seiten mit rötlichen Endrändern. 
L. 10 — 12 mm. 

Nördliches und mittleres Europa; hier in Thüringen 
weit häufiger als die verwandte Calliclisis hectica. Ich 
finde beide Arten vorzugsweise an aus dünnen Nadelholz- 
Stämmen gezimmerten Schutzhäuschen auf Aussichts- 
punkten u. s. w. 



9. Gen. OdOütOIlierUS Grav. 

1829 Odontomerus Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 851. 

Kopf sehr breit, nach vorn "convex, hinten ausgerandet ; 
Clypeus deutlich vom Gesicht getrennt ; Fühler mit kurzen,' 
nach dem Ende etwas geschwollenen Gliedern, beim £ 
schwach perlschnurförmig. Thorax cylin drisch , etwas 
niedergedrückt; Mesonotum dreilappig; Metathorax deutlich 
gefeldert, hinten je in einen Seitenzahn auslaufend, Luft- 
löcher elliptisch. Flügel ohne Areola ; diese auch nicht in 
der Anlage vorhanden. Schenkel kurz und dick, die hin- 
tersten, deren Hüften gleichfalls kräftig sind, in der Mitte 
mit einem kräftigen, nach unten gerichteten Zahn. Klauen 
klein und einfach. Hinterleib gestielt ; Bohrer aus einer 
Bauchspalte kommend, länger als der Hinterleib. 

Die Arten sind schwer zu unterscheiden. — Der O. 
d e n t i p e s (Gmelin) Gravenhorst ist eine Mischart, haupt- 
sächlich aus den Arten 3—7. 



1374 Pimplinae. 



Uebersicht der paläarktischen Arten. , 

i. Hinterleib braunrot, das i. Segment schwarz. Beine rötlich,; 
Hüften nnd Trochantern grösstenteils und Hinterschenkel 
ausgedehnt schwarz. Bohrer etwas länger als der Körper. 

i. rufiventris Holmgr. 
Hinterleib schwarz. 2. 

2. Beine schwarz, nur die vordersten Schenkel und Schienen 

unten rot. Körper glänzend, Bohrer kaum länger als der 

Hinterleib. 

2. melanarius Holmgr. 

Auch die Hinterbeine zum Teil rot. Körper weniger 
stark glänzend. 3. 

3. Mittelschienen der $ innen ausgebuchtet und wie gedreht. 4. 
Mittelschienen der $ einfach. Fühlergeissel rostrot. 6. 

4. Die hintersten Hüften, Schienen und Tarsen schwarz, die 
Schienen an der Basis rot. Beim tf auch die hintersten 
Schenkel fast ganz schwarz. Fühlergeissel unten rotbraun, 
beim tf oft kaum merklich. Bohrer von Körperlänge. 

3. geniculatus Kriechb. 

Beine rot, höchstens an der Basis schwarz. Fühlergeissel 
schwarz. 5. 

5. Beine rot, an der Basis schwarz. Bohrer so lang wie der 
Körper. Das 2. Segment gestreift. 

4. pinetorum C. G. Thoms. 

Beine fast ganz rot. Seiten des Prothorax dicht punktiert. 
Bohrer länger als der Körper. 

5. punctulatus C. G. Thoms. 

6. Bohrer von Körperlänge. Das 2. Segment gestreift. Auge» 
beim £ deutlich, beim 3* kaum behaart. 

6. quercinus C. G. Thoms. 

Bohrer fast doppelt so lang als der Körper. Kopf hinter 
den Augen erweitert. Das r. Segment über 3 mal so lang als 
hinten breit, vor dem Ende beiderseits mit einer kleinen 
halbkreisförmigen Lamelle. 

7. appendiculatus Grav. 

I. O. rufiventris Holmgr. 1860 0. rufiventris Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. 111 p. 73 $ | 1877 0. r. C. Q. Thomson, Opusc. 
Entom. VIII p. 777 j I 1892 0. r. Brischke, Schrift, naturf. Qes. 
Danzig N. F. VIII p. 47 $. 
$ö* Fein punktiert und ziemlich glänzend. — Schwarz, Palpen 
hell. Flügel fast hyalin, Stigma braun, Flügelwurzel hell- 



Odontomerus. 



1375 



gelb, Tegulä braun. Beine gelbrot, die vorderen Hüften 
und Trochantern zum Teil, die hintersten ganz schwarz, 
die vorderen Schenkel mit schwärzlicher Makel, die hin- 
tersten zum grössten Teil schwarz. Hinterleib bräunlichrot, 
das 1. Segment schwarz; Bohrer etwas länger als der 
Körper. 

L. 6 — 10 mm. 

Schweden und Deutschland ; überall sehr selten. 

2. O. melanarius Holmgr. 1860 0. melanarius Holmgren, Svensk. 
Vet-Akad Handl. III p. 73 $ | 1877 0. m. C.Q.Thomson, Opusc. 
Entom. VIII p. 777 $. 

$ Fein punktiert, glänzend. — Schwarz, Palpen gelblich, 
Mandibeln an der Basis braun. Flügel getrübt, Stigma 
braun, Flügelwurzel gelblich, Tegulä braun. Beine schwarz, 
nur an den vordersten die Unterseite der Schenkel und 
Schienen rötlich. Bohrer kaum länger als der Hinterleib. 

Die Art ist ausgezeichnet durch die schwarze Färbung 
der Beine und starken Glanz. 

L. 10 — 12 mm. 

Schweden. 

3. O. geniculatus Kriechb. 1889 0. geniculatus Kriechbaumer, 
Entom. Nachr. XV p. 73 $3". 

$ Schwarz, Palpen und Beine rot, Vorderhüften an der Basis 

mehr oder weniger, die hintersten grösstenteils, ebenso 

die hintersten Schienen und Tarsen schwarz, die Schienen 

an der äussersten Basis rot. Mittelschienen an der Basis 

gedreht. Kopf nach vorn deutlich verschmälert. Bohrer 

so lang wie der Körper oder etwas länger. 

xT Schwarz, Palpen und Vorderbeine rot, Vorderhüften zum 

Teil schwarz ; die hintersten Beine schwarz, Hüften und 

Schenkelbasis rot. 

Die £ sind an den schwarzen, an der Basis roten Hinter- 
schienen, die tf an den schwarzen, nur an der Basis roten 
Hinterschenkeln am leichtesten zu erkennen, beide auch 
noch durch den nach vorn deutlich verschmälerten Kopf 
von pinetorum besonders zu unterscheiden. Die $ des 
punctulatus sind durch geringere Grösse, ganz rote Beine 
und die wenigstens an der Basis rote Fühlergeissel, quer- 
cinus und appendiculatus durch die einfachen Mittelschienen 
verschieden. O. melanarius ist durch die Farbe der Beine 
und die kurze Legeröhre, O. rufiventris durch den roten 
Hinterleib und die grösstenteils schwarzen Hinterschenkel 
verschieden. Die Fühlergeissel ist unten mehr oder weniger 
rotbraun, beim tf weniger deutlich. 

L. 8—13 mm. 

Deutschland, Schweiz. 



1376 Pimplinae. 






4. O. pinetorum C. G. Thotns. 1877 0. pinetorum- C. Q. Thomso 
Opusc. Entom. VIII p. 777 $3*. 

Mittelschienen der £ innen ausgebuchtet und wie gedreht 
Schwarz, auch die Fühlergeissel. Beine rot, an der Basis 
schwarz. Bohrer so lang wie der Körper. Das 2. Segment 
gestreift. (Ganze Beschreibung.) 

Nach Thomson nicht selten in ganz Skandinavien. 

5. O. punctulatus C. G. Thoms. 1877 0. punctulatus C. Q. Thomson 
Opusc. Entom. VIII p. 777 $ | 1889 O. p. Kriechbaumer, Entom. Nachr 
XV p. 76 £c/\ 

Mittelschienen der £ innen ausgebuchtet und gedreht 
Fühlergeissel schwärzlich (nach Kriechbaumer an der Basü 
rot). Schwarz, Beine fast ganz rot. Seiten des Prothoras 
dicht punktiert. Bohrer so lang oder wenig länger als dei 
Körper. Nach Kriechbaumer ist in Folge runzligei 
Skulptur der Metathorax glanzlos, nur ein paar glänzende 
Stellen an der Basis zuweilen ausgenommen. Das 1. Hin 
terleibssegment ist massig lang, nach hinten allmählich er 
weitert, der Stiel vom Hinterstiel zuweilen durch bald mehi 
bald weniger vorragende Knötchen gesondert. 

Die cf stimmen nach Kriechbaumer sowohl in den Skulp 
turverhältnissen als auch in dem gleichgrossen und irr 
Innern blassen Stigma mit dem $ überein. Die rote 
Färbung der Fühlergeissel ist hier meist auf die Unter- 
seite des 1. Gliedes beschränkt. Der Hinterleib ist ent 
schieden keulenförmiger als bei den andern Arten. Die 
hinteren Hüften sind meist mit Ausnahme der Spitze, die 
vordersten nur an der Basis schwarz, manchmal haber 
auch die Trochantern oben einen schwarzen Fleck. Die 
Mittelschienen sind an der Basis gebogen und gegen das 
Ende etwas erweitert. 

Eine der kleinsten Arten, 7 — 10 mm lang. 

Schweden, Deutschland (München und Tegernsee). 

6. O. quercinus C. G. Thoms. 1877 0. quercinus C.Q.Thomson 
Opusc. Entom. VIII p. 777 £ rj* | 1889 0. qu. Kriechbaumer, Entom 
Nachr. XV p. 74 %tf. 

Beim $ die Mittelschienen einfach, Fühlergeissel rötlich 
Schwarz, Beine rot, Augen behaart. Dem O. pinetorun] 
sehr ähnlich, aber Augen beim <j> deutlich, beim ^ kaum 
behaart, Stigma breiter, Fühler rötlich und Schienen einfach 

Nach Kriechbaumer ist die Behaarung der Augen kaumj 
wahrzunehmen. Bei den tf sind die Schenkel oft ,zMtn\ 
Teil schwarz; der 1. Trochanter ist meist ganz schwarz. 

Schweden, Deutschland, Schweiz. 



Tropistes. 1377 



7. O. appendiculatus Grav. 1829 0. appendiculatus Qravenhorst, 
Ichneum. Eur. III p. 853 $ | 1848 Xorides (Odontomerus) appendiculatus 
Ratzeburg, Ichneum. d. Farstins. II p. 108 | 1877 0. a. C.Q.Thomson, 
Opusc. Entom. VIII p. 777. 

Mittelschienen der <j> einfach. — Schwarz, Kopf hinter 
den Augen erweitert, Fühler rostrot, oben dunkler, die 
beiden Basalglieder gewöhnlich schwarz. Thorax cylindrisch, 
schlanker als bei den andern Arten. Flügel schwach ge- 
trübt, Stigma braun, Tegulä zum Teil rötlich. Beine, zumal 
die Schenkel, kräftig, rot, Vorderhüften zum Teil, die 
hintersten grösstenteils schwarz. Das 1, Segment mehr als 
3 mal so lang als hinten breit, vor dem Ende beiderseits 
mit einer kleinen halbkreisförmigen, oben concaven Lamelle. 
Das 1. und 2. Segment runzlig -punktiert, die folgenden 
glatt. Bohrer fast doppelt so lang als der Körper. 

L. 10 — 14 mm. 

Nördliches Europa. 



10. Gen. Tropistes Grav. 

1829 Tropistes Qravenhorst, lehn. Eur. III p. 442. 

Kopf kurz, quer, hinten abgerundet ; Fühler schlank faden- 
örmig, etwas kürzer als der Körper ; Augen oval. Thorax 
cylindrisch, mit gewölbtem Rücken ; Metathorax fein gerun- 
zelt, matt, mit schwacher Felderung. Flügel ohne Areola, die 
Nervatur wie bei Xylonomus, Odontomerus und Ischnoceros. 
Hinterleib ziemlich glatt, gestielt bis fast sitzend, hinten kiel- 
artig zusammengedrückt. Bohrer ebenfalls stark zusammen- 
gedrückt und nach unten gebogen, etwa von Hinterleibslänge. 

Beine gelbrot, Hüften schwarz. Kleinere Art von 6 — 7 mm. 

1. nitidipennis Grav. 
Beine ganz rot. Grössere Art von etwa 9 mm. 

2. rufipes Kriechb. 

T. nitidipennis Grav. 1829 T. nitidipennis Qravenhorst, Ichneum. 
Eur. III p. 445 <j>. 

£ Schwarz, Palpen gelblich, Mandibeln in der Mitte rot. 
Flügel irisierend, Stigma braun, Tegulä und Flügelwurzel 
gelblich. Beine gelbrot, Hüften schwarz, die vorderen am 
Ende rötlich. Segment 2 und 3 verschwommen braunrot. 
Bohrer fast so lang wie der Hinterleib, 

Var. 1 £ fuseipes Kriechbaumer, Entom. Nachr. 1894 
p. 260. Schenkel und Schienen stark verdunkelt. 



137^ Pimplinae. 



Var 2 £ nigriventris Kriechbaumer, ibidem p. 260, 
Hinterleib fast ganz schwarz, nur die Bauchkante rot. 
L. 7 — 8 mm. 

Scheint in ganz Europa vorzukommen, aber überal] 
höchst selten. 

2. T. rufipes Kriechb. 1894 T. rufipes Kriechbaumer, Entom. Nachr; 
XX p. 260 ?. 

Kopf quer, hinter den Augen gerundet und etwas ver 
schmälert, etwa um die Hälfte breiter als lang, glänzend. 
Fühler dünn fadenförmig, die 4 ersten Geisseiglieder so 
lang wie der ganze übrige Teil der Geissei, deren Glieder 
dann an Länge rasch abnehmen und nur sehr schwer von 
einander zu unterscheiden sind. Mesonotum fein punktiert, 
glänzend, Parapsidenfurchen kurz und tief ; Schildchen drei 
eckig, ziemlich flach; Metathorax fein gerunzelt, matt, 
area superomedia flaschenförmig, hinten offen und in 
ein grosses, 6-seitiges hinteres Mittelfeld übergehend. 
Hinterleib deutlich gestielt, Stiel und Hinterstiel von fast 
gleicher Länge, letzterer noch ein Mal so breit als ersterer, 
deutlich abgesetzt, Knötchen schwach vorstehend ; Segment 
2 ungefähr so lang wie 1, nach hinten verschmälert, seitlich 
zusammengedrückt, 3 so lang wie 2, die folgenden kürzer, 
stark zusammengedrückt, mit besonders vom 4. Segment 
an scharfer Rückenkante. Von der Seite gesehen erscheint 
der ganze Hinterleib vom 2. Segment an länglich eiförmig. 
Der Bohrer ist schwach bogenförmig nach unten gekrümmt 
und deutlich zusammengedrückt. — Schwarz ; Segment 2 mit 
Ausnahme eines schwarzen Fleckes am Hinterrande, Basis 
von 3 und die ganzen Beine rot. Flügel schwach bräunlich 
getrübt, kaum irisierend, Stigma schwarzbraun, ziemlich 
gross ; Areola durch die schwache Spur einer äusseren 
Querleiste angedeutet und an Mesostenus erinnernd. 

Var. 5 nigriventris Kriechbaumer 1. c. p. 261. Hinter- 
leib ganz schwarz. 

L. 9, Bohrer fast 5 mm. 

Nördliches und mittleres Europa ; selten. 

11. Gen. TryphOIlOpsiS Brauns. 
1898 Tryphonopsis Brauns, Arch. Ver. Fr. Naturgesch. Mecklenb. LI p. 62. 

Kopf gross und aufgetrieben ; Augen klein, Scheitel, 
Schläfen und Wangen breit ; Clypeus vom Gesicht geschieden, 
schopfartig behaart, am Ende abgerundet ; Mandibeln kurz, 
der untere Zahn länger; Fühler fadenförmig, gegen das Ende 



■; 



Tryphonopsis. 1379 



etwas verdünnt, Geisselglieder fast wirtelig behaart, die Basal- 
glieder mehr als doppelt so lang als breit, die folgenden all- 
mählich kürzer. Wangen so lang wie die Breite der Mandibel- 
basis. Thorax robust, Mesonotum mit fast fehlenden Parapsiden- 
furchen, Schildchen convex, Metathorax fast halbkugelig, un- 
gefeldert. Radius vor der Mitte des Stigmas entspringend, 
Areola gross, annähernd dreieckig, kurz gestielt, der rücklaufende 
Nerv weit hinter der Mitte mündend, Nervulus interstitial, 
Nervellus unter der Mitte gebrochen. Schiensporen von gleicher 
Länge, das 1. Drittel des Metatarsus erreichend ; Klauen klein, 
gekämmt. Hinterleib kurz spindelförmig, fast gestielt, das 1. 
Segment etwa so lang als breit, die folgenden stark quer, ohne 
Beulen oder Eindrücke. Bohrer aus einer Bauchspalte, stark 
säbelartig nach oben gekrümmt, etwas länger als der Hinter- 
leib. Der ganze Körper sehr fein gerunzelt. 






T. ensator Brauns 1898 T. ensator Brauns 1. c. p. 63 £. 

„Am gelben Kopfe sind nur die Mandibelspitzen, ein 
Fleckchen auf der schwach gewölbten Gesichtsfläche und 
ein grosser dreieckiger Fleck, der die ganze Hinterkopf- 
basis zur Grundlinie hat und die Nebenaugen umseht send 
in welliger Begrenzung bis zur Fühlerbasis verläuft, schwarz; 
schwarz ist auch der äusserste Schläfen- und Wangenrand 
und die Oberseite der Fühler. Der Thorax, der vorn kaum 
so breit ist wie der Hinterkopf, ist von schwarzer Grund- 
färbung : gelb ist fast der ganze Prothorax mit Ausnahme 
eines schmalen schwarzen Kragenrandes ; Mesothorax und 
Brust sind schwarz, aber beiderseits an den Schultern steht 
ein grosser hakenförmiger Fleck, dessen innerer Arm nach 
rückwärts über die Mitte des Rückenfeldes fast bis zur 
Schildchengrube verläuft, in der Mitte sich dreieckig nach 
innen verbreitert und mit dem entsprechenden Aste der 
anderen Seite sich vereinigt, so dass eine M-förmige gelbe 
Zeichnung auf der Rückenmitte entsteht ; der äussere Arm 
des Hakenfleckes läuft an den gelben Flügelschüppchen 
vorbei bis zu den Kielen vor dem gelben Schildchen, die 
oben schwärzlich sind, seitlich und unten gelb bleiben. Die 
ganze vordere und obere Ecke der Mesopleuren ist gelb, ein 
Fleckchen vor den Mittelhüften und die Naht zwischen den 
Meso- und Metapleuren ist rötlichgelb. Schildchen und 
Hinterschildchen gelb, ebenso die Ränder des Frenum. 
Hinterleib orangegelb, das 1. Segment bis fast zum Ende 
schwarz, das 2. in der Mitte mit zwei verwaschenen, schwarzen 
Pünktchen. Beine gelbrot, ein schmaler Seitenstrich 
der Hinterhüften schwarz, Tarsen verdunkelt. Stigma 
bräunlich. 



1380 Pimplinae. 



Der ganze Körper äusserst fein gerunzelt mit zerstreuten 
Pünktchen. Kopf und Mesonotum fast matt, auch der 
Hinterleib fast glanzlos. Segmente mehr als doppelt so 
breit als lang, ohne Beulen und Eindrücke. Das 1. und 
2. Segment ist seitlich gerandet, das 3. nur bis zur Mitte. 
Der Bohrer ist sehr stark wie ein Säbel nach oben gekrümmt. 

Das unbekannte tf muss einem Polyblastus oder Euceros 
sehr ähnlich sein ; denn schon das £ würde zu dieser 
Gruppe gehören, wenn nicht der lange Bohrer und die 
Bildung der Bauchsegmente dagegen sprächen. 

L. 6,5 ; Bohrer 3,5 mm. 

Ein einziges $ von Teschendorf in Mecklenburg-Strelitz." 

Anhang. 
Mischoxorides Ashm. 

1839 Clepticus Haliday, ' Ann. of Nat. Hist. II p. 116 (non Cuvier 1829). 
1900 Mischoxorides Ashmead, Canad. Entomol. XXXII p. 368. 

Kopf aufgetrieben. Flügel ohne Areola, dieselbe auch nicht 
in der Anlage vorhanden. Hinterbeine nicht auffallend länger 
als die Vorderbeine, Hüften und Schenkel nicht besonders ver- 
dickt und Trochantern nicht ungewöhnlich verlängert. Hinter- 
leib deutlich gestielt. 

Eine höchst zweifelhafte Gattung, die seit Haliday voll- 
ständig verschollen ist. Ich glaube nicht, dass die Tiere, 
welche der Autor unter dieser Gattung beschreibt, zu den 
Xoridinen, überhaupt zu den Pimplinen gehören; es scheint 
mir vielmehr, dass dieselben der vielgestaltigen Gattung Hemi- 
teles oder einer verwandten Cryptinen-Gattung angehören. 



4. Tribus Acoenitini. 

1868 Acoenitoidae, Farn. 17 Förster, Farn. u. Gatt. lehn, 
pp. 142 und 167. 

1894 Acoenitini, Tribe I Ashmead, Proc. Ent. Soc. Wash. 

III p. 278. 

Diese Tribus ist vor allen andern ausgezeichnet durch die 
Bildung des letzten Bauchsegmentes. Dasselbe ist mehr oder 
weniger auffallend gross, pflugscharf örmig, d. h. seitlich zu- 
sammengedrückt, am Ende abgerundet oder lanzettlich zuge- 
spitzt und meist nach unten abstehend. Die Fühler sind in der 
Regel kurz, kräftig und gerade ; die Beine, namentlich die 



Acoenitini. 1381 



Schenkel verdickt, die Hinterbeine meist viel länger und 
dicker als die vorderen. An Uebergängen zu andern Gruppen 
fehlt es nicht, so könnte Procinetus ebenso gut hier wie bei 
den Lissonotinen stehen ; Aphanoroptrum ist eng verwandt mit 
Pimpla ; Leptobatus ist ein Mittelglied zwischen Pimplinen 
und Ophioninen u. s. w. 

Uebersicht der Gattungen. 

1. Vorderflügel mit Areola. 2. 
Vorderflügel ohne Areola. 6. 

2. Areola sehr gross, rhombisch, ungefähr wie bei der be- 
kannten Gattung Exetastes. Körper glatt und namentlich 
der Hinterleib glänzend, letzterer nach vorn deutlich ver- 
schmälert. Bohrer so lang oder länger als der Hinterleib. 

cf. Leptobatus Grav. 
(Unterfam. Ophioninae, Tribus Banchini.) 
Areola weit kleiner, nicht rhombisch. Bohrer oft kürzer 
als der Hinterleib. 3. 

3. Bohrer länger als der Hinterleib. Das letzte Bauchsegment 
des £ ungemein gross, lanzettförmig. Clypeus durch einen 
fast geradlinigen Eindruck vom Gesicht geschieden. Fühler 
lang und schlank, länger als der halbe Körper. Mesonotum 
deutlich dreilappig. Metathorax nicht gefeldert, rauh, mit 
mit 2—4 Längsleisten und ovalen deutlichen Luftlöchern. 
Beine lang und schlank, wie bei Ephialtes. Beim ^ der 
Hinterleib lang gestreckt, mit parallelen Seiten, das letzte 
Bauchsegment vom Hinterleibsende entfernt. 

7. Coleocentrus Grav. 

Bohrer höchstens so lang wie der Hinterleib, wenn länger 
dann die hintersten Beine verdickt. Fühler kurz und 
gerade. 4. 

4. Discocubitalnerv mit einem deutlichen Nervenast (Ramellus). 
Das letzte Bauchsegment auch beim £ kurz. Metathorax 
ohne alle Leisten. Hinterleibsmitte, wenigstens beim <j>, 
gewöhnlich rot. Bohrer weit vorragend, meist länger als 
der Körper. 

cf. Procinetus Forst. 
(Tribus Lissonotini). 

Discocubitalnerv ohne Ast. Das letzte Bauchsegment gross, 
bis zur Hinterleibsspitze oder darüber hinaus reichend. 5. 

5. Nervellus tief unter der Mitte gebrochen. Metathorax voll- 
ständig gefeldert, kurz, hinten abgestutzt, mit kleinen 
runden Luftlöchern. Schildchen und Hinterschildchen an 



1382 Pimplinae. 



den Seiten scharf gerandet Bohrer etwas kürzer als der 
Hinterleib. Beim £ der Hinterleib mit Ausnahme der 
Basis rot, beim tf ausgedehnter schwarz. Im Habitus an 
Pimpla erinnernd. 

1. Aphanoroptrum Forst. 
Nervellus in oder etwas über der Mitte gebrochen. Meta- 
thorax an den Seiten grob runzlig-punktiert, die Stelle der 
Area superomedia glänzend und punktiert; Luftlöcher gross] 
und oval. Bohrer länger als der Hinterleib. Das ganze 
Tier schwarz mit roten Beinen. Schliesst sich eng an 
Acoenitus an ; unterscheidet sich durch die Areola und den 
langen Bohrer. 

2. Mesoclistus Forst. 



6. 



Metatarsus der Hinterbeine länger als die 4 folgenden 
Tarsenglieder zusammen. 7. 

Metatarsus der Hinterbeine nicht länger als die 4 folgenden 
Tarsenglieder zusammen. 8. 

7. Der Discoidalquernerv (der 2. rücklaufende Nerv) mündet 
vor dem sehr kleinen Cubitalquernerv ; es nimmt also die 
innere Cubitalzelle die beiden rücklaufenden Nerven auf, 
wie es z. B. bei Ophion der Fall ist. Das 1. Segment 
schmal, fast 3 Mal so lang wie breit. Bohrer kaum vor- 
stehend. Kopf und Thorax reich gelb gezeichnet, Hinter- 
leib mit gelben Binden. 

cf. Endurus Rond. (Crypturus Grav.) 
(Gehört besser zu den Tryphoninen.) 

Der Discoidalquernerv mündet hinter dem Cubitalquer- 
nerv. Körper kräftig und gedrungen, wie bei Acoenitus. 
Kopf dick und hinten aufgetrieben, Fühler von Körper- 
länge. Beine, besonders die hintersten, stark verlängert. 
Das letzte Bauchsegment gross und abstehend ; Bohrer 
kurz vortretend. Die einzige Art ist rotgelb, auch die 
Basis der Flügel, Endsegmente und zwei Drittel der Flügel 
dunkel. 

Encardia Tosquinet. 

8. Discoidalquernerv wie bei Ophion und Endurus vor dem 
Cubitalquernerv mündend. Fussklauen vor der Mitte gespal- 
ten. Mittel- und Hinterschienen mit 2 kurzen Dornen. Ner- 
vellus etwa in der Mitte gebrochen. Bohrer von Körperlänge. 
Hinterbeine stark verlängert. Hinterleib schwarz, Segment 
1 und 2 weiSvSgelb gerandet ; Metatarsen grösstenteils weiss. 

8. Arotes Grav. 
Discoidalquernerv hinter d. h. ausserhalb des Cubital- 
quernerven mündend. Bohrer kürzer als der Körper. 9. 



Acoenitini. 1383 



9. Cubitalquernerv so gut wie fehlend, die Flügelnervatur 
also wie bei Xylonomus, Odontomerus und Ischnocerus. 
Hinterleib hinten kielartig zusammengedrückt. Bohrer 
ebenfalls zusammengedrückt, nach unten gebogen. 

cf. Tropistes Grav. 
(Tribus Xylonomini.) 

Cubitalquernerv deutlich vorhanden. Hinterleib hinten 
nicht kielartig zusammengedrückt. 10. 

10. Discoidalquernerv weit ausserhalb des Cubitalquernerven 
liegend. Mundteile verlängert. Metathoraxgefeldert. Hinter- 
leibsmitte rot ; die hintersten Beine schwarz. 

cf. Lapton Nees 
(Unterfam. Ophioninae, Tribus Banchini.) 

Cubital- und Discoidalquernerv einander genähert. Mund- 
teile nicht auffallend verlängert. 11. 

11. Mesonotum mit tiefen Parapsidenfurchen, der Mittellappen 
mehr oder weniger erhöht. Das 1. Segment unten ohne 
Zahn. 12. 

Mesonotum ohne tiefe Parapsidenfurchen, oder das 1. 
Segment unten mit einem starken, von hinten nach vorn 
gerichteten Zahn. 17. 

12. Discocubitalnerv ohne Nervenast (Ramellus). Körper ge- 
drungen. Fühler kurz und vorgestreckt. Metathorax rauh, 
mit undeutlicher Felderung und grossen gestreckten Luft- 
löchern. Hinterhüften mit ihren Schenkeln dick ; Klauen 
gross und einfach. Hinterleib glänzend, nach dem Ende 
kolbig und seitlich zusammengedrückt, das letzte Bauch- 
segment des £ gross ; Bohrer unter Hinterleibslänge. 

3. Phaenolobus Forst. 
Discocubitalnerv mit einem starken Nervenast. 13. 

13. Das 2. Hinterleibssegment länger als an der Spitze breit. 
Das letzte Bauchsegment beim <£ klein und weit von der 
Hinterleibsspitze entfernt. Hinterhüften stark verlängert. 
Bohrer wenig vorstehend. 

6. Collyria Schiödte/ 
Das 2. Hinterleibssegment nicht länger als an der Spitze 
breit. 14. 

[4. Das letzte Bauchsegment beim £ gross und deutlich über 
die Hinterleibsspitze hinausragend. Habitus von Acoenitus 
und Phaenolobus. Flügel stark verdiinkelt. 

4. Chorischizus Forst. 

Das letzte Bauchsegment beim <j> nicht oder kaum über 
die Hinterleibsspitze hinausragend. 15. 



1384 Pimplinae. 



15. Mandibeln am Ende ungezähnt. Kopf kubisch mit breiter 
Schläfen. Metathorax ungefeldert, nur am Ende ein halb 
kreisförmiger Raum abgegrenzt. Nervellus deutlich üb 
der Mitte gebrochen. 

Paracollyria Cam. 

Mandibeln am Ende deutlich zweizähnig. 16. 



16. Metathorax gefeldert. Clypeus am Ende nicht gezähnt 
Nervellus in der Mitte gebrochen. Der 2. rücklaufendt 
Nerv interstitial. 

Siphimedia Cam. 

Metathorax nicht gefeldert. Clypeus am Ende gezähnt. Der 
2. rücklaufende Nerv nicht interstitial. 

Phalega Cam. 

17. Das 1. Hinterleibssegment viel länger als breit, unten mi1 
einem kräftigen, von hinten nach vorn gerichteten Zahn 
Kopf dick, länger als breit ; Stirn tief ausgehöhlt ; Fühlet 
lang, am Ende keulenförmig verdickt. Die einzige, nui 
im männlichen Geschlechte bekannte Art, H. glomigei 
Tosquinet, ist schwarz mit rotem Kopf, Prothorax und 
Vorderbeinen und dunklen Flügeln ; sie kommt im tropischen 
Westafrika vor. 

Hieroceryx Tosquinet. 

Das 1. Segment unten ohne Zahn. Kopf nicht länger als 
breit. 18. 

18. Metathorax ohne Querleiste. Hinterschenkel nicht ver- 
dickt. Der Cubital- von dem Discoidalquernerv weit ab- 
stehend. Nervellus an der Basis gebogen. Alle Fussklauen 
vor der Spitze mit 2 langen Kammzähnen. 

9. Asthenomeris Forst. 
Metathorax mit einer mehr oder weniger deutlichen Quer- 
leiste. Hinterschenkel stark verdickt. Bohrer von Hinter- 
leibslänge und darüber. 19. 

19. Klauen der vier Vorderbeine mit stumpfem Zahn vor der 
Spitze. Hinterschenkel stark verdickt, aber nicht breit- 
gedrückt ; Schienen nicht auffallend gebogen. Cubital- und 
Discoidalquernerv einander sehr genähert. 

5. Acoenitus Latr. s. str. 
Klauen einfach. Schenkel und Schienen breitgedrückt, 
Schienen gekrümmt. Kopf aufgetrieben. Thorax gedrungen, 
kaum länger als breit. Hinterleib breit, so lang wie Kopf 
und Thorax zusammen. Grosse, schwarzgefärbte Arten mit 
dunklen Flügeln und meist rotem Kopfe ; alle kommen 
ausschliesslich in Afrika vor. 

Acronus Tosquinet. 



11 



Aphanoroptrum 1385 



1. Gen Aphanoroptrum Forst. 

1868 Aphanoroptrum Förster, Verh. Naturh. Ver. Preuss. Rheinl. XXV p. 168. 
1877 Aphanoroptra C. G. Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 736. 

Kopf hinten verschmälert, nach unten verlängert; Clypeus 
nicht vom Gesicht getrennt ; Oberlippe deutlich ; Fühler kurz 
und nach vorn gerichtet ; Schaft kaum ausgeschnitten. Thorax 
stark gewölbt, Mesonotum mit ziemlich langen aber nicht 
tiefen Parapsidenfurchen ; Sehildchen an den Seiten gerandet; 
Metathorax kurz, durch einen tiefen Querspalt von dem davor 
liegenden Teil des Thorax getrennt, deutlich gefeldert, mit 
kleinen runden Luftlöchern. Radialzelle und Stigma im Vorder- 
flügel breit, Areola unregelmässig dreieckig, Basalnerv am 
Anfang steil, stark gekrümmt, Nervulus deutlich hinter der 
Gabel, Nervellus stark antefurcal und unter der Mitte gebrochen. 
Beine kurz und ziemlich kräftig. Hinterleib gestreckt oval, 
dicht punktiert; das 1. Segment kurz und breit, mit starken, 
fast bis zum Endrand gehenden Kielen ; das letzte Bauch- 
segment gross, etwas über die Hinterleibsspitze hinausragend; 
Bohrer etwas kürzer als der Hinterleib, leicht gekrümmt. 

tA. abdominale Grav. 1829 Pimpla abdominalis Gravenhorst, 
lchneum. Eur. III p. 150 £ | 1863 Pimpla a. Taschenberg, Zeitschr. f. 
d. ges. Naturw. XXI p. 62 $ | 1877 Aphanoroptra ruficornis C. G. 
Thomson, Opusc. Ent. VIII p. 736 | 1881 Pimpla nematorum Rudow, 
Entom. Nachr. VII p. 311 $tf* | 1888 Aphanoroptrum abdominale 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 424. 
Der ganze Körper ziemlich glänzend, zerstreut aber ziem- 
lich grob punktiert; Gesicht und Brustseiten mit stärkerem 
Glänze. — Schwarz, Fühlergeissel, Beine und Hinterleib 
rot; Hüften, Trochantern und Hinterschenkel zum grössten 
Teil, ebenso das 1. Hinterleibssegment mit Ausnahme des 
Endrandes schwarz. 

Das 0* stimmt mit dem £ überein, nur ist der Hinter- 
leib ausgedehnter schwärzlich, sodass oft nur die Enränder 
der Segmente rötlich gefärbt sind. 
L. 7 — 9 mm. 

Nord- und Mitteleuropa, stellenweise, wie z. B. hier in 
Thüringen, nicht selten. Schon Gravenhorst gibt als Fund- 
ort Dolden an ; hier in Blankenburg finde ich das Tier am 
häufigsten Ende Mai und Anfang Juni auf Blüten von 
Anthriscus silvestris. 

2. Gen. MeSOCllstllS Forst. 

j 1868 Mesoclistus Förster, Verh. Naturh. Ver. Preuss. Rheinl. XXV p. 168. 
Acoenites Gravenhorst, Kriechbaumer (partim). 

Habitus von Acoenitus. Körper gedrungen. Kopf nach 
hinten kaum verengt ; Fühler ziemlich kurz, nach vorn gerichtet 



1386 Pimplinae. 



Meson otutn mit tiefen Parapsidenfurchen, Metathorax an den 
Seiten runzlig-punktiert, die Stelle der area superomedia glän- 
zend, zerstreut punktiert, Luftlöcher gross, oval. Flügel mit 
kleiner dreieckiger Areola ; Nervellus stark postfurcal, in oder 
etwas über der Mitte gebrochen. Beine kurz und dick; Klauen 
gross, einfach. Hinterleib glänzend, nach dem Ende zu com- 
primiert und kolbig, das letzte Bauchsegment gross, lanzett- 
förmig, zusammengedrückt ; Bohrer länger als der Hinterleib. 

M. rufipes Grav. 1829 Acoenites rufipes Qravenhorst, lchneum. 
Eur. 111 p. 812 $0* | 1888 Mesoclistus r. Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
III p. 424. 

Habitus von Acoenitus ; an dem Vorhandensein der Areola 
und dem langen Bohrer leicht zu erkennen. Fein runzlig- 
punktiert und ziemlich glänzend. — Schwarz, die inneren 
Augenränder meist unbestimmt rötlich gezeichnet; Fühler- 
geissel braunrot. Flügel leicht getrübt, Stigma dunkel- 
braun, Tegulä rötlich bis braun. Beine braunrot, Hüften 
zuweilen zum Teil verdunkelt ; Trochantern, Spitze der 
hintersten Schienen und die hintersten Tarsen schwarz. 
Hinterleib zuweilen verschwommen braunrot gezeichnet. 

Beim tf sind die inneren Augenränder mehr oder weniger 
deutlich und ausgedehnt gelblich gezeichnet. Die Hüften 
sind schwarz, die vordersten am Ende meist hell. 

L. 8 — 12 mm. 

Zerstreut im mittleren Europa ; hier in Thüringen sehr 
selten. 

3. Gen. PhaenolobllS Forst. 

1868 Phaenolobus Förster, Verh. Naturh. Ver. Preuss. Rheinl. XXV p. 168. 
Acoenites Qravenhorst et plur. aut. (partim). 

Körper gedrungen, glatt und glänzend, nur der Metathorax 
mehr oder weniger rauh mit Andeutung von Felderung. Fühler 
kurz, nach vorn gerichtet. Flügel ohne Areola, der Discocubital- 
nerv ohne Ramellus (Nervenast) ; derselbe höchstens punkt- 
förmig ; Nervellus postfurcal, etwa in der Mitte gebrochen. 
Hinterleib gegen das Ende kolbig und seitlich zusammen- 
gedrückt ; das letzte Bauchsegment des £ gross. Bohrer 
kürzer als der Hinterleib. 

Zu dieser Gattung gehört die Mehrzahl der früher unter 
Acoenitus vereinigten Arten. 

Uebersicht der Arten. 
1. Hinterleib schwarz. Robuste Arten. 2. 

Hinterleib mehr oder weniger ausgedehnt rot. Durchschnitt- 
lich kleinere Arten. 3. 






Phaenolobus. 1387 

2. Flügel nur schwach getrübt. Schenkel rot. 

1. arator Rossi. 

Flügel dunkel. Beine schwarz, nur die vordersten Schienen 
innen hell. 

2. tristis Grav. 

3. Fühler kurz, gegen das Ende stark verdickt. Hinterleib 
rot, das erste und letzte (<j>) oder die beiden letzten (tf) 
Rückensegmente schwarz. 

3. clavicornis Schmiedekn. 

Fühler weit gestreckter, gegen das Ende nur schwach 
verdickt. 4. 

4. Hinterleib schwarz, Segment 2 — 3—4, selten auch die fol- 
genden zum Teil rot. Fühlergeissel rot, beim tf oben 
braun, unten gelblich. Alle Schenkel und Vorderschienen 
rot, bei einer Varietät die hintersten Beine fast ganz schwarz. 

4. saltans Grav. 

Hinterleib rot, das 1. Segment schwarz ; beim </* auch die 
hintersten Segmente oben schwarz gefleckt. Fühler oben 
dunkelbraun, Geissei unten rötlich. Nur die vorderen 
Schenkel und Schienen rot. Kleiner als saltans. 

5. fulvicornis Grav. 

1. Ph. arator Rossi 1790 Ichneumon arator Rossi, Fauna Etrusca 11 

p. 49 | 1809 Acoenitus arator Latreille, Qen. Crust. et Insect. IV p. 9 | 
1829 Acoenites arator Qravenhorst, Ichneum. Eur. p. 813 £cT I !888 
Phaenolobus arator Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 111 p. 425. 

$ö* Kopf und Thorax runzlig-punktiert, ziemlich glänzend; 
Gesicht querrunzlig, fast matt ; Mesopleuren dicht punk- 
tiert. Hinterleib glatt und glänzend. — Schwarz, Fühler 
kaum länger als der halbe Körper, unten rötlich, die beiden 
ersten Glieder ganz schwarz. Flügel etwas getrübt, Stigma 
braun, Tegulä schwarz. Vorderbeine rot, Hüften und 
Trochantern schwarz ; die langen und dicken hintersten 
Beine schwarz, Schenkel rot. Hinterleib so lang wie Kopf 
und Thorax oder etwas länger, die hintersten Bauchseg- 
mente zusammengedrückt ; Bohrer etwas länger als der 
halbe Hinterleib. 
L. 12 — 15 mm - 

Verbreitet in fast ganz Europa aber überall nur einzeln 
auftretend; mit Vorliebe auf Dolden, namentlich Heracleum. 
Als Wirt gibt Brise hke Sesia formicaeformis an. 

2. Ph. tristis Grav. 1829 Acoenites tristis Qravenhorst, Ichneum. 
Eur. III p. 816 0* I 1888 Phaenolobus t. Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. 
III p. 425. 



*388 Pimplinae. 



Diese Art scheint nicht wieder aufgefunden worden zu 
sein ; ich muss mich daher darauf beschränken, die kurze 
Gravenhorst'sche Beschreibung wiederzugeben : 

„In Gestalt und Struktur ganz mit A. (Phaenolobus) 
arator übereinstimmend. Flügel fast schwärzlich. Beine 
schwarz, nur die vordersten Schienen innen braun. 

L. 12 — 15 mm. 

Südeuropa." 

3. Ph. clavicornis Schmiedekn. 1 900 Acoenites clavicornis Schmiede- 
knecht, Termes. Füzet. XXIII p. 235 $0*. 

Die Art ähnelt Ph. saltans, unterscheidet sich aber sogleich 
durch die kurzen, gegen das Ende stark verdickten Fühler. 

Kopf runzlig-punktiert, ziemlich glänzend ; Clypeus ab- 
gestutzt ; Fühl erglieder von der Mitte der Geissei an breiter 
als lang, das Endglied so lang als die beiden vorhergehenden 
zusammen. Kopf und Thorax fein bräunlich behaart. Me- 
sonotum glänzend, punktiert, Metathorax fein gerunzelt, 
undeutlich gefeldert. Der rücklaufende Nerv ;mündet bald 
hinter dem Cubitalquernerv ; Nervulus vor der Gabel ; 
Ramellus punktförmig ; Nervellus sehr schräg, über der 
Mitte gebrochen. Die hintersten Beine sehr verdickt, Schien- 
sporen kurz. Hinterleib poliert ; Bohrer kürzer als der halbe 
Hinterleib. 

Schwarz; Endhälfte der Fühler rötlich. Flügel leicht 
getrübt, Stigma braun, Tegulä schwarz. Beine rot, Hüften, 
Trochantern und die äussersten Spitzen der hintersten 
Schenkel- und Tarsenglieder schwärzlich. Hinterleib rot, 
Basis des 1. Segments und das letzte schwarz. 

Beim tf sind die Fühler länger und gegen das Ende 
weniger verdickt. Die beiden letzten Rückensegmente sind 
schwarz. 

L. 9 — 10 mm. 

Ich entdeckte die Art in der Umgebung von Tunis, 
namentlich bei Carthago. Später traf ich die Art bei Al- 
geciras an der Südspitze von Spanien. 

4. Ph. saltans Grav. 1829 Acoenites saltans Gravenhorst, Ichneum. 
Eur. III p. 806 $0* | 1863 Acoenites s. Taschenberg, Zeitschr. f. d. 
ges. Naturw. XXI p. 297 $<? \ 1888 A. s. Kriechbaumer, Entom. 
Nachr. p. 398 $c? | 1888 Phaenolobus saltans Schmiedeknecht, Zool. 
Jahrb. III p. 425. 

Diese und die folgende Art sind einander sehr ähnlich ; 
Taschenberg vereinigt sie deshalb zu einer Art, Kriech- 
baumer ist mehr dafür, sie zu trennen. 



Phaenolobus. 1389 



Kopf und Thorax wie bei arator runzlig-punktiert, ziemlich 
glänzend, die Brustseiten grob punktiert, mit stärkerem 
Glanz. Metathorax mit zwei starken Querleisten, zwischen 
und hinter diesen mit groben, wulstartigen Runzeln. Hinter- 
leib glatt und glänzend, nur an den Seiten mit zerstreuten, 
seichten Punkten. — Schwarz, Fühler etwa vom 4. Gliede 
an rötlich. Flügel ziemlich stark getrübt, Stigma braun, 
gegen die Basis rostrot; Tegulä schwarz. Die vorderen 
Schenkel, Schienen undTarsen, sowie die hintersten Schenkel 
rot, Basalhälfte von Segment 1, Rücken von 5 und 6, 7 
ganz schwarz; die Bauchschuppe bleibt rot. Bohrer kaum 
so lang als der halbe Hinterleib. 

Das 0* stimmt mit dem $ überein, doch ist das 4. Segment 
oben meist schwarz gefleckt, auch die Oberseite der Fühler 
und der hintersten Schenkel mehr verdunkelt. 

Dies ist die Färbung, wie sie die zahlreichen Exemplare, 
die ich bei Sierre in Wallis gefangen habe, zeigen. Graven- 
horst gibt auch bei dem £ das 4. Rückensegment als zum 
Teil schwarz an ; er erwähnt ferner eine Varietät, bei welcher 
die hintersten Schenkel schwarz sind mit braunroter Makel. 

L. 9 — 11 mm. 

Zerstreut in fast ganz Europa. 

Ph. fulvicornis Grav. 1829 Acoenites fulvicornis Gravenhorst, Ich- 
neum.Eur.IlIp.809 $ö* | 1888 A. f. Kriechbaumer, Entom. Nachr. p. 338 
+ I 1888 Phaenolobus fulvicornis (aus Versehen als fuscicornis) 
Schmiedeknecht, Zool. Jahrb. III p. 425. 

Wie bereits erwähnt wurde, sind diese und die vorher- 
gehende Art nicht scharf von einander zu trennen. Im 
Allgemeinen ist fulvicornis kleiner und zeigt eine feinere 
Skulptur; Kriechbaumer betont, dass bei fulvicornis die 
aus 2 seitlichen Basalfeldern und einem grossen breiten 
Mittelfelde bestehende Felderung des Metathorax viel 
deutlicher und schärfer begrenzt ist. Bei meinen Exem- 
plaren finde ich dies nicht bestätigt. Ich möchte eher an- 
führen, dass die hier in Thüringen von mir gefangenen 
fulvicornis viel hellere Flügel als saltans haben. Das will 
freilich nicht viel bedeuten, denn südliche Exemplare der- 
selben Art haben oft weit dunklere Flügel. 

Kopf und Thorax dicht punktiert, ziemlich glänzend ; 
das Gesicht runzlich-punktiert, matt. Metathorax bei den 
in Thüringen gefangenen Stücken auf der hinteren Hälfte 
mit deutlicher Querrunzelung. Hinterleib glatt und glän- 
zend, nur an den Seiten, namentlich der hinteren Segmente, 
mit feinen und zerstreuten Punkten. — Schwarz, Unter- 
seite und Ende der Fühlergeissel rot. Flügel schwach 



139° Pimplinae. 



getrübt, Stigma braun, an der Basis rötlich, Tegulä schwarz. 
Die vorderen Beine gelbrot, Hüften und Trochantern 
schwarz ; die hintersten Beine ganz schwarz. Hinterleib 
rot, Basalhälfte des i. Segments schwarz. Bohrer kaum 
so lang als der halbe Hinterleib, Bohrerklappen am Ende 
rostgelb. 

Bei den tf, die ich mit den $ zusammen gefangen habe, 
finde ich die Färbung der hintersten Beine sehr schwankend ; 
es sind welche darunter, bei denen die Basis der Schenkel 
und die Unterseite der Schienen ausgedehnt gelbrot gefärbt 
sind. Die Fühlergeissel ist rötlichgelb, nur an der Basal- 
hälfte oben verdunkelt. Die Endsegmente des Hinterleibs 
sind oben verschwommen schwärzlich. 

Durchschnittlich etwas kleiner als die vorhergehende Art. 

Zerstreut mit der vorigen Art. — Hier bei Blankenburg 
nicht gerade selten und zwar mit Vorliebe in niedrigen 
Weidenanpflanzungen. 

4. Gen. ChOriSChizilS Forst. 

1868 Chorischizus Förster, Verh. Naturh. Ver. Preuss. Rheinl. XXV p. 168. 
Acoenites Qravenhorst et plur. aut. (partim). 

Diese Gattung bildet ebenfalls einen Teil von Acoenitus 
im weiten Sinne. Von den übrigen Arten unterscheiden sich, 
die beiden hierher gehörenden nur dadurch, dass der Disco- 
cubitalnerv an der Brechungsstelle einen deutlichen, meist 
langen Nervenast (Ramellus) besitzt. — Wie bei den übrigen 
Arten ist der Körper gedrungen und zumal bei Ch. rusticus 
robust, die Fühler kurz und kräftig, die hintersten Beine lang 
und stark verdickt, das letzte Bauchsegment sehr gross. Der 
Bohrer ist unter Hinterleibslänge. 

Uebersicht der Arten : 
Flügel schwärzlich. Hinterleib nur in der Mitte braunrot. 
Kleinere Art. 

i. nigripennis Grav. 

Flügel nur stark getrübt. Hinterleib braunrot, nur an der 
Basis schwarz. Sehr grosse und robuste Art. 

2. rusticus Kriechb. 

I. Ch. nigripennis Grav. 1829 Acoenites nigripennis Qravenhorst, 
Ichneum. Eur. III p. 815 $cT | 1888 Chorischizus n. Schmiedeknecht, 
Zool. Jahrb. III p. 426. 

An den fast schwarzen Flügeln von allen Verwandten 
leicht zu unterscheiden. 

Kopf und Thorax runzlig-punktiert, ziemlich glänzend ; 
Gesicht fast matt. Schwarz. Flügel schwärzlich, Stigma 



Chorischizus. 



1391 



dunkelbraun. Beine schwarz, die vorderen innen rötlich, 
die hintersten Schenkel aussen meist verschwommen braun- 
rot. Hinterleibssegment 2 rot gefleckt, 3 ganz rot, 4 und 5 
mit roten Seitenflecken. Bauchschuppe sehr gross, über 
die Hinterleibsspitze hinausstehend. Bohrer so lang wie 
der halbe Hinterleib. 

Beim tf ist die rote Färbung der Beine ausgedehnter, 
namentlich sind die hintersten Schenkel grösstenteils rot. 
Am Hinterleib ist der Hinterrand des 1. Segmentes und 
das 2. und 3. ganz braunrot. 

L. 12 — 15 mm. 

Südeuropa; selten. — Ich fing das Tier in Südspanien. 

2. Ch. rusticus Kriechb. 1896 Acoenites (Chorischizus) rusticus 
Kriechbaumer, Termes. Füzet. XIX p. 136 <j> . 

Diese Art ist die robusteste von allen zu Acoenitus im 
weiten Sinne gehörenden Arten. 

Kopf und Thorax runzlig-punktiert ; Stirn und Gesicht, 
sowie die Brustseiten streifig. Kopf um die Hälfte breiter 
als lang, hinter den Augen gerundet erweitert. Mesonotum 
mit ziemlich kurzen , aber breiten Parapsidenfurchen, Mittel- 
lappen mit Längsfurche. Metathorax rauh, vorn mit Quer- 
leiste. Discocubitalnerv mit ziemlich langem Ramellus. 
Hinterleib von der Seite gesehen kurz keulenförmig, das 
1. Segment ziemlich flach, etwa um die Hälfte länger als breit, 
die folgenden Segmente alle breiter als lang. Letztes 
Bauchsegment sehr gross, etwa zur Hälfte über das untere 
Ende des letzten Rückensegmentes hinausragend. Bohrer 
etwas nach oben gebogen, etwas kürzer als der halbe 
Körper. — Schwarz, Fühlergeissel unten rötlich. Flügel 
bräunlich getrübt, Stigma braun. Vorderbeine rot, Hüften 
und Troch antern schwarz ; die hintersten Beine ganz schwarz. 
Hinterleib rostrot, das 1. Segment zum grössten Teil schwarz. 
Das ö* stimmt in der Färbung ganz mit dem £ überein. 
L. 12 — 16 mm. 

Kriechbaumer beschrieb die Art nach Exemplaren aus 
der Provinz Oran in Algerien. Auch ich fand das Tier 
dort ; besonders häufig war es in der Umgebung von Saida 
auf blühenden Dolden von Ferula. 

5. Gen. AcoeilitllS Latr. (s. str.) 

1809 Acoenitus Latreille, Gen. Crust. lnsect. IV p. 9 (partim). 
1829 Acoenites Gravenhorst, lchneum. Eur. III p. 803. 

Nach Abtrennung der früher mit Acoenitus vereinigten 
Gattungen Mesoclistus, Phaenolobus und Chorischizus ver- 



139 2 Pimplinae. 



bleiben für Acoenitus im engeren Sinne nur noch diejenigen 
Arten, bei welchen das Mesonotum nur schwache Parapsiden- 
furchen besitzt. Von den paläarktischen Arten gehört mit 
Sicherheit nur A. dubitator Panz. hierher. — Der Metathorax 
hat eine schwache, wellenförmig gebogene Querleiste. Im 
Vorderflügel fehlt die Areola ; Cubital- und Discoidalquernerv 
sind sich sehr genähert. Die Fussklauen der 4 Vorderbeine 
haben einen stumpfen Zahn vor der Spitze. 

A. dubitator Panz. 1 80 1 Ichneumon dubitator Panzer, Faun. Insect. 
Qerm. VII P. 78 | 1804 Cryptus d. Eabricius, Syst. Piez. p. 86 1809 
Acoenitus d. Latreille, Qen. Crust. Insect. p. 9 | 1829 Acoenites d. 
Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 810 | 1863 A. d. Taschenberg, Zeitschr. 
f. d. ges. Naturw. XXI p. 298. 

Kopf und Thorax runzlig-punktiert, ziemlich glänzend ; 
Gesicht fast matt ; Brustseiten sehr dicht und zusammen- 
fliessend punktiert. Schwarz, Fühler unten gegen das 
Ende rötlich. Flügel gelblich getrübt, Stigma bräunlichrot, 
Tegulä schwarz. Beine gelbrot, Hüften, Trochantern, die 
hintersten Schienen mit Ausnahme der Basis und die 
hintersten Tarsen schwarz. Segment 1 am Hinterrand, 2 
und 3 ganz gelbrot, auch 4 zuweilen am Hinterrand oder 
an den Seiten, die hinteren Segmente mit weisslichem 
Endrand. Bohrer fast von Körperlänge. 

Var. £</. Hinterleib schwarz, nur auf dem 2. oder 3. 
Segmente verschwommen rötlich. Die mittleren und hinteren 
Segmente weisslich gerandet. 

L. 12 — 14 mm. 

Süd- und hie und da auch in Mitteleuropa ; überall selten. 



6. Gen. Collyria Schiödte. 

1839 Collyria Schiödte, Mag. Zool. IX, Part. 6—10 nota. 

1829 Pachymerus Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 721 (non Lepeletier). 

Kopf fast kubisch ; Wangen aufgetrieben ; Clypeus un- 
deutlich abgegrenzt, am Ende abgestutzt ; Mandibeln mit 2 
gleichen Endzähnen; Augen ziemlich gross, behaart; Fühler 
kurz, nach vorn gerichtet, Schaft wenig ausgeschnitten, Geissei 
gegen die Basis verdünnt. Thorax gestreckt; Mesonotum vorn 
mit tiefen Parapsidenfurchen ; Metathorax mit deutlichen 
Längsleisten und kleinen Luftlöchern. Vorderflügel ohne 
Areola; Stigma schmal ; Nervulus interstitial ; Basalnerv schräg, 
nicht gekrümmt ; Nervellus postfurcal. Vorderbeine schlank, 
die hintersten Beine weit länger und kräftiger, ihre Schienen 
länger als die kurzen und dicken Schenkel ; Sporen kurz, 
Tarsen lang, das Endglied verdickt, mit starken Klauen und 



Collyria. 1393 

Pulvillus. Hinterleib gegen das Ende verdickt und seitlich 
zusammengedrückt; das 1. Segment lang, linear; das 2. länger 
als am Ende breit; das letzte Bauchsegment kurz und weit 
zurückstehend; Bohrer kurz und gerade. 

Uebersicht der Arten. 

1. Augen dicht und ziemlich lang behaart. Scheitel durch 
Streif ung ziemlich matt. 

1. trichophthalma C. G. Thoms. 
Augen zerstreut und kurz behaart. Scheitel dicht punktiert 
und ziemlich glänzend, nicht gestreift. 2. 

2. Beine mit hellen Gelenken, die vorderen Schenkel und 
Schienen ausgedehnt hell. Thoraxseiten glänzend, fein aber 
ziemlich dicht punktiert. Hinterleib glänzend, mit feiner 
und zerstreuter Punktierung. 

2. puncticeps C. G. Thoms. 
Beine schwarz, nur die vordersten Schenkel und Schienen 
innen rötlich. Thoraxseiten fast matt, dicht punktiert, mit 
Spuren von Streif ung. Hinterleib viel dichter punktiert 
als bei der vorigen Art, schwach glänzend. 

3. iberica Schmiedekn. 

r. C. trichophthalma CG. Thoms. 1877 Pachymerus trichophthalmus 
C.Q.Thomson, Opusc. Entom. VIII p. 734 Qtf | 1829 Pachymerus 
calcitrator Gravenhorst, Ichneum. Eur. 111 p. 727 $tf" (partim). 

„Schwarz, Fühlergeissel unten, Hinterleibsmitte und 
Vorderbeine zum Teil rot. Augen dicht und ziemlich lang 
behaart ; Scheitel durch Streifung fast matt. 4 ' 

L. 5 — 6 mm. 

Schweden. 

Ob die beiden Arten, in welche Thomson die Collyria 
calcitrator Grav. zerlegt, scharf von einander getrennt 
werden können, darüber wage ich kein Urteil zu fällen. 
Was ich hier in Thüringen gefangen habe, gehört alles 
zur folgenden Art. 

2. C. puncticeps C. G. Thoms. 1877 Pachymerus puncticeps C. G. 
Thomson, Opusc. Entom. VIII p. 734 $tf | 1829 Pachymerus calci- 
trator Gravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 727 <j>tf" (partim). 

Augen zerstreut und kurz behaart. Scheitel und 
Brustseiten ziemlich glänzend, dicht fein punktiert, aber 
nicht streifig. Thorax ebenfalls glänzend, fein und zer- 
streut punktiert, Metathorax mehr runzlig. Hinterleib 
nur ganz fein und zerstreut punktiert, deshalb weit mehr 
glänzend als bei der folgenden Art, namentlich ist der 
Unterschied auf dem 2. Segmente gut sichtbar. Als Unter- 



1394 Pimplinae. 



schiede von der vorigen Art giebt Thomson noch an, 
das der Hinterleibsstiel etwas schmäler, der Bohrer etwas 
länger nnd die Flügel kanm getrübt sind. — Schwarz, 
Fühlergeissel unten und gegen das Ende rötlich. Stigma 
rostrot. Vorderbeine rötlich, Hüften, Trochantern und 
Hinterseite der Schenkel schwärzlich; die hintersten Beine 
sind schwarz, an den Gelenken rötlich. Hinterleibsmitte, 
namentlich Segment 2, 3 und Seiten von 4 rötlich, auf dem 
Rücken oft verschwommen dunkel. Bohrer kaum länger 
als der 4. Teil des Hinterleibs. 

L. 6—9 mm. 

Verbreitet und an den meisten Orten häufig. — Diese 
und die vorhergehende Art, sicherlich auch die folgende, 
schmarotzen bei der Halmwespengattung Cephus. 

3. C. iberica n. sp. 

Diese Art ist an den schwarzen Beinen, an welchen nur 
die vordersten Schenkel und Schienen innen rötlich sind, 
leicht zu erkennen. Auch die Fühler sind ganz schwarz. 
Scheitel dicht punktiert und ziemlich glänzend, doch nicht 
so glänzend wie bei puncticeps, indem sich eine Spur von 
Runzelung zeigt. Die Brustseiten sind dicht runzlig- 
punktiert, ziemlich matt. Auch der Hinterleib hat viel 
dichtere Skulptur und deshalb geringeren Glanz als wie es 
bei C. puncticeps der Fall ist. Die Flügel sind ziemlich 
getrübt, das Stigma braunrot. Die mittleren Hinterleibs- 
segmente, meist 2 — 4, sind verschwommen rot; das Rot ist 
dunkler als bei der vorigen Art; Bohrer wie bei dieser. 

L. 9 — 10 mm. 

Ich fand diese Art bei Elche, an der Ostküste von 
Spanien. Als Wirt vermute ich den dort häufigen Trachelus 
(Cephus) tabidus F. 

7. Gen. ColeOCentrilS Grav. 

1829 Coleocentrus Qravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 347. 

1829 Macrus Qravenhorst, ibidem p. 707. 

1850 Macrocoleus Desvignes, Trans. Ent. Soc. London I p. 12. 

Kopf quer, aufgetrieben, beim tf fast kubisch ; Clypeus 
durch einen gradlinigen Eindruck* vom Gesicht getrennt, in 
der Mitte seines Vorderrandes mit vortretender Ecke ; Fühler 
lang fadenförmig; Augen innen ausgerandet. Mesonotum 
deutlich dreilappig, die Parapsidenfurchen- breit und tief, 
namentlich beim tf ; Metathorax rauh, nicht gefeldert, in der 
Regel mit 2 — 4 Längsleisten, Luftlöcher deutlich, oval. Flügel 
mit kleiner gestielter, dreieckiger Areola (bei dem fraglichen 



Coleocentrus. I395 



C. exareolatus fehlt dieselbe) und langer Radialzelle; Nervellus 
postfurcal, über der Mitte gebrochen. Beine lang und schlank, 
wie bei Ephialtes. Hinterleib gestreckt, ähnlich wie bei Acoe- 
nitus gebildet, etwa vom 3. Segment an seitlich zusammen- 
gedrückt, beim $ gegen das Ende kolfejg verdickt, das letzte 
Bauchsegment auffallend gross, pflugscharförmig. Bohrer so lang 
oder länger als der Hinterleib. Die tf haben einen ganz andern 
Habitus, so dass sie Gravenhorst als eigene Gattung Macrus 
beschrieb. Bei ihnen ist der Hinterleib sehr lang, linear, stark 
zusammengedrückt. 

Die Arten sind noch nicht scharf getrennt. Man findet 
sie mit Vorliebe an alten Baumstrünken, wo sie bei Bockkäfern 
zu leben scheinen. Sie gehören mit zu den stattlichsten 
Schlupfwespen. 

Uebersicht der Arten. 

?• 

1. Hintertarsen nebst ihren Schienen braun oder schwarz, 
letztere an der Basis heller. Hinterleib, wenigstens bei 
C. caligatus, auch beim <$ schwarz. 2. 

Hintertarsen wenigstens in der Mitte und gegen das Ende 
weisslich oder gelblich, heller als ihre Schienen. Hinter- 
leibsmitte beim tf rot. 3. 

2. Hüften rot. Stigma schwärzlich. Leisten des Metathorax 
deutlich. 

1. caligatus Grav. 

Hüften rot, an der Basis schwarz. Stigma rötlich. Leisten 
des Metathorax weniger deutlich. 

2. heteropus C. G. Thoms. 

3. Fühler nur an der Basis unten gelb. Hüften schwarz. 
Hintertarsen wenigstens vom 2. Glied an gelb. Hinter- 
leib schwarz, mit hellen, häutigen Gelenken. 

3. excitator Poda. 

Fühler safrangelb, an der Basis dunkler. Beine mit Ein- 
schluss der Hüften rot. Hinterleibsmitte verschwommen 
rot gezeichnet. 

4. croceicornis Grav. 

rj*. 

1. Nur die inneren Augenränder gelb. Fühler safrangelb. 

Hinterleibsmitte rot. 

4. croceicornis Grav. 

Das ganze Gesicht gelb. Fühler wenigstens oben dunkel. 2. 



x 39 6 Pimplinae. 



2. Die hintersten Tarsen gleichniässig braun. Hinterleib 
schwarz, Vorderhüften an der Basis, die hintersten ganz 
schwarz. 

i. caligatus Grav. 

Die hintersten Hüften gelblich mit brauner Basis. Hinter- 
leibsmitte braunrot. 3. 

3. Die hintersten Beine rot, Hüften an der Basis schwarz, 
Tarsen blassgelb, Metatarsus an der Basis rötlich. Gesicht 
gelb mit schwarzem Längsstreif. Segment 1 und 2 schwarz, 
am Ende braunrot, Segment 3 und 4 braunrot, die folgenden 
Segmente braunrot, auf dem Rücken schwarz. Grosse Art. 

3. excitator Poda. 
Die hintersten Beine rot, Troch antern oben und Schienen 
an der Spitze schwarz. Der hinterste Metatarsus schwarz- 
braun, das 2. Tarsenglied rötlich, am Ende wie die folgenden 
Glieder weisslich. Gesicht blassgelb. Das 1. Segment 
schwarz, am Ende rot, 2—4 ganz rot, die folgenden rot 
mit dunklem Rücken. 

5. soleatus Grav. 

1. C. caligatus Grav. 1829 Coleocentrus caligatus Qravenhorst, 
Ichneum. Eur. III p. 440 $ | 1860 C. c. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. 
Handl. III p. 7 $3* | 1863 C. c. Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. 
Naturw. XXI p. 296$cT I 1877 C. c. C. Q. Thomson, Opusc. Ent. XIX 
p. 2121 £c/\ 

$ Schwarz. Flügel fast hyalin, Stigma schwärzlich, Tegulä 
gelblich. Beine mit Einschluss der Hüften rot, die hintersten 
Schienen und Tarsen schwärzlich. Metathorax mit 4 Längs- 
leisten, hinten mit Querleiste. Das 1. Segment kürzer als 
bei der folgenden Art, die Segmente nicht mit weisslichem 
Endrand. Bohrer deutlich länger als der Hinterleib. 

Das tf unterscheidet sich von den bekannten Arten 
durch den schwarzen Hinterleib. Möglicherweise stimmt 
das noch unbekannte 3* von C. heteropus in diesem Punkte 
mit ihm überein. Gesicht und Unterseite des Fühlerschaftes 
gelblich. Vorderbeine gelb und rot, Hüften an der Basis 
schwarz ; die hintersten Hüften schwärzlich, Schienen und 
Tarsen dunkelbraun, Schienen an der Basis rötlich. 

L. 16—24 mm. Grössenverhältnisse : L. 24, Hinterleib 15, 
Bohrer 20 mm. 

Nord- und Mitteleuropa. Scheint viel seltener als C. ex- 
citator zu sein. Mir ist die Art nie vorgekommen. — Nacl 
Holmgren aus einer grösseren Callidium-Art gezogen. 



Coleocentrus. 7397 



2. C. heteropus C. G. Thoms. 1895 Coleocentrus heteropus C. G. 
Thomson, Opusc. Ent. XIX p. 2122 $. 

£ Stimmt mit C. B L £ caligatus überein, namentlich durch die 
schwärzlichen hintersten Schienen und Tarsen, aber Stigma 
nicht schwärzlich, sondern rötlich, Hüften rot, an der Basis 
schwarz, Fühler und Bohrer etwas kürzer, Leisten des 
Metathorax weniger deutlich, das i. Segment kürzer, das 
Endglied der hintersten Tarsen wenig länger als das vor- 
hergehende Glied. 
Schweden. 

3- C. excitator Poda 1761 Ichneumon excitator Poda, Insect. mus 
Qraec. p. 105 | 1806 Pimpla e. Panzer, Faun. Insect. Germ. VIII P. 92 | 
1829 Coeleocentrus e. Gravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 439 9 | 1860 
C. e. Holmgren, Svensk. Vet.-Akad. Handl. III p. 7 ^ | 1863 C e 
Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 296 %<? \ 1895 C. e 
C.G.Thomson, Opusc. Ent. XIX p. 2121 ?^ | 1829 Macrus longi- 
ventns Gravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 709 tf". 

Das $ unterscheidet sich von C. caligatus durch das 
rostgelbe Stigma, die schwarzen Hüften, die gelben Hinter- 
tarsen, die fehlende hintere Querleiste des Metathorax, 
das 3 mal so lang als hinten breite i. Segment und die 
häutig weisslich gerandeten Hinterleibssegmente, 
ö* Gesicht gelb mit schwarzem Längsstreif. Fühler fast von 
Körperlänge. Glied i und 2 unten gelb, die folgenden 
unten rötlich. Vorderbeine gelb, Schenkel mehr rötlich, 
Hinterbeine rot, Tarsen gelb, das 1. Glied an der Basis 
rostrot. Alle Hüften am Grunde schwarz. Hinterleib oben 
wie gekielt, fast 3 mal so lang als der Thorax, in der 
Mitte rotbraun; auch die Endsegmente an den Seiten 
verschwommen rot. 

Die grösste und häufigste der Arten. £ 20—26 mm, 
Bohrer fast von Körperlänge. 

Zerstreut in fast ganz Europa. Hier in Thüringen selten, 
häufiger traf ich sie im Schwarzwald. 

4. C. croceicornis Grav. 1829 Macrus croceicornis Gravenhorst, 
Ichneum. Eur. III p. 710 cT I 1860 Coleocentrus c. Holmgren, Svensk. 
Vet.-Akad. Handl. III p. 8 cT I 1863 C. c. Taschenherg, Zeitschr. f. d. 
ges. Naturw. XXI p. 296 ^ | 1880 C. c. Brischke, Schrift, naturf. Ges. 
Danzig N. F. IV p. 108 $ | 1888 C. c. Brauns, Mitteil. Schweiz, entom. 
Ges. VIII p. 8 $. 

$ Kopf aufgetrieben, Clypeus an der Spitze mit 2 stumpfen 
Zähnchen ; das letzte Glied der hintersten Tarsen doppelt so 
lang wie das vorhergehende. Segment 2— 4 viel breiter als lang; 
Bohrer so lang wie der Hinterleib. Charakteristisch ist das 
letzte Bauchsegment. Von der Seite gesehen erweitert es 
sich in der Mitte gerundet nach oben und verjüngt sich 



1398 Pimplinae. 



nun wieder, um in stumpfer Spitze ziemlich rasch auszu- 
laufen. — Kopf und Thorax schwarz, Orbiten rot gefleckt. 
Fühler safrangelb, an der Basis dunkler. Das 1. Segment 
schwarz, am Ende rot, 2—4 rot, dunkel gewässert, die 
folgenden an den Seiten rot, oben schwarz. Flügel fast 
hyalin, Tegulä und Stigma gelblich. (Brauns.) 

Brischke beschreibt ein Tier mit ? als C. croceicornis <j>. 
Fühlergeissel braunrot, Beine ganz rot, Hinterleib schwarz, 
Segment 1—4 vor dem Endrand beiderseits mit rotem 
Querstreif, 
cf Palpen, innere Augenränder breit und Fühlerschaft unten 
gelb ; Fühlergeissel dunkelgelb, Schaft oben schwärzlich. 
Beine gelbrot, die vorderen zum Teil gelb, die hintersten 
Schienen gegen das Ende schwärzlich, die hintersten 
Tarsen gelblichweiss, das 1. Glied rötlich. Hinterleib vom 
Endrand des 1. Segments an rot, Endsegmente oben ver- 
dunkelt. 

L. 16 — 20 mm. 

Nördliches und mittleres Europa ; überall selten. 

5. C. soleatus Grav. 1829 Macrus soleatus Gravenhorst, Ichneum. Eur. 
III p. 711 cT | 1863 Taschenberg, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. p. 296 tf . 

tf Palpen und Gesicht gelb ; Fühler länger als der halbe 
Körper, braun, unten rötlich. Stigma rotbraun, Tegulä rot. 
Beine rot, Vorderbeine mit hellen Gelenken ; die hintersten 
Schienen gegen das Ende schwärzlich, der hinterste Meta- 
tarsus braun, das 2. Glied rostrot, am Ende wie die folgen- 
den Glieder weisslich. Hinterleib fast 3 mal so lang wie 
der Thorax, das 1. Segment schwarz, am Ende rot, 2 — 4 
ganz rot, die folgenden rot, auf dem Rücken schwarz. 

L. 20 mm. 

Gravenhorst kannte nur ein tf vom Harz und spricht 
bereits die Vermutung aus, dass es nur eine Varietät von 
C. croceicornis ist. Auch Holmgren hat dieselbe Ansicht. 



Anmerk. 1. Eine zweifelhafte Art ist die folgende: 

C. exareolatus Kriechbaumer, Termes. Füzet XVIl(1894)p. 59 $. 

Verwandt und ähnlich dem C. excitator, aber Flügel 
ohne Areola, alle Hüften rot und die hintersten Tarsen 
schwarz. 

Metathorax mit länglich-dreieckigem Eindrucke von der 
Basis bis zur hinteren Querleiste und mit den beiden 
Seitenkielen. Die vorderen Hinterleibssegmente fein runzlig- 
punktiert, wenig glänzend, das 1. mit Längsfurche, das 2. 






Arotes. 1 399 

an der Basis beiderseits mit einem tiefen Schrägeindruck. 
Bohrer etwas kürzer als der Körper. — Glänzend schwarz, 
Palpen und Beine gelbrot, die hintersten Schenkel gegen 
das Ende, Schienen und Tarsen ganz braun. Stigma im 
Flügel etwas schmäler als bei C. excitator, braun ; Tegulä 
gelb. Hinterleibssegmente am Ende häutig-weisslich. 

L. 17, Bohrer 14 mm. 

Bei Görgeny in Siebenbürgen gefunden. 

A n m e r k. 2. Der Macrus filiventris Grav. $ (Ichneum. 
Eur. III p. 709) hat mit der Gattung Coleocentrus nichts 
zu tun, wie schon aus der Grössenangabe hervorgeht. — 
Körper schwarz, Fühler kaum länger als der halbe Körper, 
Glied 1 und 2 unten rötlich. Flügel kurz, Stigma braun, 
Tegulä gelblich. Beine rötlichgelb, Hüften schwarz, die 
vordersten am Ende gelb ; die hintersten Trochantern oben, 
die hintersten Schenkel an den Seiten und ihre Schienen 
am Ende schwärzlich. Hinterleib sehr schmal, fadenförmig, 
mehr als doppelt so lang als Kopf und Thorax zusammen. 
Bohrer etwas nach oben gebogen, von 1 / i Hinterleibslänge. 
L. 9 mm. 1 <£ von Wien. 

Taschenberg hat die Type eingesehen und fügt 
(Zeitschr. f. d. ges. Naturw. XXI p. 296) der Beschreibung 
folgendes hinzu : Kopf schmal. Scheitel noch schmäler, 
Clypeus nicht gesondert, vorn in der Mitte vorgezogen. 
Thorax bucklig, nach hinten verschmälert; Mesonotum nicht 
dreilappig, sondern gleichmässig gewölbt; Metathorax voll- 
ständig gefeldert, seine Luftlöcher klein, kreisrund. Hinter- 
leib fast fadenförmig, nur nach hinten unmerklich verdickt. 
Flügel mit ganz kleiner dreieckiger und gestielter Areola, 
Nervellus nicht gebrochen. Ein ausserordentlich zierliches 
Tierchen, welches durch seine Gestalt an Trachynotus 
foliator erinnert. 



8. Gen. Arotes Grav. 

1829 Arotes Gravenhorst, Ichneum. Eur. III p. 448. 
1879 Sphalerus Kriechbaumer, Entom. Nachr. p. 43. 

Die £ mit weissem Fühlerring, bei <j> und tf die hintersten 
Tarsen grösstenteils weiss oder gelblichweiss. Kopf kurz, quer; 
Fühler ziemlich schlank, nach vorn gerichtet, kürzer als der 
Körper. Thorax ziemlich kurz und gewölbt ; Schildchen convex; 
Mesonotum deutlich dreilappig ; Metathorax mit mehr oder 
weniger deutlicher Felderung. Flügel ohne Areola ; der 2. 
rücklaufende Nerv mündet innerhalb des Cubitalquernerven ; 



Uoo Pimplinae. 



es nimmt also die innere Cubitalzelle, wie bei der bekannten 
Gattung Ophion, die beiden rücklaufenden Nerven auf ; Ner- 
vellus ungefähr in der Mitte gebrochen. Vorderbeine ziemlich 
schlank, die hintersten Beine viel länger und dicker; Klauen 
vor der Mitte gespalten ; die hintersten Schenkel unten mit 
mehr oder weniger deutlichem Längskiel. Hinterleib fast ge- 
stielt, so lang wie Kopf und Thorax oder noch etwas länger, 
schmäler als der Thorax, ziemlich spindelförmig, am Ende 
seitlich zusammengedrückt ; das letzte Bauchsegment gross, 
zugespitzt, über das Hinterleibsende vorstehend ; das i. Segment 
lang, gegen das Ende allmählich verbreitert, mit Längsfurche, 
Postpetiolus doppelt so lang als breit; das 2. Segment etwas 
breiter als lang, die folgenden quer. Bohrer von Körperlänge 
oder etwas kürzer. 

Uebersicht der 3 paläarktischen Arten. 

1. Die ganzen Beine mit Ausnahme der Hüften rot. Spitze 
der Vorderflügel verdunkelt. Der helle Fühlerring beim $ 
kurz vor der Spitze, beim ^ das Fühlerende gelblichweiss. 

3. ustulatus Kriechb. 

Hinterbeine grösstenteils schwarz. Flügel ohne dunkle. 
Spitze. Der helle Fühlerring mehr in der Mitte der Geissei. 2. 

2. Das i. und 2. Hinterleibssegment mit weisslichem Endrand. 
Stigma schwärzlich. Bohrer etwa von Körperlänge. 

1. albicinctus Grav. 

Die vorderen Hinterleibssegmente ohne weissen Endrand. 
Stigma rot, von dicken Nerven eingeschlossen. Bohrer 
etwas kürzer als der Körper. 

2. annulicornis Kriechb. 

1. A. albicinctus Grav. 1829 Arotes albicinctus Qravenhorst, Ich- 
neum. Eur. III p. 448 £tf* | 1878 Sphalerus bifasciatus Kriechbaumer, 
Entom. Nachr. IV p. 251 $</. 

$ Schwarz, Fühl»r mit weissem Ring, der sich meist auf die 
Glieder 14—21 erstreckt. Flügel leicht getrübt, Stigma 
schwärzlich. Vorderbeine dunkelbraun, Schenkel und 
Schienen unten gelblich, letztere an der Basis weisslich ; 
die hintersten Beine schwarz, Basis der Schienen und di 
Tarsenglieder 2—5 weiss. Das 1. und meist auch das 2. 
Hinterleibssegment mit weisslichem Endrand. 

c? Clypeus und Gesicht gelblichweiss. Fühler wenig kürzer 
als der Körper, Schaft unten weiss gefleckt, Geissei unten 
rötlichgelb. Tegulä, ein Fleck oder eine Linie auf dem 
Hinterschildchen und der Endrand von Segment 1 und 2 
weisslichgelb. Vorderbeine braun, Schienen mehr rötlich, 






Arotes. 140L 

auf der Unterseite zum Teil sowie eine Makel der Hüften 
und die Tarsen an allen Beinen weisslichgelb. Die hintersten 
Beine mit Einsehluss der Metatarsen schwärzlich, die 
Kniee weisslich. 

L. 15—18 mm. 

Verbreitet über einen grossen Teil von Europa, aber 
überall sehr selten. Mir ist die Art nie vorgekommen. 

A. annulicornis Kriechb. 1894 Arotes annulicornis Kriech- 
baumer, Termes. Füzet. XVII p. 55 £. 

Kopf quer, hinter den Augen abgerundet aber kaum ver- 
schmälert, fein und zerstreut punktiert. Thorax doppelt 
solang als breit; Metathorax ziemlich undeutlich gefeldert. 
Hinterleib sehr fein und zerstreut punktiert, ziemlich 
glänzend, gestreckt eiförmig, am Ende etwas seitlich zu- 
sammengedrückt. Luftlöcher des 1. Segments stark vor- 
ragend, vor der Mitte ; das 2. Segment wenig länger als 
breit, vorn beiderseits neben der Mitte tief ausgehöhlt; 
das 3. Segment etwas breiter als lang, vorn wie das 2., 
aber die Eindrücke weniger tief. - Glänzend schwarz! 
Geisselglieder 13 oder 14— j 9 weiss. Die vorderen Schenkel 
und Schienen vorn rötlich, die Tarsen zum Teil gelblich. 
Die äusserste Basis der hintersten Schienen und die hin- 
tersten Tarsen vom Ende des Metatarsus an weiss. Stigma 
im Flügel rot, von dicken Nerven eingeschlossen. 

L. 15—16, Bohrer 13 mm. — tf unbekannt. 

Die Art wurde bei dem Bade Tusnad in Siebenbürgen 
entdeckt. 

A. UStulatus Kriechb. 1894 Arotes ustulatus Kriechbaumer, 
Termes. Füzet. XVII p. 56 $0*. 

Durch den schwarzen Hinterleib der vorigen Art ähnlich, 
durch den nach der Spitze gerückten Fühlerring, die roten 
Schenkel und Schienen und die dunkle Flügelspitze ver- 
schieden. 

Kopf, Fühler und Thorax wie bei der vorigen Art; 
zwischen den Fühlern ein kurzer Höcker. Metathorax 
deutlicher gefeldert. Das 1. Segment so lang wie die 3 
folgenden zusammen ; das 2. und 3. wie bei annulicornis 
an der Basis mit Eindrücken. Fühlerring mehr gelblich 
und mehr nach dem Ende gerückt, sodass nur die 4 oder 5 
letzten Fühlerglieder verdunkelt sind. Die Schenkel und 
Schienen sind gelbrot, die hintersten Tarsen mit Ausnahme 
des Metatarsus weiss. Die äusserste Basis der Hinterschenkel 
und der Trochantellus schwarz. Die hintersten Schenkel 



1402 Pimplinae. 



unten mit kurzem Kiel. Tegulä rötlich, Stigma braun; Flügel 
hyalin, an der Spitze verdunkelt. 

Beim tf sind die Geisseiglieder am Ende knotig aufge- 
trieben, die Fühlerspitze vom 20. oder 21. Geisselgliede an 
gelblichweiss. Gesicht und Clypeus, Unterseite der beiden 
ersten Fühlerglieder, die vorderen Schienen und Tarsen, 
sowie die hintersten Tarsen zum grössten Teil gelb ; alle 
Hüften rötlichgelb, an der Basis schwarz ; der hinterste 
Metatarsus rötlich, am Ende gelb. 

L. 15, Bohrer 11 mm. 

Aus Südungarn. 



9. Gen. AsthenOIKieriS Forst. 

1868 Asthenomeris Förster, Verh. Naturh. Ver. Preuss. Rheinl. XXV p.' 168. 

Diese Gattung ist nach Förster nicht wieder aufgefunden 
worden. — Mesonotum ohne tiefe Parapsidenfurchen ; Meta- 
thorax ungefeldert, auch ohne Querleiste. Cubital- von dem 
Discoidalquernerv weit abstehend ; Nervellus an der Basis ge- 
bogen. Hinterschenkel nicht verdickt ; alle Fussklauen mit 2 
langen Kammzähnen vor der Spitze. — Die Gattung ist ein 
Bindeglied zwischen den Acoenitinen und Banchinen, ähnelt 
namentlich Exetastes, unterscheidet sich aber leicht durch den 
Mangel einer Areola, die Zähne der Fussklauen und die 
kürzeren und kräftigeren Fühler. 

In seinen hinterlassenen Schriften führt Förster A.nigricoxis 
nur mit Namen an; das Tier stammt jedenfalls aus Deutschland. 



5. Tribus Labenini. 

1900 Labenini Tribe 2. Ashmead, Smith's Insects of New Jersey, p. 511. 

Zu dieser Tribus gehören nur 3 Gattungen, welche auf 
Amerika beschränkt sind. Sie sind ausgezeichnet durch die 
abnorm verlängerten Hinterhüften, welche 4 mal oder noch 
darüber länger als dick sind. Im Uebrigen schliessen sie sich 
an die Lissonotinen an ; mit den Acoenitinen haben sie habituell 
weniger Aehnlichkeit, namentlich weil das letzte Bauchsegment 
nicht auffallend gross und abstehend, sondern klein und vom 
Hinterleibsende entfernt ist. 



Labenini. 1403 

Uebersicht der Gattungen. 

Wangen unten mit einem deutlichen Zahn. Gesicht glatt. 
Metathorax vorn deutlich gefeldert, area superomedia hinten 
nicht geschlossen. Areola im Vorderflügel gross, pentagonal, 
die Seitennerven nach oben stark genähert. Nervellus un- 
gefähr in der Mitte gebrochen. Hinterleib gestreckt, das 
1. Segment lang und schlank, vorn sehr schmal, auch die 
nächstfolgenden Segmente viel länger als breit. Bohrer 
etwa von Hinterleibslänge. 

Grotea Cresson. 

Wangen unten ohne Zahn. Gesicht runzlig-punktiert oder 
fein lederartig, matt. 2. 

Gesicht runzlig-punktiert, meist an den Seiten und in der 
Mitte mit Längskiel, dazwischen querrunzlig. Fühler lang 
und kräftig, die Endglieder so lang wie breit. Metathorax 
vollständig gefeldert, die Luftlöcher gross, gestreckt. Areola 
im Vorderflügel gross, pentagonal, der rücklaufende Nerv 
etwa in der Mitte; Nervellus postfurcal, etwas über der 
Mitte gebrochen. Beine kräftig, der hinterste Metatarsus 
so lang wie die folgenden Glieder zusammen, das 3. und 4. 
Tarsenglied sehr kurz, das Endglied sehr lang. Hinterleib 
glatt und glänzend, die Endsegmente mit sehr feiner 
Skulptur, das 1. Segment an der Basis schmal, gegen das 
Ende allmählich verbreitert, 3—4 mal so lang als hinten 
breit; Bohrer in der Regel unter Hinterleibslänge. 

Labena Cresson. 

Gesicht fein lederartig; Augen stark vortretend, innen nach 
unten convergierend. Fühler lang und dünn. Thorax und 
Schildchen bucklig ; Metathorax lang, ungefeldert, nur 
hinten mit Querleiste ; Luftlöcher linear. Flügel schmal, 
Radialzelle lang, Areola vierseitig, fast 2 mal länger als 
breit, rücklaufender Nerv in der Mitte ; Nervellus unter 
der Mitte gebrochen. Beine lang und schlank, Vorder- 
schienen sehr kurz, Klauen klein und gekämmt. Hinter- 
leib fast 2 mal so lang als der Thorax, das 1. Segment fast 
linear, das 2. etwas länger als das 1., nach hinten ver- 
breitert, das 3. halb so lang wie das 2. ; Bohrer nicht ganz 
so lang wie der Hinterleib. 

Nonnus Cresson. 



Natur alHistory«.«rve-5t 
Life«*» 



Upuseula Ichneumonologiea. 



mit Beihilfe des Königl. Preuss. Ministeriums 

für Landwirtschaft und Forsten 

und der Königl. Preuss. Akademie der Wissenschaften 

von 

Professor Dr. Otto Schmiedeknecht. 



III. Band. 

(Fase. XIII— XVI] I.) 

Pimplinae. 








Itlankenhurg i. Thiir. 

1906—1908. 



Erschienen sind 



pp. t 001 — 1040 Mitte Juli 1906 

1041 — 1120 Mitte Oktober 1906 
T121 — 1200 Anfang Februar 1907 
1201 — 1280 Mitte Juni 1907 
128 l — 1360 Anfang November 1907 
1361 — 1403 Mitte Februar 1908. 



1407 



IV. Unterfamilie. 

Ophioninae. 



1858 Ophionida Holmgren, Oefvers. Vet.-Akad. Förh., XV 
p. 33i- 

1887 Ophionidae, Familia, Thomson, Opusc. Ent. XI p. 1047. 

1887 Ophioninae, Subfamily, Cresson, Syn. Hym. North 
America, p. 43. 

1900 Ophioninae, Subfamily V, Ashmead, Smith's Insects of 
New Jersey, p. 580. 

Kopf in der Regel quer, selten etwas aufgetrieben, noch 
seltener rundlich. Gesicht häufig mit anliegender weisslicher 
Behaarung. Clypeus in den meisten Fällen nicht vom Gesicht 
getrennt, vorn abgerundet oder abgestutzt, selten in der Mitte 
des Endrandes mit Zahn (Sagaritis, Arten von Anomalon). 
Mandibeln kräftig, in seltenen Fällen schmal (Paniscus). Augen 
innen meist ausgerandet, nur bei wenigen Gattungen behaart 
(Trichomma, Cymodusa). Fühler lang und dünn, faden- oder 
borstenförmig, in ganz seltenen Fällen gegen das Ende ver- 
dickt (Tribus der Hellwigiini). Mesonotum gewöhnlich ohne 
deutliche Parapsidenfurchen. Schildchen meist etwas polster- 
förmig erhaben, in einzelnen Fällen an den Seiten gekielt, 
selten mit Enddorn (Banchus). Metathorax bei den meisten 
Arten gefeldert, die Leisten jedoch nicht selten schwach ; die 
Luftlöcher des Metathorax gewöhnlich gestreckt, bei' den 
kleineren Arten dagegen kurz oval oder rund. Die Areola im 
Vorderflügel fehlt bei vielen der grösseren Arten wie z. B. bei 
Ophion und Anomalon ganz ; in den meisten Fällen ist sie klein, 
dreieckig und gestielt ; in seltenen Fällen, wie z. B. bei Arten von 
Campoplex, Canidia u. a., ist sie mehr oder weniger pentagonal ; 
bei den eine Sonderstellung einnehmenden Mesochorinen ist 
die Areola auffallend gross und rhombisch. Einige Gattungen 



I4°8 Ophioninae. 



mit fehlender Areola sind dadurch ausgezeichnet, dass die 
beiden rücklaufenden Nerven vor dem Cubitalquernerv münden, 
die i. Cubitalzelle also beide aufnimmt. Die Grösse des Stigmas 
im Vorderflügel ist verschieden und wird, wie auch die Form 
der Radialzelle zur Einteilung der Tribus benutzt. Die Beine 
sind in der Mehrzahl der Fälle .schlank und meist ohne be- 
sondere Auszeichnung ; bei vielen Anomalon-Arten sind die 
hintersten Tarsen verdickt ; die Klauen sind meist einfach, 
seltener gekämmt. Bei den typischen Ophioninen ist der 
Hinterleib mehr oder weniger seitlich zusammengedrückt und 
deutlich gestielt, das i. Segment hinten gebogen, mit den Luft- 
löchern hinter der Mitte. Von dieser Regel gibt es nun frei- 
lich viele Abweichungen. Die Länge des Bohrers ist sehr 
verschieden ; während derselbe bei den grösseren Arten meist 
kurz ist, ist er bei den kleineren nicht selten von Hinterleibs- 
länge. 

Bereits in meinem Handbuch der Hymenopteren Mittel- 
europas habe ich erklärt, dass es gerade bei den Ophioninen 
schwierig ist, zu sagen, welche Tribus zu ihnen gehören oder besser 
bei einer anderen Unterfamilie unterzubringen sind. So wurden 
z. B. die Plectiscinen früher allgemein zu den Tryphoninen 
gestellt; so lange sie eine Vereinigung der verschiedenartigsten 
Formen bilden, hat es gar keinen Zweck darüber zu streiten, 
wohin sie am besten gehören. Ich finde, dass die Mehrzahl 
sich eng an die Porizoninen anschliessen und dass sie also 
besser hier als bei den Tryphoninen stehen. Eine ähnliche 
Schwierigkeit bieten die Paniscinen, die viel Gemeinsames 
mit den Tryphoninen haben, aber ihrer äusseren Erscheinung 
nach, besonders in Anbetracht der grossen Ocellen besser hier- 
her gestellt werden. Die Banchinen stehen in der Mitte 
zwischen den Unterfamilien der Pimplinen und Ophioninen 
und ist es ratsamer, ihnen ihren alten Platz zu lassen. Eine 
Sonderstellung, namentlich durch die Form der Areola, und die 
Hinterleibsanhänge der tf, nehmen die Mesochorinen ein. 
Wollte man sie als besondere Unterfamilie aufstellen, wie es 
neuerdings Szepligeti tut, so müsste man dies, um konsequent 
zu sein, auch mit anderen Gruppen vornehmen und damit wäre 
nichts genützt; es genügt also auf ihre Eigenartigkeit hinzu- 
weisen. — Zwecklos ist es, der von Ashmead auf ein einziges 
Tier aufgestellten Tribus der Nesomesochorini einen 
Platz anweisen zu w T ollen. Man vergleiche über diese die 
Diagnose am Schluss der folgenden Tabelle. 

Die Ophioninae lassen sich in die folgenden 14 Tribus zer- 
legen, von denen die beiden letzten auf Amerika beschränkt 
sind: 



Tribus der Ophioninae. I4°9 

i. Stigma im Vorderflügel lang und mehr oder weniger schmal, 
zuweilen fast fehlend. Radialzelle gestreckt, an oder nahe 
an der Flügelspitze endend. 2. 

Stigma kurz und breit ; bei den Plectiscinen tritt dies 
weniger hervor. Radialzelle kurz und breit; die beiden 
Abschnitte des Radius bilden einen steilen, oft rechten 
Winkel. Durchweg kleine Arten. 12. 

2. Flügel mit unvollständiger Nervatur, es fehlt namentlich 
der 2. rücklaufende Nerv. Hinterflügel nur mit einem Längs- 
nerv. 

14. Pharsaliini. 

Flügel mit vollständiger Nervatur; der 2. rücklaufende 
Nerv vorhanden. 3. 

3. Hinterschenkel gegen das Ende unten mit Zahn. Vorder- 
flügel mit Areola. Hinterleib sehr gestreckt und stark 
comprimiert. Habitus der Anomaloninen. 

13. Xiphosomini. 

Hinterschenkel gegen das Ende unten ohne Zahn. 4. 

4. Der 2. rücklaufende Nerv mündet vor dem Cubitalquernerv 
(Areolarnerv), die 1. Cubitalzelle nimmt also die beiden 
rücklaufenden Nerven auf. 5. 

Der 2. rücklaufende Nerv mündet hinter dem Cubitalquer- 
nerv, in seltenen Fällen ist derselbe interstitial. 7. 

5. Fühler kurz, nach der Spitze hin deutlich, bei der einen 
Art keulenförmig verdickt. Stirngruben gross. Parapsiden- 
furchen fehlend. Metathorax nicht gefeldert. 

1. Hellwigiini. 
Fühler nicht keulen-, sondern borsten- oder fadenförmig, 
meist lang. Parpasidenfurchen mehr oder weniger deutlich. 6. 

6. Mittelschienen mit 2 Sporen. Thorax fast glatt. Fühler 

sehr lang. Mesosternum vor den Mittelhüften abschüssig. 

Vorwiegend rotgelbe Arten. 

2. Ophionini. 

Mittelschienen mit nur 1 Sporn. Mesonotum runzlig- 
punktiert. Fühler kurz. Metathorax in der Regel über 
die Hinterhüften hinaus verlängert. Mesosternum eben. 

3. Nototrachini (partim). 

7. Die hintersten Tarsen, namentlich der Metatarsus, mehr 
oder weniger verdickt. Metathorax über die Hinterhüften 
hinaus verlängert, runzlig - punktiert. Parapsidenfurchen 
deutlich. Vorderflügel ohne Areola. 

4. Anomalonini. 
Die hintersten Tarsen nicht verdickt oder Thorax glatt. 8. 



El£g Ophioninae. 



8. Mittelschienen nur mit i Sporn. Mesonotum runzlig-punk- 
tiert ; Metathorax vollständig gefeldert: Kopf aufgetrieben 
breiter als der Thorax. 



10. 



3- Nototrachini (partim). 



F2. 



Mittelschienen mit 2 Sporen. 

Areola sehr gross, meist rhombisch mit gleichen Seiten 
seltener verschoben viereckig mit ungleichen Seiten ; in 
letzterem Falle die Klauen dicht und lang gekämmt. Bohrer 
vorragend. Das letzte Bauchsegment gross. Das tf mit 
2 langen griffeiförmigen Anhängseln am Hinterleibsende. 

8. Mesochorini. 

Areola nicht auffallend gross und nicht von regelmässig 
rhombischer Gestalt; wenn gross und unregelmässig vier- 
eckig (bei den Banchinen), dann die Klauen nicht oder zer- 
streut gekämmt. tf ohne griffeiförmige Anhängsel. 10. 

Hinterleib sitzend oder wenn etwas gestielt, der Stiel 
deprimiert. Areola, wenn vorhanden, meist gross, ein ver- 
schobenes Viereck bildend. Nervellus meist ganz schräg 
nach aussen und weit über der Mitte gebrochen. Klauen 
sehr selten gekämmt. 

7. Banchini. 
Hinterleib gestielt, vom Stiele an meist winklig fortgesetzt. 11. 

Luftlöcher des 1. Segments deutlich hinter der Mitte. Luft- 
löcher des Metathorax meist rund (ausgenommen bei Campo- 
plex und einigen anderen Gattungen). Klauen unbewehrt, 
höchstens mit zerstreuten Kammzähnen. Ocellen klein' 
Parapsidenfurchen kaum angedeutet. Ganz schwarze oder 
nur am Hinterleib teilweise rot gefärbte, meist kleinere 
Arten. 

5. Campoplegini. 

Luftlöcher des 1. Segments vor, selten in der Mitte. Luft- 
löcher des Metathorax meist länglich. Klauen dicht und 
lang gekämmt. Ocellen gross. Parapsidenfurchen deutlich. 
Grössere Arten von gelber Färbung, welche an Ophion 
erinnern. 

6. Paniscini. 

Die hintersten Beine weit länger und dicker als die vor- 
deren. Die hintersten Schenkel unten hinter der Mitte 
mit einem starken Zahn ; wenn nicht, dann der Vorder- 
flügel mit grosser rhombischer, gestielter Areola. Flügel 
mit dicken Nerven. 

9. Pristomerini. 



Tribu s der Ophioninae. 141 1 



Die hintersten Beine nicht auffallend dicker und länger 
als die vorderen. Die hintersten Schenkel unten ohne Zahn. 
Areola im Vorderflügel niemals gross und rhombisch. 13. 

13. Cubitalnerv im Hinterflügel gegen die Basis verloschen 
oder ganz fehlend. Die beiden Abschnitte des Radius 
bilden einen rechten Winkel. Basalnerv gegen den Vorder- 
rand verdickt. Areola nicht vorhanden ; Nervus areolaris 
sehr kurz. Nervellus in der Regel nicht gebrochen. Kopf 
nicht vorwiegend klein, sondern oft breiter als der Thorax. 
Das 2. Segment an den Seiten gerundet. Bohrer meist 
deutlich vorstehend und gekrümmt. 

11. Porizonini. 

Cubitalnerv im Hinterflügel bis zur Basis mehr oder 
weniger deutlich. Die beiden Abschnitte des Radius bilden 
keinen rechten Winkel. 14. 

14. Kopf nicht besonders klein ; Clypeus weder konvex noch 
seitlich zusammengedrückt. Hinterschienen normal, an der 
Basis nicht eingeschnürt. Körper sehr gestreckt ; Thorax 
weit länger als breit. Hinterleib stark seitlich zusammen- 
gedrückt, das 2. Segment mindestens doppelt so lang als 
breit ; Bohrer lang. Flügel ohne Areola. 

10. Cremastini. 

Kopf in der Regel klein ; Clypeus convex und gewöhnlich 
vor der Seite zusammengedrückt. Hinterschienen verdickt 
und meist an der Basis deutlich eingeschnürt. Areola oft 
vorhanden. Durchweg kleine und zarte Tiere, aber von 
dem verschiedensten Habitus und durchaus keine natürliche 
Gruppe bildend. 

12. Plectiscini. 



As h nie ad (Proc. Unit. Stat. Nat. Mus. XXVIII (1905) p. 967) 
hat auf ein rätselhaftes Tier aus Manila gleich eine neue 
Tribus, Nesomesochorini, aufgestellt, was durchaus 
nicht zu billigen ist, denn es ist kaum noch möglich in 
diesen Wust von Neubeschreibungen, die namentlich Ca- 
111 e r o n liefert, noch eine Uebersicht zu bringen. Die Be- 
schreibung ist kurz folgende : 

Kopf quer, Augen abnorm gross, die ganzen Kopfseiten 
einnehmend, nach unten convergierend und bis zur Man- 
dibelbasis reichend ; Clypeus eine kleine Erhöhung bildend ; 
Mandibeln klein, zweizähnig. Thorax 2'/ 2 mal so lang als 
breit. Mesonotum mit deutlichen Parapsidenfurchen, Meta- 
thorax so lang wie Pro- und Mesonotum nebst Schildchen, 



I4 12 Ophioninae. 



deutlich gefeldert, area superomedia lang und hexagonal. 
Hinterleib 2 mal so lang als Kopf und Thorax zusammen, 
lang gestielt und stark comprimiert Bohrer von i/ 3 Hinter- 
leibslänge. Flügelnervatur wie bei Mesochorus, aber Stigma 
linear und die Areola fehlend, wie bei manchen Hemiteles. 
Die einzige Art N. oculatus Ashm. ist schwarz, mit 3 far- 
bigen Fühlern, rötlichen Beinen und Basis des 1. Segments. 
Länge 6 mm. 



l. Tribus Hellwigiini. 

1868 Hellwigioidae, Familie 6, Förster, Verh. naturh. Ver. 
preuss. Rheinl. XXV pp. 141 und 149. 

1887 Hellwigiina, Tribus, Thomson, Opusc. Ent. XI, p. 1048. 

1894 Hellwigiini, Tribe VI, Ashmead, Proc. Ent. Soc. Was- 
hington, III p. 2JJ. 

Diese kleine Tribus ist ausgezeichnet durch die Bildung 
der Fühler. Dieselben sind entweder geradezu keulenförmig 
(Hellwigia elegans) oder sie sind gegen die Spitze hin deutlich 
und ziemlich stark verdickt. Im Uebrigen schliessen sie sieb eng 
an die nächste Tribus an, sind aber doch durch Habitus und 
Färbung so ausgezeichnet, dass ich sie nicht mit den Ophioninen 
vereinigen möchte, wie es neuerdings Szepligeti getan hat. 

Uebersicht der Gattungen : 
Cubital quernerv gebogen. Klauen einfach. Flügel hyalin. 

1. Hellwigia Grav. 

Cubitalquernerv gerade. Klauen gekämmt. Flügel 
schwärzlich. 

2. Hellwigiella Szepl. 



1. Gen. Hellwigia Grav. 

1823 Hellwigia, Qravenhorst, Nov. acta acad. nat. curios. XI p. 315. 

Kopf quer, hinter den Augen sehr verschmälert ; Clypeus 
nicht vom Gesicht getrennt, am Ende abgestutzt ; Fühler dick 
und ziemlich kurz, gegen das Ende mehr oder minder keulen- 
förmig und zusammengedrückt ; Augen neben der Fühlerwurzel 
ausgerandet ; Mandibeln schmal, der obere der beiden Endzähne 
länger. Mesonotum ohne Parapsidenfurchen ; Metathorax ge- 
wölbt, mit gestreckten Luftlöchern. Flügel ohne Areola, Radius 
aus der Basis des Stigmas entspringend, Radialzelle gestreckt, 
Cubitalquernerv gebogen, Discocubitalnerv nicht gebrochen, 



Hellwigia. T 4 X 3 



die beiden rücklaufenden Nerven in die erste Cubitalzelle, 
Nervulus vor der Gabel, Nervus parallelus oben entspringend, 
Nervellus in oder über der Mitte gebrochen. Beine ziemlich 
kräftig, mit einfachen Klauen. Hinterleib gestielt, deutlich zu- 
sammengedrückt ; Luftlöcher des i. Segments hinter der Mitte; 
Bohrer kaum vorstehend ; Genitalklappen des tf stark verdickt. 

i. Fühler am Ende keulenförmig verdickt. Schildchen nicht 

gerandet. Körper reich gelb gezeichnet. Beine grösstenteils 

gelb. 

i. elegans Grav. 

Fühler gegen das Ende nur schwach verbreitert. Schildchen 
gerandet. Körper viel sparsamer gelb gezeichnet, beim 9 
der Thorax fast ganz schwarz. Beine grösstenteils schwarz. 2. 

2. Postpetiolus deutlich kürzer als Petiolus. Fühlergeissel, 
Kopf und Thorax nicht ganz schwarz. 

2. intermedia Szepl. 0*. 

Postpetiolus fast so lang wie Petiolus. Fühlergeissel, Kopf 

und Thorax ganz schwarz. 

3. obscura Grav %<?. 

1. H. elegans Grav. 1823 H. elegans Qravenhorst, Nov. acta acad. 
nat. curios. XI p. 318 et 1829 Ichneum. Eur. III p. 798 $cf I 1858 H. 
e. Holmgren, Ophionider, p. 10 $d*- 

Kopf quer, Stirn beiderseits eingedrückt und mit 2 er- 
habenen Leisten, Gesicht runzlig - punktiert, Fühler am 
Ende keulenförmig verdickt. Thorax dicht punktiert, 
Schildchen kurz, halbkreisförmig, gerandet, Metathorax 
oben ungefeldert. Hinterleib ziemlich glänzend, das 1. Seg- 
ment schwach gekrümmt, Postpetiolus doppelt so breit als 
der Petiolus ; das 2. Segment kürzer als das 3 ; dieses und 
das 4. gleichlang. — Kopf schwarz, Augenränder zum Teil 
gelb ; Fühler rotgelb, die 3 oder 4 Basalglieder schwärzlich. 
Thorax schwarz, Schulterflecken, Schildchen und Hinter- 
schildchen, sowie Flecken des Metathorax gelb. Flügel 
leicht getrübt, Stigma rötlichgelb, Tegulä gelb. Vorder- 
beine gelb, Hüften mit Ausnahme der Spitze und Basis 
der Trochantern schwarz, zuweilen auch die Schenkel an 
der Basis leicht verdunkelt. Die hintersten Beine rotgelb, 
Hüften schwarz mit gelber Makel, Trochantern gelb, an 
der Basis schwarz. Hinterleibssegmente 1, 5, 6 und 7 
schwarz, mit gelben Endrändern, 2—4 rotgelb, meist mit 
helleren Endrändern. 

Beim tf ist der Kopf gelb, Scheitel und Stirnmakel 
schwarz. Fühler rotgelb, Schaft oben schwärzlich. Thorax 



r -l r 4 Ophioninae. 



wie beim £, die Flecken auf den Schultern sind haken- 
förmig und auch die Brust ist gelb. Beine gelb, die hin- 
tersten Hüften und Trochantern schwarz gefleckt, Tarsen 
gegen das Ende rötlich, das 2.-4. Glied an der Basis 
schwärzlich. Das 1. Hinterleibssegment schwarz, am Ende 
gelb, Segment 2-4 rötlichgelb, 5-7 gelb, 5 oder 5 und 6 
an der Basis verdunkelt. 

L. 10—14 mm. 

In ganz Europa, aber überall höchst selten. Mir ist es 
nie geglückt, diese interessante Schlupfwespe zu finden. — 
Als Wirt ist Thalpochares rosina bekannt. 

• H intermedia Szepl. 1905 H. intermedia Szepligeti, Ann. Mus. 
Nat. Hungar. III p. 518 tf . 

„Stimmt in allen Punkten mit H. obscura überein, nur 
ist der Postpetiolus kürzer. — Schwarz, Fühlergeissel rot- 
braun ; Gesicht und Scheitelfleck gelb, ersteres in der 
Mitte schwarz ; je ein dreiseitiger Fleck vorn am Meso- 
notum, je ein länglicher Fleck vorn an den Mesopleuren, 
Schildchen und Hinterschildchen rötlich; Vorder- und 
Mittelbeine zum Teil, innere Seite der Hinterschienen, 
Segment 3 und 4, Mitte und Ende des 1. und Ende des 2. 
Segmentes gelbrot. Flügel bräunlich hyalin ; Nerven und 
Stigma schwarz, Tegulä zum Teil und darunter eine Linie 
gelbrot." 

L. 12 mm. — £ unbekannt. 

Wurde bei Zengg in Croatien gefunden. 

An merk. Bei der ausserordentlichen Seltenheit der Arten ist es 
schwer zu sagen, ob H. intermedia als eigene Art zu betrachten ist 
oder nur als ein abweichendes Stück der H. obscura. Die Färbuno- der 
von Brauns beschriebenen H. obscura passt besser auf H. intermedia. 

H. obscura Grav. 1823 H. obscura Qravenhorst, Nov. acta acad. 
nat.cunos. XI p 321 j 1888 H. obscura Brauns, Mitteil. Schweiz. Ent. 
ües. VIII p. 7 $(3*. 

Fühler etwas länger als die Körperhälfte, gegen das 
Ende schwach verbreitert. Kopf quer, fein punktiert, 
Gesicht runzlig-punktiert, gegen den Mund verschmälert. 
Augen tief ausgerandet. Thorax fein punktiert, Schild- 
chen gerandet, Metathorax ungefeldert. Hinterleib vom 
3- Segment an stark seitlich zusammengedrückt, fein 
punktiert, das 1. Segment fast so lang wie der Thorax, 
linear, leicht gekrümmt, die Spirakeln kaum vorstehend, 
etwas hinter der Mitte, Postpetiolus kaum breiter als der 
Petiolus, das 2. Segment linear, halb so lang als das 1., 
Gastrocölen ziemlich deutlich. Der äussere Radialnerv an 
der Basis gekrümmt, nervellus postfurcal, hinter der Mitte 
gebrochen. Beine schlank, die hintersten verlängert. 



Hellwigiclla. J4£5 



tf Kopf schwarz, Makeln des Clypeus und der Mandibeln, 
die Augenränder rings, die tiefe Augenausrandung breit 
und Makel zwischen den Fühlern schwefelgelb. Fühler rot, 
oben dunkler, die Basalglieder schwarz. Thorax schwarz, 
dreieckige Flecken der Schultern, Linie unter den Vorder- 
flügeln, Fleck der Vorderbrust, Punkt derTegulä, Schildchen- 
spitze und das Hinterschildchen schwefelgelb. Segment i 
und 2 schwarz, am Ende gelb, 3, 4 und Basis von 5 rotgelb, 
das 3. an der Basis schwarz gefleckt, die übrigen Segmente 
schwarz. Flügel hyalin, Stigma braunrot. Beine schwarz, 
die vorderen Hüften undTrochantern gelb gefleckt, Vorder- 
Schenkel und Schienen vorn gelb, die Tarsen braun ; die 
hintersten Beine schwarz, Endmakel der Schenkel und 
Schienen hell. 
£ Kopf schwarz, Scheitelpunkte und Flecken in der Augen- 
ausrandung gelb. Thorax fast ganz schwarz, oder Schildchen- 
spitze und Hinterschildchen gelb. Hinterleib schwarz, 
Segment 3, 4 und Basis von 5 rot, das 3. mit schwarzer 
Makel an der Basis ; manchmal nur das 4- Segment oben 
rot. Bohrer wenig vorragend. Sonst dem tf gleich. 

L. 10—12 mm. 

Die Art ist sehr selten und findet sich nur im Süden. 
Gravenhorst's Exemplar stammte aus Genua. Brauns gibt 
Fundorte aus Ungarn und der südlichen Schweiz an. Ich 
fing das Tier nur einmal und zwar bei Matterno am 
Garda-See. 

2. Gen. Hellwigiella Szepl. 

1905 Helwigiella Szepligeti, Genera Insect. XXXIV p. 23. 

Cubitalquernerv gerade; Nervellus unter der Mitte ge- 
brochen. Fühler dick, gegen die Basis zu dünner. Klauen 
gekämmt. Im Uebrigen mit Hellwigia übereinstimmend. — 
Die beiden Arten kommen in Tunis vor. 

Mesonotum fast ganz glatt. Kopf schwarz. Segment 1 
und 2 und das 3. Segment fast ganz rot. 

1. nigripennis Szepl. 

Mesopleuren dicht punktiert. Kopf rot, schwarz gefleckt. 

Segment 2 und 3 oben rot. 

2. simihs Szepl. 

1. H. nigripennis Szepl. 1905 H. nigripennis Szepligeti, Genera Insect. 
XXXIV p. 23 $cT. 

Kopf glatt ; Clypeus vorn runzlig ; Gesicht unterhalb der 
Fühler mit 2 Furchen ; Fühler halb so lang wie der Körper. 



J AI^ ____^ Ophioninae. 



2. 



Mesonotum glatt; Schildchen halbkugelförmig, gerandet • 
Mesopleuren fast ganz glatt; Metathorax grob, fast körnig^ 
gerunzelt, kurz, hinten abgestutzt, ohne Leisten ; Luftlöcher 
eine Langsspalte bildend. Radiusabschnitt im Hinterflügel 
kaum langer als der rücklaufende Nerv. Beine kurz, kräftig 
Hinterleib comprimiert, das i. Segment gekrümmt, Post- 
petiolus kurz ; das 2 Segment so lang wie das erste. Bohrer 
kurz. - Schwarz, Mesonotum, Schildchen, Beine mit Aus 
nähme der Hüften, Segment 1 und 2 und das 3. fast ganz 
rot; ebenso die Basalhälfte der Fühler. Flügel fast schwarz 
mit weissen Fleckchen an dem rücklaufenden Nerv • Nerven 
schwarz, Stigma fast ganz, Costalnerv und Tegulä gelbrot. 

L. 15 mm. 

Tunis. 

H. similis Szepl. 1905 H. similis Szepligeti, 1. c. p. 23 J. 

Gesicht grob punktiert, Mesopleuren dicht punktiert - 
Kopf rot, Gesichtsmitte, Stirn und je ein Fleck an den 
Backen schwarz ; Mesonotum vorn geschwärzt. Hinterleib 
schwarz, Segment 2 und 3 oben rot. Die übrigen Merkmale 
wie bei H. nigripennis. 

Tunis. 



2. Tribus Ophionini. 

1868 Ophionoidae, Familie 7, Förster, Verh. naturh Ver 
preuss. Rheinl. XXV pp. r 4 i und 149. 

1887 Ophionina, Tribus, Thomson, Opusc. Ent. XI p 1048 
1894 Ophionini, Tribe VII, Ashmead, Proc. Ent. Soc Was- 
hington, III p. 27*7. 

1900 Ophionini, Tribe II, Ashmead, Smith's Insects of New 
Jersey, p. 580. 

Die Ophioninen gehören mit zu den leicht kenntlichsten 
Schlupfwespen. Die Einmündung der beiden rücklaufenden 
Nerven m die 1. Cubitalzelle und die fast durchweg rotgelbe 
Färbung sind ihre charakteristischen Kennzeichen. Von der 
vorhergehenden Tribus sind sie durch die langen borstenför- 
migen Fühler verschieden. In der Färbung stimmen sie ganz 
auffallend mit den Paniscinen überein, beide Tribus sind auch 
durch die bei den meisten Gattungen vorkommenden grossen 
Nebenaugen ausgezeichnet die ohne Zweifel mit der nächtlichen 
Lebensweise der Tiere im Zusammenhang stehen. Der gemeine 
Ophion Intens geht sehr gern abends nach dem Lampenlichte 
Durch die ganze Gruppe geht ein sehr einförmiger Zug die 



Ophionini. r ^ r - 



Tropen zeigen nur wenige auffallende Formen. Ich habe zahl- 
reiche Ophion und Enicospilus auf Java gefangen und doch 
finde ich keinen scharfen Unterschied von unseren heimischen 
Arten ; dasselbe lässt sich von den afrikanischen und ameri- 
kanischen Arten sagen. So wird es eine höchst schwierige 
Aufgabe sein eine grössere Monographie dieser Gattungen zu 
liefern Beschreibungen einzelner Stücke in allen möglichen 
Zeitschriften erschweren nur eine solche Arbeit. 

Uebersicht der Gattungen, 
i. Nebenaugen klein, der Abstand zwischen den hinteren 
Nebenaugen und den eigentlichen Augen (Netzaugen) 
doppelt so gross als der Durchmesser eines Nebenauges. 2. 
Nebenaugen gross, zwischen ihnen und den eigentlichen 
Augen oft gar kein Abstand oder derselbe ist kaum grösser 
als der Durchmesser eines Nebenauges. 7. 

2. Discocubitalnerv winklig gebrochen, mit kurzem Ast. Kopf 
dick, hinter den Augen stark erweitert. Metathorax S e- 
feldert. 

1. Stenophthalmus Szepl. 
Discocubitalnerv nicht gebrochen. 3. 

1. Flügel schwärzlich violett, Radialzelle lang und schmal 
Nervellus in der Mitte gebrochen. Fühler kurz und dick! 
Die einzige Art, E. nigripennis, ist dunkel rostrot, Hinter- 
leib vom 3. Segment an schwarz. L. 28 mm. Heimat Natal. 

Eury ophion Cam. 
(Ann. S. Afric. Mus. V 1906, p. 83.) 
Flügel nicht schwärzlich-violett. 4. 

4. Nervellus deutlich gebrochen. 5. 
Nervellus nicht gebrochen. 31. 

5. Augen klein, Kopf hinter den Augen sehr erweitert, Wangen 
unter den Augen sehr lang, Clypeus vorn abgerundet. 
Nervellus an oder etwas über der Mitte undeutlich ge- 
brochen. 

2. Barycephalus Brauns. 
Augen gross, Kopf hinter den Augen nicht verbreitert, 
Wangen kurz. Clypeus in der Mitte des Endrandes mit Zahn. 6. 

5. Gesicht unter den Fühlern mit einem starken und spitzen 
Zahn. Nervellus ungefähr in der Mitte gebrochen ; Nervus 
parallelus unterhalb der Mitte der Brachialzelle. Grosses 
und auffallendes Tier ; Kopf und Thorax schwarz mit gelber 
Zeichnung, Hinterleib mit breiten gelben Binden. 

3. Gravenhorstia Boie. 



1418 Ophioninae. 



Gesicht ohne Zahn. Nervellus über der Mitte gebrochen ; 
Nervus parallelus oberhalb der Mitte der Brachialzelle. 
Mesonotum vorn oft mit 2 Dornen. Klauen gekämmt. 

Thyreodon Brülle. 

7. Discocubitalzelle mit einem oder mit mehreren meist gelb- 
lich gefärbten Hornflecken. 8. 

Discocubitalzelle ohne deutliche Hornflecken. 11. 

8. Nervulus interstitial, seltener antefurcal oder ganz schwach 
postfurcal. 9. 

Nervulus deutlich postfurcal. 10. 

9. Radius an der Basis gerade oder nur unbedeutend gebogen. 
Parapsiden fehlend. Nervulus meist antefurcal. Discocu- 
bitalnerv nicht gebrochen. Klauen lang und gekämmt. 

4. Enicospilus Steph. 

Radius an der Basis wie bei Allocamptus doppelt ge- 
schwungen. Nervellus tief unten gebrochen. — Die einzige 
Art, D. giganteus Szepl., kommt auf Java vor. Sie ist gelb- 
rot, Hinterleib vom 3. Segment an oben dunkelbraun. 
Flügel hyalin. L. 35 mm. 

Dicamptus Szepl. 
(Gen. Ins. XXXIV. 1905, p. 28.) 

10. Discocubitalnerv nicht winklig gebrochen ; Radius an 
der Basis nicht doppelt geschwungen. Discocubital- 
zelle mit 2 Hornflecken, der eine davon mondförmig. 
Kopf hinter den Augen verschmälert. Nervus parallelus 
über der Mitte entspringend oder fast interstitial ; Nervellus 
tief unten gebrochen. Klauen gekämmt. — Die beiden Arten 
kommen auf Neu-Guinea vor. Die eine, M. bicolor Szepl., 
ist schwarz, Kopf, Beine mit Ausnahme der Hinterhüften 
und die hintere Hälfte der Segmente 4—7 rötlich. L. 25 mm. 
Die 2. Art, M. variegatus Szepl., ist gelbrot, Thorax schwarz 
gezeichnet, Hüften, Hinterschenkel, 1. und Basis des 2. Seg- 
mentes schwarz ; Endsegmente vom 4. an braun. Flügel 
bei beiden Arten hyalin oder schwach gelblich getrübt. 

L. 15 mm. 

Metophion Szepl. 
(Gen. Ins. XXXIV. 1905, p. 28.) 

Discocubitalnerv winklig gebrochen ; Radius an der Basis 
doppelt geschwungen. Nervus parallelus über der Mitte 
entspringend ; Nervellus unter der Mitte gebrochen. Disco- 
cubitalzelle mit 1 Hornfleck. Fühler über körperlang. - 
Die einzige Art, C. Biroi Szepl., kommt auf Neu-Guinea 



Ophioniiii 



1419 



vor. Gelbrot, Kopf weisslich, Hinterleibsende schwarz. 
Flügel hyalin, Stigma gelb, Nerven schwarz. L. 15 mm. 

Ceratospilus Szepl. 
(Gen. Ins. XXXIV. 1905, p. 28.) 

11. Discocubitalnerv winklig gebrochen. 12. 

Discocubitalnerv nicht gebrochen, sondern gerade oder 
bogenförmig. 16. 

12. Oberlippe ungewöhnlich lang. Kopf dick. Radius an der 
Basis nicht verdickt Nervulus postfurcal, Nervellus über 
der Mitte schwach gebrochen. Hinterleib ziemlich dick, 
nur am Ende etwas comprimiert. Die einzige Art, A. fulvi- 
cornis Westw., kommt in Mexico vor. 

Agathophiona Westw. 
Oberlippe nicht ungewöhnlich lang. 13. 

13. Radius an der Basis nicht verdickt. 14. 
Radius an der Basis verdickt. 15. 

14. Kopf hinter den Augen meist etwas verengt, sehr selten 
schwach erweitert. Augen und Nebenaugen gross, an ein- 
ander stossend oder nur wenig von einander getrennt. 

5. Ophion F. 
Kopf dick, hinter den Augen stark erweitert; Wangen lang; 
Augen schmal, Nebenaugen ziemlich klein und von den 
Netzaugen weit abstehend. 

cf. 1. Stenophthalmus Szepl. 

15. Radius an der Basis nicht doppelt geschwungen. Nervulus 
vor dem Basalnerv ; Nervellus deutlich unter der Mitte 
gebrochen. Als einzige Art wird von dem Autor P. hawaien- 
sis Ashm. aber ohne Beschreibung angeführt. 

Pleuroneurophion Ashmead. 
(Proc. U. S. Nat. Mus. XXIII, 1900, p. 86.) 

Radius an der Basis doppelt geschwungen. Grosse an 
Ophion und Enicospilus erinnernde Art. 

cf. 7. Cymatoneura Kriechb. 

16. Oberlippe weit vorragend. Radius an der Basis verdickt. — 
Die einzige, auf Ceylon vorkommende Art, S. maculipennis 
Cam., ist rötlichgelb, Gesicht und Orbiteu gelb, Thorax und 
Hinterleib schwarz gezeichnet ; Radialzelle an der Basis 
rauchig getrübt. 

Spilophion Cam. 
(SpoJia Zeylanica, III, 1905, p. 124.) 

Oberlippe nicht auffallend vorragend und gleichzeitig Flügel 
dunkel gefleckt. 17. 



1420 Ophioninae. 



19. 



17. Klauen gekämmt. 18. 
Klauen nicht gekämmt. 30. 

18. Nervellus über der Mitte gebrochen, selten der ausgehende 

Nerv im oberen Winkel entspringend. 19. 

Nervellus in oder unter der Mitte gebrochen. 21. 

Meso- und Metathorax durch einen tiefen Einschnitt oder 
Sattel getrennt, Metathorax beiderseits an der Basis eckig 
vorstehend. Kopf hinter den Augen schmal ; Clypeus mit 
schwacher Spitze. Augen und Nebenaugen gross. Para- 
psidenfurchen deutlich. Stigma im Vorderflügel kaum an- 
gedeutet. Radius an der Basis gebogen und kräftig; 
Discocubitalnerv bogenförmig; Nervus parallelus oben ent- 
springend, Nervellus weit oben gebrochen. Klauen dicht 
gekämmt. Hinterleib comprimiert. — Die grossen und 
schönen Arten kommen im tropischen Amerika vor. Szepli- 
geti beschreibt die folgenden beiden Arten : M. f enestratus 
ist blauschwarz mit roten Brustseiten. Vorderflügel dunkel- 
braun mit grossem Glasfleck an der Discocubital- und 
Discoidalzelle. M. ornatus ist gelbrot, Hinterleib blau- 
schwarz, Hinterbeine dunkel. Flügel hyalin, vordere 
Schulterzelle und Radialzelle braun. — Eine dritte Art 
besitze ich aus Peru. Sie ist gelbrot, Oberkopf, Fühler 
und Hinterbeine schwarz, Hinterleib blauschwarz. Flügel 
gelblich getrübt, Enddrittel der Vorderflügel und Spitze 
der Hinterflügel braun. Ich nenne sie: M. apicalis. 
Alle 3 Arten haben eine Länge von 30 mm. 

Macrophion Szepl. 
(den. Ins. XXXIV, 1905, p. 32.) 

Metathorax weniger tief vom Mesonotum getrennt, an der 
Basis beiderseits nicht scharf eckig vortretend. Stigma im 
Flügel mehr oder weniger deutlich. 20. 

20. Clypeus am Ende abgerundet. Nebenaugen sehr gross, 
sich und die Netzaugen fast berührend, letztere innen aus- 
gerandet und fast die Basis der Mandibeln erreichend. 
Nervulus vor der Gabel. — Als einzige Art führt Ashmead 
A. thoracicus ohne Beschreibung und Vaterlandsangabe an. 

Athyreodon Ashm. 
(Proc. U. S. Nat. Mus. XXIII. 1900, p. 86.) 

Clypeus am Ende winklig vorgezogen. Nebenaugen nicht 
besonders gross, unter sich und von den Augen entfernt. 
Zwischen letzteren und der Basis der Mandibeln ein deut- 
licher Zwischenraum. Nervulus interstitial. 

cf. Thyreodon Brülle. 



Ophionini. 142 1 



21. Nervus parallelus interstitial. 22. 
Nervus parallelus nicht interstitial. 23. 

22. Hinterleib nur schwach comprimiert Nervulus etwas vor 
der Gabel ; Nervellus tief unter der Mitte rechtwinklig ge- 
brochen. Metathorax kurz, mit Querkiel nahe der Basis, 
die hintere Fläche gerunzelt. — Die einzige bekannte Art 
kommt auf Hawaii vor ; eine Beschreibung ist nicht gegeben. 

Banchogastra Ashm. 
(Proc. U. S. Nat. Mus. XXIII, 1900, p. 87.) 

Hinterleib deutlich comprimiert. Augen und Nebenaugen 
gross, die ersteren innen ausgerandet, bis fast an die 
Mandibelbasis reichend. Klauen gekämmt. Flügelnervatur 
fast wie bei Banchogastra, aber Nervellus in der Mitte 
stumpf gebrochen. — Die einzige Art, A. debilis Perkins, 
findet sich in der australischen Region. 

Abanchogaster Perkins. 
(Trans. Eni Soc. London, 1902, p. 141.) 

23. Metathorax zwischen den Hinterhüften verlängert, ohne 
Querleiste und grob netzartig gerunzelt. Kopf hinter den 
Augen schmal, scharf gerandet, Clypeus zugespitzt, Augen 
und Nebenaugen gross. Parapsidenfurchen undeutlich. 
Schildchen gerandet. Stigma sehr schmal ; Radius an der 
Basis nicht verdic